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Neu-Büddenstedt

aus Helmstedt-Wiki, der freien Enzyklopädie über den Landkreis Helmstedt
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Neu-Büddenstedt
Stadt Helmstedt
Wappen der Ortschaft Neu-Büddenstedt
Koordinaten: 52° 10′ N, 11° 1′ O52.169747211.0149361Koordinaten: 52° 10′ 11″ N, 11° 0′ 54″ O
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Büddenstedt
Postleitzahl: 38372
Vorwahl: 05352

Neu-Büddenstedt ist ein Ortsteil der Kreisstadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt im Osten Niedersachsens an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.

Geschichte[Bearbeiten]

Neu Büddenstedt war ab 1935 durch die BKB (Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG) neu angelegt und aufgebaut worden, nachdem der frühere Ort Büddenstedt auf reichhaltigen Braunkohleflözen stand und ab 1940 zur Kohlegewinnung dem Tagebau Treue weichen musste. 1947 verließen die letzten Einwohner das Dorf. Nach dem Zweiten Weltkrieg profitierte die Region wirtschaftlich durch die BKB, deren Kraftwerk Offleben Offleben und später Buschhaus sowie mehrere Tagebaue sich zum Teil auf dem Gemeindegebiet befanden. Der relative Wohlstand erlaubte die Errichtung großzügiger öffentlicher Einrichtungen, wie der Erich Kästner Schule Büddenstedt mit Sportanlagen und beheiztem Schwimmbad. Die Bevölkerungszahl stieg schnell an, zum Teil auch infolge Zuzug von Vertriebenen z.B. aus dem Sudetenland. Ausgekohlte Tagebaue wurden ab 1970 als Wälder oder Seen rekultiviert, wodurch abwechslungsreiche Naherholungsgebiete entstanden, z.B. in den ehemaligen Tagebauen Wulfersdorf, Alversdorf, Anna Nord und Anna Süd. Zum 1. Juli 2017 fusionierten Büddenstedt und Helmstedt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 schlossen sich die Gemeinden Neu Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf zur Gemeinde Büddenstedt zusammen. Bereits am 1. April 1971 erhielten diese drei Gemeinden kleine Gebietsteile der wegen des Braunkohletagebaus aufgelösten Gemeinde Alversdorf.[1] Zum 1. Juli 2017 fusionierten Büddenstedt und Helmstedt.

Religionen[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche befindet sich in Neu Büddenstedt am Martin-Luther-Platz, 1955 wurde sie eingeweiht. Im ehemaligen Dorf Büddenstedt, das in den 1940er Jahren dem Kohletagebau weichen musste, stand bereits eine evangelisch-lutherische Kirche. Am Karfreitag 1943 wurde sie gesprengt. Die Ortsteile Offleben und Reinsdorf verfügen über je eine weitere evangelisch-lutherische Kirche, in Hohnsleben existiert keine Kirche mehr. Diese drei Kirchen gehören zum Pfarrverband Offleben.

Die katholische St.-Barbara-Kirche von 1951, benannt nach der Schutzpatronin der Bergleute, befindet sich in Neu Büddenstedt. Die Kirche gehört heute zur Pfarrgemeinde Maria Hilfe der Christen in Schöningen. Der Ortsteil Offleben verfügte bis 2015 mit der Kirche Heilige Familie über eine weitere katholische Kirche.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Zwischen den drei Ortsteilen befindet sich der rekultivierte Tagebau Wulfersdorf, der zahlreiche Wanderwege durch abwechslungsreiche Wald-, Seen- und Hügellandschaft bietet.

Sport[Bearbeiten]

Im Ortsteil befinden sich ein beheiztes Schwimmbad, eine Reitanlage, ein Tennisplatz, eine Kegelbahn sowie zwei Sportplätze und eine Turnhalle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

  • Mehrere Handels- und Handwerksunternehmen

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Rathaus im Ortsteil Neu-Büddenstedt

Bildung[Bearbeiten]

  • Kindertagesstätte

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hermann Wesemann: Verschwundene Dörfer Büddenstedt und Wulfersdorf in Kreisbuch 2013 des Landkreises Helmstedt

Weblinks[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

Der Text/Artikel/Inhalt auf dieser Seite basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Neu Büddenstedt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons Attribution/Share-Alike Lizenz 3.0. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 271 und 272.