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	<title>Helmstedt-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt&amp;diff=13722</id>
		<title>Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt</title>
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		<updated>2026-08-04T14:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt&#039;&#039;&#039; ist eine Chronik über [[Helmstedt]] von [[Hans-Ehrhard Müller]] aus dem März [[1999]]. Eine zweite, überarbeitete Auflage erschien im Mai [[2005]]. Dieser Artikel hat das Ziel, die gesamte Chronik als enzyklopädischen Artikel abzubilden und wird lediglich an die neue Rechtschreibung angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[[Hans-Ehrhard Müller|HANS-ERHARD MÜLLER]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[[Helmstedt|HELMSTEDT]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;die Geschichte einer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;deutschen Stadt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Helmstedt]], [[1998]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Widmung des Autors&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Gewidmet meinen Eltern und meinem väterlichen Freund&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Robert Schaper]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Herausgegeben von der Stadt [[Helmstedt]] im Dezember [[1998]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;1. Auflage – 12-[[1998]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;2. Auflage – 05-[[2004]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Gesamtherstellung:&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Druckerei Kühne]] KG, [[Kybitzstraße]] 12, [[38350]] [[Helmstedt]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tel. [[05351]] 2277&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Zum Geleit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 3 Jahre nach dem Erscheinen der [[Helmstedt]]-Chronik war die erste Auflage restlos vergriffen. Das zeigt uns, wie groß das Interesse an der Geschichte unserer Stadt ist und wir freuen uns sehr, jetzt die zweite Auflage vorlegen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]], der Autor der Chronik, ist im Jahre [[2001]] verstorben. Unsere Stadt hat mit ihm einen der profundesten Kenner der [[Helmstedt]]er Geschichte verloren. Wir bewahren ihm an dieser Stelle ein bleibendes Gedenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser besonderer Dank gilt seiner Witwe [[Melsene Johansen]] – Studiendirektorin i. R. und jetzige ehrenamtliche [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]]arin –, die ganz im Sinne ihres verstorbenen Mannes die Neuauflage der Chronik vorbereitet und mit wichtigen Ergänzungen versehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helmstedt]], im Mai&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinz-Dieter Eisermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung an den Verfasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[1930]]–[[2001]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]] wurde am 7. März [[1930]] in [[Schöningen]], [[Landkreis Helmstedt|Kreis Helmstedt]], geboren. [[1934]] siedelte die Familie nach [[Helmstedt]] über, wo sein Vater an der [[Georgienstraße]] ein Lederwarengeschäft eröffnete. [[1935]] erwarb er das Grundstück [[Markt]] 2 und betrieb dort bis zu seinem Tod [[1967]] das angesehene Geschäft [[Leder-Müller]]. [[Hans-Ehrhard Müller]], der keine Geschwister hatte, wuchs mitten in unserer Stadt auf, Kindheit und Jugend waren wesentlich geprägt durch die Kriegs- und Nachkriegszeit. Er besuchte die [[Lutherschule]] (Volksschule) und danach das Gymnasium [[Julianum]], wo er [[1949]] das Abitur ablegte. Rechtswissenschaft und Geschichte hatten sein Interesse geweckt und bestimmten die Wahl seiner Studienfächer. Nach dem Studium an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Köln machte er in Köln die erste und später in Hannover die große juristische Staatsprüfung. Er war als Richter in Schleswig-Holstein und von [[1972]] bis zu seiner Pensionierung im Jahr [[1989]] in Peine tätig. Sein fairer und besonnener Umgang mit den Angeklagten und sein großes Verständnis für die Probleme Jugendlicher zeichneten ihn als Familienrichter besonders aus. Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft und ein tiefgründiger Humor bestimmten seine Persönlichkeit. Nach dem Tod seines Vaters hat er seine kranke Mutter viele Jahre gepflegt und sich in seiner knappen Freizeit in der Jugendarbeit in Peine engagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war verheiratet mit der gebürtigen Braunschweigerin [[Melsene Johansen]] geb. Drechsler, die von [[1962]] bis [[1972]] am damaligen &#039;&#039;Gymnasium für Mädchen&#039;&#039; in [[Helmstedt]] und anschließend am Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner frühen Jugend hat [[Hans-Ehrhard Müller]] sich für die Geschichte der Stadt [[Helmstedt]] interessiert und begeistert. [[1989]] übernahm er von [[Robert Schaper]] als Ehrenbeamter die Leitung des [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]]s. Neben seiner Arbeit im Archiv veröffentlichte er in den folgenden Jahren Beiträge zur Heimatgeschichte, hielt Vorträge, leitete Seminare und führte Besucher durch die Stadt. [[1995]] erschien sein Buch &#039;&#039;[[Helmstedt unterm Hakenkreuz]]&#039;&#039;, [[1999]] war das fast 1000 Seiten umfassende Werk &#039;&#039;Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt&#039;&#039; fertiggestellt. Für seine Verdienste wurde er [[1995]] mit der bronzenen Ehrenplakette und [[1999]] mit der silbernen Ehrenplakette der Stadt [[Helmstedt]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Februar [[2001]] ist [[Hans-Ehrhard Müller]] in [[Helmstedt]] gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird den Bürgern unserer Stadt nicht nur als Autor der Stadtgeschichte in Erinnerung bleiben, sondern auch als Gründer der [[Alma und August Müller-Stiftung]], deren vorrangiger Zweck die Erhaltung alter Bausubstanzen in [[Helmstedt]] ist. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Vorwort des Autors&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorwort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Helmstedt]] – keine Stadt wie jede andere&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweimal stand unser Ort im Mittelpunkt des Weltgeschehens: einst als Sitz einer [[Universität Helmstedt|Universität]] und dann in unserem Jahrhundert als Grenzstadt, die zum Inbegriff der Teilung Deutschlands wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[Universität Helmstedt|Universität]] sind 234 Jahre lang unauslöschliche Bereicherungen der Wissenschaft ausgegangen. Auch heute noch bekannte und genannte Professoren forschten hier und vermittelten vielen Studenten ihre Erkenntnisse. Mancher von ihnen hat es durch dieses so erworbene Wissen später zu großem Ruhm gebracht. Gegründet einmal durch Herzog Julius, der geprägt war durch seine schwere Jugend und durch die leidvollen Auseinandersetzungen mit seinem Vater, entstanden in einer Zeit, in der sich Theologie und Philosophie, Glaube und Wissenschaft befehdeten, wurde die [[Universität Helmstedt]] zu einer Stätte der Toleranz, der gegenseitigen Achtung und des Ausgleichs. Hier lehrte später neben [[Hermann Conring]] ein [[Georg Calixt]], der [[Helmstedt]] zum Zentrum und Quellort einer überkonfessionellen Friedensbewegung machte. Versöhnung von Glauben und Denken, Dialog zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen unter Einschluss der katholischen Lehre, das waren die Inhalte seiner Theologie. Äußeres Symbol dafür war in [[Helmstedt]] das Zusammenleben der protestantischen Einwohner mit den Mönchen des katholischen [[Kloster St. Ludgeri|Ludgeriklosters]]. Ohne den Calixtinismus hätte es keine Ehe der Elisabeth Christine mit Karl VI. und damit keine Maria Theresia gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1945]] wurde [[Helmstedt]] zum Symbol der uns Deutschen aufgezwungenen Teilung. Gleichzeitig jedoch stand der Name unserer Stadt für die letzten Bindungen zu dem anderen Teil Deutschlands und zu dem abgetrennten Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, jede Stadt lebt durch ihre Menschen. Ihr Dasein in den verschiedenen Jahrhunderten darzustellen, ist das Hauptanliegen dieses Buches. Der Leser soll mit ihnen durch die Straßen unserer Stadt gehen, er soll die Geschichte ihres Alltags kennenlernen, er soll würdigen, was sie einmal – oft unter Entbehrungen – geschaffen haben. Er soll wissen, aus welchen Ursprüngen das, was ihm heute begegnet, einmal erwachsen ist. In diesem Sinne habe ich die Chronik der Stadt [[Helmstedt]] geschrieben – ein Buch mit einer eigenen Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Notwendigkeit, die Geschichte unserer Stadt eingehend darzustellen, wurde schon seit langem erkannt. Es waren allerdings immer unterschiedliche Gesichtspunkte, die dafür maßgebend waren. So waren es besonders politische Aspekte, die in der NS-Zeit allgemein zu einer solchen Aufgabe aufriefen. Man wollte gewissermaßen die Richtigkeit der nationalsozialistischen Ideologie auch aus der Vergangenheit heraus begründen. So heißt es u. a. in einer Verfügung der [[Landkreis Helmstedt|Kreisdirektion Helmstedt]] vom 17. September [[1936]], die Arbeiten müssten eindeutig von einem rein völkischen Lebens- und Gemeinschaftsgefühl beherrscht und getragen sein. Konkreter umschreibt dies &#039;&#039;Der Gemeindetag&#039;&#039;, Ausgabe vom 15. August [[1936]]: ,… dass auch die vorhandenen Arbeiten den heutigen Anforderungen nicht immer genügen; ist doch auch die Geschichtswissenschaft vielfach erst neuerdings auf Verhältnisse und Ereignisse der Vergangenheit aufmerksam geworden, die bisher wenig oder gar nicht beachtet worden sind. Es sei hier nur an die überaus wichtigen Fragen der völkischen Zusammensetzung der städtischen Bevölkerung, der Geltung des Deutschen Rechtes, der Wehrpflicht der Bürger, der Stellung der Juden, der Voraussetzungen für die Erwerbung des Bürgerrechtes erinnert. Es ist daher notwendig, daß die Geschichte aller deutschen Städte von neuem erforscht wird.“ – Trotz vielfacher Bemühungen, gerade in [[Helmstedt]], kam es hier noch nicht einmal zu einem Beginn. Der Krieg machte viele Pläne zunichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch nach dem Ende des furchtbarsten aller Kriege wurde schon sehr früh über die Erstellung einer Stadtchronik nachgedacht. Bei den Planungen für die 700-Jahr-Feier der Bestätigung der Stadtrechte ([[1247]]–[[1947]]) vermisste man ein solches Geschichtsbuch. Wer sich über die Geschichte unserer Stadt im Zusammenhang informieren wollte, der musste schon auf die lange vergriffene und [[1821]] von dem Generalsuperintendenten [[Friedrich August Ludewig|Ludewig]] verfasste &#039;&#039;[[Geschichte und Beschreibung der Stadt Helmstedt]]&#039;&#039; zurückgreifen. Sie behandelte auf 264 Seiten im Kleinformat nur bestimmte Schwerpunkte. Ein später entstandenes Werk von Eduard Mutke &#039;&#039;[[Helmstedt im Mittelalter]]&#039;&#039; stammt aus dem Jahre [[1913]] und ist als Ausarbeitung einer Dissertation sehr wissenschaftlich gehalten und für den normalen Bürger schwer lesbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach der 700-Jahr-Feier gingen die Bemühungen weiter. Mit der Währungsreform [[1948]] entfiel zwar die Papierkontingentierung, aber jetzt waren die finanziellen Mittel knapp. Daran scheiterte auch ein Vorschlag des Professors Dr. Dr. Spieß, Direktor der Stadtbibliothek und des Stadtarchivs zu Braunschweig, einen jungen und ihm bekannten Wissenschaftler mit dieser Aufgabe zu betrauen. Den von der Stadt als unbedingte Kostengrenze angegebenen 3.000 DM stand eine Forderung von 11.000 DM gegenüber. Für eine Arbeit von zwei bis drei Jahren sicherlich ein angemessener Gegenwert. Zum Vergleich: Ein VW Käfer kostete damals 4.400 DM bzw. als Exportmodell 4.800 DM. – Ein anderes Problem galt es zu lösen: Mit welchem Jahr sollte die Chronik enden? Wie sollte die jüngste Vergangenheit aufgearbeitet werden? Offenbar gar nicht, denn Studienrat Dr. Erich Schrader schlug vor, das Werk mit dem Jahr [[1914]] abzuschließen. – Schließlich nahm sich [[1952]] der gerade emeritierte Professor Ernst August Roloff aus Braunschweig dieser Aufgabe an. Aber leider starb er am 14. November [[1955]]. Die Geschichte der Stadt [[Helmstedt]] blieb weiterhin ungeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurden insbesondere von Wilhelm Schrader Zeitungsaufsätze und auch einzelne Schriften veröffentlicht. Vor allen Dingen ist hier auf das Schaffens meines Vorgängers [[Robert Schaper]] hinzuweisen, der sein großes Wissen in Broschüren und Einzelabhandlungen den [[Helmstedt]]ern nahegebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst vor einigen Jahren wurde der Gedanke an eine umfassende Darstellung der [[Helmstedt]]er Geschichte wieder aufgegriffen. Nachdem ein erster Versuch gescheitert war, beauftragte Stadtdirektor [[Lothar Wien]] [[Robert Schaper]] und mich mit dieser Aufgabe. Leider musste Herr [[Robert Schaper|Schaper]] aus Altersgründen [[Helmstedt]] verlassen. Er hat aber vorher noch die Reihe der Bürger- und Häuserbücher vollenden können. So waren von ihm wertvolle Vorarbeiten für eine Gesamtgeschichte unserer Stadt geleistet worden. Auf Anregung von Frau Stadtdirektorin [[Elisabeth Heister-Neumann]] habe ich nun in jahrelanger Arbeit hauptsächlich aus den Akten des [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]]s eine, wie ich meine, umfassende Geschichte der Stadt erstellt, die Herr Regierungspräsident a. D. Karl-Wilhelm Lange einmal als Lebenswerk bezeichnet hat. Sie konnte allerdings aus verschiedenen Gründen nur bis [[1945]] geführt werden. Einmal war der Umfang der Arbeit festgelegt, zum anderen war auch eine zunächst nicht vorgesehene kurzgefasste Geschichte der [[Universität Helmstedt|Universität]] erforderlich, denn sie gehörte über 200 Jahre fest zur Stadt. Deshalb wäre das über frühe Zeiten zu zeichnende Bild – ohne auf die [[Universität Helmstedt|Universität]] einzugehen – nur unvollständig gewesen. Zum anderen ist die Zeit nach [[1945]] gerade durch die Stellung [[Helmstedt]]s in diesen oft sehr schwierigen Jahrzehnten so bedeutsam, dass sie einem weiteren Band vorbehalten sein soll. Dieser wird unter anderem auch bereits fertiggestellte Kapitel wie das über die [[Helmstedt]]er Schulen und über [[Bad Helmstedt]] enthalten. – Den [[Helmstedt]]er Innungen habe ich absichtlich kein Kapitel gewidmet. Mit ihnen hat sich [[1996]] Susanne Pieper in ihrem Buch &#039;&#039;[[Chronik des Helmstedter Handwerks]]&#039;&#039; ausführlich beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik ist in erster Linie gedacht für die [[Helmstedt]]er Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen Zugang zu der großen Vergangenheit ihrer Heimatstadt finden, aber auch zu den Menschen, die vor ihnen hier gelebt haben. Die Kapitel sind in sich abgeschlossen, sie sollen gesondert gelesen werden können. Deshalb sind Wiederholungen unvermeidbar gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe vielen zu danken, die mir durch Informationen und auch durch ihr Interesse an meiner Arbeit in den zurückliegenden Jahren geholfen haben. Herrn Bürgermeister Dr. [[Karl Birker]] und Frau Stadtdirektorin [[Elisabeth Heister-Neumann]] danke ich, dass die Stadt [[Helmstedt]] mir die Möglichkeit geboten hat, eine Arbeit zu erstellen, die ich mir schon in jungen Jahren vorgenommen hatte. Herr Erwin Fronhöfer hat schon vor einiger Zeit einen ersten Entwurf durchgesehen. Meine Schulfreunde Siegfried Lüderitz aus Timmel und Rüdiger Möhle aus Epeigné les Bois (Frankreich) haben Teile meines Manuskripts gelesen, wofür ich mich recht herzlich bedanken möchte. Frau [[Ilse Moshagen]] hat mir verschiedene Gedanken vermittelt, und Frau Dr. Ingrid Henze verdanke ich manche Anregung. Bei Herrn Pastor Rudolf Kleinert, bei Frau Barbara Musial und Herrn Rainer Ammon möchte ich mich bedanken, dass sie sich für das Erscheinen der Chronik eingesetzt haben. Herr Studiendirektor Arno Förster und Herr Oberstudienrat [[Michael Gehrke]] haben mir sehr alte Aufnahmen unserer Stadt zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Darüber habe ich mich besonders gefreut. Den Mitarbeiterinnen des Schreibdienstes der Stadt [[Helmstedt]] Frau Gisela Loos, Frau Sabrina Wachsmann, Frau Isolde Pingel und Frau Erika Dlusniewski danke ich, dass sie es jahrelang übernommen haben, die oft nicht leichten Diktate zu schreiben. Frau Iris Kanitz hat die Anmerkungen und das Register überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Braunschweigische Kloster- und Studienfonds hat sich finanziell an diesem Buch beteiligt, wofür ich mich ebenfalls herzlich bedanken möchte. Ganz besonders verpflichtet bin ich Herrn Regierungspräsidenten a. D. Karl-Wilhelm Lange dafür, dass er diesen Zuschuss vermittelt hat und dass er mich durch ein Gespräch und durch mehrere Briefe ermuntert hat, die Chronik zu Ende zu führen. In gleicher Weise muss ich mich bei Frau Studiendirektorin i. R. [[Melsene Johansen]] bedanken. Sie hat in unendlich vielen Stunden – oft bis spät in die Nacht hinein – das Manuskript korrigierend gelesen, die Korrektur der Druckfahnen übernommen und das umfangreiche Register erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet habe ich das Buch meinen Eltern, die mir in ihrem Fleiß und in ihrer Redlichkeit immer Vorbild gewesen sind, und meinem väterlichen Freund [[Robert Schaper]], dessen geleistete Vorarbeiten mir eine große Hilfe waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich soll das Buch zum Nachdenken darüber anregen, dass die vielen baulichen Zeugen der reichen Vergangenheit unserer Stadt, die heute noch sichtbar sind, erhalten bleiben und dass damit die Arbeit der [[Bürger-Aktion Alt-Helmstedt|Bürgeraktion „Alt-Helmstedt“]] und ihres Vorsitzenden Herrn Rudolf Scharf allenthalben eine noch bessere Unterstützung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helmstedt]], im März [[1999]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Aus grauer Vorzeit ==&lt;br /&gt;
== Von Wegen, die nach Helmstedt führten ==&lt;br /&gt;
== Die Zerstörung Helmstedts und der Wiederaufbau ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt wird Stadt ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt bekommt die Reichsacht ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt erwirbt die Neumark ==&lt;br /&gt;
== Der Gildeaufstand 1340 ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt und die Hanse ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt bekommt einen neuen Landesherren ==&lt;br /&gt;
== Das weltliche Lebenswerk eines Helmstedter Mönches und die Klausnerin Mechthild ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
== Das Helmstedter Stadtrecht ==&lt;br /&gt;
== Die Befestigungsanlagen der Stadt Helmstedt ==&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Stadttürme ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Die Befestigungsanlagen der Stadt Helmstedt (S. 75–94) ==&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98) ==&lt;br /&gt;
[[Helmstedt]] kann für sich in Anspruch nehmen, im ehemaligen Herzogtum Braunschweig der einzige Ort zu sein, der mit dem [[Hausmannsturm]] noch einen alten Stadtturm aufzuweisen hat. Weder Wolfenbüttel noch Braunschweig oder andere Orte können insoweit mit uns konkurrieren. Jede Stadt hatte früher wenigstens an den wichtigsten Toren Stadttürme. Sie dienten verschiedensten Zwecken. In Norddeutschland sind diese Anlagen meistens verschwunden. Merian bzw. zwei seiner Söhne haben auf dem bekannten Kupferstich von [[1654]] für [[Helmstedt]] dieses Wahrzeichen festgehalten. Das Bild zeigt mit einer Mauer und dem Teich im Vordergrund einen sehr wehrhaften Ort, aber zugleich auch ein imposantes Stadtbild. Um [[Helmstedt]] betrachten zu können, hat der Zeichner mit einer Stelle am [[Lappwald]]rand einen Ort ausgewählt, von dem der Wanderer oder der Fahrer auf der Autobahn auch heute noch den nicht unberechtigten Eindruck einer schönen Stadt hat. Übrigens, Merian, geboren [[1593]] zu Basel, verstorben [[1650]] zu Frankfurt/Main, ist nie in [[Helmstedt]] gewesen. Um das große Werk einer Topographie aller Städte Deutschlands gestalten zu können, bedienten sich Merian bzw. seine Söhne Matthäus d. J. und Kaspar vieler Helfer. In den Fürstentümern Lüneburg und Wolfenbüttel war es der Kupferstecher Konrad Buno aus dem Hessischen, der sich [[1640]] in Braunschweig und dann später in Wolfenbüttel niedergelassen hatte. Das von ihm dort bewohnte Haus wird heute noch gezeigt. Buno bereiste die einzelnen Fürstentümer, Empfehlungsschreiben des jeweiligen Herzogs an die einzelnen Städte waren vorausgegangen. Er zeichnete Ansichten auf Papier, skizzierte mitunter das Gesehene auf Schrifttafeln, um es auf besondere Blätter zu übertragen. So kam er ganz gut voran. Gandersheim, wo er am 31. Juli [[1652]] eingetroffen war und bis zum 2. August blieb, war offenbar der letzte Ort im hiesigen Fürstentum, denn noch in demselben Monat fing er im Calenbergischen mit seinen Zeichnungen an. In [[Helmstedt]] wird er also in der ersten Hälfte des Jahres [[1652]] gewesen sein. In der Kämmereirechnung findet sich leider kein Eintrag über entsprechende Ausgaben des Rates.&amp;lt;ref&amp;gt;Zimmermann, P. &amp;quot;Matthäus Merians Topographie der Herzogtümer Braunschweig und Lüneburg&amp;quot; in Jahrbuch des Geschichtsvereins für das Herzogtum Braunschweig 1902, S. 38 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie mich bei der Beschreibung der [[Helmstedt]]er Stadttürme mit dem [[Hausmannsturm]], auch [[Neumärker Tor|Neumärker]]- oder [[Westertor]] genannt, beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich August Ludewig|Ludewig]] kannte noch alle drei Türme. Er schrieb [[1821]]: „Der auf dem [[Seedorfer Tor]] ist vor kurzem abgerissen. Das Niederreißen des auf dem [[Ostertor]] befindlichen Turmes ist schon bestimmt. Der hohe schöne Turm auf dem [[Neumärker Tor|Neumärker Thore]], der eine Zierde der Stadt ist, wird aber wahrscheinlich bleiben“. Damit sollte er recht behalten, aber ganz so selbstverständlich war der Erhalt nicht. Oftmals schien es, dass auch dieser Turm das Schicksal der beiden anderen, den Abriss nämlich, teilen würde. Auch heute glauben wir mitunter, dass sich Fortschritt nicht immer mit dem Erhalt des Alten vereinbaren lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abrissdiskussion begann damit, dass [[1837]] der Ökonom Hänichen, damaliger Eigentümer des heutigen [[Kramers Gut|Kramerschen Gutes]], unterstützt durch die Gastwirte Piest und Rohmann aus der Vorstadt [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]], sich an den Rat der Stadt wandte und um zumindest eine Erweiterung der Toreinfahrt bat, da er mit den beladenen Ackerwagen nicht mehr das [[Neumärker Tor]] passieren könne. Die Gastwirte hatten ein besonderes Interesse daran, dass auch stark beladene Frachtwagen das Tor passieren konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis [[1843]] geschah nichts. Dann aber nahm sich der Rat der Stadt der Sache an und erörterte sogar, ob nicht der Abbruch des Turmes im Endergebnis billiger sei als die mit 230 Reichstalern veranschlagte Durchfahrtserweiterung. Man hatte sogar schon einen Interessenten für die Abbruchsteine, einen Maurermeister, der dafür 400 Reichstaler bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich sprach sich die Herzoglich Braunschweigisch-Lüneburgische Baudirektion unter dem 1. Juni [[1843]] für einen Abbruch aus, weil, so argumentierte man, bei einer Erweiterung der Durchfahrt unvorhergesehene Kosten nicht auszuschließen seien. Das war leider so überzeugend, dass die Stadtverordnetenversammlung sich dem anschloss und am 27. August [[1843]] den Abbruch des Turmes beschloss. Dem allerdings widersetzte sich der Magistrat – das waren der [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] und zwei ehrenamtlich tätige Bürger –, denn er erkannte, dass der [[Hausmannsturm]] eine erhaltenswerte Zierde der Stadt war. Im übrigen, so der Magistrat, würden bei einem Abbruch ebenfalls unübersehbare Kosten entstehen, da Beschädigungen der benachbarten Häuser nicht ausgeschlossen werden könnten. Durch die Neupflasterung des [[Gröpern]] sei außerdem diese Straße für beladene Fuhrwerke wieder passierbar geworden, das [[Neumärker Tor]] würde dann als Durchfahrt entlastet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde dann im Herbst [[1845]] beschlossen, die Durchfahrt von 11 auf 16 Fuß (1 Fuß = 28,6 cm) zu erweitern. Die beiden Chausseegeldeinnehmer Metzner und Schade wurden angewiesen, allen Frachtführern bei der Entrichtung des Chausseegeldes zu erklären, dass ab September das [[Neumärker Tor]] für drei Wochen unpassierbar und deshalb der Weg zum [[Nordertor]] über die [[Kybitzstraße]] bzw. umgekehrt zu nehmen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchführung der Arbeiten – die Jahreszahl [[1845]], eingraviert oben im Bogen auf beiden Seiten, zeigt das Jahr der Erweiterung an – befriedigte offenbar alle Ansprüche, jedenfalls war für ein halbes Jahrhundert in dieser Angelegenheit Ruhe. Dass der [[Hausmannsturm]] immer noch in Gefahr war abgerissen zu werden, ergibt ein Schreiben des Professors Paul Jonas Meier [[1898]] an den Stadtbaumeister. Durch die Zeitung gehe wieder einmal die Nachricht, dass die Tage des schönen [[Hausmannsturm]]es gezählt seien. Er sichere hiermit seinen und des Geschichtsvereins Unterstützung zugunsten des Erhalts ausdrücklich zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre später wandte sich der Denkmalausschuss für das Herzogtum Braunschweig ebenfalls gegen Abbruchsabsichten und bat den Magistrat, alles für den Fortbestand zu tun. Es wird bemerkt, dass die Stadt noch an zahlreichen Stellen ihren altertümlichen Charakter bewahrt habe. Gerade in [[Helmstedt]] würden die Baudenkmäler in einer passenden Umgebung und nicht einzeln in irgendwelchen Ecken versteckt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So blieb endlich der Turm den Bürgern der Stadt und der Nachwelt erhalten. Die Treppe wurde in der heutigen Form [[1910]]/[[1911]] angelegt. Seinerzeit wurde der heute noch stehende Neubau [[Neumärker Straße]] 23 durch den Lebensmittelhändler Geffers errichtet. Er musste das Haus auf die Baufluchtlinie zurücksetzen, so dass ein neuer Aufgang zu dem Turm geschaffen werden konnte. Der alte verlief bis zu dem damals schon überdachten Zugang parallel zur Straße. Ein Sturm, der am 22. November [[1928]] die Wetterfahne herunterriss, wobei das Dach völlig zerstört wurde, offenbarte, dass oben in der Spitze Dokumente aus den Jahren [[1686]] und [[1727]] mit den Namen der damals regierenden Herzöge und der [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt eingemauert waren. Sie wurden zurückgelegt und durch die Namen von [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] und Ratsherren des Jahres [[1928]] ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun noch etwas zu dem Sandsteinrelief an der Westseite über dem Tor. Es soll die Krönung der Maria zur Himmelsgöttin darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Das Marienbild am Hausmannsturm zu Helmstedt&amp;quot; in &amp;quot;Alt-Helmstedt&amp;quot; Januar 1926, Nr. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Helmstedt]]er sehen in den beiden Figuren auch Kaiser Lothar und seine Ehefrau. In das Reich der Sage gehört natürlich, dass sie um Mitternacht ihren Platz verlassen und um den Turm herumgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als diese Diskussion um den Abriss des [[Neumärker Tor]]es geführt wurde, gab es die beiden anderen Türme, nämlich den [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] und den [[Ostertor|Osterturm]] schon nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] war 22 ½ Fuß lang und 24 ½ Fuß breit, 32 Fuß hoch (= 9,15 m), also relativ niedrig. Das Dach bestand aus vier Walmen mit Breitziegeln. Wir wissen aber nicht, wie weit die Höhe gemessen wurde, ob bis zum Dachbeginn oder sogar bis zur Spitze. Im Vergleich dazu die Höhe unseres [[Hausmannsturm]]es: bis ganz oben zur Wetterfahne 36 m, bis zur Dachrinne 20 m. Dieser war in jedem Fall der größte der drei [[Helmstedt]]er Stadttortürme. Deshalb hatte dort auch der Feuerwächter seinen Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] war eine Durchfahrt mit zwei Bogen und einem Gewölbe, so wie wir es heute noch vom [[Neumärker Tor]] her kennen. In der zweiten Etage waren eine Stube, eine Kammer und eine kleine Küche. In diesen Räumen lebte zuletzt der Turmschließer Brandt. Im Mai/Juni [[1820]] wurde der Turm abgerissen. Er befand sich – stadtseitig gesehen – unmittelbar hinter dem [[1968]] abgerissenen Haus [[Südertor]] 5, das bereits innerhalb der Stadtmauern lag. Er hatte eine Durchfahrt von ca. 4,85 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besonderheit war, dass die Strecke bis zum heutigen [[Batteriewall]] bzw. [[Kleiner Wall|Kleinen Wall]], die damals [[Süderwall|Süder]]- bzw. [[Osterwall]] hießen, von einer Mauer, acht Fuß und zwei Fuß stark, umschlossen war, wobei die eine Mauer ca. 180, die andere ca. 160 Fuß lang war. Die Durchfahrt war ebenfalls sehr eng und hatte teilweise nur eine Breite von 5 m. Das Haus des Torwirts befand sich vor dem jetzt bebauten Grundstück [[Batteriewall]] / Ecke [[Wilhelmstraße]]. Es wurde [[1824]] abgerissen, die beiden Mauern längs der Zufahrt bereits [[1821]]. Ein neues Torwirtshaus wurde unmittelbar hinter dem alten auf dem heutigen Eckgrundstück [[Batteriewall]] / Ecke [[Wilhelmstraße]] errichtet. Es existiert nicht mehr. Um damals die Stadt an dieser Stelle weiterhin nachts bei Bedarf geschlossen zu halten, wurde zwischen den beiden Enden der Stadtmauer ein Torweg mit insgesamt vier Säulen, die die Fahrstraße und die beiden Fußwege abgrenzten, gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugestaltung der alten Wehranlage mit der Schaffung der Wälle ermöglichte es nun, im Vorfeld der Mauer Gärten anzulegen. Sie brachten bei einem Verkauf durch den erzielten Preis oder aber durch einen jährlichen Erbzins der Stadt zusätzliche Einnahmen. So erwarben nach [[1749]] der Seifensieder Rickert, der Brauer Temme und der Brauer Haspelmacher je einen Garten unmittelbar am alten [[Südertor (Turm)||Südertor]] in Richtung zur [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]]. [[1824]]/[[1825]] erwarb der in der [[Bötticherstraße]] 51 (Haus der Professoren von Mosheim und Henke) wohnende Kreisamtmann Friedrich-Joachim von Heinemann diese Grundstücke für 1.345 Taler. Ein Jahr später, [[1826]], baute er auf diesem Gelände ein herrschaftliches Wohnhaus, das heute noch steht. In ihm befindet sich seit [[1853]] der [[Landkreis Helmstedt|Landkreis]], der damals „[[Landkreis Helmstedt|Herzogliche Kreisdirektion]]“ hieß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ostertor|Osterturm]] war 27 Fuß im Quadrat lang bzw. breit und 45 Fuß hoch, also 13 m, massiv gemauert. Er hatte ein Satteldach mit zwei Walmen, die mit Breitziegeln bedeckt waren. Die Durchfahrt war wie beim [[Neumärker Tor]] mit zwei Bogen und inwendig mit einem Gewölbe versehen. In der zweiten Etage waren eine Stube und eine kleine Küche, in der dritten und vierten Etage war ein Gefängnis. Er war 13 Fuß (= 3,72 m) höher als der [[Südertor (Turm)|Südertorturm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juni [[1821]] wurde der Turm zum Abbruch meistbietend verkauft. Es bemühten sich darum der Apotheker Lichtenstein, der gerade am [[Papenberg]] die [[Ratsapotheke]] bauen wollte, und der Maurermeister Linke. Für die Summe von 124 Reichstalern erhielt der Maurermeister den Zuschlag, der jedoch nach Angaben von [[Robert Schaper]] diese Steine leider nicht dazu benutzte, um in [[Helmstedt]] ein Haus zu bauen. Er verwendete sie weit außerhalb, so dass uns noch nicht einmal diese Reste als Erinnerung an den alten Turm geblieben sind. Auch sonst weist nichts mehr darauf hin, wo jahrhundertelang zwei alte Stadttore in Helmstedt gestanden haben, im Gegensatz zum [[Nordertor]]: dort ist (wie bereits erwähnt) am Ende des [[Langer Steinweg|Langen Steinweges]] der Rest einer Mauer zu sehen, die damals zu dem turmlosen [[Nordertor]] gehört hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Helmstedter Stadtwappen (S. 99–100) ==&lt;br /&gt;
Wir kennen alle das [[Helmstedt]]er Stadtwappen: Es zeigt den Heiligen Ludgerus mit roter Kasel und Mitra und mit dem Abtstab in der rechten und mit einem Buch, wohl der Heiligen Schrift, in der linken Hand. Auf das Merkmal Stadt weist die Mauer hin. Es beweist weiter, dass [[Helmstedt]] unter dem Krummstab groß geworden ist. Erstmals finden wir dieses Motiv in einem [[Helmstedt]]er Siegel aus dem Jahr [[1232]]. In dieser Form wurde das Siegel bis in das 16. Jahrhundert und wahrscheinlich auch noch später benutzt. Die Legende, d. h. die Umschrift in der Rundung, hat den Wortlaut „Sigillum burgnsium in Helmstadt“, d. h. in deutsch „Siegel der Bürgerschaft in Helmstedt“, dabei hatte man in dem lateinischen Wort für Bürgerschaft das „e“ vergessen. Außer diesem großen Siegel gab es drei kleinere, die, wenn auch nicht zugleich, so aber ebenfalls bis in die Neuzeit dazu dienten, offizielle Akten der Stadt abzusiegeln. Auch noch in den Jahren [[1622]] und [[1625]] finden wir den Heiligen Ludgerus auf städtischen Urkunden. Zugleich wird aber ein anderes Symbol zum Emblem der Stadt: zwei gekreuzte Krummstäbe. Wir finden sie in den Holzschnitzereien am [[Rohrsches Haus|Rohrschen Haus]] (untere Reihe, siebentes Feld von links) und am [[Beguinenhaus]] (erbaut [[1580]]). Dort trägt die Darstellung den Zusatz „DRW“ = des Rates Wappen. Auch der bekannte Merianstich von [[1654]] zeigt sie als Wappen der Stadt. Am heutigen [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]] sind sie an der Außenfront über dem mittleren Fenster des Sitzungssaales und über dem heutigen Stadtwappen ebenfalls sichtbar, gewissermaßen als Bindeglied zwischen dem mittelalterlichen [[Helmstedt]] und dem heutigen. Der Heilige Ludgerus war früher allein Inhalt des Siegels. Wappen und Siegel waren also verschieden. Arnold Rabbow, Verfasser des Braunschweigischen Wappenbuchs, Braunschweig [[1977]], ist dieser Unterschied mitunter begegnet, „diese Unterscheidung hat auch einen praktischen Sinn: Siegelbilder wurden damals gern detailreich und künstlerisch aufwendig gestaltet, um die Fälschung zu erschweren. Ein Wappen aber soll auch auf weite Sicht gut erkennbar sein, soll mithin einfach und übersichtlich gestaltet sein“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arnold Rabbow |Titel=Braunschweigisches Wappenbuch – Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg |Ort=Braunschweig |Datum=1977 |Seiten=59 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 19. Jahrhundert erscheint der Heilige Ludger auch als Wappen der Stadt. Er trägt jetzt aber nicht das Heilige Buch, sondern einen Kelch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die letzte Jahrhundertwende wünschte man die offizielle Genehmigung eines Wappens durch den Herzog. So musste man sich zunächst über ein Motiv einigen. In Frage kamen die beiden „Löffel“, d. h. die Krummstäbe, oder der Heilige Ludger. Man dachte aber auch über ein ganz neues Motiv nach. Zunächst jedoch versuchte man, eine offizielle Stadtfarbe einzuführen. Der Archivrat Dr. Paul Zimmermann, der deshalb vom Rat angeschrieben wurde, stellte aus der Geschichte der Stadt und insbesondere aus den überlieferten Symbolen der beiden Ludgeri Klöster in [[Helmstedt]] und Werden die dominierenden Farben Blau und Weiß heraus und empfahl sie als Stadtfarben. Der Rat entsprach diesem Vorschlag. „Blau-Weiß“ wurden somit die [[Helmstedt]]er Farben, sie sind es bis heute geblieben. Im übrigen zeigte sich das „Pferd“ am Stadthaus in „Weiß“ auf blauem Grund. Der braunschweigische Geschichtsverein hat Anfang unseres Jahrhunderts einmal festgestellt, die eigentlichen [[Helmstedt]]er Farben seien „Rot-Gold“. Diese Feststellung führt zu dem „Löffel-Bild“ zurück, es zeigt nämlich die beiden Abtstäbe „golden“ und den Hintergrund „rot“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Wahl von „Blau-Weiß“ als [[Helmstedt]]er Farben war auch die Entscheidung hinsichtlich des Wappens gefallen: Der Heilige Ludgerus mit der [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]] und dem Heiligen Buch sollte das Symbol unserer Stadt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Erlass vom 25. Mai [[1900]] genehmigte „Seine Königliche Hoheit, Albrecht von Preußen, Regent des Herzogs“ das Wappen der Stadt [[Helmstedt]] in der heutigen Form. Es zeigt auf blauem Hintergrund die Figur des Heiligen Ludgerus, teilweise in weiß gehalten und umgeben von Mauerwerk, das ebenfalls in weißer Farbe dargestellt wird, mit dem Heiligen Buch. Aber auch die eigentlichen [[Helmstedt]]er Stadtfarben finden wir in der Darstellung wieder. Die Kasel ist rot, Buch, Abt, Stab und Heiligenschein sind golden gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Schöffen bezeichneten Vorsteher der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] benutzten im Mittelalter und in der Neuzeit ein gesondertes Wappen. Die Vorstadt war eine Gründung der Herzogs. Dies zeigte sich auch im Siegel: ein aufrechter Löwe, den wir heute noch an den Grundstücken [[Braunschweiger Straße]] 23/24 und 32 (das Stadthaus der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]]) in dieser Form finden können. Mitunter war neben dem Löwen mit einem Helm ein weiteres Symbol angebracht. Ludewig int dagegen in dem Buch „Geschichte und Beschreibung der Stadt Helmstedt, [[1821]]“, wenn er schreibt, dass [[1490]] bei der Übergabe der Stadthoheit vom Abt an den Herzog in Wolfenbüttel von jenem die „Löffel“ aus dem Wappen entfernt und dafür Helm und Löwe hineingesetzt worden seien. Dies ist, wie ich bereits feststellte, nicht geschehen. Allerdings sind die gekreuzten Abtstäbe auf Pfennigen, die hier in Helmstedt geprägt wurden, durch den herzoglichen Löwen und Helm ersetzt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=[https://leopard.tu-braunschweig.de/receive/dbbs_mods_00042419 Braunschweigisches Jahrbuch] |TitelErg=Chronik des Braunschweigischen Geschichtsvereins von Mai 1951 bis März 1952 |Ort=Braunschweig |Band=33 |Datum=1952 |Seiten=162 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der NS-Zeit sollte [[1938]] der Heilige entthront werden. Für den Ausbau eines Kameradschafts- und Führersaales im Hause der Gauleitung in Hannover hatte [[Helmstedt]] wie auch andere Städte des Gaues einen Stuhl zu stiften. In die Rückenlehne sollte das Stadtwappen eingelegt werden. Der Betrag von 70 Mark wurde, „obwohl die Haushaltslage der Stadt [[Helmstedt]] jede Sonderausgabe verbietet“, zwar überwiesen, ein solcher Stuhl aber nie hergestellt, denn ein Wappen mit einem Heiligen fand bei der hohen Parteileitung keinerlei Anklang. „Vielleicht findet sich auch für [[Helmstedt]] ein Symbol, das besser der heutigen Zeit entspricht, als das jetzt vorhandene Wappen.“ So kam man in [[Helmstedt]] auf das [[Juleum]] als Motiv für ein neues städtisches Siegel und Wappen. Dr. Hermann Kleinau, seinerzeit Direktor des Braunschweigischen Staatsarchivs in Wolfenbüttel, widersprach der Verwendung eines Gebäudes als Wappen. „Damit würde man der jahrhundertealten Tradition der Stadt, die ihre Wurzeln auch aus der Zeit vor der Universitätsgründung bezieht, nicht gerecht werden.“ Der Krieg verhinderte eine Durchführung dieses Planes, selbst Ministerpräsident Dietrich Klagges riet dem Bürgermeister, das alte Wappenbild nicht aufzugeben. So erwies sich der Heilige auch noch nach vielen Jahrhunderten stärker als die Ideen der damaligen Machthaber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Buchdrucker (S. 494–505) ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert – und mehr als das Blei in der Flinte, das Blei im Setzkasten.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::– Georg Christoph Lichtenberg ([[1742]] bis [[1799]], seit [[1769]] Professor in Göttingen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der zutreffenden Bedeutung dieser Zeilen und bei dem schon durch die [[Universität Helmstedt|Universität]] nicht geringen Beitrag unserer Stadt zu diesen Veränderungen ist es gerechtfertigt, auch in einer Stadtchronik an die hiesigen Buchdrucker zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Gutenberg (um [[1400]] bis [[1468]]) gilt als der Erfinder des Druckens mit beweglichen Lettern. Bis zur Einführung des Offsetdrucks bedienten sich die Drucker im Prinzip seines Verfahrens. Vor Gutenberg mussten Bücher zur Verbreitung ihres Inhalts abgeschrieben werden. Das geschah hauptsächlich hinter den Mauern der Klöster, ein Mönch diktierte und mehrere Mönche schrieben mit. Eine einzelne Seite wurde auch schon früher dadurch „gedruckt“, dass man aus einem Stück Holz erhabene Buchstaben schnitzte und so eine Druckplatte herstellte. Diese Platte ließ sich allerdings nur einmal verwenden. Aus Mainz ist für das Jahr [[1454]] mit Ablassblättern der früheste Druck nachgewiesen. Zwei Jahre später kam die berühmte Gutenberg-Bibel auf den Markt. Die Initialen wurden im 15. Jahrhundert noch mit der Hand gemalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es noch keine Zeitungen gab, wurden die „neuesten“ Nachrichten auf Flugblättern gedruckt. Der Inhalt wurde von der Obrigkeit vor dem Stadthaus oder von den Fernhandelskaufleuten auf den Marktplätzen der Bevölkerung vorgelesen, denn lesen konnten höchstens 10 % der Stadtbevölkerung, auf dem Dorf wohl nur der Pastor und, sofern es ihn gab, der Lehrer. Durch diese Flugblätter verbreiteten sich auch die Gedanken Martin Luthers. Ohne Gutenberg wäre Luther wohl ein unbekannter Mönch geblieben. Der rapide Anstieg der Flugschriften und die Steigerung ihrer Verbreitung um das Tausendfache ist nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1471]] gab es mit Augsburg, Bamberg, Basel, Köln, Mainz, Nürnberg und Straßburg nur sieben Städte mit einer Druckerei, neun Jahre später hatte sich die Anzahl auf 24 erweitert, darunter war Magdeburg. [[1530]] gab es schon 63 Druckereien in entsprechend vielen Städten, darunter nun auch in Braunschweig.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv: &#039;&#039;Alteuropäische Schriftlichkeit&#039;&#039;, Kurseinheit 7, S. 8, herausgegeben von der Fernuniversität Hagen 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Druckkunst hat in [[Helmstedt]] durch [[Jacob Lucius der Ältere|Jakobus Lucius]], der [[1579]] von Rostock hierher gekommen war, im Zusammenhang mit der Gründung der [[Universität Helmstedt|Universität]] begonnen. Nach Wilhelm Eule&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Eule: &#039;&#039;Helmstedter Universitätsbuchdrucker&#039;&#039;, Helmstedt 1921, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; soll er sich in dem Haus [[Kybitzstraße]] 5 niedergelassen haben. [[Robert Schaper]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Schaper]]: &#039;&#039;Das Helmstedter Häuserbuch&#039;&#039;, Helmstedt 1974 unter Kybitzstraße 5&amp;lt;/ref&amp;gt; hat dagegen festgestellt, dass das heutige Grundstück seinerzeit mit zwei Häusern bebaut war. [[1587]] hat [[Konrad Gerdener]], dessen Haus gegenüber dem [[Ratskeller (Helmstedt)|Ratskeller]] gestanden hatte und abgebrannt war, diese beiden Häuser in einer Hand vereinigt, sie abreißen und das heute noch stehende Gebäude errichten lassen. Er war, wie sein Vater, [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] in [[Helmstedt]] gewesen. Das Wappen des Vaters, [[Hans Gerdener]], befindet sich mit den Initialen BHG am [[Rohr’sches Haus|Rohrschen Haus]], der Name des Sohnes steht am Taufbecken von [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]]. So ist es wahrscheinlicher, dass schon wegen der notwendigen Größe einer Druckerei [[Jacob Lucius der Ältere|Jakobus Lucius]] seine Tätigkeit im Haus [[Beguinenstraße]] 9 begonnen hat. In jedem Fall ist er einige Jahre nach seinem Eintreffen in [[Helmstedt]] dort eindeutig nachgewiesen. Dieses Haus muss es dann gewesen sein, das er mit den 500 Talern erwarb, die der Herzog ihm gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] stammte aus Siebenbürgen, Hermannstadt oder Kronstadt soll sein Geburtsort gewesen sein&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Schrader: &#039;&#039;Der Helmstedter Universitätsbuchdrucker Jacobus Lucius I. und seine Nachkommen&#039;&#039; in &#039;&#039;Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigung Ehemaliger Helmstedter Gymnasiasten&#039;&#039;, Helmstedt 1950&amp;lt;/ref&amp;gt; Über Nürnberg, Wittenberg (ab [[1556]]) und Rostock (etwa ab [[1577]]) war er nach [[Helmstedt]] gekommen. In Nürnberg mag er sich in der Druckkunst vervollkommnet haben, in den beiden anderen Städten hat er sie beruflich bereits ausgeübt. Mit Schulden hatte er Wittenberg verlassen, mit Schulden verließ er auch Rostock. Der berühmte Rostocker Professor David Chytraeus empfahl ihn dem Herzog Julius. Sechs Drucke sind bereits aus dem ersten Jahr seiner Tätigkeit bekannt. Der Berliner Bibliothekar Dr. [[Max Joseph Husung]] (verstorben 17. September [[1944]] in [[Helmstedt]]) hat sie nachgewiesen. Aber [[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] war nicht nur Drucker, er war auch als Formschneider Künstler. Er stattete seine Werke mit Holzschnitten aus, die ihm den Respekt nicht nur seiner Zeitgenossen einbrachten&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Schrader: &#039;&#039;Der Helmstedter Universitätsbuchdrucker Jacobus Lucius I. und seine Nachkommen&#039;&#039; in &#039;&#039;Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigung Ehemaliger Helmstedter Gymnasiasten&#039;&#039;, Helmstedt 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;. [[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] starb [[1597]] an der Pest, mit ihm seine Frau und fünf seiner Kinder. Sein Sohn Jakobus Lucius II. kehrte aus Hamburg, wo er eine eigene Druckerei betrieben hatte, zurück. Er setzte das Werk seines Vaters fort. Er starb aber bereits [[1616]]. In den fast 19 Jahren seines Wirkens als Inhaber der Offizin (Werkstatt einer Druckerei oder einer Apotheke) stellte er viele Drucke her. Ob auch ein ganz besonderes Druckerzeugnis bei ihm erschienen ist, ist nicht sicher, ein Nachweis würde ihm und [[Helmstedt]] hohen Ruhm bringen. Es handelt sich dabei um den „Aviso“, die älteste Zeitung Norddeutschlands, erschienen [[1609]] und nach Meinung des Zeitungsforschers Dr. Schoene die älteste der Welt überhaupt. Im süddeutschen Raum gab es seit [[1609]] die in Straßburg gedruckte „Relation“, wobei jedoch angenommen wird, dass der „Aviso“ als Wochenzeitung schon vor [[1609]] herausgegeben wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Schrader: &#039;&#039;Ist der Aviso, die älteste norddeutsche Zeitung, in Helmstedt gedruckt?&#039;&#039; in &#039;&#039;Festschrift der Vereinigung Ehemaliger Helmstedter Gymnasiasten&#039;&#039;, 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aber im Gegensatz zur „Relation“ ist der Druckort der ersten Jahrgänge des „Aviso“ nicht bekannt, ab [[1615]] ist er mit Wolfenbüttel nachgewiesen. Auf [[Helmstedt]] wurden die Zeitungsforscher aufmerksam, weil die Zierstücke des ersten Jahrgangs Löwenköpfe in verschiedenen Ausführungen zeigen, die denen sehr ähneln, die Jakobus Lucius II. in seinen Druckwerken verwandte. Nun hat man zwar in Wolfenbüttel derartige Zierstücke auch gefunden, allerdings könnte wiederum die Vignettenfülle (Verzierung auf Buchtitelseiten, am Rand oder bei Anfangsbuchstaben im Text) der ersten beiden Jahrgänge dieser Zeitung, also [[1609]] bis [[1610]], – von [[1611]] bis [[1612]] besitzen wir nichts, von [[1610]] nur die Abschrift einer Titelseite, von [[1614]] lediglich das Titelblatt einer einzigen vorhandenen Nummer – auf Jakobus Lucius II. verweisen. Darauf hat jedenfalls Husung hingewiesen und gefolgert, dass zumindest diese Schmuckstücke hier bei uns entstanden sein könnten und dass [[Helmstedt]] somit einen Beitrag zur ältesten Zeitung der Welt geleistet hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode von Jakobus Lucius II. bekam die Druckerei mit Henning Müller d. Ä. einen Geschäftsführer, sie blieb dadurch der Familie erhalten. Von [[1634]] bis [[1639]] führte sie Jakobus Lucius III. Eine Enkelin des Firmengründers heiratete mit Henning Müller d. J. (lebte von [[1607]] bis [[1675]]) einen Sohn des Geschäftsführers. Er setzte das Unternehmen fort und verlegte es zur [[Neumärker Straße]] 5. Der Nachfolger Heinrich David Müller war sein ältester Sohn. Mit ihm starb [[1680]] diese Familie im Mannesstamm aus. Die Druckerei samt Grundstück kaufte [[1681]] Georg Wolfgang Hamm. Er war aus Hof, wo er [[1649]] geboren wurde, zugewandert und [[1715]] in [[Helmstedt]] verstorben. Er und sein Sohn Hermann Dietrich betrieben die Druckerei bis [[1723]]. Dies war das Todesjahr des Hamm jun. Dessen Erben hielten den Betrieb noch 10 Jahre bis [[1733]] aufrecht. Das Haus [[Neumärker Straße]] 5 wurde an einen Handelsmann veräußert, die Druckerei übernahm nun Johann Drimborn aus Köln, wohnhaft [[Langer Steinweg]] 1, ab [[1763]] [[Böttcherstraße]] 5. Drimborn war [[1700]] in Köln geboren, er war katholisch gewesen und [[1723]] zum lutherischen Bekenntnis konvertiert. Er war viele Jahre Stadthauptmann in unserer Stadt, also Vorsteher in einem der vier Stadtviertel. Drimbon gab die Druckerei schon einige Zeit vor seinem Tode Anfang [[1760]] an Johann Heinrich Kühnlin aus Tübingen (wohnhaft [[Kybitzstraße]] 4) ab. Nach dessen Ableben am 22. Dezember [[1800]] vereinigte sich diese Druckerei mit der des [[Sigismund Christian David Leuckart|Sigismund David Leuckart]]. Diese war von den insgesamt vier Helmstedter Druckereien die drittälteste. Jakob Müller aus Stettin hatte sie [[1661]] gegründet und durch Übernahme der zweiten Helmstedter Druckerei [[1672]] erweitert. Diese zweite Druckerei hatte der Helmstedter Gelehrte und Theologe [[Georg Calixt]] [[1629]] ins Leben gerufen. Er hatte sie schon fünf Jahre später an Henning Müller, dem wir bereits in der kurzen Geschichte der Buchdruckerei des Lucius begegnet sind, übertragen. [[1658]] übernahm sie für zwei Jahre Johann Georg Täger zusammen mit Martin Vogel. Vor [[1660]] bis [[1672]] war dann Henning Müller der Jüngere (gestorben [[1675]]) Pächter. Er betrieb die Offizin neben der, die er von der Dynastie Lucius übernommen hatte. [[1672]] gab er sie an Jakob Müller aus Stettin ab – nicht verwandt mit dem Verkäufer –, der bereits in gleicher Tätigkeit seit [[1661]] in [[Helmstedt]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit gab es hier drei Druckereien: Die erste, die [[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] gegründet hatte und die über die Generationen Müller und Hamm zu Drimborn und Kühnlein führt und [[1800]] geendet hat, die zweite von [[Georg Calixt]], die sich mit der von Jakob Müller [[1661]] errichteten Druckerei [[1672]] vereinigte und über verschiedene Familien schließlich [[1801]] zu den Leuckarts und dann zu den Schmidts bis in unser Jahrhundert reicht, und als dritte die von Schnorr (ab [[1680]]), die von dem letzten Inhaber Fleckeisen nach Schließung der [[Universität Helmstedt|Universität]] [[1811]] nach Heiligenstadt und [[1815]] nach Duderstadt verlegt wurde. Vor allem durch Druck und Herausgabe von Büchern und Schriften der Professoren und von Dissertationen der Studenten fanden diese Druckereien Arbeit und damit eine Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Druckerei [[Georg Calixt|Calixt]]-Müller: Sie kam über die Familien Hess ([[1681]] bis [[1725]]) und Buchholz ([[1725]] bis [[1739]]) an den in der Thomas-Müntzer-Stadt Stolberg/Harz [[1712]] geborenen Ratsbuchdrucker und späteren Senator der Stadt [[Helmstedt]] [[Michael Leuckart|Michael Günter Leuckart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinen Söhnen erlernte der [[1748]] geborene [[Franz Ernst Christoph Leuckart]] ebenfalls den Beruf des Buchdruckers. Er ging später nach Breslau und gründete dort ein entsprechendes Unternehmen, das [[1870]] nach Leipzig und nach [[1945]] nach München verlegt wurde. Es besteht heute als ein angesehener Musikalienverlag weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Sohn, [[Sigismund Christian David Leuckart]], führte – der Vater war [[1792]] verstorben – die Druckerei auch nach dem Ende der [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] weiter. [[1809]] erschien bei ihm als [[Helmstädtsches Wochenblatt]] die erste regelmäßig wiederkehrende Helmstedter Zeitung. Sie gab es zunächst einmal in der Woche als Sonntagsblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinen Kindern wurde der [[1794]] geborene [[Friedrich Leuckart|Friedrich Andreas Sigismund]], verstorben [[1843]], ein bedeutender Zoologe an der Universität Freiburg, [[Johann Rudolf Gottfried Leuckart|Johann Rudolf Gottfried L.]] dagegen Buchdrucker. Er übernahm die Druckerei schon [[1826]] und führte sie bis zu seinem Tod am 15. März [[1840]]. Er ist der Vater des am 7. Oktober [[1822]] geborenen [[Rudolf Leuckart]]. Dieser studierte in Göttingen Medizin und Naturwissenschaften. [[1850]] wurde er Professor in Berlin. Ab [[1870]] war er bis zu seinem Tode am 6. Februar [[1898]] Ordinarius an der Universität Leipzig. Er entdeckte die Trichinen und sorgte damit für die obligatorische Trichinenschau bei Schweinen nach jedem Schlachtvorgang. Nach ihm wurde die [[Leuckartstraße]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[1840]] stand die Druckerei, da kein Familienangehöriger sie übernehmen wollte, acht Jahre lang unter vormundschaftlicher Verwaltung des Kaufmanns Eduard Dorguth und des Dr med. Kratzenstein. Die technische Leitung oblag später dem Buchdrucker Johann Christian Schmidt, geboren [[1802]] in Heiligenstadt (Eichsfeld). Er übernahm [[1848]] die Firma und mietete zugleich für sie Räume auf dem Grundstück [[Heinrichsplatz]] 5. Damals gab es allerdings diesen Platz noch nicht, auf ihm stand das landwirtschaftliche Anwesen des Heinrich Meinecke. Vorher lag die Druckerei auf dem Grundstück [[Kirchstraße]] 3. [[1867]] starb J. C. Schmidt. Seine Witwe Dorothee geb. Lübke aus Harbke setzte mit dem ältesten Sohn Albert, geb. [[1843]], sein Werk fort. Sie kauften [[1871]] für die Firma das Grundstück [[Heinrichsplatz]] 5. Haupteinnahmequelle der Druckerei war weiterhin die Zeitung. Aus dem Wochenblatt von [[1809]] wurde [[1815]] die [[Helmstädtsche Zeitung]]. Sie erschien mittwochs und sonnabends. Format (21x16 cm) und Umfang (acht Seiten) waren geblieben. Ab [[1847]] gab es sie als [[Helmstedter Zeitung]], aber weiterhin nur sonnabends und mittwochs. Das änderte sich im Laufe des Jahres [[1848]], sie erschien einschließlich sonntags fünfmal in der Woche. Neu war auch, dass politische Nachrichten auf die ersten Seiten rückten und amtliche Bekanntmachungen auf der letzten Seite plaziert wurden. Meldungen aus aller Welt erschienen jetzt schneller. Hatte es [[1821]] noch sechs Wochen gebraucht, um den Tod Napoleons am 5. Mai auf der Insel Helena im Atlantik zu melden, so wurden die allerdings auch schon vom Ärtlichen her näher liegenden Nachrichten über die März-Revolution [[1848]] in Berlin nach wenigen Tagen gebracht. Von [[1862]] an hieß die Zeitung [[Helmstedter Kreisblatt]], und dies bis zu ihrem Ende [[1941]]. Erscheinungstage: Montag, Mittwoch und Freitag, das Format war jetzt 34x20 cm. [[1877]] nahm sie das auch heute noch allgemein bekannte äußere Erscheinungsbild von 45x30 cm an, Erscheinungstage: Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. Ab [[1887]] gab es sie außer sonntags täglich. Von lokalen Dingen erfuhr der Leser jetzt nicht nur etwas durch Anzeigen, eine örtliche Berichterstattung, z. B. über die Sitzungen der Stadtverordneten, über Gerichtsverhandlungen, über das Vereinswesen und über andere Begebenheiten in der Stadt und im Umland, wurde eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Albert Schmidt ([[1843]] bis [[1904]]) kam die Druckerei an seinen Sohn Franz. Als er [[1922]] starb, starb mit ihm auch der letzte Inhaber mit dem Namen Schmidt. Der Firmenname lautete aber weiterhin J. C. Schmidt. Seine Witwe heiratete ein Jahr später den Brauereidirektor Deixelberger aus [[Grasleben]]. Beide führten die Druckerei und damit auch die Zeitung fort. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus begann für sie eine schwere Zeit. Sie war nicht mehr das amtliche Mitteilungsorgan der Behörden, diese einträgliche Funktion ging auf die NS-„Braunschweiger Tageszeitung“, Ausgabe Helmstedt, über. Auch die Annoncen erschienen jetzt mehr in der genannten nationalsozialistischen Zeitung. Diese nannte sich [[Helmstedter Kreiszeitung]] und wurde damit verstärkt ein örtliches Presseorgan der allmächtigen [[NSDAP]]. Das [[Helmstedter Kreisblatt]] vegetierte noch bis [[1941]] so dahin. Der Mangel an Papier im dritten Kriegsjahr war ein den Behörden sicherlich nicht unwillkommener Anlass, die endgültige Aufgabe dieser Zeitung durch den Verlag zu veranlassen. Frau Deixelberger verwitwete Schmidt starb [[1953]] kinderlos. Ihr zweiter Ehemann war bereits [[1935]] verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende der NS-Herrschaft April/Mai [[1945]] brachte auch das Ende der Helmstedter Parteizeitung. In ihren letzten Tagen bestand sie nur noch aus ein bis zwei Blättern. Am 12. Oktober [[1945]] erschien Nr. 1 der „Braunschweiger Neuen Presse“ mit dem Untertitel „Nachrichtenblatt der allierten Militärregierung“. Aus ihr wurde mit dem 8. Januar [[1946]] die „Braunschweiger Zeitung“. Sie war die erste Zeitung in der damals britischen Zone, die unter der verantwortlichen Leitung einer ausschließlich deutschen Redaktion stand. Der Zusatz „Nachrichtenblatt …“ wich dem Untertitel „veröffentlicht unter Zulassung Nr. 2 der Militärregierung“. Diese Zeitung erhielt im Laufe des Jahres [[1946]] auch einen bescheidenen [[Helmstedt]]er Teil, der aber immer mehr ausgeweitet wurde. Heute gibt es sie unter dem gleichen Namen mit dem Zusatz [[Helmstedter Nachrichten]]. Sie ist die einzige Zeitung, die hier werktäglich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Helmstedter Kreisblatt]] erlebte vom 10. November [[1949]] an im Verlag J. C. Schmidt, Heinrichs-Platz 5, mit der [[Helmstedter Allgemeine Zeitung|Helmstedter Allgemeinen Zeitung]] eine Fortsetzung ihrer Tradition. Ab 1. April [[1954]] hieß sie [[Kreisblatt]], man zog vom [[Heinrichsplatz]] 5 in das Haus [[Papenberg]] 29 (heute [[Deutsche Bank]]) um. Später kehrte man zum [[Heinrichsplatz]], allerdings jetzt in die Nr. 10 (im Vorderhaus ist heute die Firma [[Aldi]]) zurück. Ab 1. Januar [[1970]] nannte sich die Zeitung [[Helmstedter Anzeiger]]. Mit dem 11. Oktober [[1975]] stellte sie ihr Erscheinen ein, „da eine Wirtschaftlichkeit des Verlags unternehmens nicht mehr gegeben ist“. Der letzte Chefredakteur, Wolf E. Ebeling, hatte nach seinen Angaben über zwei Jahre allein und persönlich das Risiko tragen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Dokumentation der wirtschaftlichen Kraft der Stadt erscheinen neuerdings zwei Anzeigenblätter. So gibt es seit dem 29. Oktober [[1975]] mittwochs den [[Helmstedter Blitz]], der aber ebenso wie der [[Helmstedter Sonntag]] (seit 5. September [[1999]]) nicht in der Tradition der Organe steht, die dem Leser die neuesten Nachrichten vermitteln wollen. Sie bringen ihrem Auftrag entsprechend Anzeigen sowie Berichte über technische Neuerungen jeglicher Art und ausgewählte Reportagen über lokale Ereignisse der verflossenen Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Darstellung der geschichtlichen Entwicklung dreier [[Helmstedt]]er Druckereien lassen Sie mich zu der Buchhandlung von Fleckeisen, dem Ausgangspunkt unserer Betrachtungen, zurückkehren. Sie hatte ihren Ursprung in dem Hallenser Salomon Schnorr, der [[1675]]/[[1676]] von Halle nach [[Helmstedt]] gekommen war und hier vier Jahre als Buchdruckergehilfe gewirkt hat, bevor er [[1680]] eine eigene Druckerei gründete. Die Blüte der [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] mit den vielen zu veröffentlichenden Schriften machte es möglich. Nach Wilhelm Eule, „Helmstedter Universitätsbuchdrucker“, erschienen [[1921]], aus dessen Buch ich viele Erkenntnisse zu diesem Kapitel gewonnen habe, soll diese Druckerei in dem Haus [[Neumärker Straße]] 29 gewesen sein (heute Juweliergeschäft). Das dürfte aber nicht zutreffen, denn Salomon Schnorr und sein Sohn Paul Dietrich, der [[1723]] das Geschäft seines Vaters übernahm, waren in jedem Fall Eigentümer des Hauses [[Heinrichsplatz]] 11. Dort dürfte zu jener Zeit die Druckerei gewesen sein. Es handelt sich um das Haus mit dem Totenschädel über dem Eingang. Salomon Schnorr starb [[1726]]. Als [[1734]] Paul Dietrich Schnorr die [[Schuhstraße|Schuhstr.]] 11 (Hoflager Heinrich Julius’) erwarb, wird in dieses geräumige Haus die Druckerei mit umgezogen sein. Das Haus [[Neumärker Straße|Neumärker Str.]] 29 war dagegen von [[1721]] bis [[1792]] ein Professorenhaus, bewohnt und im Eigentum der Professoren [[Augustin Leyser|August von Leyser]], [[Christoph Timotheus Seidel|Timotheus Seidel]], [[Johann Nicolaus Frobesius|Johann Frobese]] und [[Johann Karl Christoph Ferber|Johann Ferber]]. Erst [[1792]] wurde dann daraus tatsächlich ein Druckereihaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Schnorr ist übrigens das bedeutendste buchgewerbliche Erzeugnis, das je in [[Helmstedt]] gedruckt wurde, erschienen: Das große vierbändige Prachtexemplar des Professors [[Hermann von der Hardt]] über das Konzil zu Konstanz ([[1414]] bis [[1418]])&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Eule: &#039;&#039;Helmstedter Universitätsbuchdrucker&#039;&#039;, Helmstedt 1921, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Paul Dietrich Schnorr [[1755]] übernahm dessen Sohn Johann Gottfried Dietrich die Druckerei. Er starb [[1786]] noch vor seiner Mutter, diese starb [[1795]]. Die beiden weiteren Kinder waren Töchter, die einen Professor bzw. einen Pastor geheiratet hatten, so dass sich die Mutter nach einem Käufer der Offizin umsehen musste. Sie fand ihn in dem seit [[1782]] in [[Helmstedt]] lebenden und aus Roßwein/Sachsen zugewanderten Karl Gottfried Fleckeisen. Dieser Betrieb ist zusammen mit einer Buchhandlung in dem Haus [[Neumärker Straße]] 29 nachzuweisen, denn Fleckeisen hatte das Grundstück [[1792]] von der Witwe des Professors [[Johann Karl Christoph Ferber|Ferber]] für 2.000 Taler erworben. Er hatte so viele Aufträge, dass er noch bei [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]] in der [[Kirchstraße]] drucken lassen musste. Dennoch hinterließ er, als er [[1814]] starb, seinen zwei Töchtern und seinem Sohn – die Ehefrau war bereits [[1804]] verstorben – sehr viele Schulden, so dass die Druckerei nicht fortgeführt werden konnte. Der Vormund der Kinder, Ratsherr [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]], übernahm sie für 1.000 Taler für seinen eigenen Betrieb, die Buchhandlung dagegen blieb bestehen. Sie wurde von dem Schwiegersohn, dem Buchhändler Friedrich Samuel Fiedler, ab [[1817]] weitergeführt. Als Fiedler [[1853]] starb, musste der Schulden wegen über den Nachlass das Konkursverfahren eröffnet werden. Das Grundstück wurde verkauft, die Buchhandlung blieb unter neuem Inhaber als jetzt [[Richtersche Buchhandlung]] bis [[1933]] bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Tafeln zieren das Haus [[Neumärker Straße]] 29. Die eine erinnert an Professor Dr. jur. [[Augustin Leyser|August von Leyser]]. Er ist der Verfasser des im 18. Jahrhundert bekanntesten Erläuterungswerkes zum Zivilrecht mit dem Titel &#039;&#039;Meditationes ad pandectas&#039;&#039;, eine Kommentierung des römischen Rechts, das war das Zivilrecht der damaligen Zeit, in mehreren Bänden. [[Augustin Leyser|Leyser]] lebte in dem Haus ab [[1712]], [[1722]] kaufte er es. [[1729]] folgte er einem Ruf an die Universität Wittenberg. Die zweite Tafel erinnert an [[Alfred Fleckeisen]]. Er war der Enkel des Druckereibesitzers und ein Sohn des Justizamtmanns Karl-Wilhelm Fleckeisen, der [[1828]] in Wolfenbüttel starb. Mit seiner Mutter kam er als Achtjähriger in die Heimatstadt seiner Vorfahren zurück, besuchte hier von [[1829]] bis [[1839]] das Gymnasium, machte das Abitur und wurde ein berühmter Altphilologe und Herausgeber der &#039;&#039;Neuen Jahrbücher für klassische Philologie&#039;&#039;. Er starb [[1892]] in Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war die handwerkliche Kunst des Druckens mit dem kaufmännischen Geschick des Vertriebs in einer Hand vereint. Das änderte sich jedoch bald; der Verleger wurde geboren, wenn es auch Druckereien gab, die den Vertrieb ihrer Erzeugnisse weiterhin in eigener Regie wahrnahmen. Bekannte Verleger in [[Helmstedt]] waren z. B. [[Wolf Heil]] und vor allem [[Luedeke Brandes]]. Sie waren in mehreren Generationen Pächter des Buchladens an der ehemaligen [[Augustiner-Eremiten-Kloster|Augustinerkirche]] am [[Markt]]. Erstmals sind sie [[1545]] in unserer Stadt nachgewiesen. Sie waren auch als Ratsherr und [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] tätig gewesen. [[Luedeke Brandes der Ältere|Luedeke Brandes d. Ä.]] arbeitete eng mit [[Jacob Lucius der Ältere|Jacobus Lucius]] zusammen. Ihre Namen finden wir noch heute in [[Helmstedt]], so z. B. an dem imposanten Taufbecken in der [[St. Stephani (Helmstedt)|St.-Stephani-Kirche]], [[1590]] von Mante Pelking geschaffen. Unter den fünf Ratspersonen, deren Namen und Wappen am Beckenfuß verewigt sind, befinden sich alle drei Mitglieder der Buchhandels- und Verlegersozietät in [[Helmstedt]], davon zwei Mitglieder der Familie Brandes.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Lehrmann: &#039;&#039;Die Frühgeschichte des Buchhandels und Verlagswesens in der alten Universitätsstadt Helmstedt sowie die Geschichte der einst bedeutenden Papiermühlen zu Räbke am Elm und Salzdahlum&#039;&#039;, Hämelerwald, 1994, Seite 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch etwas eindrucksvollere Hinweise auf diese Familie finden sich am [[Beguinenhaus]]. Im zweiten Feld rechts weisen die Großbuchstaben &#039;&#039;BLB&#039;&#039; auf den Bürgermeister [[Luedeke Brandes]] hin, und das vorletzte Feld erinnert an dessen Vater, [[Luedeke Brandes der Ältere|Luedeke Brandes d. Ä.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bedeutendste Helmstedter Verlag im 18. Jahrhundert war der des [[Christian Friedrich Weygand]]. Weygand war [[1723]] aus Meißen/Sachsen nach [[Helmstedt]] gekommen&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Eule: &#039;&#039;Helmstedter Universitätsbuchdrucker&#039;&#039;, Helmstedt 1921, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Hause [[Kornstraße]] 13 eröffnete er eine Verlagsbuchhandlung. Das Haus erwarb er [[1742]] von den Erben des Professors [[Caspar Cörber|Cörber]]. Hier verlegte er Bücher, von [[1725]] bis [[1739]] allein über 100 Werke, darunter die berühmte &#039;&#039;Sittenlehre der Heiligen Schrift&#039;&#039; des Professors [[Johann Lorenz von Mosheim|Johann Lorenz Mosheim]], die bei Johann Drimborn gedruckt worden war. Weygand besaß das herzogliche Privileg der alleinigen Stadtbuchhandlung. Allerdings hatte die [[Universität Helmstedt|Universität]] mit Herrn Lohmann einen eigenen Buchhändler, der nach dem Burgdorfer Rezess vom Mai [[1727]] als Universitätsangehöriger galt, d. h., er war von allen städtischen Lasten befreit und ihrer Gerichtsbarkeit entzogen. Lohmann hatte seine Buchhandlung im [[Juleum]]. Auch um die Stadt [[Helmstedt]] machte er sich verdient: [[1751]] wurde er zum Senator gewählt. Als er [[1764]] starb, setzte der Sohn Johann Friedrich sein Werk fort, in [[Helmstedt]] allerdings nur kurze Zeit. [[1767]] verzog er nach Leipzig und nahm den Verlag und damit die Firma mit. In der Bücherstadt erwarb sich das Unternehmen hohes Ansehen. [[1773]] schrieb Weygand an Goethe und bat um die Überlassung eines Manuskripts, um es verlegen und drucken zu können. Goethe schickte &#039;&#039;Die Leiden des jungen Werther&#039;&#039;. Dieser Welterfolg erschien [[1774]] zuerst im Verlag des ursprünglich [[Helmstedt]]er Verlegers Christian Friedrich Weygand. Der „Werther“ war der Durchbruch im Schaffen des jungen Goethe ([[1743]] bis [[1832]]). Das Unternehmen Weygand ging [[1812]] an einen anderen Inhaber über. [[1838]] erlosch das berühmte Verlagshaus, dessen Weg einmal in [[Helmstedt]] begonnen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wissenschaftliche Zeitungen sind in [[Helmstedt]] erschienen. So bei P. D. Schnorr &#039;&#039;[[The Helmstat and London Mercury]]&#039;&#039;, und zwar zweimal wöchentlich in der Zeit vom 9. Januar [[1753]] bis 6. Juli [[1753]], also nur kurze Zeit. Ein halbes Jahr lang, nämlich vom 26. April [[1800]] bis zum 6. September [[1800]] gab es einmal wöchentlich das &#039;&#039;[[Wochenblatt für angenehme und nützliche Lektüre]]&#039;&#039;, verlegt bei Fleckeisen in der [[Neumärker Straße]] 29. Dort erschienen auch [[1828]] sieben Ausgaben der „Horen“, [[1835]] weiter ein &#039;&#039;[[Conversationsmagazin für Gebildete aus allen Stände]]&#039;&#039;. Exemplare dieser Erzeugnisse des [[Helmstedt]]er Zeitungswesens sind leider nicht im [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]], wohl aber in der Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenbüttel und im Niedersächsischen Staatsarchiv, ebenfalls in Wolfenbüttel, und in einigen Exemplaren auch im Braunschweiger Stadtarchiv am Löwenwall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem eigentlichen Bereich der Wissenschaft erschienen von [[1722]] bis [[1728]] bei Salomon Schnorr die &#039;&#039;[[Annales Academiae Juliae]]&#039;&#039; sowie vom 13. Februar [[1751]] bis zum 25. Dezember [[1756]] bei Leuckart ein &#039;&#039;[[Helmstadtisches Gelehrtes Wochen-Blatt]]&#039;&#039;, herausgegeben von dem Theologieprofessor [[Christoph Timotheus Seidel]] (geboren [[1703]] in Schönberg im Brandenburgischen als Sohn eines Pfarrers, verstorben [[1758]] in [[Helmstedt]] und begraben neben der Kanzel der [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani-Kirche]]), [[Christoph Timotheus Seidel|Seidel]] war in Professur und Generalsuperintendentur Nachfolger des [[Friedrich Weise]] (gestorben [[1735]]). Neben zahlreichen Schriften, die er als Professor der Theologie – ab [[1730]] war er zugleich Abt zu [[Königslutter]] – veröffentlichte, wollte [[Christoph Timotheus Seidel|Seidel]] mit diesem Wochenblatt das Ansehen [[Helmstedt]]s als Stätte der Gelehrsamkeit heben. Auch die neue [[Helmstedt]]er Schulordnung vom 18. Juli [[1755]] ist von ihm maßgebend beeinflusst worden. Gewohnt hat [[Christoph Timotheus Seidel|Seidel]] [[Beguinenstraße]] 15, das Haus musste [[1906]]/[[1907]] einem Neubau weichen. Gewissermaßen als Fortsetzung gab es vom 21. März [[1761]] bis zum 12. März [[1763]] ein ebenfalls wöchentlich erscheinendes Blatt unter dem gleichen Namen, diesmal aber gedruckt bei Johann Drimborn und herausgegeben von dem Professor [[Johann Franz Wagner]]. [[Johann Franz Wagner|Wagner]] wurde [[1733]] in Ulm geboren, studierte ab [[1753]] in [[Helmstedt]] Philosophie, Mathematik und Theologie und arbeitete früh als Hauslehrer sowie in leitenden Funktionen einer gelehrten Gesellschaft. Er promovierte, erhielt [[1756]] die Lehrbefähigung, wurde zum kaiserlich gekrönten Dichter ernannt und übernahm anschließend Lehr- und Leitungsämter in [[Helmstedt]], unter anderem als Rektor einer [[Julianum|Stadtschule]] und Kustos der [[Ehemalige Universitätsbibliothek Helmstedt|Universitätsbibliothek]]. Später wirkte er als Professor und Schulleiter in Braunschweig und Osnabrück, wo er [[1778]] im Alter von 44 Jahren starb. Professor [[Gottlob Benedikt von Schirach]] (geboren [[1743]], gestorben [[1804]] in Altona bei Hamburg) gab vom 2. Januar [[1770]] bis zum 19. Dezember [[1777]] die &#039;&#039;[[Ephemerides literariae Helmstadienses]]&#039;&#039; heraus, sie wurden im [[Stiftung Johannes-Waisenhaus zu Helmstedt|Waisenhaus]] in [[Helmstedt]] am [[Lindenplatz]] gedruckt. [[Gottlob Benedikt von Schirach|Schirach]] wurde [[1776]] durch die Kaiserin Maria Theresia in den erblichen Adelsstand erhoben. Der älteren Lesern noch bekannte NS-Reichsjugendführer Baldur von Schirach, zuletzt Gauleiter von Wien und Mitangeklagter im ersten Nürnberger Prozess, ist ein Adoptivsohn eines späteren Nachfahren dieses [[Helmstedt]]er Professors.&amp;lt;ref&amp;gt;Artur Brüggemann: &#039;&#039;Rund um den Juleumsturm&#039;&#039;, Helmstedt 1983, Seite 88&amp;lt;/ref&amp;gt; Der berühmte Theologieprofessor [[Heinrich Philipp Konrad Henke]] war Herausgeber der &#039;&#039;[[Commentarii de rebus novis literariis]]&#039;&#039;, die bei [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]] zweimal wöchentlich erschienen, und zwar für die Zeit vom 6. Januar [[1778]] bis [[1781]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eingangs festgehaltene Zitat des Professors Lichtenberg aus Göttingen zeigt Macht, Bedeutung und Einfluss des gedruckten Wortes, denn Gedanken konnten sich nun vervielfältigen. Dies war früher so wie heute und wurde auch so erkannt. Deshalb entstand mit der Buchdruckerkunst die Zensur, die früher auch schon angewandt wurde. Diese Zensur hatten auch die [[Helmstedt]]er Vertreter Gutenbergs zu spüren bekommen. So erinnerten die Herzöge Rudolph August und Anton Ulrich in einem Erlass vom 11. Mai [[1702]] den Magistrat der Stadt [[Helmstedt]] daran, dass die Buchdrucker, soweit sie der Jurisdiktion der Stadt unterstanden, angewiesen werden sollten, vor Verbreitung eines Druckwerkes dieses dem Vizerektor und dem akademischen Senat zur „Zensur“ einzuschicken und von jedem Druckwerk ein Exemplar der Universitätsbibliothek kostenlos einzuliefern und später ein weiteres der großen Bibliothek zu Wolfenbüttel zur Verfügung zu stellen. Dies veranlasste den Drucker [[Michael Leuckart|Michael Günter Leuckart]], sich darüber unter dem 24. Dezember [[1742]] zu beschweren, weil, wie er u. a. ausführte, jeder Druck mit Kosten verbunden sei. Die Auflage von Büchern war früher oftmals klein, manchmal nur 100 Exemplare, entsprechend war der Druck teuer und eine kostenfreie Abgabe deshalb besonders drückend. [[Michael Leuckart|Leuckart]] wurde vorgeworfen, seit [[1739]] mit den Ablieferungen in Rückstand zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massiveren Ärger hatten zuvor die Erben Sebastian Buchholz’ (gestorben [[1732]]). Dessen Witwe (gestorben [[1741]]) und Tochter Marie Juliane ([[1703]] bis [[1783]]) hatten die Druckerei des Verstorbenen weitergeführt. Hier arbeitete der genannte [[Michael Leuckart|Michael Günter Leuckart]], bis er schließlich durch Heirat der Tochter am 7. März [[1737]] das Unternehmen teilweise übernahm. Unter dem 20. Februar [[1734]] war den Buchholzschen Erben vom kirchlichen Konsistorium zu Wolfenbüttel vorgeworfen worden, es seien „viele und sogar mit gefährlichen und irrigen Principiis angefüllte Scripta ohne vorgängige Zensur zum Druck befördert worden …“ Dem Magistrat wurde aufgegeben, „so habt Ihr den unter Eurer Jurisdiction se√øenden Buchdruckern be√ønahmhafter Strafe den Druck aller Theologischen und insonderheit des [[Tobias Eisler]]s Schriften, wenn solche nicht vorhero entweder von Fürstl. Consistorio hieselbst oder von der Theologischen Fakultät zu Helmstedt Fürstl. Kirchen-Ordnung gemäß zensiret worden, zu verbieten.“ Welchen Inhalt diese beanstandeten Schrift hatten, ist nicht weiter ausgeführt und auch sonst nicht ersichtlich. Offenbar ist es auch bei der Rüge geblieben. Konkreter war da schon ein Vorwurf gegen den Drucker Drimborn vom Dezember [[1738]]. Es ging um das „Scandaleuse Scriptum eines conversi catholici und itzigen Studiosi theologiae Johann Heinrich Schumacher“. Dieser hatte die biblische Geschichte des Alten und Neuen Testaments in einen Roman gefasst und Gott als weltlichen Regenten angesehen und Christus als einen Kronprinzen geschildert, der sich für seine Geliebte opfert. Angeblich hatte sogar der Professor der Heiligen Schrift Johann Conrad Schramm ([[Lindenplatz]] 3), bei dem dieser Student wohnte, das Werk ohne Beanstandung durchgesehen und es als druckfähigen Roman bezeichnet. Wie die Sache ausgegangen ist, ist nicht weiter überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großen Ärger hatte der bereits erwähnte Buchdrucker Salomon Schnorr. Herzog Anton Ulrich rügte in einem eigenhändig von ihm unterschriebenen Erlass vom 18. April [[1711]], dass jener ein „scriptum“ des Philosophieprofessors [[Johann Rempen]] veröffentlicht habe, ohne es vorher der Zensur vorzulegen. [[Johann Rempen|Rempen]] ist uns bereits in der Geschichte des [[Kloster St. Ludgeri|Klosters St. Ludgeri]] begegnet. Er stammte aus Paderborn, war dort [[1663]] geboren und in einem Jesuitenkolleg katholisch erzogen worden. [[1707]] war er zum lutherischen Glauben konvertiert, nachdem er vorher ein leidenschaftlicher Gegner des Protestantismus gewesen war. Ihm war es „höchste Lust mit der Feder gegen die Evangelische Kirche zu spielen.“ Der Übertritt geschah aus Überzeugung, denn er geriet dadurch in große finanzielle Not. Er erbat eine Professur an der [[Universität Helmstedt]], die ihm [[1708]] als Lehrer in der griechischen und lateinischen Sprache sowie in der Dichtkunst übertragen wurde. Nach Paul Zimmermann in ADB unter „Rempen“ fiel er in [[Helmstedt]] wegen seiner Streitlust und „unangemessenen Opponirens“ auf. Durch den Inhalt seiner Schrift &#039;&#039;Argumenta theologica juridica et philosophica&#039;&#039;, die [[1711]] erschien, fühlten sich einige Professoren der [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] beleidigt. Dies war wohl auch der Anlass der Reaktion des Herzogs. Gewohnt hat [[Johann Rempen|Rempen]], der unverheiratet blieb, [[Kornstraße]] 14, [[Neumärker Straße]] 28 und dann zehn Jahre lang [[Stobenstraße]] 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomon Schnorr, um den es hier eigentlich geht, sollte für die unzensierte Herausgabe der Schrift des Professors [[Johann Rempen|Rempen]] 50 Taler Strafe zahlen. Das war damals viel Geld; so erhielt seinerzeit Professor [[Rudolph Christian Wagner]], von [[1701]] bis [[1741]] Professor der Mathematik und Physik als Anfangsgehalt lediglich 250 Taler jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist sicherlich verständlich, dass Schnorr so viel Geld nicht hat aufbringen können. Deshalb wurde bei ihm ein erheblicher Vorrat seiner Bücher gepfändet und in der Stadtvogtei gelagert. Als die Ehefrau nachts mit anderen Kaufleuten von einer Messe kam, wurden ihr am Stadttor sogar eigene Sachen beschlagnahmt und in Verwahrung genommen. Damit war sie in die Sache einbezogen und wurde mit einem gedruckten Brief an den „Durchläuchtigsten Fürsten und Herr/Herrn Anthon Ulrichen, Hertzoge zu Braunschweig und Lüneb. meinem gnädigsten Fürsten und Herrn unterthänigst“ zur Bittstellerin „Unterthänigst demühtigste Magd Ursula Maria Henschlers, Salomon Schnorrns Buchdr. Ehefrau“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen haben oft Erfolg, und so wurde die Strafe auf 24 Taler reduziert und im Januar [[1712]] dem Salomon Schnorr die beschlagnahmten Bücher wieder ausgehändigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zu beanstanden hatte das fürstliche Konsistorium acht von dem [[Helmstedt]]er Lehrer [[Tobias Eisler]] eingereichte Schriften. Sie waren in der Zeit von [[1732]] bis [[1734]] erschienen und enthielten pädagogische Unterweisungen für den Unterricht in der Heiligen Schrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der verehrte Professor und Propst [[Hermann von der Hardt]] ([[1660]] bis [[1746]]) geriet in die Fänge der Zensur. Dabei handelte es sich zunächst um eine dann doch akzeptierte Abhandlung über die erst kürzlich erfolgte Heirat des Herzogs Anton Ulrich. Dieser Anton Ulrich, nicht zu verwechseln mit dem [[1714]] verstorbenen Regenten gleichen Namens, hatte [[1739]] Anna geheiratet. Anna war eine Tochter der Katharina von Rußland und des Karl Leopold, Herzog von Mecklenburg. Katharina wiederum war die Tochter von Iwan II., der von [[1682]] bis [[1689]] Zar war, Vorgänger Peters I. des Großen. Aus dieser von [[Hermann von der Hardt]] beschriebenen Ehe ist außer einem Peter und einer Katharina ein Iwan hervorgegangen, der als Iwan III. kurze Zeit – von [[1740]] bis [[1741]] – regierte. Er hatte vorzeitig abgedankt, um der Zarin Elisabeth (regierte von [[1741]] bis zu ihrem Tod [[1762]]) den Thron freizumachen. Sie war die Gegnerin Friedrichs des Großen im Siebenjährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fanden sich aber bei der Durchsuchung der Druckerei Drimborn noch andere Schriften, die verdächtig waren, wobei der Buchdrucker erklärte, er könne schließlich zum Inhalt nichts sagen, dieser sei teils lateinisch, teils griechisch oder sogar hebräisch, „welches er alles nicht verstünde“. Alle Bücher waren harmlos bis auf einen Titel &#039;&#039;Theocriti Syrinx quae multis annis situerat&#039;&#039;. Alle noch vorhandenen Exemplare wurden deshalb „cashiret“ (beschlagnahmt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren nicht nur immer [[Helmstedt]]er Drucke, die beanstandet wurden. Oftmals musste der Magistrat die Stadtknechte ausschicken, um verdächtige Manuskripte auswärtiger Autoren einzusammeln, sofern man sie vorfand. Während die beanstandeten [[Helmstedt]]er Schriften meistens einen Inhalt hatten, der zu den damaligen religiösen Empfindungen im Widerspruch stand, ging es bei der Literatur aus anderen Orten mehr um den „revolutionairen und auf den gänzlichen Umsturz aller Staatsverfassung, Moralität und Religion gerichteten Inhalt“, so ein Verzeichnis des königlich-preußischen Ministeriums zu Berlin vom April [[1769]]. Auch Versteigerungskataloge wurden beanstandet, sofern sie Bücher mit einem für damalige Begriffe schädlichen Inhalt enthielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Rubrik „Revolutionäre Schriften“ schien auch &#039;&#039;Die Revolution in Schöppenstedt&#039;&#039; zu fallen. Gedruckt hatte sie [[1793]] [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]] in der [[Kirchstraße]], und zwar auf Bestellung des Verlegers und Buchhändlers Gutsch zu Breslau. So weit reichten also damals die Beziehungen der [[Helmstedt]]er Druckereien. Ein Exemplar davon war bei der herzoglichen Regierung in Braunschweig gelandet, die schon des Titels wegen sofort Alarm schlug und veranlasste, dass sich [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] Hofrat [[Georg Fein sen.|Fein]] ganz persönlich am 23. November [[1793]] in die [[Kirchstraße]] zur Leuckardtschen Druckerei begab. Dabei stellte sich heraus, dass alle Exemplare dort noch vorhanden waren, nur ein einziges, eben das, was in Braunschweig gelandet war, hatte die Offizin verlassen. Dieses hatte der Setzer Köhler vom Verleger erhalten und jener es dem Kandidaten der Theologie Venturini geliehen, der ihm versprechen musste, es nicht weiterzugeben. Das tat der aber, denn er hatte einen Freund, den Kandidaten Spor, dessen Vater wiederum Superintendent in Schöppenstedt war. Der war schon des Titels wegen ganz erregt und gab es an den Landkommissar Koch weiter, und so landete dieses Exemplar in Braunschweig. Dort hatte man inzwischen die Schrift gelesen und festgestellt, dass „wenn nun über dem auch in der Schrift sonst nichts Anstößiges enthalten ist, vielmehr deren Verfasser bey seiner Parodie hauptsächlich die Absicht gehabt zu haben scheint, die Französische Revolution und den derselben einverwebten Freyheits- und Gleichheitsschwindel von einer lächerlichen Seite zu zeigen.“ So gab man selbstverständlich die Schrift schon unter dem 29. November frei, und in Schöppenstedt konnte man aufatmen; es hat dort zumindest zu und vor jener Zeit nie eine Revolution gegeben. Man war weiterhin angesehen und herzogstreu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte meinen, dass es auch aus dem vorigen, dem 19. Jahrhundert, Unterlagen über Zensuren gab. Das war nicht der Fall. Es mag daran liegen, dass die [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] Vergangenheit war und die Professoren unsere Stadt verlassen hatten, so dass nur noch eine Zeitung und nicht zu beanstandende regionale Schriften gedruckt wurden. Erst zur Zeit des Ersten Weltkrieges und kurz davor gab es Listen mit sozialistischen Schriften, die aber sämtlich anderweitig erschienen waren, von denen man lediglich vermutete, dass sie auch in [[Helmstedt]] vertrieben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachstehende Stammtafel zur Geschichte der [[Helmstedt]]er Universitäts-Buchdrucker wurde übernommen aus Wilhelm Eule „Helmstedter Universitätsbuchdrucker“, [[Helmstedt]], [[1921]], Seite 79.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | [[Jacob Lucius der Ältere|JACOBUS LUCIUS]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;d. Ä. kam [[1570]] von Wittenberg nach [[Helmstedt]], errichtete die erste Helmst. Buchdruckerei; er starb [[1597]]&amp;lt;/small&amp;gt; || style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | || style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | || style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ERBEN JAK. LUCIUS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1597]]–[[1598]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jacob Lucius der Jüngere|JAK. LUCIUS D. JÜNG.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1598]]–[[1616]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ERBEN JAK. LUCIOS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1616]]–[[1634]] unter Leitung von Henning Müller d. Ält.&amp;lt;/small&amp;gt; || [[Georg Calixt|GEORG CALIXT]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;errichtete im Jahre [[1626]] in [[Helmstedt]] eine zweite Druckerei&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| JAKOBUS LUCIUS III.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1634]]–[[1639]]&amp;lt;/small&amp;gt; || HENNING MÜLLER D. Ä.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1634]]–[[1658]]&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
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| ERBEN JAK. LUCIUS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1639]]–[[1640]] unter Leitung von Henning Müller d. Ält.&amp;lt;/small&amp;gt; || JOH. GEORG TRÄGER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1658]]–[[1659]]&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| HENNING MÜLLER D. J.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;gelangte durch Heirat einer Enkelin [[Jacob Lucius der Ältere|Jak. Lucius d. Ä.]] in den Besitz der Druckerei von [[1640]]–[[1672]]&amp;lt;/small&amp;gt; || MARTIN VOGEL &amp;amp; JOH. GEORG TRÄGER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1659]]–[[1660]]&amp;lt;/small&amp;gt; || JAKOB MÜLLER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;aus Stettin errichtete im Jahr [[1661]] in [[Helmstedt]] eine Buchdruckerei u. übernahm [[1672]] die Calixtinische Druckerei; starb [[1681]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| HEINR. DAVID MÜLLER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1672]]–[[1680]]&amp;lt;/small&amp;gt; || HENNING MÜLLER D. J.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1660]]–[[1672]]&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| H. D. MÜLLERS ERBEN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1680]]–[[1681]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || HEINRICH HESS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1681]]–[[1716]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| G. WOLFGANG HAMM&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1681]]–[[1715]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || JOH. STEPHAN HESS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1716]]–[[1725]]&amp;lt;/small&amp;gt; || SALOMON SCHNORR&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;aus Halle; errichtete um [[1680]] in [[Helmstedt]] eine Druckerei; starb [[1723]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| HERM. DANIEL HAMM&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1715]]–[[1723]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || SEBAST. BUCHHOLTZ&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1725]]–[[1731]]&amp;lt;/small&amp;gt; || PAUL DIETR. SCHNORR&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1723]]–[[1753]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| H. D. HAMMS ERBEN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1723]]–[[1733]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || ERB. SEB. BUCHHOLTZ&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1731]]–[[1739]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| JOHANN DRIMBORN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1733]] bis Anfang [[1760]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || [[Michael Leuckart|MICHAEL GÜNTHER LEUCKART]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1739]]–[[1782]]&amp;lt;/small&amp;gt; || Ww. SCHNORR &amp;amp; SOHN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1753]]–[[1793]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| JOH. HEINR. KÜHNLIN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von Anfang [[1760]]–[[1800]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || [[Sigismund Christian David Leuckart|SIG. DAV. LEUCKART]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1782]]–[[1826]]; übernahm [[1801]] die Druckerei d. J. H. Kühnlin&amp;lt;/small&amp;gt; || C. L. FLECKEISEN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1793]]–[[1811]] in [[Helmstedt]]; nach Aufhebung der [[Universität Helmstedt|Universität]] wurde die Druckerei nach Heiligenstadt und [[1815]] nach Duderstadt verlegt&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || || [[Johann Rudolf Gottfried Leuckart|J. R. G. LEUCKART]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;wurde [[1826]] alleiniger Besitzer der Druckerei; starb [[1840]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Bürgermeister von 1750 bis 1933 (S. 524–530) ==&lt;br /&gt;
Der [[Helmstedt]]er [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] im Mittelalter wird urkundlich erstmals [[1232]] als Einzelperson erwähnt. Das war ein gewisser Wulframus. Auch die Stadtrechtsurkunde von [[1247]] spricht des öfteren von dem [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]. Später waren es vier, mitunter „Consules“ genannte Herren, die an der Spitze der Stadt standen und die sich im Regieren zu zweit jährlich ablösten. Sie wurden nicht von der Bevölkerung, sondern von den Ratmannen gewählt, das waren in der Regel 10 bis 15 Bürger, die sich ggf. aus sich selbst ergänzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daran änderte sich nichts, als [[Helmstedt]] [[1490]] zum Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel kam. Einen Teil ihrer Rechte hatte die Stadt dem Abt von Werden, dem bisherigen Stadtherren, schon abgetrotzt oder als Pfand für geliehenes Geld erhalten, weitere wurden ihr in den folgenden Jahren und Jahrzehnten von den braunschweigischen Herzögen ebenfalls als Sicherheit für Darlehen verpfändet. Wegen der fehlenden finanziellen Mittel gelang es den Herzögen in der Folgezeit nicht, sie wieder einzulösen. Das wurde anders, als Herzog Carl I. [[1735]] an die Regierung kam. Er war ein Herrscher, der dem Geist der Zeit nach als absoluter Landesherr auftrat und möglichst alles, was zu regieren und zu verwalten war, an sich riss und deshalb der Stadt die Regalien und Gerechtsame kündigte. Das fiel ihm um so leichter, weil das Geld im Laufe der Zeit wertloser geworden war. So übernahm er es jetzt, den Rat so zu besetzen, wie er es für richtig hielt. Er bestimmte auch den [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]], der nunmehr gleichzeitig Gerichtsschultheiß wurde. Gerichtet wurde damals „im Namen des Herzogs“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang der [[Helmstedt]]er [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] sollte der ältesten, aber nun nicht mehr in [[Helmstedt]] lebenden Familie gedacht werden: der Dorguths. Sie stammen aus Ostingersleben, dort sind sie [[1411]] nachgewiesen, und [[1460]] wurden zwei Söhne des „ältesten“ Dorguths, nämlich Henning und Hermann, Bürger unserer Stadt. [[1468]] wird ein Hinrik D. als Gerichtsvogt genannt, und 11 Jahre später sitzt Johann D. als Zweiter Bürgermeister im Rat der Stadt. 300 Jahre lang sind die Dorguths Mitglieder der Ratsversammlung, stellen sogar zeitweise einen Bürgermeister oder den Kämmerer. Der letzte Inhaber eines hohen Amtes war Johann Heinrich D., verstorben [[1743]]. In jenem Jahr wurden aus den Ehrenämtern Hauptämter, das war nun nichts mehr für die Kaufmannsfamilie Dorguth. Kaufleute waren sie bis zum „Schluss“. Im Jahre [[1764]] erwarb der Schuhmacher, Leder- und Viktualienhändler (Lebensmittel) Johann Andreas Heinrich Dorguth das Grundstück mit der ass-Nr. (Brandkassen-Nr.) 31 auf dem heutigen Gelände des [[Papenberg]]s 27. Sein Großsohn Eduard Dorguth erwarb das Nachbargrundstück. mit der ass.-Nr. 34 hinzu. Er riss die beiden benachbarten Gebäude ab, baute ein neues, und dies führte nun die amtliche Bezeichnung „[[Papenberg]] 27“. Über dem Eingang zu dem Lebensmittelgeschäft stand der Name „Eduard Dorguth“. Nach dem Tode von Eduard Dorguth [[1864]] übernahm der Sohn Otto das Handelsgeschätt und übertrug es [[1914]] auf den vielen [[Helmstedt]]ern noch bekannten Franz Dorguth. Mancher erinnert sich vielleicht noch an diese markante große Gestalt, die – in meiner Erinnerung schon mit weißem Haar – allmorgendlich am Eingang der Lebensmittelgroßhandlung stand, um das Wegschaffen der Ware zu den Einzelhändlern im [[Landkreis Helmstedt]] und den nachbarten Kreisen zu überwachen. Den Eingang gibt es heute noch, wenn auch in veränderter Form. Die Firmeninschrift ist verschwunden. An die Dorguths erinnert lediglich schräg gegenüber im [[Rohr’sches Haus|Rohr’schen Haus]] im untersten Bereich der Wappen das 10. Feld mit den Initialen links H. D. = Heinrich Dorguth und rechts daneben D. B. = Der Bürgermeister.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Schrader: &#039;&#039;Helmstedter Ratsgeschlechter&#039;&#039; im Helmstedter Kreisblatt Mai – Juli 1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]], den der Herzog ernannte, war [[1744]] [[Johann Dietrich Lichtenstein]]. Er war ein Mann, der sich um [[Helmstedt]] besonders verdient gemacht hat. Sein Großvater war noch Rabbiner gewesen, er selbst war aber ein christlich getaufter Jude. Er war am 17. Juli [[1706]] in Aurich geboren, er starb in [[Helmstedt]] am 24. Januar [[1773]]. Er hat das Amt bis zu seinem Tod inne gehabt. Gewohnt hat er zuletzt in dem Haus [[Streplingerode]] 1 (direkt gegenüber der [[Kybitzstraße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] hatte in [[Helmstedt]] studiert, war anschließend Hauslehrer in Wolfenbüttel gewesen und dann „Beamter“ in der herzoglichen Regierung. Neben ihm gab es den 2. und 3. Bürgermeister, die damals ebenfalls vom Herzog ernannt wurden. Der 3. Bürgermeister war gleichzeitig Kämmerer; der 2, der Vertreter des 1. [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s und Stadtsyndikus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger von [[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] wurde [[Eberhard Ludwig Cellarius]]. Schon der [[Rudolf Anton Cellarius|Vater]] war als Vorgänger von [[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] gewesen, zunächst zweiter, dann ab [[1727]] bis zu seinem Tode [[1743]] erster. Er wohnte [[Kybitzstraße]] 7. Der Sohn [[Eberhard Ludwig Cellarius|Eberhard]] regierte leider nur drei Jahre. Er starb am 6. März [[1776]]. Ihm gehörte bis [[1757]] das Haus [[Schuhstraße]] 14, das [[Meibom’sches Haus|Meibom’sche Haus]] also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1777]] war [[Johann David Kühne]] [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] unserer Stadt, nach dessen Tod [[1781]] der Oberamtmann [[Anton Gottlieb Rham|Rhamm]]. Jener wohnte [[Heinrichsplatz]] 10, er starb [[1790]]. Seine Tochter Friederike heiratete Ende [[1790]] den berühmten Philosophieprofessor [[Gottlob Ernst Schulze]]. Das Ehepaar wohnte im Haus des verstorbenen Vaters bzw. Schwiegervaters. [[1793]] aber starb, 26 Jahre alt, Frau Schulze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger von [[Anton Gottlieb Rham|Rhamm]] wurde der Hofrat [[Georg Fein sen.|Fein]]. Er war vorher Kommissionsrat in Holzminden gewesen. [[Georg Fein sen.|Fein]] blieb in [[Helmstedt]] [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] bis zum Jahre [[1808]], also sogar bis in die Franzosenzeit hinein. Er hat sich um Helmstedt und um die Universität verdient gemacht, als er [[1791]] in einem Studentenaufruhr erfolgreich vermittelte. Er bekannte sich nach [[1806]] zu Napoleon und zu dem neuen Staat „Königreich Westphalen“. Mit [[Heinrich Philipp Konrad Henke|Professor Henke]] war er [[1807]] in Paris. [[1808]] endete sein Amt hier in [[Helmstedt]]. Zwei Jahre später wurde er Generaldirektor der Staatsdomänen für das Königreich Westphalen, [[1813]] starb er in Kassel. Sein in [[Helmstedt]] [[1803]] geborener Sohn [[Georg Fein jun.]] ist in der allgemeinen Politik bekanntgeworden. Er war einer der bekanntesten frühen deutschen Demokraten des Vormärz, also bereits vor der Märzrevolution [[1848]] national-freiheitlich aktiv und wurde von den regierenden Fürsten verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Georg Fein sen.|Fein]] als [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] erst dem Herzog von Braunschweig und dann Napoleon Jerome diente, war es bei seinem Nachfolger [[Johann August Philipp Ferber]] umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ferbers stammten aus Sambleben bei Schöppenstedt. Der Großvater des [[Helmstedt]]er [[Johann August Philipp Ferber|Bürgermeisters]] war dort Küster und Lehrer, der Vater hatte in [[Helmstedt]] studiert und war Magister geworden, dann Konrektor an der Lateinschule und schließlich Rektor und Professor. Er ging aber schon bald nach Magdeburg und ließ in [[Helmstedt]] seine Frau und den am 5. Februar [[1773]] geborenen [[Johann August Philipp Ferber|Johann August Philipp F.]] zurück. Dieser wurde [[1797]] zunächst ohne Gehalt Aktuarius bei der Stadt [[Helmstedt]], dann schließlich bekam er eine Planstelle, und danach wurde er [[1804]] Stadtsekretär. [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]], Maire wie es damals hieß, wurde er [[1808]] und blieb es auch nach dem Abzug der Franzosen. Jetzt war er wieder [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] und erhielt später sogar den Titel „Stadtdirektor“. Im 71. Lebensjahr bat [[Johann August Philipp Ferber|Ferber]] um seine Pensionierung und wurde nach 47 Dienstjahren mit einer Pension von 650 Talern zum 1. Februar [[1844]] in den Ruhestand versetzt. Am 7. Januar [[1853]] starb [[Johann August Philipp Ferber|J. A. P. Ferber]]. Gewohnt hat er bis zuletzt in seiner Dienstwohnung im [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]], die aus einer Stube und zwei Kammern bestand. Er war verheiratet, hatte eine Tochter, von ihnen ist aber nichts weiter überliefert. [[Johann August Philipp Ferber|Ferber]]s charakteristische, nicht leicht lesbare Handschrift begegnet mir auch heute noch in vielen Akten. Das zeugt von dem ungeheuren Fleiß dieses Mannes. Er hat bewegte Zeiten erlebt: die Franzosen, deren Abzug, die erneuerte Landschaftsordnung vom 25. April [[1820]], Herzog Karl II., die Revolution von [[1830]], die neue Landschaftsordnung vom 6. Oktober [[1832]] und schließlich auch noch die Städteordnung vom 4. Juni [[1834]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmalig wird nach [[Johann August Philipp Ferber|Ferber]]s Pensionierung ein [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] vom Magistrat und von der Stadtverordnetenversammlung gewählt, nicht mehr vom Herzog ernannt. Allerdings bedarf die Wahl eines [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s der Bestätigung durch den Landesherrn. Gewählt wurde [[Carl Claus]], geboren am 17. Februar [[1813]] in [[Helmstedt]]. Seine Eltern waren Anfang des Jahrhunderts nach [[Helmstedt]] gezogen, der Vater war Pedell beim Kreisgericht, das damals in den Räumen der aufgehobenen [[Universität Helmstedt|Universität]] war. Dort wuchs der Sohn mit einem Bruder und zwei Schwestern auf. Er besuchte hier das [[Julianum|Gymnasium]] bis zum Abitur. Geld für ein Studium war offenbar nicht vorhanden. Der junge Abiturient bewarb sich deshalb und sogar erfolgreich um eine Stelle als Auditor bei der Stadt. Zehn Jahre später wurde er, wie erwähnt, zum [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] mit einem Jahresgehalt von 600 Talern gewählt. Nun konnte er auch heiraten, am 17. Oktober [[1844]] fand in der [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani-Kirche]] die feierliche Eheschließung mit der Tochter des Kaufmanns und Stadtrats E. C. A. Bötticher statt, dessen Nachfahren heute noch in [[Helmstedt]] leben. Die Familie Bötticher ist u. a. Inhaberin der Firma [[Fuhrmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juli [[1845]] wurde der Sohn Johann Friedrich geboren, der leider [[1851]] starb. Bei der Geburt des zweiten Sohnes am 1. März [[1848]] starb die Ehefrau und kurz danach auch das Kind. Beide wurden gemeinsam in einem Sarg auf dem „[[Alter Friedhof|Alten Friedhof]]“ begraben. Claus hat nicht wieder geheiratet, seine zwei Jahre jüngere ledige Schwester betreute ihn. Die viele Arbeit als [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] half ihm über die Trauer hinweg. Noch im Dienst starb er, gerade einmal 61 Jahre alt geworden, am 11. Juni [[1874]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s [[Carl Claus|Claus]] übernahm das ehrenamtliche Magistratsmitglied [[Louis Löser]] die Geschäfte der Stadt. Er regelte auch die Wahl des neuen [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s. Auf die Ausschreibung bewarben sich vier Juristen, diese Vorbildung war gefordert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewählt wurde mit 11 von insgesamt 20 Stimmen der 25-jährige Polizeiassessor [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] aus Braunschweig. Er war [[1849]] in Gittelde als Sohn eines Landarztes geboren. Nach dem Abitur hatte er Rechtswissenschaften studiert und war vor seiner [[Helmstedt]]er Zeit bei der herzoglichen Polizeidirektion beschäftigt gewesen. Der Herzog bestätigte die Wahl und verlieh [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] den Titel „[[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]“. Am 2. Oktober [[1874]] wurde er vereidigt und in sein Amt eingeführt. Kennern der braunschweigischen Geschichte ist der Name [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] als späterer leitender Minister des Herzogtums bekannt. [[1879]] verließ er [[Helmstedt]]. Der Herzog hatte ihn zum Ministerialsekretär mit dem Titel eines Regierungsassessors ernannt und ihm aufgegeben, die neue Stelle spätestens am 1. Juni anzutreten. Gewohnt hat [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] im Stadthaus für eine jährliche Miete von 300 Thlr. Sein Gehalt betrug 1.200 Rthlr. jährlich bei einer Steigerung um 10 Thlr. alle drei Jahre bis zur Höchstgrenze von 1.800 Thlr. [[1914]] ist [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] in Braunschweig gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausschreibung der erneut freigewordenen Bürgermeisterstelle erfolgte im ganzen Reichsgebiet. Es bewarben sich 21 Personen, darunter nur zwei Braunschweiger, die aber nach eingezogenen Erkundigungen zu dem Amt eines Vorstehers des Stadtmagistrats nicht geeignet erschienen. Das musste dem Herzog ausdrücklich mitgeteilt werden, denn Braunschweiger waren zu bevorzugen. Gewählt wurde der Bürgermeister von Tarnowitz, [[Hildebert Guericke]], mit 16 gegen eine Stimme. Tarnowitz lag im damaligen Oberschlesien unmittelbar an der Grenze, es hatte viele polnische Einwohner. Dies war auch der Grund, weshalb [[Hildebert Guericke|Guericke]] sich verändern wollte. Er war [[1848]] in Halle an der Saale als Sohn eines Professors der Theologie geboren. Seit [[1877]] war er Bürgermeister von Tarnowitz. Das Gehalt in [[Helmstedt]] war geringer: 3.600 Thlr. gegenüber dort 4.000. Dennoch nahm er die Wahl an. Mit dem Magdeburger Bürgermeister und Kollegen Otto von Guericke ([[1602]]–[[1686]]) sind unsere Guerickes weitläufig verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Zeit der Amtsführung des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s [[Hildebert Guericke|Guericke]] fiel die bereits erwähnte Erweiterung der Stadt zum Westen bzw. Nordwesten hin, also die Erbauung der heutigen [[Unterstadt (Stadtviertel)|Unterstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Oktober [[1898]] schied [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] [[Hildebert Guericke|Guericke]] krankheitshalber aus seinem Amt aus. Die vielen Aufgaben, aber auch, mancherlei Kritik, die er über sich hat ergehen lassen müssen, haben sicherlich an seinen Kräften gezehrt. Er war ein etwas empfindsamer Mensch, der über so manches nicht so leicht hinweggehen konnte und der aber auch nicht immer das richtige Gespür für die eigenen Äußerungen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beantragte er erstmals unter dem 9. März [[1892]] seine Pensionierung. Diesem Gesuch wurde nicht entsprochen. Nach Kuren in Lugano ([[1894]]) und Bad Wildungen ([[1895]]) wurde ein erneuter Antrag angenommen. Bei einem Abschiedsessen im [[Rathaus (Helmstedt)|Stadthaus]] am Sonntag, dem 25. September [[1898]], wurde er mit vielen Lobreden verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hildebert Guericke|Guericke]] hat zeitweise in der [[Wilhelmstraße]] 14 und später [[Südstraße]] 10 gewohnt. Nach seiner Pensionierung hat er [[Helmstedt]] verlassen. Er lebte zunächst in der Nähe von Wernigerode, später in Wilhelmshaven. Er verstarb am 24. März [[1928]] in Neuersburg/Oldenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger wurde einer der acht Juristen, die sich beworben hatten: [[Franz Schönemann]], zuletzt in Holzminden tätig. Er war am 3. September [[1868]] in Seesen geboren. Verlockend war derzeit das Amt wohl nicht, denn von denen, die sich beworben hatten, waren die meisten Braunschweiger und ansonsten sehr unbekannt. In [[Franz Schönemann|Schönemann]]s Amtszeit wurde das neue [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]] gebaut, er hatte die Schwierigkeiten des Ersten Weltkrieges und die noch größeren im Jahr danach zu bewältigen. Die an anderer Stelle geschilderten Ereignisse im April [[1919]] waren wohl auch der Grund, weshalb er sich nicht wieder um das Amt des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s bemühte. Zum 1. Oktober [[1919]] schied er aus. Das [[Helmstedter Kreisblatt]] widmete ihm ein Drittel der lokalen Seite. Es verweist zunächst auf die Bauten zu seiner Zeit: „Um nur einiges aus seiner Tätigkeit herauszugreifen, sei auf das Armenhaus, das [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]], das Wasserwerk, Kapelle des Stephani-Friedhofs, die [[Ernst-August-Schule]], Erweiterung der [[Lademann-Realschule|Landwirtschaftlichen Schule]], Erweiterung des [[Kreiskrankenhaus St. Marienberg|Krankenhauses]], Ausbau der Kanalisation und Neubau des Waisenhauses hingewiesen. Es sind dies Arbeiten, die in die Augen springen: unbemerkt von den meisten ist jedoch von [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] [[Franz Schönemann|Schönemann]] eine ganz ungeheure Arbeit in den Mauern des [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]]es geleistet, die nur der zu würdigen versteht, der sie kennt.“ Er war weiter Landtagsabgeordneter in Braunschweig. In dieser Position setzte er seine Kraft ein, um mit viel Geschick das Beste für die Stadt herauszuholen. Er hat für die Stadt, so das [[Helmstedter Kreisblatt|Kreisblatt]], „große Flächen Grundbesitz in ihrer Hand vereinigt“, um so die Möglichkeit zu schaffen, an der Preisfestsetzung der Grundstücke mitzuwirken und billiges Gelände für städtische Zwecke zur Verfügung zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle Bürgermeister, so wurde auch [[Franz Schönemann|Schönemann]] ein Opfer der „neuen Zeit“, denn die Revolution ließ durch „Gesetz über die Wahlen der Vorsteher und der Mitglieder des Rates in den Städten des Freistaates Braunschweig“ vom 9. August [[1919]] die Amtszeit aller Bürgermeister und Magistratsmitglieder zum 30. September [[1919]] enden. So ging [[Franz Schönemann|Schönemann]] in den Ruhestand, er wollte, wie bereits erwähnt, für das Amt des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s über den 30. September hinaus nicht kandidieren. Sicherlich wäre er gewählt worden. Er zog auf sein Rittergut nach [[Rottorf]] bei [[Königslutter]]. Dies hatte er sich auch mit dem Vermögen seiner Ehefrau gekauft. Dort starb er am 19. April [[1953]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober [[1919]] traten nun diejenigen Bürger als Bürgermeister oder als Magistrat ihr Amt in, die von der wahlberechtigten Bürgerschaft, das waren alle männlichen und nun auch weiblichen Personen, die 20 Jahre alt und älter waren, in freier, gleicher, geheimer und direkter Wahl gewählt worden waren. Es war die erste und auch einzige unmittelbare Wahl eines Bürgermeisters durch die Bürger: Insoweit nahm man es mit der Demokratie sehr ernst. Der Bürgermeister wurde auf sechs, die Stadträte (der Magistrat) auf drei Jahre gewählt. Für den Bürgermeister war die absolute Mehrheit erforderlich, d. h., er musste mehr also 50 % der gültigen Stimmen haben, bei den Stadträten genügte die einfache Mehrheit, hier galt das System der Verhältniswahl. Durch die Listenwahl hier bei uns in [[Helmstedt]] hatte dieses Wahlsystem [[1919]] noch keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Wahl am 21. September [[1919]] kandidierten auf der Liste 1 für das Amt des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s der Stadtsyndikus Dr. [[Hermann Velke|Velke]] und für das des Stadtrats der Fabrikbesitzer [[Karl Fickendey]] und der Zigarrenfabrikant [[Gottfried Schipper]], [[Markt]] 9. Diese Liste wurde von der [[SPD]], der [[Deutschen Demokratischen Partei]] und der [[Christlichen Volkspartei]] unterstützt. Die Liste 2 war die der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Unabhängigen Sozialisten]]. Um das Bürgermeisteramt bewarb sich hier der Invalide [[Wilhelm Herok]], [[Braunschweiger Straße]] 9, für das Amt des Stadtrats der Schuhmachermeister [[Bernhard Lange]] vom [[Großer Katthagen|Großen Katthagen]] und der Gastwirt [[Karl Lehmann]] vom [[Holzberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewählt wurde mit 4.327 Stimmen Dr. [[Hermann Velke|Velke]]. Für den Kandidaten der Liste 2 waren 1.313 Stimmen abgegeben worden. Stadträte wurden [[Karl Fickendey|Fickendey]] (Gas- und Wasserwerk, Bauwesen, Kanalisation und Lebensmittelversorgung) und [[Gottfried Schipper|Schipper]] (Fürsorge, Marktwesen, Waisenhaus, Preisprüfungsstelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einmal durften die Bürger die Stadträte direkt wählen. Das war am 17. September [[1922]]. Es konnten aber nur Listen, nicht Kandidaten angekreuzt werden. Gewählt wurden jetzt vier Stadträte. Auf Liste 1, die Bürgerlichen, entfielen 3.595, auf Liste 2, [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistische Partei]], 866, auf Liste 3, [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], 1.482 und auf Liste 4, [[SPD]], 939 Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadträte wurden von den Bürgerlichen der Rentner und frühere Malermeister [[Hermann Stöber]] und der Studienrat und spätere Oberstudienrektor [[Otto Kirchhoff]], von der [[USPD]] der Geschäftsführer [[Wilhelm Jünke]] und von der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei]] der Tischler [[Franz Hanisch]]. [[Hermann Stöber|Stöber]] starb am 4. August [[1923]]. Er war mehr als 25 Jahre Stadtverordneter gewesen, lange Zeit davon auch deren Vorsitzender und jetzt leider für nur ein ¬æ Jahr Stadtrat. An ihn erinnert die „[[Hermann-Stöber-Straße]]“. Er wohnte in [[Helmstedt]] [[Ziegenmarkt]] 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Otto Kirchhoff|Kirchhoff]] wurde Dezernent für das Wohnungswesen, [[Franz Hanisch|Hanisch]] für das Siedlungswesen, Fürsorge und Teile des Wohlfahrtswesens, [[Wilhelm Jünke|Jünke]] für die Lebensmittelversorgung und die Preisprüfungsstelle und [[Hermann Stöber|Stöber]] für das Gas- und Wasserwerk, Bauwesen, Kanalisation, Straßenbeleuchtung und Marktwesen. Nach seinem Tode wurde ab 28. August [[1923]] der Kaufmann Kurdum, [[Bötticherstraße]] 14, sein Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1924]] erhielt das Land Braunschweig eine neue Städteordnung. Sie hob das bisherige Geselz aus dem Jahre [[1892]] und das von [[1919]] auf. Entsprechend dem Bemühen, mehr Demokratie zu wagen, wurden die Rechte der Stadtverordnetenversammlung verstärkt. Das Zweikammersystem der bisherigen Städteordnung wurde abgeschafft. Es galt ohnehin nur für einige besondere städtische Belange. Es hatte darin bestanden, dass in gesetzlich genau festgelegten Fällen Beschlüsse nur in der sogenannten Vereinigten Versammlung, bestehend aus den Stadtverordneten und den Mitgliedern des Magistrats (einschließlich Bürgermeister), gefasst werden konnten. Beibehalten wurde aber der Magistrat, der jetzt Rat der Stadt hieß. Er war nach wie vor ein Kollegium, bestehend aus dem Vorsitzenden, der die Bezeichnung Bürgermeister führte und auf mindestens sechs Jahre zu wählen war, und aus mindestens zwei weiteren Mitgliedern. Die genaue Zahl war durch Ortsgesetz festzusetzen. In [[Helmstedt]] waren es vier. Sie trugen die Bezeichnung „Stadtrat“. Es waren wiederum Bürger der Stadt, die unbesoldet als Dezernenten im Dienste der Allgemeinheit tätig waren. Sie wurden jetzt nicht mehr wie [[1919]] und [[1922]] von den wahlberechtigten Einwohnern direkt gewählt, sondern nach der neuen Städteordnung von den Stadtverordneten. Sie hatten somit deren Vertrauen und sollten den Einfluss der Bürger bei den unmittelbaren Verwaltungsgeschäften sichern. Besoldete Stadträte, die auch hätten ernannt werden können, hat [[Helmstedt]] nie gehabt. Auch der damalige Leiter des Rechtsamtes, der Stadtsyndikus Wendt, war kein gewählter Stadtrat, sondern besoldeter Beamter. Er musste [[1933]] offenbar aus politischen Gründen seinen Dienst aufgeben. Er war dann Rechtsanwalt in [[Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1925]] war die Wahlperiode des Stadtrats abgelaufen. Schon am 2. April wurden von den Stadtverordneten der Studienrat [[Meinhold Kirchhoff]] und der Kaufmann Kurdum von der Liste 2, der Tischler [[Franz Hanisch|Hanisch]] und der Gewerkschaftssekretär Werner von der Liste 1 zu Stadträten gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Werner verzog im Mai [[1926]] nach Gladbeck. Für ihn kam der Justizobersekretär Schnelle in den Stadtrat. Die Tätigkeit war nach wie vor ehrenamtlich, die Stadträte erhielten noch nicht einmal die Aufwandsentschädigung der Stadtverordneten, denen monatlich 30 Mark zustanden. Bei der nächsten Wahl am 17. März [[1928]] kamen der Oberstudienrat [[Otto Kirchhoff]], damals [[Moltkestraße]] 14 (heute [[Gustav-Steinbrecher-Straße]]), der Tischler [[Franz Hanisch|Fr. Hanisch]], [[Braunschweiger Tor]] 20, der Justizobersekretär Schnelle, [[Goethestraße]] 36, und der Rentner [[Hermann Deppold]], [[Walbecker Straße]] 27, in den Magistrat der Stadt. Inzwischen gab es für diese zeitraubende Arbeit monatlich 30 Mark. Herr [[Franz Hanisch|Hanisch]] schied altershalber Anfang [[1930]] aus. Nachfolger wurde der Tischlermeister [[Heinrich Kühne]], [[Braunschweiger Straße]] 18. Für Herrn Schnelle, der im Mai [[1930]] sein Amt niederlegte, rückte der Gewerkschaftsangestellte [[Paul Beccard]], [[Triftweg]] 22, nach. Am 12. März [[1931]] wurden durch Wahl der Oberstudienrat [[Otto Kirchhoff|O. Kirchhoff]], der Kaufmann [[Hans Henneke]], [[Bahnhofstraße]] 12 (heute [[Magdeburger Straße]]), [[Franz Baumgart]] und [[Paul Beccard]] Stadträte. Inzwischen gab es mit dem 30. Januar [[1933]] die sogenannte Machtübernahme durch Hitler, ein nicht nur für Deutschland verhängnisvolles Ereignis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während am 3. März [[1933]] laut Mitteilung im „[[Helmstedter Kreisblatt|Kreisblatt]]“ Herr [[Hans Henneke|Henneke]] aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegte – für ihn kam der Fabrikbesitzer Hugo Siebler –, findet sich unter dem 28. März [[1933]] die Notiz: „Die Herren Stadträte [[Paul Beccard|Beccard]] und [[Franz Baumgart|Baumgart]] sind im Interesse des Dienstes beurlaubt. Beiden ist mündlich Kenntnis gegeben.“ Zwei Tage später verzichteten sie auf dieses Ehrenamt. Der Grund ist an anderer Stelle erörtert worden. Auch [[Otto Kirchhoff]] verzichtete. Durch das Gesetz über die Neubildung des Landtages, der Kreistage und der Stadtverordnetenversammlungen vom 4. März [[1933]] wurde das Stadtparlament neu zusammengestellt. Wahlvorschläge hatten nur noch die [[NSDAP]] und der [[Kampffront Schwarz-Weiß-Rot|Kampfblock „Schwarz-Weiß-Rot“]] der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] gemacht. Die [[Deutsche Zentrumspartei]] hatte ihren Vorschlag zurückgezogen. Die anderen Parteien hatte man gewaltsam von der politischen Willensbildung ausgeschlossen. Nach dem Verhältnis der diesen beiden Wahlvorschlägen bei der am 5. März [[1933]] vorgenommenen Reichstagswahl zugefallenen Stimmen entfielen im Stadtparlament auf die [[NSDAP]] 14 Sitze und auf den [[Kampffront Schwarz-Weiß-Rot|Kampfblock]] drei. Es wählte auch die Stadträte neu: die Herren [[Otto Schünemann|Schünemann]], [[Paul Denecke|Denecke]], [[Georg Most|Most]] und [[Rudolf Schlimme|Schlimme]]. Beruhte die Zusammensetzung der Stadtverordneten schon auf keiner Wahl, so wurden in Zukunft ausscheidende Stadträte und Verordnete durch Entscheidung des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s einfach ergänzt. [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] Dr. [[Hermann Velke|Velke]], der im Sommer [[1925]] für die Dauer von 12 Jahren erneut gewählt worden war – diese Wahl war wegen der neuen Städteordnung erforderlich geworden –, reichte im Oktober [[1933]] aus „dienstlichen Erwägungen“ ein Gesuch um Versetzung in den Ruhestand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Stadtverordnetenversammlung nach der „Machtübernahme“ vom Januar [[1933]] am 27. April [[1933]] hatte sich Dr. [[Hermann Velke|Velke]] in einer Erklärung noch voll hinter die nationale Regierung Bestellt. Dem Bericht des [[Helmstedter Kreisblatt|Kreisblatt]]es nach erklärte er oder musste er dazu erklären, dass ihm nunmehr Gelegenheit gegeben sei, nur mit Männern der Tat und Männern nationalen Gesetzes zusammenzuarbeiten, deren politisch-wirtschaftliches Programm Gewähr dafür bietet, dass ein Wendepunkt in der Kommunalverwaltung und damit in der Geschichte der Stadt eintrete. Geholfen hat es ihm nichts, er sei, wie sich in der Sitzung vom 17. Oktober [[1933]] anlässlich der Beratung über das Entlassungsgesuch ein Stadtverordneter ausdrückte, weder rechts noch links, weder beim „Stahlhelm“ noch beim „Reichsbanner“, und eine klare Haltung sei bei diesem Man in keiner Form hervorgetreten. Einer der vier Stadträte sprach weiter davon, dass sich ein gedeihliches Zusammenarbeiten des Rates der Stadt mit Dr. [[Hermann Velke|Velke]] in der Zeit nach der nationalsozialistischen Revolution als nicht möglich erwiesen habe. So habe er, als man übereingekommen sei, den Stadtsyndikus Wendt im Wege eines Verfahrens aus dem städtischen Dienst zu entlassen, jenem trotzdem ein Zeugnis ausgestellt und darin dessen Eignung und Befähigung während seiner Dienstzeit im schönsten Lichte erscheinen lassen. Ein anderer Stadtrat argumentierte, dass mit der Entlassung des Dr. [[Hermann Velke|Velke]] der Liberalismus aus dem Rathaus endgültig verschwinden werde. Das stimmte sicherlich und wurde damals positiv gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Gesuch des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s um Versetzung in den Ruhestand wurde einstimmig stattgegeben. Er wurde bei einer jährlichen Pension von damals 8.204,88 Reichsmark einschließlich 960 Reichsmark Kinderzulage in den Ruhestand versetzt. Dr. [[Hermann Velke|Velke]] blieb in [[Helmstedt]]. Aus seiner Wohnung [[Roonstraße]]&amp;lt;ref&amp;gt;Roon, Albrecht Theodor Emil, Graf von (1803–1879) war preußischer Generalfeldmarschall, Kriegsminister und ab 1873 Ministerpräsident&amp;lt;/ref&amp;gt; 1 (heute [[Doktor-Heinrich-Jasper-Straße]]) zog er um in die [[Parkstraße]] 2 und eröffnete dort eine Rechtsanwaltspraxis. Am 27. November [[1952]] starb er in [[Querenhorst]] während einer Jagd an einem Herzschlag. Dr. [[Hermann Velke|Velke]] stammte aus [[Velpke]] (er war dort am 9. Dezember [[1883]] als Sohn eines Steinbruchbesitzers geboren). Die Geschäfte des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s führten jetzt bis zum Januar [[1935]] die vier Stadträte, insbesondere der Zahnarzt [[Paul Denecke]] vom [[Kleiner Wall|Kleinen Wall]] 19. Dann kam Bürgermeister [[Kurt Drechsler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Mitgliedern des Helmstedter Rates sind einige der hier gewürdigten Persönlichkeiten bei jeder Sitzung gegenwärtig. Sie sind in Porträts abgebildet in den Buntfenstern unseres Sitzungssaals. Es sind dies von links nach rechts [[Johann Dietrich Lichtenstein]], [[Adolf Hartwieg]], [[Hildebert Guericke]] und [[Franz Schönemann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Helmstedter Begräbnisplätze (S. 547–554) ==&lt;br /&gt;
Wenn in diesem Buch versucht wird, das Leben der [[Helmstedt]]er in den vergangenen Jahrhunderten zu beschreiben, so sollen die Plätze nicht unerwähnt bleiben, an denen jeder, der hier gelebt hat, nach einem oft mühevollen Dasein seine letzte Ruhe gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das älteste Denkmal dieser Art sind – vor den Toren der Stadt deutlich sichtbar – die [[Lübbensteine]] auf dem [[St. Annenberg|St. Annen]]- oder auch – [[1501]] erstmals so genannt – [[Corneliusberg]]. Namensgeber war demnach nicht der [[1621]] in [[Helmstedt]] verstorbene bekannte Professor [[Cornelius Martini]], sondern wahrscheinlich der als Märtyrer in die Kirchengeschichte eingegangene Papst Cornelius, gestorben [[1253]], der Heilige für Hirten und Tiere. In unmittelbarer Nähe am Pfingstberg wurde in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts dank der Aufmerksamkeit des Studienrates Siebers, der sich um die Aufhellung der vorgeschichtlichen Zeit im Bereich [[Helmstedt]] große Verdienste erworben hat, ein heidnischer Urnenfriedhof aus vor-, aber auch aus nachchristlicher Zeit (3. bis 5. Jahrhundert nach Christi Geburt) freigelegt. Gräber aus früherer Zeit wurden oftmals bei der Anlegung von Tagebauen durch die [[BKB]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als man begann, feste Kirchen zu errichten, legte man um sie herum einen freien Platz an, auf dem die Toten ihre letzte Ruhestätte fanden. Sie waren somit der Kirche und den Gemeindemitgliedern, die bei ihren Kirchengängen an ihnen vorübergehen mussten, nah. So blieben die Lebenden mit den Toten eng verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der ummauerten Stadt [[Helmstedt]] gab es zwei Begräbnisplätze: den um [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]] und einen weiteren um [[St. Walpurgis (Helmstedt)|St. Walpurgis]]. Der größere der beiden war der bei der [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani-Kirche]]. Er wurde bereits im 17. Jahrhundert zu klein. [[1702]] heißt es, „dass für die Toten fast keine Stelle mehr übrig sei“. Deshalb wurde der Friedhof um den Organistengarten – das darauf befindliche Haus wurde abgerissen – zum Süden hin erweitert. Damit war das Problem nur vorübergehend gelöst, denn [[1754]] verlangte Herzog Carl, einen Gottesacker außerhalb der Stadt anzulegen. Die Stadt war nicht so dafür, sie verzögerte diese Angelegenheit. Deshalb ließ der Herzog [[1770]] schreiben, „dass diese Sache endlich einmal zustande komme“. Man solle die Begräbnisplätze für beide Gemeinden aus der Stadt herausverlegen. Schon [[1755]] waren vier Stellen dafür in Vorschlag gebracht worden: der am vormals Spießischen Hause gelegene Wallgarten ([[Magdeburger Straße]]), ein Gelände am Schöninger Wege, ein weiteres hinter dem sogenannten [[Lappenberg]] (heute [[Norddeutsche Landesbank – Girozentrale|Nord/LB]]) und schließlich das [[Alter Friedhof|Tanzbleek]] an der heutigen [[Gustav-Steinbrecher-Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dieser Stellen, wahrscheinlich die am [[Lappenberg]], war bis [[1484]] der [[Jüdische Friedhöfe in Helmstedt|Judenfriedhof]] gewesen. Er schied aus, denn „so hat es etwas Bedenkliches, einen Judenkirchhof für christliche Leichen zu nehmen“. Daß die Juden auch früher schon ihren Friedhof als „ewig“ angelegt hatten, störte offenbar nicht. Übrig blieb nach weiterer Prüfung der ca. zwei Morgen große Platz am [[Alter Friedhof|Tanzbleek]]. Den bisherigen [[Großer Kirchhof|Kirchhof]] um [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]] wollte man planieren und dann mit Maulbeerbäumen bepflanzen. Die Blätter dieser Büsche sollten die wirtschaftliche Grundlage der vom Herzog gerade in jenen Jahren empfohlenen Seidenraupenzucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch gegen die Wahl des [[Alter Friedhof|Tanzbleek]]s als Friedhof gab es Bedenken. Einmal würde der Wind aus dem Westen die Dünste in die Stadt hineintragen, zum anderen sei unter diesem Platz Braunkohle, die für das Schöninger Salzwerk benötigt werde. Schließlich müsse in jedem Fall eine Mauer um diesen Platz gezogen werden, was zusätzliche Kosten verursache, denn das Vieh würde gern die toten Körper aus der Erde wühlen bzw., dies trug Bürgermeister [[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] [[1754]] aus Göttinger Erfahrung bei, sei eine Mauer deshalb nötig, „schon damit die Studiosi Medicini nicht die Cadavera ausgraben“, um dann an den Körpern die Anatomie studieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man sich nicht einigen konnte, blieb es dabei, die Plätze vor den beiden Kirchen [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]] und [[St. Walpurgis (Helmstedt)|St. Walpurgis]] weiterhin als Begräbnisstätten zu nutzen. Den Bürgern war es sicherlich recht, hatten sie doch ihre toten Angehörigen weiterhin in unmittelbarer Nähe und harrten diese der Auferstehung im räumlichen und im sakralen Bereich der Kirche. Dennoch wurde [[1758]] schon von dem neuen Kirchhof auf dem [[Alter Friedhof|Tanzbleek]] gesprochen. Es sollte aber noch genau 60 lahre dauern, bis er zum ersten Male benutzt wurde und der bisherige [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani]]- und auch der [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Walpurgis]]-Kirchhof geschlossen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begräbnisordnung für den neuen Platz am [[Alter Friedhof|Tanzbleek]] datiert vom 3. Mai [[1818]]. In ihr heißt es: „Höchster Bestimmung gemäß hört mit dem 30. Junius d. J. das Begraben sowohl auf dem St. Stephans- als Walpurgiskirchhofe auf. Auf dem neuen Kirchhofe werden alle Leichen in Reihe nebeneinander begraben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man auch schon 50 Jahre zuvor die Anschaffung eines besonderen Leichenwagens mit einem Verdeck erwogen hatte, so brauchte man ihn nun wegen der größeren Entfernung unbedingt. Es wurden gleich zwei angeschafft, wobei mit der Beerdigung auf dem neuen Friedhof die weitere Besonderheit, dass nämlich der Pfarrer die Leiche vom Wohnhaus aus begleiten und Bekannte und Schüler dabei singen durften (das sogenannte Hinsingen), endete. Allerdings, so die Satzung, falls es dennoch ausdrücklich verlangt werde, so könne dies, jedoch nur bis zum Stadttor, weiterhin erfolgen. Beerdigt wurde weiterhin aus den Häusern heraus, d. h., der Leichnam blieb dort bis zum Tage des Begräbnisses aufgebahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherigen Begräbnisarten wurden auf vier Klassen reduziert. In der ersten Klasse wurde der Leichenwagen mit vier schwarz behängten Pferden bespannt. Der Wagen wurde mit einem Baldachin versehen, die beiden Kirchenglocken läuteten in drei Pulsen. Außerdem wurde des Verstorbenen an dem nächsten Sonntag in seiner Kirche gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beerdigungen der zweiten Klasse erfolgten auf dem zweiten Leichenwagen, offenbar ohne Baldachin. Hier wurde in zwei Pulsen mit beiden Glocken geläutet, ansonsten war alles wie bei der ersten Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei einem Begräbnis dritter Klasse wurde der zweite Wagen benutzt, er war aber im Gegensatz zu den anderen Klassen nur mit zwei Pferden bespannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der vierten Klasse wurde nur auf Verlangen geläutet und dann auch nur mit einer Glocke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im übrigen gab es verschiedene Beerdigungszeiten: Tote der ersten Klasse wurden morgens früh, die der zweiten etwas später, die der dritten und vierten mittags bzw. gegen Abend zur letzten Ruhe gebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beerdigungen für Bewohner aus dem [[Ostendorf (Stadtviertel)|Ostendorf]] erfolgten weiter auf dem Kirchhof [[St. Ludgeri (Helmstedt)|St. Ludgeri]]. Hier bedurfte es wegen der Nähe des Platzes zu den Häusern keines Wagens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten einer Beerdigung betrugen laut einer Aufstellung von [[1839]] in der ersten Klasse ca. 70 bis 80 Taler einschließlich Sarg, in der zweiten 40 bis 50, in der dritten 20 bis 30 und in der vierten 10 bis 15. Wahrscheinlich entfiel bei den beiden letzten Klassen der Sarg, deshalb auch die Befürchtung, Tiere würden den Leichnam aus der Erde wühlen. In der Vorstadt [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] waren die Kosten allerdings geringer, bei den Katholiken waren sie ganz unbedeutend. Sie bestanden dort hauptsächlich aus der Bewirtung der Träger. Träger waren Freunde, Bekannte, Nachbarn, bei verstorbenen Handwerksgesellen waren es stets die Nebengesellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli [[1818]] fand auf dem neuen Friedhof (unserem heutigen „[[Alter Friedhof|Alten Friedhof]]“ an der [[Gustav-Steinbrecher-Straße]] in der Nähe der [[Lademann-Realschule]]) die erste Beerdigung statt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedhof und Bestattung in Helmstedt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Kleinert |Titel=Friedhof und Bestattung in Helmstedt |Ort=Helmstedt |Datum=1976 |ISBN= |Seiten=5 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des vergangenen Jahrhunderts war dieser Platz leider schon wieder zu klein geworden. Er wurde [[1848]] zwar um vier Gartengrundstücke erweitert, aber [[1872]] wandte sich der Bürgerverein an den Magistrat und beantragte dringend eine Erweiterung des Platzes auf dem [[Alter Friedhof|Tanzbleek]]. Der lehnte ab, da dies wegen der Lage und der unregelmäßigen Form nicht zweckmäßig sei. Beabsichtigt sei jedoch, einen Teil eines 60 Morgen großen und zum [[Kloster St. Ludgeri|Kloster Ludgeri]] gehörenden Grundstücks an der [[Magdeburger Straße]] hinter der sogenannten [[Gennertsche Zuckerraffinerie|Gennertschen Zuckerraffinerie]] zu erwerben. Dies geschah dann schon [[1872]]/[[1873]]. Es wurden 10 Morgen angekauft. Am 9. September [[1872]] fand dort, auf unserem heutigen [[Kirchengemeinde_Georg_Calixt_Helmstedt#St._Stephani_2|Stephani-Friedhof]], die erste Beisetzung statt. Der [[Alter Friedhof|alte Friedhof]] wurde um die Jahrhundertwende Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[1873]] wurde auf dem Gelände ein sogenanntes Leichenhaus errichtet „zum Aufbewahren der Gerätschaften des Totengräbers, zur Niederlegung von armen Verunglückten sowie bei etwa ausbrechenden Epidemien als Aufbewahrungsort für Leichen bis zur Beerdigung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr wahrscheinlich wurde für den Bau des Leichenhauses der von dem Kreisbaumeister Vibrans gezeichnete Riss zugrunde gelegt. Nach dieser Zeichnung war das Gebäude 8,16 m lang und 5,06 m breit, es hatte einen größeren Raum von ca. 26 m² und einen kleineren von 10 m² für die Geräte. Die Baukosten betrugen 570 Taler. Es stand am Platz des heutigen Blumenrondells, das man erreicht, wenn man den Friedhof durch die erste Pforte betritt. Sie stammt im übrigen aus dem Jahre [[1888]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leichenhaus diente auch der Aufbahrung der Verstorbenen, deren Angehörige in ihren Räumen so beschränkt waren, dass sie den Toten nicht „von den Überlebenden vollständig trennen können“. Gebracht wurden die Toten von den Angehörigen selbst oder vom Totengräber gewöhnlich nach 10:00 Uhr abends. Auf Wunsch hielt gegen Bezahlung der Totengräber für die Nacht vor dem Begräbnis die Totenwache. Wurde jemand ohne Totenschein in die Leichenhalle gebracht, so war eine Wache unabdingbar, bis der Tod bescheinigt werden konnte. Gerade in jenen Jahren hatte man viel von Scheintoten gelesen und gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1913]] wurde die neue Friedhofskapelle nach einem Entwurf des Professors Dr. Pfeiffer von der Technischen Hochschule Braunschweig gebaut. Die Alte war zu klein geworden, denn man war nun dazu übergegangen, nicht von den Häusern, sondern von der Kapelle aus die Beerdigung vorzunehmen. Als Ort der Trauerfeier erhielt sie einen kirchlichen Stil mit einem Türmchen mit Glocke. Die Kosten betrugen 26.064 Mark, sie überschritten den Kostenvoranschlag nur um 64 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Erbauung der neuen Kapelle erschien in der [[Helmstedter Kreisblatt|Helmstedter Zeitung]] die folgende Bekanntmachung: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die neu erbaute Kapelle auf dem St. Stephani Friedhofe ist fertiggestellt und wird hiermit allen Einwohnern der Stadt zur Benutzung übergeben. Zur Besichtigung ihrer Inneneinrichtung wird sie am Sonntag, dem 1. Juni, und am Sonntag, dem 8. Juni, von morgens 11:00 Uhr bis abends 6:00 Uhr geöffnet sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;[[Helmstedt]], den 29. Mai [[1913]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Stadtmagistrat [[Franz Schönemann|Schönemann]]“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch diese Kapelle existiert nicht mehr. Im März [[1993]] wurde sie abgebrochen, der Neubau im Herbst [[1994]] eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof wurde von Anfang an von der Kirche verwaltet. Während des letzten Krieges, im September [[1941]], übernahm ihn zwangsweise die Stadt. Am 1. April [[1950]] wurde er jedoch in die Verwaltung der Kirche zurückgegeben&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedhof und Bestattung in Helmstedt&amp;quot; /&amp;gt;), Der Grund und Boden gehörte aber weiterhin der Stadt. Grundlage der Entscheidung damals war das Gesetz über das Friedhofs- und Bestattungswesen des Landes Braunschweig vom 23. November [[1927]]. Danach hatte eine Gemeinde die Möglichkeit, einen neuen, dann gemeindeeigenen Friedhof anzulegen, sofern der bisherige belegt war. Durch Vereinbarung mit der Kirchengemeinde konnte auch eine bestehende Begräbnisstätte ohne diese Voraussetzung in die kommunale Verwaltung übergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Begräbnisplatz um die [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani-Kirche]] erinnern heute noch die Grabplatten, die sich außen an dem Gebäude befinden. Schon bald nach der Schließung hatte man einen Teil des Kirchhofes an den Holzhändler Overlach verpachtet, der daraufhin sein Holz dort lagerte. Das alles zeugt von wenig Pietät gegenüber den Verstorbenen. Die Ehrfurcht vor den Gräbem war aber auch vorher nicht sehr verbreitet. Die Grabstelle des bedeutendsten Chirurgen des 18. Jahrhunderts, Professor [[Lorenz Heister|Heister]], der [[1758]] in [[Bornum am Elm|Bornum]] verstorben war, war schon [[1784]] kaum auffindbar. Zwei berühmte italienische Wissenschaftler, Anatom Scarpa und Volta, nach dem die Maßeinheit der elektrischen Spannung, Volt, benannt wurde, besuchten [[Gottfried Christoph Beireis|Beireis]] in jenem Jahr und wollten auch die letzte Ruhestätte dieses großen Mediziners sehen. Erst [[Lorenz von Crell|Professor von Crell]] erinnerte sich der Grabstätte seines Großvaters. Irgendwo fand man dann auch den mit Moos überwachsenen Stein mit der schwer lesbaren Inschrift und damit die letzte Ruhestätte des für die Wissenschaft und für [[Helmstedt]] so bedeutenden Mannes&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Artur Brüggemann |Titel=Rund um den Juleumsturm |Auflage=2 |Ort=Helmstedt |Datum=1983 |ISBN= |Seiten=86 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Auch die Grabstelle des nicht minder berühmten [[Gottfried Christoph Beireis|Beireis]] ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser erhalten sind die Erinnerungen an Personen, die den Vorzug hatten, innerhalb der [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani-Kirche]] beerdigt zu werden. Wir sehen heute noch in der Kirche die verschiedenen Epitaphe, darunter z. B. das des berühmten Helmstedter Theologen [[Georg Calixt]] ([[Papenberg]] 21), während dagegen sein auf dem Gebiet der Jurisprudenz und der Medizin ebenso bekannter Kollege [[Hermann Conring]] ([[Ziegenmarkt]] 7) in der [[St. Maria und St. Cyriakus (Groß Twülpstedt)|Dorfkirche]] [[Groß Twülpstedt]] – ihm gehörte dort das Gut – in einem Steinsarg seine ewige Ruhe gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Helmstedt]]er Theologieprofessor [[Justus Christoph Böhmer|Justus Christoph Boehmer]] ([[1670]] bis [[1732]], in [[Helmstedt]] von [[1698]] bis [[1727]]) hat in einem Druck die bis dahin bekannten Grabstätten festgehalten. In der [[St. Stephani (Helmstedt)|Kirche St. Stephani]] befanden sich danach [[1710]] sehr viele Grabmäler, von denen heute noch 43 offenkundig nachgewiesen sind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Adolf Schultz |Titel=[https://leopard.tu-braunschweig.de/rsc/viewer/dbbs_derivate_00043182/Ha-308-49.pdf?page=114&amp;amp;logicalDiv=-513818592 Die Grabmale in braunschweigischen Kirchen – St. Stephani-Kirche in Helmstedt] |Sammelwerk=Braunschweigische Heimat |Band=49 |Datum=1963 |Seiten=100–108 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Auch in der [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Marienberger Kirche]] befanden und befinden sich heute noch einige Grabsteine, gegenüber [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani]] jedoch weniger. Böhmer hat 25 aufgelistet. Wir finden das Epitaph der Frau des Amtmanns Köhler, verstorben [[1711]], gleich von an der Südseite, und in der Turmkapelle rechts das der Domina Catharina Ursula Cuno, Tochter eines Helmstedter [[Franz Cuno|Bürgermeisters]], verstorben am 15. Oktober [[1724]]. Das Epitaph entstammt der Werkstatt des [[Helmstedt]]er Künstlers [[Michael Helwig]], [[Kybitzstraße]] 25. In der linken Turmkapelle hat [[Hermann von der Hardt]], Propst von [[1698]] bis zu seinem Tode [[1746]] und zugleich Professor an der [[Universität Helmstedt|Universität]], die letzte Ruhe gefunden. An weitere Begräbnisse in alter Zeit erinnern die Epitaphe im Kreuzgang, und bis in unsere Zeit hinein wird für die Klosterbewohner der Innenhof als Begräbnisstätte genutzt. Für [[St. Walpurgis (Helmstedt)|St. Walpurgis]] sind auch über [[1710]] hinaus insgesamt 28 Begräbnisse in der Kirche, zum Teil in einem Gewölbe, festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nicht immer sicherte das Begräbnis in einer Kirche die Erinnerung auf ewig. In der [[Augustiner-Eremiten-Kloster|Collegienkirche]] am [[Markt]]/Ecke [[Neumärker Straße]] haben mindestens 35 Beisetzungen stattgefunden. Studenten, Professoren wie auch deren Angehörige liegen dort begraben. Die erste Beerdigung fand [[1705]], die letzte am 24. April [[1808]] statt. Der Universitätsquästor [[Ludwig Julius Urban Franckenfeld]] wurde am 30. Mai [[1776]] in einem Gewölbe in der [[Augustiner-Eremiten-Kloster|Universitätskirche]] beigesetzt - NSAW 1 Kb 609, S. 464. Mit Schließung der [[Universität Helmstedt|Universität]] verlor diese Kirche ihre eigentliche Aufgabe. Die Orgel soll [[1810]] in die [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Kirche St. Marienberg]], das Gestühl in das [[Juleum]] und die Glocke in das Landesmuseum nach Braunschweig gekommen sein. Die Gruft mit den 35 Helmstedter Universitätsangehörigen wurde zugeworfen. Aus einer Akte aus dem vorigen Jahrhundert konnte ich ersehen, dass sich jemand darüber beschwerte, dass Arbeiter sich gegenseitig mit den Schädeln der dort Bestatteten bewarfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Friedhof außerhalb der eigentlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]]n war der der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] um [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Kirche]] und [[Kloster St. Marienberg]]. Noch vor einigen Jahrzehnten konnte man dort einige Grabstellen an den Eisenkreuzen erkennen. Erhalten geblieben ist nur noch das der Christiane Louise Weigel am Eingang des Kirchhofs. Das Kreuz ist ziemlich verwittert, der Name ist noch lesbar, das Todesjahr, [[1864]], ist nur noch aus den Akten zu ermitteln. Auf der Rückseite kann man den Satz: „Sanft ruhe ihre Asche“ gerade noch entziffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen sind von unserem „[[Alter Friedhof|Alten Friedhof]]“ an der [[Gustav-Steinbrecher-Straße]] sämtliche Grabmonumente verschwunden. Noch im letzten Weltkrieg erinnerte mancher Stein an die eigentliche Nutzung dieser Anlage. Mit dem Einzug der Amerikaner wurde der „[[Alter Friedhof|Alte Friedhof]]“ Abstell- und Übungsplatz für Panzer und Lkw. Er wurde uns in einem verwüsteten Zustand zurückgegeben. Seitdem gibt es dort keine Erinnerung mehr an die Toten des vorigen Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1871]] war der Friedhof um die [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Marienberger Kirche]] nahezu belegt, obwohl man ihn [[1847]] noch einmal hatte erweitern können. Es kam [[1872]] zu einem Ankauf von zwei Morgen Land am [[Pastorenweg]] „Auf der Klappe“. [[1873]] gab es dort die erste Beerdigung, auch die erste Leichenhalle wurde in jenem Jahr für 215 Taler errichtet. [[1896]] kaufte die Stadt weitere vier Morgen, nunmehr rechts vom [[Pastorenweg]] an, obwohl Probebohrungen ergeben hatten, dass in den Gruben Wasser stand. [[1929]] hatte die alte Friedhofskapelle ausgedient, eine neue und heute noch bestehende wurde gebaut&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Kleinert |Titel=Friedhof und Bestattung in Helmstedt |Ort=Helmstedt |Datum=1976 |ISBN= |Seiten=11–12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof der katholischen [[Pfarrgemeinde St. Ludgeri|St.-Ludgeri-Gemeinde]] befand sich ebenfalls unmittelbar an der Kirche. Hier wurde bis [[1838]] beerdigt. Damals zählte die Gemeinde etwa 250 Seelen, heute sind es 4.000. Dann wich man auf ein Gartengrundstück Ecke [[Magdeburger Tor]]/[[Harbker Weg]] aus. Am 20. Mai [[1838]] war dort die erste Beerdigung. [[1888]] war dieser Friedhof nahezu belegt. Zunächst beabsichtigte man deshalb, das Gelände zwischen dem [[Magdeburger Tor]] und dem [[Tangermühlenweg]] gegenüber dem heutigen [[Arbeitsamt Helmstedt|Arbeitsamt]] anzukaufen. Schließlich entschied man sich für ein Gelände unmittelbar am Stephani-Friedhof. Der katholischen Kirchengemeinde wurde deshalb eine Fläche von einem Morgen dort überlassen, wo sich heute noch ihr Friedhof befindet. Auf der alten Stätte am [[Harbker Weg]] befindet sich heute ein katholischer Kindergarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer, aber schon seit 100 Jahren nicht mehr benutzter Friedhof befand sich an der heutigen [[Juliusstraße]] auf dem freien Gelände zum [[Batteriewall]] hin. Er diente den Bewohnern des [[Georgienhof]]es als Begräbnisstelle. Die vielen [[Helmstedt]]ern noch unter dem Namen [[Jürgenhof]] bekannten Gebäude wurden im Dezember [[1968]] abgerissen. Sie standen an der Südseite des [[Harsleber Torstraße|Harsleber Tor]]es. Ursprünglich war dieser Hof ein Spital, in dem Aussätzige, also Menschen mit einer ansteckenden Krankheit lebten. Zu dem Bereich gehörte auch die [[St. Georgskapelle|Georgskapelle]] [[Neumärker Straße]]/[[Juliusstraße]] (heute Juweliergeschäft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof wurde im 18. Jahrhundert der zur Stadt gehörenden Armenverwaltung übergeben. Die ihm weiterhin zustehenden Einkünfte, wie z. B. Zinsen aus Kapitalien und Pachtgelder, kamen damit in die Armenkasse. Nachdem es kein Hospital mehr war, wurden die Wohnungen an Familien auf Lebenszeit gegen ein geringes Entgelt – zuletzt 100 Taler – vermietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sogenannten Hospitaliten hatten das Recht, im Garten des Hospitals beerdigt zu werden. Das war der im vorstehenden Absatz genannte Friedhof. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden die Wohnungen ohne Sonderrechte vermietet. Aber auch diese Mieter wollten nicht auf Marienberg beerdigt werden. Dem schloss sich der dortige Pfarrer du Roi an. Der Magistrat der Stadt widersprach jedoch diesem Begehren, das Konsistorium schloss sich dem durch Entscheidung vom 20. August [[1861]] an. So war diese Begräbnisstelle nur noch für die letzten drei Hospitaliten geöffnet. Mit deren Ableben konnte sie endgültig geschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zum vorletzten Begräbnisplatz: dem der Juden in [[Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter beerdigten die Juden ihre Angehörigen in der Nähe des [[Lappenberg]]es (auf dem Gelände der heutigen [[Deutsche Post (Helmstedt)|Post]] und [[Nord/LB]]). Mit dem erkauften Abzug der Glaubensjuden, die letzte Familie verließ [[1485]] [[Helmstedt]], hatte dieser Friedhof keine Bedeutung mehr. Er verfiel. Erst in der Franzosenzeit, Anfang des vorigen Jahrhunderts, durften sich Juden wieder in [[Helmstedt]] ansiedeln. So gab es [[1812]] eine israelitische Gemeinde. Deren Vorsteher, der Geldwechsler Moritz Lehmann, wandte sich an den Magistrat und bat um Überlassung einer eigenen Begräbnisstätte am sogenannten [[Schwarzer Berg|Schwarzen Berge]] an der heutigen [[Emmerstedter Straße]]. Wahrscheinlich wurde dieser Vorschlag nach Absprache mit der Stadt gemacht, denn der Platz auf dem Gelände der heutigen [[Hellac]] lag weit draußen und bestand nur aus Sand und Heide. Die jüdische Gemeinde erhielt [[1813]] diese Stelle zugewiesen. Von dieser Zeit an fanden dort auch Juden aus der Umgebung ihre letzte Ruhe, so z. B. [[1821]] ein Kind aus Weferlingen, weil es in diesem Ort keinen jüdischen Friedhof gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1873]] will die jüdische Gemeinde ihren Platz einfriedigen. Ihr Vorsteher, der Kaufmann Friede, [[Papenberg]] 1, erbittet von der Stadt 400 Taler als Zuschuss für den Bau einer Mauer. Es stellt sich aber heraus, dass diese zu teuer wäre. Man verhandelt deshalb wegen eines anderen Platzes, der von vornherein entsprechend geschützt und der auch so beschaffen ist, dass zum Schmücken der Gräber Blumen mit Erfolg angepflanzt werden können. So bekommt die jüdische Gemeinde an der [[Magdeburger Straße]] einen neuen Friedhof, auf dem [[1892]] mit dem Begräbnis des Herrn Friede die erste Beerdigung stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber sollte mit dem alten Friedhof am [[Schwarzer Berg|Schwarzen Berge]] werden? Der Vorsteher der israelitischen Gemeinde war bereit, ihn der Stadt zu überlassen. Das aber stieß auf den Protest des Landesrabbiners Dr. Rulf aus Braunschweig, denn die Veräußerung eines jüdischen Begräbnisplatzes sei durch Gesetz und Herkommen streng untersagt. Der Rabbi verwies auf die Stätten, die über Jahrhunderte hinaus, so z. B. der alte Friedhof in Prag, der in Berlin sogar an einer verkehrsreichen Straße, erhalten geblieben sind und weiter erhalten werden. Er hätte auch den in Worms nennen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde über den nicht belegten und damit allerdings auch größten Teil des ca. zwei Morgen großen Geländes verhandelt. Interessiert am Erwerb war die [[Glashütte|Helmstedter Glas- und Flaschenfabrik]], denn der verlassene jüdische Friedhof lag unmittelbar hinter ihrer Fabrikationsstätte. Das Unternehmen brauchte Sand zur Herstellung seiner Produkte. Die Verkaufsverhandlungen wurden bald abgebrochen. [[1905]] wurden sie erneut aufgenommen. Gesprochen werden konnte aber nur noch mit dem Dr. Rulf aus Braunschweig, denn um diese Zeit gab es eine jüdische Gemeinde in [[Helmstedt]] nicht mehr. Nun konnte man aber den genutzten Teil des Friedhofes nicht mehr erkennen, denn inzwischen waren alle Gräber verfallen und von der Natur eingeebnet. Man ließ folglich die Angelegenheit auf sich beruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam der Erste Weltkrieg. Die Produktion – auch von Glas – hatte gegenüber der Pietät Vorrang. Die [[Glashütte]] beutete das Gelände einfach aus. Der Friedhof verschwand. [[1938]] wurde die Sache wieder aufgegriffen. Eine jüdische Gemeinde gab es in [[Helmstedt]] weiterhin nicht. Das Grundstück „[[Am Schinderkamp]]“ - in dieser Flur lag der Friedhof - wurde öffentlich aufgeboten und schließlich die Stadt [[Helmstedt]] im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen. Sehr wahrscheinlich gehört es heute noch der Stadt, denn [[1943]] erging die Verfügung, dass, da das Volkswagenwerk wegen des reichen Sandvorkommens Wert auf diese Grundstücke legt, es nicht anderweitig, allenfalls nur an dieses Unternehmen verkauft werden dürfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch um die [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Walpurgiskirche]] herum wurde beerdigt. Nach Paul Jonas Meier besaß die Kirche die Taufgerechtigkeit „trotz des in ihr befindlichen Taufsteins nicht, dagegen besaß sie noch im XVIII. Jahrh. Begräbnisrecht“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Jonas Meier |Titel=Die Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Helmstedt |Ort=Wolfenbüttel |Datum=1896 |ISBN= |Seiten=75 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Äußerlich erkennbar ist dies durch den großen Grasplatz um die [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Kirche]] herum und durch den an der Außenwand (zur [[Walpurgisstraße]] hin) angebrachten Grabstein der Marie Catharine Cherubim geb. Calixt, gestorben am 18. Dezember [[1706]], Ehefrau des Zweiten Bürgermeisters Martin Albert Cherubim. Vor diesem Epitaph liegen weiter zwei Steinsärge bzw. deren Abdeckungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch innerhalb der [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Kirche]] befinden sich Gräber. [[Robert Schaper]] hat in einer privaten Aufzeichnung allein 28 aufgelistet. Nicht dort, aber auf dem eigentlichen Kirchhof kam auch mancher zur letzten Ruhe, der unverschuldet tödliches Opfer einer strafbaren Handlung geworden war. So wurde am 1. Mai [[1636]] Christoph Müller auf dem Walpurgis-Kirchhof begraben. Ihn hatten, es war im Dreißigjährigen Krieg, „zwei Soldaten gehauen und gestochen, das er also bald tot bleiben und folgend dienstags am 3. Mai auf St. Walpurgis Kirchof begraben“ (so das Kirchenbuch). Am 9. Februar [[1644]] wurde dort ein Henning auf dem [[Löwenbleek]] in der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] (heute [[Braunschweiger Straße]] 32, Herberge zur Heimat) so auf den Kopf geschlagen, dass er tödlich verletzt wurde. Wenige Wochen später wurde vor dem „[[Lüdersches Thor|Lüderschen Thor]]“ ([[Ludgeritor]]) Henning Kiene erschlagen und ebenfalls auf St. Walpurgis bestattet. Ein Jahr später war es jemand, der sich „bei dem brauen im heißen Wasser verbrannt“ hatte. Am 25. Februar [[1654]] wurde ein Kind begraben „bei den alten Fleischscharren, des morgens, funden worden, ist gewesen, eben als es vom Mutterleibe kommen, … von der Rabenmutter hat man nichts erfahren können.“ [[1657]] brachte eine Mutter ihr nichteheliches Kind dadurch um, dass sie „dem Kinde mit dem Daumen die Kehle eingedrückt“. Die Mutter wurde im [[Sternberger Teich|Nordertorteich]] ersäuft und danach anatomiert, das Kind auf St.-Walpurgis beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Selbstmörder fanden dort ihre letzte Ruhe, so die Dienstmagd Margaretha. Sie war am 17. Oktober [[1674]] um 5:00 Uhr morgens in einen Brunnen gesprungen und hatte sich so das Leben genommen. Ihre letzte Ruhe fand sie auf Walpurgis „wobei ein wenig geläutet und gesungen wurde, (aber ohne Beisein eines Predigers)“. „Sine lux sine crux“ (ohne Licht, also bei Dunkelheit, oder ohne Kerzen, ohne Kreuz) wurde am 5. Februar [[1652]] G. Beseken, Verwalter des Klosters „Unserer Lieben Frauen auf dem Berge“ (Marienberg) „bei der Feldvogtei, außerhalb des Kirchhofes an der Mauer“ beerdigt. Er hatte sich vier Tage vorher in seiner Kammer erschossen. Die Feldvogtei war im Hause [[Braunschweiger Tor]] Nr. 4. Es zeigt heute noch über dem Eingang mit dem Pferd das sogenannte kleine herzoglich braunschweigische Wappen des Fürstentums (siehe dazu das Kapitel „[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Das Helmstedter Stadtwappen (S. 99–100)|Das Helmstedter Stadtwappen]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls ohne Sang und Klang wurde eine Bedienstete der [[Universitätsapotheke]] am 26. Oktober [[1679]] an der Mauer auf dem St.-Walpurgis-Kirchhof beigesetzt, sie hatte „das Unmuth Ratzenpulver zu sich genommen“ (Rattenpulver). Dass es in diesen bedauerlichen Fällen auch anders gehen konnte, zeigt die Eintragung unter dem 5. März [[1697]]. Die Ehefrau des Daniel Kleiberg hatte ebenfalls Rattenpulver eingenommen und war drei Tage später daran gestorben. „Ist dennoch auf gnädigste Verordnung des Geh. Fürstlich. Consist. auf St. Stephani-Kirchhof nahe der [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]], bei der Kalkkuhle begraben.“ Beim Leichenbegängnis wurde gesungen: „Erbarm Dich mein“, und in der Kirche wurde eine Trauerpredigt gehalten, die mit dem Segen geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trösten wir uns damit, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und dass er auch den Sündern, denen die Kirche auf ihrem letzten Wege den Beistand verweigern zu müssen glaubte, seine Gnade erwiesen haben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beenden wir dieses von viel Leid handelnde Kapitel mit einem Eintrag in dem evangelischen Kirchenbuch vom Juli [[1793]]: „auf einem Montage ist unerfahrener weise der Pater-Kellner N.N. vom [[Closter St. Ludgeri]] des Morgens um 5:00 Uhr, in dem großen Graß Garten eben berührten Closters, auf den Kopf in einen Graben gestürzt, und hat auf diese Art elend sein Leben verloren.“ N.N. heißt, dass der (eigentliche) Name dem Kirchenbuchführer unbekannt geblieben ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--NOCH EINBAUEN&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;BILD UNTERE HOLZMÜHLE (S. 554)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die [[Untere Holzmühle]], kurz vor Beendorf, [[1937]]. Sie wurde nach [[1952]] durch DDR-Behörden abgerissen, weil sie im Grenzgebiet lag. Foto: Archiv Elisabeth Schumann, [[Bad Helmstedt]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Firma Hampe – Porträt eines Helmstedter Unternehmens (S. 562–565) ==&lt;br /&gt;
Einem Unternehmen, das das Wirtschaftsleben der Stadt besonders geprägt hat und in dem über 200 Jahre viele Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen durften, möchte ich ein besonderes Kapitel widmen: der [[Hampe Kammgarnspinnerei|Kammgarnspinnerei Ludwig Hampe]]. Begonnen hat alles einmal mit dem Knopfmacher [[Andreas Ludwig Hampe]]. Er war [[1760]] in Alt Brandenburg geboren. Auf seiner Wanderschaft kam er [[1782]] nach [[Helmstedt]]. Knöpfe spielten damals bei der modebewussten Bevölkerung eine große Rolle, sie gaben der Kleidung ein vornehmes und individuelles Aussehen. Seinerzeit waren in [[Helmstedt]] sieben Meister dieser Zunft vermerkt. Bei einem von ihnen, Friedrich Wippermann, [[Kornstraße]] 4, fand [[Andreas Ludwig Hampe|Hampe]] Arbeit und Wohnung. Sein Meister starb am 14. Januar [[1785]]. [[Andreas Ludwig Hampe|Hampe]] übernahm vorläufig den Betrieb, endgültig bekam er ihn, nachdem er am 21. Oktober [[1785]] nach Ablegung der Prüfung zum Meister ernannt wurde. Wohl weniger aus Liebe, mehr aus wirtschaftlichen Erwägungen heiratete er nach Ablauf des Trauerjahres am 14. Februar [[1786]] die Witwe. Dadurch bekam er nach deren Tod [[1793]] – die Ehe war kinderlos geblieben – neben dem Betrieb auch das Haus. Schon im nächsten Jahr, am 19. Juni [[1794]], heiratete er die etwa 25 Jahre alte Catharine Sophie Johanne Müller, Tochter eines Schuhmachermeisters. Die Ehe war sehr glücklich, acht Kinder wurden in ihr geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden ältesten Söhne, der [[1795]] geborene [[Wilhelm Hampe|Wilhelm]] und der zwei Jahre jüngere [[Johann Ludwig David Hampe]], erlernten den Beruf des Vaters und sicherten dadurch den Fortbestand des väterlichen Unternehmens. [[Wilhelm Hampe|Wilhelm]] allerdings eröffnete [[1826]] in der [[Collegienstraße]] 11 eine eigene Werkstatt, [[Johann Ludwig David Hampe|Ludwig]] übernahm nach dem Tode des Vaters [[1828]] den väterlichen Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Knöpfen war allerdings kein Geschäft mehr zu machen. Einmal hielten die Schneider entsprechende Erzeugnisse zum Kauf feil, auch die Posamentierer boten gedrehtes Kamelhaar an, und die Kaufleute hatten Knöpfe in die Palette ihrer Verkaufsprodukte aufgenommen. Die jetzt wechselnde Mode erschwerte im übrigen eine Vorratshaltung. Alles in allem keine günstigen Voraussetzungen für eine blühende Zukunft. Deshalb erweiterte [[Johann Ludwig David Hampe|Ludwig Hampe]] seine Geschäftstätigkeit um die Anfertigung und den Handel mit wollenen Garnen. Er kaufte also Wollschur auf und verspann sie zu Garn. Zwei Wollkämmerer aus dem Eichsfeld wurden eingestellt, um entsprechend erfahrene Mitarbeiter zu haben. So surrten in den 1940er-Jahren in den Arbeitsräumen an der [[Kornstraße]] 4 eifrig die Spinnräder, es wurde aber auch Heimarbeit vergeben. Noch überwog die Handarbeit, so wurden [[1854]] zehn männliche und 160 weibliche Mitarbeiter beschäftigt. Aber langsam kündigte sich das industrielle Zeitalter an. Der Sohn [[Hermann Hampe|Hermann]], geb. am 4. März [[1838]], wurde schon nicht mehr in dem väterlichen Handwerk ausgebildet, er erlernte ab Ostern [[1854]] in Clausthal den Beruf eines Kaufmannes. [[1865]] übernahm er durch Vertrag den Betrieb, sein Vater zog sich zurück und starb [[1876]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sohn [[Hermann Hampe|Hermann]] erkannte, dass in den bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr produktiv genus gearbeitet werden konnte. Er sah sich nach einem anderen Grundstück um und fand es in der im Februar [[1869]] auf dem Stadthaus zur Versteigerung anstehenden „[[Roßmühle]]“. Die „[[Roßmühle]]“ lag am [[Juliusplatz]], hier mussten die Brauer die Gerste mahlen lassen. Da die beiden Mühlsteine durch Pferde bewegt wurden, erhielt die Mühle jenen Namen. Ursprünglich war sie sogar städtisch, denn der Magistrat konnte damit das Bierbrauen in der Stadt überwachen. Er war daran interessiert, dass die Brauer sich nicht gegenseitig übervorteilten, jeder sollte seine Existenz haben. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts waren dort auch noch die Feuerwehrwagen untergestellt, die Pferde der Mühle hatten sie bei Bedarf zu ziehen. Inzwischen war das Spritzenhaus in ein ehemaliges Universitätsgebäude an der [[Bötticherstraße]] verlegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hermann Hampe]] ersteigerte am 20. Februar [[1869]] das Grundstück. Es war ideal gelegen, hinreichend groß, und am Ende floß der „[[Faule Bach]]“, der damals noch mehr Wasser führte als heute. Das Wasser wurde für die Wollwäsche und für die Färberei benötigt. Die alten Gebäude ließ [[Hermann Hampe]] abreißen, ein neues Fabrik- und Kontorgebäude wurde direkt gegenüher dem [[Juleum]] und an der damaligen „[[Faule Straße|Faulen Straße]]“, der heutigen [[Gerbergasse]], errichtet, [[1974]] wurden sie zusammen mit den später erbauten abgerissen. [[1876]] gab es nur noch 40 Mitarbeiter, eine Folge der Industrialisierung. [[1887]] wurde die Fabrikation auf das Kammgarnspinnverfahren umgestellt. Kammgarn wurde aus langer und wenig gekräuselter, gekämmter Wolle gesponnen, im Gegensatz zu dem zur Tuchbereitung aus kurzer und krauser Wolle gekrempelten oder gestrichenen Streichgarn. [[1899]] wurde als Warenzeichen der Name „Hauswolle“ mit dem Niedersachsen-Haus eingeführt. Alles dies, wie auch eine gute Konjunktur, brachte einen geschäftlichen Aufschwung. Die bisherigen Räumlichkeiten reichten nicht aus. Die Häuser [[Bötticherstraße]] 4 und 5 wurden angekauft und [[1903]] abgerissen. Die Häuser Nr. 6 und 7 kamen später dazu. [[1909]] wurde das Grundstück des Dampfmühlenbesitzers Seebom, [[Stobenstraße]]/Ecke [[Albrechtstraße]], angekauft und bebaut. Dies alles geschah schon in der vierten Generation, die aber nicht mehr „Hampe“ hieß. [[Hermann Hampe]] und seine Ehefrau Johanne Hoepner, Tochter eines in [[Helmstedt]] ansässigen Seifenfabrikanten, hatten eine Tochter. Diese Tochter Marie, geboren am 31. März [[1871]], und ihr Ehemann Gustav Meyer führten den Betrieb fort. Meyer führte die Geschäfte aber nicht allein. Ihm zur Seite stand ein Neffe seines Schwiegervaters, der [[1856]] geborene Louis Fickendey, Sohn des Ziegeleibesitzers Eduard Fickendey und seiner Ehefrau Marie geb. Hampe, der älteren Schwester des [[Hermann Hampe]] und ältesten Tochter von [[Ludwig Hampe]]. Als dieser bereits [[1897]] starb, trat an seine Stelle der Bruder Carl Fickendey (verstorben [[1949]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen brach [[1914]] der Erste Weltkrieg aus. Die Rohstoffe, die teilweise eingeführt werden mussten, wurden knapp, der Betrieb war nicht mehr voll ausgelastet. Dennoch überlebte das Unternehmen auch diese schwierige Phase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten stellten sich auch bei dem anderen Hampeschen Unternehmen ein. Das Grundstück [[Collegienstraße]] 11 war für die Produktion ebenfalls zu klein geworden. [[Wilhelm Hampe]] verkaufte es deshalb [[1871]] an den Kürschner Gustav Rüssemeyer. Er selbst erwarb das Grundstück [[Papenberg]] 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den neuen Geschäftsräumen wurden die aufgekauften Schafwollen sortiert und nach Beschaffenheit entweder in Lohn zu Streichgarn verarbeitet, oder es wurden die langen Wollen handgekämmt und gefärbt als Frisierwollen in die großen Städte Deutschlands, vielfach auch nach England, Dänemark und Österreich verschickt. [[1875]] fing [[Wilhelm Hampe jun.]] an, Kammgarn in Sachsen in Lohnarbeit spinnen zu lassen; das Färben, Fertigmachen der Gespinste geschah hier in [[Helmstedt]]. Der handwerksmäßigen Erzeugung diente als Triebkraft ein Gasmotor – der erste in [[Helmstedt]]! [[1876]] verstarben nicht nur [[Ludwig Hampe]] sondern auch [[Wilhelm Hampe|Wilhelm Hampe sen.]] [[Wilhelm Hampe jun.]] hatte nun die alleinige Geschäftsführung, er war [[1843]] geboren. [[1879]] legte er den Grundstein für das Spinnereigebäude mit einem Kesselhaus. Eine Dampfmaschine wurde zusammen mit anderen Maschinen von einer Spinnerei in Reichenbach/Sachsen erworben und nach [[Helmstedt]] gebracht. Auswärtige Fachkräfte wurden angeworben, und mit ihrer Hilfe wurde am 9. März [[1880]] auf dem Grundstück [[Papenberg]] 25 das erste Kammgarn gesponnen. Besondere Verdienste erwarb sich [[Wilhelm Hampe jun.]] zusammen mit dem Kreisbauinspektor Wilhelm Gählert, [[Schöninger Straße]] 4 (heute Kanzleihaus) um die große Helmstedter Gewerbeaustellung [[1881]]. [[1884]] erstrahlte in dem Unternehmen in [[Helmstedt]] zum ersten Mal selbst hergestelltes elektrisches Licht, erzeugt von einem Dynamo. [[1888]] konnte nicht nur die Zahl der Spinnmaschinen verdoppelt werden, auch über 100 Leute, hauptsächlich Frauen, hatten Arbeit gefunden. In jenem Jahr erwarb [[Wilhelm Hampe jun.]] das Haus [[Edelhöfe]] 17 hinzu. Leider beließ er es nicht bei diesen Erfolgen. Er fand ein neues Projekt: Die Gründung einer [[Glashütte]] an der [[Emmerstedter Straße]]. Angeblich schied ein Teilhaber schon kurz nach der Gründung aus, dies und eine anderer Umstand erbrachten wirtschaftliche Schwierigkeiten. [[Wilhelm Hampe jun.]] sah keinen anderen Ausweg, als sich am 30. März [[1892]] das Leben zu nehmen (s. Kapitel „[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Die Helmstedter Industrie von 1850 bis zum Zweiten Weltkrieg (S. 687–698)|Die Helmstedter Industrie von 1850 bis zum Zweiten Weltkrieg (S. 687–698)]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nunmehr übernahm mit dem erst 23-jährigen [[Robert Hampe]] die nächste Generation den Betrieb. Später trat der zehn Jahre jüngere Bruder [[Hans Hampe]] in das Unternehmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entschlossen sich [[1916]] zur Fusion ihres Unternehmens mit dem am [[Juliusplatz]]. Die Firma „Wilhelm Hampe&amp;quot; blieb aus Traditionsgründen noch eine Weile bestehen, ebenso das Warenzeichen „Helmwolle&amp;quot;. Ein Teil der Produktion erfolgte weiterhin auf dem [[Papenberg]] bzw. in den [[Edelhöfen]]. [[Robert Hampe]] war insbesondere Techniker, seine reichen Erfahrungen stellte er den nun vereinigten Spinnereien zur Verfügung. Wegen seiner besonderen Verdienste um den Maschinenbau wurde ihm [[1928]] von der Technischen Hochschule Braunschweig die Ehrendoktorwürde eines Dr. Ing. verliehen. Robert Hampe starb [[1933]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Inflation wurde der Absatz ausgeweitet. [[1927]] entstand an der [[Albrechtstraße]] mit dem sogenannten [[Chile-Haus]]&amp;quot; ein modernes Fabrikgebäude. Es wurde [[1934]] durch eine neue Kesselanlage mit dem 44 m hohen und vielen [[Helmstedt]]ern noch bekannten Schornstein ergänzt. Die Garne gingen in die ganze Welt, selbst in Argentinien und China gab es Abnehmer. Die zusätzliche Verarbeitung von Zellwolle führte [[1934]] zu einem weiteren Markenzeichen mit dem [[Hausmannsturm]] als Symbol: „Hausfleiß“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hauptsächlich weibliche Arbeitskräfte beschäftigt wurden, die oftmals Kinder zu versorgen hatten, wurde bald nach der Jahrhundertwende im Grundstück [[Schuhstraße]] 19 ein Kindergarten eröffnet. Zwei Kinderschwestern betreuten durchschnittlich 60 bis 70 Kinder. Den Schulpflichtigen wurde Hilfe bei den Schularbeiten zuteil, ein [[Helmstedt]]er Arzt überwachte den Gesundheitszustand der Kinder, dies alles kostenlos. Angeschlossen war ein Küchenbetrieb, in dem die Arbeiterinnen sich gegen ein geringes Entgelt, das die Unkosten nicht deckte, täglich ein Mittagessen holen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 100-jährige Bestehen der Kammgarnspinnerei Ludwig Hampe wurde [[1885]] auf dem [[Der Quellenhof|Waldfrieden]] (heute [[Der Quellenhof|Quellenhof]]) gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1920er-Jahre nahmen die Geschäftsinhaber Gustav Meyer und Carl Fickendey ihre Söhne Diedrich-Ludwig Meyer und [[Ludwig Fickendey]] in das Geschäft auf. Das Unternehmen überstand den Zweiten Weltkrieg, vielfach waren es Ausländerinnen, die zu jener Zeit dort beschäftigt wurden. „Ludwig Hampe&amp;quot; bestand weiter, wenn auch [[1950]] aus der OHG die „Hampe Kammgarnspinnerei GmbH“ wurde. In die Geschäftsleitung trat mit Herbert Wohlfahrth, Schwiegersohn von D. L. Meyer, eine weitere Kraft ein. Groß wurde [[1960]] das 175-jährige Jubiläum begangen. Die GmbH schenkte der Stadt [[Helmstedt]] einen Brunnen, der am 21. Oktober [[1960]] auf dem [[Heinrichsplatz]] eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den 1920er- oder 1930er-Jahren hatte sich Hampe den Firmennamen der Fa. Schulze &amp;amp; Co. in Altenburg/Thüringen gekauft. Ein solcher Mantelkauf, wie so etwas in Geschäftskreisen heißt, geschieht entweder dann, wenn es sich um ein sehr renommiertes und angesehenes Unternehmen handelt, man kauft so den „goodwill“, also das Ansehen der sterbenden Firma, oder aber man erwirbt mit der Firma deren hohe Verluste, die dann ganz legal den Gewinn der kaufenden Firma und damit deren Steuern mindern. Als sich Hampe nach dem Zweiten Weltkrieg einen weiteren Standort suchte, fiel die Wahl auf Villingen im Schwarzwald. Diese Stadt war bekannt durch die Feinoptik, die dort hergestellt wurde, und eng verbunden waren mit ihr Namen wie Saba und Kienzle. In dem Zusammenhang erinnerte man sich an den gekaufter Namen Schulze &amp;amp; Co., und unter dieser Bezeichnung wurde dort eine Produktionsstätte eröffnet. Einer der Hauptgründe war der, dass es in Villingen durch den Schwarzwald reichlich Wasser gab, in [[Helmstedt]] bekanntlich nicht. Die Einrichtung einer Färberei in jener Stadt erfolgte somit völlig problemlos. Man plante insgeheim sogar eine völlige Verlegung des Betriebes von [[Helmstedt]] nach dort. Daraus wurde aber nichts, denn als Dietrich-Ludwig Meyer [[1970]] starb, verhandelt die Familie Fickendey mit den Erben über eine Trennung. Sie wurde durchgeführt. Herbert Wohlfahrt ging mit seiner Familie endgültig nach Villingen. Die Familie Fickendey führte das [[Helmstedt]]er Unternehmen weiter. In Villingen wurde aus der Firma Schulze &amp;amp; Co. noch die „Villinger Kammgarnspinnerei Wohlfahrt KG“. Sie erlebte das übliche Auf und Ab eines Wirtschaftsunternehmens. [[1980]] begann aber die Liquidation, das Ende des Unternehmens wurde eingeleitet. Man versuchte noch, japanische Unternehmer für eine Teilhaberschaft zu gewinnen – Herbert Wohlfahrth war in Japan geboren –, was jedoch leider misslang. [[1982]] starb Herbert Wohlfahrt. Das war dann das endgültige „Aus“. Die Maschinen gingen nach Südafrika, das 6.000 m² große Grundstück wurde samt Hallen vermietet. Frau Ruth Wohlfahrt geb. Meyer, der ich diese Informationen verdanke, wohnt weiterhin in Villingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Helmstedt]] erwog man eine Veränderung, nämlich die Umsiedlung des Betriebes vom [[Juliusplatz]] und den angrenzenden Straßen in das Industriegebiet bei [[Emmerstedt]]. Sie erfolgte [[1973]] unter der jetzt alleinigen Geschäftsleitung von Jan-Henrich Fickendey. Die 500 Arbeitsplätze gingen mit, [[1950]] waren allerdings einmal 700 Personen tätig gewesen. Die alten Gebäude am [[Juliusplatz]] wurden abgebrochen, darunter auch das schöne [[Chile-Haus]]. Mit der Sprengung des 44 m hohen Schornsteins, der sogenannten „Hampeschen Zigarre“, am 29. Juni [[1973]] wurde das Ende eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr [[1975]] ergaben sich Bedingungen, die eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse erforderten. Die traditionsreiche [[Helmstedt]]er Firma wurde von der französischen Phildar-Gruppe übernommen. Sie nannte sich jetzt „Helmstedter Spinnerei GmbH“. Dadurch konnten wenigstens 340 der 500 Arbeitsplätze gesichert werden. Die erst mit dem Hampe-Neubau angeschafften Maschinen waren so modern, dass sie weiter benutzt werden konnten. Der neue Inhaber sah sich nicht mehr in der Tradition der Vorgänger, das 200-jährige Bestehen wurde [[1985]] schon nicht mehr begangen. Im Sommer [[1993]] wurde die Produktion endgültig eingestellt, und 246 Arbeitskräfte verloren ihre Beschäftigung. Das war das Ende dieses damals ältesten Industrieunternehmens der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nihil sub sole perpetuum&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nichts unter der Sonne ist ewig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Das Waldbad Birkerteich“ oder „Einst nur eine Badeanstalt für Männer“ (S. 584–590) ==&lt;br /&gt;
Gebadet wurde früher durchaus viel und oft. Wir kennen aus Trier und aus anderen, von den Römern gegründeten Orten die Thermen, also Warmwasserbäder. Aus dem Mittelalter sind in fast allen Städten und so auch hier in [[Helmstedt]] die Badestuben überliefert. Die frühere Straße [[Stoben]] in der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] – heute Teil der [[Leuckartstraße]] – und die [[Stobenstraße]] in der Stadt selbst weisen darauf hin. Gebadet werden konnte in Wannen oder in Bottichen. In ihnen saßen mehrere Menschen im schönen warmen Wasser und unterhielten sich. Es ist vorgekommen, dass in einem Bottich Männer und Frauen zur gleichen Zeit badeten. Vielleicht war deshalb das Interesse an dieser Einrichtung so groß, dass sich in der kleinen [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] eine solche Badestube – [[Marienstraße]] / Ecke [[Leuckartstraße]] – halten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dienen die geschlossenen Badeanstalten mit ihren Wannenbädern ausschließlich gesundheitlichen Zwecken, denn zur täglichen oder wöchentlichen Reinigung sind jetzt in den Wohnungen Badezimmer installiert. Eine solche Badeanstalt gab es im übrigen schon vor gut 150 Jahren an der Ecke [[Alter Schwanefelder Weg|Schwanefelder Weg]] / [[Goethestraße]]. Heute befindet sich dort ein [[Edeka]]-Lebensmittelgeschäft. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg stand hier ein Mietshaus. Begründet hat diese Wannen-Bade-Anstalt [[Johann Moritz Friedrich Koch]] († [[1850]])&amp;lt;!--JAHR PRÜFEN!!!--&amp;gt;, der uns schon im Kapitel über die Bergwerke begegnet ist. Der Rat der Stadt fühlte sich seinerzeit allerdings verpflichtet, die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass den Bädern des Herrn [[Johann Moritz Friedrich Koch|Koch]] eine heilsame Wirkung abgesprochen werden müsse. Später übernahm ein Herr Stieger diese Anstalt. Bei den [[Helmstedt]]ern ist er noch in Erinnerung, denn der [[Hafermühlenteich]], aus dem das Wasser entnommen wurde, wird heute noch im Volksmund „[[Stieger-Teich]]“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In offenen Gewässern zu baden, war in unserer Gegend vor allem für jüngere Leute schon früher ein Bedürfnis. Es fehlte zwar an einem fließenden Gewässer, aber es gab Teiche. Das wurde genutzt. So badete man im [[Nordertorteich|Nordertor]]- ([[Sternberger Teich|Sternberger]]-), [[Ostendorfer Teich|Ostendorfer]]- (heute Wiese) und im [[Emmerstedter Teich]]. Allerdings war dies, so der Rat der Stadt [[1819]], „der Anständigkeit zuwider“. Vielleicht badete man auch ohne Bekleidung, echte Badekleidung dürfte es damals noch nicht gegeben haben, oder im Unterzeug. So wurde es verboten. Wurde man erwischt, so musste Strafe gezahlt werden, und Jugendlichen und Kindern, die hauptsächlich als Übeltäter in Frage kamen, wurde an Ort und Stelle eine körperliche Züchtigung verabreicht. Das war um so einfacher, weil der dafür in der Regel genutzte hintere Körperteil sowieso entblößt war. In der Durchsetzung von Verboten, vor allen Dingen Kindern gegenüber, war man früher ohnehin nicht sehr zurückhaltend. So war es nicht erlaubt, im Winter Schlitten zu fahren. Es sei, so hieß es in einer Verordnung der Stadt vom 7. Januar [[1826]], für die Kinder zu gefährlich und aber auch für die Passanten. Wurde man auf frischer Tat ertappt, so wurde der Schlitten einfach „zerschlagen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurde es um die Mitte des vorigen Jahrhunderts üblich, sich im Wasser zu bewegen. Man schwamm, soweit es die Tiefe zuließ, oder watete hindurch. Auch hier müssen wir auf die Erinnerung der alten [[Helmstedt]]er zurückgreifen. Diese kennen den „[[Walbecker Winkelteich]]“, der mitten im Walde hinter dem heutigen [[Waldbad Birkerteich|Birker-Badeteich]] liegt, nur unter der Bezeichnung „[[Alter Badeteich]]“. In der „[[Helmstedter Zeitung]]“ fand der Chronist erstmals für [[1859]] die Anzeige, dass in jenem Jahr am 20. Mai in dem Teich die Badesaison unter Aufsicht des Schwimmeisters Friedrich Bormann eröffnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Unterzeichneter zeigt hiermit ergebenst an, dass die Bade- und&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Schwimm-Anstalt in dem sogenannten [[Walbecker Winkelteich]]e am 20. d.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mts. unter seiner Aufsicht eröffnet werde, weshalb er um recht zahlreiche&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Theilnahme bittet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Fr. Bormann, Schwimmmeister“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anzeige vom 8. Mai [[1865]] finden wir sogar die Preise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Sommer-Schwimm- und Badeanstalt im [[Walbecker Winkelteich]]e&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;ist mit dem heutigen Tage eröffnet. Preise der Bäder sind folgende:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1) für den Schwimmunterricht incl. der Aufbewahrung und Reinigung der Badewäsche 2 Thlr. 20 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2) für den Badenden 1 ThIr. 15 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;3) für das Douchebad 5 Thir. - Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;4) für das Zellenbad 3 Thlr. - Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;5) für ein einzelnes Zellenbad - Thlr. 3 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;6) für ein einzelnes Douchebad - Thlr. 4 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;7) für ein einzelnes offenes Bad - Thlr. 2½ Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Abonnementbillets zu obigen Preisen werden in der Badeanstalt am&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;[[Langer Steinweg|langen Steinwege]] Nr. 478 verabreicht. Selbige Billets müssen dem&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Schwimmlehrer eingehändigt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Um recht zahlreiche Theilnahme bitten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;F. Bormann, Badbesitzer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;H. Bormann, Schwimmlehrer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;[[Helmstedt]], den 8. Mai [[1865]].“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte Bormann das Haus [[Langer Steinweg]] 12 gekauft und dort ganzjährig eine Warm-Badeanstalt eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch vor [[1859]] war es den [[Helmstedt]]ern im Sommer möglich, im Freien zu baden. So inserierte [[1857]] der Schulwärter H. Warneke in der [[Helmstedter Zeitung]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei diesem warmen Wetter sehe ich mich veranlaßt, die Bade-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;und Schwimmanstalt nicht am 30. sondern schon am 23. d. Mts. zu eröff-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;nen. Für Aufsicht, Bequemlichkeit und frisches Wasser ist gesorgt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;H. Warneke, Schulwärter“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich war diese Badeanstalt im heutigen „[[Sternberger Teich]]“, denn [[1853]] hatte bereits ein C. M. F. Fuhrmann eine Badesaison am 6. Juni „Vor dem Norderthore&amp;quot; eröffnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Des Unterschriebenen Bade-Anstalt vor dem [[Nordertor|Norder-Thore]] ist&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;von heute an eröffnet, und werden wie immer kalte und warme Bäder zu&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;jeder Tageszeit den geehrten Badegästen zu Diensten stehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;[[Helmstedt]], den 6. Juni [[1853]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;C. M. F. Fuhrmann.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „[[Walbecker Winkelteich]]“ wurde jedenfalls [[1869]] zum letzten Mal unter Aufsicht geschwommen. Der Schwimmeister H. Bormann war Ende [[1869]] oder Anfang [[1870]] verstorben, denn am 13. Mai [[1870]] inserierte unter „Bormann&#039;s Badeanstalt“ seine Witwe und kündigte aber nur noch Wannen- und Duschbäder an. Das Ende dieser beaufsichtigten Badefreude im „[[Walbecker Winkelteich]]“ hat einige [[Helmstedt]]er veranlasst, [[1873]] den „[[Helmstedter Badeverein von 1873|Helmstedter Badeverein]] e. V.“ zu gründen. Er verfolgte den Zweck, den der herzoglichen Forstdirektion gehörenden [[Birkerteich]] während der Sommermonate in der Regel vom 10. Mai bis zum 10. September eines jeden Jahres als öffentliche Schwimm- und Badeanstalt zu betreiben. Sehr wahrscheinlich wurde noch [[1873]] der Badebetrieb eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist auch nicht verwunderlich, denn sehr große Vorbereitungen für die Umwandlung dieses Teiches in eine Kalt-Wasser-Badeanstalt waren damals noch nicht nötig. Eine gewisse Abgrenzung, damit niemand unbefugt und ohne Entgelt das Gelände betreten konnte, Planken und eine Reihe von Hölzern, die man zur Abgrenzung des Nichtschwimmerbereiches von dem Schwimmerbereich in den Boden rammte, zwei oder drei hölzerne Treppen und schnell aus Holz gezimmerte Umkleidekabinen, schon war die Badeanstalt fertig und noch dazu preiswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1895]] gab man sich eine neue Satzung. Sie liegt im [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]] in Druckschrift vor. Als Vorstand zeichneten damals ein Herr Haeberlin (es wohnten mehrere mit diesem Namen in der Stadt), der Kaufmann Mette, [[Bötticherstraße]] 14, der Bankier Lüttge, [[Collegienstraße]] 8, der Schlossermeister Kölle, der Oberlehrer an der Landwirtschaftlichen Schule Zehmisch und der Lehrer Wilhelm Berkefeldt. Die Eintrittspreise betrugen damals für den einmaligen Besuch 20 Pfennig, für eine Saison-Dauerkarte 4 Mark für Erwachsene und 3 Mark für Schüler. Schwimmunterricht gab es für 6 Mark. [[1895]] war unser [[Birkerteich]] aber schon ein gemischtes Bad, d. h. zugelassen für Männer und Frauen. Offenbar war innerhalb der Badeanstalt eine räumliche Trennung gegeben. Bei der Einweihung war es aber ein reines Männerbad. Das ist daraus zu ersehen, dass unter dem 10. April [[1883]] drei Vorstandsmitglieder, darunter der Postdirektor Karl Bode und der Zigarrenfabrikant Rudolf Grünhage, [[Schuhstraße]] 12–13, sich an den „wohllöblichen Stadtmagistrat“ und die ebenfalls „wohllöbliche Stadtverordnetenversammlung“ wandten und beantragten – dies im Hinblick auf die günstige Entwicklung, die das Männerbad Birkerteich genommen hatte –, auf Kosten des [[Helmstedter Badeverein von 1873|Badeverein]]s auch eine Frauenbadeanstalt einzurichten, und zwar in einem Teil des [[Hafermühlenteich]]s. Man argumentierte, es gebe in der Stadt allein drei Bildungseinrichtungen für Töchter mit einer großen Zahl von Schülerinnen, denen noch immer die Möglichkeit verwehrt werde, sich durch Kaltwasserbäder eine Erfrischung und eine Stärkung des Körpers und des Geistes zu verschaffen. Dies werde seit 10 Jahren der männlichen Jugend unserer Stadt zur Förderung der Gesundheit und mit Erfolg durch den [[Helmstedter Badeverein von 1873|Badeverein]] „ohne irgendwelchen Zuschuss aus städtischen Mitteln“ geboten. Noch im gleichen Jahr wollte man den Badebetrieb für Frauen dort eröffnen. Eine Gefahr für das Trinkwasser wäre nicht gegeben, da das Wasser aus dem [[Hafermühlenteich]] schon wegen des hohen Eisengehaltes sich dafür nicht eigne und auch nur in einem ganz geringen Umfange für diesen Zweck aus dem Teich genommen werde. Zudem würde der Zufluss aus der [[Birkerteich|Birkerteich-Badeanstalt]] erfolgen. Man beabsichtigte, auch den Teil des Teiches, der dann zum Baden benutzt werde, durch Bohlen möglichst abzudichten, dass eine Veränderung der Wasserqualität in dem übrigen, nicht so genutzten Bereich nicht eintreten könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber aus diesem Plan wurde nichts, denn aus dem [[Hafermühlenteich]] nahmen doch mehr Einwohner als gedacht nicht nur Brauch-, sondern auch Trinkwasser. Sie unterhielten von dort private Leitungen, dazu gehörte u. a. die [[Kammgarnspinnerei Hampe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein blieb aber hartnäckig. Der Postdirektor a. D. Bode kam am 30. April [[1886]] mit der Anregung, in der östlich vom hiesigen [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] gelegenen Wiese, die städtisches Eigentum war und damals von dem Pferdehändler Keune genutzt wurde, eine solche Badeanstalt für Frauen einzurichten. Dort sei, wie er in seiner Eingabe ausführte, eine zwar nicht sehr bedeutende Quelle, sie sprudele aber selbst in trockenen Sommermonaten unaufhörlich. Man begehre auch nur einen Teil dieser Wiese, nämlich etwa einen halben Morgen (= 1.250 m²). Man würde den Boden selbst ausgraben, Badezelte aufstellen, Wege anlegen und dies alles auf Kosten der Anstalt, ohne dass die Stadt auch nur mit einem Pfennig zur Kasse gebeten werde. – Der Gedanke, wenigstens einiges von der Obrigkeit in finanziellen Dingen zu erwarten, war damals im Gegensatz zu heute fremd. Natürlich sollte das Gelände wegen der Blicke Dritter mit einer 2 m hohen Planke eingezäunt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen alle, dass auch dieser Plan nicht zur Ausführung kam. Die Absicht, eine Frauenbadeanstalt einzurichten, wurde damit begraben. Die sittlichen Wertungen hatten sich geändert, denn Frauen durften etwa ab [[1890]] einen abgegrenzten Bereich des [[Waldbad Birkerteich|Waldbades]] benutzen. Gemeinschaftliches Baden war auch noch nach dem Ersten Weltkrieg verpönt. Als im Juni [[1922]] dem [[TK Helmstedt|Turnklub]] und dem Verein „[[Freie Schwimmer]]“ erlaubt wurde, an einem Abend in der Woche die Badeanstalt gemeinschaftlich für Männer und Frauen zu benutzen, war erwünscht, „dass zu dieser Zeit die Anstalt für andere Besucher geschlossen ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil durch die Veränderungen die Besucherzahl zunahm und weil das Baden immer mehr Interessenten und Freunde fand, wurde das [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]] zu klein. Es hatte damals noch nicht die Ausdehnung wie heute aber wie in den Jahren vor dem letzten Weltkrieg. Deshalb kam man wieder auf die Idee zurück, den [[Hafermühlenteich]] als Badeanstalt einzurichten. Dies scheiterte abermals am Widerstand der Firma [[Kammgarnspinnerei Hampe|Hampe]]. Dieses Unternehmen sah ihr Recht, von dort Wasser abzuleiten, bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein Ausbau des [[Waldbad Birkerteich|Waldbades]] in Erwägung gezogen. Vor allem genügte, so in einer Feststellung des damaligen, vielen [[Helmstedt]]ern noch bekannten Baurats [[Erich Wedemeyer]] vom 14. Dezember [[1925]], der von den Damen benutzte Teil des Teiches in seinen Abmessungen nicht mehr den Ansprüchen. Auch sei es, so der Baurat, z. Z. nicht möglich, 100 m in gerader Richtung zu schwimmen. Eine Vergrößerung der Wasserfläche um 300 m² wurde geplant. Dafür erbat der Verein erstmals von der Stadt [[Helmstedt]] einen Zuschuss in Höhe von 3.000 Mark, der auch als Darlehen gewährt wurde. Die Eintrittspreise waren damals – so Bekanntmachung vom 15. Mai [[1927]] – Saisonkarte für Erwachsene 4,50 Mark, für Schüler und Lehrlinge bis 17 Jahre 2,50 Mark, der einmalige Eintritt bei Vorverkauf in der [[Drogerie C. W. Michels]], [[Langer Steinweg]] 8, 25 Pfennig und im Bad selbst 40 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erweiterung des [[Waldbad Birkerteich|Waldbades]] war notwendig, denn nachmittags war es oftmals überfüllt und dadurch die Wasserverhältnisse schlecht, und ab 7:00 Uhr abends war es geschlossen bzw. nur für Schwimmabteilungen verschiedener Turn- und Sportvereine benutzbar. Deshalb hatte im Frühjahr [[1925]] bereits der „[[Männerturnverein Helmstedt|Helmstedter Turn- und Sportverein von 1862]]“&amp;lt;!--PRÜFEN, OB ES WIRKLICH DER TSV WAR--&amp;gt; angeregt, aus eigenen Mitteln den [[Strohmühlenteich]] umzubauen und den angrenzenden Obstgarten als Sonnenbad einzurichten. Aber gegen diesen Vorschlag kam Protest, und zwar durch die „Fräulein Wittkes“ – Ilse, Christa, Käthe – von der benachbarten Töchterschule. So sehr der Schwimmsport gerade der Jugend immer wieder ans Herz gelegt wurde, für Mädchen war er offenbar von der Erziehung her verpönt. So fürchteten die Wittkes um das sittliche Wohl der ihnen anvertrauten Schülerinnen. Ob diese das auch so sahen, möchte ich bezweifeln. Das „Stadtamt für Leibesübungen“ unterstützte durch Studienrat Carl Simm den Plan. Dennoch lehnte ihn der Rat der Stadt auf Vorschlag des Magistrats ab. Maßgebend waren „außer den ästhetischen Bedenken, die viele [[Helmstedt]]er wegen der Nähe des [[Brunnenweg]]es und der [[Lademann-Realschule|Lademannschen Schule]] dagegen hatten, vor allen Dingen die technischen Gesichtspunkte, dass das Wasser des [[Strohmühlenteich]]s für Industriezwecke nötig ist und dass ein nennenswerter Zufluss im Sommer nicht vorhanden ist.“ Außerdem sei das Wasser sehr kalt, und ferner bestehe kein dringendes Bedürfnis für eine zweite Badeanstalt, zumal die Badeanstalt im Kux, wie vorgesehen, erweitert werden solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erweiterung erfolgte dann tatsächlich nach Plänen des Helmstedter Architekten Alfred Rösler. Jener wohnte an einem Feldweg, der von der [[Goethestraße]] abging und der heute [[Klopstockweg]] heißt. Die vorgenommenen Arbeiten wurden zum Teil als öffentliche Notstandsarbeiten durchgeführt. Es gab dafür wegen der zahlreichen Arbeitslosen, die vorübergehend mit 20 Personen dort beschäftigt wurden, nicht unerhebliche Zuschüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch trennte eine Wand das Herren- von dem Damenbad so ab, dass den weiblichen Badegästen nur ein Fünftel der Wasserfläche zur Verfügung stand, den männlichen dagegen der restliche Teil. Diese Wand wurde als völlig überflüssig angesehen. Man forderte und erreichte ihre Beseitigung. Allerdings wurde noch im letzten Krieg der hintere Teil des Bades als Frauenbadeanstalt bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1933]] war die Modernisierung des Bades abgeschlossen. Dem Verein war es gelungen, sein Grundstück zum Osten hin um das Doppelte zu erweitern. Dadurch waren als Luft- und Lichtbad eine Liegewiese von 2.500 m² geschaffen und ein Staubecken gebaut worden. Das Schwimmbassin – damals natürlich noch nicht gefliest, es hatte einen natürlichen Untergrund und entsprechende Ufer – hatte man ausbringen lassen. Es hatte einen Kies- und Bodenbelag erhalten. Die sich an der Oberfläche sammelnden Schmutzstoffe konnten jetzt über eine Überlaufmauer abfließen. In der Herrenbadeanstalt gab es mehrere Wechselkabinen, das waren Einzelkabinen, aus denen heraus man durch eine Klappe an der Rückwand seine Kleidung zur Aufbewahrung abgeben konnte. Zur Beruhigung der etwas furchtsamen weiblichen Badegäste versicherte man, dass größere Fische den Badeteich nicht mehr beleben werden, aber auf 10 kleine Goldfische könne man nicht verzichten, diese seien zur Vertilgung der Mückenlarven unerlässlich. Allerdings schwammen Kröten und Frösche durch die „Fluten“, im Frühjahr bevölkerten Kaulquappen das Ufer. Viermal während der Saison wurde das Wasser gänzlich erneuert. Das gestattete das neue große Staubecken, das auch ein Vorerwärmen des Wassers, durch die Sonne natürlich, ermöglichte. Eine richtige Beheizung gab es nicht. Der Zufluss zum Staubecken und von dort in den Badeteich erfolgte durch die Jetquelle im [[Lappwald]], der Abfluss geschah durch einen Graben, der das Wasser in den [[Hafermühlenteich]] führte. Am Sonntag, dem 14. Mai [[1933]], fand bei freiem Eintritt – nur an diesem Tag – die Eröffnung der modernisierten Badeanstalt und zugleich die der neuen Saison statt. Von den Bademeistern ist Herr Falke vielen [[Helmstedt]]ern noch in bester Erinnerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Bad weiterhin in der Verwaltung des Vereins blieb, so nahm sich finanziell die Stadt [[Helmstedt]] dieser Stätte an. Der Verein wurde dadurch wirtschaftlich stärker und beabsichtigte [[1938]]/[[1939]] eine weitere Erneuerung oder sogar einen Neubau an der Masch. Diese neue Badeanstalt sollte einmal ihr Wasser aus dem [[Birkerteich]], aus der Quelle am Wege zur Badeanstalt – über ihr steht ein Brunnenhäuschen –, aus der Quelle am [[Am Bötschenberg|Bötschenberg]] und aus dem [[Alter Badeteich|Alten Badeteich]] erhalten. Man meinte, ein Bad in der Nähe des heutigen [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhauses]] sei verkehrsgünstiger. Auch wurde der Wasserzulauf im [[Birkerteich]] insbesondere in den Sommermonaten und bei Trockenheit als zu gering angesehen. Die Kosten für eine vorschriftsmäßige neue Badeanstalt wurden auf ca. 75.000 Reichsmark geschätzt. Der Krieg machte diese Pläne zunichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege wurde das Projekt wieder aufgenommen. Man erwog, aus dem [[Hafermühlenteich]] eine Badeanstalt zu machen, sah aber schließlich davon ab, weil dieser Teich noch immer dazu diente, der [[Kammgarnspinnerei Hampe]] vertraglich Wasser zu liefern, seinerzeit 60.000 bis 70.000 m³ pro Jahr bei steigender Tendenz, wie es hieß. Man befürchtete außerdem, dass Eisernte und Fischerei im [[Sternberger Teich]] durch die Chlorung des Wassers und durch das Spülwasser sowie durch den Gebrauch als Badewasser beeinträchtigt werden könnten. Eis gewann man auch nach dem Kriege noch auf natürliche Art und Weise. Es wurde im Winter geerntet, d. h., aus der gefrorenen Wasseroberfläche wurden große Eisstücke herausgebrochen und in kühle Keller und Räume abtransportiert. Eines dieser Eislager war in einer der Scheunen in der [[Stolzengasse]]; sie wird heute von der Firma Kabacinski als Lager genutzt. Dort hielten sie sich bis in den Sommer hinein. Das Eis wurde dann an Gastwirtschaften und an private Haushalte geliefert. Die Kühlschränke hatten eine doppelte Außenwand, in diese Zwischenwand kam das Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen alle, dass der Stadt und ihren Bewohnern das idyllisch gelegene Waldbad erhalten blieb. Der [[Helmstedter Badeverein von 1873]] e. V. brachte es [[1952]] in die neu gegründete Stiftung ein, an der sich die Stadt, der [[Landkreis Helmstedt|Landkreis]] und die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]] AG beteiligten. Es wurde in jenem Jahr auf Kosten der Stifter modernisiert. 655.000 DM hatte die Modernisierung gekostet. Die Leitung hatte in den Händen des erst kürzlich verstorbenen Dipl.-Ing. Gerhard Dannemann ([[Birkenweg]] 2) von den [[BKB]] gelegen. Am 29. Juni [[1952]] wurde es eingeweiht. 103.000 Badegäste kamen in der ersten Saison.&amp;lt;ref&amp;gt;Fittkow, Helmut: „Waldbad Birkerteich - zwischen Einst und Heute&amp;quot; in „Kreisbuch 1997&amp;quot;, herausgegeben vom Landkreis Helmstedt, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; So, wie das Bad damals gestaltet wurde, kennen wir es heute noch. [[1952]] wurde sogar ein Badebusverkehr eingerichtet. Niemand braucht mehr wie wir noch als Kinder zu Fuß dorthin zu gehen, obwohl auch dies ein Teil der sportlichen Betätigung war, die sich im [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]] nur in anderer Form fortsetzte und niemandem geschadet hat. Der Stadtverkehr, eingerichtet seit [[1955]], die allgemeine Motorisierung und das Fahrrad lösen heute das Problem der Entfernung von der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder gab es Umbauten: [[1953]] und [[1955]] überschwemmte Hochwasser das Bad, deshalb wurde [[1957]] eine Hochwasserschutzanlage installiert. [[1969]] wurde eine Wasserbeheizungsanlage eingebaut, sie konnte jetzt die Badetemperatur auf 22/23 Grad halten. Mit einer neuen Garderobe mit Schließfächern ([[1979]]) und einer automatischen Kassenanlage ([[1980]]) erfolgten immer wieder Modernisierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fittkow, Helmut: „Waldbad Birkerteich - zwischen Einst und Heute&amp;quot; in „Kreisbuch 1997&amp;quot;, herausgegeben vom Landkreis Helmstedt, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf die Besucherzahlen hatte im wesentlichen das Wetter Einfluss. Sie betrugen im Durchschnitt etwa 100.000 pro Saison. [[1997]] waren es 68.447 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Helmstedter Badeverein von 1873]] e. V. gibt es nicht mehr. [[1989]] löste er sich auf. Das war der Anfang vom Ende der Stiftung. Wegen der schon [[1994]] angespannten Haushaltslage konnte der [[Landkreis Helmstedt|Landkreis]] keine Zuschüsse mehr leisten. Er übertrug seinen Anteil in Höhe von 75.000 DM an die Stadt und an die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]]. Zum 31. Dezember [[1995]] wurde die Stiftung aufgelöst und das Vermögen an die Stadt [[Helmstedt]] mit der Maßgabe übergeben, den Betrieb fortzuführen. Mit Wirkung vom 1. Januar [[1996]] ist die Stadt [[Helmstedt]] nunmehr Eigentümerin des [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]]es geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwaltungsbericht der Stadt Helmstedt 1991 bis 1996, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Betriebsführung wurde schon vor dem Eigentumswechsel von den [[Bäder- und Dienstleistungsgesellschaft Helmstedt|Stadtwerken]] wahrgenommen. Diese Regelung gilt auch für die Zukunft. Unser [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]] besteht somit weiter. Auch bei nicht so sonnigem Wetter lohnt sich ein Besuch. Schade, dass diese Erkenntnis – noch – nicht so weit verbreitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren haben wir sogar ein [[Julius-Bad|Hallenbad]]. Ein Schild auf dem Gelände der Grundstücke [[Stobenstraße]] 34 (früher Sanitätsrat Dr. Denecke, verstorben [[1949]], mit dem großen Gelände, das von [[1693]] bis [[1743]] der erste botanische Garten der [[Universität Helmstedt|Universität]] war) und [[Schützenwall]] 4 (dort hatten vor dem Krieg Dr. Ruhe und danach der Zahnarzt Buck ihre Praxen) hatte den [[Helmstedt]]ern jahrelang zuvor den Bau einer solchen Einrichtung angekündigt. Im August [[1974]] erfolgten die Ausschreibungen und im November die Vergabe des Hauptgewerkes an eine [[Helmstedt]]er Arbeitsgemeinschaft. Unmittelbar danach begannen die Bauarbeiten, die im Sommer [[1976]] beendet waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwaltungsbericht der Stadt Helmstedt 1972 bis 1976, S. 57&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 17. September [[1976]] wurde der Bau der Öffentlichkeit zur allgemeinen Nutzung übergeben. Bereits 12 Jahre später, am 11. Oktober [[1988]], wurde der zweimillionste Besucher gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch schon früher war die Anregung, in [[Helmstedt]] eine „Badehalle&amp;quot; zu errichten, bei der Stadt eingegangen. Im November [[1926]] hatte die Schwimmabteilung des Turn- und Sportvereins Helmstedt sich an die Stadtverordnetenversammlung gewandt und darauf hingewiesen, dass eine solche Halle auf dem Gebiet der früheren [[Gasanstalt]] am heutigen [[Harsleber Torstraße|Harsleber Tor]] eingerichtet werden sollte. Durch den Abbruch der alten Gebäude ließe sich, so bemerkte man, billiges Material erwerben und die alte Kesselanlage könnte man als Heizkessel umfunktionieren. Eine Wasserbeckenanlage vom 25 m Länge in Zementausführung ohne Fliesenbelag sei vollkommen ausreichend. Man verwies auf [[Schöningen]], wo im Stadtpark eine ähnliche Einrichtung existiere. Das wurde bekanntlich nichts, denn, so Bürgermeister Dr. [[Hermann Velke|Velke]]: „… für so etwas haben wir keine Mittel.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer allerdings der Reinlichkeit halber ein Bad aufsuchen wollte, konnte dies im Keller der [[Ernst-August-Schule]] an der [[Schulstraße]] tun. [[1925]] erlaubte man den [[Helmstedt]]ern, zu bestimmten Zeiten – getrennt nach Frauen und Männern – für 10 Pfennig die Duschen zu benutzen. Die Nachfrage war allerdings so gering, dass dieser Versuch nach wenigen Wochen eingestellt wurde. – In den Häusern hatten Badezimmer Seltenheitswert. Auch das wöchentliche Bad in einer Zinkbadewanne war nicht allgemein verbreitet. Das war auch etwas umständlich, denn eine solche Wanne musste extra – meistens in der Küche – aufgestellt werden. Wasser wurde auf dem Kohleherd erhitzt. Es war in der Regel ein „echtes Familienbad“, d. h., beim Wechsel der Person wurde das Wasser nicht erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres echtes Freibad gab es in [[Helmstedt]] im [[Brunnental]]. Auf dem Grund und Boden des [[Clarabad]]es ließ der damalige Eigentümer [[1931]] auf dem bisherigen Hof durch öffentlich geförderte Arbeiten auf einem 1.252 m² großen Grundstück die Erde ausheben und ein Freibad errichten. Es hatte einen Betonfußboden und eine Betonwand, war also recht modern. Wasser kam aus dem [[Mühlenbach]], der ganz früher einmal das Mühlenrad angetrieben hatte und der heute den [[Clarabadteich]] füllt. Das Wasser war ebenso frisch wie kalt, aber das war damals bei allen Freibädern üblich. Im Krieg wurde es weniger genutzt, zeitweise badeten dort die im Hause untergebrachten französischen Fremdarbeiter – so hießen damals offiziell die als Arbeitskräfte mehr oder weniger freiwillig nach Deutschland verbrachten Menschen. Sonst wurde das Bad nicht mehr genutzt. Es verschlammte. Ich selbst erinnere mich noch, das Bad im oder gleich nach dem Krieg gesehen zu haben. Das Wasser war trüb, weniger sauber und darin schwamm alles mögliche Getier. Unter der Regie der Eheleute Prost ([[1955]]–[[1978]], das [[Clarabad]] hieß nun „[[Klabautermann]]“) wurde es mit Bauschutt verfüllt. Das Gelände ist jetzt Hof und Parkplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=B%C3%BCrgermeister:innenwahl_2026_(K%C3%B6nigslutter_am_Elm)&amp;diff=13721</id>
		<title>Bürgermeister:innenwahl 2026 (Königslutter am Elm)</title>
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		<updated>2026-08-04T14:25:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Bürgermeisterwahl 2026&#039;&#039;&#039; findet am 13. September [[2026]] im Rahmen der [[Kommunalwahl 2026 (Landkreis Helmstedt)|Kommunalwahl]] in der Stadt [[Königslutter am Elm]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Kandidaten&lt;br /&gt;
Als Kandidaten sind bisher folgende Personen bekannt:&lt;br /&gt;
* &amp;lt;s&amp;gt;[[Michaela Römmeler]] ([[SPD]]), Lehrerin&amp;lt;/s&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article409291775/kommunalwahl-2026-spd-koenigslutter-stellt-ihre-kandidatin-vor.html |titel=Kommunalwahl 2026: SPD Königslutter stellt ihre Kandidatin vor |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2025-06-18 |abruf=2025-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (zog ihre Kandidatur am 18. September [[2025]] aus persönlichen Gründen wieder zurück)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article410034578/kreis-helmstedt-diese-bewerberin-zieht-ihre-buergermeister-kandidatur-zurueck.html |titel=Kreis Helmstedt: Diese Bewerberin zieht ihre Bürgermeister-Kandidatur zurück |autor=Sebahat Arifi |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2025-09-19 |abruf=2025-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kandidatur zurückgezogen – Michaela Römmeler von der SPD Königslutter tritt nicht zur Bürgermeisterwahl an |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2025-10-03 |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Marc Schneider]] ([[CDU]]), Rechtsanwalt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article409426246/kommunalwahl-2026-auch-cdu-koenigslutter-schickt-kandidaten-ins-rennen.html |titel=CDU Königslutter stellt ihren Kandidaten für Bürgermeisterwahl 2026 vor |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2025-07-04 |abruf=2025-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Tobias Stritzke]] ([[SPD]]), Verwaltungsbeamter&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article411276299/nach-rueckzug-spd-koenigslutter-nominiert-neuen-buergermeister-kandidaten.html |titel=Nach Rückzug: SPD Königslutter nominiert neuen Bürgermeister-Kandidaten |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2026-02-21 |abruf=2026-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Sascha Kühne]] (parteilos), Verwaltungsfachwirt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article411319768/buergermeisterwahl-in-koenigslutter-sascha-kuehne-moechte-verantwortung-uebernehmen.html |titel=Bürgermeisterwahl in Königslutter: Sascha Kühne möchte Verantwortung übernehmen |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2026-02-26 |abruf=2026-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=„Mehr wir. Mehr miteinander“ – Sascha Kühne geht als parteiloser Bürgermeisterkandidat ins Rennen |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2026-04-19 |Seiten=15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Oliver Schmidt]] ([[Wählergruppe|UWG]]), Vertriebsleiter&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article411909190/uwg-koenigslutter-praesentiert-buergermeister-kandidaten-das-will-er-erreichen.html |titel=UWG Königslutter präsentiert Bürgermeister-Kandidaten: Das will er erreichen |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2026-05-07 |abruf=2026-05-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Schinke-Kolbe]] (parteilos), ärztlich geprüfter Fußpfleger und ausgebildeter Hygienebeauftragter&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article412045830/koenigslutter-ein-weiterer-kandidat-moechte-im-herbst-buergermeister-werden.html |titel=Königslutter: Ein weiterer Kandidat möchte im Herbst Bürgermeister werden |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2026-05-20 |abruf=2026-05-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Rainer Stark]] (parteilos), Unternehmer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Kandidat fürs Bürgermeisteramt – Rainer Stark in Königslutter: Unternehmer stellt sich als Bürgermeisterkandidat vor |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2026-06-21 |Seiten=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article412761495/wer-wird-neuer-chef-im-rathaus-koenigslutter-kandidat-nummer-sechs-will-es-wissen.html |titel=Wer wird neuer Chef im Rathaus Königslutter? Kandidat Nummer sechs will es wissen |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2026-08-04 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bürgermeister:innen von Königslutter am Elm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bürgermeister:innenwahlen (Königslutter am Elm)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Königslutter am Elm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister:in (Königslutter am Elm)|#]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Fischerstechen&#039;&#039;&#039; ist eine traditionelle Veranstaltung der [[Marinekameradschaft Helmstedt|Marinekameradschaft „von der Tann“]] und Marine-Jugend Helmstedt, die jährlich auf dem [[Hafermühlenteich]] zwischen [[Maschweg]] und [[Alter Schwanefelder Weg]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Spiel treten zwei Dreierteams in Schlauchbooten gegeneinander an und versuchen, das gegnerische Team mithilfe gepolsterter Lanzen ins Wasser zu befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Chronologische Übersicht ===&lt;br /&gt;
* [[2018]]: 26. August (1. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article213793547/Fischerstechen-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article215048893/Fischerstechen-Neuer-Spass-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article215149725/Fischerstechen-Besonderer-Spass-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2019]]: 11. August (2. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article226753723/Helmstedter-Fischerstechen-macht-Appetit-auf-mehr.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
* [[2023]]: 13. August (4. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article239190331/Fischerstechen-in-Helmstedt-Die-Bilder-des-Wasser-Spektakels.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2024]]: 24. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407026926/helmstedter-marine-kameradschaft-will-begeisterung-entfachen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407095998/helmstedter-fischerstechen-die-fischkoeppe-hatten-keine-chance.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2025]]: 10. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article409721816/ab-ins-wasser-40-lustige-fotos-vom-helmstedter-fischerstechen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2026]]: 2. August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Fischerstechen&#039;&#039;&#039; ist eine traditionelle Veranstaltung der [[Marinekameradschaft Helmstedt|Marinekameradschaft „von der Tann“]] und Marine-Jugend Helmstedt, die jährlich auf dem [[Hafermühlenteich]] zwischen [[Maschweg]] und [[Alter Schwanefelder Weg]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Spiel treten zwei Dreierteams in Schlauchbooten gegeneinander an und versuchen, das gegnerische Team mithilfe gepolsterter Lanzen ins Wasser zu befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Chronologische Übersicht ===&lt;br /&gt;
* [[2018]]: 26. August (1. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article213793547/Fischerstechen-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article215048893/Fischerstechen-Neuer-Spass-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article215149725/Fischerstechen-Besonderer-Spass-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2019]]: 11. August (2. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article226753723/Helmstedter-Fischerstechen-macht-Appetit-auf-mehr.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
* [[2023]]: 13. August (4. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article239190331/Fischerstechen-in-Helmstedt-Die-Bilder-des-Wasser-Spektakels.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2024]]: 24. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407026926/helmstedter-marine-kameradschaft-will-begeisterung-entfachen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407095998/helmstedter-fischerstechen-die-fischkoeppe-hatten-keine-chance.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2025]]: 10. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article409721816/ab-ins-wasser-40-lustige-fotos-vom-helmstedter-fischerstechen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2026]]: 2. August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Fischerstechen&#039;&#039;&#039; ist eine traditionelle Veranstaltung der [[Marinekameradschaft Helmstedt|Marinekameradschaft „von der Tann“]] und Marine-Jugend Helmstedt, die jährlich auf dem [[Hafermühlenteich]] zwischen [[Maschweg]] und [[Alter Schwanefelder Weg]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Spiel treten zwei Dreierteams in Schlauchbooten gegeneinander an und versuchen, das gegnerische Team mithilfe gepolsterter Lanzen ins Wasser zu befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Chronologische Übersicht ===&lt;br /&gt;
* [[2018]]: 26. August (1. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article213793547/Fischerstechen-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article215048893/Fischerstechen-Neuer-Spass-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article215149725/Fischerstechen-Besonderer-Spass-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2019]]: 11. August (2. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article226753723/Helmstedter-Fischerstechen-macht-Appetit-auf-mehr.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* …&lt;br /&gt;
* [[2023]]: 13. August (4. Fischerstechen)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article239190331/Fischerstechen-in-Helmstedt-Die-Bilder-des-Wasser-Spektakels.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2024]]: 24. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407026926/helmstedter-marine-kameradschaft-will-begeisterung-entfachen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407095998/helmstedter-fischerstechen-die-fischkoeppe-hatten-keine-chance.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2025]]: 10. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article409721816/ab-ins-wasser-40-lustige-fotos-vom-helmstedter-fischerstechen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2026]]: 2. August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Fischerstechen&amp;diff=13717</id>
		<title>Fischerstechen</title>
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		<updated>2026-08-04T12:53:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Fischerstechen&#039;&#039;&#039; ist eine traditionelle Veranstaltung der [[Marinekameradschaft Helmstedt|Marinekameradschaft „von der Tann“]] und Marine-Jugend Helmstedt, die jährlich auf dem [[Hafermühlenteich]] zwischen [[Maschweg]] und [[Alter Schwanefelder Weg]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Spiel treten zwei Dreierteams in Schlauchbooten gegeneinander an und versuchen, das gegnerische Team mithilfe gepolsterter Lanzen ins Wasser zu befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Chronologische Übersicht ===&lt;br /&gt;
* [[2018]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article213793547/Fischerstechen-auf-dem-Stiegerteich.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2023]]: 13. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://deutscher-marinebund.de/berichtedmb/der-nasse-spass-geht-weiter&amp;lt;/ref&amp;gt; (4. Fischerstechen)&lt;br /&gt;
* [[2024]]: 24. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407026926/helmstedter-marine-kameradschaft-will-begeisterung-entfachen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2025]]: 10. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.instagram.com/p/DNN1AlBsX9B/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2026]]: 2. August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<title>Fischerstechen</title>
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		<updated>2026-08-04T12:44:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Fischerstechen&#039;&#039;&#039; ist eine traditionelle Veranstaltung der [[Marinekameradschaft Helmstedt|Marinekameradschaft „von der Tann“]] und Marine-Jugend Helmstedt, die jährlich auf dem [[Hafermühlenteich]] zwischen [[Maschweg]] und [[Alter Schwanefelder Weg]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Spiel treten zwei Dreierteams in Schlauchbooten gegeneinander an und versuchen, das gegnerische Team mithilfe gepolsterter Lanzen ins Wasser zu befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Chronologische Übersicht ===&lt;br /&gt;
* [[2023]]: 13. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://deutscher-marinebund.de/berichtedmb/der-nasse-spass-geht-weiter&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Helmstedt)]]&lt;br /&gt;
* [[2024]]: 24. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407026926/helmstedter-marine-kameradschaft-will-begeisterung-entfachen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2025]]: 10. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.instagram.com/p/DNN1AlBsX9B/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2026]]: 2. August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<title>Fischerstechen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Chronologische Übersicht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Fischerstechen&#039;&#039;&#039; ist eine traditionelle Veranstaltung der [[Marinekameradschaft Helmstedt|Marinekameradschaft „von der Tann“]] und Marine-Jugend Helmstedt, die jährlich auf dem [[Hafermühlenteich]] zwischen [[Maschweg]] und [[Alter Schwanefelder Weg]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Spiel treten zwei Dreierteams in Schlauchbooten gegeneinander an und versuchen, das gegnerische Team mithilfe gepolsterter Lanzen ins Wasser zu befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Chronologische Übersicht ===&lt;br /&gt;
* [[2023]]: 13. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://deutscher-marinebund.de/berichtedmb/der-nasse-spass-geht-weiter&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltung (Helmstedt)]]&lt;br /&gt;
* [[2024]]: 24. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407026926/helmstedter-marine-kameradschaft-will-begeisterung-entfachen.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2025]]: 10. August&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.instagram.com/p/DNN1AlBsX9B/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[2026]]: 2. August&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Fabian_Riaz&amp;diff=13714</id>
		<title>Fabian Riaz</title>
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		<updated>2026-08-04T10:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fabian Riaz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* Dezember 1987 oder 1988 in Schöningen) ist ein deutscher Sänger aus der Stadt Schöningen im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland. Bekanntheit erlangte er 2018 durch seine Teilnahme an der achten Staffel der Castingshow &amp;#039;&amp;#039;The Voice of Germany&amp;#039;&amp;#039;.  == Leben == Riaz wurde 1987 oder 1988 in Schöningen geboren und wuchs dort auf. Bereits seit seiner Jugend ist er Anhänger des VfL Wolfs…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Fabian Riaz&#039;&#039;&#039; (* Dezember [[1987]] oder [[1988]] in [[Schöningen]]) ist ein deutscher Sänger aus der Stadt [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Bekanntheit erlangte er [[2018]] durch seine Teilnahme an der achten Staffel der Castingshow &#039;&#039;The Voice of Germany&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Riaz wurde [[1987]] oder [[1988]] in [[Schöningen]] geboren und wuchs dort auf. Bereits seit seiner Jugend ist er Anhänger des VfL Wolfsburg und tritt im Umfeld des Vereins gelegentlich musikalisch in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://archiv-typo3.vfl-wolfsburg.de/user_upload/Dokumente/unter-woelfen-ausgabe-4.pdf |titel=„Kein normaler Gesangsjob“ – VfL-Fan und Sänger Fabian Riaz im Interview |werk=Unter Wölfen, Ausgabe 4, Saison 2018/2019 |hrsg=VfL Wolfsburg |datum=2018-12 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.waz-online.de/lokales/wolfsburg/wolfsburg-fan-beeindruckt-bei-the-voice-E4UAL5EZD3YJ3WEM3T6HN6CTKI.html |titel=Wolfsburg-Fan beeindruckt bei „The Voice“ |werk=Wolfsburger Allgemeine Zeitung |datum=2018-10-26 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor seiner Fernsehkarriere arbeitete er als Kundenberater bei der Deutschen Telekom.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.regionalspiegel-sachsen.de/wen-macht-lena-gercke-gluecklich |titel=Wen macht Lena Gercke glücklich? |autor=Sven Günther |werk=regionalspiegel-sachsen.de |datum=2018-11-26 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Karriere ==&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2018]] nahm Riaz an der achten Staffel der Castingshow &#039;&#039;The Voice of Germany&#039;&#039; teil. In den Blind Auditions interpretierte er den Titel &#039;&#039;You Let Me Walk Alone&#039;&#039; von Michael Schulte. Alle vier Coaches entschieden sich für ihn; Riaz wählte Michael Patrick Kelly als Coach. In den Battles trat er mit dem Lied &#039;&#039;Still&#039;&#039; von Jupiter Jones gegen Samuel Rösch an und schied anschließend aus dem Wettbewerb aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.waz-online.de/lokales/wolfsburg/vfl-saenger-fabian-riaz-tritt-zum-duell-an-ILD3ARRXNIZSXLFKIC5FANGRRY.html |titel=VfL-Sänger Fabian Riaz tritt zum Duell an |werk=Wolfsburger Allgemeine Zeitung |datum=2018-11-26 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.regionalspiegel-sachsen.de/the-voice-samuel-mit-still-ganz-gross |titel=The Voice: Samuel mit „Still“ ganz groß |autor=Sven Günther |werk=regionalspiegel-sachsen.de |datum=2018-11-30 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[2017]] veranstaltet Riaz in [[Schöningen]] die Konzertreihe „Riaz &amp;amp; Friends“, bei der Musiker aus dem Umfeld von &#039;&#039;The Voice of Germany&#039;&#039; auftreten. Zu den regelmäßigen Mitwirkenden zählt unter anderem [[Ayke Witt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://regionalheute.de/helmstedt/the-voice-of-germany-stars-in-schoeningen |titel=&amp;quot;The Voice of Germany&amp;quot;-Stars in Schöningen |werk=regionalHeute.de |datum=2019-06-05 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article215311765/Riaz-Friends-laden-zur-zweiten-Session-in-Schoeningen-ein.html |titel=Riaz &amp;amp; Friends laden zur zweiten Session in Schöningen ein |autor=Markus Brich |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2018-09-12 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article236354687/The-Voice-Stars-kommen-wieder-ins-Palaeon-in-Schoeningen.html |titel=Riaz und Witt holen „The Voice“-Stars nach Schöningen |autor=Niklas Eppert |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2022-09-09 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privates ==&lt;br /&gt;
Seit [[2016]] ist Riaz mit der Popsängerin Jamie-Lee Kriewitz liiert. Das Paar lebt seit [[2017]] in Magdeburg, verlobte sich [[2018]] und heiratete schließlich im Juni [[2026]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stern.de/lifestyle/leute/jamie-lee-kriewitz--saengerin-hat-sich-verlobt-8401286.html |titel=Überraschende Neuigkeiten: Jamie-Lee Kriewitz hat sich verlobt |werk=Stern |datum=2018-10-14 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.instagram.com/p/DZxg8cDjB7h |titel=we said yes✨ just married🩷 |werk=Instagram-Profil Jamie-Lee Kriewitz |datum=2026-06-19 |abruf=2026-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/RiazMusik Fabian Riaz] bei Facebook&lt;br /&gt;
* [https://www.instagram.com/fab_riaz Fabian Riaz] bei Instagram&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Riaz, Fabian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sänger:in]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Schöningen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche:r]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geburtsdatum fehlt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Riaz, Fabian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sänger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schöningen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Sch%C3%B6ningen&amp;diff=13713</id>
		<title>Schöningen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Sch%C3%B6ningen&amp;diff=13713"/>
		<updated>2026-08-04T07:15:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Sport */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Art                  = Stadt&lt;br /&gt;
| Name                 = Schöningen&lt;br /&gt;
| Wappen               = Wappen Schöningen.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad          = 52/8/20/N&lt;br /&gt;
| Längengrad           = 10/58/11/E&lt;br /&gt;
| Karte                = &lt;br /&gt;
| Lageplan             = &lt;br /&gt;
| Lageplanbeschreibung = &lt;br /&gt;
| Bundesland           = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Regierungsbezirk     = &lt;br /&gt;
| Direktionsbezirk     = &lt;br /&gt;
| Landkreis            = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Kreis                = &lt;br /&gt;
| Höhe                 = 126&lt;br /&gt;
| Fläche               = 35.47&lt;br /&gt;
| Einwohner            = 10937&lt;br /&gt;
| Stand                = 2025-12-31&lt;br /&gt;
| PLZ                  = [[38364]]&lt;br /&gt;
| PLZ-alt              = [[3338]]&lt;br /&gt;
| Vorwahl              = [[05352]]&lt;br /&gt;
| Kfz                  = [[HE]]&lt;br /&gt;
| Gemeindeschlüssel    = 03 1 54 019&lt;br /&gt;
| LOCODE               = DE 73U&lt;br /&gt;
| Gliederung           = 3 Stadtteile&lt;br /&gt;
| Straße               = &lt;br /&gt;
| Adresse              = [[Markt (Schöningen)|Markt]] 1&amp;lt;br /&amp;gt;[[38364]] Schöningen&lt;br /&gt;
| Adresse-Verband      = &lt;br /&gt;
| Website              = [https://www.schoeningen.de schoeningen.de]&lt;br /&gt;
| Bürgermeister        = [[Malte Schneider]]&lt;br /&gt;
| Bürgermeistertitel   = &lt;br /&gt;
| Partei               = [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen Rathaus 2023-1.jpg|mini|Die Räume der [[Rathaus (Schöningen)|Schöninger Stadtverwaltung]] befinden sich links hinter den Bäumen; im Erdgeschoss des alten [[Rathaus (Schöningen)|Rathaus]]es ist das Restaurant [[Ratskeller (Schöningen)|Ratskeller]] untergebracht]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schöningen&#039;&#039;&#039; ist eine Stadt im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Schöningen liegt am Höhenzug [[Elm]] etwa elf Kilometer südwestlich der Kreisstadt [[Helmstedt]] an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtgliederung ===&lt;br /&gt;
Schöningen gliedert sich mit zwei naheliegenden Ortschaften in drei Stadtteile:&lt;br /&gt;
* [[Esbeck]]&lt;br /&gt;
* [[Hoiersdorf]]&lt;br /&gt;
* Schöningen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Schöningen Merian.png|mini|links|[[Matthäus Merian der Jüngere|Merian]]-Stich um 1654]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gebiet um Schöningen hielten sich bereits während der Altsteinzeit Frühmenschen auf. Innerhalb des ehemaligen [[Tagebau Schöningen|Tagebaus Schöningen]] wurden [[1994]] bei Ausgrabungen die rund 200.000 Jahre alten „[[Schöninger Speere]]“ gefunden. Die Wurfgeräte sind die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen, die einen wichtigen Beleg für die aktive Jagd des &#039;&#039;Homo heidelbergensis&#039;&#039; darstellen. Die seither anhaltenden [[Archäologische Ausgrabungsstätten im Tagebau Schöningen|Ausgrabungen im Tagebau Schöningen]] führten zu weiteren bedeutenden Entdeckungen, wie dem Fund des [[Wurfstöcke von Schöningen|Wurfstocks von Schöningen]] als ältestem Exemplar weltweit, dem Fund des [[Waldelefant von Schöningen|Waldelefanten von Schöningen]] und dem Fund von mehreren Säbelzahnkatzen. [[2023]] wurden hier drei Fußabdrücke des &#039;&#039;Homo heidelbergensis&#039;&#039; freigelegt, die etwa 300.000 Jahre alt sein sollen und damit die ältesten jemals entdeckten menschlichen Fußabdrücke weltweit sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/inland/fossilien-niedersachsen-fussabdruecke-100.html &#039;&#039;300.000 Jahre alte Fußspuren entdeckt&#039;&#039;] auf tagesschau.de vom 12. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine durchgehende Besiedlung ist für die Stadt Schöningen, die wegen ihrer Salzvorkommen besondere Bedeutung erlangte, seit etwa Christi Geburt nachweisbar. Sie war in karolingischer Zeit Königshof, wurde [[747]] zusammen mit Ohrum erstmals urkundlich erwähnt als „Scahaningi“ und ist damit der älteste Ort im ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Bereits damals gab es hier die [[Saline Schöningen]]. Sowohl Pippin der Jüngere als auch Karl der Große sind auf ihren Kriegszügen in Schöningen eingezogen. [[994]] und [[995]] hielt auch König Otto&amp;amp;nbsp;III. mehrmals hier Hoflager, dessen Kanzler Erzbischof [[Willigis]] von Mainz in Schöningen geboren sein soll. Mehrere Adelsgeschlechter hatten am Elmrand ihren Sitz und im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde dem Deutsch-Ritter-Orden die im [[Elm]] nahe Schöningen liegende [[Elmsburg]] übertragen. Die Edelherren von [[Warberg]] waren reichsunmittelbar und nur dem König untertan. Als das Geschlecht in Fehden verarmte, trug es seine Besitztümer den Welfen als Lehen auf. Die Welfen hatten bereits um [[1347]] mit dem [[Schloss Schöningen]] eine starke Befestigung zum Schutz ihrer östlichen Landesgrenze angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1949]] bis [[1989]] lag Schöningen im Zonenrandgebiet, unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. [[1976]] wurde die Fußgängerzone eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?artikel=1519&amp;amp;menuid=625&amp;amp;topmenu=625&amp;amp;date=2013-06-26 |wayback=20180225205936 |text=Geschichte 1970 bis 1979 auf Internetpräsenz des Landkreises Helmstedt }}, abgerufen am 25. Februar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1989]] berichtete &#039;&#039;Der Spiegel&#039;&#039; über eine Abhörstation der NSA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494509.html &#039;&#039;NSA: Amerikas großes Ohr&#039;&#039;], Der Spiegel, Heft 8/1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. November [[1989]] wurde im Zuge der Wende die Grenze geöffnet und die Straße in den Nachbarort Hötensleben mit der Brücke über die [[Schöninger Aue]] freigegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Schwulera (Hg.): &#039;&#039;Hötensleben. Geschichte des Ortes von 1016 bis 2006&#039;&#039;. Geiger, Horb 2007, ISBN 978-3-86595-224-0, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1997]] war Schöningen Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Postgeschichte ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Postroute Braunschweig–Helmstedt–Magdeburg#Schöningen|titel1=Postroute Braunschweig–Helmstedt–Magdeburg}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1. April [[1971]] wurde ein Großteil des Gebietes der aufgelösten Gemeinde [[Alversdorf]] eingegliedert. Am 1. März [[1974]] kamen [[Esbeck]] und [[Hoiersdorf]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt (Hrsg.): &#039;&#039;Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982.&#039;&#039; W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 271-272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
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| [[1861]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.mtv-schoeningen.de/verein/historisches&amp;lt;/ref&amp;gt; || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 4766 {{Unverändert}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| [[1969]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 17981 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;small&amp;gt;Hinweis: Einwohnerzahlen von [https://www1.nls.niedersachsen.de/Statistik/html/default.asp Landesamt für Statistik Niedersachsen] (Bevölkerung nach Geschlecht; Fläche, Bevölkerungsdichte (Gemeinde)) sind angegeben nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis [[1830]] handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden mit den Kirchen [[Clus-Kirche (Schöningen)|Clus]], [[St. Lorenz (Schöningen)|St. Lorenz]] und [[St. Vincenz (Schöningen)|St. Vincenz]] gehören zur [[Evangelisch-lutherische Propstei Helmstedt|Propstei Helmstedt]], ebenso wie die Kirchen in den Ortsteilen [[Esbeck]] ([[St. Andreas (Esbeck)|St. Andreas]]) und [[Hoiersdorf]] ([[St. Nicolai (Hoiersdorf)|St. Nicolai]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche [[Maria Hilfe der Christen (Schöningen)|Maria Hilfe der Christen]], umgangssprachlich auch kurz &#039;&#039;St. Marien&#039;&#039; genannt, befindet sich an der [[Anna-Sophien-Straße (Schöningen)|Anna-Sophien-Straße]]. Die [[1907]]/[[1908]] von Maximilian Jagielski erbaute Kirche ist heute eine der ältesten Kirchen im [[Dekanat Wolfsburg–Helmstedt]]. Zur Pfarrgemeinde gehört seit [[2006]] auch die katholische Kirche [[Maria von der Immerwährenden Hilfe (Jerxheim)|Maria von der Immerwährenden Hilfe]] in [[Jerxheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Christuskirche (Schöningen)|Christuskirche]] an der [[Helmstedter Straße (Schöningen)|Helmstedter Straße]] wurde [[1985]] errichtet und gehört zur Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schöningen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Neuapostolische Kirche Gemeinde Schöningen|Neuapostolische Kirche]] befindet sich an der [[Danziger Straße (Schöningen)|Danziger Straße]]. Von [[1908]] an bildete sich die Kirchengemeinde, sie gehört heute zum Kirchenbezirk Braunschweig. In den 1960er-Jahren wurde das erste Gotteshaus errichtet, in den 1980er-Jahren die heutige Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner waren die Zeugen Jehovas in Schöningen vertreten. Zum 1. Mai [[2017]] wurden die Versammlungen mit denen in [[Helmstedt]] zusammengelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://jehovaszeugen.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Amtsblatt_2017_Nr._3.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gemeindehaus „Königreichssaal der Jehovas Zeugen“ in Massiv- und Putzbauweise mit Satteldach aus dem Jahr [[2010]] stand [[2018]] zum Verkauf. Gebäude und Nutzfläche wurden mit knapp 180 m² angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.facebook.com/ZJinfo/posts/pfbid02G3xscWMnV23vsTo77K2Cdbd6DtapUwVSvEtcPx1ywoRfxdC4cCpcB4tY9n4AS4qSl&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND         = DE&lt;br /&gt;
|DIFF2        = ja&lt;br /&gt;
|PROZENT      = nein&lt;br /&gt;
| TITEL        = Ratswahl Schöningen 2021&lt;br /&gt;
| TITEL2       = &lt;br /&gt;
| JAHRALT      = 2016&lt;br /&gt;
| PARTEI1      = SPD&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS1    = 40.13&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT1 = 39.38&lt;br /&gt;
| PARTEI2      = CDU&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS2    = 30.21&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT2 = 34.64&lt;br /&gt;
| PARTEI3      = GRÜNE&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS3    = 10.25&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT3 = 6.09&lt;br /&gt;
| PARTEI4      = ZIEL&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS4    = 9.77&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT4 = 5.00&lt;br /&gt;
| PARTEI5      = AfD&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS5    = 6.85&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT5 = 0.00&lt;br /&gt;
| PARTEI6      = LINKE&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS6    = 2.79&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT6 = 0.00&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Bei der Gemeinderatswahl gaben 4.720 von 9.448 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,96 %.&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=222&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_3_id_242&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rat der Stadt Schöningen zählt 28&amp;amp;nbsp;Ratsmitglieder. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten [[Kommunalwahl 2021 (Landkreis Helmstedt)|Kommunalwahl am 12.&amp;amp;nbsp;September 2021]] wie folgt dar:{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Überschrift = Sitzverteilung im Rat der Stadt Schöningen seit 2021&lt;br /&gt;
| float = right&lt;br /&gt;
| Land  = DE&lt;br /&gt;
|SPD|CDU|GRÜNE|ZIEL|AFD|LINKE&lt;br /&gt;
| SPD   = 11&lt;br /&gt;
| CDU   = 8&lt;br /&gt;
| GRÜNE = 3&lt;br /&gt;
| ZIEL  = 3&lt;br /&gt;
| AFD   = 2&lt;br /&gt;
| LINKE = 1&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Rat%20der%20Stadt%20Sch_oe_ningen%202011%2011.09.2011_____05083011301200&amp;amp;showData=ergebnis Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Gesamtergebnis)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Rat%20der%20Stadt%20Sch_oe_ningen%202011%2011.09.2011_____05083011301200&amp;amp;showData=sitze Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Sitzverteilung)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schoeningen.de/fileadmin/user_upload/Bekanntmachung_Ergebnis_Rat.pdf schoeningen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schoeningen.de/schoeningen/news/details/hinweise-zur-kommunalwahl-am-sonntag-wahlergebnisse |titel=Kommunalwahl - Übersicht der Schöninger Wahlergebnisse |datum=2021-09-14 |abruf=2025-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;Parteien und Wählergemeinschaften&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;%&amp;lt;br /&amp;gt;2021&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2021&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | %&amp;lt;br /&amp;gt;2016&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2016&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | %&amp;lt;br /&amp;gt;2011&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2011&lt;br /&gt;
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| [[Wählergruppe|Unabhängige Wählergemeinschaft]]&lt;br /&gt;
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| [[Freie Demokratische Partei]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;siehe auch: [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 2021–2026)|Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen Wahlperiode 2021–2026]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 1981–1986)|1981–1986]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 1964–1968)|1964–1968]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
In der Direktwahl am 10. September 2006 wurde [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (parteilos) mit Wirkung vom 1. November 2006 zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Am 1. November [[2011]] trat dieser nach seinem Sieg bei der Direktwahl im selben Jahr das Amt des Landrates des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] an. Bis zur [[Bürgermeister:innenwahl 2012 (Schöningen)|Wahl eine:r neuen Bürgermeister:in am 26. Februar 2012]] übernahm der Erste Stadtrat Peter Voß die Verwaltungsaufgaben. Repräsentativ wurde das Amt vorläufig vom 1. Stellvertretenden Bürgermeister [[Siegfried Pause]] übernommen. Vom 1. März 2012 bis 29. Februar 2020 bekleidete der parteilose [[Henry Bäsecke]] das Amt des Stadtoberhauptes. Seit dem 1. März 2020 ist der Jurist [[Malte Schneider]] Oberhaupt der Stadt, der sich bei der [[Bürgermeister:innenwahl 2019 (Schöningen)|Bürgermeister:innenwahl]] am 10. November 2019 mit 66,13 Prozent der Stimmen gegen den CDU-Politiker [[Markus Sobotta]] durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Bürgermeister:innen von Schöningen}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Schöningen unterhält vier Städtepartnerschaften:&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} Oschersleben in Deutschland seit dem 2. Februar [[1990]]&lt;br /&gt;
* {{TUN|#}} Beni Hassen in Tunesien seit dem 26. März [[1995]]&lt;br /&gt;
* {{UKR|#}} Solotschiw in der Ukraine seit dem 14. Januar [[1996]]&lt;br /&gt;
* {{FIN|#}} Outokumpu in Finnland seit dem 15. September [[2000]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.finland.de/dfgnrw/let07-00.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das städtische [[Heimatverein Schöningen und Umgebung|Heimatmuseum Schöningen]], [[Markt (Schöningen)|Markt]]&amp;amp;nbsp;33, das im Herbst [[1981]] in dem [[1593]] errichteten Renaissancegebäude der alten Lateinschule „[[Anna-Sophianeum]]” wiedereröffnet wurde, gibt einen guten Überblick über die Entwicklung dieses Raumes seit der Vorgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vermutliche Geburtshaus des früheren Mainzer Erzbischofs [[Willigis]] (* ca. [[940]]; † [[1011]]) befindet sich in der [[Salzstraße (Schöningen)|Salzstraße]] im Stadtzentrum. Das Mainzer Stadtwappen soll auf ihn zurückgehen. Eine Gedenktafel an dem Haus weist auf dieses Ereignis hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[2004]] wurde im Torhäuschen des [[Schloss Schöningen|Schöninger Schlosses]] ein Seilereimuseum eingerichtet. Dieses Museum bezog sich auf eine in Schöningen über 200-jährige Tradition. Dort konnte man unter anderem Ausstellungsstücke und Seilerwerkzeuge aus früherer Zeit besichtigen. Anfang [[2020]] wurde das Seilereimuseum geschlossen, da der Museumsbetreiber, Seilermeister Walter Lutze, verstorben war, und sein Nachlass dem geplanten Deutschen Hafenmuseum in Hamburg zur Verfügung gestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Brich |url=https://www.helmstedter-nachrichten.de/helmstedt/article228139557/Schoeninger-Seilereimuseum-zieht-in-den-Hamburger-Hafen.html |titel=Schöninger Seilereimuseum zieht in den Hamburger Hafen |werk=Helmstedter-Nachrichten.de |hrsg=BZV Medienhaus GmbH |datum=2020-01-14 |sprache=de |abruf=2020-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Torhäuschen ist seit [[2021]] eine Ausstellung über die Bergbaugeschichte Schöningens zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Brich: &#039;&#039;Bergbautradition hat in Schöningen eine neue Heimat.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Helmstedter Nachrichten.&#039;&#039; Beilage &#039;&#039;Zukunft in Helmstedt.&#039;&#039; Ausgabe vom 25. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesnachrichtendienst (BND) betreibt seit Ende der 1950er-Jahre mit der [[BND-Außenstelle Schöningen]] gegenüber dem [[Golf- und Land-Club St. Lorenz Schöningen|Golfplatz]] am Waldrand eine große Abhöranlage unter dem Decknamen der „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“. Hier sind mehrere große Satellitenspiegel zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Schöningen}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Theater und Museen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Seit [[2017]] veranstaltet der gebürtige Schöninger [[Fabian Riaz]], Teilnehmer an &#039;&#039;The Voice of Germany&#039;&#039; und &#039;&#039;All together now&#039;&#039;, jährlich das &#039;&#039;Riaz and Friends&#039;&#039;-Konzert (mit Unterbrechung während der Covid-19-Pandemie)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.instagram.com/accounts/login/?next=https%3A%2F%2Fwww.instagram.com%2Fp%2FCRHhH94sWQo%2F |titel=Anmeldung • Instagram |abruf=2023-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Niklas Eppert |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article236354687/The-Voice-Stars-kommen-wieder-ins-Palaeon-in-Schoeningen.html |titel=Riaz und Witt holen „The Voice“-Stars nach Schöningen |datum=2022-09-09 |abruf=2023-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Regelmäßige Gastkünstler sind &#039;&#039;The Voice&#039;&#039;-Siegerin Jamie-Lee Kriewitz, &#039;&#039;DSDS&#039;&#039;-Sieger Sem Eisinger sowie &#039;&#039;The Voice&#039;&#039;-Finalist [[Ayke Witt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Brich |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article238106333/Open-Air-in-Schoeningen-mit-DSDS-Kandidat-Sem-Eisinger.html |titel=DSDS-Gewinner Sem Eisinger tritt in Schöningen auf |datum=2023-04-16 |abruf=2023-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
==== Schloss ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Schöningen.jpg|mini|[[Schloss Schöningen]]]]&lt;br /&gt;
Der Schlossbau beruht auf Welfenherzog Magnus, der hier um [[1350]] ein Jagdschloss errichten ließ. Es diente gleichzeitig als Grenzfeste zu den Gebieten der Bischöfe von Halberstadt und Magdeburg. Die Anlage nahm Schaden, als der Schmalkaldische Bund gegen Herzog Heinrich den Jüngeren in einen Religionskrieg zog. Das Schloss wurde später in ein Wohngebäude umgestaltet und diente zwischen [[1568]] und [[1659]] drei Braunschweiger Herzoginnen, Sophia Jagiellonica (Sophie Jagiello), Elisabeth von Dänemark und Anna Sophia von Brandenburg, als Witwensitz. Um [[1644]] lebte und starb hier Annas Schwester Katharina von Brandenburg. Die Schlossanlage gehörte zu den prunkvollsten Gebäuden nahe dem [[Elm]]. Sie diente den Welfenherzögen mit ihrer Residenz in Wolfenbüttel und ihrem Gefolge oft als Unterkunft bei Treibjagden im [[Elm]]. Bei einer Jagd sollen sie mit 3.000 Treibern in den [[Elm]] gezogen sein. Am 25. Januar [[1681]] heiratete Elisabeth Eleonore von Braunschweig-Wolfenbüttel hier Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen. [[1733]] übernachtete der preußische Kronprinz Friedrich –&amp;amp;nbsp;der spätere König Friedrich der Große&amp;amp;nbsp;– hier bei der Anreise zu seiner Hochzeit mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern im Schloss Salzdahlum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Schöningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kloster und Kirche St. Lorenz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:StLorenz SuedOst 2013.jpg|mini|[[St. Lorenz (Schöningen)|St.-Lorenz-Kirche]]]]&lt;br /&gt;
Die Kirche [[St. Lorenz (Schöningen)|St. Lorenz]] geht aus einem [[1120]] von Bischof Reinhard von Halberstadt als Augustiner-Chorherren-Stift gegründeten Kloster hervor. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde der Hauptschiff völlig zerstört. Es entstand eine behelfsmäßige Ergänzung im spätgotischen Stil, bei der die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen erhielten. Seit der Säkularisation [[1648]] wird das Kirchengebäude von der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Schöningen genutzt. Die Baugeschichte der Kirche ist nicht vollständig bekannt. Dazu fanden von [[1992]] mit Unterbrechungen bis [[2003]] archäologische Untersuchungen statt. Dabei wurden zwischen romanischen Mauern Fundamente festgestellt, die älteren Datums sind. Seit langem wird in Schöningen eine im 8. Jahrhundert bestehende Pfalz der Karolinger als Vorposten gegen die Slawen im Osten vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Lorenz (Schöningen)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Forschungsmuseum Schöningen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Speere Museum Schöningen.jpg|mini|Forschungsmuseum]]&lt;br /&gt;
Das unweit der Fundstelle der [[Schöninger Speere]] gelegene Museum, das [[2013]] als [[paläon]] eröffnet wurde, widmet sich der interdisziplinären Erforschung der [[Archäologische Ausgrabungsstätten im Tagebau Schöningen|Schöninger Fundstellen]] sowie der pleistozänen Archäologie im früheren Braunkohletagebau. Es präsentiert in einer erlebnisorientierten Ausstellung die originalen Funde. Der transparente Forschungs- und Laborbereich sowie ein interaktives Besucherlabor sollen die Bereiche Forschung und Museum verknüpfen. Landschaftsbiotope, darunter eine Weide mit Wildpferden, veranschaulichen auf dem 34 Hektar großen Außengelände typische Pflanzengesellschaften der Warmzeit. Der Ort ist als außerschulischer Lernort anerkannt. Das [[paläon]] ging am 1. Juli [[2019]] nach Verlusten in Millionenhöhe&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/ratgeber/reise/braunschweiger_land/Forschungsmuseum-Schoeningen-zeigt-Steinzeit-Speere-,palaeon149.html &#039;&#039;Die ältesten Speere der Menschheit bewundern&#039;&#039;] bei ndr.de vom 19. Mai 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; in die Verantwortung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Forschungsmuseum Schöningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Alte Feuerwache ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen Feuerwehr alt.jpg|mini|Alte Feuerwache ([[2023]])]]&lt;br /&gt;
Die gegenüber dem [[Schloss Schöningen]] liegende Feuerwache von [[1907]] wurde [[2019]] zu einer [[Feuerwache Rösterei|Kaffeerösterei]] mit Café umgebaut. Die Feuerwehr zog am 8. November [[2014]] feierlich in neue Räumlichkeiten. Die alte Feuerwache musste aus Platzgründen aufgegeben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Grünflächen und Naherholung ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
In Schöningen existieren mehrere Sportvereine, die hauptsächlich Breitensport betreiben. Die erste Fußballmannschaft des [[FC Schöningen 08]] spielte 13 Jahre lang in der höchsten niedersächsischen Amateurliga. Die [[FSV Schöningen]], ein Zusammenschluss der Fußballballabteilungen der Sportvereine [[FC Schöningen 08]], [[Hoiersdorfer SV]] und [[TSV Twieflingen]], spielt seit der [[Fußball-Saison 2025/26#Regionalliga Nord|Saison 2025/26]] in der Regionalliga. Die Formation „Imagination“ des [[TC Schöningen]] startet seit [[2005]] erfolgreich in der 1. Bundesliga Jazz und Modern Dance im Deutschen Tanzsportverband und ist seit [[2008]] international erfolgreich. Der [[MTV Schöningen]] der älteste und größte Turnverein der Stadt und einer der ältesten Sportvereine im ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Der Breitensportverein verfügt über eine etwa 1,5&amp;amp;nbsp;ha große Sportanlage mit vier Tennisplätzen, Laufbahnen, Weitsprunganlage, Hartplatz und einer Beachvolleyballanlage sowie einem etwa 150&amp;amp;nbsp;m² großen Übungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem größeren [[Elmstadion]] können noch mehrere Hallen genutzt werden. Zusätzlich ist ein Schwimmbad vorhanden, das [[Badezentrum Negenborn]]. Dieses besitzt neben einem 50&amp;amp;nbsp;m Wettkampfbecken und einer 115&amp;amp;nbsp;m Riesenrutsche einen Whirlpool, eine Sauna und eine Liegewiese im Freien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden befindet sich in direkter Nähe zum [[St. Lorenz (Schöningen)|St.-Lorenz-Kloster]] der Golfplatz des [[Golf- und Land-Club St. Lorenz Schöningen|GLC St. Lorenz Schöningen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Einmal im Jahr wird auf dem [[Markt (Schöningen)|Markt]] das [[Altstadtfest (Schöningen)|Altstadtfest]] ausgerichtet.&lt;br /&gt;
* Seit [[2005]] findet das [[Open Air Kino]] auf dem Hof des [[Schloss Schöningen]] statt.&lt;br /&gt;
* Seit [[2024]] findet jährlich das [[Fiebig Open Air]] statt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
In Schöningen hat die [[Bankhaus Rautenschlein]] AG ihren Sitz, eine auf den Agrar- und Landwirtschaftssektor spezialisierte Privatbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1998]] wurde im Stadtgebiet die [[Abfallverwertungsanlage Helmstedt]] in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die lokale Berichterstattung wird von der Braunschweiger Zeitung und dem [[Helmstedter Sonntag]] übernommen. Letztere ist eine durch Anzeigen finanzierte Wochenzeitung. Seit [[2013]] wird in Schöningen das Special-Interest-Printmagazin „[[Neon Zombie|Neon Zombie – Das Magazin für phantastisches Kino und filmische Popkultur!]]“ publiziert und weltweit vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Die Stadt verfügt über eine [[Freiwillige Feuerwehr Schöningen|Freiwillige Feuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis [[1973]] bestand das [[Amtsgericht Schöningen|Amtsgericht Schöningen]]. Seit dem 1. Juli [[1973]] gehört der Zuständigkeitsbereich zum [[Amtsgericht Helmstedt|Amtsgerichts Helmstedt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amtsgericht&amp;quot;&amp;gt;[[Amtsgericht Helmstedt]]: [http://www.amtsgericht-helmstedt.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=18798&amp;amp;article_id=70571&amp;amp;_psmand=117 Aus der Geschichte des Amtsgerichts Helmstedt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Jugendherberge Schöningen]] des Deutschen Jugendherbergswerkes befand sich westlich der Stadt, am Rand des Elms gelegen. Die zu ihr führende Straße ist nach Richard Schirrmann, dem Gründer des Deutschen Jugendherbergswerkes, benannt. Bereits 1935 entstand die erste Jugendherberge in Schöningen, 1975 wurde daneben die heutige Herberge errichtet. Im Gebäude der ersten Herberge befand sich danach einige Zeit die Gaststätte [[Elmstübchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In der Stadt Schöningen gibt es die Schulformen der Primarstufe sowie der Sekundarstufen I und&amp;amp;nbsp;II. Dazu zählen die [[Grundschule Schöningen]], Hauptschule [[Eichendorffschule Schöningen|Eichendorffschule]], [[Realschule Schöningen]] und das Gymnasium [[Anna-Sophianeum]]. Die [[Wichernschule (Außenstelle Büddenstedt)|Förderschule Comeniusschule]] ist in den [[Helmstedt]]er Stadtteil [[Büddenstedt]] umgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straßenverkehr ====&lt;br /&gt;
Über die [[Bundesstraße 244]] in Fahrtrichtung Helmstedt hat die Stadt Schöningen Anschluss an die [[Bundesautobahn 2|A&amp;amp;nbsp;2]] (Hannover-Berlin). Des Weiteren beginnt die [[Bundesstraße 82]], die durch den Harz bis zur Anschlussstelle Rhüden an der Bundesautobahn 7 (Hannover-Kassel) führt, am Stadtrand von Schöningen. Durch Schöningen führen auch die [[Deutsche Fachwerkstraße]] und die [[Deutsche Ferienroute Alpen-Ostsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Straßen und Plätze in Schöningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schienenverkehr ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Schöningen stillgelegt.jpg|mini|Ehemaliger [[Bahnhof Schöningen]]]]&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Schöningen]] war über die [[Bahnstrecke Jerxheim–Helmstedt]], die [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn|Bahnstrecke Braunschweig–Schöningen]] und die [[Bahnstrecke Eilsleben–Schöningen]], der &#039;&#039;Bahnhof Schöningen Süd&#039;&#039; über die [[Bahnstrecke Oschersleben–Schöningen]] erreichbar. Alle diese Bahnstrecken sind stillgelegt. Im Dezember [[2007]] fuhr der letzte Zug vom [[Bahnhof Schöningen]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://helmstedter-sonntag.de/2019/10/23/schoeninger-bahnhof-gestern-heute-und-in-zukunft-teil-1/ &#039;&#039;Schöninger Bahnhof - Gestern, Heute und in Zukunft - Teil 1.&#039;&#039;] helmstedter-sonntag.de, 23. Oktober 2019, abgerufen am 18. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Rose]]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Pause]] ([[2017]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;In Klammern das Jahr der Ernennung.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürgermeister ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Grau]]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Pause]] ([[2016]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;In Klammern das Jahr der Ernennung.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Willigis]] (* ca. [[940]]; † [[1011]]), Erzbischof von Mainz&lt;br /&gt;
* [[Brandes (Familie)|Brandes]], Patrizierfamilie und Mäzene der Julius-Universität stammt aus Schöningen&lt;br /&gt;
* [[Andreas Heinrich Bucholtz]] ([[1607]]–[[1671]]), lutherischer Theologe&lt;br /&gt;
* [[Christoph Joachim Bucholtz]] ([[1607]]–[[1679]]), deutscher Rechtswissenschaftler und Bürgermeister von Hameln&lt;br /&gt;
* [[Sigismund Andreas Cuno]] ([[1675]]–[[1747]]), deutscher Pädagoge und Heimatforscher&lt;br /&gt;
* [[Rudolf August Nolte]] ([[1703]]–[[1752]]), Jurist und Historiker&lt;br /&gt;
* [[Theodor Christoph Grotrian]] ([[1755]]–[[1829]]), Generalsuperintendent in Holzminden und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Joachim Theodor Cunze]] ([[1760]]–[[1822]]), Rektor des [[Anna-Sophianeum]]s und Pastor&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Anton Dehne]] ([[1787]]–[[1856]]), Pharmazeut und Naturforscher&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Grotrian]] ([[1803]]–[[1860]]), Instrumentenbauer&lt;br /&gt;
* [[Frederick Langenheim]] ([[1809]]–[[1879]]), deutsch-amerikanischer Fotograf und Erfinder&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Ornstein]] ([[1809]]–[[1896]]), Mediziner, Generalarzt in Griechenland&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Lefeldt]] ([[1813]]–[[1913]]), Ingenieur, Erfinder und Maschinenbauer&lt;br /&gt;
* [[Hermann Münchmeyer der Ältere]] ([[1815]]–[[1909]]), Kaufmann, Bankier und Konsul von Haiti&lt;br /&gt;
* [[Fritz Heckner]] ([[1826]]–[[1904]]), Fabrikant und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wilhelm Appel]] ([[1850]]–[[1923]]), Kaufmann und Fabrikant&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Sachtleben]] ([[1856]]–[[1917]]), Chemiker und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Otto Rasche]] ([[1859]]–[[1933]]), Architekt und Braunschweiger Kommunalpolitiker&lt;br /&gt;
* [[Otto Schütte]] ([[1860]]–[[1920]]/[[1924]]), Gymnasialprofessor und Lokalhistoriker in Braunschweig&lt;br /&gt;
* [[Bruno Schrader]] ([[1861]]–[[1926]]), Pianist, Komponist und Musikschriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Gustav Brandes|Gustav Philipp Hermann Brandes]] ([[1862]]–[[1941]]), Zoologe, mit besonderen Verdiensten als Parasitologe, Hochschullehrer sowie Zoodirektor in Halle und später Dresden&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Pfitzinger|Wilhelm August Pfitzinger]] ([[1864]]–[[1939]]), Chemiker, entdeckte [[1886]] die nach ihm benannte Pfitzinger-Reaktion&lt;br /&gt;
* [[Alfred Forke]] ([[1867]]–[[1944]]), deutscher Sinologe&lt;br /&gt;
* [[Kurt Strümpell]] ([[1872]]–[[1923]]), Kolonialoffizier und Afrika-Forscher&lt;br /&gt;
* [[Karl Rose]] ([[1886]]–[[1985]]), Mittelschulrektor, Gründer des Heimatmuseums und erster Vorsitzender des [[Heimatverein Schöningen und Umgebung|Schöninger Heimatvereins]], Verfasser von Heimatbüchern, Ehrenbürger der Stadt&lt;br /&gt;
* [[Paul Fanger]] ([[1889]]–[[1945]]), Marineoffizier, zuletzt Admiral im Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
* [[Otto Rodewald]] ([[1891]]–[[1960]]), Maler und Grafiker &lt;br /&gt;
* [[Alfred Tack]] ([[1898]]–[[1970]]), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Edith Müller-Ortloff]] ([[1911]]–[[1994]]), Textilkünstlerin&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hamel]] ([[1911]]–[[2002]]), deutscher Theologe (DDR) &lt;br /&gt;
* [[Hermann Klaue]] ([[1912]]–[[2001]]), Ingenieur und Erfinder&lt;br /&gt;
* [[Alfred Schliestedt]] ([[1921]]–[[1963]]), Bundestagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Helga Pilarczyk]] ([[1925]]–[[2011]]), Opernsängerin (Sopran)&lt;br /&gt;
* [[Henning Piper]] ([[1931]]–[[2012]]), deutscher Richter am OLG Dresden, Honorarprofessor&lt;br /&gt;
* [[Horst Voigt]] ([[1933]]–[[2023]]), niedersächsischer Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Udo Köneke]] (* [[1938]]), niedersächsischer Politiker (SPD) und Mitglied des Niedersächsischen Landtages&lt;br /&gt;
* [[Rolf-Dieter Backhauß]] (* [[1941]]), ehemaliger Niedersächsischer Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Baumert]], (* [[1941]]), Bildungsforscher&lt;br /&gt;
* [[Ilse Stiewitt]] (* [[1943]]), Sozialwirtin und Politikerin (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Reimar Oltmanns]] (* [[1949]]), Journalist und Buchautor&lt;br /&gt;
* [[Gertrud Böttcher]] (* [[1940]]?), erste Pastorin der Evangelischen Landeskirche Braunschweig, Gemeindepfarrerin von St. Lorenz&lt;br /&gt;
* [[Peter Hayduk]] ([[1953]]–[[2026]]), ehemaliger Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (* [[1963]]), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Dießner]] (* [[1980]]), Kapitän und Präsident des Verbandes Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Werner Else]], Rektor der Esbecker Schule, Heimatkundler und Verfasser von Heimatbüchern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* [[Sophia Jagiellonica]] ([[1522]]–[[1575]]), eigentlich Zofia Jagiellonka, polnische Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht der Jagiellonen, ab [[1556]] durch Heirat Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel&lt;br /&gt;
* [[Katharina von Brandenburg]] ([[1602]]–[[1644]]), Prinzessin von Brandenburg und durch Heirat nacheinander Fürstin von Siebenbürgen und Herzogin von Sachsen-Lauenburg, von [[1629]] bis [[1630]] Fürstin von Siebenbürgen, verzichtete aber wieder auf die Regentschaft&lt;br /&gt;
* [[Joachim Johann Mader]] ([[1626]]–[[1680]]), Historiker und Pädagoge, war von [[1651]] bis [[1680]] Rektor des Gymnasiums&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Nolte]] ([[1694]]–[[1754]]), Schulleiter des Gymnasiums und Philologe&lt;br /&gt;
* [[William von Seckendorff|William Carl Adam Freiherr von Seckendorff]] ([[1799]]–[[1863]]), Bergbaubeamter, Mineraloge und Salinendirektor in Schöningen&lt;br /&gt;
* [[Alfred Burgemeister]] ([[1906]]–[[1970]]), CDU-Politiker, Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
* [[Alfred Schliestedt]] ([[1921]]–[[1963]]), Pädagoge und Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Fritz Bäther]] ([[1928]]–[[1979]]), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Konrad Velensek]] ([[1942]]–[[2024]]), Boxeuropameister im Halbschwergewicht [[1971]]&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Thieme]] (* [[1947]]), prähistorischer Archäologe, der von [[1981]] bis zu seiner Pensionierung im Jahr [[2012]] beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege tätig war. Sein Spezialgebiet war die Altsteinzeit. [[1994]] entdeckte er die altsteinzeitlichen [[Schöninger Speere]] bei Ausgrabungen im [[Tagebau Schöningen|Braunkohletagebau Schöningen]].&lt;br /&gt;
* [[Hermann Lühr]] (* [[1953]]), deutscher Autor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Zeiller: S. Lorentij Closter. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Ducatus Brunswick et Lüneburg (= Topographia Germaniae. Band 15). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 138 ([https://de.wikisource.org/wiki/de:Topographia%20Braunschweig%20L%C3%BCneburg:%20S.%20Lorentij%20Closter Volltext] [Wikisource]).&lt;br /&gt;
* Martin Zeiller: Schöningen. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Ducatus Brunswick et Lüneburg (= Topographia Germaniae. Band 15). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 185–186 ([https://de.wikisource.org/wiki/de:Topographia%20Braunschweig%20L%C3%BCneburg:%20Sch%C3%B6ningen Volltext] [Wikisource]).&lt;br /&gt;
* Christof Römer: &#039;&#039;Schöningen – die östliche Residenzstadt des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel&#039;&#039; (= &#039;&#039;Beiträge zur Geschichte des Landkreises und der ehemaligen Universität Helmstedt.&#039;&#039; 5, ISSN [https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220175-4610%22&amp;amp;key=cql 0175-4610]). Landkreis Helmstedt, Helmstedt 1982.&lt;br /&gt;
* Elke Stern: &#039;&#039;Söhne und Töchter der Stadt Schöningen.&#039;&#039; Schöningen 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.schoeningen.de Stadt Schöningen] Offizielle Website&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/stadtderspeere Stadt Schöningen] bei Facebook&lt;br /&gt;
* [https://www.instagram.com/schoeningen.stadt.der.speere Stadt Schöningen] bei Instagram&lt;br /&gt;
* [https://www.braunschweig-touren.de/Seiten/Schoeningen2.htm Schöningen] auf der Website &#039;&#039;Im Braunschweiger Land – zwischen Harz und Heide&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=4106620-0 Literatur von und über Schöningen] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Schöningen}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Helmstedt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schoningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schöningen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Landkreis Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Sch%C3%B6ningen&amp;diff=13712</id>
		<title>Schöningen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Sch%C3%B6ningen&amp;diff=13712"/>
		<updated>2026-08-04T07:04:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Art                  = Stadt&lt;br /&gt;
| Name                 = Schöningen&lt;br /&gt;
| Wappen               = Wappen Schöningen.png&lt;br /&gt;
| Breitengrad          = 52/8/20/N&lt;br /&gt;
| Längengrad           = 10/58/11/E&lt;br /&gt;
| Karte                = &lt;br /&gt;
| Lageplan             = &lt;br /&gt;
| Lageplanbeschreibung = &lt;br /&gt;
| Bundesland           = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Regierungsbezirk     = &lt;br /&gt;
| Direktionsbezirk     = &lt;br /&gt;
| Landkreis            = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Kreis                = &lt;br /&gt;
| Höhe                 = 126&lt;br /&gt;
| Fläche               = 35.47&lt;br /&gt;
| Einwohner            = 10937&lt;br /&gt;
| Stand                = 2025-12-31&lt;br /&gt;
| PLZ                  = [[38364]]&lt;br /&gt;
| PLZ-alt              = [[3338]]&lt;br /&gt;
| Vorwahl              = [[05352]]&lt;br /&gt;
| Kfz                  = [[HE]]&lt;br /&gt;
| Gemeindeschlüssel    = 03 1 54 019&lt;br /&gt;
| LOCODE               = DE 73U&lt;br /&gt;
| Gliederung           = 3 Stadtteile&lt;br /&gt;
| Straße               = &lt;br /&gt;
| Adresse              = [[Markt (Schöningen)|Markt]] 1&amp;lt;br /&amp;gt;[[38364]] Schöningen&lt;br /&gt;
| Adresse-Verband      = &lt;br /&gt;
| Website              = [https://www.schoeningen.de schoeningen.de]&lt;br /&gt;
| Bürgermeister        = [[Malte Schneider]]&lt;br /&gt;
| Bürgermeistertitel   = &lt;br /&gt;
| Partei               = [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen Rathaus 2023-1.jpg|mini|Die Räume der [[Rathaus (Schöningen)|Schöninger Stadtverwaltung]] befinden sich links hinter den Bäumen; im Erdgeschoss des alten [[Rathaus (Schöningen)|Rathaus]]es ist das Restaurant [[Ratskeller (Schöningen)|Ratskeller]] untergebracht]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schöningen&#039;&#039;&#039; ist eine Stadt im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Schöningen liegt am Höhenzug [[Elm]] etwa elf Kilometer südwestlich der Kreisstadt [[Helmstedt]] an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtgliederung ===&lt;br /&gt;
Schöningen gliedert sich mit zwei naheliegenden Ortschaften in drei Stadtteile:&lt;br /&gt;
* [[Esbeck]]&lt;br /&gt;
* [[Hoiersdorf]]&lt;br /&gt;
* Schöningen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Schöningen Merian.png|mini|links|[[Matthäus Merian der Jüngere|Merian]]-Stich um 1654]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gebiet um Schöningen hielten sich bereits während der Altsteinzeit Frühmenschen auf. Innerhalb des ehemaligen [[Tagebau Schöningen|Tagebaus Schöningen]] wurden [[1994]] bei Ausgrabungen die rund 200.000 Jahre alten „[[Schöninger Speere]]“ gefunden. Die Wurfgeräte sind die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen, die einen wichtigen Beleg für die aktive Jagd des &#039;&#039;Homo heidelbergensis&#039;&#039; darstellen. Die seither anhaltenden [[Archäologische Ausgrabungsstätten im Tagebau Schöningen|Ausgrabungen im Tagebau Schöningen]] führten zu weiteren bedeutenden Entdeckungen, wie dem Fund des [[Wurfstöcke von Schöningen|Wurfstocks von Schöningen]] als ältestem Exemplar weltweit, dem Fund des [[Waldelefant von Schöningen|Waldelefanten von Schöningen]] und dem Fund von mehreren Säbelzahnkatzen. [[2023]] wurden hier drei Fußabdrücke des &#039;&#039;Homo heidelbergensis&#039;&#039; freigelegt, die etwa 300.000 Jahre alt sein sollen und damit die ältesten jemals entdeckten menschlichen Fußabdrücke weltweit sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/inland/fossilien-niedersachsen-fussabdruecke-100.html &#039;&#039;300.000 Jahre alte Fußspuren entdeckt&#039;&#039;] auf tagesschau.de vom 12. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine durchgehende Besiedlung ist für die Stadt Schöningen, die wegen ihrer Salzvorkommen besondere Bedeutung erlangte, seit etwa Christi Geburt nachweisbar. Sie war in karolingischer Zeit Königshof, wurde [[747]] zusammen mit Ohrum erstmals urkundlich erwähnt als „Scahaningi“ und ist damit der älteste Ort im ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Bereits damals gab es hier die [[Saline Schöningen]]. Sowohl Pippin der Jüngere als auch Karl der Große sind auf ihren Kriegszügen in Schöningen eingezogen. [[994]] und [[995]] hielt auch König Otto&amp;amp;nbsp;III. mehrmals hier Hoflager, dessen Kanzler Erzbischof [[Willigis]] von Mainz in Schöningen geboren sein soll. Mehrere Adelsgeschlechter hatten am Elmrand ihren Sitz und im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde dem Deutsch-Ritter-Orden die im [[Elm]] nahe Schöningen liegende [[Elmsburg]] übertragen. Die Edelherren von [[Warberg]] waren reichsunmittelbar und nur dem König untertan. Als das Geschlecht in Fehden verarmte, trug es seine Besitztümer den Welfen als Lehen auf. Die Welfen hatten bereits um [[1347]] mit dem [[Schloss Schöningen]] eine starke Befestigung zum Schutz ihrer östlichen Landesgrenze angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1949]] bis [[1989]] lag Schöningen im Zonenrandgebiet, unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. [[1976]] wurde die Fußgängerzone eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?artikel=1519&amp;amp;menuid=625&amp;amp;topmenu=625&amp;amp;date=2013-06-26 |wayback=20180225205936 |text=Geschichte 1970 bis 1979 auf Internetpräsenz des Landkreises Helmstedt }}, abgerufen am 25. Februar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1989]] berichtete &#039;&#039;Der Spiegel&#039;&#039; über eine Abhörstation der NSA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494509.html &#039;&#039;NSA: Amerikas großes Ohr&#039;&#039;], Der Spiegel, Heft 8/1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. November [[1989]] wurde im Zuge der Wende die Grenze geöffnet und die Straße in den Nachbarort Hötensleben mit der Brücke über die [[Schöninger Aue]] freigegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Schwulera (Hg.): &#039;&#039;Hötensleben. Geschichte des Ortes von 1016 bis 2006&#039;&#039;. Geiger, Horb 2007, ISBN 978-3-86595-224-0, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1997]] war Schöningen Ausrichter des Kulturfestes Tag der Braunschweigischen Landschaft.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Postgeschichte ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Postroute Braunschweig–Helmstedt–Magdeburg#Schöningen|titel1=Postroute Braunschweig–Helmstedt–Magdeburg}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1. April [[1971]] wurde ein Großteil des Gebietes der aufgelösten Gemeinde [[Alversdorf]] eingegliedert. Am 1. März [[1974]] kamen [[Esbeck]] und [[Hoiersdorf]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt (Hrsg.): &#039;&#039;Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982.&#039;&#039; W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 271-272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
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| [[1861]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.mtv-schoeningen.de/verein/historisches&amp;lt;/ref&amp;gt; || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 4766 {{Unverändert}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| [[1969]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 17981 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;small&amp;gt;Hinweis: Einwohnerzahlen von [https://www1.nls.niedersachsen.de/Statistik/html/default.asp Landesamt für Statistik Niedersachsen] (Bevölkerung nach Geschlecht; Fläche, Bevölkerungsdichte (Gemeinde)) sind angegeben nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis [[1830]] handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden mit den Kirchen [[Clus-Kirche (Schöningen)|Clus]], [[St. Lorenz (Schöningen)|St. Lorenz]] und [[St. Vincenz (Schöningen)|St. Vincenz]] gehören zur [[Evangelisch-lutherische Propstei Helmstedt|Propstei Helmstedt]], ebenso wie die Kirchen in den Ortsteilen [[Esbeck]] ([[St. Andreas (Esbeck)|St. Andreas]]) und [[Hoiersdorf]] ([[St. Nicolai (Hoiersdorf)|St. Nicolai]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche [[Maria Hilfe der Christen (Schöningen)|Maria Hilfe der Christen]], umgangssprachlich auch kurz &#039;&#039;St. Marien&#039;&#039; genannt, befindet sich an der [[Anna-Sophien-Straße (Schöningen)|Anna-Sophien-Straße]]. Die [[1907]]/[[1908]] von Maximilian Jagielski erbaute Kirche ist heute eine der ältesten Kirchen im [[Dekanat Wolfsburg–Helmstedt]]. Zur Pfarrgemeinde gehört seit [[2006]] auch die katholische Kirche [[Maria von der Immerwährenden Hilfe (Jerxheim)|Maria von der Immerwährenden Hilfe]] in [[Jerxheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Christuskirche (Schöningen)|Christuskirche]] an der [[Helmstedter Straße (Schöningen)|Helmstedter Straße]] wurde [[1985]] errichtet und gehört zur Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schöningen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Neuapostolische Kirche Gemeinde Schöningen|Neuapostolische Kirche]] befindet sich an der [[Danziger Straße (Schöningen)|Danziger Straße]]. Von [[1908]] an bildete sich die Kirchengemeinde, sie gehört heute zum Kirchenbezirk Braunschweig. In den 1960er-Jahren wurde das erste Gotteshaus errichtet, in den 1980er-Jahren die heutige Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner waren die Zeugen Jehovas in Schöningen vertreten. Zum 1. Mai [[2017]] wurden die Versammlungen mit denen in [[Helmstedt]] zusammengelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://jehovaszeugen.de/wp-content/uploads/sites/5/2022/07/Amtsblatt_2017_Nr._3.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gemeindehaus „Königreichssaal der Jehovas Zeugen“ in Massiv- und Putzbauweise mit Satteldach aus dem Jahr [[2010]] stand [[2018]] zum Verkauf. Gebäude und Nutzfläche wurden mit knapp 180 m² angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.facebook.com/ZJinfo/posts/pfbid02G3xscWMnV23vsTo77K2Cdbd6DtapUwVSvEtcPx1ywoRfxdC4cCpcB4tY9n4AS4qSl&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND         = DE&lt;br /&gt;
|DIFF2        = ja&lt;br /&gt;
|PROZENT      = nein&lt;br /&gt;
| TITEL        = Ratswahl Schöningen 2021&lt;br /&gt;
| TITEL2       = &lt;br /&gt;
| JAHRALT      = 2016&lt;br /&gt;
| PARTEI1      = SPD&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS1    = 40.13&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT1 = 39.38&lt;br /&gt;
| PARTEI2      = CDU&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS2    = 30.21&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT2 = 34.64&lt;br /&gt;
| PARTEI3      = GRÜNE&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS3    = 10.25&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT3 = 6.09&lt;br /&gt;
| PARTEI4      = ZIEL&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS4    = 9.77&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT4 = 5.00&lt;br /&gt;
| PARTEI5      = AfD&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS5    = 6.85&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT5 = 0.00&lt;br /&gt;
| PARTEI6      = LINKE&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS6    = 2.79&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT6 = 0.00&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Bei der Gemeinderatswahl gaben 4.720 von 9.448 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,96 %.&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=222&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_3_id_242&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rat der Stadt Schöningen zählt 28&amp;amp;nbsp;Ratsmitglieder. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten [[Kommunalwahl 2021 (Landkreis Helmstedt)|Kommunalwahl am 12.&amp;amp;nbsp;September 2021]] wie folgt dar:{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Überschrift = Sitzverteilung im Rat der Stadt Schöningen seit 2021&lt;br /&gt;
| float = right&lt;br /&gt;
| Land  = DE&lt;br /&gt;
|SPD|CDU|GRÜNE|ZIEL|AFD|LINKE&lt;br /&gt;
| SPD   = 11&lt;br /&gt;
| CDU   = 8&lt;br /&gt;
| GRÜNE = 3&lt;br /&gt;
| ZIEL  = 3&lt;br /&gt;
| AFD   = 2&lt;br /&gt;
| LINKE = 1&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Rat%20der%20Stadt%20Sch_oe_ningen%202011%2011.09.2011_____05083011301200&amp;amp;showData=ergebnis Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Gesamtergebnis)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Rat%20der%20Stadt%20Sch_oe_ningen%202011%2011.09.2011_____05083011301200&amp;amp;showData=sitze Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Sitzverteilung)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schoeningen.de/fileadmin/user_upload/Bekanntmachung_Ergebnis_Rat.pdf schoeningen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schoeningen.de/schoeningen/news/details/hinweise-zur-kommunalwahl-am-sonntag-wahlergebnisse |titel=Kommunalwahl - Übersicht der Schöninger Wahlergebnisse |datum=2021-09-14 |abruf=2025-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;Parteien und Wählergemeinschaften&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;%&amp;lt;br /&amp;gt;2021&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2021&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | %&amp;lt;br /&amp;gt;2016&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2016&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | %&amp;lt;br /&amp;gt;2011&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2011&lt;br /&gt;
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| [[Wählergruppe|Unabhängige Wählergemeinschaft]]&lt;br /&gt;
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| [[Freie Demokratische Partei]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;siehe auch: [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 2021–2026)|Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen Wahlperiode 2021–2026]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 1981–1986)|1981–1986]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 1964–1968)|1964–1968]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
In der Direktwahl am 10. September 2006 wurde [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (parteilos) mit Wirkung vom 1. November 2006 zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Am 1. November [[2011]] trat dieser nach seinem Sieg bei der Direktwahl im selben Jahr das Amt des Landrates des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] an. Bis zur [[Bürgermeister:innenwahl 2012 (Schöningen)|Wahl eine:r neuen Bürgermeister:in am 26. Februar 2012]] übernahm der Erste Stadtrat Peter Voß die Verwaltungsaufgaben. Repräsentativ wurde das Amt vorläufig vom 1. Stellvertretenden Bürgermeister [[Siegfried Pause]] übernommen. Vom 1. März 2012 bis 29. Februar 2020 bekleidete der parteilose [[Henry Bäsecke]] das Amt des Stadtoberhauptes. Seit dem 1. März 2020 ist der Jurist [[Malte Schneider]] Oberhaupt der Stadt, der sich bei der [[Bürgermeister:innenwahl 2019 (Schöningen)|Bürgermeister:innenwahl]] am 10. November 2019 mit 66,13 Prozent der Stimmen gegen den CDU-Politiker [[Markus Sobotta]] durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Bürgermeister:innen von Schöningen}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Schöningen unterhält vier Städtepartnerschaften:&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} Oschersleben in Deutschland seit dem 2. Februar [[1990]]&lt;br /&gt;
* {{TUN|#}} Beni Hassen in Tunesien seit dem 26. März [[1995]]&lt;br /&gt;
* {{UKR|#}} Solotschiw in der Ukraine seit dem 14. Januar [[1996]]&lt;br /&gt;
* {{FIN|#}} Outokumpu in Finnland seit dem 15. September [[2000]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.finland.de/dfgnrw/let07-00.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das städtische [[Heimatverein Schöningen und Umgebung|Heimatmuseum Schöningen]], [[Markt (Schöningen)|Markt]]&amp;amp;nbsp;33, das im Herbst [[1981]] in dem [[1593]] errichteten Renaissancegebäude der alten Lateinschule „[[Anna-Sophianeum]]” wiedereröffnet wurde, gibt einen guten Überblick über die Entwicklung dieses Raumes seit der Vorgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vermutliche Geburtshaus des früheren Mainzer Erzbischofs [[Willigis]] (* ca. [[940]]; † [[1011]]) befindet sich in der [[Salzstraße (Schöningen)|Salzstraße]] im Stadtzentrum. Das Mainzer Stadtwappen soll auf ihn zurückgehen. Eine Gedenktafel an dem Haus weist auf dieses Ereignis hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[2004]] wurde im Torhäuschen des [[Schloss Schöningen|Schöninger Schlosses]] ein Seilereimuseum eingerichtet. Dieses Museum bezog sich auf eine in Schöningen über 200-jährige Tradition. Dort konnte man unter anderem Ausstellungsstücke und Seilerwerkzeuge aus früherer Zeit besichtigen. Anfang [[2020]] wurde das Seilereimuseum geschlossen, da der Museumsbetreiber, Seilermeister Walter Lutze, verstorben war, und sein Nachlass dem geplanten Deutschen Hafenmuseum in Hamburg zur Verfügung gestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Brich |url=https://www.helmstedter-nachrichten.de/helmstedt/article228139557/Schoeninger-Seilereimuseum-zieht-in-den-Hamburger-Hafen.html |titel=Schöninger Seilereimuseum zieht in den Hamburger Hafen |werk=Helmstedter-Nachrichten.de |hrsg=BZV Medienhaus GmbH |datum=2020-01-14 |sprache=de |abruf=2020-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Torhäuschen ist seit [[2021]] eine Ausstellung über die Bergbaugeschichte Schöningens zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Brich: &#039;&#039;Bergbautradition hat in Schöningen eine neue Heimat.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Helmstedter Nachrichten.&#039;&#039; Beilage &#039;&#039;Zukunft in Helmstedt.&#039;&#039; Ausgabe vom 25. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesnachrichtendienst (BND) betreibt seit Ende der 1950er-Jahre mit der [[BND-Außenstelle Schöningen]] gegenüber dem [[Golf- und Land-Club St. Lorenz Schöningen|Golfplatz]] am Waldrand eine große Abhöranlage unter dem Decknamen der „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“. Hier sind mehrere große Satellitenspiegel zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Schöningen}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Theater und Museen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Seit [[2017]] veranstaltet der gebürtige Schöninger [[Fabian Riaz]], Teilnehmer an &#039;&#039;The Voice of Germany&#039;&#039; und &#039;&#039;All together now&#039;&#039;, jährlich das &#039;&#039;Riaz and Friends&#039;&#039;-Konzert (mit Unterbrechung während der Covid-19-Pandemie)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.instagram.com/accounts/login/?next=https%3A%2F%2Fwww.instagram.com%2Fp%2FCRHhH94sWQo%2F |titel=Anmeldung • Instagram |abruf=2023-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Niklas Eppert |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article236354687/The-Voice-Stars-kommen-wieder-ins-Palaeon-in-Schoeningen.html |titel=Riaz und Witt holen „The Voice“-Stars nach Schöningen |datum=2022-09-09 |abruf=2023-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Regelmäßige Gastkünstler sind &#039;&#039;The Voice&#039;&#039;-Siegerin Jamie-Lee Kriewitz, &#039;&#039;DSDS&#039;&#039;-Sieger Sem Eisinger sowie &#039;&#039;The Voice&#039;&#039;-Finalist [[Ayke Witt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Brich |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article238106333/Open-Air-in-Schoeningen-mit-DSDS-Kandidat-Sem-Eisinger.html |titel=DSDS-Gewinner Sem Eisinger tritt in Schöningen auf |datum=2023-04-16 |abruf=2023-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
==== Schloss ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Schöningen.jpg|mini|[[Schloss Schöningen]]]]&lt;br /&gt;
Der Schlossbau beruht auf Welfenherzog Magnus, der hier um [[1350]] ein Jagdschloss errichten ließ. Es diente gleichzeitig als Grenzfeste zu den Gebieten der Bischöfe von Halberstadt und Magdeburg. Die Anlage nahm Schaden, als der Schmalkaldische Bund gegen Herzog Heinrich den Jüngeren in einen Religionskrieg zog. Das Schloss wurde später in ein Wohngebäude umgestaltet und diente zwischen [[1568]] und [[1659]] drei Braunschweiger Herzoginnen, Sophia Jagiellonica (Sophie Jagiello), Elisabeth von Dänemark und Anna Sophia von Brandenburg, als Witwensitz. Um [[1644]] lebte und starb hier Annas Schwester Katharina von Brandenburg. Die Schlossanlage gehörte zu den prunkvollsten Gebäuden nahe dem [[Elm]]. Sie diente den Welfenherzögen mit ihrer Residenz in Wolfenbüttel und ihrem Gefolge oft als Unterkunft bei Treibjagden im [[Elm]]. Bei einer Jagd sollen sie mit 3.000 Treibern in den [[Elm]] gezogen sein. Am 25. Januar [[1681]] heiratete Elisabeth Eleonore von Braunschweig-Wolfenbüttel hier Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen. [[1733]] übernachtete der preußische Kronprinz Friedrich –&amp;amp;nbsp;der spätere König Friedrich der Große&amp;amp;nbsp;– hier bei der Anreise zu seiner Hochzeit mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern im Schloss Salzdahlum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Schloss Schöningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kloster und Kirche St. Lorenz ====&lt;br /&gt;
[[Datei:StLorenz SuedOst 2013.jpg|mini|[[St. Lorenz (Schöningen)|St.-Lorenz-Kirche]]]]&lt;br /&gt;
Die Kirche [[St. Lorenz (Schöningen)|St. Lorenz]] geht aus einem [[1120]] von Bischof Reinhard von Halberstadt als Augustiner-Chorherren-Stift gegründeten Kloster hervor. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde der Hauptschiff völlig zerstört. Es entstand eine behelfsmäßige Ergänzung im spätgotischen Stil, bei der die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen erhielten. Seit der Säkularisation [[1648]] wird das Kirchengebäude von der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Schöningen genutzt. Die Baugeschichte der Kirche ist nicht vollständig bekannt. Dazu fanden von [[1992]] mit Unterbrechungen bis [[2003]] archäologische Untersuchungen statt. Dabei wurden zwischen romanischen Mauern Fundamente festgestellt, die älteren Datums sind. Seit langem wird in Schöningen eine im 8. Jahrhundert bestehende Pfalz der Karolinger als Vorposten gegen die Slawen im Osten vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Lorenz (Schöningen)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Forschungsmuseum Schöningen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Speere Museum Schöningen.jpg|mini|Forschungsmuseum]]&lt;br /&gt;
Das unweit der Fundstelle der [[Schöninger Speere]] gelegene Museum, das [[2013]] als [[paläon]] eröffnet wurde, widmet sich der interdisziplinären Erforschung der [[Archäologische Ausgrabungsstätten im Tagebau Schöningen|Schöninger Fundstellen]] sowie der pleistozänen Archäologie im früheren Braunkohletagebau. Es präsentiert in einer erlebnisorientierten Ausstellung die originalen Funde. Der transparente Forschungs- und Laborbereich sowie ein interaktives Besucherlabor sollen die Bereiche Forschung und Museum verknüpfen. Landschaftsbiotope, darunter eine Weide mit Wildpferden, veranschaulichen auf dem 34 Hektar großen Außengelände typische Pflanzengesellschaften der Warmzeit. Der Ort ist als außerschulischer Lernort anerkannt. Das [[paläon]] ging am 1. Juli [[2019]] nach Verlusten in Millionenhöhe&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/ratgeber/reise/braunschweiger_land/Forschungsmuseum-Schoeningen-zeigt-Steinzeit-Speere-,palaeon149.html &#039;&#039;Die ältesten Speere der Menschheit bewundern&#039;&#039;] bei ndr.de vom 19. Mai 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; in die Verantwortung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Forschungsmuseum Schöningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Alte Feuerwache ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen Feuerwehr alt.jpg|mini|Alte Feuerwache ([[2023]])]]&lt;br /&gt;
Die gegenüber dem [[Schloss Schöningen]] liegende Feuerwache von [[1907]] wurde [[2019]] zu einer [[Feuerwache Rösterei|Kaffeerösterei]] mit Café umgebaut. Die Feuerwehr zog am 8. November [[2014]] feierlich in neue Räumlichkeiten. Die alte Feuerwache musste aus Platzgründen aufgegeben werden.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Grünflächen und Naherholung ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
In Schöningen existieren mehrere Sportvereine, die hauptsächlich Breitensport betreiben. Die erste Fußballmannschaft des [[FC Schöningen 08]] spielte 13 Jahre lang in der höchsten niedersächsischen Amateurliga. Die Formation „Imagination“ des [[TC Schöningen]] startet seit [[2005]] erfolgreich in der 1. Bundesliga Jazz und Modern Dance im Deutschen Tanzsportverband und ist seit [[2008]] international erfolgreich. Der [[MTV Schöningen]] der älteste und größte Turnverein der Stadt und einer der ältesten Sportvereine im ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Der Breitensportverein verfügt über eine etwa 1,5&amp;amp;nbsp;ha große Sportanlage mit vier Tennisplätzen, Laufbahnen, Weitsprunganlage, Hartplatz und einer Beachvolleyballanlage sowie einem etwa 150&amp;amp;nbsp;m² großen Übungsraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem größeren [[Elmstadion]] können noch mehrere Hallen genutzt werden. Zusätzlich ist ein Schwimmbad vorhanden, das [[Badezentrum Negenborn]]. Dieses besitzt neben einem 50&amp;amp;nbsp;m Wettkampfbecken und einer 115&amp;amp;nbsp;m Riesenrutsche einen Whirlpool, eine Sauna und eine Liegewiese im Freien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Norden befindet sich in direkter Nähe zum [[St. Lorenz (Schöningen)|St.-Lorenz-Kloster]] der Golfplatz des [[Golf- und Land-Club St. Lorenz Schöningen|GLC St. Lorenz Schöningen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Einmal im Jahr wird auf dem [[Markt (Schöningen)|Markt]] das [[Altstadtfest (Schöningen)|Altstadtfest]] ausgerichtet.&lt;br /&gt;
* Seit [[2005]] findet das [[Open Air Kino]] auf dem Hof des [[Schloss Schöningen]] statt.&lt;br /&gt;
* Seit [[2024]] findet jährlich das [[Fiebig Open Air]] statt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
In Schöningen hat die [[Bankhaus Rautenschlein]] AG ihren Sitz, eine auf den Agrar- und Landwirtschaftssektor spezialisierte Privatbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1998]] wurde im Stadtgebiet die [[Abfallverwertungsanlage Helmstedt]] in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die lokale Berichterstattung wird von der Braunschweiger Zeitung und dem [[Helmstedter Sonntag]] übernommen. Letztere ist eine durch Anzeigen finanzierte Wochenzeitung. Seit [[2013]] wird in Schöningen das Special-Interest-Printmagazin „[[Neon Zombie|Neon Zombie – Das Magazin für phantastisches Kino und filmische Popkultur!]]“ publiziert und weltweit vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Die Stadt verfügt über eine [[Freiwillige Feuerwehr Schöningen|Freiwillige Feuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis [[1973]] bestand das [[Amtsgericht Schöningen|Amtsgericht Schöningen]]. Seit dem 1. Juli [[1973]] gehört der Zuständigkeitsbereich zum [[Amtsgericht Helmstedt|Amtsgerichts Helmstedt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amtsgericht&amp;quot;&amp;gt;[[Amtsgericht Helmstedt]]: [http://www.amtsgericht-helmstedt.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=18798&amp;amp;article_id=70571&amp;amp;_psmand=117 Aus der Geschichte des Amtsgerichts Helmstedt]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Jugendherberge Schöningen]] des Deutschen Jugendherbergswerkes befand sich westlich der Stadt, am Rand des Elms gelegen. Die zu ihr führende Straße ist nach Richard Schirrmann, dem Gründer des Deutschen Jugendherbergswerkes, benannt. Bereits 1935 entstand die erste Jugendherberge in Schöningen, 1975 wurde daneben die heutige Herberge errichtet. Im Gebäude der ersten Herberge befand sich danach einige Zeit die Gaststätte [[Elmstübchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
In der Stadt Schöningen gibt es die Schulformen der Primarstufe sowie der Sekundarstufen I und&amp;amp;nbsp;II. Dazu zählen die [[Grundschule Schöningen]], Hauptschule [[Eichendorffschule Schöningen|Eichendorffschule]], [[Realschule Schöningen]] und das Gymnasium [[Anna-Sophianeum]]. Die [[Wichernschule (Außenstelle Büddenstedt)|Förderschule Comeniusschule]] ist in den [[Helmstedt]]er Stadtteil [[Büddenstedt]] umgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straßenverkehr ====&lt;br /&gt;
Über die [[Bundesstraße 244]] in Fahrtrichtung Helmstedt hat die Stadt Schöningen Anschluss an die [[Bundesautobahn 2|A&amp;amp;nbsp;2]] (Hannover-Berlin). Des Weiteren beginnt die [[Bundesstraße 82]], die durch den Harz bis zur Anschlussstelle Rhüden an der Bundesautobahn 7 (Hannover-Kassel) führt, am Stadtrand von Schöningen. Durch Schöningen führen auch die [[Deutsche Fachwerkstraße]] und die [[Deutsche Ferienroute Alpen-Ostsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Straßen und Plätze in Schöningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schienenverkehr ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Schöningen stillgelegt.jpg|mini|Ehemaliger [[Bahnhof Schöningen]]]]&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Schöningen]] war über die [[Bahnstrecke Jerxheim–Helmstedt]], die [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn|Bahnstrecke Braunschweig–Schöningen]] und die [[Bahnstrecke Eilsleben–Schöningen]], der &#039;&#039;Bahnhof Schöningen Süd&#039;&#039; über die [[Bahnstrecke Oschersleben–Schöningen]] erreichbar. Alle diese Bahnstrecken sind stillgelegt. Im Dezember [[2007]] fuhr der letzte Zug vom [[Bahnhof Schöningen]] ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://helmstedter-sonntag.de/2019/10/23/schoeninger-bahnhof-gestern-heute-und-in-zukunft-teil-1/ &#039;&#039;Schöninger Bahnhof - Gestern, Heute und in Zukunft - Teil 1.&#039;&#039;] helmstedter-sonntag.de, 23. Oktober 2019, abgerufen am 18. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Rose]]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Pause]] ([[2017]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;In Klammern das Jahr der Ernennung.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürgermeister ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Grau]]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Pause]] ([[2016]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;In Klammern das Jahr der Ernennung.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Willigis]] (* ca. [[940]]; † [[1011]]), Erzbischof von Mainz&lt;br /&gt;
* [[Brandes (Familie)|Brandes]], Patrizierfamilie und Mäzene der Julius-Universität stammt aus Schöningen&lt;br /&gt;
* [[Andreas Heinrich Bucholtz]] ([[1607]]–[[1671]]), lutherischer Theologe&lt;br /&gt;
* [[Christoph Joachim Bucholtz]] ([[1607]]–[[1679]]), deutscher Rechtswissenschaftler und Bürgermeister von Hameln&lt;br /&gt;
* [[Sigismund Andreas Cuno]] ([[1675]]–[[1747]]), deutscher Pädagoge und Heimatforscher&lt;br /&gt;
* [[Rudolf August Nolte]] ([[1703]]–[[1752]]), Jurist und Historiker&lt;br /&gt;
* [[Theodor Christoph Grotrian]] ([[1755]]–[[1829]]), Generalsuperintendent in Holzminden und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Joachim Theodor Cunze]] ([[1760]]–[[1822]]), Rektor des [[Anna-Sophianeum]]s und Pastor&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Anton Dehne]] ([[1787]]–[[1856]]), Pharmazeut und Naturforscher&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Grotrian]] ([[1803]]–[[1860]]), Instrumentenbauer&lt;br /&gt;
* [[Frederick Langenheim]] ([[1809]]–[[1879]]), deutsch-amerikanischer Fotograf und Erfinder&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Ornstein]] ([[1809]]–[[1896]]), Mediziner, Generalarzt in Griechenland&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Lefeldt]] ([[1813]]–[[1913]]), Ingenieur, Erfinder und Maschinenbauer&lt;br /&gt;
* [[Hermann Münchmeyer der Ältere]] ([[1815]]–[[1909]]), Kaufmann, Bankier und Konsul von Haiti&lt;br /&gt;
* [[Fritz Heckner]] ([[1826]]–[[1904]]), Fabrikant und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wilhelm Appel]] ([[1850]]–[[1923]]), Kaufmann und Fabrikant&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Sachtleben]] ([[1856]]–[[1917]]), Chemiker und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Otto Rasche]] ([[1859]]–[[1933]]), Architekt und Braunschweiger Kommunalpolitiker&lt;br /&gt;
* [[Otto Schütte]] ([[1860]]–[[1920]]/[[1924]]), Gymnasialprofessor und Lokalhistoriker in Braunschweig&lt;br /&gt;
* [[Bruno Schrader]] ([[1861]]–[[1926]]), Pianist, Komponist und Musikschriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Gustav Brandes|Gustav Philipp Hermann Brandes]] ([[1862]]–[[1941]]), Zoologe, mit besonderen Verdiensten als Parasitologe, Hochschullehrer sowie Zoodirektor in Halle und später Dresden&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Pfitzinger|Wilhelm August Pfitzinger]] ([[1864]]–[[1939]]), Chemiker, entdeckte [[1886]] die nach ihm benannte Pfitzinger-Reaktion&lt;br /&gt;
* [[Alfred Forke]] ([[1867]]–[[1944]]), deutscher Sinologe&lt;br /&gt;
* [[Kurt Strümpell]] ([[1872]]–[[1923]]), Kolonialoffizier und Afrika-Forscher&lt;br /&gt;
* [[Karl Rose]] ([[1886]]–[[1985]]), Mittelschulrektor, Gründer des Heimatmuseums und erster Vorsitzender des [[Heimatverein Schöningen und Umgebung|Schöninger Heimatvereins]], Verfasser von Heimatbüchern, Ehrenbürger der Stadt&lt;br /&gt;
* [[Paul Fanger]] ([[1889]]–[[1945]]), Marineoffizier, zuletzt Admiral im Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
* [[Otto Rodewald]] ([[1891]]–[[1960]]), Maler und Grafiker &lt;br /&gt;
* [[Alfred Tack]] ([[1898]]–[[1970]]), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Edith Müller-Ortloff]] ([[1911]]–[[1994]]), Textilkünstlerin&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hamel]] ([[1911]]–[[2002]]), deutscher Theologe (DDR) &lt;br /&gt;
* [[Hermann Klaue]] ([[1912]]–[[2001]]), Ingenieur und Erfinder&lt;br /&gt;
* [[Alfred Schliestedt]] ([[1921]]–[[1963]]), Bundestagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Helga Pilarczyk]] ([[1925]]–[[2011]]), Opernsängerin (Sopran)&lt;br /&gt;
* [[Henning Piper]] ([[1931]]–[[2012]]), deutscher Richter am OLG Dresden, Honorarprofessor&lt;br /&gt;
* [[Horst Voigt]] ([[1933]]–[[2023]]), niedersächsischer Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Udo Köneke]] (* [[1938]]), niedersächsischer Politiker (SPD) und Mitglied des Niedersächsischen Landtages&lt;br /&gt;
* [[Rolf-Dieter Backhauß]] (* [[1941]]), ehemaliger Niedersächsischer Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Baumert]], (* [[1941]]), Bildungsforscher&lt;br /&gt;
* [[Ilse Stiewitt]] (* [[1943]]), Sozialwirtin und Politikerin (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Reimar Oltmanns]] (* [[1949]]), Journalist und Buchautor&lt;br /&gt;
* [[Gertrud Böttcher]] (* [[1940]]?), erste Pastorin der Evangelischen Landeskirche Braunschweig, Gemeindepfarrerin von St. Lorenz&lt;br /&gt;
* [[Peter Hayduk]] ([[1953]]–[[2026]]), ehemaliger Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (* [[1963]]), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Dießner]] (* [[1980]]), Kapitän und Präsident des Verbandes Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Werner Else]], Rektor der Esbecker Schule, Heimatkundler und Verfasser von Heimatbüchern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* [[Sophia Jagiellonica]] ([[1522]]–[[1575]]), eigentlich Zofia Jagiellonka, polnische Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht der Jagiellonen, ab [[1556]] durch Heirat Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel&lt;br /&gt;
* [[Katharina von Brandenburg]] ([[1602]]–[[1644]]), Prinzessin von Brandenburg und durch Heirat nacheinander Fürstin von Siebenbürgen und Herzogin von Sachsen-Lauenburg, von [[1629]] bis [[1630]] Fürstin von Siebenbürgen, verzichtete aber wieder auf die Regentschaft&lt;br /&gt;
* [[Joachim Johann Mader]] ([[1626]]–[[1680]]), Historiker und Pädagoge, war von [[1651]] bis [[1680]] Rektor des Gymnasiums&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Nolte]] ([[1694]]–[[1754]]), Schulleiter des Gymnasiums und Philologe&lt;br /&gt;
* [[William von Seckendorff|William Carl Adam Freiherr von Seckendorff]] ([[1799]]–[[1863]]), Bergbaubeamter, Mineraloge und Salinendirektor in Schöningen&lt;br /&gt;
* [[Alfred Burgemeister]] ([[1906]]–[[1970]]), CDU-Politiker, Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
* [[Alfred Schliestedt]] ([[1921]]–[[1963]]), Pädagoge und Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Fritz Bäther]] ([[1928]]–[[1979]]), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Konrad Velensek]] ([[1942]]–[[2024]]), Boxeuropameister im Halbschwergewicht [[1971]]&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Thieme]] (* [[1947]]), prähistorischer Archäologe, der von [[1981]] bis zu seiner Pensionierung im Jahr [[2012]] beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege tätig war. Sein Spezialgebiet war die Altsteinzeit. [[1994]] entdeckte er die altsteinzeitlichen [[Schöninger Speere]] bei Ausgrabungen im [[Tagebau Schöningen|Braunkohletagebau Schöningen]].&lt;br /&gt;
* [[Hermann Lühr]] (* [[1953]]), deutscher Autor&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Zeiller: S. Lorentij Closter. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Ducatus Brunswick et Lüneburg (= Topographia Germaniae. Band 15). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 138 ([https://de.wikisource.org/wiki/de:Topographia%20Braunschweig%20L%C3%BCneburg:%20S.%20Lorentij%20Closter Volltext] [Wikisource]).&lt;br /&gt;
* Martin Zeiller: Schöningen. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Ducatus Brunswick et Lüneburg (= Topographia Germaniae. Band 15). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1654, S. 185–186 ([https://de.wikisource.org/wiki/de:Topographia%20Braunschweig%20L%C3%BCneburg:%20Sch%C3%B6ningen Volltext] [Wikisource]).&lt;br /&gt;
* Christof Römer: &#039;&#039;Schöningen – die östliche Residenzstadt des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel&#039;&#039; (= &#039;&#039;Beiträge zur Geschichte des Landkreises und der ehemaligen Universität Helmstedt.&#039;&#039; 5, ISSN [https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220175-4610%22&amp;amp;key=cql 0175-4610]). Landkreis Helmstedt, Helmstedt 1982.&lt;br /&gt;
* Elke Stern: &#039;&#039;Söhne und Töchter der Stadt Schöningen.&#039;&#039; Schöningen 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.schoeningen.de Stadt Schöningen] Offizielle Website&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/stadtderspeere Stadt Schöningen] bei Facebook&lt;br /&gt;
* [https://www.instagram.com/schoeningen.stadt.der.speere Stadt Schöningen] bei Instagram&lt;br /&gt;
* [https://www.braunschweig-touren.de/Seiten/Schoeningen2.htm Schöningen] auf der Website &#039;&#039;Im Braunschweiger Land – zwischen Harz und Heide&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;query=4106620-0 Literatur von und über Schöningen] im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Schöningen}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Helmstedt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schoningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schöningen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Landkreis Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=SuperCup_(Kreis_Helmstedt)_2022&amp;diff=13711</id>
		<title>SuperCup (Kreis Helmstedt) 2022</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=SuperCup_(Kreis_Helmstedt)_2022&amp;diff=13711"/>
		<updated>2026-08-04T06:04:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Fußball-Pokalsaison&lt;br /&gt;
| Name                        = SuperCup 2022&lt;br /&gt;
| Bild                        = &lt;br /&gt;
| Pokalsieger                 = [[FC Türk Gücü Helmstedt]]&lt;br /&gt;
| Europa League Qualifizierte = &lt;br /&gt;
| erstes Spiel                = 19. Juli [[2022]]&lt;br /&gt;
| Finale                      = 26. Juli [[2022]]&lt;br /&gt;
| Finalstadion                = Sportplatz [[SSC Klein Sisbeck]]&lt;br /&gt;
| Mannschaften                = 6&lt;br /&gt;
| Spiele                      = 9&lt;br /&gt;
| gespielte Spiele            = 9&lt;br /&gt;
| geschossene Tore            = 36&lt;br /&gt;
| Zuschauer                   = &lt;br /&gt;
| Torschützenkönig            = &lt;br /&gt;
| Gelbe Karten                = &lt;br /&gt;
| Gelb-rote Karten            = &lt;br /&gt;
| Rote Karten                 = &lt;br /&gt;
| vorherige Saison            = [[SuperCup (Kreis Helmstedt) 2021|SuperCup 2021]]&lt;br /&gt;
| nachfolgende Saison         = [[SuperCup (Kreis Helmstedt) 2023|SuperCup 2023]]&lt;br /&gt;
| nachgeordneter Pokal        = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;SuperCup 2022&#039;&#039;&#039; wurde vom 19. bis zum 26. Juli [[2022]] auf dem Sportplatz des [[SSC Klein Sisbeck]] in [[Klein Sisbeck]], einem Ortsteil der Gemeinde [[Groß Twülpstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen. Ausrichter war der [[Niedersächsischer Fußballverband|Niedersächsische Fußballverband (Kreis Helmstedt)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gruppenphase ==&lt;br /&gt;
=== Gruppe 1 ===&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Kopf|nosort=1|float=right|Team=Verein}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=1 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FC Türk Gücü Helmstedt]]&#039;&#039;&#039; |S=2 |U=0 |N=0 |ET=7 |GT=3}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=2 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]]&#039;&#039;&#039; |S=1 |U=0 |N=1 |ET=3 |GT=3}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Rang=3 |Verein=[[SV Lauingen Bornum]] |S=0 |U=0 |N=2 |ET=3 |GT=7}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 19. Juli [[2022]], 18:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| [[SV Lauingen Bornum]] || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 1:2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 19. Juli [[2022]], 19:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;[[FC Türk Gücü Helmstedt]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | [[SV Lauingen Bornum]] || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 5:2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 19. Juli [[2022]], 20:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| [[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]] || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Türk Gücü Helmstedt]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 1:2&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppe 2 ===&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Kopf|nosort=1|float=right|Team=Verein}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=1 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FC Heeseberg]]&#039;&#039;&#039; |S=2 |U=0 |N=0 |ET=5 |GT=0}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=2 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FC Schunter]]&#039;&#039;&#039; |S=1 |U=0 |N=1 |ET=4 |GT=2}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Rang=3 |Verein=[[STV Holzland]] |S=0 |U=0 |N=2 |ET=0 |GT=7}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 20. Juli [[2022]], 18:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| [[FC Schunter]] || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Heeseberg]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 0:2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 20. Juli [[2022]], 19:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| [[STV Holzland]] || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Schunter]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 0:4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;[[FC Heeseberg]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | [[STV Holzland]] || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 3:0&lt;br /&gt;
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== Finalrunde ==&lt;br /&gt;
=== Halbfinale ===&lt;br /&gt;
Als Sieger der Gruppe 2 hätte der [[FC Heeseberg]] das zweite Halbfinale gegen die [[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]], Zweitplatzierter der Gruppe 1, bestreiten sollen. Aufgrund von Personalengpässen musste die Mannschaft jedoch verzichten. Deshalb rückten die Gruppengegner auf. Der [[FC Schunter]] nahm den Platz des [[FC Heeseberg]] ein und traf auf die [[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]]. Der [[STV Holzland]] sollte gegen [[FC Türk Gücü Helmstedt]] antreten, musste jedoch ebenfalls wegen Personalmangel verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/sport/helmstedt/article402511885/fc-heeseberg-kein-super-cup-halbfinale-trotz-platz-1.html |titel=FC Heeseberg: Kein Super-Cup-Halbfinale trotz Platz 1 |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2022-07-21 |abruf=2026-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[FC Türk Gücü Helmstedt]] zog damit kampflos in das Finale ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | [[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]] || style=&amp;quot;text-align:center;width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Schunter]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:14em&amp;quot; | 1:3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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=== Finale ===&lt;br /&gt;
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|- style=&amp;quot;background:#FFFFFF;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Türk Gücü Helmstedt]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | [[FC Schunter]] || style=&amp;quot;width:14em&amp;quot; | 7:3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.fussball.de/spieltagsuebersicht/supercup-2022-kreis-helmstedt-kreisturnier-herren-saison2223-niedersachsen/-/staffel/02ILVE2DF8000000VS5489B4VS7CGIFK-C#!/ Saison 22/23 – SuperCup 2022]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste SuperCup}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußball (Landkreis Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=SuperCup_(Kreis_Helmstedt)_2022&amp;diff=13710</id>
		<title>SuperCup (Kreis Helmstedt) 2022</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=SuperCup_(Kreis_Helmstedt)_2022&amp;diff=13710"/>
		<updated>2026-08-04T05:50:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Halbfinale */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Fußball-Pokalsaison&lt;br /&gt;
| Name                        = SuperCup 2022&lt;br /&gt;
| Bild                        = &lt;br /&gt;
| Pokalsieger                 = [[FC Türk Gücü Helmstedt]]&lt;br /&gt;
| Europa League Qualifizierte = &lt;br /&gt;
| erstes Spiel                = 19. Juli [[2022]]&lt;br /&gt;
| Finale                      = 26. Juli [[2022]]&lt;br /&gt;
| Finalstadion                = Sportplatz [[SSC Klein Sisbeck]]&lt;br /&gt;
| Mannschaften                = 6&lt;br /&gt;
| Spiele                      = 9&lt;br /&gt;
| gespielte Spiele            = 9&lt;br /&gt;
| geschossene Tore            = &lt;br /&gt;
| Zuschauer                   = &lt;br /&gt;
| Torschützenkönig            = &lt;br /&gt;
| Gelbe Karten                = &lt;br /&gt;
| Gelb-rote Karten            = &lt;br /&gt;
| Rote Karten                 = &lt;br /&gt;
| vorherige Saison            = [[SuperCup (Kreis Helmstedt) 2021|SuperCup 2021]]&lt;br /&gt;
| nachfolgende Saison         = [[SuperCup (Kreis Helmstedt) 2023|SuperCup 2023]]&lt;br /&gt;
| nachgeordneter Pokal        = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;SuperCup 2022&#039;&#039;&#039; wurde vom 19. bis zum 26. Juli [[2022]] auf dem Sportplatz des [[SSC Klein Sisbeck]] in [[Klein Sisbeck]], einem Ortsteil der Gemeinde [[Groß Twülpstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland ausgetragen. Ausrichter war der [[Niedersächsischer Fußballverband|Niedersächsische Fußballverband (Kreis Helmstedt)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gruppenphase ==&lt;br /&gt;
=== Gruppe 1 ===&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Kopf|nosort=1|float=right|Team=Verein}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=1 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FC Türk Gücü Helmstedt]]&#039;&#039;&#039; |S=2 |U=0 |N=0 |ET=7 |GT=3}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=2 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]]&#039;&#039;&#039; |S=1 |U=0 |N=1 |ET=3 |GT=3}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Rang=3 |Verein=[[SV Lauingen Bornum]] |S=0 |U=0 |N=2 |ET=3 |GT=7}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 19. Juli [[2022]], 18:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| [[SV Lauingen Bornum]] || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 1:2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 19. Juli [[2022]], 19:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;[[FC Türk Gücü Helmstedt]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | [[SV Lauingen Bornum]] || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 5:2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gruppe 2 ===&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Kopf|nosort=1|float=right|Team=Verein}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=1 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FC Heeseberg]]&#039;&#039;&#039; |S=2 |U=0 |N=0 |ET=5 |GT=0}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Farbe=#ccffcc |Rang=2 |Verein=&#039;&#039;&#039;[[FC Schunter]]&#039;&#039;&#039; |S=1 |U=0 |N=1 |ET=4 |GT=2}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Zeile|Rang=3 |Verein=[[STV Holzland]] |S=0 |U=0 |N=2 |ET=0 |GT=7}}&lt;br /&gt;
{{Fußballtabelle/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot; | 20. Juli [[2022]], 18:00 Uhr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot;| [[STV Holzland]] || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Schunter]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:4em&amp;quot; | 0:4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finalrunde ==&lt;br /&gt;
=== Halbfinale ===&lt;br /&gt;
Als Sieger der Gruppe 2 hätte der [[FC Heeseberg]] das zweite Halbfinale gegen die [[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]], Zweitplatzierter der Gruppe 1, bestreiten sollen. Aufgrund von Personalengpässen musste die Mannschaft jedoch verzichten. Deshalb rückten die Gruppengegner auf. Der [[FC Schunter]] nahm den Platz des [[FC Heeseberg]] ein und traf auf die [[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]]. Der [[STV Holzland]] sollte gegen [[FC Türk Gücü Helmstedt]] antreten, musste jedoch ebenfalls wegen Personalmangel verzichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/sport/helmstedt/article402511885/fc-heeseberg-kein-super-cup-halbfinale-trotz-platz-1.html |titel=FC Heeseberg: Kein Super-Cup-Halbfinale trotz Platz 1 |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2022-07-21 |abruf=2026-07-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[FC Türk Gücü Helmstedt]] zog damit kampflos in das Finale ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | [[FSV Schöningen|FSV Schöningen II]] || style=&amp;quot;text-align:center;width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Schunter]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;width:14em&amp;quot; | 1:3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Finale ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot; | 26. Juli [[2022]], 18:30 Uhr&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFFFFF;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;[[FC Türk Gücü Helmstedt]]&#039;&#039;&#039; || style=&amp;quot;text-align:center; width:1.5em&amp;quot; | – || style=&amp;quot;width:12em&amp;quot; | [[FC Schunter]] || style=&amp;quot;width:14em&amp;quot; | 7:3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.fussball.de/spieltagsuebersicht/supercup-2022-kreis-helmstedt-kreisturnier-herren-saison2223-niedersachsen/-/staffel/02ILVE2DF8000000VS5489B4VS7CGIFK-C#!/ Saison 22/23 – SuperCup 2022]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste SuperCup}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußball (Landkreis Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=St._Lorenz_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13709</id>
		<title>St. Lorenz (Schöningen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=St._Lorenz_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13709"/>
		<updated>2026-08-04T05:39:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Kirchengebäude&lt;br /&gt;
| Name                = St. Lorenz&lt;br /&gt;
| Bild                = StLorenz SuedOst 2013.jpg&lt;br /&gt;
| Bildunterschrift    = St.-Lorenz-Kirche (März [[2013]])&lt;br /&gt;
| Konfession          = evangelisch-lutherisch&lt;br /&gt;
| Widmung             = Hl. Laurentius&lt;br /&gt;
| Landeskirche        = Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig&lt;br /&gt;
| Ort                 = [[Schöningen]]&lt;br /&gt;
| Bauherr             = &lt;br /&gt;
| Architekt           = &lt;br /&gt;
| Baubeginn           = &lt;br /&gt;
| Fertigstellung      = &lt;br /&gt;
| Einweihung          = &lt;br /&gt;
| Widmungen           = &lt;br /&gt;
| Profanierung        = &lt;br /&gt;
| Profaniert          = &lt;br /&gt;
| Baustil             = &lt;br /&gt;
| Ausstattungsstil    = &lt;br /&gt;
| Bautyp              = &lt;br /&gt;
| Breitengrad         = 52.13882&lt;br /&gt;
| Längengrad          = 10.95644&lt;br /&gt;
| Region-ISO          = DE-NI&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen St Lorenz Kirche vom Elm.jpg|mini|Blick vom [[Elm (Höhenzug)|Elm]] auf die Kirche]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;St. Lorenz&#039;&#039;&#039; ist ein Kirchengebäude in der Stadt [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Die Kirche geht aus einem [[1120]] von Bischof Reinhard von Halberstadt als Augustiner-Chorherren-Stift gegründeten Kloster hervor, das [[1648]] säkularisiert wurde. Heute wird das Kirchengebäude von der evangelisch-lutherischen [[Kirchengemeinde St. Vincenz und St. Lorenz]] im Pfarrverband Helmstedt-Süd der [[Evangelisch-lutherische Propstei Helmstedt|Propstei Helmstedt]] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[1119]] hob Bischof Reinhard von Halberstadt das seit [[983]] in Schöningen ([[Ostendorf (Schöningen)|Ostendorf]]) bestehende Benediktinerinnen-Kloster St. Laurentius auf, da die Räumlichkeiten baufällig waren. Er ersetzte es durch das Augustiner-Chorherrenstift St. Laurentii im oberen Teil Schöningens ([[Westendorf (Schöningen)|Westendorf]]), das er mit Augustiner-Chorherren aus Hamersleben besetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die soziale Not im Mittelalter führte zu großen Verlusten, sodass weder die notwendigen Mittel zur Instandsetzung und Erhaltung der Kirche und des Stifts noch genügend Geistliche vorhanden waren. Als am 16. Oktober [[1542]] Braunschweigs Reformator Johannes Bugenhagen in [[Schöningen]] weilte, um das Stift in die Verwaltung der neuen Lehre zu übernehmen, waren außer dem Propst nur noch ein Mönch und einige Laienbrüder anwesend; alle übrigen waren nach Hamersleben geflüchtet. Der Propst lieferte Briefe und Siegel aus, während das Stift mit seinen Gütern in staatliche Verwaltung kam. Seit der Säkularisation [[1648]] des Stifts dient das Kirchengebäude als evangelische Pfarrkirche in [[Schöningen]]. Die weiteren Gebäude wurden als landwirtschaftliches Gut genutzt wurden, verfielen oder wurden abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Januar [[1970]] wird Gertrud Böttger als erste Pastorin der braunschweigischen Landeskirche nach St. Lorenz berufen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?artikel=1519&amp;amp;menuid=625&amp;amp;topmenu=625&amp;amp;date=2013-06-26 |wayback=20180225205936 |text=Geschichte 1970 bis 1979 auf Internetpräsenz des Landkreises Helmstedt }}, auf helmstedt.de, abgerufen am 25. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen Merian Kloster.jpg|mini|[[Matthäus Merian der Jüngere|Merian]]-Stich vom Stift St. Lorenz, um [[1654]]]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche, im 12. Jahrhundert errichtete Kirchengebäude wies eine flache Balkendecke auf. Ende des 13. Jahrhunderts wurde es im Chor mit einem Kreuzrippengewölbe versehen, wobei der [[Kaiserdom Königslutter]] als Vorbild diente. Als Grund für den Umbau wird ein möglicher Brand im Jahr [[1291]] vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Hauptschiff völlig zerstört. Es ist nicht bekannt, ob es einer Brandkatastrophe zum Opfer fiel oder ob es statische Probleme durch sackenden Boden zum Einsturz brachten. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand eine behelfsmäßige Ergänzung im spätgotischen Stil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei erhielten die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen. Abgeschlossen waren die Arbeiten im Jahr [[1491]], worauf ein Schlussstein deutet. Der südliche Kirchturm, der auch der „Lange“ genannt wird, war wesentlich höher, wie es ein um [[1650]] entstandener Kupferstich von Matthäus Merian zeigt. Hier schlug [[1690]] ein Blitz ein und spaltete den Turm, der erst Jahrzehnte danach ausgebessert wurde. Von dem auf der Nordseite gelegenen Kreuzgang ist nur ein bescheidener Rest erhalten. In einem an das nördliche Querschiff anschließenden Gang sieht man noch rot-schwarz gemalte Ranken, einen romanischen Bogen, der auf die westlich anschließende Fortsetzung hinweist, und zwei gotische Portale, die in das östliche Wirtschaftsgebäude führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1975]] bis [[1983]] erfolgte eine Sanierung des Kircheninnenraums mit der Errichtung eines beweglichen Altars und der Herstellung des heutigen Fußbodenniveaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Datei:Lorenz Kirche Schöningen Schnitt 1896.jpg|mini|Schnitt durch das Kirchengebäude, [[1896]]]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Baugeschichte der Kirche ist nicht vollständig bekannt. Die heute noch vorhandenen Gebäude lassen sich in einen älteren romanischen Teil mit Querhaus und Chor sowie in einen jüngeren gotischen Teil mit dem Langhaus unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1992]] setzten langandauernde archäologische Untersuchungen auf dem früheren Klosterareal ein, bei denen vor allem die Reste des Nord- und Westkreuzgangs freigelegt wurden. Anlass war die Erweiterung von Liegenschaften des angrenzenden [[GLC St. Lorenz Schöningen|Golfclubs]], der dafür einen Teil des früheren Konventgebäudes nutzen wollte. Die Ausgrabungen im Kircheninneren hielten mit Unterbrechungen bis [[2003]] an. Es wurden die Reste eines romanischen Kreuzganges mit seinem Nord- und Südflügel dokumentiert. Darin fanden sich 120 mittelalterliche Bestattungen und Heizungseinrichtungen. Fundstücke waren Dachziegel, Gefäßfragmente, Gürtelschnallen sowie Schreibgriffel aus Buntmetall. Auch wurden zwischen romanischen Mauern Fundamente festgestellt, die älteren Datums sind. Ebenso ließen sich Pfostenspuren feststellen, die zu älteren Gebäuden gehören könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Ausgrabungen wurde der Frage nachgegangen, ob an der Stelle vor der Kirchengründung von [[1120]] ein Bauwerk aus karolingischer oder ottonischer Zeit bestand. Seit langem wird in [[Schöningen]] eine im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bestehende Pfalz der Karolinger als Vorposten gegen die Slawen im Osten vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus C. Blaich, Richard Landwehr: &#039;&#039;Schöningen. Kirche und Stift St. Lorenz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen,&#039;&#039; 1/2020, S.&amp;amp;nbsp;27–31 ([https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/Objekte/St.-Lorenz/ Online]).&lt;br /&gt;
* Gertrud Böttger-Bolte: &#039;&#039;Die Lorenzkirche zu Schöningen. Die historische Entwicklung der Lorenzkirche und der Stadt Schöningen&#039;&#039; (Große Baudenkmäler, Heft 406). München/Berlin 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kirchen im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32673667/1/- St.-Lorenz-Kirche] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32630810/4/- Kloster / Klostergut St. Lorenz] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://www.braunschweig-touren.de/Seiten/Schoeningen2.htm Kirchenbeschreibung] auf Schöningen im Braunschweiger Land&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lorenzkirche Schoningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schöningen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Die Türme der heutigen &#039;&#039;St.&amp;amp;nbsp;Lorenz-Kirche&#039;&#039; und des früheren Klosters sind von weither sichtbar. Sie liegen ungewohnterweise im Osten der Kirche. Begründer des Klosters war der Bischof Reinhard von Halberstadt. 1119 hat dieser im Rahmen von Reformplänen das seit 983 in Schöningen (Ostendorf) bestehende Benediktinerinnen-Nonnenkloster St.&amp;amp;nbsp;Laurentius aufgehoben und 1120 das Augustiner-Männerkloster St.&amp;amp;nbsp;Laurentius im oberen Teil Schöningens (Westendorf) gegründet, da die Räumlichkeiten des Nonnenklosters als baufällig gekennzeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als flachgedeckt begonnene Bau wurde schon Ende des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im Chor mit einem Kreuzgewölbe versehen, wobei Vorbild der [[Kaiserdom Königslutter]] war. In der ersten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der Hauptbau völlig zerstört. Es ist bis heute nicht bekannt, ob das einstige Hauptschiff einer Brandkatastrophe zum Opfer gefallen ist oder ob statische Probleme durch sackenden Boden das Hauptschiff zum Einsturz brachte. In der zweiten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entstand als bescheidene Notlösung eine behelfsmäßige Ergänzung im gotischen Stil. Zu dieser Zeit haben die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen erhalten, wobei jedoch der südliche –&amp;amp;nbsp;der „Lange“ genannt&amp;amp;nbsp;– wesentlich höher war, wie es ein Kupferstich von etwa 1650 durch Merian bestätigt. Hier schlug 1690 ein Blitz ein und spaltete den Turm, der erst Jahrzehnte danach ausgebessert wurde. Von dem auf der Nordseite gelegenen Kreuzgang ist nur ein bescheidener Rest erhalten geblieben. In einem an das nördliche Querschiff anschließenden Gang sieht man noch rot-schwarz gemalte Ranken, einen romanischen Bogen, der auf die westlich anschließende Fortsetzung hinweist, und zwei gotische Portale, die in das östliche Wirtschaftsgebäude führen. Die soziale Not im Mittelalter führten zu großen Verlusten, so dass weder die notwendigen Mittel zur Instandsetzung und Erhaltung der Kirche und des Klosters, noch genügend Geistliche vorhanden waren. Als am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1542 Braunschweigs großer Reformator Johannes Bugenhagen in Schöningen weilte, um das Kloster in die Verwaltung der neuen Lehre zu übernehmen, waren außer dem Propst nur noch ein Mönch und einige Laienbrüder zugegen; alle übrigen waren nach Hamersleben geflüchtet. Der alte Propst lieferte Briefe und Siegel aus, während das Kloster mit seinen Gütern in staatliche Verwaltung kam. Die offizielle Säkularisation erfolgte 1648 unter Aufsicht der Klosterstube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vielen Jahren forschen auf dem Klostergelände Denkmalpfleger nach dem historischen Grund des Kirchengebäudes und vor allem die Reste des Nord- und Westkreuzganges. Bei Ausgrabungen wurde eine 2,4&amp;amp;nbsp;Meter breite Kalksteinmauer entlang des heutigen Langschiff der Kirche gefunden, die aus vorromanischer Zeit stammt. Für Mauerwerk dieser Dimension kommt eigentlich nur ein Wehrturm als Vorgänger der Kirche in Frage. Der Mauerfund gab Spekulationen neue Nahrung, dass die Curia gefunden sei. Seit Jahrzehnten wird in Schöningen die karolingische Pfalz vermutet, der Vorposten gegen die Slawen im Osten im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=St._Lorenz_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13708</id>
		<title>St. Lorenz (Schöningen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=St._Lorenz_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13708"/>
		<updated>2026-08-04T05:33:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Kirchengebäude&lt;br /&gt;
| Name                = St. Lorenz&lt;br /&gt;
| Bild                = StLorenz SuedOst 2013.jpg&lt;br /&gt;
| Bildunterschrift    = St.-Lorenz-Kirche (März [[2013]])&lt;br /&gt;
| Konfession          = evangelisch-lutherisch&lt;br /&gt;
| Widmung             = Hl. Laurentius&lt;br /&gt;
| Landeskirche        = Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig&lt;br /&gt;
| Ort                 = [[Schöningen]]&lt;br /&gt;
| Bauherr             = &lt;br /&gt;
| Architekt           = &lt;br /&gt;
| Baubeginn           = &lt;br /&gt;
| Fertigstellung      = &lt;br /&gt;
| Einweihung          = &lt;br /&gt;
| Widmungen           = &lt;br /&gt;
| Profanierung        = &lt;br /&gt;
| Profaniert          = &lt;br /&gt;
| Baustil             = &lt;br /&gt;
| Ausstattungsstil    = &lt;br /&gt;
| Bautyp              = &lt;br /&gt;
| Breitengrad         = 52.13882&lt;br /&gt;
| Längengrad          = 10.95644&lt;br /&gt;
| Region-ISO          = DE-NI&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen St Lorenz Kirche vom Elm.jpg|mini|Blick vom [[Elm (Höhenzug)|Elm]] auf die Kirche]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;St. Lorenz&#039;&#039;&#039; ist ein Kirchengebäude in der Stadt [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Die Kirche geht aus einem [[1120]] von Bischof Reinhard von Halberstadt als Augustiner-Chorherren-Stift gegründeten Kloster hervor, das [[1648]] säkularisiert wurde. Heute wird das Kirchengebäude von der evangelisch-lutherischen Gemeinde in [[Schöningen]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[1119]] hob Bischof Reinhard von Halberstadt das seit [[983]] in Schöningen ([[Ostendorf (Schöningen)|Ostendorf]]) bestehende Benediktinerinnen-Kloster St. Laurentius auf, da die Räumlichkeiten baufällig waren. Er ersetzte es durch das Augustiner-Chorherrenstift St. Laurentii im oberen Teil Schöningens ([[Westendorf (Schöningen)|Westendorf]]), das er mit Augustiner-Chorherren aus Hamersleben besetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die soziale Not im Mittelalter führte zu großen Verlusten, sodass weder die notwendigen Mittel zur Instandsetzung und Erhaltung der Kirche und des Stifts noch genügend Geistliche vorhanden waren. Als am 16. Oktober [[1542]] Braunschweigs Reformator Johannes Bugenhagen in [[Schöningen]] weilte, um das Stift in die Verwaltung der neuen Lehre zu übernehmen, waren außer dem Propst nur noch ein Mönch und einige Laienbrüder anwesend; alle übrigen waren nach Hamersleben geflüchtet. Der Propst lieferte Briefe und Siegel aus, während das Stift mit seinen Gütern in staatliche Verwaltung kam. Seit der Säkularisation [[1648]] des Stifts dient das Kirchengebäude als evangelische Pfarrkirche in [[Schöningen]]. Die weiteren Gebäude wurden als landwirtschaftliches Gut genutzt wurden, verfielen oder wurden abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Januar [[1970]] wird Gertrud Böttger als erste Pastorin der braunschweigischen Landeskirche nach St. Lorenz berufen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?artikel=1519&amp;amp;menuid=625&amp;amp;topmenu=625&amp;amp;date=2013-06-26 |wayback=20180225205936 |text=Geschichte 1970 bis 1979 auf Internetpräsenz des Landkreises Helmstedt }}, auf helmstedt.de, abgerufen am 25. Februar 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen Merian Kloster.jpg|mini|[[Matthäus Merian der Jüngere|Merian]]-Stich vom Stift St. Lorenz, um [[1654]]]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche, im 12. Jahrhundert errichtete Kirchengebäude wies eine flache Balkendecke auf. Ende des 13. Jahrhunderts wurde es im Chor mit einem Kreuzrippengewölbe versehen, wobei der [[Kaiserdom Königslutter]] als Vorbild diente. Als Grund für den Umbau wird ein möglicher Brand im Jahr [[1291]] vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurde das Hauptschiff völlig zerstört. Es ist nicht bekannt, ob es einer Brandkatastrophe zum Opfer fiel oder ob es statische Probleme durch sackenden Boden zum Einsturz brachten. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts entstand eine behelfsmäßige Ergänzung im spätgotischen Stil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei erhielten die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen. Abgeschlossen waren die Arbeiten im Jahr [[1491]], worauf ein Schlussstein deutet. Der südliche Kirchturm, der auch der „Lange“ genannt wird, war wesentlich höher, wie es ein um [[1650]] entstandener Kupferstich von Matthäus Merian zeigt. Hier schlug [[1690]] ein Blitz ein und spaltete den Turm, der erst Jahrzehnte danach ausgebessert wurde. Von dem auf der Nordseite gelegenen Kreuzgang ist nur ein bescheidener Rest erhalten. In einem an das nördliche Querschiff anschließenden Gang sieht man noch rot-schwarz gemalte Ranken, einen romanischen Bogen, der auf die westlich anschließende Fortsetzung hinweist, und zwei gotische Portale, die in das östliche Wirtschaftsgebäude führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1975]] bis [[1983]] erfolgte eine Sanierung des Kircheninnenraums mit der Errichtung eines beweglichen Altars und der Herstellung des heutigen Fußbodenniveaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
[[Datei:Lorenz Kirche Schöningen Schnitt 1896.jpg|mini|Schnitt durch das Kirchengebäude, [[1896]]]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Baugeschichte der Kirche ist nicht vollständig bekannt. Die heute noch vorhandenen Gebäude lassen sich in einen älteren romanischen Teil mit Querhaus und Chor sowie in einen jüngeren gotischen Teil mit dem Langhaus unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1992]] setzten langandauernde archäologische Untersuchungen auf dem früheren Klosterareal ein, bei denen vor allem die Reste des Nord- und Westkreuzgangs freigelegt wurden. Anlass war die Erweiterung von Liegenschaften des angrenzenden [[GLC St. Lorenz Schöningen|Golfclubs]], der dafür einen Teil des früheren Konventgebäudes nutzen wollte. Die Ausgrabungen im Kircheninneren hielten mit Unterbrechungen bis [[2003]] an. Es wurden die Reste eines romanischen Kreuzganges mit seinem Nord- und Südflügel dokumentiert. Darin fanden sich 120 mittelalterliche Bestattungen und Heizungseinrichtungen. Fundstücke waren Dachziegel, Gefäßfragmente, Gürtelschnallen sowie Schreibgriffel aus Buntmetall. Auch wurden zwischen romanischen Mauern Fundamente festgestellt, die älteren Datums sind. Ebenso ließen sich Pfostenspuren feststellen, die zu älteren Gebäuden gehören könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Ausgrabungen wurde der Frage nachgegangen, ob an der Stelle vor der Kirchengründung von [[1120]] ein Bauwerk aus karolingischer oder ottonischer Zeit bestand. Seit langem wird in [[Schöningen]] eine im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bestehende Pfalz der Karolinger als Vorposten gegen die Slawen im Osten vermutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus C. Blaich, Richard Landwehr: &#039;&#039;Schöningen. Kirche und Stift St. Lorenz.&#039;&#039; In: &#039;&#039;Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen,&#039;&#039; 1/2020, S.&amp;amp;nbsp;27–31 ([https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/Objekte/St.-Lorenz/ Online]).&lt;br /&gt;
* Gertrud Böttger-Bolte: &#039;&#039;Die Lorenzkirche zu Schöningen. Die historische Entwicklung der Lorenzkirche und der Stadt Schöningen&#039;&#039; (Große Baudenkmäler, Heft 406). München/Berlin 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kirchen im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32673667/1/- St.-Lorenz-Kirche] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32630810/4/- Kloster / Klostergut St. Lorenz] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://www.braunschweig-touren.de/Seiten/Schoeningen2.htm Kirchenbeschreibung] auf Schöningen im Braunschweiger Land&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lorenzkirche Schoningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schöningen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Die Türme der heutigen &#039;&#039;St.&amp;amp;nbsp;Lorenz-Kirche&#039;&#039; und des früheren Klosters sind von weither sichtbar. Sie liegen ungewohnterweise im Osten der Kirche. Begründer des Klosters war der Bischof Reinhard von Halberstadt. 1119 hat dieser im Rahmen von Reformplänen das seit 983 in Schöningen (Ostendorf) bestehende Benediktinerinnen-Nonnenkloster St.&amp;amp;nbsp;Laurentius aufgehoben und 1120 das Augustiner-Männerkloster St.&amp;amp;nbsp;Laurentius im oberen Teil Schöningens (Westendorf) gegründet, da die Räumlichkeiten des Nonnenklosters als baufällig gekennzeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als flachgedeckt begonnene Bau wurde schon Ende des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im Chor mit einem Kreuzgewölbe versehen, wobei Vorbild der [[Kaiserdom Königslutter]] war. In der ersten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der Hauptbau völlig zerstört. Es ist bis heute nicht bekannt, ob das einstige Hauptschiff einer Brandkatastrophe zum Opfer gefallen ist oder ob statische Probleme durch sackenden Boden das Hauptschiff zum Einsturz brachte. In der zweiten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entstand als bescheidene Notlösung eine behelfsmäßige Ergänzung im gotischen Stil. Zu dieser Zeit haben die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen erhalten, wobei jedoch der südliche –&amp;amp;nbsp;der „Lange“ genannt&amp;amp;nbsp;– wesentlich höher war, wie es ein Kupferstich von etwa 1650 durch Merian bestätigt. Hier schlug 1690 ein Blitz ein und spaltete den Turm, der erst Jahrzehnte danach ausgebessert wurde. Von dem auf der Nordseite gelegenen Kreuzgang ist nur ein bescheidener Rest erhalten geblieben. In einem an das nördliche Querschiff anschließenden Gang sieht man noch rot-schwarz gemalte Ranken, einen romanischen Bogen, der auf die westlich anschließende Fortsetzung hinweist, und zwei gotische Portale, die in das östliche Wirtschaftsgebäude führen. Die soziale Not im Mittelalter führten zu großen Verlusten, so dass weder die notwendigen Mittel zur Instandsetzung und Erhaltung der Kirche und des Klosters, noch genügend Geistliche vorhanden waren. Als am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1542 Braunschweigs großer Reformator Johannes Bugenhagen in Schöningen weilte, um das Kloster in die Verwaltung der neuen Lehre zu übernehmen, waren außer dem Propst nur noch ein Mönch und einige Laienbrüder zugegen; alle übrigen waren nach Hamersleben geflüchtet. Der alte Propst lieferte Briefe und Siegel aus, während das Kloster mit seinen Gütern in staatliche Verwaltung kam. Die offizielle Säkularisation erfolgte 1648 unter Aufsicht der Klosterstube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vielen Jahren forschen auf dem Klostergelände Denkmalpfleger nach dem historischen Grund des Kirchengebäudes und vor allem die Reste des Nord- und Westkreuzganges. Bei Ausgrabungen wurde eine 2,4&amp;amp;nbsp;Meter breite Kalksteinmauer entlang des heutigen Langschiff der Kirche gefunden, die aus vorromanischer Zeit stammt. Für Mauerwerk dieser Dimension kommt eigentlich nur ein Wehrturm als Vorgänger der Kirche in Frage. Der Mauerfund gab Spekulationen neue Nahrung, dass die Curia gefunden sei. Seit Jahrzehnten wird in Schöningen die karolingische Pfalz vermutet, der Vorposten gegen die Slawen im Osten im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=B%C3%BCrgermeister:innenwahl_2006_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13707</id>
		<title>Bürgermeister:innenwahl 2006 (Schöningen)</title>
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		<updated>2026-08-04T05:08:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bürgermeisterwahl 2006&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; fand in der Stadt Schöningen im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland statt.  In der Direktwahl am 10. September 2006 wurde Matthias Wunderling-Weilbier (parteilos) mit Wirkung vom 1. November 2006 zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt.  == Siehe auch == * Liste der Bürgermeister:innen von Schöningen &amp;lt;!-- == Einzelnachweise == &amp;lt;references /&amp;gt; --&amp;gt; {{Navigationsleiste Bürgermeis…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Bürgermeisterwahl 2006&#039;&#039;&#039; fand in der Stadt [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Direktwahl am 10. September [[2006]] wurde [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (parteilos) mit Wirkung vom 1. November [[2006]] zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Bürgermeister:innen von Schöningen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bürgermeister:innenwahlen (Schöningen)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Schöningen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister:in (Schöningen)|#]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Vorlage:Navigationsleiste_B%C3%BCrgermeister:innenwahlen_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13706</id>
		<title>Vorlage:Navigationsleiste Bürgermeister:innenwahlen (Schöningen)</title>
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		<updated>2026-08-04T05:06:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste&lt;br /&gt;
|BILD=[[Datei:Wappen Schöningen.png|40px|Wappen Stadt Schöningen]]&lt;br /&gt;
|TITEL=Bürgermeister:innenwahlen der Stadt [[Schöningen]]&lt;br /&gt;
|INHALT=&lt;br /&gt;
…&amp;amp;nbsp;&amp;amp;#124;&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister:innenwahl 2001 (Schöningen)|2001]]&amp;amp;nbsp;&amp;amp;#124;&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister:innenwahl 2006 (Schöningen)|2006]]&amp;amp;nbsp;&amp;amp;#124;&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister:innenwahl 2012 (Schöningen)|2012]]&amp;amp;nbsp;&amp;amp;#124;&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister:innenwahl 2019 (Schöningen)|2019]]&amp;amp;nbsp;&amp;amp;#124;&lt;br /&gt;
[[Bürgermeister:innenwahl 2026 (Schöningen)|2026]]&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorlage:Navigationsleiste|Burgermeisterinnenwahlen #Schöningen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Hoiersdorf&amp;diff=13705</id>
		<title>Hoiersdorf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Hoiersdorf&amp;diff=13705"/>
		<updated>2026-08-04T05:02:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Ortsrat */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Hoiersdorf&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Schöningen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Hoiersdorf.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen der Ortschaft Hoiersdorf&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52.126952&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10.945136&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 145&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 758&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2019-01-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-03-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Schöningen]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = [[38364]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = [[05352]]&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hoiersdorf&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Hoiersdorf liegt etwa 1 km südwestlich der Stadt [[Schöningen]] an der [[Bundesstraße 244]]. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Ortsgliederung ===&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Der Ortsteil ist sehr ländlich strukturiert.&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bedingt durch einen großen Brand im Jahr [[1851]] weist der Ort kaum ältere Bauwerke auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von [[1945]] bis [[1950]] hatte sich die Einwohnerzahl von Hoiersdorf von 684 ([[1939]]) auf 1286 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 444 Heimatvertriebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1. März [[1974]] wurde Hoiersdorf in die Stadt [[Schöningen]] eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber = Statistisches Bundesamt | Titel = Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 | Jahr = 1983 | Verlag = W. Kohlhammer GmbH | Ort = Stuttgart/Mainz | ISBN = 3-17-003263-1 | Seiten = 272}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner:innen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1821]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 358 {{Unverändert}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1849]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 414 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1871]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 691 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1905]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 723 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1910]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 722 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 666 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1933]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 683 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1939]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 684 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1286 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1174 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 758 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoiersdorf Nicolai 2023-1.jpg|mini|[[St. Nicolai (Hoiersdorf)|St.-Nicolai-Kirche]] (2023)]]&lt;br /&gt;
Hoiersdorf wurde durch die Reformation im 16. Jahrhundert protestantisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelisch-lutherische Kirche [[St. Nicolai (Hoiersdorf)|St. Nicolai]] gehört zur [[Kirchengemeinde St. Angelus am Elm]] im Pfarrverband Helmstedt-Süd der [[Evangelisch-lutherische Propstei Helmstedt|Propstei Helmstedt]] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.propstei-helmstedt.de/gemeinden/gemeinden/kirchengemeinde-st-angelus-am-elm/?user_lkbsaddress_pi2%5Bid%5D=802&amp;amp;cHash=8a47f33d625beecd13bf6976aa4b2eb6 Kirchengemeinde St. Angelus am Elm.] Propstei Helmstedt, abgerufen am 28. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Einwohner von Hoiersdorf gehören zur [[Pfarrgemeinde St. Marien]] und der Kirche [[Maria Hilfe der Christen (Schöningen)|Maria Hilfe der Christen]] in [[Schöningen]] im [[Dekanat Wolfsburg–Helmstedt]] des Bistums Hildesheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsrat ===&lt;br /&gt;
Bei der Ortsratswahl 2021 in Hoiersdorf gaben 292 von 670 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,58 %.&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_1348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span class=&amp;quot;explain&amp;quot; title=&amp;quot;Hoiersdorfer Bürgerliste (HBL)&amp;quot;&amp;gt;HBL&amp;lt;/span&amp;gt; (9 Sitze)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Bei der Ortsratswahl 2011 in [[Hoiersdorf]] gaben 410 von 700 wahlberechtigten Personen ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,85 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Ortsratswahl%20Hoiersdorf%202011%2011.09.2011_____110803135888536&amp;amp;showData=ergebnis Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Ortsrat Hoiersdorf, Gesamtergebnis)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Ortsratswahl%20Hoiersdorf%202011%2011.09.2011_____110803135888536&amp;amp;showData=sitze Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Ortsrat Hoiersdorf, Sitzverteilung)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* HBL (50,69 %, 7 Sitze)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Ortsbürgermeister ist [[Olaf Eppert]] ([[Wählergruppe|&amp;lt;span class=&amp;quot;explain&amp;quot; title=&amp;quot;Hoiersdorfer Bürgerliste (HBL)&amp;quot;&amp;gt;HBL&amp;lt;/span&amp;gt;]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/incoming/article401514739/olaf-eppert-als-hoiersdorfer-ortsbuergermeister-wiedergewaehlt.html |titel=Olaf Eppert als Hoiersdorfer Ortsbürgermeister wiedergewählt |autor=Markus Brich |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2021-11-03 |abruf=2025-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Theater und Museen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Im Ort existiert der [[Männer-Gesang-Verein Hoiersdorf von 1865|Männer-Gesang-Verein Hoiersdorf]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
=== Grünflächen und Naherholung ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Im Ort existieren der [[SV Hoiersdorf|Schützenverein Hoiersdorf]] und der [[Hoiersdorfer SV|Hoiersdorfer Sportverein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Einmal im Jahr findet ein [[Volksfest (Hoiersdorf)|Volksfest]] statt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftliche Leben wurde über Jahrzehnte durch eine Zuckerfabrik sowie eine Zementfabrik der Nordzement AG bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuckerfabrik wurde [[1856]] gegründet, stellte jedoch bereits [[1919]] ihren Betrieb ein. Sie nutzte die Braunkohle aus dem nahegelegenen [[Helmstedter Braunkohlerevier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zementfabrik Hoiersdorf.jpg|mini|Blick von oben aus nordöstlicher Richtung auf das ehemalige [[Zementfabrik Hoiersdorf|Zementwerk]] in Hoiersdorf]]&lt;br /&gt;
Die Gründung der [[Zementfabrik Hoiersdorf|Zementfabrik]] erfolgte [[1908]] als [[Portland-Cementfabrik Hoiersdorf|Portland-Cementfabrik Hoiersdorf GmbH]]. Das Zementwerk lag am westlichen Ortsrand. Von [[1920]] bis [[1933]] war die Zementfabrik aufgrund von Absatzmangel stillgelegt. [[1942]] trat die [[Portland-Cementfabrik Hoiersdorf|Portland-Cementfabrik Hoiersdorf GmbH]] der Interessengemeinschaft Norddeutscher Portland-Cementfabriken bei. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgte zunächst die Produktion von Kalk, mit der Zementproduktion wurde erst [[1947]] wieder begonnen. [[1950]] kam die Zementfabrik zur Norddeutschen Portland-Cementfabriken AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.holcim.de/sites/germany/files/images/Final_100_Jahre_Hoever_7.pdf &#039;&#039;Geschichte mit Zukunft.&#039;&#039;] Holcim (Deutschland) AG, Hamburg 2008, abgerufen am 29. Oktober 2023. (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Nachkriegszeit ging ein erheblicher Teil der Zementproduktion nach West-Berlin. Mitte der 1950er-Jahre war die Zementfabrik mit rund 140 Beschäftigten die nach der Mitarbeiterzahl zehntgrößte Firma im [[Landkreis Helmstedt]]. Das Material für die Zementfabrik stammte aus Steinbrüchen im [[Elm]] und bei [[Jerxheim]]. Mit dem Steinbruch im [[Elm]] war die Zementfabrik durch eine Materialseilbahn verbunden, das Material aus dem Steinbruch bei [[Jerxheim]] kam mit Lastkraftwagen nach Hoiersdorf. Ein eigener Gleisanschluss führte von der [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn|Eisenbahnstrecke Braunschweig-Schöningen]] bis zur Zementfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hoiersdorf wurden vier Wassermühlen betrieben, die sich alle am Hoiersdorfer Mühlengraben befanden und bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb waren. Es handelte sich dabei um die [[Fleitsmühle]], die [[Klostermühle]], die [[Triftmühle]] sowie die [[Mühle von W. Walter]]. Bei Wasserknappheit wurden die Mühlen von Elektromotoren angetrieben, nur die [[Fleitsmühle]] verfügte dafür über einen Dieselmotor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Poststelle I, die dem Hauptpostamt Schöningen untergeordnet war, wurde geschlossen. Nach der Eingemeindung von Hoiersdorf nach [[Schöningen]] bekam die Poststelle Hoiersdorf die Bezeichnung „Schöningen 4“. Heute steht in Hoiersdorf nur noch ein Postbriefkasten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Einzelhandelsgeschäfte, darunter ein Konsum-Lebensmittelgeschäft, und die Gaststätten wurden geschlossen, so dass heute außer einem Zigarettenautomat keine Einkaufsmöglichkeit des täglichen Bedarfs und keine Gastronomie mehr in Hoiersdorf vorhanden ist. Die Zweigstellen der [[Norddeutsche Landesbank|Norddeutschen Landesbank]] und der [[Genossenschaftsbank Söllingen|Genossenschaftsbank Söllingen eGmbH]] wurden ebenfalls geschlossen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Der Ort verfügt über eine [[Ortsfeuerwehr Hoiersdorf|Freiwillige Ortsfeuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Die [[Kita Kräuterwichtel]] besteht seit [[1967]] und befindet sich in Trägerschaft der Stadt [[Schöningen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schoeningerkitas.de/seite/126579/integrativer-gesundheitskindergarten-kr%C3%A4uterwichtel-hoiersdorf.html &#039;&#039;Kita Kräuterwichtel.&#039;&#039;] Stadt Schöningen, abgerufen am 28. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[2013]] wurde sie als Gesundheitskindergarten nach Sebastian Kneipp zertifiziert. [[2023]] ist die Kita in die Räumlichkeiten der ehemaligen [[Grundschule Hoiersdorf]] umgezogen, dort finden jetzt zwei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe platz. Das in den 1960er-Jahren errichtete Gebäude auf dem [[Auf dem Bruckberge (Hoiersdorf)|Bruckberge]] wartet seitdem auf eine Nachnutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.regionalheute.de/helmstedt/schoeninger-kita-wird-um-zwei-krippengruppen-erweitert-helmstedt-1685039780 |titel=Schöninger Kita wird um zwei Krippengruppen erweitert |werk=regionalHeute.de |datum=2023-05-25 |abruf=2025-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Schule in Hoiersdorf, die zuletzt eine Außenstelle der [[Grundschule Schöningen]] war, wurde [[2019]] geschlossen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gs-schoeningen.de/index.php?cat=Wo &#039;&#039;Wo.&#039;&#039;] Grundschule Schöningen, abgerufen am 28. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Schulgebäude wurde verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article230291216/Schule-Hoiersdorf-soll-Kita-werden-Investor-stellt-Plan-vor.html &#039;&#039;Schule Hoiersdorf soll Kita werden: Investor stellt Plan vor.&#039;&#039;] Braunschweiger Zeitung, 31. August 2020, abgerufen am 28. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schulkinder aus Hoiersdorf gehen heute in [[Schöningen]] zur Schule. Das Schulgebäude von Hoiersdorf wurde um [[1902]] erbaut und [[1949]] erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schoeningen.de/fileadmin/user_upload/Ehemaliges_Schulgebaeude_Hoiersdorf_Verkauf.pdf &#039;&#039;Ehemaliges Schulgebäude, Hoiersdorf, Am Kirchhang.&#039;&#039;] Stadt Schöningen, abgerufen am 28. November 2023. (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; [[2023]] wurde im ehemaligen Schulgebäude eine Kindertagesstätte eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straßenverkehr ====&lt;br /&gt;
Durch Hoiersdorf verläuft die [[Bundesstraße 244]], die in nördlicher Richtung über [[Schöningen]] und [[Helmstedt]] bis zum Großen Kain im Landkreis Gifhorn führt. In südlicher Richtung führt die [[Bundesstraße 244]] über [[Söllingen]] bis nach Elbingerode (Harz) in Sachsen-Anhalt. In der Ortslage von Hoiersdorf trägt die [[Bundesstraße 244]] die Bezeichnung [[Söllinger Straße (Hoiersdorf)|Söllinger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kreisstraße 26]] beginnt in Hoiersdorf an der [[Bundesstraße 244]], sie verläuft in westlicher Richtung über [[Twieflingen]] bis nach [[Dobbeln]]. In der Ortslage von Hoiersdorf trägt die [[Kreisstraße 26]] die Bezeichnung &#039;&#039;[[Twieflinger Straße (Hoiersdorf)|Twieflinger Straße]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buslinie 371 der [[Kraftverkehrsgesellschaft Braunschweig]] führt von Hoiersdorf über [[Twieflingen]] bis nach Schöppenstedt, sowie nach [[Schöningen]]. Die Buslinie 397 führt von Hoiersdorf über [[Söllingen]] und [[Jerxheim]] bis nach [[Gevensleben]], sowie über [[Schöningen]] und [[Büddenstedt]] bis nach [[Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Die [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn]] betrieb von [[1902]] bis [[1971]] eine Eisenbahnstrecke von Braunschweig nach [[Schöningen]], die südlich von Hoiersdorf vorbeiführte. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde bereits [[1954]] eingestellt. Hoiersdorf verfügte über einen eigenen Bahnhof, der außerhalb der Ortslage von Hoiersdorf an der Straße nach [[Söllingen]] lag. Südwestlich von Hoiersdorf zweigte von der [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn|Eisenbahnstrecke Braunschweig-Schöningen]], aus Richtung Twieflingen kommend, ein Gleisanschluss zum Zementwerk ab, das am westlichen Ortsrand von Hoiersdorf lag.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
=== Personen, die in diesem Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Pohlendt: &#039;&#039;Der Landkreis Helmstedt.&#039;&#039; Walter Dorn Verlag, Bremen-Horn 1957.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Schöningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hoiersdorf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Esbeck&amp;diff=13704</id>
		<title>Esbeck</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Esbeck&amp;diff=13704"/>
		<updated>2026-08-04T05:01:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Ortsrat */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Esbeck&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Schöningen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Esbeck.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen der Ortschaft Esbeck&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52.157153&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10.960011&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 125&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 1403&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2019-01-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-03-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Schöningen]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = [[38364]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = [[05352]]&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Bild                   = Esbeck Burg.JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = [[Burg Esbeck]] ([[2015]])&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Esbeck&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Der Ort liegt etwa 1&amp;amp;nbsp;km nördlich von [[Schöningen]] an der [[Bundesstraße 244]] und direkt am südöstlichen Waldrand des [[Elm|Elms]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Ortsgliederung ===&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Esbeck wurde im Jahre [[1137]] erstmals urkundlich unter dem Namen &#039;&#039;Aesebiki&#039;&#039; erwähnt. Der Name &#039;&#039;Esbeck&#039;&#039; beruht auf dem altdeutschen Wort &#039;&#039;Asbike&#039;&#039; und bezeichnet einen Bach, der im angrenzenden [[Elm]] in einer Quelle entspringt und von dort in den Ort fließt. Schon weit vor der urkundlichen Ersterwähnung des Ortes waren erste Ansiedlungen vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von 1945 bis 1950 hatte sich die Einwohnerzahl von Esbeck von 722 ([[1939]]) auf 1349 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 476 Heimatvertriebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1974]] wurde den Esbeckern von den [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerken]] eine „E-Lok 32“ überlassen, die an [[Berliner Straße (Esbeck)|Berliner Straße]] steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article150268627/Dorfrundgang-in-Esbeck-begann-an-der-E-Lok.html |titel=Dorfrundgang in Esbeck begann an der E-Lok |autor=Werner Gantz |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2011-08-16 |abruf=2025-11-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. Juli [[2012]] wurde anlässlich des 875. Geburtstages des Ortes ein Gedenkstein am [[Am Alten Tore (Esbeck)|Alten Tore]] enthüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Archäologie ===&lt;br /&gt;
Erwähnenswert sind auch die besonderen frühzeitlichen Funde durch Ausgrabungen auf dem Gelände des naheliegenden Tagebaues. Auf der gesamten Abbaufläche von 6 km Länge und 1 km Breite, in der vor Beginn des Projektes keine Fundstellen bekannt waren, wurden bis heute mehr als 50 archäologische Denkmäler entdeckt und auf einer Gesamtfläche von über 400.000&amp;amp;nbsp;m² untersucht. Dies sind die bisher größten in Niedersachsen durchgeführten Ausgrabungen. Hier liegen für Niedersachsen oder sogar Deutschland einmaligen Befunden von Siedlungen, Wehranlagen und Gräbern verschiedener Kulturen der letzten 7.000&amp;amp;nbsp;Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.archaeologieportal.niedersachsen.de/schoeningen/ashb04_holozaen/ashb_holozaen.html Archäologieportal&amp;lt;/ref&amp;gt; In eben dieser Fläche fand man auch die sensationellen [[Schöninger Speere]], die das Bild des frühen europäischen Urmenschen und die Evolutionswissenschaft nachhaltig verändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1. März [[1974]] wurde Esbeck in die Stadt [[Schöningen]] eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt (Hrsg.): &#039;&#039;Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982.&#039;&#039; W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner:innen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1821]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 587 {{Unverändert}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1849]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 607 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1871]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 612 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1905]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 753 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1910]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 731 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 838 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1933]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 787 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1939]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 722 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1349 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1432 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1403 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
Die evangelisch-lutherische Kirche [[St. Andreas (Esbeck)|St. Andreas]] befindet sich an der an der [[Hauptstraße (Esbeck)|Hauptstraße]] und gehört zur [[Kirchengemeinde Clus und St. Andreas]] im Pfarrverband Helmstedt-Süd der [[Evangelisch-lutherische Propstei Helmstedt|Propstei Helmstedt]] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Die [[Kirchengemeinde Clus und St. Andreas]] entstand am 1. Januar [[2017]] aus der Fusion der [[Kirchengemeinde St. Andreas]] in Esbeck mit der [[Kirchengemeinde Clus]] in [[Schöningen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kirchenrecht-braunschweig.de/kabl/36525.pdf Landeskirchliches Amtsblatt] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig, Ausgabe vom 15. November 2016, abgerufen am 25. März 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsrat ===&lt;br /&gt;
Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten [[Kommunalwahl 2021 (Landkreis Helmstedt)|Kommunalwahl am 12.&amp;amp;nbsp;September 2021]] wie folgt dar:&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_1344&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|{{Sitzverteilung|SPD|EW|SPD=5|EW=8|float=left|Überschrift=Ortsrat 2021–2026}}&lt;br /&gt;
|{{Wahldiagramm|LAND=DE|TITEL=Ortsratswahl 2021|JAHRALT=2016|JAHRNEU=2021|DIFF2=ja|AUSRICHTUNG=links|ERGEBNIS1=63.71|ERGEBNIS2=36.29|PARTEI1=EW|PARTEI2=SPD|ANMERKUNG1=[[Wählergruppe|Esbecker Wählergemeinschaft]]}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Bei der Ortsratswahl 2011 in [[Esbeck (Schöningen)|Esbeck]] gaben 811 von 1.284 wahlberechtigten Personen gaben ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 65,81 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Ortsratswahl%20Esbeck%202011%2011.09.2011_____110803121295465&amp;amp;showData=ergebnis Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Ortsrat Esbeck, Gesamtergebnis)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Ortsratswahl%20Esbeck%202011%2011.09.2011_____110803121295465&amp;amp;showData=sitze Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Ortsrat Esbeck, Sitzverteilung)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* SPD (50,69 %, 7 Sitze)&lt;br /&gt;
* Bündnis 90/Die Grünen (5,47 %, 1 Sitz)&lt;br /&gt;
* Esbecker Wählergemeinschaft (43,83 %, 5 Sitze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahl 2016:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schoeningen.de/fileadmin/user_upload/Bekanntmachung_Ergebnis_ORE.pdf schoeningen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* SPD: 4 Sitze&lt;br /&gt;
* Bündnis 90/Die Grünen: 1 Sitz&lt;br /&gt;
* EW: 8 Sitze&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsbürgermeister ===&lt;br /&gt;
Seit [[2016]] ist [[Hans-Joachim Rehkuh]] ([[Wählergruppe|EW]]) Ortsbürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Bürgermeister:innen von Esbeck}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
=== Ortspartnerschaften ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Geprägt wird der Ort von der im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert erbauten [[Burg Esbeck]] und der dort angrenzenden Parkanlage. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Theater und Museen ===&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
=== Grünflächen und Naherholung ===&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Direkt am östlichen Rand des Ortsteils befindet sich der ehemalige [[Tagebau Schöningen|Braunkohletagebau Schöningen]] und etwas weiter nördlich liegt das [[Kraftwerk Buschhaus|Kohlekraftwerk Buschhaus]], das lange Zeit ein bedeutender Standort der Energieerzeugung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
* [[Café &amp;amp; Restaurant Waldfrieden]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Der Ort verfügt über eine [[Ortsfeuerwehr Esbeck|Freiwillige Ortsfeuerwehr]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenortsratsmitglied ===&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Gloger]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
* [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (* [[1963]]), politischer Beamter&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Personen, die in diesem Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Pohlendt: &#039;&#039;Der Landkreis Helmstedt.&#039;&#039; Walter Dorn Verlag, Bremen-Horn 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Überregionale Bekanntheit erlangte der Ort durch das direkt am Waldrand hochgelegene Ausflugsrestaurant [[Café &amp;amp; Restaurant Waldfrieden|Waldfrieden]] mit weiter Sicht und dem dort eigens hergestellten und ausgeschenkten [[Esbecker Kirschwein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.braunschweig-touren.de/Seiten/Esbeck2.htm &#039;&#039;Esbecker Geschichte&#039;&#039;] auf braunschweig-touren.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Schöningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esbeck| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Hoiersdorf&amp;diff=13703</id>
		<title>Hoiersdorf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Hoiersdorf&amp;diff=13703"/>
		<updated>2026-08-03T13:50:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Politik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Hoiersdorf&lt;br /&gt;
| Alternativname         = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Schöningen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = Wappen Hoiersdorf.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= Wappen der Ortschaft Hoiersdorf&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 52.126952&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10.945136&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Niedersachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 145&lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 758&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2019-01-31&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1974-03-01&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach      = [[Schöningen]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = [[38364]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = [[05352]]&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Niedersachsen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hoiersdorf&#039;&#039;&#039; ist ein Ortsteil der Stadt [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Hoiersdorf liegt etwa 1 km südwestlich der Stadt [[Schöningen]] an der [[Bundesstraße 244]]. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Ortsgliederung ===&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Der Ortsteil ist sehr ländlich strukturiert.&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bedingt durch einen großen Brand im Jahr [[1851]] weist der Ort kaum ältere Bauwerke auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von [[1945]] bis [[1950]] hatte sich die Einwohnerzahl von Hoiersdorf von 684 ([[1939]]) auf 1286 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 444 Heimatvertriebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1. März [[1974]] wurde Hoiersdorf in die Stadt [[Schöningen]] eingegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Herausgeber = Statistisches Bundesamt | Titel = Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 | Jahr = 1983 | Verlag = W. Kohlhammer GmbH | Ort = Stuttgart/Mainz | ISBN = 3-17-003263-1 | Seiten = 272}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner:innen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1821]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 358 {{Unverändert}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1849]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 414 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1871]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 691 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1905]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 723 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1910]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 722 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1925]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 666 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1933]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 683 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1939]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 684 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1950]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1286 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1956]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1174 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2019]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 758 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoiersdorf Nicolai 2023-1.jpg|mini|[[St. Nicolai (Hoiersdorf)|St.-Nicolai-Kirche]] (2023)]]&lt;br /&gt;
Hoiersdorf wurde durch die Reformation im 16. Jahrhundert protestantisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelisch-lutherische Kirche [[St. Nicolai (Hoiersdorf)|St. Nicolai]] gehört zur [[Kirchengemeinde St. Angelus am Elm]] im Pfarrverband Helmstedt-Süd der [[Evangelisch-lutherische Propstei Helmstedt|Propstei Helmstedt]] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.propstei-helmstedt.de/gemeinden/gemeinden/kirchengemeinde-st-angelus-am-elm/?user_lkbsaddress_pi2%5Bid%5D=802&amp;amp;cHash=8a47f33d625beecd13bf6976aa4b2eb6 Kirchengemeinde St. Angelus am Elm.] Propstei Helmstedt, abgerufen am 28. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katholische Einwohner von Hoiersdorf gehören zur [[Pfarrgemeinde St. Marien]] und der Kirche [[Maria Hilfe der Christen (Schöningen)|Maria Hilfe der Christen]] in [[Schöningen]] im [[Dekanat Wolfsburg–Helmstedt]] des Bistums Hildesheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Ortsrat ===&lt;br /&gt;
Bei der Ortsratswahl 2021 in Hoiersdorf gaben 292 von 670 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,58 %.&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_1348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span class=&amp;quot;explain&amp;quot; title=&amp;quot;Hoiersdorfer Bürgerliste (HBL)&amp;quot;&amp;gt;HBL&amp;lt;/span&amp;gt; (9 Sitze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Ortsbürgermeister ist [[Olaf Eppert]] ([[Wählergruppe|&amp;lt;span class=&amp;quot;explain&amp;quot; title=&amp;quot;Hoiersdorfer Bürgerliste (HBL)&amp;quot;&amp;gt;HBL&amp;lt;/span&amp;gt;]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/incoming/article401514739/olaf-eppert-als-hoiersdorfer-ortsbuergermeister-wiedergewaehlt.html |titel=Olaf Eppert als Hoiersdorfer Ortsbürgermeister wiedergewählt |autor=Markus Brich |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2021-11-03 |abruf=2025-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Theater und Museen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Im Ort existiert der [[Männer-Gesang-Verein Hoiersdorf von 1865|Männer-Gesang-Verein Hoiersdorf]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
=== Grünflächen und Naherholung ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Im Ort existieren der [[SV Hoiersdorf|Schützenverein Hoiersdorf]] und der [[Hoiersdorfer SV|Hoiersdorfer Sportverein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Einmal im Jahr findet ein [[Volksfest (Hoiersdorf)|Volksfest]] statt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Unternehmen ===&lt;br /&gt;
Das wirtschaftliche Leben wurde über Jahrzehnte durch eine Zuckerfabrik sowie eine Zementfabrik der Nordzement AG bestimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuckerfabrik wurde [[1856]] gegründet, stellte jedoch bereits [[1919]] ihren Betrieb ein. Sie nutzte die Braunkohle aus dem nahegelegenen [[Helmstedter Braunkohlerevier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zementfabrik Hoiersdorf.jpg|mini|Blick von oben aus nordöstlicher Richtung auf das ehemalige [[Zementfabrik Hoiersdorf|Zementwerk]] in Hoiersdorf]]&lt;br /&gt;
Die Gründung der [[Zementfabrik Hoiersdorf|Zementfabrik]] erfolgte [[1908]] als [[Portland-Cementfabrik Hoiersdorf|Portland-Cementfabrik Hoiersdorf GmbH]]. Das Zementwerk lag am westlichen Ortsrand. Von [[1920]] bis [[1933]] war die Zementfabrik aufgrund von Absatzmangel stillgelegt. [[1942]] trat die [[Portland-Cementfabrik Hoiersdorf|Portland-Cementfabrik Hoiersdorf GmbH]] der Interessengemeinschaft Norddeutscher Portland-Cementfabriken bei. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgte zunächst die Produktion von Kalk, mit der Zementproduktion wurde erst [[1947]] wieder begonnen. [[1950]] kam die Zementfabrik zur Norddeutschen Portland-Cementfabriken AG.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.holcim.de/sites/germany/files/images/Final_100_Jahre_Hoever_7.pdf &#039;&#039;Geschichte mit Zukunft.&#039;&#039;] Holcim (Deutschland) AG, Hamburg 2008, abgerufen am 29. Oktober 2023. (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Nachkriegszeit ging ein erheblicher Teil der Zementproduktion nach West-Berlin. Mitte der 1950er-Jahre war die Zementfabrik mit rund 140 Beschäftigten die nach der Mitarbeiterzahl zehntgrößte Firma im [[Landkreis Helmstedt]]. Das Material für die Zementfabrik stammte aus Steinbrüchen im [[Elm]] und bei [[Jerxheim]]. Mit dem Steinbruch im [[Elm]] war die Zementfabrik durch eine Materialseilbahn verbunden, das Material aus dem Steinbruch bei [[Jerxheim]] kam mit Lastkraftwagen nach Hoiersdorf. Ein eigener Gleisanschluss führte von der [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn|Eisenbahnstrecke Braunschweig-Schöningen]] bis zur Zementfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hoiersdorf wurden vier Wassermühlen betrieben, die sich alle am Hoiersdorfer Mühlengraben befanden und bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Betrieb waren. Es handelte sich dabei um die [[Fleitsmühle]], die [[Klostermühle]], die [[Triftmühle]] sowie die [[Mühle von W. Walter]]. Bei Wasserknappheit wurden die Mühlen von Elektromotoren angetrieben, nur die [[Fleitsmühle]] verfügte dafür über einen Dieselmotor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Poststelle I, die dem Hauptpostamt Schöningen untergeordnet war, wurde geschlossen. Nach der Eingemeindung von Hoiersdorf nach [[Schöningen]] bekam die Poststelle Hoiersdorf die Bezeichnung „Schöningen 4“. Heute steht in Hoiersdorf nur noch ein Postbriefkasten zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Einzelhandelsgeschäfte, darunter ein Konsum-Lebensmittelgeschäft, und die Gaststätten wurden geschlossen, so dass heute außer einem Zigarettenautomat keine Einkaufsmöglichkeit des täglichen Bedarfs und keine Gastronomie mehr in Hoiersdorf vorhanden ist. Die Zweigstellen der [[Norddeutsche Landesbank|Norddeutschen Landesbank]] und der [[Genossenschaftsbank Söllingen|Genossenschaftsbank Söllingen eGmbH]] wurden ebenfalls geschlossen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Der Ort verfügt über eine [[Ortsfeuerwehr Hoiersdorf|Freiwillige Ortsfeuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Die [[Kita Kräuterwichtel]] besteht seit [[1967]] und befindet sich in Trägerschaft der Stadt [[Schöningen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schoeningerkitas.de/seite/126579/integrativer-gesundheitskindergarten-kr%C3%A4uterwichtel-hoiersdorf.html &#039;&#039;Kita Kräuterwichtel.&#039;&#039;] Stadt Schöningen, abgerufen am 28. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[2013]] wurde sie als Gesundheitskindergarten nach Sebastian Kneipp zertifiziert. [[2023]] ist die Kita in die Räumlichkeiten der ehemaligen [[Grundschule Hoiersdorf]] umgezogen, dort finden jetzt zwei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe platz. Das in den 1960er-Jahren errichtete Gebäude auf dem [[Auf dem Bruckberge (Hoiersdorf)|Bruckberge]] wartet seitdem auf eine Nachnutzung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.regionalheute.de/helmstedt/schoeninger-kita-wird-um-zwei-krippengruppen-erweitert-helmstedt-1685039780 |titel=Schöninger Kita wird um zwei Krippengruppen erweitert |werk=regionalHeute.de |datum=2023-05-25 |abruf=2025-10-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einzige Schule in Hoiersdorf, die zuletzt eine Außenstelle der [[Grundschule Schöningen]] war, wurde [[2019]] geschlossen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gs-schoeningen.de/index.php?cat=Wo &#039;&#039;Wo.&#039;&#039;] Grundschule Schöningen, abgerufen am 28. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Schulgebäude wurde verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article230291216/Schule-Hoiersdorf-soll-Kita-werden-Investor-stellt-Plan-vor.html &#039;&#039;Schule Hoiersdorf soll Kita werden: Investor stellt Plan vor.&#039;&#039;] Braunschweiger Zeitung, 31. August 2020, abgerufen am 28. November 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schulkinder aus Hoiersdorf gehen heute in [[Schöningen]] zur Schule. Das Schulgebäude von Hoiersdorf wurde um [[1902]] erbaut und [[1949]] erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schoeningen.de/fileadmin/user_upload/Ehemaliges_Schulgebaeude_Hoiersdorf_Verkauf.pdf &#039;&#039;Ehemaliges Schulgebäude, Hoiersdorf, Am Kirchhang.&#039;&#039;] Stadt Schöningen, abgerufen am 28. November 2023. (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; [[2023]] wurde im ehemaligen Schulgebäude eine Kindertagesstätte eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Straßenverkehr ====&lt;br /&gt;
Durch Hoiersdorf verläuft die [[Bundesstraße 244]], die in nördlicher Richtung über [[Schöningen]] und [[Helmstedt]] bis zum Großen Kain im Landkreis Gifhorn führt. In südlicher Richtung führt die [[Bundesstraße 244]] über [[Söllingen]] bis nach Elbingerode (Harz) in Sachsen-Anhalt. In der Ortslage von Hoiersdorf trägt die [[Bundesstraße 244]] die Bezeichnung [[Söllinger Straße (Hoiersdorf)|Söllinger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kreisstraße 26]] beginnt in Hoiersdorf an der [[Bundesstraße 244]], sie verläuft in westlicher Richtung über [[Twieflingen]] bis nach [[Dobbeln]]. In der Ortslage von Hoiersdorf trägt die [[Kreisstraße 26]] die Bezeichnung &#039;&#039;[[Twieflinger Straße (Hoiersdorf)|Twieflinger Straße]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buslinie 371 der [[Kraftverkehrsgesellschaft Braunschweig]] führt von Hoiersdorf über [[Twieflingen]] bis nach Schöppenstedt, sowie nach [[Schöningen]]. Die Buslinie 397 führt von Hoiersdorf über [[Söllingen]] und [[Jerxheim]] bis nach [[Gevensleben]], sowie über [[Schöningen]] und [[Büddenstedt]] bis nach [[Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Die [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn]] betrieb von [[1902]] bis [[1971]] eine Eisenbahnstrecke von Braunschweig nach [[Schöningen]], die südlich von Hoiersdorf vorbeiführte. Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde bereits [[1954]] eingestellt. Hoiersdorf verfügte über einen eigenen Bahnhof, der außerhalb der Ortslage von Hoiersdorf an der Straße nach [[Söllingen]] lag. Südwestlich von Hoiersdorf zweigte von der [[Braunschweig-Schöninger Eisenbahn|Eisenbahnstrecke Braunschweig-Schöningen]], aus Richtung Twieflingen kommend, ein Gleisanschluss zum Zementwerk ab, das am westlichen Ortsrand von Hoiersdorf lag.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter des Ortes ===&lt;br /&gt;
=== Personen, die in diesem Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heinz Pohlendt: &#039;&#039;Der Landkreis Helmstedt.&#039;&#039; Walter Dorn Verlag, Bremen-Horn 1957.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Schöningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hoiersdorf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Helmstedt)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Sch%C3%B6ningen&amp;diff=13702</id>
		<title>Schöningen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Sch%C3%B6ningen&amp;diff=13702"/>
		<updated>2026-08-03T13:04:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Name              = Schöningen&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Schöningen.png&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 52/8/20/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/58/11/E&lt;br /&gt;
|Karte             = &lt;br /&gt;
|Lageplan          = &lt;br /&gt;
|Lageplanbeschreibung = &lt;br /&gt;
|Bundesland        = Niedersachsen&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = &lt;br /&gt;
|Direktionsbezirk  = &lt;br /&gt;
|Landkreis         = Helmstedt&lt;br /&gt;
|Kreis             = &lt;br /&gt;
|Höhe              = 126&lt;br /&gt;
|Fläche            = 35.47&lt;br /&gt;
|Einwohner         = 10937&lt;br /&gt;
|Stand             = 2025-12-31&lt;br /&gt;
|PLZ               = [[38364]]&lt;br /&gt;
|PLZ-alt           = [[3338]]&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = [[05352]]&lt;br /&gt;
|Kfz               = [[HE]]&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 03 1 54 019&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE 73U&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 3 Stadtteile&lt;br /&gt;
|Straße            = &lt;br /&gt;
|Adresse           = [[Markt (Schöningen)|Markt]] 1&amp;lt;br /&amp;gt;[[38364]] Schöningen&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = &lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.schoeningen.de schoeningen.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = [[Malte Schneider]]&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = &lt;br /&gt;
|Partei            = [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schöningen Rathaus 2023-1.jpg|mini|Die Räume der [[Rathaus (Schöningen)|Schöninger Stadtverwaltung]] befinden sich links hinter den Bäumen; im Erdgeschoss des alten [[Rathaus (Schöningen)|Rathaus]]es ist das Restaurant [[Ratskeller (Schöningen)|Ratskeller]] untergebracht]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schöningen&#039;&#039;&#039; ist eine Stadt im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Schöningen liegt am Höhenzug [[Elm]] etwa elf Kilometer südwestlich der Kreisstadt [[Helmstedt]] an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Ausdehnung des Stadtgebiets ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Stadtgliederung ===&lt;br /&gt;
Schöningen gliedert sich mit zwei naheliegenden Ortschaften in drei Stadtteile:&lt;br /&gt;
* [[Esbeck]]&lt;br /&gt;
* [[Hoiersdorf]]&lt;br /&gt;
* Schöningen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Schöningen Merian.png|mini|links|[[Matthäus Merian der Jüngere|Merian]]-Stich um 1654]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gebiet um Schöningen hielten sich bereits während der Altsteinzeit Frühmenschen auf. Innerhalb des ehemaligen [[Tagebau Schöningen|Tagebaus Schöningen]] wurden [[1994]] bei Ausgrabungen die rund 200.000 Jahre alten „[[Schöninger Speere]]“ gefunden. Die Wurfgeräte sind die ältesten vollständig erhaltenen Jagdwaffen, die einen wichtigen Beleg für die aktive Jagd des &#039;&#039;Homo heidelbergensis&#039;&#039; darstellen. Die seither anhaltenden [[Archäologische Ausgrabungsstätten im Tagebau Schöningen|Ausgrabungen im Tagebau Schöningen]] führten zu weiteren bedeutenden Entdeckungen, wie dem Fund des [[Wurfstöcke von Schöningen|Wurfstocks von Schöningen]] als ältestem Exemplar weltweit, dem Fund des [[Waldelefant von Schöningen|Waldelefanten von Schöningen]] und dem Fund von mehreren Säbelzahnkatzen. [[2023]] wurden hier drei Fußabdrücke des &#039;&#039;Homo heidelbergensis&#039;&#039; freigelegt, die etwa 300.000 Jahre alt sein sollen und damit die ältesten jemals entdeckten menschlichen Fußabdrücke weltweit sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/inland/fossilien-niedersachsen-fussabdruecke-100.html &#039;&#039;300.000 Jahre alte Fußspuren entdeckt&#039;&#039;] auf tagesschau.de vom 12. Mai 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine durchgehende Besiedlung ist für die Stadt Schöningen, die wegen ihrer Salzvorkommen besondere Bedeutung erlangte, seit etwa Christi Geburt nachweisbar. Sie war in karolingischer Zeit Königshof, wurde [[747]] zusammen mit Ohrum erstmals urkundlich erwähnt als „Scahaningi“ und ist damit der älteste Ort im ehemaligen Herzogtum Braunschweig. Bereits damals gab es hier die [[Saline Schöningen]]. Sowohl Pippin der Jüngere als auch Karl der Große sind auf ihren Kriegszügen in Schöningen eingezogen. [[994]] und [[995]] hielt auch König Otto&amp;amp;nbsp;III. mehrmals hier Hoflager, dessen Kanzler Erzbischof [[Willigis]] von Mainz in Schöningen geboren sein soll. Mehrere Adelsgeschlechter hatten am Elmrand ihren Sitz und im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde dem Deutsch-Ritter-Orden die im [[Elm]] nahe Schöningen liegende [[Elmsburg]] übertragen. Die Edelherren von [[Warberg]] waren reichsunmittelbar und nur dem König untertan. Als das Geschlecht in Fehden verarmte, trug es seine Besitztümer den Welfen als Lehen auf. Die Welfen hatten bereits um [[1347]] mit dem [[Schloss Schöningen]] eine starke Befestigung zum Schutz ihrer östlichen Landesgrenze angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[1949]] bis [[1989]] lag Schöningen im Zonenrandgebiet, unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. [[1976]] wurde die Fußgängerzone eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?artikel=1519&amp;amp;menuid=625&amp;amp;topmenu=625&amp;amp;date=2013-06-26 |wayback=20180225205936 |text=Geschichte 1970 bis 1979 auf Internetpräsenz des Landkreises Helmstedt }}, abgerufen am 25. Februar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1989]] berichtete &#039;&#039;Der Spiegel&#039;&#039; über eine Abhörstation der NSA.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494509.html &#039;&#039;NSA: Amerikas großes Ohr&#039;&#039;], Der Spiegel, Heft 8/1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. November [[1989]] wurde im Zuge der Wende die Grenze geöffnet und die Straße in den Nachbarort Hötensleben mit der Brücke über die [[Schöninger Aue]] freigegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Schwulera (Hg.): &#039;&#039;Hötensleben. Geschichte des Ortes von 1016 bis 2006&#039;&#039;. Geiger, Horb 2007, ISBN 978-3-86595-224-0, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1997]] war Schöningen Ausrichter des Kulturfestes Tages der Braunschweigischen Landschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Postgeschichte ===&lt;br /&gt;
Zur Entwicklung des Postwesens in Schöningen siehe: [[Postroute Braunschweig-Helmstedt-Magdeburg#Schöningen|Postroute Braunschweig-Helmstedt-Magdeburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindungen ===&lt;br /&gt;
Am 1. April [[1971]] wurde ein Großteil des Gebietes der aufgelösten Gemeinde [[Alversdorf]] eingegliedert. Am 1. März [[1974]] kamen [[Esbeck]] und [[Hoiersdorf]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt (Hrsg.): &#039;&#039;Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982.&#039;&#039; W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 271-272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{|     &lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1861]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.mtv-schoeningen.de/verein/historisches&amp;lt;/ref&amp;gt; || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 4766 {{Unverändert}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| … || align=&amp;quot;right&amp;quot; | …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1968]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 18343 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1969]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 17981 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1970]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 17966 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1971]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 17723 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1972]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 17255 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1973]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16923 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1974]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16608 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1975]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16348 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1976]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 16027 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1977]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15830 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1978]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15593 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1979]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15363 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1980]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15155 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1981]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15001 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1982]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14935 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1983]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14608 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1984]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14447 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1985]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14227 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1986]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14156 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1987]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14605 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1988]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14559 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1989]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14742 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;     &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1990]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15052 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1991]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15065 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1992]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15156 {{Gestiegen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1993]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15086 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[1994]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15022 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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| [[1996]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14620 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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| [[1998]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14314 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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| [[2007]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 12560 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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| [[2008]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 12428 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[2009]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 12270 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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! Einwohner&lt;br /&gt;
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| [[2010]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 12048 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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| [[2018]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 11306 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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| [[2023]] || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 11205 {{Gefallen}}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Hinweis: Einwohnerzahlen von [https://www1.nls.niedersachsen.de/Statistik/html/default.asp Landesamt für Statistik Niedersachsen] (Bevölkerung nach Geschlecht; Fläche, Bevölkerungsdichte (Gemeinde)) sind angegeben nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis [[1830]] handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schloss ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Schöningen.jpg|mini|[[Schloss Schöningen]]]]&lt;br /&gt;
Der Schlossbau beruht auf Welfenherzog Magnus, der hier um 1350 ein Jagdschloss errichten ließ. Es diente gleichzeitig als Grenzfeste zu den Gebieten der Bischöfe von Halberstadt und Magdeburg. Die Anlage nahm Schaden, als der Schmalkaldische Bund gegen Herzog Heinrich den Jüngeren in einen Religionskrieg zog. Das Schloss wurde später in ein Wohngebäude umgestaltet und diente zwischen 1568 und 1659 drei Braunschweiger Herzoginnen, Sophia Jagiellonica (Sophie Jagiello), Elisabeth von Dänemark und Anna Sophia von Brandenburg, als Witwensitz. Um 1644 lebte und starb hier Annas Schwester Katharina von Brandenburg. Die Schlossanlage gehörte zu den prunkvollsten Gebäuden nahe dem [[Elm]]. Sie diente den Welfenherzögen mit ihrer Residenz in Wolfenbüttel und ihrem Gefolge oft als Unterkunft bei Treibjagden im Elm. Bei einer Jagd sollen sie mit 3.000 Treibern in den Elm gezogen sein. Am 25. Januar 1681 heiratete Elisabeth Eleonore von Braunschweig-Wolfenbüttel hier Herzog Bernhard II. von Sachsen-Meiningen. 1733 übernachtete der preußische Kronprinz Friedrich –&amp;amp;nbsp;der spätere König Friedrich der Große&amp;amp;nbsp;– hier bei der Anreise zu seiner Hochzeit mit Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern im Schloss Salzdahlum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;siehe auch: [[Schloss Schöningen]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kloster und Kirche St. Lorenz ==&lt;br /&gt;
Die Türme der heutigen &#039;&#039;St.&amp;amp;nbsp;Lorenz-Kirche&#039;&#039; und des früheren Klosters sind von weither sichtbar. Sie liegen ungewohnterweise im Osten der Kirche. Begründer des Klosters war der Bischof Reinhard von Halberstadt. 1119 hat dieser im Rahmen von Reformplänen das seit 983 in Schöningen (Ostendorf) bestehende Benediktinerinnen-Nonnenkloster St.&amp;amp;nbsp;Laurentius aufgehoben und 1120 das Augustiner-Männerkloster St.&amp;amp;nbsp;Laurentius im oberen Teil Schöningens (Westendorf) gegründet, da die Räumlichkeiten des Nonnenklosters als baufällig gekennzeichnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als flachgedeckt begonnene Bau wurde schon Ende des 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts im Chor mit einem Kreuzgewölbe versehen, wobei Vorbild der [[Kaiserdom Königslutter]] war. In der ersten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der Hauptbau völlig zerstört. Es ist bis heute nicht bekannt, ob das einstige Hauptschiff einer Brandkatastrophe zum Opfer gefallen ist oder ob statische Probleme durch sackenden Boden das Hauptschiff zum Einsturz brachte. In der zweiten Hälfte des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entstand als bescheidene Notlösung eine behelfsmäßige Ergänzung im gotischen Stil. Zu dieser Zeit haben die beiden romanischen Osttürme ihre gotischen Spitzen erhalten, wobei jedoch der südliche –&amp;amp;nbsp;der „Lange“ genannt&amp;amp;nbsp;– wesentlich höher war, wie es ein Kupferstich von etwa 1650 durch Merian bestätigt. Hier schlug 1690 ein Blitz ein und spaltete den Turm, der erst Jahrzehnte danach ausgebessert wurde. Von dem auf der Nordseite gelegenen Kreuzgang ist nur ein bescheidener Rest erhalten geblieben. In einem an das nördliche Querschiff anschließenden Gang sieht man noch rot-schwarz gemalte Ranken, einen romanischen Bogen, der auf die westlich anschließende Fortsetzung hinweist, und zwei gotische Portale, die in das östliche Wirtschaftsgebäude führen. Die soziale Not im Mittelalter führten zu großen Verlusten, so dass weder die notwendigen Mittel zur Instandsetzung und Erhaltung der Kirche und des Klosters, noch genügend Geistliche vorhanden waren. Als am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 1542 Braunschweigs großer Reformator Johannes Bugenhagen in Schöningen weilte, um das Kloster in die Verwaltung der neuen Lehre zu übernehmen, waren außer dem Propst nur noch ein Mönch und einige Laienbrüder zugegen; alle übrigen waren nach Hamersleben geflüchtet. Der alte Propst lieferte Briefe und Siegel aus, während das Kloster mit seinen Gütern in staatliche Verwaltung kam. Die offizielle Säkularisation erfolgte 1648 unter Aufsicht der Klosterstube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vielen Jahren forschen auf dem Klostergelände Denkmalpfleger nach dem historischen Grund des Kirchengebäudes und vor allem die Reste des Nord- und Westkreuzganges. Bei Ausgrabungen wurde eine 2,4&amp;amp;nbsp;Meter breite Kalksteinmauer entlang des heutigen Langschiff der Kirche gefunden, die aus vorromanischer Zeit stammt. Für Mauerwerk dieser Dimension kommt eigentlich nur ein Wehrturm als Vorgänger der Kirche in Frage. Der Mauerfund gab Spekulationen neue Nahrung, dass die Curia gefunden sei. Seit Jahrzehnten wird in Schöningen die karolingische Pfalz vermutet, der Vorposten gegen die Slawen im Osten im 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- === Stadtkirche St. Vincenz === --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionen ==&lt;br /&gt;
Die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden mit den Kirchen [[Clus-Kirche (Schöningen)|Clus]], [[St. Lorenz (Schöningen)|St. Lorenz]] und [[St. Vincenz (Schöningen)|St. Vincenz]] gehören zur [[Evangelisch-lutherische Propstei Helmstedt|Propstei Helmstedt]], ebenso wie die Kirchen in den Ortsteilen [[Esbeck]] ([[St. Andreas (Esbeck)|St. Andreas]]) und [[Hoiersdorf]] ([[St. Nicolai (Hoiersdorf)|St. Nicolai]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche [[Maria Hilfe der Christen (Schöningen)|Maria Hilfe der Christen]], umgangssprachlich auch kurz &#039;&#039;St. Marien&#039;&#039; genannt, befindet sich an der [[Anna-Sophien-Straße (Schöningen)|Anna-Sophien-Straße]]. Die [[1907]]/[[1908]] von Maximilian Jagielski erbaute Kirche ist heute eine der ältesten Kirchen im [[Dekanat Wolfsburg–Helmstedt]]. Zur Pfarrgemeinde gehören seit [[2006]] auch die katholischen Kirchen in [[Jerxheim]], [[Büddenstedt|Neu Büddenstedt]] und [[Offleben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Christuskirche (Schöningen)|Christuskirche]] an der [[Helmstedter Straße (Schöningen)|Helmstedter Straße]], [[1985]] errichtet, gehört zur Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schöningen im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &#039;&#039;Neuapostolische Kirche&#039;&#039; befindet sich an der [[Danziger Straße (Schöningen)|Danziger Straße]]. Von 1908 an bildete sich die Kirchengemeinde, sie gehört heute zum Kirchenbezirk Braunschweig. In den 1960er Jahren wurde das erste Gotteshaus errichtet, in den 1980er Jahren die heutige Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner sind die Zeugen Jehovas in Schöningen vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Rat ===&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND         = DE&lt;br /&gt;
|DIFF2        = ja&lt;br /&gt;
|PROZENT      = nein&lt;br /&gt;
| TITEL        = Ratswahl Schöningen 2021&lt;br /&gt;
| TITEL2       = &lt;br /&gt;
| JAHRALT      = 2016&lt;br /&gt;
| PARTEI1      = SPD&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS1    = 40.13&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT1 = 39.38&lt;br /&gt;
| PARTEI2      = CDU&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS2    = 30.21&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT2 = 34.64&lt;br /&gt;
| PARTEI3      = GRÜNE&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS3    = 10.25&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT3 = 6.09&lt;br /&gt;
| PARTEI4      = ZIEL&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS4    = 9.77&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT4 = 5.00&lt;br /&gt;
| PARTEI5      = AfD&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS5    = 6.85&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT5 = 0.00&lt;br /&gt;
| PARTEI6      = LINKE&lt;br /&gt;
| ERGEBNIS6    = 2.79&lt;br /&gt;
| ERGEBNISALT6 = 0.00&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Bei der Stadtratswahl gaben 4.720 von 9.448 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,96 %.&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=222&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_3_id_242&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rat der Stadt Schöningen zählt 28&amp;amp;nbsp;Ratsmitglieder. Die Sitzverteilung stellt sich seit der letzten [[Kommunalwahl 2021 (Landkreis Helmstedt)|Kommunalwahl am 12.&amp;amp;nbsp;September 2021]] wie folgt dar:{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Überschrift = Sitzverteilung im Rat der Stadt Schöningen seit 2021&lt;br /&gt;
| float = right&lt;br /&gt;
| Land  = DE&lt;br /&gt;
|SPD|CDU|GRÜNE|ZIEL|AFD|LINKE&lt;br /&gt;
| SPD   = 11&lt;br /&gt;
| CDU   = 8&lt;br /&gt;
| GRÜNE = 3&lt;br /&gt;
| ZIEL  = 3&lt;br /&gt;
| AFD   = 2&lt;br /&gt;
| LINKE = 1&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Rat%20der%20Stadt%20Sch_oe_ningen%202011%2011.09.2011_____05083011301200&amp;amp;showData=ergebnis Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Gesamtergebnis)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Schöningen: &#039;&#039;[http://wahl.kdo.de/?kommune=Stadt%20Sch_oe_ningen&amp;amp;instflash=yes&amp;amp;noflash=&amp;amp;wahl=2011_____Rat%20der%20Stadt%20Sch_oe_ningen%202011%2011.09.2011_____05083011301200&amp;amp;showData=sitze Kommunalwahl in der Stadt Schöningen (Wahl zum Stadtrat Schöningen, Sitzverteilung)]&#039;&#039;, 11. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schoeningen.de/fileadmin/user_upload/Bekanntmachung_Ergebnis_Rat.pdf schoeningen.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schoeningen.de/schoeningen/news/details/hinweise-zur-kommunalwahl-am-sonntag-wahlergebnisse |titel=Kommunalwahl - Übersicht der Schöninger Wahlergebnisse |datum=2021-09-14 |abruf=2025-02-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &#039;&#039;&#039;Parteien und Wählergemeinschaften&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;%&amp;lt;br /&amp;gt;2021&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2021&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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| align=&amp;quot;center&amp;quot; | Sitze&amp;lt;br /&amp;gt;2016&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| SPD&lt;br /&gt;
| [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands]]&lt;br /&gt;
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| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 11&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| CDU&lt;br /&gt;
| [[Christlich Demokratische Union Deutschlands]]&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;30,21&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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| [[Bündnis 90/Die Grünen]]&lt;br /&gt;
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| ZIEL&lt;br /&gt;
| [[Wählergruppe|ZukunftsInitiative Elm-Lappwald]]&lt;br /&gt;
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| AfD&lt;br /&gt;
| [[Alternative für Deutschland]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| LINKE&lt;br /&gt;
| [[Die Linke]]&lt;br /&gt;
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| [[Wählergruppe|Unabhängige Wählergemeinschaft]]&lt;br /&gt;
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| Einzelbewerber Schliephake&lt;br /&gt;
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| FDP&lt;br /&gt;
| [[Freie Demokratische Partei]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
| Einzelbewerber Schwarzer&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; | &#039;&#039;&#039;49,96 %&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; | 50,22 %&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; | 46,66 %&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;right&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
→ &#039;&#039;siehe auch: [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 2021–2026)|Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen Wahlperiode 2021–2026]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 1981–1986)|1981–1986]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Schöningen (Wahlperiode 1964–1968)|1964–1968]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsrat Esbeck ====&lt;br /&gt;
Bei der Ortsratswahl 2021 in [[Esbeck]] gaben 735 von 1.147 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,08 %.&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_1344&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span class=&amp;quot;explain&amp;quot; title=&amp;quot;Esbecker Wählergemeinschaft (EW)&amp;quot;&amp;gt;EW&amp;lt;/span&amp;gt; (63,71 %, 8 Sitze)&lt;br /&gt;
* SPD (36,29 %, 5 Sitze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ortsrat Hoiersdorf ====&lt;br /&gt;
Bei der Ortsratswahl 2021 in [[Hoiersdorf]] gaben 292 von 670 wahlberechtigten Personen ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,58 %.&amp;lt;ref&amp;gt;https://votemanager.kdo.de/20210912/03154019/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=225&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_8_id_1348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;lt;span class=&amp;quot;explain&amp;quot; title=&amp;quot;Hoiersdorfer Bürgerliste (HBL)&amp;quot;&amp;gt;HBL&amp;lt;/span&amp;gt; (9 Sitze)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
In der Direktwahl am 10. September 2006 wurde [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (parteilos) mit Wirkung vom 1. November 2006 zum hauptamtlichen Bürgermeister gewählt. Am 1. November [[2011]] trat dieser nach seinem Sieg bei der Direktwahl im selben Jahr das Amt des Landrates des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] an. Bis zur [[Bürgermeister:innenwahl 2012 (Schöningen)|Wahl eine:r neuen Bürgermeister:in am 26. Februar 2012]] übernahm der Erste Stadtrat Peter Voß die Verwaltungsaufgaben. Repräsentativ wurde das Amt vorläufig vom 1. Stellvertretenden Bürgermeister [[Siegfried Pause]] übernommen. Vom 1. März 2012 bis 29. Februar 2020 bekleidete der parteilose [[Henry Bäsecke]] das Amt des Stadtoberhauptes. Seit dem 1. März 2020 ist der Jurist [[Malte Schneider]] Oberhaupt der Stadt, der sich bei der [[Bürgermeister:innenwahl 2019 (Schöningen)|Bürgermeister:innenwahl]] am 10. November 2019 mit 66,13 Prozent der Stimmen gegen den CDU-Politiker [[Markus Sobotta]] durchsetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Bürgermeister:innen von Schöningen}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Schöningen unterhält vier Städtepartnerschaften:&lt;br /&gt;
* {{DEU|#}} Oschersleben in Deutschland seit dem 2. Februar [[1990]]&lt;br /&gt;
* {{TUN|#}} Beni Hassen in Tunesien seit dem 26. März [[1995]]&lt;br /&gt;
* {{UKR|#}} Solotschiw in der Ukraine seit dem 14. Januar [[1996]]&lt;br /&gt;
* {{FIN|#}} Outokumpu in Finnland seit dem 15. September [[2000]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.finland.de/dfgnrw/let07-00.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
Das städtische &#039;&#039;Heimatmuseum Schöningen&#039;&#039;, Markt&amp;amp;nbsp;33, das im Herbst 1981 im Jahr 1593 errichteten Renaissancegebäude der alten Lateinschule „[[Anna-Sophianeum]]” wiedereröffnet wurde, gibt einen guten Überblick über die Entwicklung dieses Raumes seit der Vorgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vermutliche Geburtshaus des früheren Mainzer Erzbischofs Willigis (* ca. 940; † 1011) befindet sich in der [[Salzstraße (Schöningen)|Salzstraße]] im Stadtzentrum. Das Mainzer Stadtwappen soll auf ihn zurückgehen. Eine Gedenktafel an dem Haus weist auf dieses Ereignis hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2004 wurde im Torhäuschen des Schöninger Schlosses Jahre ein Seilereimuseum eingerichtet. Dieses Museum bezieht sich auf eine in Schöningen über 200-jährige Tradition. Dort kann man unter anderem Ausstellungsstücke und Seilerwerkzeuge aus der damaligen Zeit besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesnachrichtendienst (BND) betreibt in Schöningen gegenüber dem Golfplatz am Waldrand eine große Abhöranlage unter dem Decknamen der „Bundesstelle für Fernmeldestatistik“. Hier sind mehrere große Satellitenspiegel zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Theater ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Museen ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Musik ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Bauwerke ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Parks ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Naturdenkmäler ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
In Schöningen existieren mehrere Sportvereine, die sich hauptsächlich auf den Breitensport konzentrieren. Neben dem größeren [[Elmstadion]] können noch mehrere Hallen genutzt werden. Zusätzlich ist ein Schwimmbad vorhanden, das [[Badezentrum Negenborn]]. Dieses besitzt neben einem 50&amp;amp;nbsp;m Wettkampfbecken und einer 115&amp;amp;nbsp;m Riesenrutsche einen Whirlpool, eine Sauna und eine Liegewiese im Freien. Im Norden befindet sich in direkter Nähe zum St.-Lorenz-Kloster ein Golfplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Einmal im Jahr wird auf dem [[Markt (Schöningen)|Markt]] das [[Altstadtfest (Schöningen)|Altstadtfest]] ausgerichtet.&lt;br /&gt;
* Seit [[2005]] findet das [[Open Air Kino]] auf dem Hof des [[Schloss Schöningen]] statt.&lt;br /&gt;
* Seit [[2024]] findet jährlich das [[Fiebig Open Air]] statt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
=== Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Über die [[Bundesstraße 244]] in Fahrtrichtung Helmstedt hat die Stadt Schöningen Anschluss an die [[Bundesautobahn 2|A&amp;amp;nbsp;2]] (Hannover-Berlin). Des Weiteren beginnt die [[Bundesstraße 82]], die durch den Harz bis zur Anschlussstelle Rhüden an der Bundesautobahn 7 (Hannover-Kassel) führt, am Stadtrand von Schöningen. Durch Schöningen führen auch die [[Deutsche Fachwerkstraße]] und die [[Deutsche Ferienroute Alpen-Ostsee]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Medien ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Einrichtungen ===&lt;br /&gt;
Die Stadt verfügt über eine [[Freiwillige Feuerwehr Schöningen|Freiwillige Feuerwehr]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulen ===&lt;br /&gt;
In der Stadt Schöningen gibt es die Schulformen der Sekundarstufe I und&amp;amp;nbsp;II (Grund-, Haupt-, Realschule, Gymnasium). Dazu zählt das Gymnasium [[Anna-Sophianeum]]. Die [[Wichernschule (Außenstelle Büddenstedt)|Förderschule Comeniusschule]] ist nach [[Büddenstedt]] umgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jugendherberge ===&lt;br /&gt;
Eine Jugendherberge des Deutschen Jugendherbergswerkes befindet sich westlich der Stadt, am Rand des Elms gelegen. Die zu ihr führende Straße ist nach Richard Schirrmann, dem Gründer des Deutschen Jugendherbergswerkes, benannt. Bereits 1935 entstand die erste Jugendherberge in Schöningen, 1975 wurde daneben die heutige Herberge errichtet. Im Gebäude der ersten Herberge befand sich danach einige Zeit die Gaststätte [[Elmstübchen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Rose]]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Pause]] ([[2017]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;In Klammern das Jahr der Ernennung.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürgermeister ===&lt;br /&gt;
* [[Karl Grau]]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Pause]] ([[2016]])&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;In Klammern das Jahr der Ernennung.&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* [[Willigis]] (* ca. 940; † 1011), Erzbischof von Mainz&lt;br /&gt;
* [[Brandes (Familie)|Brandes]], Patrizierfamilie und Mäzene der Julius-Universität stammt aus Schöningen&lt;br /&gt;
* [[Andreas Heinrich Bucholtz]] (1607–1671), lutherischer Theologe&lt;br /&gt;
* [[Christoph Joachim Bucholtz]] (1607–1679), deutscher Rechtswissenschaftler und Bürgermeister von Hameln&lt;br /&gt;
* [[Sigismund Andreas Cuno]] (1675–1747), deutscher Pädagoge und Heimatforscher&lt;br /&gt;
* [[Rudolf August Nolte]] (1703–1752), Jurist und Historiker&lt;br /&gt;
* [[Theodor Christoph Grotrian]] (1755–1829), Generalsuperintendent in Holzminden und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Dietrich Joachim Theodor Cunze]] (1760–1822), Rektor des Anna-Sophianeums und Pastor&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Anton Dehne]] (1787–1856), Pharmazeut und Naturforscher&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Grotrian]] ([[1803]]–[[1860]]), Instrumentenbauer&lt;br /&gt;
* [[Frederick Langenheim]] (1809–1879), deutsch-amerikanischer Fotograf und Erfinder&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Ornstein]] (1809–1896), Mediziner, Generalarzt in Griechenland&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Lefeldt]] (1813–1913), Ingenieur, Erfinder und Maschinenbauer&lt;br /&gt;
* [[Hermann Münchmeyer der Ältere]] (1815–1909), Kaufmann, Bankier und Konsul von Haiti&lt;br /&gt;
* [[Fritz Heckner]] (1826–1904), Fabrikant und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wilhelm Appel]] (1850–1923), Kaufmann und Fabrikant&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Sachtleben]] (1856–1917), Chemiker und Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Otto Rasche]] (1859–1933), Architekt und Braunschweiger Kommunalpolitiker&lt;br /&gt;
* [[Otto Schütte]] (1860 – 1920/1924), Gymnasialprofessor und Lokalhistoriker in Braunschweig&lt;br /&gt;
* [[Bruno Schrader]] (1861–1926), Pianist, Komponist und Musikschriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Gustav Brandes|Gustav Philipp Hermann Brandes]] (1862–1941), Zoologe, mit besonderen Verdiensten als Parasitologe, Hochschullehrer sowie Zoodirektor in Halle und später Dresden&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Pfitzinger|Wilhelm August Pfitzinger]] (1864–1939), Chemiker, entdeckte 1886 die nach ihm benannte Pfitzinger-Reaktion&lt;br /&gt;
* [[Alfred Forke]] (1867–1944), deutscher Sinologe&lt;br /&gt;
* [[Kurt Strümpell]] (1872–1923), Kolonialoffizier und Afrika-Forscher&lt;br /&gt;
* [[Karl Rose]] (1886–1985), Mittelschulrektor, Gründer des Heimatmuseums und erster Vorsitzender des Schöninger Heimatvereins, Verfasser von Heimatbüchern, Ehrenbürger der Stadt&lt;br /&gt;
* [[Paul Fanger]] (1889–1945), Marineoffizier, zuletzt Admiral im Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
* [[Otto Rodewald]] (1891–1960), Maler und Grafiker &lt;br /&gt;
* [[Alfred Tack]] (1898–1970), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Edith Müller-Ortloff]] (1911–1994), Textilkünstlerin&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hamel]] (1911–2002), deutscher Theologe (DDR) &lt;br /&gt;
* [[Hermann Klaue]] (1912–2001), Ingenieur und Erfinder&lt;br /&gt;
* [[Alfred Schliestedt]] (1921–1963), Bundestagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Helga Pilarczyk]] (1925–2011), Opernsängerin (Sopran)&lt;br /&gt;
* [[Henning Piper]] (1931–2012), deutscher Richter am OLG Dresden, Honorarprofessor&lt;br /&gt;
* [[Horst Voigt]] (1933–2023), niedersächsischer Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Udo Köneke]] (* 1938), niedersächsischer Politiker (SPD) und Mitglied des Niedersächsischen Landtages&lt;br /&gt;
* [[Rolf-Dieter Backhauß]] (* 1941), ehemaliger Niedersächsischer Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Baumert]], (* 1941), Bildungsforscher&lt;br /&gt;
* [[Ilse Stiewitt]] (* 1943), Sozialwirtin und Politikerin (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Reimar Oltmanns]] (* 1949), Journalist und Buchautor&lt;br /&gt;
* [[Gertrud Böttcher]] (*1940?), erste Pastorin der Evangelischen Landeskirche Braunschweig, Gemeindepfarrerin von St. Lorenz&lt;br /&gt;
* [[Peter Hayduk]] ([[1953]]–[[2026]]), ehemaliger Fußballspieler und -trainer&lt;br /&gt;
* [[Matthias Wunderling-Weilbier]] (* 1963), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Sebastian Dießner]] (* 1980), Kapitän und Präsident des Verbandes Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Werner Else]], Rektor der Esbecker Schule, Heimatkundler und Verfasser von Heimatbüchern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* [[Sophia Jagiellonica]] ([[1522]]–[[1575]]), eigentlich Zofia Jagiellonka, polnische Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht der Jagiellonen, ab [[1556]] durch Heirat Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel&lt;br /&gt;
* [[Katharina von Brandenburg]] ([[1602]]–[[1644]]), Prinzessin von Brandenburg und durch Heirat nacheinander Fürstin von Siebenbürgen und Herzogin von Sachsen-Lauenburg, von [[1629]] bis [[1630]] Fürstin von Siebenbürgen, verzichtete aber wieder auf die Regentschaft&lt;br /&gt;
* [[Joachim Johann Mader]] ([[1626]]–[[1680]]), Historiker und Pädagoge, war von [[1651]] bis [[1680]] Rektor des Gymnasiums&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Nolte]] ([[1694]]–[[1754]]), Schulleiter des Gymnasiums und Philologe&lt;br /&gt;
* [[William von Seckendorff|William Carl Adam Freiherr von Seckendorff]] ([[1799]]–[[1863]]), Bergbaubeamter, Mineraloge und Salinendirektor in Schöningen&lt;br /&gt;
* [[Alfred Burgemeister]] ([[1906]]–[[1970]]), CDU-Politiker, Mitglied des Bundestages&lt;br /&gt;
* [[Alfred Schliestedt]] ([[1921]]–[[1963]]), Pädagoge und Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Fritz Bäther]] ([[1928]]–[[1979]]), Politiker (SPD)&lt;br /&gt;
* [[Konrad Velensek]] ([[1942]]–[[2024]]), Boxeuropameister im Halbschwergewicht [[1971]]&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Thieme]] (* [[1947]]), prähistorischer Archäologe, der von [[1981]] bis zu seiner Pensionierung im Jahr [[2012]] beim Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege tätig war. Sein Spezialgebiet war die Altsteinzeit. [[1994]] entdeckte er die altsteinzeitlichen [[Schöninger Speere]] bei Ausgrabungen im [[Tagebau Schöningen|Braunkohletagebau Schöningen]].&lt;br /&gt;
* [[Hermann Lühr]] (* [[1953]]), deutscher Autor&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Sonstiges ==--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--== Literatur ==--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.schoeningen.de Stadt Schöningen] Offizielle Website&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/stadtderspeere Stadt Schöningen] bei Facebook&lt;br /&gt;
* [https://www.instagram.com/schoeningen.stadt.der.speere Stadt Schöningen] bei Instagram&lt;br /&gt;
* [https://www.braunschweig-touren.de/Seiten/Schoeningen2.htm Schöningen] auf der Website &#039;&#039;Im Braunschweiger Land – zwischen Harz und Heide&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Schöningen}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Helmstedt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schoningen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schöningen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeinde im Landkreis Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-08-03T12:35:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland war eine zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage aus Kalksteinmauerwerk mit einer Höhe von bis zu 3&amp;amp;nbsp;m. Von der einst geschlossenen Befestigungsanlage sind heute nur noch einzelne Abschnitte erhalten, die jedoch einen guten Eindruck von der früheren Wehranlage vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schöningen verfügte vermutlich bereits um [[1335]] über eine erste Befestigung. Darauf deutet die gewaltsame Einnahme der Siedlung durch Erzbischof Otto von Magdeburg im Jahr [[1347]] hin. [[1348]] verlieh Herzog Magnus I. der Bürgerschaft das Stadtrecht. Nach [[1350]] entstand im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Niederungsburg sowie einer Stadterweiterung nach Süden schrittweise eine neue Mauerbefestigung, die dem verbesserten Schutz der Stadt dienen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- |titel=Stadtmauer |werk=Denkmalatlas Niedersachsen |hrsg=Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mauerring aus der Mitte des 14. Jahrhunderts besaß mehrere Stadttore. Im Norden befand sich das [[Esbecker Tor]], das [[1373]] belegt ist. Nach Westen führte das bereits [[1348]] erwähnte [[Westertor (Schöningen)|Westertor]]. Im Süden lag das [[Salztor|Salz]]-, [[Hessentor|Hessen]]- oder [[Hesinger Tor]], während sich im Osten das [[1383]] nachgewiesene [[Ostertor (Schöningen)|Oster]]- oder [[Niedertor]] befand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivalische Überlieferungen belegen für das Jahr [[1447]] den Ankauf eines Hofes im [[Ostendorf (Schöningen)|Ostendorf]] durch die Stadt [[Schöningen]] zur Anlage eines neuen Stadtgrabens. Auf dieser Grundlage werden die Errichtung von Wall und Stadtgräben sowie der Bau einer äußeren Mauer auf die Zeit um [[1450]] datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfestigung der Stadt setzte vermutlich bereits im 17. Jahrhundert ein. Ein Stadtplan von [[1764]] zeigt jedoch, dass Stadtmauer und Stadttore auch im 18. Jahrhundert noch vorhanden waren. Die Tore wurden später zu Kontroll- und Zollstationen umgebaut, bevor sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschleift wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- Stadtmauer] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/37357394/1/- Äußere Stadtmauer] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/37357441/1/- Innere Stadtmauer] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13700</id>
		<title>Stadtmauer (Schöningen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13700"/>
		<updated>2026-08-03T12:03:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland war eine zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage aus Kalksteinmauerwerk mit einer Höhe von bis zu 3&amp;amp;nbsp;m. Von der einst geschlossenen Befestigungsanlage sind heute nur noch einzelne Abschnitte erhalten, die jedoch einen guten Eindruck von der früheren Wehranlage vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schöningen verfügte vermutlich bereits um [[1335]] über eine erste Befestigung. Darauf deutet die gewaltsame Einnahme der Siedlung durch Erzbischof Otto von Magdeburg im Jahr [[1347]] hin. [[1348]] verlieh Herzog Magnus I. der Bürgerschaft das Stadtrecht. Nach [[1350]] entstand im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Niederungsburg sowie einer Stadterweiterung nach Süden schrittweise eine neue Mauerbefestigung, die dem verbesserten Schutz der Stadt dienen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- |titel=Stadtmauer |werk=Denkmalatlas Niedersachsen |hrsg=Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mauerring aus der Mitte des 14. Jahrhunderts besaß mehrere Stadttore. Im Norden befand sich das [[Esbecker Tor]], das [[1373]] belegt ist. Nach Westen führte das bereits [[1348]] erwähnte [[Westertor (Schöningen)|Westertor]]. Im Süden lag das [[Salztor|Salz]]-, [[Hessentor|Hessen]]- oder [[Hesinger Tor]], während sich im Osten das [[1383]] nachgewiesene [[Ostertor (Schöningen)|Oster]]- oder [[Niedertor]] befand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivalische Überlieferungen belegen für das Jahr [[1447]] den Ankauf eines Hofes im [[Ostendorf (Schöningen)|Ostendorf]] durch die Stadt [[Schöningen]] zur Anlage eines neuen Stadtgrabens. Auf dieser Grundlage werden die Errichtung von Wall und Stadtgräben sowie der Bau einer äußeren Mauer auf die Zeit um [[1450]] datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfestigung der Stadt setzte vermutlich bereits im 17. Jahrhundert ein. Ein Stadtplan von [[1764]] zeigt jedoch, dass Stadtmauer und Stadttore auch im 18. Jahrhundert noch vorhanden waren. Die Tore wurden später zu Kontroll- und Zollstationen umgebaut, bevor sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschleift wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- Stadtmauer] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13699</id>
		<title>Stadtmauer (Schöningen)</title>
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		<updated>2026-08-03T11:31:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland war eine bis zu 3&amp;amp;nbsp;m hohe Mauer aus Kalksteinmauerwerk zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage. Von der einst geschlossenen Befestigungsanlage sind heute nur noch einzelne Abschnitte erhalten, die jedoch einen guten Eindruck von der früheren Wehranlage vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schöningen verfügte vermutlich bereits um [[1335]] über eine erste Befestigung. Darauf deutet die gewaltsame Einnahme der Siedlung durch Erzbischof Otto von Magdeburg im Jahr [[1347]] hin. [[1348]] verlieh Herzog Magnus I. der Bürgerschaft das Stadtrecht. Nach [[1350]] entstand im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Niederungsburg sowie einer Stadterweiterung nach Süden schrittweise eine neue Mauerbefestigung, die dem verbesserten Schutz der Stadt dienen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- |titel=Stadtmauer |werk=Denkmalatlas Niedersachsen |hrsg=Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mauerring aus der Mitte des 14. Jahrhunderts besaß mehrere Stadttore. Im Norden befand sich das [[Esbecker Tor]], das [[1373]] belegt ist. Nach Westen führte das bereits [[1348]] erwähnte [[Westertor (Schöningen)|Westertor]]. Im Süden lag das [[Salztor|Salz]]-, [[Hessentor|Hessen]]- oder [[Hesinger Tor]], während sich im Osten das [[1383]] nachgewiesene [[Ostertor (Schöningen)|Oster]]- oder [[Niedertor]] befand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivalische Überlieferungen belegen für das Jahr [[1447]] den Ankauf eines Hofes im [[Ostendorf (Schöningen)|Ostendorf]] durch die Stadt [[Schöningen]] zur Anlage eines neuen Stadtgrabens. Auf dieser Grundlage werden die Errichtung von Wall und Stadtgräben sowie der Bau einer äußeren Mauer auf die Zeit um [[1450]] datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfestigung der Stadt setzte vermutlich bereits im 17. Jahrhundert ein. Ein Stadtplan von [[1764]] zeigt jedoch, dass Stadtmauer und Stadttore auch im 18. Jahrhundert noch vorhanden waren. Die Tore wurden später zu Kontroll- und Zollstationen umgebaut, bevor sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschleift wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- Stadtmauer] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13698</id>
		<title>Stadtmauer (Schöningen)</title>
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		<updated>2026-08-03T11:30:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland war eine bis zu 3&amp;amp;nbsp;m hohe Mauer aus Kalksteinmauerwerk zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage. Von der einst geschlossenen Befestigungsanlage sind heute nur noch einzelne Abschnitte erhalten, die jedoch einen guten Eindruck von der früheren Wehranlage vermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Schöningen verfügte vermutlich bereits um [[1335]] über eine erste Befestigung. Darauf deutet die gewaltsame Einnahme der Siedlung durch Erzbischof Otto von Magdeburg im Jahr [[1347]] hin. [[1348]] verlieh Herzog Magnus I. der Bürgerschaft das Stadtrecht. Nach [[1350]] entstand im Zusammenhang mit dem Bau einer neuen Niederungsburg sowie einer Stadterweiterung nach Süden schrittweise eine neue Mauerbefestigung, die dem verbesserten Schutz der Stadt dienen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- |titel=Stadtmauer |werk=Denkmalatlas Niedersachsen |hrsg=Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mauerring aus der Mitte des 14. Jahrhunderts besaß mehrere Stadttore. Im Norden befand sich das [[Esbecker Tor]], das [[1373]] belegt ist. Nach Westen führte das bereits [[1348]] erwähnte [[Westertor (Schöningen)|Westertor]]. Im Süden lag das [[Salztor|Salz]]-, [[Hessentor|Hessen]]- oder [[Hesinger Tor]], während sich im Osten das [[1383]] nachgewiesene [[Ostertor|Oster]]- oder [[Niedertor]] befand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archivalische Überlieferungen belegen für das Jahr [[1447]] den Ankauf eines Hofes im [[Ostendorf (Schöningen)|Ostendorf]] durch die Stadt [[Schöningen]] zur Anlage eines neuen Stadtgrabens. Auf dieser Grundlage werden die Errichtung von Wall und Stadtgräben sowie der Bau einer äußeren Mauer auf die Zeit um [[1450]] datiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfestigung der Stadt setzte vermutlich bereits im 17. Jahrhundert ein. Ein Stadtplan von [[1764]] zeigt jedoch, dass Stadtmauer und Stadttore auch im 18. Jahrhundert noch vorhanden waren. Die Tore wurden später zu Kontroll- und Zollstationen umgebaut, bevor sie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschleift wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Denkmalatlas&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- Stadtmauer] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Sch%C3%B6ningen)&amp;diff=13697</id>
		<title>Stadtmauer (Schöningen)</title>
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		<updated>2026-08-03T11:16:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Schöningen]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland war eine zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32670204/1/- Stadtmauer] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Schöningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=S%C3%BCdertor&amp;diff=13696</id>
		<title>Südertor</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=S%C3%BCdertor&amp;diff=13696"/>
		<updated>2026-08-03T11:13:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Straße Südertor in Helmstedt. Für das gleichnamige ehemalige Stadttor in Helmstedt siehe: [[Südertor (Turm)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Südertor&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   = Seeper Tor, Seedorfer Tor&lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = Helmstedt Kreishaus.jpg&lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = Verwaltungsgebäude [[Landkreis Helmstedt]]&lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = Kernstadt&lt;br /&gt;
| Stadtviertel      = [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]]&lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = &lt;br /&gt;
| Straßen           = &lt;br /&gt;
| Querstraßen       = &lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = Fußgänger:innen, Radfahrer:innen, Autofahrer:innen, ÖPNV&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 132 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Südertor&#039;&#039;&#039; ist eine Straße in der [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die Straße befindet sich im südlichen Teil der Innenstadt von [[Helmstedt]]. Sie führt von der [[Schöninger Straße]] ab der Kreuzung [[Poststraße]]/[[Wilhelmstraße]] nach Nordwesten bis an die Kreuzung [[Beguinenstraße]]/[[Lindenplatz]]/[[Lindenstraße]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] wurde von [[1825]] bis [[1839]] vom damaligen Kreisdirektor [[Wilhelm Eisfeldt]] als Wohnhaus erbaut. An dieser Stelle der Straße befand sich im Mittelalter das von einem Turm gekrönte Tor, das zu den schon früh wüst gewordenen Dörfern Groß und Klein Seedorf führte. Daher wurde diese Straße auch &#039;&#039;Seedorfer Tor&#039;&#039; oder &#039;&#039;Seeper Tor&#039;&#039; genannt. Der Turm wurde [[1820]] abgetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
An der Straße befinden sich die folgenden Einrichtungen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}6 || [[Landkreis Helmstedt]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Zonengrenz-Museum]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 11 || [[M&amp;amp;C Döner]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 12 || [[Café Mitte]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 14 || [[Sprengel Friseure]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 15–16 || [[Optimal Optik]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
* [[Nordertor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.22508|EW=11.01081|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sudertor #Helmstedt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Nordertor&amp;diff=13695</id>
		<title>Nordertor</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Nordertor&amp;diff=13695"/>
		<updated>2026-08-03T11:13:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Straße Nordertor in Helmstedt. Für das gleichnamige ehemalige Stadttor in Helmstedt siehe: [[Nordertor (Turm)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Nordertor&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   =   &lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = &lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = &lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = &lt;br /&gt;
| Straßen           = &lt;br /&gt;
| Querstraßen       = &lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 91 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Nordertor&#039;&#039;&#039; ist eine Straße in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Straße beginnt am [[Langer Steinweg|Langen Steinweg]] und führt auf die Kreuzung [[Vorsfelder Straße]] – [[Walbecker Straße]] – [[Leuckartstraße]]. In der unmittelbaren Nähe befindet sich auch die [[Apotheke am Nordertor]], die jedoch der Vorsfelder Straße zugeordnet ist. Bis zur Innenstadt sind es von hier etwa 500 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Am nördlichen Ausgang der Stadt, auf dem [[Langer Steinweg|Langen Steinweg]] zwischen dem [[Langer Wall|Langen Wall]] und [[Schützenwall]], befand sich ein Stadttor, das mit einem Turm überbaut worden war und nach seiner lage Nordertor genannt wurde. Der Turm war 1821 bereits abgetragen. Nach diesem Tor ist die Straße benannt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
* [[Südertor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.23243|EW=11.00715|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Nordertor_(Turm)&amp;diff=13694</id>
		<title>Nordertor (Turm)</title>
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		<updated>2026-08-03T10:43:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: Die Seite wurde neu angelegt: „Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordertor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen Befestigungsanlagen der Stadt Helmstedt, von dem heute nur noch Mauerreste zu sehen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf |titel=Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang. |autor=Rosemarie Pohl, Herbert Rohm |hrsg=…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Nordertor&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlagen]] der Stadt [[Helmstedt]], von dem heute nur noch Mauerreste zu sehen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf |titel=Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang. |autor=Rosemarie Pohl, Herbert Rohm |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2013 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Stadttor wurde [[1354]] erstmals erwähnt und [[1515]] noch bezeugt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nordertor #Turm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Seedorfer_Tor&amp;diff=13693</id>
		<title>Seedorfer Tor</title>
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		<updated>2026-08-03T10:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: Weiterleitungsziel von Südertor nach Südertor (Turm) geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Südertor (Turm)]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Seeper Tor</title>
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		<updated>2026-08-03T10:29:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: Weiterleitungsziel von Südertor nach Südertor (Turm) geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Südertor (Turm)]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Hausmannsturm&amp;diff=13691</id>
		<title>Hausmannsturm</title>
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		<updated>2026-08-03T10:28:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Helmstedt Hausmannsturm.jpg|mini|hochkant|Hausmannsturm ([[2005]])]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Hausmannsturm (früher auch Westertor, Neumärker Tor oder Braunschweiger Tor)&#039;&#039;&#039; ist das Wahrzeichen von [[Helmstedt]] und befindet sich auf der [[Neumärker Straße]] der Kreisstadt im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Es ist das älteste erhaltene Stadttor im Braunschweiger Land&amp;lt;ref name=&amp;quot;Willkommen in Helmstedt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Broschueren/Willkommen_in_Helmstedt_Deutsch-Englisch.pdf |titel=Fachwerk- und Altstadt – Türme und Türmer |werk=Willkommen in Helmstedt |hrsg=Stadt Helmstedt |format=PDF |datum=2024-07 |abruf=2025-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das viereckig angelegte Stadttor hat eine Höhe von 36 m und ist als verputzter Massivbau mit einem polygonalen Turmhelm ausgeführt. Im Erdgeschoss befindet sich eine spitzbogige Tordurchfahrt, darüber ein geschosstrennendes Gurtgesims. An der Westseite ist eine spätgotische Reliefgruppe der Marienkrönung in einer ädikulaartigen Fassung angebracht. Der Turmschaft besteht aus verputzten Sandsteinquadern und verfügt über in Sandstein gefasste Lichtfenster. Den oberen Abschluss bildet ein polygonaler, schiefergedeckter Knickhelm mit vier Zwerchhäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hausmannsturm wurde schon [[1286]] erwähnt, erhielt sein heutiges Aussehen allerdings erst in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als letztes Tor des [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]]rings. Die [[Stadtmauer (Helmstedt)|Helmstedter Stadtmauer]] besaß einst acht Mauertürme und vier Stadttore. Heute sind noch vier Mauertürme – darunter in Resten der [[Eulenturm]] und der [[Pulverturm]] – sowie das westliche Stadttor Hausmansturm erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turmwächter war der &#039;&#039;Helmstedter Hausmann&#039;&#039;. Er wohnte im Hausmannsturm, wobei ihm zwei Gesellen und ein Lehrjunge zur Seite standen. Er hatte mit seinem Horn die Stunden abzublasen, über Feuersicherheit zu wachen und drohende Gefahren zu melden. Bei besonderen Anlässen war er verpflichtet, zusammen mit seinen Helfern in der Stadt aufzuspielen. Noch heute bläst ein &#039;&#039;Helmstedter Hausmann&#039;&#039; traditionell von April bis Oktober jeden Samstag vom Hausmannsturm aus um 12:00 Uhr die Woche ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Willkommen in Helmstedt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk wurde Anfang des 15. Jahrhunderts erneuert; im Jahr [[1846]] erfolgte eine erhebliche Vergrößerung der Tordurchfahrt die durch ein Kreuzgewölbe geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über mehrere Jahrhunderte war der Turm durch seine unverputzte Natursteinfassade im Stadtbild präsent. In den 1980er-Jahren erfolgte eine bauliche Veränderung: Das Bauwerk wurde vollständig verputzt und anschließend rosa gestrichen. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollte diese Maßnahme sowohl dem Erhalt der Bausubstanz als auch einer optischen Angleichung dienen. Begründet wurde dies mit der unterschiedlich ausgeführten Gestaltung der beiden Hauptfassaden. So besteht die Westfassade aus regelmäßig bearbeiteten Sandsteinquadern, während die zur Stadt hin ausgerichtete Ostfassade aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk errichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article411019999/naturstein-oder-rosa-helmstedts-hausmannsturm-soll-saniert-werden.html |titel=Naturstein oder Rosa? Helmstedts Hausmannsturm soll saniert werden |autor=Markus Brich |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2026-01-24 |abruf=2026-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2002]] ließ die Stadtverwaltung im Zuge einer Sanierung im Turm einen Trauraum einrichten. Im Herbst [[2008]] installierte die Stadt eine Webcam am Gebäude, die den Verlauf der [[Neumärker Straße]] vom Hausmannsturm aus in Richtung [[Markt]] zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen weiterer Sanierungsarbeiten wurden im Juni [[2012]] Putz- und Fugenschäden an den Wänden und der Gewölbedecke des Hausmannsturms ausgebessert. Anschließend wurden die Flächen mit einer neuen farblichen Beschichtung versehen. Die Arbeiten wurden im Rahmen der Quartiersinitiative Niedersachsen durch das Land Niedersachsen gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Baudenkmale in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32708328/1/- &#039;&#039;Neumärker Tor / Hausmannsturm&#039;&#039;] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/ratgeber/reise/braunschweiger_land/Helmstedt-Sehenswuerdigkeiten-in-der-ehemaligen-Grenzstadt,helmstedt123.html &#039;&#039;Helmstedt: Sehenswürdigkeiten in der ehemaligen Grenzstadt&#039;&#039;] auf der Website des &#039;&#039;Norddeutschen Rundfunks (NDR)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Hausmannsturm&amp;diff=13690</id>
		<title>Hausmannsturm</title>
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		<updated>2026-08-03T10:28:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Helmstedt Hausmannsturm.jpg|mini|hochkant|Hausmannsturm ([[2005]])]]&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Hausmannsturm (früher auch Westertor, Neumärker Tor oder oder Braunschweiger Tor)&#039;&#039;&#039; ist das Wahrzeichen von [[Helmstedt]] und befindet sich auf der [[Neumärker Straße]] der Kreisstadt im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Es ist das älteste erhaltene Stadttor im Braunschweiger Land&amp;lt;ref name=&amp;quot;Willkommen in Helmstedt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Broschueren/Willkommen_in_Helmstedt_Deutsch-Englisch.pdf |titel=Fachwerk- und Altstadt – Türme und Türmer |werk=Willkommen in Helmstedt |hrsg=Stadt Helmstedt |format=PDF |datum=2024-07 |abruf=2025-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das viereckig angelegte Stadttor hat eine Höhe von 36 m und ist als verputzter Massivbau mit einem polygonalen Turmhelm ausgeführt. Im Erdgeschoss befindet sich eine spitzbogige Tordurchfahrt, darüber ein geschosstrennendes Gurtgesims. An der Westseite ist eine spätgotische Reliefgruppe der Marienkrönung in einer ädikulaartigen Fassung angebracht. Der Turmschaft besteht aus verputzten Sandsteinquadern und verfügt über in Sandstein gefasste Lichtfenster. Den oberen Abschluss bildet ein polygonaler, schiefergedeckter Knickhelm mit vier Zwerchhäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Hausmannsturm wurde schon [[1286]] erwähnt, erhielt sein heutiges Aussehen allerdings erst in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts als letztes Tor des [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]]rings. Die [[Stadtmauer (Helmstedt)|Helmstedter Stadtmauer]] besaß einst acht Mauertürme und vier Stadttore. Heute sind noch vier Mauertürme – darunter in Resten der [[Eulenturm]] und der [[Pulverturm]] – sowie das westliche Stadttor Hausmansturm erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turmwächter war der &#039;&#039;Helmstedter Hausmann&#039;&#039;. Er wohnte im Hausmannsturm, wobei ihm zwei Gesellen und ein Lehrjunge zur Seite standen. Er hatte mit seinem Horn die Stunden abzublasen, über Feuersicherheit zu wachen und drohende Gefahren zu melden. Bei besonderen Anlässen war er verpflichtet, zusammen mit seinen Helfern in der Stadt aufzuspielen. Noch heute bläst ein &#039;&#039;Helmstedter Hausmann&#039;&#039; traditionell von April bis Oktober jeden Samstag vom Hausmannsturm aus um 12:00 Uhr die Woche ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Willkommen in Helmstedt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bauwerk wurde Anfang des 15. Jahrhunderts erneuert; im Jahr [[1846]] erfolgte eine erhebliche Vergrößerung der Tordurchfahrt die durch ein Kreuzgewölbe geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über mehrere Jahrhunderte war der Turm durch seine unverputzte Natursteinfassade im Stadtbild präsent. In den 1980er-Jahren erfolgte eine bauliche Veränderung: Das Bauwerk wurde vollständig verputzt und anschließend rosa gestrichen. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollte diese Maßnahme sowohl dem Erhalt der Bausubstanz als auch einer optischen Angleichung dienen. Begründet wurde dies mit der unterschiedlich ausgeführten Gestaltung der beiden Hauptfassaden. So besteht die Westfassade aus regelmäßig bearbeiteten Sandsteinquadern, während die zur Stadt hin ausgerichtete Ostfassade aus unregelmäßigem Bruchsteinmauerwerk errichtet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article411019999/naturstein-oder-rosa-helmstedts-hausmannsturm-soll-saniert-werden.html |titel=Naturstein oder Rosa? Helmstedts Hausmannsturm soll saniert werden |autor=Markus Brich |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2026-01-24 |abruf=2026-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2002]] ließ die Stadtverwaltung im Zuge einer Sanierung im Turm einen Trauraum einrichten. Im Herbst [[2008]] installierte die Stadt eine Webcam am Gebäude, die den Verlauf der [[Neumärker Straße]] vom Hausmannsturm aus in Richtung [[Markt]] zeigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen weiterer Sanierungsarbeiten wurden im Juni [[2012]] Putz- und Fugenschäden an den Wänden und der Gewölbedecke des Hausmannsturms ausgebessert. Anschließend wurden die Flächen mit einer neuen farblichen Beschichtung versehen. Die Arbeiten wurden im Rahmen der Quartiersinitiative Niedersachsen durch das Land Niedersachsen gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Baudenkmale in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/32708328/1/- &#039;&#039;Neumärker Tor / Hausmannsturm&#039;&#039;] im Denkmalatlas Niedersachsen&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/ratgeber/reise/braunschweiger_land/Helmstedt-Sehenswuerdigkeiten-in-der-ehemaligen-Grenzstadt,helmstedt123.html &#039;&#039;Helmstedt: Sehenswürdigkeiten in der ehemaligen Grenzstadt&#039;&#039;] auf der Website des &#039;&#039;Norddeutschen Rundfunks (NDR)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Helmstedt)&amp;diff=13689</id>
		<title>Stadtmauer (Helmstedt)</title>
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		<updated>2026-08-03T10:26:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Helmstedt]] war eine im 13. Jahrhundert zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage. Außer den Wällen, die im 18. Jahrhundert abgetragen wurden, sind Reste von Mauer und Graben, vier von acht Mauertürmen (u. a. der [[Eulenturm]] und [[Pulverturm]]) und eines von vier den Himmelsrichtungen entsprechenden Stadttoren, der [[Hausmannsturm]], erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.alleburgen.de/bd.php?id=33456&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Stadt [[Helmstedt]], die sich aus den [[Edelhöfe]]n, dem Wik an der [[Beguinenstraße]] und dem heutigen [[Markt]] zu einem Gemeinwesen entwickelt hatte und schon im 12. Jahrhundert ein blühender, aufstrebender Ort war, erlitt am Ende jenes Jahrhunderts einen herben Rückschlag. Zu der Zeit stritten sich der Staufer Philip von Schwaben und der Welfe Otto IV., der Sohn Heinrichs des Löwen, um den Königsthron, und [[Helmstedt]] wurde in diese Streitigkeiten hineingezogen. Wahrscheinlich in der Silvesternacht [[1199]]/[[1200]] legte der Erzbischof Ludolf von Magdeburg, ein Anhänger der Staufen, die Stadt in Schutt und Asche. Aber sie verschwand nicht aus der Geschichte. Durch die beiden Klöster ganz in der Nähe und die günstige Verkehrslage war sie doch schon so gewachsen, dass sie nach der Zerstörung bald wieder aufgebaut wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Stadt vorher nur mit Palisaden- und Holzzäunen nach außen geschützt war, errichtete man nun eine Befestigung aus Mauer, Wall und Graben sowie acht Mauertürmen und vier den Himmelsrichtungen entsprechenden Stadttoren. Auf einem modernen Stadtplan kann man an den Wällen heute noch den Verlauf dieser Anlage aus dem 13. Jahrhundert sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer dem [[Magdeburger Tor]], dem [[Südertor]], dem [[Braunschweiger Tor]] und dem [[Nordertor]] gab es in [[Helmstedt]] auch noch das [[Harsleber Tor]], das im Jahr [[1955]] der [[Leuckartstraße]] zugeordnet wurde. Aber der Name besteht weiter in der [[Harsleber Torstraße]], und er geht zurück auf ein Dorf Harsleben, das am heutigen [[Elzweg]] gelegen haben soll und das der Überlieferung nach bereits im frühen Mittelalter zerstört wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach den vier Stadttoren benannten Straßen kamen mit Ausnahme des [[Nordertor]]es erst im Laufe der Zeit zu ihren heutigen Namen. Das [[Magdeburger Tor]] hieß zunächst [[Ostertor|Oster]]- beziehungsweise [[Ludgeritor]] oder [[Lüdertor]]. Das [[Südertor (Turm)|Südertor]] hieß ursprünglich [[Seedorfer Tor|Seedorfer]] oder auch [[Seeper Tor]] nach den Dörfern &#039;&#039;Groß Seedorf&#039;&#039; und &#039;&#039;Klein Seedorf&#039;&#039;, die dort in der Nähe gelegen hatten und um [[1200]] „wüst“ geworden waren, das heißt von ihren Bewohnern aufgegeben wurden. Das westliche Tor war der [[Hausmannsturm]], der auch [[Westertor|Wester]]- oder [[Neumärker Tor]] hieß. Die heutige Straße [[Braunschweiger Tor]] hat wahrscheinlich weniger mit dem alten Stadttor zu tun als mit dem ehemaligen [[Zollhaus]], das an der [[Alte Heerstraße|alten Heerstraße]] stand und an dem im 18./19. Jahrhundert ein Wegegeld zu entrichten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
; Mauertürme&lt;br /&gt;
* [[Eulenturm]]&lt;br /&gt;
* [[Pulverturm]]&lt;br /&gt;
;Stadttore&lt;br /&gt;
* [[Nordertor (Turm)|Nordertor]]&lt;br /&gt;
* [[Ostertor]]&lt;br /&gt;
* [[Südertor (Turm)|Südertor]]&lt;br /&gt;
* [[Westertor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Helmstedt)&amp;diff=13688</id>
		<title>Stadtmauer (Helmstedt)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Helmstedt)&amp;diff=13688"/>
		<updated>2026-08-03T10:24:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Siehe auch */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Helmstedt]] war eine im 13. Jahrhundert zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage. Außer den Wällen, die im 18. Jahrhundert abgetragen wurden, sind Reste von Mauer und Graben, vier von acht Mauertürmen (u. a. der [[Eulenturm]] und [[Pulverturm]]) und eines von vier den Himmelsrichtungen entsprechenden Stadttoren, der [[Hausmannsturm]], erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.alleburgen.de/bd.php?id=33456&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Stadt [[Helmstedt]], die sich aus den [[Edelhöfe]]n, dem Wik an der [[Beguinenstraße]] und dem heutigen [[Markt]] zu einem Gemeinwesen entwickelt hatte und schon im 12. Jahrhundert ein blühender, aufstrebender Ort war, erlitt am Ende jenes Jahrhunderts einen herben Rückschlag. Zu der Zeit stritten sich der Staufer Philip von Schwaben und der Welfe Otto IV., der Sohn Heinrichs des Löwen, um den Königsthron, und [[Helmstedt]] wurde in diese Streitigkeiten hineingezogen. Wahrscheinlich in der Silvesternacht [[1199]]/[[1200]] legte der Erzbischof Ludolf von Magdeburg, ein Anhänger der Staufen, die Stadt in Schutt und Asche. Aber sie verschwand nicht aus der Geschichte. Durch die beiden Klöster ganz in der Nähe und die günstige Verkehrslage war sie doch schon so gewachsen, dass sie nach der Zerstörung bald wieder aufgebaut wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Stadt vorher nur mit Palisaden- und Holzzäunen nach außen geschützt war, errichtete man nun eine Befestigung aus Mauer, Wall und Graben sowie acht Mauertürmen und vier den Himmelsrichtungen entsprechenden Stadttoren. Auf einem modernen Stadtplan kann man an den Wällen heute noch den Verlauf dieser Anlage aus dem 13. Jahrhundert sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer dem [[Magdeburger Tor]], dem [[Südertor]], dem [[Braunschweiger Tor]] und dem [[Nordertor]] gab es in [[Helmstedt]] auch noch das [[Harsleber Tor]], das im Jahr [[1955]] der [[Leuckartstraße]] zugeordnet wurde. Aber der Name besteht weiter in der [[Harsleber Torstraße]], und er geht zurück auf ein Dorf Harsleben, das am heutigen [[Elzweg]] gelegen haben soll und das der Überlieferung nach bereits im frühen Mittelalter zerstört wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach den vier Stadttoren benannten Straßen kamen mit Ausnahme des [[Nordertor]]es erst im Laufe der Zeit zu ihren heutigen Namen. Das [[Magdeburger Tor]] hieß zunächst [[Ostertor|Oster]]- beziehungsweise [[Ludgeritor]] oder [[Lüdertor]]. Das [[Südertor (Turm)|Südertor]] hieß ursprünglich [[Seedorfer Tor|Seedorfer]] oder auch [[Seeper Tor]] nach den Dörfern &#039;&#039;Groß Seedorf&#039;&#039; und &#039;&#039;Klein Seedorf&#039;&#039;, die dort in der Nähe gelegen hatten und um [[1200]] „wüst“ geworden waren, das heißt von ihren Bewohnern aufgegeben wurden. Das westliche Tor war der [[Hausmannsturm]], der auch [[Westertor|Wester]]- oder [[Neumärker Tor]] hieß. Die heutige Straße [[Braunschweiger Tor]] hat wahrscheinlich weniger mit dem alten Stadttor zu tun als mit dem ehemaligen [[Zollhaus]], das an der [[Alte Heerstraße|alten Heerstraße]] stand und an dem im 18./19. Jahrhundert ein Wegegeld zu entrichten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Eulenturm]]&lt;br /&gt;
* [[Hausmannsturm]]&lt;br /&gt;
* [[Nordertor (Turm)|Nordertor]]&lt;br /&gt;
* [[Pulverturm]]&lt;br /&gt;
* [[Ostertor]]&lt;br /&gt;
* [[Südertor (Turm)|Südertor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=S%C3%BCdertor_(Turm)&amp;diff=13687</id>
		<title>Südertor (Turm)</title>
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		<updated>2026-08-03T10:20:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Südertor (auch Seedorfer Tor)&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlagen]] der Stadt [[Helmstedt]]. Die Bezeichnung &#039;&#039;Süder-&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Seedorfer Tor&#039;&#039; geht auf die mittelalterlichen Siedlungen &#039;&#039;Groß Seedorf&#039;&#039; und &#039;&#039;Klein Seedorf&#039;&#039; zurück, die in der Umgebung [[Helmstedt]]s lagen und spätestens im Mittelalter wüst gefallen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Südertorturm, der [[1305]] erstmals erwähnt wurde, befand sich – von der Stadtseite aus betrachtet – unmittelbar hinter dem [[1968]] abgebrochenen Haus [[Südertor]] 5, also in etwa dort, wo sich heute der Parkplatz an der gleichnamigen Straße [[Südertor]] befindet. Der Turm gehörte zu den Toranlagen, die den Zugang zur mittelalterlichen Stadt sicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm hatte eine Länge von 22½ Fuß, eine Breite von 24½ Fuß und eine Höhe von 32 Fuß (ca. 9,15 m). Die Grundfläche entsprach nach heutiger Umrechnung etwa 6,4x7,0 m. Angaben zur Höhe lassen jedoch offen, ob diese bis zum Ansatz des Daches oder bis zur Dachspitze gemessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude war mit einem Dach aus vier Walmen gedeckt, das mit Breitziegeln eingedeckt war. Im unteren Bereich befand sich eine Durchfahrt mit zwei Bögen und einem Gewölbe. Diese Bauweise entsprach in ihrer Ausführung derjenigen, die beim noch erhaltenen [[Hausmannsturm]] nachvollziehbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Obergeschoss befanden sich eine Stube, eine Kammer und eine kleine Küche. Diese Räume dienten zuletzt dem Turmschließer Brandt als Wohnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Mai/Juni [[1820]] wurde der Turm abgerissen. Mit seinem Abriss verschwand ein weiterer Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Helmstedts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang.]&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sudertor #Turm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<title>Südertor (Turm)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Südertor (auch Seedorfer Tor)&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlagen]] der Stadt [[Helmstedt]]. Die Bezeichnung &#039;&#039;Süder-&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Seedorfer Tor&#039;&#039; geht auf die mittelalterlichen Siedlungen &#039;&#039;Groß Seedorf&#039;&#039; und &#039;&#039;Klein Seedorf&#039;&#039; zurück, die in der Umgebung [[Helmstedt]]s lagen und spätestens im Mittelalter wüst gefallen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Südertorturm, der [[1305]] erstmals erwähnt wurde, befand sich – von der Stadtseite aus betrachtet – unmittelbar hinter dem [[1968]] abgebrochenen Haus [[Südertor]] 5, also in etwa dort, wo sich heute der Parkplatz am [[Südertor]] befindet. Der Turm gehörte zu den Toranlagen, die den Zugang zur mittelalterlichen Stadt sicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm hatte eine Länge von 22½ Fuß, eine Breite von 24½ Fuß und eine Höhe von 32 Fuß (ca. 9,15 m). Die Grundfläche entsprach nach heutiger Umrechnung etwa 6,4x7,0 m. Angaben zur Höhe lassen jedoch offen, ob diese bis zum Ansatz des Daches oder bis zur Dachspitze gemessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude war mit einem Dach aus vier Walmen gedeckt, das mit Breitziegeln eingedeckt war. Im unteren Bereich befand sich eine Durchfahrt mit zwei Bögen und einem Gewölbe. Diese Bauweise entsprach in ihrer Ausführung derjenigen, die beim noch erhaltenen [[Hausmannsturm]] nachvollziehbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Obergeschoss befanden sich eine Stube, eine Kammer und eine kleine Küche. Diese Räume dienten zuletzt dem Turmschließer Brandt als Wohnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Mai/Juni [[1820]] wurde der Turm abgerissen. Mit seinem Abriss verschwand ein weiterer Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Helmstedts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang.]&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sudertor #Turm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2026-08-03T10:20:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Südertor (auch Seedorfer Tor)&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlagen]] der Stadt [[Helmstedt]]. Die Bezeichnung &#039;&#039;Süder-&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Seedorfer Tor&#039;&#039; geht auf die mittelalterlichen Siedlungen &#039;&#039;Groß Seedorf&#039;&#039; und &#039;&#039;Klein Seedorf&#039;&#039; zurück, die in der Umgebung [[Helmstedt]]s lagen und spätestens im Mittelalter wüst gefallen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Südertorturm, der [[1305]] erstmals erwähnt wurde, befand sich – von der Stadtseite aus betrachtet – unmittelbar hinter dem [[1968]] abgebrochenen Haus [[Südertor]] 5, also in etwa dort, wo sich heute der Parkplatz am [[Südertor]] befindet. Der Turm gehörte zu den Toranlagen, die den Zugang zur mittelalterlichen Stadt sicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm hatte eine Länge von 22½ Fuß, eine Breite von 24½ Fuß und eine Höhe von 32 Fuß (ca. 9,15 m). Die Grundfläche entsprach nach heutiger Umrechnung etwa 6,4x7,0 m. Angaben zur Höhe lassen jedoch offen, ob diese bis zum Ansatz des Daches oder bis zur Dachspitze gemessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude war mit einem Dach aus vier Walmen gedeckt, das mit Breitziegeln eingedeckt war. Im unteren Bereich befand sich eine Durchfahrt mit zwei Bögen und einem Gewölbe. Diese Bauweise entsprach in ihrer Ausführung derjenigen, die beim noch erhaltenen [[Hausmannsturm]] nachvollziehbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Obergeschoss befanden sich eine Stube, eine Kammer und eine kleine Küche. Diese Räume dienten zuletzt dem Turmschließer Brandt als Wohnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Mai/Juni [[1820]] wurde der Turm abgerissen. Mit seinem Abriss verschwand ein weiterer Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Helmstedts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang.]&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sudertorturm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
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		<title>Südertor (Turm)</title>
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		<updated>2026-08-03T10:19:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: Wikiadmin verschob die Seite Südertorturm nach Südertor (Turm), ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Südertorturm (auch Seedorfer Tor)&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlagen]] der Stadt [[Helmstedt]]. Die Bezeichnung &#039;&#039;Süder-&#039;&#039; bzw. &#039;&#039;Seedorfer Tor&#039;&#039; geht auf die mittelalterlichen Siedlungen &#039;&#039;Groß Seedorf&#039;&#039; und &#039;&#039;Klein Seedorf&#039;&#039; zurück, die in der Umgebung [[Helmstedt]]s lagen und spätestens im Mittelalter wüst gefallen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Südertorturm, der [[1305]] erstmals erwähnt wurde, befand sich – von der Stadtseite aus betrachtet – unmittelbar hinter dem [[1968]] abgebrochenen Haus [[Südertor]] 5, also in etwa dort, wo sich heute der Parkplatz am [[Südertor]] befindet. Der Turm gehörte zu den Toranlagen, die den Zugang zur mittelalterlichen Stadt sicherten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm hatte eine Länge von 22½ Fuß, eine Breite von 24½ Fuß und eine Höhe von 32 Fuß (ca. 9,15 m). Die Grundfläche entsprach nach heutiger Umrechnung etwa 6,4x7,0 m. Angaben zur Höhe lassen jedoch offen, ob diese bis zum Ansatz des Daches oder bis zur Dachspitze gemessen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude war mit einem Dach aus vier Walmen gedeckt, das mit Breitziegeln eingedeckt war. Im unteren Bereich befand sich eine Durchfahrt mit zwei Bögen und einem Gewölbe. Diese Bauweise entsprach in ihrer Ausführung derjenigen, die beim noch erhaltenen [[Hausmannsturm]] nachvollziehbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Obergeschoss befanden sich eine Stube, eine Kammer und eine kleine Küche. Diese Räume dienten zuletzt dem Turmschließer Brandt als Wohnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Mai/Juni [[1820]] wurde der Turm abgerissen. Mit seinem Abriss verschwand ein weiterer Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Helmstedts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang.]&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sudertorturm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt&amp;diff=13683</id>
		<title>Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt</title>
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		<updated>2026-08-03T10:18:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt&#039;&#039;&#039; ist eine Chronik über [[Helmstedt]] von [[Hans-Ehrhard Müller]] aus dem März [[1999]]. Eine zweite, überarbeitete Auflage erschien im Mai [[2005]]. Dieser Artikel hat das Ziel, die gesamte Chronik als enzyklopädischen Artikel abzubilden und wird lediglich an die neue Rechtschreibung angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[[Hans-Ehrhard Müller|HANS-ERHARD MÜLLER]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[[Helmstedt|HELMSTEDT]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;die Geschichte einer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;&#039;&#039;&#039;deutschen Stadt&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Helmstedt]], [[1998]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Widmung des Autors&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Gewidmet meinen Eltern und meinem väterlichen Freund&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Robert Schaper]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Herausgegeben von der Stadt [[Helmstedt]] im Dezember [[1998]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;1. Auflage – 12-[[1998]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;2. Auflage – 05-[[2004]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Gesamtherstellung:&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;[[Druckerei Kühne]] KG, [[Kybitzstraße]] 12, [[38350]] [[Helmstedt]]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tel. [[05351]] 2277&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Zum Geleit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur 3 Jahre nach dem Erscheinen der [[Helmstedt]]-Chronik war die erste Auflage restlos vergriffen. Das zeigt uns, wie groß das Interesse an der Geschichte unserer Stadt ist und wir freuen uns sehr, jetzt die zweite Auflage vorlegen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]], der Autor der Chronik, ist im Jahre [[2001]] verstorben. Unsere Stadt hat mit ihm einen der profundesten Kenner der [[Helmstedt]]er Geschichte verloren. Wir bewahren ihm an dieser Stelle ein bleibendes Gedenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser besonderer Dank gilt seiner Witwe [[Melsene Johansen]] – Studiendirektorin i. R. und jetzige ehrenamtliche [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]]arin –, die ganz im Sinne ihres verstorbenen Mannes die Neuauflage der Chronik vorbereitet und mit wichtigen Ergänzungen versehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helmstedt]], im Mai&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinz-Dieter Eisermann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Zur Erinnerung an den Verfasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[1930]]–[[2001]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]] wurde am 7. März [[1930]] in [[Schöningen]], [[Landkreis Helmstedt|Kreis Helmstedt]], geboren. [[1934]] siedelte die Familie nach [[Helmstedt]] über, wo sein Vater an der [[Georgienstraße]] ein Lederwarengeschäft eröffnete. [[1935]] erwarb er das Grundstück [[Markt]] 2 und betrieb dort bis zu seinem Tod [[1967]] das angesehene Geschäft [[Leder-Müller]]. [[Hans-Ehrhard Müller]], der keine Geschwister hatte, wuchs mitten in unserer Stadt auf, Kindheit und Jugend waren wesentlich geprägt durch die Kriegs- und Nachkriegszeit. Er besuchte die [[Lutherschule]] (Volksschule) und danach das Gymnasium [[Julianum]], wo er [[1949]] das Abitur ablegte. Rechtswissenschaft und Geschichte hatten sein Interesse geweckt und bestimmten die Wahl seiner Studienfächer. Nach dem Studium an den Universitäten Hamburg, Heidelberg und Köln machte er in Köln die erste und später in Hannover die große juristische Staatsprüfung. Er war als Richter in Schleswig-Holstein und von [[1972]] bis zu seiner Pensionierung im Jahr [[1989]] in Peine tätig. Sein fairer und besonnener Umgang mit den Angeklagten und sein großes Verständnis für die Probleme Jugendlicher zeichneten ihn als Familienrichter besonders aus. Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft und ein tiefgründiger Humor bestimmten seine Persönlichkeit. Nach dem Tod seines Vaters hat er seine kranke Mutter viele Jahre gepflegt und sich in seiner knappen Freizeit in der Jugendarbeit in Peine engagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war verheiratet mit der gebürtigen Braunschweigerin [[Melsene Johansen]] geb. Drechsler, die von [[1962]] bis [[1972]] am damaligen &#039;&#039;Gymnasium für Mädchen&#039;&#039; in [[Helmstedt]] und anschließend am Lichtenberg-Gymnasium in Cuxhaven tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit seiner frühen Jugend hat [[Hans-Ehrhard Müller]] sich für die Geschichte der Stadt [[Helmstedt]] interessiert und begeistert. [[1989]] übernahm er von [[Robert Schaper]] als Ehrenbeamter die Leitung des [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]]s. Neben seiner Arbeit im Archiv veröffentlichte er in den folgenden Jahren Beiträge zur Heimatgeschichte, hielt Vorträge, leitete Seminare und führte Besucher durch die Stadt. [[1995]] erschien sein Buch &#039;&#039;[[Helmstedt unterm Hakenkreuz]]&#039;&#039;, [[1999]] war das fast 1000 Seiten umfassende Werk &#039;&#039;Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt&#039;&#039; fertiggestellt. Für seine Verdienste wurde er [[1995]] mit der bronzenen Ehrenplakette und [[1999]] mit der silbernen Ehrenplakette der Stadt [[Helmstedt]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 27. Februar [[2001]] ist [[Hans-Ehrhard Müller]] in [[Helmstedt]] gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wird den Bürgern unserer Stadt nicht nur als Autor der Stadtgeschichte in Erinnerung bleiben, sondern auch als Gründer der [[Alma und August Müller-Stiftung]], deren vorrangiger Zweck die Erhaltung alter Bausubstanzen in [[Helmstedt]] ist. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Vorwort des Autors&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorwort&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Helmstedt]] – keine Stadt wie jede andere&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweimal stand unser Ort im Mittelpunkt des Weltgeschehens: einst als Sitz einer [[Universität Helmstedt|Universität]] und dann in unserem Jahrhundert als Grenzstadt, die zum Inbegriff der Teilung Deutschlands wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[Universität Helmstedt|Universität]] sind 234 Jahre lang unauslöschliche Bereicherungen der Wissenschaft ausgegangen. Auch heute noch bekannte und genannte Professoren forschten hier und vermittelten vielen Studenten ihre Erkenntnisse. Mancher von ihnen hat es durch dieses so erworbene Wissen später zu großem Ruhm gebracht. Gegründet einmal durch Herzog Julius, der geprägt war durch seine schwere Jugend und durch die leidvollen Auseinandersetzungen mit seinem Vater, entstanden in einer Zeit, in der sich Theologie und Philosophie, Glaube und Wissenschaft befehdeten, wurde die [[Universität Helmstedt]] zu einer Stätte der Toleranz, der gegenseitigen Achtung und des Ausgleichs. Hier lehrte später neben [[Hermann Conring]] ein [[Georg Calixt]], der [[Helmstedt]] zum Zentrum und Quellort einer überkonfessionellen Friedensbewegung machte. Versöhnung von Glauben und Denken, Dialog zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen unter Einschluss der katholischen Lehre, das waren die Inhalte seiner Theologie. Äußeres Symbol dafür war in [[Helmstedt]] das Zusammenleben der protestantischen Einwohner mit den Mönchen des katholischen [[Kloster St. Ludgeri|Ludgeriklosters]]. Ohne den Calixtinismus hätte es keine Ehe der Elisabeth Christine mit Karl VI. und damit keine Maria Theresia gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1945]] wurde [[Helmstedt]] zum Symbol der uns Deutschen aufgezwungenen Teilung. Gleichzeitig jedoch stand der Name unserer Stadt für die letzten Bindungen zu dem anderen Teil Deutschlands und zu dem abgetrennten Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, jede Stadt lebt durch ihre Menschen. Ihr Dasein in den verschiedenen Jahrhunderten darzustellen, ist das Hauptanliegen dieses Buches. Der Leser soll mit ihnen durch die Straßen unserer Stadt gehen, er soll die Geschichte ihres Alltags kennenlernen, er soll würdigen, was sie einmal – oft unter Entbehrungen – geschaffen haben. Er soll wissen, aus welchen Ursprüngen das, was ihm heute begegnet, einmal erwachsen ist. In diesem Sinne habe ich die Chronik der Stadt [[Helmstedt]] geschrieben – ein Buch mit einer eigenen Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Notwendigkeit, die Geschichte unserer Stadt eingehend darzustellen, wurde schon seit langem erkannt. Es waren allerdings immer unterschiedliche Gesichtspunkte, die dafür maßgebend waren. So waren es besonders politische Aspekte, die in der NS-Zeit allgemein zu einer solchen Aufgabe aufriefen. Man wollte gewissermaßen die Richtigkeit der nationalsozialistischen Ideologie auch aus der Vergangenheit heraus begründen. So heißt es u. a. in einer Verfügung der [[Landkreis Helmstedt|Kreisdirektion Helmstedt]] vom 17. September [[1936]], die Arbeiten müssten eindeutig von einem rein völkischen Lebens- und Gemeinschaftsgefühl beherrscht und getragen sein. Konkreter umschreibt dies &#039;&#039;Der Gemeindetag&#039;&#039;, Ausgabe vom 15. August [[1936]]: ,… dass auch die vorhandenen Arbeiten den heutigen Anforderungen nicht immer genügen; ist doch auch die Geschichtswissenschaft vielfach erst neuerdings auf Verhältnisse und Ereignisse der Vergangenheit aufmerksam geworden, die bisher wenig oder gar nicht beachtet worden sind. Es sei hier nur an die überaus wichtigen Fragen der völkischen Zusammensetzung der städtischen Bevölkerung, der Geltung des Deutschen Rechtes, der Wehrpflicht der Bürger, der Stellung der Juden, der Voraussetzungen für die Erwerbung des Bürgerrechtes erinnert. Es ist daher notwendig, daß die Geschichte aller deutschen Städte von neuem erforscht wird.“ – Trotz vielfacher Bemühungen, gerade in [[Helmstedt]], kam es hier noch nicht einmal zu einem Beginn. Der Krieg machte viele Pläne zunichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch nach dem Ende des furchtbarsten aller Kriege wurde schon sehr früh über die Erstellung einer Stadtchronik nachgedacht. Bei den Planungen für die 700-Jahr-Feier der Bestätigung der Stadtrechte ([[1247]]–[[1947]]) vermisste man ein solches Geschichtsbuch. Wer sich über die Geschichte unserer Stadt im Zusammenhang informieren wollte, der musste schon auf die lange vergriffene und [[1821]] von dem Generalsuperintendenten [[Friedrich August Ludewig|Ludewig]] verfasste &#039;&#039;[[Geschichte und Beschreibung der Stadt Helmstedt]]&#039;&#039; zurückgreifen. Sie behandelte auf 264 Seiten im Kleinformat nur bestimmte Schwerpunkte. Ein später entstandenes Werk von Eduard Mutke &#039;&#039;[[Helmstedt im Mittelalter]]&#039;&#039; stammt aus dem Jahre [[1913]] und ist als Ausarbeitung einer Dissertation sehr wissenschaftlich gehalten und für den normalen Bürger schwer lesbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach der 700-Jahr-Feier gingen die Bemühungen weiter. Mit der Währungsreform [[1948]] entfiel zwar die Papierkontingentierung, aber jetzt waren die finanziellen Mittel knapp. Daran scheiterte auch ein Vorschlag des Professors Dr. Dr. Spieß, Direktor der Stadtbibliothek und des Stadtarchivs zu Braunschweig, einen jungen und ihm bekannten Wissenschaftler mit dieser Aufgabe zu betrauen. Den von der Stadt als unbedingte Kostengrenze angegebenen 3.000 DM stand eine Forderung von 11.000 DM gegenüber. Für eine Arbeit von zwei bis drei Jahren sicherlich ein angemessener Gegenwert. Zum Vergleich: Ein VW Käfer kostete damals 4.400 DM bzw. als Exportmodell 4.800 DM. – Ein anderes Problem galt es zu lösen: Mit welchem Jahr sollte die Chronik enden? Wie sollte die jüngste Vergangenheit aufgearbeitet werden? Offenbar gar nicht, denn Studienrat Dr. Erich Schrader schlug vor, das Werk mit dem Jahr [[1914]] abzuschließen. – Schließlich nahm sich [[1952]] der gerade emeritierte Professor Ernst August Roloff aus Braunschweig dieser Aufgabe an. Aber leider starb er am 14. November [[1955]]. Die Geschichte der Stadt [[Helmstedt]] blieb weiterhin ungeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit wurden insbesondere von Wilhelm Schrader Zeitungsaufsätze und auch einzelne Schriften veröffentlicht. Vor allen Dingen ist hier auf das Schaffens meines Vorgängers [[Robert Schaper]] hinzuweisen, der sein großes Wissen in Broschüren und Einzelabhandlungen den [[Helmstedt]]ern nahegebracht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst vor einigen Jahren wurde der Gedanke an eine umfassende Darstellung der [[Helmstedt]]er Geschichte wieder aufgegriffen. Nachdem ein erster Versuch gescheitert war, beauftragte Stadtdirektor [[Lothar Wien]] [[Robert Schaper]] und mich mit dieser Aufgabe. Leider musste Herr [[Robert Schaper|Schaper]] aus Altersgründen [[Helmstedt]] verlassen. Er hat aber vorher noch die Reihe der Bürger- und Häuserbücher vollenden können. So waren von ihm wertvolle Vorarbeiten für eine Gesamtgeschichte unserer Stadt geleistet worden. Auf Anregung von Frau Stadtdirektorin [[Elisabeth Heister-Neumann]] habe ich nun in jahrelanger Arbeit hauptsächlich aus den Akten des [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]]s eine, wie ich meine, umfassende Geschichte der Stadt erstellt, die Herr Regierungspräsident a. D. Karl-Wilhelm Lange einmal als Lebenswerk bezeichnet hat. Sie konnte allerdings aus verschiedenen Gründen nur bis [[1945]] geführt werden. Einmal war der Umfang der Arbeit festgelegt, zum anderen war auch eine zunächst nicht vorgesehene kurzgefasste Geschichte der [[Universität Helmstedt|Universität]] erforderlich, denn sie gehörte über 200 Jahre fest zur Stadt. Deshalb wäre das über frühe Zeiten zu zeichnende Bild – ohne auf die [[Universität Helmstedt|Universität]] einzugehen – nur unvollständig gewesen. Zum anderen ist die Zeit nach [[1945]] gerade durch die Stellung [[Helmstedt]]s in diesen oft sehr schwierigen Jahrzehnten so bedeutsam, dass sie einem weiteren Band vorbehalten sein soll. Dieser wird unter anderem auch bereits fertiggestellte Kapitel wie das über die [[Helmstedt]]er Schulen und über [[Bad Helmstedt]] enthalten. – Den [[Helmstedt]]er Innungen habe ich absichtlich kein Kapitel gewidmet. Mit ihnen hat sich [[1996]] Susanne Pieper in ihrem Buch &#039;&#039;[[Chronik des Helmstedter Handwerks]]&#039;&#039; ausführlich beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Chronik ist in erster Linie gedacht für die [[Helmstedt]]er Bürgerinnen und Bürger. Sie sollen Zugang zu der großen Vergangenheit ihrer Heimatstadt finden, aber auch zu den Menschen, die vor ihnen hier gelebt haben. Die Kapitel sind in sich abgeschlossen, sie sollen gesondert gelesen werden können. Deshalb sind Wiederholungen unvermeidbar gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe vielen zu danken, die mir durch Informationen und auch durch ihr Interesse an meiner Arbeit in den zurückliegenden Jahren geholfen haben. Herrn Bürgermeister Dr. [[Karl Birker]] und Frau Stadtdirektorin [[Elisabeth Heister-Neumann]] danke ich, dass die Stadt [[Helmstedt]] mir die Möglichkeit geboten hat, eine Arbeit zu erstellen, die ich mir schon in jungen Jahren vorgenommen hatte. Herr Erwin Fronhöfer hat schon vor einiger Zeit einen ersten Entwurf durchgesehen. Meine Schulfreunde Siegfried Lüderitz aus Timmel und Rüdiger Möhle aus Epeigné les Bois (Frankreich) haben Teile meines Manuskripts gelesen, wofür ich mich recht herzlich bedanken möchte. Frau [[Ilse Moshagen]] hat mir verschiedene Gedanken vermittelt, und Frau Dr. Ingrid Henze verdanke ich manche Anregung. Bei Herrn Pastor Rudolf Kleinert, bei Frau Barbara Musial und Herrn Rainer Ammon möchte ich mich bedanken, dass sie sich für das Erscheinen der Chronik eingesetzt haben. Herr Studiendirektor Arno Förster und Herr Oberstudienrat [[Michael Gehrke]] haben mir sehr alte Aufnahmen unserer Stadt zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Darüber habe ich mich besonders gefreut. Den Mitarbeiterinnen des Schreibdienstes der Stadt [[Helmstedt]] Frau Gisela Loos, Frau Sabrina Wachsmann, Frau Isolde Pingel und Frau Erika Dlusniewski danke ich, dass sie es jahrelang übernommen haben, die oft nicht leichten Diktate zu schreiben. Frau Iris Kanitz hat die Anmerkungen und das Register überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Braunschweigische Kloster- und Studienfonds hat sich finanziell an diesem Buch beteiligt, wofür ich mich ebenfalls herzlich bedanken möchte. Ganz besonders verpflichtet bin ich Herrn Regierungspräsidenten a. D. Karl-Wilhelm Lange dafür, dass er diesen Zuschuss vermittelt hat und dass er mich durch ein Gespräch und durch mehrere Briefe ermuntert hat, die Chronik zu Ende zu führen. In gleicher Weise muss ich mich bei Frau Studiendirektorin i. R. [[Melsene Johansen]] bedanken. Sie hat in unendlich vielen Stunden – oft bis spät in die Nacht hinein – das Manuskript korrigierend gelesen, die Korrektur der Druckfahnen übernommen und das umfangreiche Register erstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewidmet habe ich das Buch meinen Eltern, die mir in ihrem Fleiß und in ihrer Redlichkeit immer Vorbild gewesen sind, und meinem väterlichen Freund [[Robert Schaper]], dessen geleistete Vorarbeiten mir eine große Hilfe waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich soll das Buch zum Nachdenken darüber anregen, dass die vielen baulichen Zeugen der reichen Vergangenheit unserer Stadt, die heute noch sichtbar sind, erhalten bleiben und dass damit die Arbeit der [[Bürger-Aktion Alt-Helmstedt|Bürgeraktion „Alt-Helmstedt“]] und ihres Vorsitzenden Herrn Rudolf Scharf allenthalben eine noch bessere Unterstützung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Helmstedt]], im März [[1999]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hans-Ehrhard Müller]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Aus grauer Vorzeit ==&lt;br /&gt;
== Von Wegen, die nach Helmstedt führten ==&lt;br /&gt;
== Die Zerstörung Helmstedts und der Wiederaufbau ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt wird Stadt ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt bekommt die Reichsacht ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt erwirbt die Neumark ==&lt;br /&gt;
== Der Gildeaufstand 1340 ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt und die Hanse ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt bekommt einen neuen Landesherren ==&lt;br /&gt;
== Das weltliche Lebenswerk eines Helmstedter Mönches und die Klausnerin Mechthild ==&lt;br /&gt;
== Helmstedt im Mittelalter ==&lt;br /&gt;
== Das Helmstedter Stadtrecht ==&lt;br /&gt;
== Die Befestigungsanlagen der Stadt Helmstedt ==&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Stadttürme ==&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98) ==&lt;br /&gt;
[[Helmstedt]] kann für sich in Anspruch nehmen, im ehemaligen Herzogtum Braunschweig der einzige Ort zu sein, der mit dem [[Hausmannsturm]] noch einen alten Stadtturm aufzuweisen hat. Weder Wolfenbüttel noch Braunschweig oder andere Orte können insoweit mit uns konkurrieren. Jede Stadt hatte früher wenigstens an den wichtigsten Toren Stadttürme. Sie dienten verschiedensten Zwecken. In Norddeutschland sind diese Anlagen meistens verschwunden. Merian bzw. zwei seiner Söhne haben auf dem bekannten Kupferstich von [[1654]] für [[Helmstedt]] dieses Wahrzeichen festgehalten. Das Bild zeigt mit einer Mauer und dem Teich im Vordergrund einen sehr wehrhaften Ort, aber zugleich auch ein imposantes Stadtbild. Um [[Helmstedt]] betrachten zu können, hat der Zeichner mit einer Stelle am [[Lappwald]]rand einen Ort ausgewählt, von dem der Wanderer oder der Fahrer auf der Autobahn auch heute noch den nicht unberechtigten Eindruck einer schönen Stadt hat. Übrigens, Merian, geboren [[1593]] zu Basel, verstorben [[1650]] zu Frankfurt/Main, ist nie in [[Helmstedt]] gewesen. Um das große Werk einer Topographie aller Städte Deutschlands gestalten zu können, bedienten sich Merian bzw. seine Söhne Matthäus d. J. und Kaspar vieler Helfer. In den Fürstentümern Lüneburg und Wolfenbüttel war es der Kupferstecher Konrad Buno aus dem Hessischen, der sich [[1640]] in Braunschweig und dann später in Wolfenbüttel niedergelassen hatte. Das von ihm dort bewohnte Haus wird heute noch gezeigt. Buno bereiste die einzelnen Fürstentümer, Empfehlungsschreiben des jeweiligen Herzogs an die einzelnen Städte waren vorausgegangen. Er zeichnete Ansichten auf Papier, skizzierte mitunter das Gesehene auf Schrifttafeln, um es auf besondere Blätter zu übertragen. So kam er ganz gut voran. Gandersheim, wo er am 31. Juli [[1652]] eingetroffen war und bis zum 2. August blieb, war offenbar der letzte Ort im hiesigen Fürstentum, denn noch in demselben Monat fing er im Calenbergischen mit seinen Zeichnungen an. In [[Helmstedt]] wird er also in der ersten Hälfte des Jahres [[1652]] gewesen sein. In der Kämmereirechnung findet sich leider kein Eintrag über entsprechende Ausgaben des Rates.&amp;lt;ref&amp;gt;Zimmermann, P. &amp;quot;Matthäus Merians Topographie der Herzogtümer Braunschweig und Lüneburg&amp;quot; in Jahrbuch des Geschichtsvereins für das Herzogtum Braunschweig 1902, S. 38 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie mich bei der Beschreibung der [[Helmstedt]]er Stadttürme mit dem [[Hausmannsturm]], auch [[Neumärker Tor|Neumärker]]- oder [[Westertor]] genannt, beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Friedrich August Ludewig|Ludewig]] kannte noch alle drei Türme. Er schrieb [[1821]]: „Der auf dem [[Seedorfer Tor]] ist vor kurzem abgerissen. Das Niederreißen des auf dem [[Ostertor]] befindlichen Turmes ist schon bestimmt. Der hohe schöne Turm auf dem [[Neumärker Tor|Neumärker Thore]], der eine Zierde der Stadt ist, wird aber wahrscheinlich bleiben“. Damit sollte er recht behalten, aber ganz so selbstverständlich war der Erhalt nicht. Oftmals schien es, dass auch dieser Turm das Schicksal der beiden anderen, den Abriss nämlich, teilen würde. Auch heute glauben wir mitunter, dass sich Fortschritt nicht immer mit dem Erhalt des Alten vereinbaren lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abrissdiskussion begann damit, dass [[1837]] der Ökonom Hänichen, damaliger Eigentümer des heutigen [[Kramers Gut|Kramerschen Gutes]], unterstützt durch die Gastwirte Piest und Rohmann aus der Vorstadt [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]], sich an den Rat der Stadt wandte und um zumindest eine Erweiterung der Toreinfahrt bat, da er mit den beladenen Ackerwagen nicht mehr das [[Neumärker Tor]] passieren könne. Die Gastwirte hatten ein besonderes Interesse daran, dass auch stark beladene Frachtwagen das Tor passieren konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis [[1843]] geschah nichts. Dann aber nahm sich der Rat der Stadt der Sache an und erörterte sogar, ob nicht der Abbruch des Turmes im Endergebnis billiger sei als die mit 230 Reichstalern veranschlagte Durchfahrtserweiterung. Man hatte sogar schon einen Interessenten für die Abbruchsteine, einen Maurermeister, der dafür 400 Reichstaler bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich sprach sich die Herzoglich Braunschweigisch-Lüneburgische Baudirektion unter dem 1. Juni [[1843]] für einen Abbruch aus, weil, so argumentierte man, bei einer Erweiterung der Durchfahrt unvorhergesehene Kosten nicht auszuschließen seien. Das war leider so überzeugend, dass die Stadtverordnetenversammlung sich dem anschloss und am 27. August [[1843]] den Abbruch des Turmes beschloss. Dem allerdings widersetzte sich der Magistrat – das waren der [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] und zwei ehrenamtlich tätige Bürger –, denn er erkannte, dass der [[Hausmannsturm]] eine erhaltenswerte Zierde der Stadt war. Im übrigen, so der Magistrat, würden bei einem Abbruch ebenfalls unübersehbare Kosten entstehen, da Beschädigungen der benachbarten Häuser nicht ausgeschlossen werden könnten. Durch die Neupflasterung des [[Gröpern]] sei außerdem diese Straße für beladene Fuhrwerke wieder passierbar geworden, das [[Neumärker Tor]] würde dann als Durchfahrt entlastet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde dann im Herbst [[1845]] beschlossen, die Durchfahrt von 11 auf 16 Fuß (1 Fuß = 28,6 cm) zu erweitern. Die beiden Chausseegeldeinnehmer Metzner und Schade wurden angewiesen, allen Frachtführern bei der Entrichtung des Chausseegeldes zu erklären, dass ab September das [[Neumärker Tor]] für drei Wochen unpassierbar und deshalb der Weg zum [[Nordertor]] über die [[Kybitzstraße]] bzw. umgekehrt zu nehmen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Durchführung der Arbeiten – die Jahreszahl [[1845]], eingraviert oben im Bogen auf beiden Seiten, zeigt das Jahr der Erweiterung an – befriedigte offenbar alle Ansprüche, jedenfalls war für ein halbes Jahrhundert in dieser Angelegenheit Ruhe. Dass der [[Hausmannsturm]] immer noch in Gefahr war abgerissen zu werden, ergibt ein Schreiben des Professors Paul Jonas Meier [[1898]] an den Stadtbaumeister. Durch die Zeitung gehe wieder einmal die Nachricht, dass die Tage des schönen [[Hausmannsturm]]es gezählt seien. Er sichere hiermit seinen und des Geschichtsvereins Unterstützung zugunsten des Erhalts ausdrücklich zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben Jahre später wandte sich der Denkmalausschuss für das Herzogtum Braunschweig ebenfalls gegen Abbruchsabsichten und bat den Magistrat, alles für den Fortbestand zu tun. Es wird bemerkt, dass die Stadt noch an zahlreichen Stellen ihren altertümlichen Charakter bewahrt habe. Gerade in [[Helmstedt]] würden die Baudenkmäler in einer passenden Umgebung und nicht einzeln in irgendwelchen Ecken versteckt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So blieb endlich der Turm den Bürgern der Stadt und der Nachwelt erhalten. Die Treppe wurde in der heutigen Form [[1910]]/[[1911]] angelegt. Seinerzeit wurde der heute noch stehende Neubau [[Neumärker Straße]] 23 durch den Lebensmittelhändler Geffers errichtet. Er musste das Haus auf die Baufluchtlinie zurücksetzen, so dass ein neuer Aufgang zu dem Turm geschaffen werden konnte. Der alte verlief bis zu dem damals schon überdachten Zugang parallel zur Straße. Ein Sturm, der am 22. November [[1928]] die Wetterfahne herunterriss, wobei das Dach völlig zerstört wurde, offenbarte, dass oben in der Spitze Dokumente aus den Jahren [[1686]] und [[1727]] mit den Namen der damals regierenden Herzöge und der [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt eingemauert waren. Sie wurden zurückgelegt und durch die Namen von [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] und Ratsherren des Jahres [[1928]] ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun noch etwas zu dem Sandsteinrelief an der Westseite über dem Tor. Es soll die Krönung der Maria zur Himmelsgöttin darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Das Marienbild am Hausmannsturm zu Helmstedt&amp;quot; in &amp;quot;Alt-Helmstedt&amp;quot; Januar 1926, Nr. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Helmstedt]]er sehen in den beiden Figuren auch Kaiser Lothar und seine Ehefrau. In das Reich der Sage gehört natürlich, dass sie um Mitternacht ihren Platz verlassen und um den Turm herumgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als diese Diskussion um den Abriss des [[Neumärker Tor]]es geführt wurde, gab es die beiden anderen Türme, nämlich den [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] und den [[Ostertor|Osterturm]] schon nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] war 22 ½ Fuß lang und 24 ½ Fuß breit, 32 Fuß hoch (= 9,15 m), also relativ niedrig. Das Dach bestand aus vier Walmen mit Breitziegeln. Wir wissen aber nicht, wie weit die Höhe gemessen wurde, ob bis zum Dachbeginn oder sogar bis zur Spitze. Im Vergleich dazu die Höhe unseres [[Hausmannsturm]]es: bis ganz oben zur Wetterfahne 36 m, bis zur Dachrinne 20 m. Dieser war in jedem Fall der größte der drei [[Helmstedt]]er Stadttortürme. Deshalb hatte dort auch der Feuerwächter seinen Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] war eine Durchfahrt mit zwei Bogen und einem Gewölbe, so wie wir es heute noch vom [[Neumärker Tor]] her kennen. In der zweiten Etage waren eine Stube, eine Kammer und eine kleine Küche. In diesen Räumen lebte zuletzt der Turmschließer Brandt. Im Mai/Juni [[1820]] wurde der Turm abgerissen. Er befand sich – stadtseitig gesehen – unmittelbar hinter dem [[1968]] abgerissenen Haus [[Südertor]] 5, das bereits innerhalb der Stadtmauern lag. Er hatte eine Durchfahrt von ca. 4,85 m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besonderheit war, dass die Strecke bis zum heutigen [[Batteriewall]] bzw. [[Kleiner Wall|Kleinen Wall]], die damals [[Süderwall|Süder]]- bzw. [[Osterwall]] hießen, von einer Mauer, acht Fuß und zwei Fuß stark, umschlossen war, wobei die eine Mauer ca. 180, die andere ca. 160 Fuß lang war. Die Durchfahrt war ebenfalls sehr eng und hatte teilweise nur eine Breite von 5 m. Das Haus des Torwirts befand sich vor dem jetzt bebauten Grundstück [[Batteriewall]] / Ecke [[Wilhelmstraße]]. Es wurde [[1824]] abgerissen, die beiden Mauern längs der Zufahrt bereits [[1821]]. Ein neues Torwirtshaus wurde unmittelbar hinter dem alten auf dem heutigen Eckgrundstück [[Batteriewall]] / Ecke [[Wilhelmstraße]] errichtet. Es existiert nicht mehr. Um damals die Stadt an dieser Stelle weiterhin nachts bei Bedarf geschlossen zu halten, wurde zwischen den beiden Enden der Stadtmauer ein Torweg mit insgesamt vier Säulen, die die Fahrstraße und die beiden Fußwege abgrenzten, gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Neugestaltung der alten Wehranlage mit der Schaffung der Wälle ermöglichte es nun, im Vorfeld der Mauer Gärten anzulegen. Sie brachten bei einem Verkauf durch den erzielten Preis oder aber durch einen jährlichen Erbzins der Stadt zusätzliche Einnahmen. So erwarben nach [[1749]] der Seifensieder Rickert, der Brauer Temme und der Brauer Haspelmacher je einen Garten unmittelbar am alten [[Südertor (Turm)||Südertor]] in Richtung zur [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]]. [[1824]]/[[1825]] erwarb der in der [[Bötticherstraße]] 51 (Haus der Professoren von Mosheim und Henke) wohnende Kreisamtmann Friedrich-Joachim von Heinemann diese Grundstücke für 1.345 Taler. Ein Jahr später, [[1826]], baute er auf diesem Gelände ein herrschaftliches Wohnhaus, das heute noch steht. In ihm befindet sich seit [[1853]] der [[Landkreis Helmstedt|Landkreis]], der damals „[[Landkreis Helmstedt|Herzogliche Kreisdirektion]]“ hieß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ostertor|Osterturm]] war 27 Fuß im Quadrat lang bzw. breit und 45 Fuß hoch, also 13 m, massiv gemauert. Er hatte ein Satteldach mit zwei Walmen, die mit Breitziegeln bedeckt waren. Die Durchfahrt war wie beim [[Neumärker Tor]] mit zwei Bogen und inwendig mit einem Gewölbe versehen. In der zweiten Etage waren eine Stube und eine kleine Küche, in der dritten und vierten Etage war ein Gefängnis. Er war 13 Fuß (= 3,72 m) höher als der [[Südertor (Turm)|Südertorturm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juni [[1821]] wurde der Turm zum Abbruch meistbietend verkauft. Es bemühten sich darum der Apotheker Lichtenstein, der gerade am [[Papenberg]] die [[Ratsapotheke]] bauen wollte, und der Maurermeister Linke. Für die Summe von 124 Reichstalern erhielt der Maurermeister den Zuschlag, der jedoch nach Angaben von [[Robert Schaper]] diese Steine leider nicht dazu benutzte, um in [[Helmstedt]] ein Haus zu bauen. Er verwendete sie weit außerhalb, so dass uns noch nicht einmal diese Reste als Erinnerung an den alten Turm geblieben sind. Auch sonst weist nichts mehr darauf hin, wo jahrhundertelang zwei alte Stadttore in Helmstedt gestanden haben, im Gegensatz zum [[Nordertor]]: dort ist (wie bereits erwähnt) am Ende des [[Langer Steinweg|Langen Steinweges]] der Rest einer Mauer zu sehen, die damals zu dem turmlosen [[Nordertor]] gehört hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Helmstedter Stadtwappen (S. 99–100) ==&lt;br /&gt;
Wir kennen alle das [[Helmstedt]]er Stadtwappen: Es zeigt den Heiligen Ludgerus mit roter Kasel und Mitra und mit dem Abtstab in der rechten und mit einem Buch, wohl der Heiligen Schrift, in der linken Hand. Auf das Merkmal Stadt weist die Mauer hin. Es beweist weiter, dass [[Helmstedt]] unter dem Krummstab groß geworden ist. Erstmals finden wir dieses Motiv in einem [[Helmstedt]]er Siegel aus dem Jahr [[1232]]. In dieser Form wurde das Siegel bis in das 16. Jahrhundert und wahrscheinlich auch noch später benutzt. Die Legende, d. h. die Umschrift in der Rundung, hat den Wortlaut „Sigillum burgnsium in Helmstadt“, d. h. in deutsch „Siegel der Bürgerschaft in Helmstedt“, dabei hatte man in dem lateinischen Wort für Bürgerschaft das „e“ vergessen. Außer diesem großen Siegel gab es drei kleinere, die, wenn auch nicht zugleich, so aber ebenfalls bis in die Neuzeit dazu dienten, offizielle Akten der Stadt abzusiegeln. Auch noch in den Jahren [[1622]] und [[1625]] finden wir den Heiligen Ludgerus auf städtischen Urkunden. Zugleich wird aber ein anderes Symbol zum Emblem der Stadt: zwei gekreuzte Krummstäbe. Wir finden sie in den Holzschnitzereien am [[Rohrsches Haus|Rohrschen Haus]] (untere Reihe, siebentes Feld von links) und am [[Beguinenhaus]] (erbaut [[1580]]). Dort trägt die Darstellung den Zusatz „DRW“ = des Rates Wappen. Auch der bekannte Merianstich von [[1654]] zeigt sie als Wappen der Stadt. Am heutigen [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]] sind sie an der Außenfront über dem mittleren Fenster des Sitzungssaales und über dem heutigen Stadtwappen ebenfalls sichtbar, gewissermaßen als Bindeglied zwischen dem mittelalterlichen [[Helmstedt]] und dem heutigen. Der Heilige Ludgerus war früher allein Inhalt des Siegels. Wappen und Siegel waren also verschieden. Arnold Rabbow, Verfasser des Braunschweigischen Wappenbuchs, Braunschweig [[1977]], ist dieser Unterschied mitunter begegnet, „diese Unterscheidung hat auch einen praktischen Sinn: Siegelbilder wurden damals gern detailreich und künstlerisch aufwendig gestaltet, um die Fälschung zu erschweren. Ein Wappen aber soll auch auf weite Sicht gut erkennbar sein, soll mithin einfach und übersichtlich gestaltet sein“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Arnold Rabbow |Titel=Braunschweigisches Wappenbuch – Die Wappen der Gemeinden und Ortsteile in den Stadt- und Landkreisen Braunschweig, Gandersheim, Gifhorn, Goslar, Helmstedt, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel, Wolfsburg |Ort=Braunschweig |Datum=1977 |Seiten=59 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 19. Jahrhundert erscheint der Heilige Ludger auch als Wappen der Stadt. Er trägt jetzt aber nicht das Heilige Buch, sondern einen Kelch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die letzte Jahrhundertwende wünschte man die offizielle Genehmigung eines Wappens durch den Herzog. So musste man sich zunächst über ein Motiv einigen. In Frage kamen die beiden „Löffel“, d. h. die Krummstäbe, oder der Heilige Ludger. Man dachte aber auch über ein ganz neues Motiv nach. Zunächst jedoch versuchte man, eine offizielle Stadtfarbe einzuführen. Der Archivrat Dr. Paul Zimmermann, der deshalb vom Rat angeschrieben wurde, stellte aus der Geschichte der Stadt und insbesondere aus den überlieferten Symbolen der beiden Ludgeri Klöster in [[Helmstedt]] und Werden die dominierenden Farben Blau und Weiß heraus und empfahl sie als Stadtfarben. Der Rat entsprach diesem Vorschlag. „Blau-Weiß“ wurden somit die [[Helmstedt]]er Farben, sie sind es bis heute geblieben. Im übrigen zeigte sich das „Pferd“ am Stadthaus in „Weiß“ auf blauem Grund. Der braunschweigische Geschichtsverein hat Anfang unseres Jahrhunderts einmal festgestellt, die eigentlichen [[Helmstedt]]er Farben seien „Rot-Gold“. Diese Feststellung führt zu dem „Löffel-Bild“ zurück, es zeigt nämlich die beiden Abtstäbe „golden“ und den Hintergrund „rot“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Wahl von „Blau-Weiß“ als [[Helmstedt]]er Farben war auch die Entscheidung hinsichtlich des Wappens gefallen: Der Heilige Ludgerus mit der [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]] und dem Heiligen Buch sollte das Symbol unserer Stadt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Erlass vom 25. Mai [[1900]] genehmigte „Seine Königliche Hoheit, Albrecht von Preußen, Regent des Herzogs“ das Wappen der Stadt [[Helmstedt]] in der heutigen Form. Es zeigt auf blauem Hintergrund die Figur des Heiligen Ludgerus, teilweise in weiß gehalten und umgeben von Mauerwerk, das ebenfalls in weißer Farbe dargestellt wird, mit dem Heiligen Buch. Aber auch die eigentlichen [[Helmstedt]]er Stadtfarben finden wir in der Darstellung wieder. Die Kasel ist rot, Buch, Abt, Stab und Heiligenschein sind golden gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die als Schöffen bezeichneten Vorsteher der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] benutzten im Mittelalter und in der Neuzeit ein gesondertes Wappen. Die Vorstadt war eine Gründung der Herzogs. Dies zeigte sich auch im Siegel: ein aufrechter Löwe, den wir heute noch an den Grundstücken [[Braunschweiger Straße]] 23/24 und 32 (das Stadthaus der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]]) in dieser Form finden können. Mitunter war neben dem Löwen mit einem Helm ein weiteres Symbol angebracht. Ludewig int dagegen in dem Buch „Geschichte und Beschreibung der Stadt Helmstedt, [[1821]]“, wenn er schreibt, dass [[1490]] bei der Übergabe der Stadthoheit vom Abt an den Herzog in Wolfenbüttel von jenem die „Löffel“ aus dem Wappen entfernt und dafür Helm und Löwe hineingesetzt worden seien. Dies ist, wie ich bereits feststellte, nicht geschehen. Allerdings sind die gekreuzten Abtstäbe auf Pfennigen, die hier in Helmstedt geprägt wurden, durch den herzoglichen Löwen und Helm ersetzt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=[https://leopard.tu-braunschweig.de/receive/dbbs_mods_00042419 Braunschweigisches Jahrbuch] |TitelErg=Chronik des Braunschweigischen Geschichtsvereins von Mai 1951 bis März 1952 |Ort=Braunschweig |Band=33 |Datum=1952 |Seiten=162 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der NS-Zeit sollte [[1938]] der Heilige entthront werden. Für den Ausbau eines Kameradschafts- und Führersaales im Hause der Gauleitung in Hannover hatte [[Helmstedt]] wie auch andere Städte des Gaues einen Stuhl zu stiften. In die Rückenlehne sollte das Stadtwappen eingelegt werden. Der Betrag von 70 Mark wurde, „obwohl die Haushaltslage der Stadt [[Helmstedt]] jede Sonderausgabe verbietet“, zwar überwiesen, ein solcher Stuhl aber nie hergestellt, denn ein Wappen mit einem Heiligen fand bei der hohen Parteileitung keinerlei Anklang. „Vielleicht findet sich auch für [[Helmstedt]] ein Symbol, das besser der heutigen Zeit entspricht, als das jetzt vorhandene Wappen.“ So kam man in [[Helmstedt]] auf das [[Juleum]] als Motiv für ein neues städtisches Siegel und Wappen. Dr. Hermann Kleinau, seinerzeit Direktor des Braunschweigischen Staatsarchivs in Wolfenbüttel, widersprach der Verwendung eines Gebäudes als Wappen. „Damit würde man der jahrhundertealten Tradition der Stadt, die ihre Wurzeln auch aus der Zeit vor der Universitätsgründung bezieht, nicht gerecht werden.“ Der Krieg verhinderte eine Durchführung dieses Planes, selbst Ministerpräsident Dietrich Klagges riet dem Bürgermeister, das alte Wappenbild nicht aufzugeben. So erwies sich der Heilige auch noch nach vielen Jahrhunderten stärker als die Ideen der damaligen Machthaber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Buchdrucker (S. 494–505) ==&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Mehr als das Gold hat das Blei die Welt verändert – und mehr als das Blei in der Flinte, das Blei im Setzkasten.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::– Georg Christoph Lichtenberg ([[1742]] bis [[1799]], seit [[1769]] Professor in Göttingen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der zutreffenden Bedeutung dieser Zeilen und bei dem schon durch die [[Universität Helmstedt|Universität]] nicht geringen Beitrag unserer Stadt zu diesen Veränderungen ist es gerechtfertigt, auch in einer Stadtchronik an die hiesigen Buchdrucker zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Gutenberg (um [[1400]] bis [[1468]]) gilt als der Erfinder des Druckens mit beweglichen Lettern. Bis zur Einführung des Offsetdrucks bedienten sich die Drucker im Prinzip seines Verfahrens. Vor Gutenberg mussten Bücher zur Verbreitung ihres Inhalts abgeschrieben werden. Das geschah hauptsächlich hinter den Mauern der Klöster, ein Mönch diktierte und mehrere Mönche schrieben mit. Eine einzelne Seite wurde auch schon früher dadurch „gedruckt“, dass man aus einem Stück Holz erhabene Buchstaben schnitzte und so eine Druckplatte herstellte. Diese Platte ließ sich allerdings nur einmal verwenden. Aus Mainz ist für das Jahr [[1454]] mit Ablassblättern der früheste Druck nachgewiesen. Zwei Jahre später kam die berühmte Gutenberg-Bibel auf den Markt. Die Initialen wurden im 15. Jahrhundert noch mit der Hand gemalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es noch keine Zeitungen gab, wurden die „neuesten“ Nachrichten auf Flugblättern gedruckt. Der Inhalt wurde von der Obrigkeit vor dem Stadthaus oder von den Fernhandelskaufleuten auf den Marktplätzen der Bevölkerung vorgelesen, denn lesen konnten höchstens 10 % der Stadtbevölkerung, auf dem Dorf wohl nur der Pastor und, sofern es ihn gab, der Lehrer. Durch diese Flugblätter verbreiteten sich auch die Gedanken Martin Luthers. Ohne Gutenberg wäre Luther wohl ein unbekannter Mönch geblieben. Der rapide Anstieg der Flugschriften und die Steigerung ihrer Verbreitung um das Tausendfache ist nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1471]] gab es mit Augsburg, Bamberg, Basel, Köln, Mainz, Nürnberg und Straßburg nur sieben Städte mit einer Druckerei, neun Jahre später hatte sich die Anzahl auf 24 erweitert, darunter war Magdeburg. [[1530]] gab es schon 63 Druckereien in entsprechend vielen Städten, darunter nun auch in Braunschweig.&amp;lt;ref&amp;gt;Autorenkollektiv: &#039;&#039;Alteuropäische Schriftlichkeit&#039;&#039;, Kurseinheit 7, S. 8, herausgegeben von der Fernuniversität Hagen 1987&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Druckkunst hat in [[Helmstedt]] durch [[Jacob Lucius der Ältere|Jakobus Lucius]], der [[1579]] von Rostock hierher gekommen war, im Zusammenhang mit der Gründung der [[Universität Helmstedt|Universität]] begonnen. Nach Wilhelm Eule&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Eule: &#039;&#039;Helmstedter Universitätsbuchdrucker&#039;&#039;, Helmstedt 1921, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; soll er sich in dem Haus [[Kybitzstraße]] 5 niedergelassen haben. [[Robert Schaper]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Robert Schaper]]: &#039;&#039;Das Helmstedter Häuserbuch&#039;&#039;, Helmstedt 1974 unter Kybitzstraße 5&amp;lt;/ref&amp;gt; hat dagegen festgestellt, dass das heutige Grundstück seinerzeit mit zwei Häusern bebaut war. [[1587]] hat [[Konrad Gerdener]], dessen Haus gegenüber dem [[Ratskeller (Helmstedt)|Ratskeller]] gestanden hatte und abgebrannt war, diese beiden Häuser in einer Hand vereinigt, sie abreißen und das heute noch stehende Gebäude errichten lassen. Er war, wie sein Vater, [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] in [[Helmstedt]] gewesen. Das Wappen des Vaters, [[Hans Gerdener]], befindet sich mit den Initialen BHG am [[Rohr’sches Haus|Rohrschen Haus]], der Name des Sohnes steht am Taufbecken von [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]]. So ist es wahrscheinlicher, dass schon wegen der notwendigen Größe einer Druckerei [[Jacob Lucius der Ältere|Jakobus Lucius]] seine Tätigkeit im Haus [[Beguinenstraße]] 9 begonnen hat. In jedem Fall ist er einige Jahre nach seinem Eintreffen in [[Helmstedt]] dort eindeutig nachgewiesen. Dieses Haus muss es dann gewesen sein, das er mit den 500 Talern erwarb, die der Herzog ihm gegeben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] stammte aus Siebenbürgen, Hermannstadt oder Kronstadt soll sein Geburtsort gewesen sein&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Schrader: &#039;&#039;Der Helmstedter Universitätsbuchdrucker Jacobus Lucius I. und seine Nachkommen&#039;&#039; in &#039;&#039;Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigung Ehemaliger Helmstedter Gymnasiasten&#039;&#039;, Helmstedt 1950&amp;lt;/ref&amp;gt; Über Nürnberg, Wittenberg (ab [[1556]]) und Rostock (etwa ab [[1577]]) war er nach [[Helmstedt]] gekommen. In Nürnberg mag er sich in der Druckkunst vervollkommnet haben, in den beiden anderen Städten hat er sie beruflich bereits ausgeübt. Mit Schulden hatte er Wittenberg verlassen, mit Schulden verließ er auch Rostock. Der berühmte Rostocker Professor David Chytraeus empfahl ihn dem Herzog Julius. Sechs Drucke sind bereits aus dem ersten Jahr seiner Tätigkeit bekannt. Der Berliner Bibliothekar Dr. [[Max Joseph Husung]] (verstorben 17. September [[1944]] in [[Helmstedt]]) hat sie nachgewiesen. Aber [[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] war nicht nur Drucker, er war auch als Formschneider Künstler. Er stattete seine Werke mit Holzschnitten aus, die ihm den Respekt nicht nur seiner Zeitgenossen einbrachten&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Schrader: &#039;&#039;Der Helmstedter Universitätsbuchdrucker Jacobus Lucius I. und seine Nachkommen&#039;&#039; in &#039;&#039;Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigung Ehemaliger Helmstedter Gymnasiasten&#039;&#039;, Helmstedt 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;. [[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] starb [[1597]] an der Pest, mit ihm seine Frau und fünf seiner Kinder. Sein Sohn Jakobus Lucius II. kehrte aus Hamburg, wo er eine eigene Druckerei betrieben hatte, zurück. Er setzte das Werk seines Vaters fort. Er starb aber bereits [[1616]]. In den fast 19 Jahren seines Wirkens als Inhaber der Offizin (Werkstatt einer Druckerei oder einer Apotheke) stellte er viele Drucke her. Ob auch ein ganz besonderes Druckerzeugnis bei ihm erschienen ist, ist nicht sicher, ein Nachweis würde ihm und [[Helmstedt]] hohen Ruhm bringen. Es handelt sich dabei um den „Aviso“, die älteste Zeitung Norddeutschlands, erschienen [[1609]] und nach Meinung des Zeitungsforschers Dr. Schoene die älteste der Welt überhaupt. Im süddeutschen Raum gab es seit [[1609]] die in Straßburg gedruckte „Relation“, wobei jedoch angenommen wird, dass der „Aviso“ als Wochenzeitung schon vor [[1609]] herausgegeben wurde&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Schrader: &#039;&#039;Ist der Aviso, die älteste norddeutsche Zeitung, in Helmstedt gedruckt?&#039;&#039; in &#039;&#039;Festschrift der Vereinigung Ehemaliger Helmstedter Gymnasiasten&#039;&#039;, 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;. Aber im Gegensatz zur „Relation“ ist der Druckort der ersten Jahrgänge des „Aviso“ nicht bekannt, ab [[1615]] ist er mit Wolfenbüttel nachgewiesen. Auf [[Helmstedt]] wurden die Zeitungsforscher aufmerksam, weil die Zierstücke des ersten Jahrgangs Löwenköpfe in verschiedenen Ausführungen zeigen, die denen sehr ähneln, die Jakobus Lucius II. in seinen Druckwerken verwandte. Nun hat man zwar in Wolfenbüttel derartige Zierstücke auch gefunden, allerdings könnte wiederum die Vignettenfülle (Verzierung auf Buchtitelseiten, am Rand oder bei Anfangsbuchstaben im Text) der ersten beiden Jahrgänge dieser Zeitung, also [[1609]] bis [[1610]], – von [[1611]] bis [[1612]] besitzen wir nichts, von [[1610]] nur die Abschrift einer Titelseite, von [[1614]] lediglich das Titelblatt einer einzigen vorhandenen Nummer – auf Jakobus Lucius II. verweisen. Darauf hat jedenfalls Husung hingewiesen und gefolgert, dass zumindest diese Schmuckstücke hier bei uns entstanden sein könnten und dass [[Helmstedt]] somit einen Beitrag zur ältesten Zeitung der Welt geleistet hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode von Jakobus Lucius II. bekam die Druckerei mit Henning Müller d. Ä. einen Geschäftsführer, sie blieb dadurch der Familie erhalten. Von [[1634]] bis [[1639]] führte sie Jakobus Lucius III. Eine Enkelin des Firmengründers heiratete mit Henning Müller d. J. (lebte von [[1607]] bis [[1675]]) einen Sohn des Geschäftsführers. Er setzte das Unternehmen fort und verlegte es zur [[Neumärker Straße]] 5. Der Nachfolger Heinrich David Müller war sein ältester Sohn. Mit ihm starb [[1680]] diese Familie im Mannesstamm aus. Die Druckerei samt Grundstück kaufte [[1681]] Georg Wolfgang Hamm. Er war aus Hof, wo er [[1649]] geboren wurde, zugewandert und [[1715]] in [[Helmstedt]] verstorben. Er und sein Sohn Hermann Dietrich betrieben die Druckerei bis [[1723]]. Dies war das Todesjahr des Hamm jun. Dessen Erben hielten den Betrieb noch 10 Jahre bis [[1733]] aufrecht. Das Haus [[Neumärker Straße]] 5 wurde an einen Handelsmann veräußert, die Druckerei übernahm nun Johann Drimborn aus Köln, wohnhaft [[Langer Steinweg]] 1, ab [[1763]] [[Böttcherstraße]] 5. Drimborn war [[1700]] in Köln geboren, er war katholisch gewesen und [[1723]] zum lutherischen Bekenntnis konvertiert. Er war viele Jahre Stadthauptmann in unserer Stadt, also Vorsteher in einem der vier Stadtviertel. Drimbon gab die Druckerei schon einige Zeit vor seinem Tode Anfang [[1760]] an Johann Heinrich Kühnlin aus Tübingen (wohnhaft [[Kybitzstraße]] 4) ab. Nach dessen Ableben am 22. Dezember [[1800]] vereinigte sich diese Druckerei mit der des [[Sigismund Christian David Leuckart|Sigismund David Leuckart]]. Diese war von den insgesamt vier Helmstedter Druckereien die drittälteste. Jakob Müller aus Stettin hatte sie [[1661]] gegründet und durch Übernahme der zweiten Helmstedter Druckerei [[1672]] erweitert. Diese zweite Druckerei hatte der Helmstedter Gelehrte und Theologe [[Georg Calixt]] [[1629]] ins Leben gerufen. Er hatte sie schon fünf Jahre später an Henning Müller, dem wir bereits in der kurzen Geschichte der Buchdruckerei des Lucius begegnet sind, übertragen. [[1658]] übernahm sie für zwei Jahre Johann Georg Täger zusammen mit Martin Vogel. Vor [[1660]] bis [[1672]] war dann Henning Müller der Jüngere (gestorben [[1675]]) Pächter. Er betrieb die Offizin neben der, die er von der Dynastie Lucius übernommen hatte. [[1672]] gab er sie an Jakob Müller aus Stettin ab – nicht verwandt mit dem Verkäufer –, der bereits in gleicher Tätigkeit seit [[1661]] in [[Helmstedt]] wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit gab es hier drei Druckereien: Die erste, die [[Jacob Lucius der Ältere|Lucius]] gegründet hatte und die über die Generationen Müller und Hamm zu Drimborn und Kühnlein führt und [[1800]] geendet hat, die zweite von [[Georg Calixt]], die sich mit der von Jakob Müller [[1661]] errichteten Druckerei [[1672]] vereinigte und über verschiedene Familien schließlich [[1801]] zu den Leuckarts und dann zu den Schmidts bis in unser Jahrhundert reicht, und als dritte die von Schnorr (ab [[1680]]), die von dem letzten Inhaber Fleckeisen nach Schließung der [[Universität Helmstedt|Universität]] [[1811]] nach Heiligenstadt und [[1815]] nach Duderstadt verlegt wurde. Vor allem durch Druck und Herausgabe von Büchern und Schriften der Professoren und von Dissertationen der Studenten fanden diese Druckereien Arbeit und damit eine Existenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Druckerei [[Georg Calixt|Calixt]]-Müller: Sie kam über die Familien Hess ([[1681]] bis [[1725]]) und Buchholz ([[1725]] bis [[1739]]) an den in der Thomas-Müntzer-Stadt Stolberg/Harz [[1712]] geborenen Ratsbuchdrucker und späteren Senator der Stadt [[Helmstedt]] [[Michael Leuckart|Michael Günter Leuckart]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinen Söhnen erlernte der [[1748]] geborene [[Franz Ernst Christoph Leuckart]] ebenfalls den Beruf des Buchdruckers. Er ging später nach Breslau und gründete dort ein entsprechendes Unternehmen, das [[1870]] nach Leipzig und nach [[1945]] nach München verlegt wurde. Es besteht heute als ein angesehener Musikalienverlag weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Sohn, [[Sigismund Christian David Leuckart]], führte – der Vater war [[1792]] verstorben – die Druckerei auch nach dem Ende der [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] weiter. [[1809]] erschien bei ihm als [[Helmstädtsches Wochenblatt]] die erste regelmäßig wiederkehrende Helmstedter Zeitung. Sie gab es zunächst einmal in der Woche als Sonntagsblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von seinen Kindern wurde der [[1794]] geborene [[Friedrich Leuckart|Friedrich Andreas Sigismund]], verstorben [[1843]], ein bedeutender Zoologe an der Universität Freiburg, [[Johann Rudolf Gottfried Leuckart|Johann Rudolf Gottfried L.]] dagegen Buchdrucker. Er übernahm die Druckerei schon [[1826]] und führte sie bis zu seinem Tod am 15. März [[1840]]. Er ist der Vater des am 7. Oktober [[1822]] geborenen [[Rudolf Leuckart]]. Dieser studierte in Göttingen Medizin und Naturwissenschaften. [[1850]] wurde er Professor in Berlin. Ab [[1870]] war er bis zu seinem Tode am 6. Februar [[1898]] Ordinarius an der Universität Leipzig. Er entdeckte die Trichinen und sorgte damit für die obligatorische Trichinenschau bei Schweinen nach jedem Schlachtvorgang. Nach ihm wurde die [[Leuckartstraße]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[1840]] stand die Druckerei, da kein Familienangehöriger sie übernehmen wollte, acht Jahre lang unter vormundschaftlicher Verwaltung des Kaufmanns Eduard Dorguth und des Dr med. Kratzenstein. Die technische Leitung oblag später dem Buchdrucker Johann Christian Schmidt, geboren [[1802]] in Heiligenstadt (Eichsfeld). Er übernahm [[1848]] die Firma und mietete zugleich für sie Räume auf dem Grundstück [[Heinrichsplatz]] 5. Damals gab es allerdings diesen Platz noch nicht, auf ihm stand das landwirtschaftliche Anwesen des Heinrich Meinecke. Vorher lag die Druckerei auf dem Grundstück [[Kirchstraße]] 3. [[1867]] starb J. C. Schmidt. Seine Witwe Dorothee geb. Lübke aus Harbke setzte mit dem ältesten Sohn Albert, geb. [[1843]], sein Werk fort. Sie kauften [[1871]] für die Firma das Grundstück [[Heinrichsplatz]] 5. Haupteinnahmequelle der Druckerei war weiterhin die Zeitung. Aus dem Wochenblatt von [[1809]] wurde [[1815]] die [[Helmstädtsche Zeitung]]. Sie erschien mittwochs und sonnabends. Format (21x16 cm) und Umfang (acht Seiten) waren geblieben. Ab [[1847]] gab es sie als [[Helmstedter Zeitung]], aber weiterhin nur sonnabends und mittwochs. Das änderte sich im Laufe des Jahres [[1848]], sie erschien einschließlich sonntags fünfmal in der Woche. Neu war auch, dass politische Nachrichten auf die ersten Seiten rückten und amtliche Bekanntmachungen auf der letzten Seite plaziert wurden. Meldungen aus aller Welt erschienen jetzt schneller. Hatte es [[1821]] noch sechs Wochen gebraucht, um den Tod Napoleons am 5. Mai auf der Insel Helena im Atlantik zu melden, so wurden die allerdings auch schon vom Ärtlichen her näher liegenden Nachrichten über die März-Revolution [[1848]] in Berlin nach wenigen Tagen gebracht. Von [[1862]] an hieß die Zeitung [[Helmstedter Kreisblatt]], und dies bis zu ihrem Ende [[1941]]. Erscheinungstage: Montag, Mittwoch und Freitag, das Format war jetzt 34x20 cm. [[1877]] nahm sie das auch heute noch allgemein bekannte äußere Erscheinungsbild von 45x30 cm an, Erscheinungstage: Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. Ab [[1887]] gab es sie außer sonntags täglich. Von lokalen Dingen erfuhr der Leser jetzt nicht nur etwas durch Anzeigen, eine örtliche Berichterstattung, z. B. über die Sitzungen der Stadtverordneten, über Gerichtsverhandlungen, über das Vereinswesen und über andere Begebenheiten in der Stadt und im Umland, wurde eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Albert Schmidt ([[1843]] bis [[1904]]) kam die Druckerei an seinen Sohn Franz. Als er [[1922]] starb, starb mit ihm auch der letzte Inhaber mit dem Namen Schmidt. Der Firmenname lautete aber weiterhin J. C. Schmidt. Seine Witwe heiratete ein Jahr später den Brauereidirektor Deixelberger aus [[Grasleben]]. Beide führten die Druckerei und damit auch die Zeitung fort. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus begann für sie eine schwere Zeit. Sie war nicht mehr das amtliche Mitteilungsorgan der Behörden, diese einträgliche Funktion ging auf die NS-„Braunschweiger Tageszeitung“, Ausgabe Helmstedt, über. Auch die Annoncen erschienen jetzt mehr in der genannten nationalsozialistischen Zeitung. Diese nannte sich [[Helmstedter Kreiszeitung]] und wurde damit verstärkt ein örtliches Presseorgan der allmächtigen [[NSDAP]]. Das [[Helmstedter Kreisblatt]] vegetierte noch bis [[1941]] so dahin. Der Mangel an Papier im dritten Kriegsjahr war ein den Behörden sicherlich nicht unwillkommener Anlass, die endgültige Aufgabe dieser Zeitung durch den Verlag zu veranlassen. Frau Deixelberger verwitwete Schmidt starb [[1953]] kinderlos. Ihr zweiter Ehemann war bereits [[1935]] verstorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende der NS-Herrschaft April/Mai [[1945]] brachte auch das Ende der Helmstedter Parteizeitung. In ihren letzten Tagen bestand sie nur noch aus ein bis zwei Blättern. Am 12. Oktober [[1945]] erschien Nr. 1 der „Braunschweiger Neuen Presse“ mit dem Untertitel „Nachrichtenblatt der allierten Militärregierung“. Aus ihr wurde mit dem 8. Januar [[1946]] die „Braunschweiger Zeitung“. Sie war die erste Zeitung in der damals britischen Zone, die unter der verantwortlichen Leitung einer ausschließlich deutschen Redaktion stand. Der Zusatz „Nachrichtenblatt …“ wich dem Untertitel „veröffentlicht unter Zulassung Nr. 2 der Militärregierung“. Diese Zeitung erhielt im Laufe des Jahres [[1946]] auch einen bescheidenen [[Helmstedt]]er Teil, der aber immer mehr ausgeweitet wurde. Heute gibt es sie unter dem gleichen Namen mit dem Zusatz [[Helmstedter Nachrichten]]. Sie ist die einzige Zeitung, die hier werktäglich erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Helmstedter Kreisblatt]] erlebte vom 10. November [[1949]] an im Verlag J. C. Schmidt, Heinrichs-Platz 5, mit der [[Helmstedter Allgemeine Zeitung|Helmstedter Allgemeinen Zeitung]] eine Fortsetzung ihrer Tradition. Ab 1. April [[1954]] hieß sie [[Kreisblatt]], man zog vom [[Heinrichsplatz]] 5 in das Haus [[Papenberg]] 29 (heute [[Deutsche Bank]]) um. Später kehrte man zum [[Heinrichsplatz]], allerdings jetzt in die Nr. 10 (im Vorderhaus ist heute die Firma [[Aldi]]) zurück. Ab 1. Januar [[1970]] nannte sich die Zeitung [[Helmstedter Anzeiger]]. Mit dem 11. Oktober [[1975]] stellte sie ihr Erscheinen ein, „da eine Wirtschaftlichkeit des Verlags unternehmens nicht mehr gegeben ist“. Der letzte Chefredakteur, Wolf E. Ebeling, hatte nach seinen Angaben über zwei Jahre allein und persönlich das Risiko tragen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Dokumentation der wirtschaftlichen Kraft der Stadt erscheinen neuerdings zwei Anzeigenblätter. So gibt es seit dem 29. Oktober [[1975]] mittwochs den [[Helmstedter Blitz]], der aber ebenso wie der [[Helmstedter Sonntag]] (seit 5. September [[1999]]) nicht in der Tradition der Organe steht, die dem Leser die neuesten Nachrichten vermitteln wollen. Sie bringen ihrem Auftrag entsprechend Anzeigen sowie Berichte über technische Neuerungen jeglicher Art und ausgewählte Reportagen über lokale Ereignisse der verflossenen Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Darstellung der geschichtlichen Entwicklung dreier [[Helmstedt]]er Druckereien lassen Sie mich zu der Buchhandlung von Fleckeisen, dem Ausgangspunkt unserer Betrachtungen, zurückkehren. Sie hatte ihren Ursprung in dem Hallenser Salomon Schnorr, der [[1675]]/[[1676]] von Halle nach [[Helmstedt]] gekommen war und hier vier Jahre als Buchdruckergehilfe gewirkt hat, bevor er [[1680]] eine eigene Druckerei gründete. Die Blüte der [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] mit den vielen zu veröffentlichenden Schriften machte es möglich. Nach Wilhelm Eule, „Helmstedter Universitätsbuchdrucker“, erschienen [[1921]], aus dessen Buch ich viele Erkenntnisse zu diesem Kapitel gewonnen habe, soll diese Druckerei in dem Haus [[Neumärker Straße]] 29 gewesen sein (heute Juweliergeschäft). Das dürfte aber nicht zutreffen, denn Salomon Schnorr und sein Sohn Paul Dietrich, der [[1723]] das Geschäft seines Vaters übernahm, waren in jedem Fall Eigentümer des Hauses [[Heinrichsplatz]] 11. Dort dürfte zu jener Zeit die Druckerei gewesen sein. Es handelt sich um das Haus mit dem Totenschädel über dem Eingang. Salomon Schnorr starb [[1726]]. Als [[1734]] Paul Dietrich Schnorr die [[Schuhstraße|Schuhstr.]] 11 (Hoflager Heinrich Julius’) erwarb, wird in dieses geräumige Haus die Druckerei mit umgezogen sein. Das Haus [[Neumärker Straße|Neumärker Str.]] 29 war dagegen von [[1721]] bis [[1792]] ein Professorenhaus, bewohnt und im Eigentum der Professoren [[Augustin Leyser|August von Leyser]], [[Christoph Timotheus Seidel|Timotheus Seidel]], [[Johann Nicolaus Frobesius|Johann Frobese]] und [[Johann Karl Christoph Ferber|Johann Ferber]]. Erst [[1792]] wurde dann daraus tatsächlich ein Druckereihaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Schnorr ist übrigens das bedeutendste buchgewerbliche Erzeugnis, das je in [[Helmstedt]] gedruckt wurde, erschienen: Das große vierbändige Prachtexemplar des Professors [[Hermann von der Hardt]] über das Konzil zu Konstanz ([[1414]] bis [[1418]])&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Eule: &#039;&#039;Helmstedter Universitätsbuchdrucker&#039;&#039;, Helmstedt 1921, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Paul Dietrich Schnorr [[1755]] übernahm dessen Sohn Johann Gottfried Dietrich die Druckerei. Er starb [[1786]] noch vor seiner Mutter, diese starb [[1795]]. Die beiden weiteren Kinder waren Töchter, die einen Professor bzw. einen Pastor geheiratet hatten, so dass sich die Mutter nach einem Käufer der Offizin umsehen musste. Sie fand ihn in dem seit [[1782]] in [[Helmstedt]] lebenden und aus Roßwein/Sachsen zugewanderten Karl Gottfried Fleckeisen. Dieser Betrieb ist zusammen mit einer Buchhandlung in dem Haus [[Neumärker Straße]] 29 nachzuweisen, denn Fleckeisen hatte das Grundstück [[1792]] von der Witwe des Professors [[Johann Karl Christoph Ferber|Ferber]] für 2.000 Taler erworben. Er hatte so viele Aufträge, dass er noch bei [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]] in der [[Kirchstraße]] drucken lassen musste. Dennoch hinterließ er, als er [[1814]] starb, seinen zwei Töchtern und seinem Sohn – die Ehefrau war bereits [[1804]] verstorben – sehr viele Schulden, so dass die Druckerei nicht fortgeführt werden konnte. Der Vormund der Kinder, Ratsherr [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]], übernahm sie für 1.000 Taler für seinen eigenen Betrieb, die Buchhandlung dagegen blieb bestehen. Sie wurde von dem Schwiegersohn, dem Buchhändler Friedrich Samuel Fiedler, ab [[1817]] weitergeführt. Als Fiedler [[1853]] starb, musste der Schulden wegen über den Nachlass das Konkursverfahren eröffnet werden. Das Grundstück wurde verkauft, die Buchhandlung blieb unter neuem Inhaber als jetzt [[Richtersche Buchhandlung]] bis [[1933]] bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Tafeln zieren das Haus [[Neumärker Straße]] 29. Die eine erinnert an Professor Dr. jur. [[Augustin Leyser|August von Leyser]]. Er ist der Verfasser des im 18. Jahrhundert bekanntesten Erläuterungswerkes zum Zivilrecht mit dem Titel &#039;&#039;Meditationes ad pandectas&#039;&#039;, eine Kommentierung des römischen Rechts, das war das Zivilrecht der damaligen Zeit, in mehreren Bänden. [[Augustin Leyser|Leyser]] lebte in dem Haus ab [[1712]], [[1722]] kaufte er es. [[1729]] folgte er einem Ruf an die Universität Wittenberg. Die zweite Tafel erinnert an [[Alfred Fleckeisen]]. Er war der Enkel des Druckereibesitzers und ein Sohn des Justizamtmanns Karl-Wilhelm Fleckeisen, der [[1828]] in Wolfenbüttel starb. Mit seiner Mutter kam er als Achtjähriger in die Heimatstadt seiner Vorfahren zurück, besuchte hier von [[1829]] bis [[1839]] das Gymnasium, machte das Abitur und wurde ein berühmter Altphilologe und Herausgeber der &#039;&#039;Neuen Jahrbücher für klassische Philologie&#039;&#039;. Er starb [[1892]] in Dresden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war die handwerkliche Kunst des Druckens mit dem kaufmännischen Geschick des Vertriebs in einer Hand vereint. Das änderte sich jedoch bald; der Verleger wurde geboren, wenn es auch Druckereien gab, die den Vertrieb ihrer Erzeugnisse weiterhin in eigener Regie wahrnahmen. Bekannte Verleger in [[Helmstedt]] waren z. B. [[Wolf Heil]] und vor allem [[Luedeke Brandes]]. Sie waren in mehreren Generationen Pächter des Buchladens an der ehemaligen [[Augustiner-Eremiten-Kloster|Augustinerkirche]] am [[Markt]]. Erstmals sind sie [[1545]] in unserer Stadt nachgewiesen. Sie waren auch als Ratsherr und [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] tätig gewesen. [[Luedeke Brandes der Ältere|Luedeke Brandes d. Ä.]] arbeitete eng mit [[Jacob Lucius der Ältere|Jacobus Lucius]] zusammen. Ihre Namen finden wir noch heute in [[Helmstedt]], so z. B. an dem imposanten Taufbecken in der [[St. Stephani (Helmstedt)|St.-Stephani-Kirche]], [[1590]] von Mante Pelking geschaffen. Unter den fünf Ratspersonen, deren Namen und Wappen am Beckenfuß verewigt sind, befinden sich alle drei Mitglieder der Buchhandels- und Verlegersozietät in [[Helmstedt]], davon zwei Mitglieder der Familie Brandes.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Lehrmann: &#039;&#039;Die Frühgeschichte des Buchhandels und Verlagswesens in der alten Universitätsstadt Helmstedt sowie die Geschichte der einst bedeutenden Papiermühlen zu Räbke am Elm und Salzdahlum&#039;&#039;, Hämelerwald, 1994, Seite 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch etwas eindrucksvollere Hinweise auf diese Familie finden sich am [[Beguinenhaus]]. Im zweiten Feld rechts weisen die Großbuchstaben &#039;&#039;BLB&#039;&#039; auf den Bürgermeister [[Luedeke Brandes]] hin, und das vorletzte Feld erinnert an dessen Vater, [[Luedeke Brandes der Ältere|Luedeke Brandes d. Ä.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bedeutendste Helmstedter Verlag im 18. Jahrhundert war der des [[Christian Friedrich Weygand]]. Weygand war [[1723]] aus Meißen/Sachsen nach [[Helmstedt]] gekommen&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Eule: &#039;&#039;Helmstedter Universitätsbuchdrucker&#039;&#039;, Helmstedt 1921, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Hause [[Kornstraße]] 13 eröffnete er eine Verlagsbuchhandlung. Das Haus erwarb er [[1742]] von den Erben des Professors [[Caspar Cörber|Cörber]]. Hier verlegte er Bücher, von [[1725]] bis [[1739]] allein über 100 Werke, darunter die berühmte &#039;&#039;Sittenlehre der Heiligen Schrift&#039;&#039; des Professors [[Johann Lorenz von Mosheim|Johann Lorenz Mosheim]], die bei Johann Drimborn gedruckt worden war. Weygand besaß das herzogliche Privileg der alleinigen Stadtbuchhandlung. Allerdings hatte die [[Universität Helmstedt|Universität]] mit Herrn Lohmann einen eigenen Buchhändler, der nach dem Burgdorfer Rezess vom Mai [[1727]] als Universitätsangehöriger galt, d. h., er war von allen städtischen Lasten befreit und ihrer Gerichtsbarkeit entzogen. Lohmann hatte seine Buchhandlung im [[Juleum]]. Auch um die Stadt [[Helmstedt]] machte er sich verdient: [[1751]] wurde er zum Senator gewählt. Als er [[1764]] starb, setzte der Sohn Johann Friedrich sein Werk fort, in [[Helmstedt]] allerdings nur kurze Zeit. [[1767]] verzog er nach Leipzig und nahm den Verlag und damit die Firma mit. In der Bücherstadt erwarb sich das Unternehmen hohes Ansehen. [[1773]] schrieb Weygand an Goethe und bat um die Überlassung eines Manuskripts, um es verlegen und drucken zu können. Goethe schickte &#039;&#039;Die Leiden des jungen Werther&#039;&#039;. Dieser Welterfolg erschien [[1774]] zuerst im Verlag des ursprünglich [[Helmstedt]]er Verlegers Christian Friedrich Weygand. Der „Werther“ war der Durchbruch im Schaffen des jungen Goethe ([[1743]] bis [[1832]]). Das Unternehmen Weygand ging [[1812]] an einen anderen Inhaber über. [[1838]] erlosch das berühmte Verlagshaus, dessen Weg einmal in [[Helmstedt]] begonnen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wissenschaftliche Zeitungen sind in [[Helmstedt]] erschienen. So bei P. D. Schnorr &#039;&#039;[[The Helmstat and London Mercury]]&#039;&#039;, und zwar zweimal wöchentlich in der Zeit vom 9. Januar [[1753]] bis 6. Juli [[1753]], also nur kurze Zeit. Ein halbes Jahr lang, nämlich vom 26. April [[1800]] bis zum 6. September [[1800]] gab es einmal wöchentlich das &#039;&#039;[[Wochenblatt für angenehme und nützliche Lektüre]]&#039;&#039;, verlegt bei Fleckeisen in der [[Neumärker Straße]] 29. Dort erschienen auch [[1828]] sieben Ausgaben der „Horen“, [[1835]] weiter ein &#039;&#039;[[Conversationsmagazin für Gebildete aus allen Stände]]&#039;&#039;. Exemplare dieser Erzeugnisse des [[Helmstedt]]er Zeitungswesens sind leider nicht im [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]], wohl aber in der Herzog-August-Bibliothek zu Wolfenbüttel und im Niedersächsischen Staatsarchiv, ebenfalls in Wolfenbüttel, und in einigen Exemplaren auch im Braunschweiger Stadtarchiv am Löwenwall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem eigentlichen Bereich der Wissenschaft erschienen von [[1722]] bis [[1728]] bei Salomon Schnorr die &#039;&#039;[[Annales Academiae Juliae]]&#039;&#039; sowie vom 13. Februar [[1751]] bis zum 25. Dezember [[1756]] bei Leuckart ein &#039;&#039;[[Helmstadtisches Gelehrtes Wochen-Blatt]]&#039;&#039;, herausgegeben von dem Theologieprofessor [[Christoph Timotheus Seidel]] (geboren [[1703]] in Schönberg im Brandenburgischen als Sohn eines Pfarrers, verstorben [[1758]] in [[Helmstedt]] und begraben neben der Kanzel der [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani-Kirche]]), [[Christoph Timotheus Seidel|Seidel]] war in Professur und Generalsuperintendentur Nachfolger des [[Friedrich Weise]] (gestorben [[1735]]). Neben zahlreichen Schriften, die er als Professor der Theologie – ab [[1730]] war er zugleich Abt zu [[Königslutter]] – veröffentlichte, wollte [[Christoph Timotheus Seidel|Seidel]] mit diesem Wochenblatt das Ansehen [[Helmstedt]]s als Stätte der Gelehrsamkeit heben. Auch die neue [[Helmstedt]]er Schulordnung vom 18. Juli [[1755]] ist von ihm maßgebend beeinflusst worden. Gewohnt hat [[Christoph Timotheus Seidel|Seidel]] [[Beguinenstraße]] 15, das Haus musste [[1906]]/[[1907]] einem Neubau weichen. Gewissermaßen als Fortsetzung gab es vom 21. März [[1761]] bis zum 12. März [[1763]] ein ebenfalls wöchentlich erscheinendes Blatt unter dem gleichen Namen, diesmal aber gedruckt bei Johann Drimborn und herausgegeben von dem Professor [[Johann Franz Wagner]]. [[Johann Franz Wagner|Wagner]] wurde [[1733]] in Ulm geboren, studierte ab [[1753]] in [[Helmstedt]] Philosophie, Mathematik und Theologie und arbeitete früh als Hauslehrer sowie in leitenden Funktionen einer gelehrten Gesellschaft. Er promovierte, erhielt [[1756]] die Lehrbefähigung, wurde zum kaiserlich gekrönten Dichter ernannt und übernahm anschließend Lehr- und Leitungsämter in [[Helmstedt]], unter anderem als Rektor einer [[Julianum|Stadtschule]] und Kustos der [[Ehemalige Universitätsbibliothek Helmstedt|Universitätsbibliothek]]. Später wirkte er als Professor und Schulleiter in Braunschweig und Osnabrück, wo er [[1778]] im Alter von 44 Jahren starb. Professor [[Gottlob Benedikt von Schirach]] (geboren [[1743]], gestorben [[1804]] in Altona bei Hamburg) gab vom 2. Januar [[1770]] bis zum 19. Dezember [[1777]] die &#039;&#039;[[Ephemerides literariae Helmstadienses]]&#039;&#039; heraus, sie wurden im [[Stiftung Johannes-Waisenhaus zu Helmstedt|Waisenhaus]] in [[Helmstedt]] am [[Lindenplatz]] gedruckt. [[Gottlob Benedikt von Schirach|Schirach]] wurde [[1776]] durch die Kaiserin Maria Theresia in den erblichen Adelsstand erhoben. Der älteren Lesern noch bekannte NS-Reichsjugendführer Baldur von Schirach, zuletzt Gauleiter von Wien und Mitangeklagter im ersten Nürnberger Prozess, ist ein Adoptivsohn eines späteren Nachfahren dieses [[Helmstedt]]er Professors.&amp;lt;ref&amp;gt;Artur Brüggemann: &#039;&#039;Rund um den Juleumsturm&#039;&#039;, Helmstedt 1983, Seite 88&amp;lt;/ref&amp;gt; Der berühmte Theologieprofessor [[Heinrich Philipp Konrad Henke]] war Herausgeber der &#039;&#039;[[Commentarii de rebus novis literariis]]&#039;&#039;, die bei [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]] zweimal wöchentlich erschienen, und zwar für die Zeit vom 6. Januar [[1778]] bis [[1781]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eingangs festgehaltene Zitat des Professors Lichtenberg aus Göttingen zeigt Macht, Bedeutung und Einfluss des gedruckten Wortes, denn Gedanken konnten sich nun vervielfältigen. Dies war früher so wie heute und wurde auch so erkannt. Deshalb entstand mit der Buchdruckerkunst die Zensur, die früher auch schon angewandt wurde. Diese Zensur hatten auch die [[Helmstedt]]er Vertreter Gutenbergs zu spüren bekommen. So erinnerten die Herzöge Rudolph August und Anton Ulrich in einem Erlass vom 11. Mai [[1702]] den Magistrat der Stadt [[Helmstedt]] daran, dass die Buchdrucker, soweit sie der Jurisdiktion der Stadt unterstanden, angewiesen werden sollten, vor Verbreitung eines Druckwerkes dieses dem Vizerektor und dem akademischen Senat zur „Zensur“ einzuschicken und von jedem Druckwerk ein Exemplar der Universitätsbibliothek kostenlos einzuliefern und später ein weiteres der großen Bibliothek zu Wolfenbüttel zur Verfügung zu stellen. Dies veranlasste den Drucker [[Michael Leuckart|Michael Günter Leuckart]], sich darüber unter dem 24. Dezember [[1742]] zu beschweren, weil, wie er u. a. ausführte, jeder Druck mit Kosten verbunden sei. Die Auflage von Büchern war früher oftmals klein, manchmal nur 100 Exemplare, entsprechend war der Druck teuer und eine kostenfreie Abgabe deshalb besonders drückend. [[Michael Leuckart|Leuckart]] wurde vorgeworfen, seit [[1739]] mit den Ablieferungen in Rückstand zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massiveren Ärger hatten zuvor die Erben Sebastian Buchholz’ (gestorben [[1732]]). Dessen Witwe (gestorben [[1741]]) und Tochter Marie Juliane ([[1703]] bis [[1783]]) hatten die Druckerei des Verstorbenen weitergeführt. Hier arbeitete der genannte [[Michael Leuckart|Michael Günter Leuckart]], bis er schließlich durch Heirat der Tochter am 7. März [[1737]] das Unternehmen teilweise übernahm. Unter dem 20. Februar [[1734]] war den Buchholzschen Erben vom kirchlichen Konsistorium zu Wolfenbüttel vorgeworfen worden, es seien „viele und sogar mit gefährlichen und irrigen Principiis angefüllte Scripta ohne vorgängige Zensur zum Druck befördert worden …“ Dem Magistrat wurde aufgegeben, „so habt Ihr den unter Eurer Jurisdiction se√øenden Buchdruckern be√ønahmhafter Strafe den Druck aller Theologischen und insonderheit des [[Tobias Eisler]]s Schriften, wenn solche nicht vorhero entweder von Fürstl. Consistorio hieselbst oder von der Theologischen Fakultät zu Helmstedt Fürstl. Kirchen-Ordnung gemäß zensiret worden, zu verbieten.“ Welchen Inhalt diese beanstandeten Schrift hatten, ist nicht weiter ausgeführt und auch sonst nicht ersichtlich. Offenbar ist es auch bei der Rüge geblieben. Konkreter war da schon ein Vorwurf gegen den Drucker Drimborn vom Dezember [[1738]]. Es ging um das „Scandaleuse Scriptum eines conversi catholici und itzigen Studiosi theologiae Johann Heinrich Schumacher“. Dieser hatte die biblische Geschichte des Alten und Neuen Testaments in einen Roman gefasst und Gott als weltlichen Regenten angesehen und Christus als einen Kronprinzen geschildert, der sich für seine Geliebte opfert. Angeblich hatte sogar der Professor der Heiligen Schrift Johann Conrad Schramm ([[Lindenplatz]] 3), bei dem dieser Student wohnte, das Werk ohne Beanstandung durchgesehen und es als druckfähigen Roman bezeichnet. Wie die Sache ausgegangen ist, ist nicht weiter überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großen Ärger hatte der bereits erwähnte Buchdrucker Salomon Schnorr. Herzog Anton Ulrich rügte in einem eigenhändig von ihm unterschriebenen Erlass vom 18. April [[1711]], dass jener ein „scriptum“ des Philosophieprofessors [[Johann Rempen]] veröffentlicht habe, ohne es vorher der Zensur vorzulegen. [[Johann Rempen|Rempen]] ist uns bereits in der Geschichte des [[Kloster St. Ludgeri|Klosters St. Ludgeri]] begegnet. Er stammte aus Paderborn, war dort [[1663]] geboren und in einem Jesuitenkolleg katholisch erzogen worden. [[1707]] war er zum lutherischen Glauben konvertiert, nachdem er vorher ein leidenschaftlicher Gegner des Protestantismus gewesen war. Ihm war es „höchste Lust mit der Feder gegen die Evangelische Kirche zu spielen.“ Der Übertritt geschah aus Überzeugung, denn er geriet dadurch in große finanzielle Not. Er erbat eine Professur an der [[Universität Helmstedt]], die ihm [[1708]] als Lehrer in der griechischen und lateinischen Sprache sowie in der Dichtkunst übertragen wurde. Nach Paul Zimmermann in ADB unter „Rempen“ fiel er in [[Helmstedt]] wegen seiner Streitlust und „unangemessenen Opponirens“ auf. Durch den Inhalt seiner Schrift &#039;&#039;Argumenta theologica juridica et philosophica&#039;&#039;, die [[1711]] erschien, fühlten sich einige Professoren der [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] beleidigt. Dies war wohl auch der Anlass der Reaktion des Herzogs. Gewohnt hat [[Johann Rempen|Rempen]], der unverheiratet blieb, [[Kornstraße]] 14, [[Neumärker Straße]] 28 und dann zehn Jahre lang [[Stobenstraße]] 31.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomon Schnorr, um den es hier eigentlich geht, sollte für die unzensierte Herausgabe der Schrift des Professors [[Johann Rempen|Rempen]] 50 Taler Strafe zahlen. Das war damals viel Geld; so erhielt seinerzeit Professor [[Rudolph Christian Wagner]], von [[1701]] bis [[1741]] Professor der Mathematik und Physik als Anfangsgehalt lediglich 250 Taler jährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist sicherlich verständlich, dass Schnorr so viel Geld nicht hat aufbringen können. Deshalb wurde bei ihm ein erheblicher Vorrat seiner Bücher gepfändet und in der Stadtvogtei gelagert. Als die Ehefrau nachts mit anderen Kaufleuten von einer Messe kam, wurden ihr am Stadttor sogar eigene Sachen beschlagnahmt und in Verwahrung genommen. Damit war sie in die Sache einbezogen und wurde mit einem gedruckten Brief an den „Durchläuchtigsten Fürsten und Herr/Herrn Anthon Ulrichen, Hertzoge zu Braunschweig und Lüneb. meinem gnädigsten Fürsten und Herrn unterthänigst“ zur Bittstellerin „Unterthänigst demühtigste Magd Ursula Maria Henschlers, Salomon Schnorrns Buchdr. Ehefrau“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen haben oft Erfolg, und so wurde die Strafe auf 24 Taler reduziert und im Januar [[1712]] dem Salomon Schnorr die beschlagnahmten Bücher wieder ausgehändigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht zu beanstanden hatte das fürstliche Konsistorium acht von dem [[Helmstedt]]er Lehrer [[Tobias Eisler]] eingereichte Schriften. Sie waren in der Zeit von [[1732]] bis [[1734]] erschienen und enthielten pädagogische Unterweisungen für den Unterricht in der Heiligen Schrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der verehrte Professor und Propst [[Hermann von der Hardt]] ([[1660]] bis [[1746]]) geriet in die Fänge der Zensur. Dabei handelte es sich zunächst um eine dann doch akzeptierte Abhandlung über die erst kürzlich erfolgte Heirat des Herzogs Anton Ulrich. Dieser Anton Ulrich, nicht zu verwechseln mit dem [[1714]] verstorbenen Regenten gleichen Namens, hatte [[1739]] Anna geheiratet. Anna war eine Tochter der Katharina von Rußland und des Karl Leopold, Herzog von Mecklenburg. Katharina wiederum war die Tochter von Iwan II., der von [[1682]] bis [[1689]] Zar war, Vorgänger Peters I. des Großen. Aus dieser von [[Hermann von der Hardt]] beschriebenen Ehe ist außer einem Peter und einer Katharina ein Iwan hervorgegangen, der als Iwan III. kurze Zeit – von [[1740]] bis [[1741]] – regierte. Er hatte vorzeitig abgedankt, um der Zarin Elisabeth (regierte von [[1741]] bis zu ihrem Tod [[1762]]) den Thron freizumachen. Sie war die Gegnerin Friedrichs des Großen im Siebenjährigen Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es fanden sich aber bei der Durchsuchung der Druckerei Drimborn noch andere Schriften, die verdächtig waren, wobei der Buchdrucker erklärte, er könne schließlich zum Inhalt nichts sagen, dieser sei teils lateinisch, teils griechisch oder sogar hebräisch, „welches er alles nicht verstünde“. Alle Bücher waren harmlos bis auf einen Titel &#039;&#039;Theocriti Syrinx quae multis annis situerat&#039;&#039;. Alle noch vorhandenen Exemplare wurden deshalb „cashiret“ (beschlagnahmt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren nicht nur immer [[Helmstedt]]er Drucke, die beanstandet wurden. Oftmals musste der Magistrat die Stadtknechte ausschicken, um verdächtige Manuskripte auswärtiger Autoren einzusammeln, sofern man sie vorfand. Während die beanstandeten [[Helmstedt]]er Schriften meistens einen Inhalt hatten, der zu den damaligen religiösen Empfindungen im Widerspruch stand, ging es bei der Literatur aus anderen Orten mehr um den „revolutionairen und auf den gänzlichen Umsturz aller Staatsverfassung, Moralität und Religion gerichteten Inhalt“, so ein Verzeichnis des königlich-preußischen Ministeriums zu Berlin vom April [[1769]]. Auch Versteigerungskataloge wurden beanstandet, sofern sie Bücher mit einem für damalige Begriffe schädlichen Inhalt enthielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Rubrik „Revolutionäre Schriften“ schien auch &#039;&#039;Die Revolution in Schöppenstedt&#039;&#039; zu fallen. Gedruckt hatte sie [[1793]] [[Sigismund Christian David Leuckart|Leuckart]] in der [[Kirchstraße]], und zwar auf Bestellung des Verlegers und Buchhändlers Gutsch zu Breslau. So weit reichten also damals die Beziehungen der [[Helmstedt]]er Druckereien. Ein Exemplar davon war bei der herzoglichen Regierung in Braunschweig gelandet, die schon des Titels wegen sofort Alarm schlug und veranlasste, dass sich [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] Hofrat [[Georg Fein sen.|Fein]] ganz persönlich am 23. November [[1793]] in die [[Kirchstraße]] zur Leuckardtschen Druckerei begab. Dabei stellte sich heraus, dass alle Exemplare dort noch vorhanden waren, nur ein einziges, eben das, was in Braunschweig gelandet war, hatte die Offizin verlassen. Dieses hatte der Setzer Köhler vom Verleger erhalten und jener es dem Kandidaten der Theologie Venturini geliehen, der ihm versprechen musste, es nicht weiterzugeben. Das tat der aber, denn er hatte einen Freund, den Kandidaten Spor, dessen Vater wiederum Superintendent in Schöppenstedt war. Der war schon des Titels wegen ganz erregt und gab es an den Landkommissar Koch weiter, und so landete dieses Exemplar in Braunschweig. Dort hatte man inzwischen die Schrift gelesen und festgestellt, dass „wenn nun über dem auch in der Schrift sonst nichts Anstößiges enthalten ist, vielmehr deren Verfasser bey seiner Parodie hauptsächlich die Absicht gehabt zu haben scheint, die Französische Revolution und den derselben einverwebten Freyheits- und Gleichheitsschwindel von einer lächerlichen Seite zu zeigen.“ So gab man selbstverständlich die Schrift schon unter dem 29. November frei, und in Schöppenstedt konnte man aufatmen; es hat dort zumindest zu und vor jener Zeit nie eine Revolution gegeben. Man war weiterhin angesehen und herzogstreu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte meinen, dass es auch aus dem vorigen, dem 19. Jahrhundert, Unterlagen über Zensuren gab. Das war nicht der Fall. Es mag daran liegen, dass die [[Universität Helmstedt|Helmstedter Universität]] Vergangenheit war und die Professoren unsere Stadt verlassen hatten, so dass nur noch eine Zeitung und nicht zu beanstandende regionale Schriften gedruckt wurden. Erst zur Zeit des Ersten Weltkrieges und kurz davor gab es Listen mit sozialistischen Schriften, die aber sämtlich anderweitig erschienen waren, von denen man lediglich vermutete, dass sie auch in [[Helmstedt]] vertrieben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachstehende Stammtafel zur Geschichte der [[Helmstedt]]er Universitäts-Buchdrucker wurde übernommen aus Wilhelm Eule „Helmstedter Universitätsbuchdrucker“, [[Helmstedt]], [[1921]], Seite 79.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable center&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | [[Jacob Lucius der Ältere|JACOBUS LUCIUS]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;d. Ä. kam [[1570]] von Wittenberg nach [[Helmstedt]], errichtete die erste Helmst. Buchdruckerei; er starb [[1597]]&amp;lt;/small&amp;gt; || style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | || style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | || style=&amp;quot;width:25%;&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ERBEN JAK. LUCIUS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1597]]–[[1598]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jacob Lucius der Jüngere|JAK. LUCIUS D. JÜNG.]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1598]]–[[1616]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ERBEN JAK. LUCIOS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1616]]–[[1634]] unter Leitung von Henning Müller d. Ält.&amp;lt;/small&amp;gt; || [[Georg Calixt|GEORG CALIXT]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;errichtete im Jahre [[1626]] in [[Helmstedt]] eine zweite Druckerei&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| JAKOBUS LUCIUS III.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1634]]–[[1639]]&amp;lt;/small&amp;gt; || HENNING MÜLLER D. Ä.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1634]]–[[1658]]&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ERBEN JAK. LUCIUS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1639]]–[[1640]] unter Leitung von Henning Müller d. Ält.&amp;lt;/small&amp;gt; || JOH. GEORG TRÄGER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1658]]–[[1659]]&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| HENNING MÜLLER D. J.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;gelangte durch Heirat einer Enkelin [[Jacob Lucius der Ältere|Jak. Lucius d. Ä.]] in den Besitz der Druckerei von [[1640]]–[[1672]]&amp;lt;/small&amp;gt; || MARTIN VOGEL &amp;amp; JOH. GEORG TRÄGER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1659]]–[[1660]]&amp;lt;/small&amp;gt; || JAKOB MÜLLER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;aus Stettin errichtete im Jahr [[1661]] in [[Helmstedt]] eine Buchdruckerei u. übernahm [[1672]] die Calixtinische Druckerei; starb [[1681]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| HEINR. DAVID MÜLLER&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1672]]–[[1680]]&amp;lt;/small&amp;gt; || HENNING MÜLLER D. J.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Pächter von [[1660]]–[[1672]]&amp;lt;/small&amp;gt; || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| H. D. MÜLLERS ERBEN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1680]]–[[1681]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || HEINRICH HESS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1681]]–[[1716]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
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| G. WOLFGANG HAMM&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1681]]–[[1715]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || JOH. STEPHAN HESS&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1716]]–[[1725]]&amp;lt;/small&amp;gt; || SALOMON SCHNORR&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;aus Halle; errichtete um [[1680]] in [[Helmstedt]] eine Druckerei; starb [[1723]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| HERM. DANIEL HAMM&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1715]]–[[1723]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || SEBAST. BUCHHOLTZ&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1725]]–[[1731]]&amp;lt;/small&amp;gt; || PAUL DIETR. SCHNORR&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1723]]–[[1753]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| H. D. HAMMS ERBEN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1723]]–[[1733]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || ERB. SEB. BUCHHOLTZ&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1731]]–[[1739]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| JOHANN DRIMBORN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1733]] bis Anfang [[1760]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || [[Michael Leuckart|MICHAEL GÜNTHER LEUCKART]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1739]]–[[1782]]&amp;lt;/small&amp;gt; || Ww. SCHNORR &amp;amp; SOHN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1753]]–[[1793]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| JOH. HEINR. KÜHNLIN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von Anfang [[1760]]–[[1800]]&amp;lt;/small&amp;gt; || || [[Sigismund Christian David Leuckart|SIG. DAV. LEUCKART]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1782]]–[[1826]]; übernahm [[1801]] die Druckerei d. J. H. Kühnlin&amp;lt;/small&amp;gt; || C. L. FLECKEISEN&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;von [[1793]]–[[1811]] in [[Helmstedt]]; nach Aufhebung der [[Universität Helmstedt|Universität]] wurde die Druckerei nach Heiligenstadt und [[1815]] nach Duderstadt verlegt&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || || [[Johann Rudolf Gottfried Leuckart|J. R. G. LEUCKART]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;wurde [[1826]] alleiniger Besitzer der Druckerei; starb [[1840]]&amp;lt;/small&amp;gt; ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Helmstedter Bürgermeister von 1750 bis 1933 (S. 524–530) ==&lt;br /&gt;
Der [[Helmstedt]]er [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] im Mittelalter wird urkundlich erstmals [[1232]] als Einzelperson erwähnt. Das war ein gewisser Wulframus. Auch die Stadtrechtsurkunde von [[1247]] spricht des öfteren von dem [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]. Später waren es vier, mitunter „Consules“ genannte Herren, die an der Spitze der Stadt standen und die sich im Regieren zu zweit jährlich ablösten. Sie wurden nicht von der Bevölkerung, sondern von den Ratmannen gewählt, das waren in der Regel 10 bis 15 Bürger, die sich ggf. aus sich selbst ergänzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daran änderte sich nichts, als [[Helmstedt]] [[1490]] zum Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel kam. Einen Teil ihrer Rechte hatte die Stadt dem Abt von Werden, dem bisherigen Stadtherren, schon abgetrotzt oder als Pfand für geliehenes Geld erhalten, weitere wurden ihr in den folgenden Jahren und Jahrzehnten von den braunschweigischen Herzögen ebenfalls als Sicherheit für Darlehen verpfändet. Wegen der fehlenden finanziellen Mittel gelang es den Herzögen in der Folgezeit nicht, sie wieder einzulösen. Das wurde anders, als Herzog Carl I. [[1735]] an die Regierung kam. Er war ein Herrscher, der dem Geist der Zeit nach als absoluter Landesherr auftrat und möglichst alles, was zu regieren und zu verwalten war, an sich riss und deshalb der Stadt die Regalien und Gerechtsame kündigte. Das fiel ihm um so leichter, weil das Geld im Laufe der Zeit wertloser geworden war. So übernahm er es jetzt, den Rat so zu besetzen, wie er es für richtig hielt. Er bestimmte auch den [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]], der nunmehr gleichzeitig Gerichtsschultheiß wurde. Gerichtet wurde damals „im Namen des Herzogs“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang der [[Helmstedt]]er [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] sollte der ältesten, aber nun nicht mehr in [[Helmstedt]] lebenden Familie gedacht werden: der Dorguths. Sie stammen aus Ostingersleben, dort sind sie [[1411]] nachgewiesen, und [[1460]] wurden zwei Söhne des „ältesten“ Dorguths, nämlich Henning und Hermann, Bürger unserer Stadt. [[1468]] wird ein Hinrik D. als Gerichtsvogt genannt, und 11 Jahre später sitzt Johann D. als Zweiter Bürgermeister im Rat der Stadt. 300 Jahre lang sind die Dorguths Mitglieder der Ratsversammlung, stellen sogar zeitweise einen Bürgermeister oder den Kämmerer. Der letzte Inhaber eines hohen Amtes war Johann Heinrich D., verstorben [[1743]]. In jenem Jahr wurden aus den Ehrenämtern Hauptämter, das war nun nichts mehr für die Kaufmannsfamilie Dorguth. Kaufleute waren sie bis zum „Schluss“. Im Jahre [[1764]] erwarb der Schuhmacher, Leder- und Viktualienhändler (Lebensmittel) Johann Andreas Heinrich Dorguth das Grundstück mit der ass-Nr. (Brandkassen-Nr.) 31 auf dem heutigen Gelände des [[Papenberg]]s 27. Sein Großsohn Eduard Dorguth erwarb das Nachbargrundstück. mit der ass.-Nr. 34 hinzu. Er riss die beiden benachbarten Gebäude ab, baute ein neues, und dies führte nun die amtliche Bezeichnung „[[Papenberg]] 27“. Über dem Eingang zu dem Lebensmittelgeschäft stand der Name „Eduard Dorguth“. Nach dem Tode von Eduard Dorguth [[1864]] übernahm der Sohn Otto das Handelsgeschätt und übertrug es [[1914]] auf den vielen [[Helmstedt]]ern noch bekannten Franz Dorguth. Mancher erinnert sich vielleicht noch an diese markante große Gestalt, die – in meiner Erinnerung schon mit weißem Haar – allmorgendlich am Eingang der Lebensmittelgroßhandlung stand, um das Wegschaffen der Ware zu den Einzelhändlern im [[Landkreis Helmstedt]] und den nachbarten Kreisen zu überwachen. Den Eingang gibt es heute noch, wenn auch in veränderter Form. Die Firmeninschrift ist verschwunden. An die Dorguths erinnert lediglich schräg gegenüber im [[Rohr’sches Haus|Rohr’schen Haus]] im untersten Bereich der Wappen das 10. Feld mit den Initialen links H. D. = Heinrich Dorguth und rechts daneben D. B. = Der Bürgermeister.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Schrader: &#039;&#039;Helmstedter Ratsgeschlechter&#039;&#039; im Helmstedter Kreisblatt Mai – Juli 1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]], den der Herzog ernannte, war [[1744]] [[Johann Dietrich Lichtenstein]]. Er war ein Mann, der sich um [[Helmstedt]] besonders verdient gemacht hat. Sein Großvater war noch Rabbiner gewesen, er selbst war aber ein christlich getaufter Jude. Er war am 17. Juli [[1706]] in Aurich geboren, er starb in [[Helmstedt]] am 24. Januar [[1773]]. Er hat das Amt bis zu seinem Tod inne gehabt. Gewohnt hat er zuletzt in dem Haus [[Streplingerode]] 1 (direkt gegenüber der [[Kybitzstraße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] hatte in [[Helmstedt]] studiert, war anschließend Hauslehrer in Wolfenbüttel gewesen und dann „Beamter“ in der herzoglichen Regierung. Neben ihm gab es den 2. und 3. Bürgermeister, die damals ebenfalls vom Herzog ernannt wurden. Der 3. Bürgermeister war gleichzeitig Kämmerer; der 2, der Vertreter des 1. [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s und Stadtsyndikus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger von [[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] wurde [[Eberhard Ludwig Cellarius]]. Schon der [[Rudolf Anton Cellarius|Vater]] war als Vorgänger von [[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] gewesen, zunächst zweiter, dann ab [[1727]] bis zu seinem Tode [[1743]] erster. Er wohnte [[Kybitzstraße]] 7. Der Sohn [[Eberhard Ludwig Cellarius|Eberhard]] regierte leider nur drei Jahre. Er starb am 6. März [[1776]]. Ihm gehörte bis [[1757]] das Haus [[Schuhstraße]] 14, das [[Meibom’sches Haus|Meibom’sche Haus]] also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1777]] war [[Johann David Kühne]] [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] unserer Stadt, nach dessen Tod [[1781]] der Oberamtmann [[Anton Gottlieb Rham|Rhamm]]. Jener wohnte [[Heinrichsplatz]] 10, er starb [[1790]]. Seine Tochter Friederike heiratete Ende [[1790]] den berühmten Philosophieprofessor [[Gottlob Ernst Schulze]]. Das Ehepaar wohnte im Haus des verstorbenen Vaters bzw. Schwiegervaters. [[1793]] aber starb, 26 Jahre alt, Frau Schulze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger von [[Anton Gottlieb Rham|Rhamm]] wurde der Hofrat [[Georg Fein sen.|Fein]]. Er war vorher Kommissionsrat in Holzminden gewesen. [[Georg Fein sen.|Fein]] blieb in [[Helmstedt]] [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] bis zum Jahre [[1808]], also sogar bis in die Franzosenzeit hinein. Er hat sich um Helmstedt und um die Universität verdient gemacht, als er [[1791]] in einem Studentenaufruhr erfolgreich vermittelte. Er bekannte sich nach [[1806]] zu Napoleon und zu dem neuen Staat „Königreich Westphalen“. Mit [[Heinrich Philipp Konrad Henke|Professor Henke]] war er [[1807]] in Paris. [[1808]] endete sein Amt hier in [[Helmstedt]]. Zwei Jahre später wurde er Generaldirektor der Staatsdomänen für das Königreich Westphalen, [[1813]] starb er in Kassel. Sein in [[Helmstedt]] [[1803]] geborener Sohn [[Georg Fein jun.]] ist in der allgemeinen Politik bekanntgeworden. Er war einer der bekanntesten frühen deutschen Demokraten des Vormärz, also bereits vor der Märzrevolution [[1848]] national-freiheitlich aktiv und wurde von den regierenden Fürsten verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Georg Fein sen.|Fein]] als [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] erst dem Herzog von Braunschweig und dann Napoleon Jerome diente, war es bei seinem Nachfolger [[Johann August Philipp Ferber]] umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ferbers stammten aus Sambleben bei Schöppenstedt. Der Großvater des [[Helmstedt]]er [[Johann August Philipp Ferber|Bürgermeisters]] war dort Küster und Lehrer, der Vater hatte in [[Helmstedt]] studiert und war Magister geworden, dann Konrektor an der Lateinschule und schließlich Rektor und Professor. Er ging aber schon bald nach Magdeburg und ließ in [[Helmstedt]] seine Frau und den am 5. Februar [[1773]] geborenen [[Johann August Philipp Ferber|Johann August Philipp F.]] zurück. Dieser wurde [[1797]] zunächst ohne Gehalt Aktuarius bei der Stadt [[Helmstedt]], dann schließlich bekam er eine Planstelle, und danach wurde er [[1804]] Stadtsekretär. [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]], Maire wie es damals hieß, wurde er [[1808]] und blieb es auch nach dem Abzug der Franzosen. Jetzt war er wieder [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] und erhielt später sogar den Titel „Stadtdirektor“. Im 71. Lebensjahr bat [[Johann August Philipp Ferber|Ferber]] um seine Pensionierung und wurde nach 47 Dienstjahren mit einer Pension von 650 Talern zum 1. Februar [[1844]] in den Ruhestand versetzt. Am 7. Januar [[1853]] starb [[Johann August Philipp Ferber|J. A. P. Ferber]]. Gewohnt hat er bis zuletzt in seiner Dienstwohnung im [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]], die aus einer Stube und zwei Kammern bestand. Er war verheiratet, hatte eine Tochter, von ihnen ist aber nichts weiter überliefert. [[Johann August Philipp Ferber|Ferber]]s charakteristische, nicht leicht lesbare Handschrift begegnet mir auch heute noch in vielen Akten. Das zeugt von dem ungeheuren Fleiß dieses Mannes. Er hat bewegte Zeiten erlebt: die Franzosen, deren Abzug, die erneuerte Landschaftsordnung vom 25. April [[1820]], Herzog Karl II., die Revolution von [[1830]], die neue Landschaftsordnung vom 6. Oktober [[1832]] und schließlich auch noch die Städteordnung vom 4. Juni [[1834]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmalig wird nach [[Johann August Philipp Ferber|Ferber]]s Pensionierung ein [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] vom Magistrat und von der Stadtverordnetenversammlung gewählt, nicht mehr vom Herzog ernannt. Allerdings bedarf die Wahl eines [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s der Bestätigung durch den Landesherrn. Gewählt wurde [[Carl Claus]], geboren am 17. Februar [[1813]] in [[Helmstedt]]. Seine Eltern waren Anfang des Jahrhunderts nach [[Helmstedt]] gezogen, der Vater war Pedell beim Kreisgericht, das damals in den Räumen der aufgehobenen [[Universität Helmstedt|Universität]] war. Dort wuchs der Sohn mit einem Bruder und zwei Schwestern auf. Er besuchte hier das [[Julianum|Gymnasium]] bis zum Abitur. Geld für ein Studium war offenbar nicht vorhanden. Der junge Abiturient bewarb sich deshalb und sogar erfolgreich um eine Stelle als Auditor bei der Stadt. Zehn Jahre später wurde er, wie erwähnt, zum [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] mit einem Jahresgehalt von 600 Talern gewählt. Nun konnte er auch heiraten, am 17. Oktober [[1844]] fand in der [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani-Kirche]] die feierliche Eheschließung mit der Tochter des Kaufmanns und Stadtrats E. C. A. Bötticher statt, dessen Nachfahren heute noch in [[Helmstedt]] leben. Die Familie Bötticher ist u. a. Inhaberin der Firma [[Fuhrmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. Juli [[1845]] wurde der Sohn Johann Friedrich geboren, der leider [[1851]] starb. Bei der Geburt des zweiten Sohnes am 1. März [[1848]] starb die Ehefrau und kurz danach auch das Kind. Beide wurden gemeinsam in einem Sarg auf dem „[[Alter Friedhof|Alten Friedhof]]“ begraben. Claus hat nicht wieder geheiratet, seine zwei Jahre jüngere ledige Schwester betreute ihn. Die viele Arbeit als [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] half ihm über die Trauer hinweg. Noch im Dienst starb er, gerade einmal 61 Jahre alt geworden, am 11. Juni [[1874]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s [[Carl Claus|Claus]] übernahm das ehrenamtliche Magistratsmitglied [[Louis Löser]] die Geschäfte der Stadt. Er regelte auch die Wahl des neuen [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s. Auf die Ausschreibung bewarben sich vier Juristen, diese Vorbildung war gefordert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewählt wurde mit 11 von insgesamt 20 Stimmen der 25-jährige Polizeiassessor [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] aus Braunschweig. Er war [[1849]] in Gittelde als Sohn eines Landarztes geboren. Nach dem Abitur hatte er Rechtswissenschaften studiert und war vor seiner [[Helmstedt]]er Zeit bei der herzoglichen Polizeidirektion beschäftigt gewesen. Der Herzog bestätigte die Wahl und verlieh [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] den Titel „[[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]“. Am 2. Oktober [[1874]] wurde er vereidigt und in sein Amt eingeführt. Kennern der braunschweigischen Geschichte ist der Name [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] als späterer leitender Minister des Herzogtums bekannt. [[1879]] verließ er [[Helmstedt]]. Der Herzog hatte ihn zum Ministerialsekretär mit dem Titel eines Regierungsassessors ernannt und ihm aufgegeben, die neue Stelle spätestens am 1. Juni anzutreten. Gewohnt hat [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] im Stadthaus für eine jährliche Miete von 300 Thlr. Sein Gehalt betrug 1.200 Rthlr. jährlich bei einer Steigerung um 10 Thlr. alle drei Jahre bis zur Höchstgrenze von 1.800 Thlr. [[1914]] ist [[Adolf Hartwieg|Hartwieg]] in Braunschweig gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausschreibung der erneut freigewordenen Bürgermeisterstelle erfolgte im ganzen Reichsgebiet. Es bewarben sich 21 Personen, darunter nur zwei Braunschweiger, die aber nach eingezogenen Erkundigungen zu dem Amt eines Vorstehers des Stadtmagistrats nicht geeignet erschienen. Das musste dem Herzog ausdrücklich mitgeteilt werden, denn Braunschweiger waren zu bevorzugen. Gewählt wurde der Bürgermeister von Tarnowitz, [[Hildebert Guericke]], mit 16 gegen eine Stimme. Tarnowitz lag im damaligen Oberschlesien unmittelbar an der Grenze, es hatte viele polnische Einwohner. Dies war auch der Grund, weshalb [[Hildebert Guericke|Guericke]] sich verändern wollte. Er war [[1848]] in Halle an der Saale als Sohn eines Professors der Theologie geboren. Seit [[1877]] war er Bürgermeister von Tarnowitz. Das Gehalt in [[Helmstedt]] war geringer: 3.600 Thlr. gegenüber dort 4.000. Dennoch nahm er die Wahl an. Mit dem Magdeburger Bürgermeister und Kollegen Otto von Guericke ([[1602]]–[[1686]]) sind unsere Guerickes weitläufig verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Zeit der Amtsführung des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s [[Hildebert Guericke|Guericke]] fiel die bereits erwähnte Erweiterung der Stadt zum Westen bzw. Nordwesten hin, also die Erbauung der heutigen [[Unterstadt (Stadtviertel)|Unterstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem 1. Oktober [[1898]] schied [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] [[Hildebert Guericke|Guericke]] krankheitshalber aus seinem Amt aus. Die vielen Aufgaben, aber auch, mancherlei Kritik, die er über sich hat ergehen lassen müssen, haben sicherlich an seinen Kräften gezehrt. Er war ein etwas empfindsamer Mensch, der über so manches nicht so leicht hinweggehen konnte und der aber auch nicht immer das richtige Gespür für die eigenen Äußerungen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beantragte er erstmals unter dem 9. März [[1892]] seine Pensionierung. Diesem Gesuch wurde nicht entsprochen. Nach Kuren in Lugano ([[1894]]) und Bad Wildungen ([[1895]]) wurde ein erneuter Antrag angenommen. Bei einem Abschiedsessen im [[Rathaus (Helmstedt)|Stadthaus]] am Sonntag, dem 25. September [[1898]], wurde er mit vielen Lobreden verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hildebert Guericke|Guericke]] hat zeitweise in der [[Wilhelmstraße]] 14 und später [[Südstraße]] 10 gewohnt. Nach seiner Pensionierung hat er [[Helmstedt]] verlassen. Er lebte zunächst in der Nähe von Wernigerode, später in Wilhelmshaven. Er verstarb am 24. März [[1928]] in Neuersburg/Oldenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachfolger wurde einer der acht Juristen, die sich beworben hatten: [[Franz Schönemann]], zuletzt in Holzminden tätig. Er war am 3. September [[1868]] in Seesen geboren. Verlockend war derzeit das Amt wohl nicht, denn von denen, die sich beworben hatten, waren die meisten Braunschweiger und ansonsten sehr unbekannt. In [[Franz Schönemann|Schönemann]]s Amtszeit wurde das neue [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]] gebaut, er hatte die Schwierigkeiten des Ersten Weltkrieges und die noch größeren im Jahr danach zu bewältigen. Die an anderer Stelle geschilderten Ereignisse im April [[1919]] waren wohl auch der Grund, weshalb er sich nicht wieder um das Amt des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s bemühte. Zum 1. Oktober [[1919]] schied er aus. Das [[Helmstedter Kreisblatt]] widmete ihm ein Drittel der lokalen Seite. Es verweist zunächst auf die Bauten zu seiner Zeit: „Um nur einiges aus seiner Tätigkeit herauszugreifen, sei auf das Armenhaus, das [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]], das Wasserwerk, Kapelle des Stephani-Friedhofs, die [[Ernst-August-Schule]], Erweiterung der [[Lademann-Realschule|Landwirtschaftlichen Schule]], Erweiterung des [[Kreiskrankenhaus St. Marienberg|Krankenhauses]], Ausbau der Kanalisation und Neubau des Waisenhauses hingewiesen. Es sind dies Arbeiten, die in die Augen springen: unbemerkt von den meisten ist jedoch von [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] [[Franz Schönemann|Schönemann]] eine ganz ungeheure Arbeit in den Mauern des [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]]es geleistet, die nur der zu würdigen versteht, der sie kennt.“ Er war weiter Landtagsabgeordneter in Braunschweig. In dieser Position setzte er seine Kraft ein, um mit viel Geschick das Beste für die Stadt herauszuholen. Er hat für die Stadt, so das [[Helmstedter Kreisblatt|Kreisblatt]], „große Flächen Grundbesitz in ihrer Hand vereinigt“, um so die Möglichkeit zu schaffen, an der Preisfestsetzung der Grundstücke mitzuwirken und billiges Gelände für städtische Zwecke zur Verfügung zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle Bürgermeister, so wurde auch [[Franz Schönemann|Schönemann]] ein Opfer der „neuen Zeit“, denn die Revolution ließ durch „Gesetz über die Wahlen der Vorsteher und der Mitglieder des Rates in den Städten des Freistaates Braunschweig“ vom 9. August [[1919]] die Amtszeit aller Bürgermeister und Magistratsmitglieder zum 30. September [[1919]] enden. So ging [[Franz Schönemann|Schönemann]] in den Ruhestand, er wollte, wie bereits erwähnt, für das Amt des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s über den 30. September hinaus nicht kandidieren. Sicherlich wäre er gewählt worden. Er zog auf sein Rittergut nach [[Rottorf]] bei [[Königslutter]]. Dies hatte er sich auch mit dem Vermögen seiner Ehefrau gekauft. Dort starb er am 19. April [[1953]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober [[1919]] traten nun diejenigen Bürger als Bürgermeister oder als Magistrat ihr Amt in, die von der wahlberechtigten Bürgerschaft, das waren alle männlichen und nun auch weiblichen Personen, die 20 Jahre alt und älter waren, in freier, gleicher, geheimer und direkter Wahl gewählt worden waren. Es war die erste und auch einzige unmittelbare Wahl eines Bürgermeisters durch die Bürger: Insoweit nahm man es mit der Demokratie sehr ernst. Der Bürgermeister wurde auf sechs, die Stadträte (der Magistrat) auf drei Jahre gewählt. Für den Bürgermeister war die absolute Mehrheit erforderlich, d. h., er musste mehr also 50 % der gültigen Stimmen haben, bei den Stadträten genügte die einfache Mehrheit, hier galt das System der Verhältniswahl. Durch die Listenwahl hier bei uns in [[Helmstedt]] hatte dieses Wahlsystem [[1919]] noch keine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Wahl am 21. September [[1919]] kandidierten auf der Liste 1 für das Amt des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s der Stadtsyndikus Dr. [[Hermann Velke|Velke]] und für das des Stadtrats der Fabrikbesitzer [[Karl Fickendey]] und der Zigarrenfabrikant [[Gottfried Schipper]], [[Markt]] 9. Diese Liste wurde von der [[SPD]], der [[Deutschen Demokratischen Partei]] und der [[Christlichen Volkspartei]] unterstützt. Die Liste 2 war die der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Unabhängigen Sozialisten]]. Um das Bürgermeisteramt bewarb sich hier der Invalide [[Wilhelm Herok]], [[Braunschweiger Straße]] 9, für das Amt des Stadtrats der Schuhmachermeister [[Bernhard Lange]] vom [[Großer Katthagen|Großen Katthagen]] und der Gastwirt [[Karl Lehmann]] vom [[Holzberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewählt wurde mit 4.327 Stimmen Dr. [[Hermann Velke|Velke]]. Für den Kandidaten der Liste 2 waren 1.313 Stimmen abgegeben worden. Stadträte wurden [[Karl Fickendey|Fickendey]] (Gas- und Wasserwerk, Bauwesen, Kanalisation und Lebensmittelversorgung) und [[Gottfried Schipper|Schipper]] (Fürsorge, Marktwesen, Waisenhaus, Preisprüfungsstelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einmal durften die Bürger die Stadträte direkt wählen. Das war am 17. September [[1922]]. Es konnten aber nur Listen, nicht Kandidaten angekreuzt werden. Gewählt wurden jetzt vier Stadträte. Auf Liste 1, die Bürgerlichen, entfielen 3.595, auf Liste 2, [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistische Partei]], 866, auf Liste 3, [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]], 1.482 und auf Liste 4, [[SPD]], 939 Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadträte wurden von den Bürgerlichen der Rentner und frühere Malermeister [[Hermann Stöber]] und der Studienrat und spätere Oberstudienrektor [[Otto Kirchhoff]], von der [[USPD]] der Geschäftsführer [[Wilhelm Jünke]] und von der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei]] der Tischler [[Franz Hanisch]]. [[Hermann Stöber|Stöber]] starb am 4. August [[1923]]. Er war mehr als 25 Jahre Stadtverordneter gewesen, lange Zeit davon auch deren Vorsitzender und jetzt leider für nur ein ¬æ Jahr Stadtrat. An ihn erinnert die „[[Hermann-Stöber-Straße]]“. Er wohnte in [[Helmstedt]] [[Ziegenmarkt]] 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Otto Kirchhoff|Kirchhoff]] wurde Dezernent für das Wohnungswesen, [[Franz Hanisch|Hanisch]] für das Siedlungswesen, Fürsorge und Teile des Wohlfahrtswesens, [[Wilhelm Jünke|Jünke]] für die Lebensmittelversorgung und die Preisprüfungsstelle und [[Hermann Stöber|Stöber]] für das Gas- und Wasserwerk, Bauwesen, Kanalisation, Straßenbeleuchtung und Marktwesen. Nach seinem Tode wurde ab 28. August [[1923]] der Kaufmann Kurdum, [[Bötticherstraße]] 14, sein Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1924]] erhielt das Land Braunschweig eine neue Städteordnung. Sie hob das bisherige Geselz aus dem Jahre [[1892]] und das von [[1919]] auf. Entsprechend dem Bemühen, mehr Demokratie zu wagen, wurden die Rechte der Stadtverordnetenversammlung verstärkt. Das Zweikammersystem der bisherigen Städteordnung wurde abgeschafft. Es galt ohnehin nur für einige besondere städtische Belange. Es hatte darin bestanden, dass in gesetzlich genau festgelegten Fällen Beschlüsse nur in der sogenannten Vereinigten Versammlung, bestehend aus den Stadtverordneten und den Mitgliedern des Magistrats (einschließlich Bürgermeister), gefasst werden konnten. Beibehalten wurde aber der Magistrat, der jetzt Rat der Stadt hieß. Er war nach wie vor ein Kollegium, bestehend aus dem Vorsitzenden, der die Bezeichnung Bürgermeister führte und auf mindestens sechs Jahre zu wählen war, und aus mindestens zwei weiteren Mitgliedern. Die genaue Zahl war durch Ortsgesetz festzusetzen. In [[Helmstedt]] waren es vier. Sie trugen die Bezeichnung „Stadtrat“. Es waren wiederum Bürger der Stadt, die unbesoldet als Dezernenten im Dienste der Allgemeinheit tätig waren. Sie wurden jetzt nicht mehr wie [[1919]] und [[1922]] von den wahlberechtigten Einwohnern direkt gewählt, sondern nach der neuen Städteordnung von den Stadtverordneten. Sie hatten somit deren Vertrauen und sollten den Einfluss der Bürger bei den unmittelbaren Verwaltungsgeschäften sichern. Besoldete Stadträte, die auch hätten ernannt werden können, hat [[Helmstedt]] nie gehabt. Auch der damalige Leiter des Rechtsamtes, der Stadtsyndikus Wendt, war kein gewählter Stadtrat, sondern besoldeter Beamter. Er musste [[1933]] offenbar aus politischen Gründen seinen Dienst aufgeben. Er war dann Rechtsanwalt in [[Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1925]] war die Wahlperiode des Stadtrats abgelaufen. Schon am 2. April wurden von den Stadtverordneten der Studienrat [[Meinhold Kirchhoff]] und der Kaufmann Kurdum von der Liste 2, der Tischler [[Franz Hanisch|Hanisch]] und der Gewerkschaftssekretär Werner von der Liste 1 zu Stadträten gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Werner verzog im Mai [[1926]] nach Gladbeck. Für ihn kam der Justizobersekretär Schnelle in den Stadtrat. Die Tätigkeit war nach wie vor ehrenamtlich, die Stadträte erhielten noch nicht einmal die Aufwandsentschädigung der Stadtverordneten, denen monatlich 30 Mark zustanden. Bei der nächsten Wahl am 17. März [[1928]] kamen der Oberstudienrat [[Otto Kirchhoff]], damals [[Moltkestraße]] 14 (heute [[Gustav-Steinbrecher-Straße]]), der Tischler [[Franz Hanisch|Fr. Hanisch]], [[Braunschweiger Tor]] 20, der Justizobersekretär Schnelle, [[Goethestraße]] 36, und der Rentner [[Hermann Deppold]], [[Walbecker Straße]] 27, in den Magistrat der Stadt. Inzwischen gab es für diese zeitraubende Arbeit monatlich 30 Mark. Herr [[Franz Hanisch|Hanisch]] schied altershalber Anfang [[1930]] aus. Nachfolger wurde der Tischlermeister [[Heinrich Kühne]], [[Braunschweiger Straße]] 18. Für Herrn Schnelle, der im Mai [[1930]] sein Amt niederlegte, rückte der Gewerkschaftsangestellte [[Paul Beccard]], [[Triftweg]] 22, nach. Am 12. März [[1931]] wurden durch Wahl der Oberstudienrat [[Otto Kirchhoff|O. Kirchhoff]], der Kaufmann [[Hans Henneke]], [[Bahnhofstraße]] 12 (heute [[Magdeburger Straße]]), [[Franz Baumgart]] und [[Paul Beccard]] Stadträte. Inzwischen gab es mit dem 30. Januar [[1933]] die sogenannte Machtübernahme durch Hitler, ein nicht nur für Deutschland verhängnisvolles Ereignis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während am 3. März [[1933]] laut Mitteilung im „[[Helmstedter Kreisblatt|Kreisblatt]]“ Herr [[Hans Henneke|Henneke]] aus beruflichen Gründen sein Amt niederlegte – für ihn kam der Fabrikbesitzer Hugo Siebler –, findet sich unter dem 28. März [[1933]] die Notiz: „Die Herren Stadträte [[Paul Beccard|Beccard]] und [[Franz Baumgart|Baumgart]] sind im Interesse des Dienstes beurlaubt. Beiden ist mündlich Kenntnis gegeben.“ Zwei Tage später verzichteten sie auf dieses Ehrenamt. Der Grund ist an anderer Stelle erörtert worden. Auch [[Otto Kirchhoff]] verzichtete. Durch das Gesetz über die Neubildung des Landtages, der Kreistage und der Stadtverordnetenversammlungen vom 4. März [[1933]] wurde das Stadtparlament neu zusammengestellt. Wahlvorschläge hatten nur noch die [[NSDAP]] und der [[Kampffront Schwarz-Weiß-Rot|Kampfblock „Schwarz-Weiß-Rot“]] der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] gemacht. Die [[Deutsche Zentrumspartei]] hatte ihren Vorschlag zurückgezogen. Die anderen Parteien hatte man gewaltsam von der politischen Willensbildung ausgeschlossen. Nach dem Verhältnis der diesen beiden Wahlvorschlägen bei der am 5. März [[1933]] vorgenommenen Reichstagswahl zugefallenen Stimmen entfielen im Stadtparlament auf die [[NSDAP]] 14 Sitze und auf den [[Kampffront Schwarz-Weiß-Rot|Kampfblock]] drei. Es wählte auch die Stadträte neu: die Herren [[Otto Schünemann|Schünemann]], [[Paul Denecke|Denecke]], [[Georg Most|Most]] und [[Rudolf Schlimme|Schlimme]]. Beruhte die Zusammensetzung der Stadtverordneten schon auf keiner Wahl, so wurden in Zukunft ausscheidende Stadträte und Verordnete durch Entscheidung des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s einfach ergänzt. [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]] Dr. [[Hermann Velke|Velke]], der im Sommer [[1925]] für die Dauer von 12 Jahren erneut gewählt worden war – diese Wahl war wegen der neuen Städteordnung erforderlich geworden –, reichte im Oktober [[1933]] aus „dienstlichen Erwägungen“ ein Gesuch um Versetzung in den Ruhestand ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Stadtverordnetenversammlung nach der „Machtübernahme“ vom Januar [[1933]] am 27. April [[1933]] hatte sich Dr. [[Hermann Velke|Velke]] in einer Erklärung noch voll hinter die nationale Regierung Bestellt. Dem Bericht des [[Helmstedter Kreisblatt|Kreisblatt]]es nach erklärte er oder musste er dazu erklären, dass ihm nunmehr Gelegenheit gegeben sei, nur mit Männern der Tat und Männern nationalen Gesetzes zusammenzuarbeiten, deren politisch-wirtschaftliches Programm Gewähr dafür bietet, dass ein Wendepunkt in der Kommunalverwaltung und damit in der Geschichte der Stadt eintrete. Geholfen hat es ihm nichts, er sei, wie sich in der Sitzung vom 17. Oktober [[1933]] anlässlich der Beratung über das Entlassungsgesuch ein Stadtverordneter ausdrückte, weder rechts noch links, weder beim „Stahlhelm“ noch beim „Reichsbanner“, und eine klare Haltung sei bei diesem Man in keiner Form hervorgetreten. Einer der vier Stadträte sprach weiter davon, dass sich ein gedeihliches Zusammenarbeiten des Rates der Stadt mit Dr. [[Hermann Velke|Velke]] in der Zeit nach der nationalsozialistischen Revolution als nicht möglich erwiesen habe. So habe er, als man übereingekommen sei, den Stadtsyndikus Wendt im Wege eines Verfahrens aus dem städtischen Dienst zu entlassen, jenem trotzdem ein Zeugnis ausgestellt und darin dessen Eignung und Befähigung während seiner Dienstzeit im schönsten Lichte erscheinen lassen. Ein anderer Stadtrat argumentierte, dass mit der Entlassung des Dr. [[Hermann Velke|Velke]] der Liberalismus aus dem Rathaus endgültig verschwinden werde. Das stimmte sicherlich und wurde damals positiv gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Gesuch des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s um Versetzung in den Ruhestand wurde einstimmig stattgegeben. Er wurde bei einer jährlichen Pension von damals 8.204,88 Reichsmark einschließlich 960 Reichsmark Kinderzulage in den Ruhestand versetzt. Dr. [[Hermann Velke|Velke]] blieb in [[Helmstedt]]. Aus seiner Wohnung [[Roonstraße]]&amp;lt;ref&amp;gt;Roon, Albrecht Theodor Emil, Graf von (1803–1879) war preußischer Generalfeldmarschall, Kriegsminister und ab 1873 Ministerpräsident&amp;lt;/ref&amp;gt; 1 (heute [[Doktor-Heinrich-Jasper-Straße]]) zog er um in die [[Parkstraße]] 2 und eröffnete dort eine Rechtsanwaltspraxis. Am 27. November [[1952]] starb er in [[Querenhorst]] während einer Jagd an einem Herzschlag. Dr. [[Hermann Velke|Velke]] stammte aus [[Velpke]] (er war dort am 9. Dezember [[1883]] als Sohn eines Steinbruchbesitzers geboren). Die Geschäfte des [[Liste der Bürgermeister:innen von Helmstedt|Bürgermeister]]s führten jetzt bis zum Januar [[1935]] die vier Stadträte, insbesondere der Zahnarzt [[Paul Denecke]] vom [[Kleiner Wall|Kleinen Wall]] 19. Dann kam Bürgermeister [[Kurt Drechsler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Mitgliedern des Helmstedter Rates sind einige der hier gewürdigten Persönlichkeiten bei jeder Sitzung gegenwärtig. Sie sind in Porträts abgebildet in den Buntfenstern unseres Sitzungssaals. Es sind dies von links nach rechts [[Johann Dietrich Lichtenstein]], [[Adolf Hartwieg]], [[Hildebert Guericke]] und [[Franz Schönemann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Helmstedter Begräbnisplätze (S. 547–554) ==&lt;br /&gt;
Wenn in diesem Buch versucht wird, das Leben der [[Helmstedt]]er in den vergangenen Jahrhunderten zu beschreiben, so sollen die Plätze nicht unerwähnt bleiben, an denen jeder, der hier gelebt hat, nach einem oft mühevollen Dasein seine letzte Ruhe gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das älteste Denkmal dieser Art sind – vor den Toren der Stadt deutlich sichtbar – die [[Lübbensteine]] auf dem [[St. Annenberg|St. Annen]]- oder auch – [[1501]] erstmals so genannt – [[Corneliusberg]]. Namensgeber war demnach nicht der [[1621]] in [[Helmstedt]] verstorbene bekannte Professor [[Cornelius Martini]], sondern wahrscheinlich der als Märtyrer in die Kirchengeschichte eingegangene Papst Cornelius, gestorben [[1253]], der Heilige für Hirten und Tiere. In unmittelbarer Nähe am Pfingstberg wurde in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts dank der Aufmerksamkeit des Studienrates Siebers, der sich um die Aufhellung der vorgeschichtlichen Zeit im Bereich [[Helmstedt]] große Verdienste erworben hat, ein heidnischer Urnenfriedhof aus vor-, aber auch aus nachchristlicher Zeit (3. bis 5. Jahrhundert nach Christi Geburt) freigelegt. Gräber aus früherer Zeit wurden oftmals bei der Anlegung von Tagebauen durch die [[BKB]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als man begann, feste Kirchen zu errichten, legte man um sie herum einen freien Platz an, auf dem die Toten ihre letzte Ruhestätte fanden. Sie waren somit der Kirche und den Gemeindemitgliedern, die bei ihren Kirchengängen an ihnen vorübergehen mussten, nah. So blieben die Lebenden mit den Toten eng verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bereich der ummauerten Stadt [[Helmstedt]] gab es zwei Begräbnisplätze: den um [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]] und einen weiteren um [[St. Walpurgis (Helmstedt)|St. Walpurgis]]. Der größere der beiden war der bei der [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani-Kirche]]. Er wurde bereits im 17. Jahrhundert zu klein. [[1702]] heißt es, „dass für die Toten fast keine Stelle mehr übrig sei“. Deshalb wurde der Friedhof um den Organistengarten – das darauf befindliche Haus wurde abgerissen – zum Süden hin erweitert. Damit war das Problem nur vorübergehend gelöst, denn [[1754]] verlangte Herzog Carl, einen Gottesacker außerhalb der Stadt anzulegen. Die Stadt war nicht so dafür, sie verzögerte diese Angelegenheit. Deshalb ließ der Herzog [[1770]] schreiben, „dass diese Sache endlich einmal zustande komme“. Man solle die Begräbnisplätze für beide Gemeinden aus der Stadt herausverlegen. Schon [[1755]] waren vier Stellen dafür in Vorschlag gebracht worden: der am vormals Spießischen Hause gelegene Wallgarten ([[Magdeburger Straße]]), ein Gelände am Schöninger Wege, ein weiteres hinter dem sogenannten [[Lappenberg]] (heute [[Norddeutsche Landesbank – Girozentrale|Nord/LB]]) und schließlich das [[Alter Friedhof|Tanzbleek]] an der heutigen [[Gustav-Steinbrecher-Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dieser Stellen, wahrscheinlich die am [[Lappenberg]], war bis [[1484]] der [[Jüdische Friedhöfe in Helmstedt|Judenfriedhof]] gewesen. Er schied aus, denn „so hat es etwas Bedenkliches, einen Judenkirchhof für christliche Leichen zu nehmen“. Daß die Juden auch früher schon ihren Friedhof als „ewig“ angelegt hatten, störte offenbar nicht. Übrig blieb nach weiterer Prüfung der ca. zwei Morgen große Platz am [[Alter Friedhof|Tanzbleek]]. Den bisherigen [[Großer Kirchhof|Kirchhof]] um [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]] wollte man planieren und dann mit Maulbeerbäumen bepflanzen. Die Blätter dieser Büsche sollten die wirtschaftliche Grundlage der vom Herzog gerade in jenen Jahren empfohlenen Seidenraupenzucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch gegen die Wahl des [[Alter Friedhof|Tanzbleek]]s als Friedhof gab es Bedenken. Einmal würde der Wind aus dem Westen die Dünste in die Stadt hineintragen, zum anderen sei unter diesem Platz Braunkohle, die für das Schöninger Salzwerk benötigt werde. Schließlich müsse in jedem Fall eine Mauer um diesen Platz gezogen werden, was zusätzliche Kosten verursache, denn das Vieh würde gern die toten Körper aus der Erde wühlen bzw., dies trug Bürgermeister [[Johann Dietrich Lichtenstein|Lichtenstein]] [[1754]] aus Göttinger Erfahrung bei, sei eine Mauer deshalb nötig, „schon damit die Studiosi Medicini nicht die Cadavera ausgraben“, um dann an den Körpern die Anatomie studieren zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil man sich nicht einigen konnte, blieb es dabei, die Plätze vor den beiden Kirchen [[St. Stephani (Helmstedt)|St. Stephani]] und [[St. Walpurgis (Helmstedt)|St. Walpurgis]] weiterhin als Begräbnisstätten zu nutzen. Den Bürgern war es sicherlich recht, hatten sie doch ihre toten Angehörigen weiterhin in unmittelbarer Nähe und harrten diese der Auferstehung im räumlichen und im sakralen Bereich der Kirche. Dennoch wurde [[1758]] schon von dem neuen Kirchhof auf dem [[Alter Friedhof|Tanzbleek]] gesprochen. Es sollte aber noch genau 60 lahre dauern, bis er zum ersten Male benutzt wurde und der bisherige [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani]]- und auch der [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Walpurgis]]-Kirchhof geschlossen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begräbnisordnung für den neuen Platz am [[Alter Friedhof|Tanzbleek]] datiert vom 3. Mai [[1818]]. In ihr heißt es: „Höchster Bestimmung gemäß hört mit dem 30. Junius d. J. das Begraben sowohl auf dem St. Stephans- als Walpurgiskirchhofe auf. Auf dem neuen Kirchhofe werden alle Leichen in Reihe nebeneinander begraben.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man auch schon 50 Jahre zuvor die Anschaffung eines besonderen Leichenwagens mit einem Verdeck erwogen hatte, so brauchte man ihn nun wegen der größeren Entfernung unbedingt. Es wurden gleich zwei angeschafft, wobei mit der Beerdigung auf dem neuen Friedhof die weitere Besonderheit, dass nämlich der Pfarrer die Leiche vom Wohnhaus aus begleiten und Bekannte und Schüler dabei singen durften (das sogenannte Hinsingen), endete. Allerdings, so die Satzung, falls es dennoch ausdrücklich verlangt werde, so könne dies, jedoch nur bis zum Stadttor, weiterhin erfolgen. Beerdigt wurde weiterhin aus den Häusern heraus, d. h., der Leichnam blieb dort bis zum Tage des Begräbnisses aufgebahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherigen Begräbnisarten wurden auf vier Klassen reduziert. In der ersten Klasse wurde der Leichenwagen mit vier schwarz behängten Pferden bespannt. Der Wagen wurde mit einem Baldachin versehen, die beiden Kirchenglocken läuteten in drei Pulsen. Außerdem wurde des Verstorbenen an dem nächsten Sonntag in seiner Kirche gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beerdigungen der zweiten Klasse erfolgten auf dem zweiten Leichenwagen, offenbar ohne Baldachin. Hier wurde in zwei Pulsen mit beiden Glocken geläutet, ansonsten war alles wie bei der ersten Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei einem Begräbnis dritter Klasse wurde der zweite Wagen benutzt, er war aber im Gegensatz zu den anderen Klassen nur mit zwei Pferden bespannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der vierten Klasse wurde nur auf Verlangen geläutet und dann auch nur mit einer Glocke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im übrigen gab es verschiedene Beerdigungszeiten: Tote der ersten Klasse wurden morgens früh, die der zweiten etwas später, die der dritten und vierten mittags bzw. gegen Abend zur letzten Ruhe gebettet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beerdigungen für Bewohner aus dem [[Ostendorf (Stadtviertel)|Ostendorf]] erfolgten weiter auf dem Kirchhof [[St. Ludgeri (Helmstedt)|St. Ludgeri]]. Hier bedurfte es wegen der Nähe des Platzes zu den Häusern keines Wagens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten einer Beerdigung betrugen laut einer Aufstellung von [[1839]] in der ersten Klasse ca. 70 bis 80 Taler einschließlich Sarg, in der zweiten 40 bis 50, in der dritten 20 bis 30 und in der vierten 10 bis 15. Wahrscheinlich entfiel bei den beiden letzten Klassen der Sarg, deshalb auch die Befürchtung, Tiere würden den Leichnam aus der Erde wühlen. In der Vorstadt [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] waren die Kosten allerdings geringer, bei den Katholiken waren sie ganz unbedeutend. Sie bestanden dort hauptsächlich aus der Bewirtung der Träger. Träger waren Freunde, Bekannte, Nachbarn, bei verstorbenen Handwerksgesellen waren es stets die Nebengesellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 2. Juli [[1818]] fand auf dem neuen Friedhof (unserem heutigen „[[Alter Friedhof|Alten Friedhof]]“ an der [[Gustav-Steinbrecher-Straße]] in der Nähe der [[Lademann-Realschule]]) die erste Beerdigung statt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedhof und Bestattung in Helmstedt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Kleinert |Titel=Friedhof und Bestattung in Helmstedt |Ort=Helmstedt |Datum=1976 |ISBN= |Seiten=5 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des vergangenen Jahrhunderts war dieser Platz leider schon wieder zu klein geworden. Er wurde [[1848]] zwar um vier Gartengrundstücke erweitert, aber [[1872]] wandte sich der Bürgerverein an den Magistrat und beantragte dringend eine Erweiterung des Platzes auf dem [[Alter Friedhof|Tanzbleek]]. Der lehnte ab, da dies wegen der Lage und der unregelmäßigen Form nicht zweckmäßig sei. Beabsichtigt sei jedoch, einen Teil eines 60 Morgen großen und zum [[Kloster St. Ludgeri|Kloster Ludgeri]] gehörenden Grundstücks an der [[Magdeburger Straße]] hinter der sogenannten [[Gennertsche Zuckerraffinerie|Gennertschen Zuckerraffinerie]] zu erwerben. Dies geschah dann schon [[1872]]/[[1873]]. Es wurden 10 Morgen angekauft. Am 9. September [[1872]] fand dort, auf unserem heutigen [[Kirchengemeinde_Georg_Calixt_Helmstedt#St._Stephani_2|Stephani-Friedhof]], die erste Beisetzung statt. Der [[Alter Friedhof|alte Friedhof]] wurde um die Jahrhundertwende Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[1873]] wurde auf dem Gelände ein sogenanntes Leichenhaus errichtet „zum Aufbewahren der Gerätschaften des Totengräbers, zur Niederlegung von armen Verunglückten sowie bei etwa ausbrechenden Epidemien als Aufbewahrungsort für Leichen bis zur Beerdigung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr wahrscheinlich wurde für den Bau des Leichenhauses der von dem Kreisbaumeister Vibrans gezeichnete Riss zugrunde gelegt. Nach dieser Zeichnung war das Gebäude 8,16 m lang und 5,06 m breit, es hatte einen größeren Raum von ca. 26 m² und einen kleineren von 10 m² für die Geräte. Die Baukosten betrugen 570 Taler. Es stand am Platz des heutigen Blumenrondells, das man erreicht, wenn man den Friedhof durch die erste Pforte betritt. Sie stammt im übrigen aus dem Jahre [[1888]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leichenhaus diente auch der Aufbahrung der Verstorbenen, deren Angehörige in ihren Räumen so beschränkt waren, dass sie den Toten nicht „von den Überlebenden vollständig trennen können“. Gebracht wurden die Toten von den Angehörigen selbst oder vom Totengräber gewöhnlich nach 10:00 Uhr abends. Auf Wunsch hielt gegen Bezahlung der Totengräber für die Nacht vor dem Begräbnis die Totenwache. Wurde jemand ohne Totenschein in die Leichenhalle gebracht, so war eine Wache unabdingbar, bis der Tod bescheinigt werden konnte. Gerade in jenen Jahren hatte man viel von Scheintoten gelesen und gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1913]] wurde die neue Friedhofskapelle nach einem Entwurf des Professors Dr. Pfeiffer von der Technischen Hochschule Braunschweig gebaut. Die Alte war zu klein geworden, denn man war nun dazu übergegangen, nicht von den Häusern, sondern von der Kapelle aus die Beerdigung vorzunehmen. Als Ort der Trauerfeier erhielt sie einen kirchlichen Stil mit einem Türmchen mit Glocke. Die Kosten betrugen 26.064 Mark, sie überschritten den Kostenvoranschlag nur um 64 Mark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Erbauung der neuen Kapelle erschien in der [[Helmstedter Kreisblatt|Helmstedter Zeitung]] die folgende Bekanntmachung: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die neu erbaute Kapelle auf dem St. Stephani Friedhofe ist fertiggestellt und wird hiermit allen Einwohnern der Stadt zur Benutzung übergeben. Zur Besichtigung ihrer Inneneinrichtung wird sie am Sonntag, dem 1. Juni, und am Sonntag, dem 8. Juni, von morgens 11:00 Uhr bis abends 6:00 Uhr geöffnet sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;[[Helmstedt]], den 29. Mai [[1913]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Der Stadtmagistrat [[Franz Schönemann|Schönemann]]“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch diese Kapelle existiert nicht mehr. Im März [[1993]] wurde sie abgebrochen, der Neubau im Herbst [[1994]] eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof wurde von Anfang an von der Kirche verwaltet. Während des letzten Krieges, im September [[1941]], übernahm ihn zwangsweise die Stadt. Am 1. April [[1950]] wurde er jedoch in die Verwaltung der Kirche zurückgegeben&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedhof und Bestattung in Helmstedt&amp;quot; /&amp;gt;), Der Grund und Boden gehörte aber weiterhin der Stadt. Grundlage der Entscheidung damals war das Gesetz über das Friedhofs- und Bestattungswesen des Landes Braunschweig vom 23. November [[1927]]. Danach hatte eine Gemeinde die Möglichkeit, einen neuen, dann gemeindeeigenen Friedhof anzulegen, sofern der bisherige belegt war. Durch Vereinbarung mit der Kirchengemeinde konnte auch eine bestehende Begräbnisstätte ohne diese Voraussetzung in die kommunale Verwaltung übergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Begräbnisplatz um die [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani-Kirche]] erinnern heute noch die Grabplatten, die sich außen an dem Gebäude befinden. Schon bald nach der Schließung hatte man einen Teil des Kirchhofes an den Holzhändler Overlach verpachtet, der daraufhin sein Holz dort lagerte. Das alles zeugt von wenig Pietät gegenüber den Verstorbenen. Die Ehrfurcht vor den Gräbem war aber auch vorher nicht sehr verbreitet. Die Grabstelle des bedeutendsten Chirurgen des 18. Jahrhunderts, Professor [[Lorenz Heister|Heister]], der [[1758]] in [[Bornum am Elm|Bornum]] verstorben war, war schon [[1784]] kaum auffindbar. Zwei berühmte italienische Wissenschaftler, Anatom Scarpa und Volta, nach dem die Maßeinheit der elektrischen Spannung, Volt, benannt wurde, besuchten [[Gottfried Christoph Beireis|Beireis]] in jenem Jahr und wollten auch die letzte Ruhestätte dieses großen Mediziners sehen. Erst [[Lorenz von Crell|Professor von Crell]] erinnerte sich der Grabstätte seines Großvaters. Irgendwo fand man dann auch den mit Moos überwachsenen Stein mit der schwer lesbaren Inschrift und damit die letzte Ruhestätte des für die Wissenschaft und für [[Helmstedt]] so bedeutenden Mannes&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Artur Brüggemann |Titel=Rund um den Juleumsturm |Auflage=2 |Ort=Helmstedt |Datum=1983 |ISBN= |Seiten=86 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Auch die Grabstelle des nicht minder berühmten [[Gottfried Christoph Beireis|Beireis]] ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besser erhalten sind die Erinnerungen an Personen, die den Vorzug hatten, innerhalb der [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani-Kirche]] beerdigt zu werden. Wir sehen heute noch in der Kirche die verschiedenen Epitaphe, darunter z. B. das des berühmten Helmstedter Theologen [[Georg Calixt]] ([[Papenberg]] 21), während dagegen sein auf dem Gebiet der Jurisprudenz und der Medizin ebenso bekannter Kollege [[Hermann Conring]] ([[Ziegenmarkt]] 7) in der [[St. Maria und St. Cyriakus (Groß Twülpstedt)|Dorfkirche]] [[Groß Twülpstedt]] – ihm gehörte dort das Gut – in einem Steinsarg seine ewige Ruhe gefunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Helmstedt]]er Theologieprofessor [[Justus Christoph Böhmer|Justus Christoph Boehmer]] ([[1670]] bis [[1732]], in [[Helmstedt]] von [[1698]] bis [[1727]]) hat in einem Druck die bis dahin bekannten Grabstätten festgehalten. In der [[St. Stephani (Helmstedt)|Kirche St. Stephani]] befanden sich danach [[1710]] sehr viele Grabmäler, von denen heute noch 43 offenkundig nachgewiesen sind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Adolf Schultz |Titel=[https://leopard.tu-braunschweig.de/rsc/viewer/dbbs_derivate_00043182/Ha-308-49.pdf?page=114&amp;amp;logicalDiv=-513818592 Die Grabmale in braunschweigischen Kirchen – St. Stephani-Kirche in Helmstedt] |Sammelwerk=Braunschweigische Heimat |Band=49 |Datum=1963 |Seiten=100–108 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Auch in der [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Marienberger Kirche]] befanden und befinden sich heute noch einige Grabsteine, gegenüber [[St. Stephani (Helmstedt)|Stephani]] jedoch weniger. Böhmer hat 25 aufgelistet. Wir finden das Epitaph der Frau des Amtmanns Köhler, verstorben [[1711]], gleich von an der Südseite, und in der Turmkapelle rechts das der Domina Catharina Ursula Cuno, Tochter eines Helmstedter [[Franz Cuno|Bürgermeisters]], verstorben am 15. Oktober [[1724]]. Das Epitaph entstammt der Werkstatt des [[Helmstedt]]er Künstlers [[Michael Helwig]], [[Kybitzstraße]] 25. In der linken Turmkapelle hat [[Hermann von der Hardt]], Propst von [[1698]] bis zu seinem Tode [[1746]] und zugleich Professor an der [[Universität Helmstedt|Universität]], die letzte Ruhe gefunden. An weitere Begräbnisse in alter Zeit erinnern die Epitaphe im Kreuzgang, und bis in unsere Zeit hinein wird für die Klosterbewohner der Innenhof als Begräbnisstätte genutzt. Für [[St. Walpurgis (Helmstedt)|St. Walpurgis]] sind auch über [[1710]] hinaus insgesamt 28 Begräbnisse in der Kirche, zum Teil in einem Gewölbe, festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nicht immer sicherte das Begräbnis in einer Kirche die Erinnerung auf ewig. In der [[Augustiner-Eremiten-Kloster|Collegienkirche]] am [[Markt]]/Ecke [[Neumärker Straße]] haben mindestens 35 Beisetzungen stattgefunden. Studenten, Professoren wie auch deren Angehörige liegen dort begraben. Die erste Beerdigung fand [[1705]], die letzte am 24. April [[1808]] statt. Der Universitätsquästor [[Ludwig Julius Urban Franckenfeld]] wurde am 30. Mai [[1776]] in einem Gewölbe in der [[Augustiner-Eremiten-Kloster|Universitätskirche]] beigesetzt - NSAW 1 Kb 609, S. 464. Mit Schließung der [[Universität Helmstedt|Universität]] verlor diese Kirche ihre eigentliche Aufgabe. Die Orgel soll [[1810]] in die [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Kirche St. Marienberg]], das Gestühl in das [[Juleum]] und die Glocke in das Landesmuseum nach Braunschweig gekommen sein. Die Gruft mit den 35 Helmstedter Universitätsangehörigen wurde zugeworfen. Aus einer Akte aus dem vorigen Jahrhundert konnte ich ersehen, dass sich jemand darüber beschwerte, dass Arbeiter sich gegenseitig mit den Schädeln der dort Bestatteten bewarfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Friedhof außerhalb der eigentlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]]n war der der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] um [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Kirche]] und [[Kloster St. Marienberg]]. Noch vor einigen Jahrzehnten konnte man dort einige Grabstellen an den Eisenkreuzen erkennen. Erhalten geblieben ist nur noch das der Christiane Louise Weigel am Eingang des Kirchhofs. Das Kreuz ist ziemlich verwittert, der Name ist noch lesbar, das Todesjahr, [[1864]], ist nur noch aus den Akten zu ermitteln. Auf der Rückseite kann man den Satz: „Sanft ruhe ihre Asche“ gerade noch entziffern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen sind von unserem „[[Alter Friedhof|Alten Friedhof]]“ an der [[Gustav-Steinbrecher-Straße]] sämtliche Grabmonumente verschwunden. Noch im letzten Weltkrieg erinnerte mancher Stein an die eigentliche Nutzung dieser Anlage. Mit dem Einzug der Amerikaner wurde der „[[Alter Friedhof|Alte Friedhof]]“ Abstell- und Übungsplatz für Panzer und Lkw. Er wurde uns in einem verwüsteten Zustand zurückgegeben. Seitdem gibt es dort keine Erinnerung mehr an die Toten des vorigen Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1871]] war der Friedhof um die [[Kloster St. Marienberg#Klosterkirche St. Marienberg|Marienberger Kirche]] nahezu belegt, obwohl man ihn [[1847]] noch einmal hatte erweitern können. Es kam [[1872]] zu einem Ankauf von zwei Morgen Land am [[Pastorenweg]] „Auf der Klappe“. [[1873]] gab es dort die erste Beerdigung, auch die erste Leichenhalle wurde in jenem Jahr für 215 Taler errichtet. [[1896]] kaufte die Stadt weitere vier Morgen, nunmehr rechts vom [[Pastorenweg]] an, obwohl Probebohrungen ergeben hatten, dass in den Gruben Wasser stand. [[1929]] hatte die alte Friedhofskapelle ausgedient, eine neue und heute noch bestehende wurde gebaut&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rudolf Kleinert |Titel=Friedhof und Bestattung in Helmstedt |Ort=Helmstedt |Datum=1976 |ISBN= |Seiten=11–12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Friedhof der katholischen [[Pfarrgemeinde St. Ludgeri|St.-Ludgeri-Gemeinde]] befand sich ebenfalls unmittelbar an der Kirche. Hier wurde bis [[1838]] beerdigt. Damals zählte die Gemeinde etwa 250 Seelen, heute sind es 4.000. Dann wich man auf ein Gartengrundstück Ecke [[Magdeburger Tor]]/[[Harbker Weg]] aus. Am 20. Mai [[1838]] war dort die erste Beerdigung. [[1888]] war dieser Friedhof nahezu belegt. Zunächst beabsichtigte man deshalb, das Gelände zwischen dem [[Magdeburger Tor]] und dem [[Tangermühlenweg]] gegenüber dem heutigen [[Arbeitsamt Helmstedt|Arbeitsamt]] anzukaufen. Schließlich entschied man sich für ein Gelände unmittelbar am Stephani-Friedhof. Der katholischen Kirchengemeinde wurde deshalb eine Fläche von einem Morgen dort überlassen, wo sich heute noch ihr Friedhof befindet. Auf der alten Stätte am [[Harbker Weg]] befindet sich heute ein katholischer Kindergarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer, aber schon seit 100 Jahren nicht mehr benutzter Friedhof befand sich an der heutigen [[Juliusstraße]] auf dem freien Gelände zum [[Batteriewall]] hin. Er diente den Bewohnern des [[Georgienhof]]es als Begräbnisstelle. Die vielen [[Helmstedt]]ern noch unter dem Namen [[Jürgenhof]] bekannten Gebäude wurden im Dezember [[1968]] abgerissen. Sie standen an der Südseite des [[Harsleber Torstraße|Harsleber Tor]]es. Ursprünglich war dieser Hof ein Spital, in dem Aussätzige, also Menschen mit einer ansteckenden Krankheit lebten. Zu dem Bereich gehörte auch die [[St. Georgskapelle|Georgskapelle]] [[Neumärker Straße]]/[[Juliusstraße]] (heute Juweliergeschäft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof wurde im 18. Jahrhundert der zur Stadt gehörenden Armenverwaltung übergeben. Die ihm weiterhin zustehenden Einkünfte, wie z. B. Zinsen aus Kapitalien und Pachtgelder, kamen damit in die Armenkasse. Nachdem es kein Hospital mehr war, wurden die Wohnungen an Familien auf Lebenszeit gegen ein geringes Entgelt – zuletzt 100 Taler – vermietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese sogenannten Hospitaliten hatten das Recht, im Garten des Hospitals beerdigt zu werden. Das war der im vorstehenden Absatz genannte Friedhof. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden die Wohnungen ohne Sonderrechte vermietet. Aber auch diese Mieter wollten nicht auf Marienberg beerdigt werden. Dem schloss sich der dortige Pfarrer du Roi an. Der Magistrat der Stadt widersprach jedoch diesem Begehren, das Konsistorium schloss sich dem durch Entscheidung vom 20. August [[1861]] an. So war diese Begräbnisstelle nur noch für die letzten drei Hospitaliten geöffnet. Mit deren Ableben konnte sie endgültig geschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir zum vorletzten Begräbnisplatz: dem der Juden in [[Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter beerdigten die Juden ihre Angehörigen in der Nähe des [[Lappenberg]]es (auf dem Gelände der heutigen [[Deutsche Post (Helmstedt)|Post]] und [[Nord/LB]]). Mit dem erkauften Abzug der Glaubensjuden, die letzte Familie verließ [[1485]] [[Helmstedt]], hatte dieser Friedhof keine Bedeutung mehr. Er verfiel. Erst in der Franzosenzeit, Anfang des vorigen Jahrhunderts, durften sich Juden wieder in [[Helmstedt]] ansiedeln. So gab es [[1812]] eine israelitische Gemeinde. Deren Vorsteher, der Geldwechsler Moritz Lehmann, wandte sich an den Magistrat und bat um Überlassung einer eigenen Begräbnisstätte am sogenannten [[Schwarzer Berg|Schwarzen Berge]] an der heutigen [[Emmerstedter Straße]]. Wahrscheinlich wurde dieser Vorschlag nach Absprache mit der Stadt gemacht, denn der Platz auf dem Gelände der heutigen [[Hellac]] lag weit draußen und bestand nur aus Sand und Heide. Die jüdische Gemeinde erhielt [[1813]] diese Stelle zugewiesen. Von dieser Zeit an fanden dort auch Juden aus der Umgebung ihre letzte Ruhe, so z. B. [[1821]] ein Kind aus Weferlingen, weil es in diesem Ort keinen jüdischen Friedhof gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1873]] will die jüdische Gemeinde ihren Platz einfriedigen. Ihr Vorsteher, der Kaufmann Friede, [[Papenberg]] 1, erbittet von der Stadt 400 Taler als Zuschuss für den Bau einer Mauer. Es stellt sich aber heraus, dass diese zu teuer wäre. Man verhandelt deshalb wegen eines anderen Platzes, der von vornherein entsprechend geschützt und der auch so beschaffen ist, dass zum Schmücken der Gräber Blumen mit Erfolg angepflanzt werden können. So bekommt die jüdische Gemeinde an der [[Magdeburger Straße]] einen neuen Friedhof, auf dem [[1892]] mit dem Begräbnis des Herrn Friede die erste Beerdigung stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber sollte mit dem alten Friedhof am [[Schwarzer Berg|Schwarzen Berge]] werden? Der Vorsteher der israelitischen Gemeinde war bereit, ihn der Stadt zu überlassen. Das aber stieß auf den Protest des Landesrabbiners Dr. Rulf aus Braunschweig, denn die Veräußerung eines jüdischen Begräbnisplatzes sei durch Gesetz und Herkommen streng untersagt. Der Rabbi verwies auf die Stätten, die über Jahrhunderte hinaus, so z. B. der alte Friedhof in Prag, der in Berlin sogar an einer verkehrsreichen Straße, erhalten geblieben sind und weiter erhalten werden. Er hätte auch den in Worms nennen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde über den nicht belegten und damit allerdings auch größten Teil des ca. zwei Morgen großen Geländes verhandelt. Interessiert am Erwerb war die [[Glashütte|Helmstedter Glas- und Flaschenfabrik]], denn der verlassene jüdische Friedhof lag unmittelbar hinter ihrer Fabrikationsstätte. Das Unternehmen brauchte Sand zur Herstellung seiner Produkte. Die Verkaufsverhandlungen wurden bald abgebrochen. [[1905]] wurden sie erneut aufgenommen. Gesprochen werden konnte aber nur noch mit dem Dr. Rulf aus Braunschweig, denn um diese Zeit gab es eine jüdische Gemeinde in [[Helmstedt]] nicht mehr. Nun konnte man aber den genutzten Teil des Friedhofes nicht mehr erkennen, denn inzwischen waren alle Gräber verfallen und von der Natur eingeebnet. Man ließ folglich die Angelegenheit auf sich beruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam der Erste Weltkrieg. Die Produktion – auch von Glas – hatte gegenüber der Pietät Vorrang. Die [[Glashütte]] beutete das Gelände einfach aus. Der Friedhof verschwand. [[1938]] wurde die Sache wieder aufgegriffen. Eine jüdische Gemeinde gab es in [[Helmstedt]] weiterhin nicht. Das Grundstück „[[Am Schinderkamp]]“ - in dieser Flur lag der Friedhof - wurde öffentlich aufgeboten und schließlich die Stadt [[Helmstedt]] im Grundbuch als Eigentümerin eingetragen. Sehr wahrscheinlich gehört es heute noch der Stadt, denn [[1943]] erging die Verfügung, dass, da das Volkswagenwerk wegen des reichen Sandvorkommens Wert auf diese Grundstücke legt, es nicht anderweitig, allenfalls nur an dieses Unternehmen verkauft werden dürfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch um die [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Walpurgiskirche]] herum wurde beerdigt. Nach Paul Jonas Meier besaß die Kirche die Taufgerechtigkeit „trotz des in ihr befindlichen Taufsteins nicht, dagegen besaß sie noch im XVIII. Jahrh. Begräbnisrecht“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Jonas Meier |Titel=Die Bau- und Kunstdenkmäler des Landkreises Helmstedt |Ort=Wolfenbüttel |Datum=1896 |ISBN= |Seiten=75 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Äußerlich erkennbar ist dies durch den großen Grasplatz um die [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Kirche]] herum und durch den an der Außenwand (zur [[Walpurgisstraße]] hin) angebrachten Grabstein der Marie Catharine Cherubim geb. Calixt, gestorben am 18. Dezember [[1706]], Ehefrau des Zweiten Bürgermeisters Martin Albert Cherubim. Vor diesem Epitaph liegen weiter zwei Steinsärge bzw. deren Abdeckungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch innerhalb der [[St. Walpurgis (Helmstedt)|Kirche]] befinden sich Gräber. [[Robert Schaper]] hat in einer privaten Aufzeichnung allein 28 aufgelistet. Nicht dort, aber auf dem eigentlichen Kirchhof kam auch mancher zur letzten Ruhe, der unverschuldet tödliches Opfer einer strafbaren Handlung geworden war. So wurde am 1. Mai [[1636]] Christoph Müller auf dem Walpurgis-Kirchhof begraben. Ihn hatten, es war im Dreißigjährigen Krieg, „zwei Soldaten gehauen und gestochen, das er also bald tot bleiben und folgend dienstags am 3. Mai auf St. Walpurgis Kirchof begraben“ (so das Kirchenbuch). Am 9. Februar [[1644]] wurde dort ein Henning auf dem [[Löwenbleek]] in der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] (heute [[Braunschweiger Straße]] 32, Herberge zur Heimat) so auf den Kopf geschlagen, dass er tödlich verletzt wurde. Wenige Wochen später wurde vor dem „[[Lüdersches Thor|Lüderschen Thor]]“ ([[Ludgeritor]]) Henning Kiene erschlagen und ebenfalls auf St. Walpurgis bestattet. Ein Jahr später war es jemand, der sich „bei dem brauen im heißen Wasser verbrannt“ hatte. Am 25. Februar [[1654]] wurde ein Kind begraben „bei den alten Fleischscharren, des morgens, funden worden, ist gewesen, eben als es vom Mutterleibe kommen, … von der Rabenmutter hat man nichts erfahren können.“ [[1657]] brachte eine Mutter ihr nichteheliches Kind dadurch um, dass sie „dem Kinde mit dem Daumen die Kehle eingedrückt“. Die Mutter wurde im [[Sternberger Teich|Nordertorteich]] ersäuft und danach anatomiert, das Kind auf St.-Walpurgis beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Selbstmörder fanden dort ihre letzte Ruhe, so die Dienstmagd Margaretha. Sie war am 17. Oktober [[1674]] um 5:00 Uhr morgens in einen Brunnen gesprungen und hatte sich so das Leben genommen. Ihre letzte Ruhe fand sie auf Walpurgis „wobei ein wenig geläutet und gesungen wurde, (aber ohne Beisein eines Predigers)“. „Sine lux sine crux“ (ohne Licht, also bei Dunkelheit, oder ohne Kerzen, ohne Kreuz) wurde am 5. Februar [[1652]] G. Beseken, Verwalter des Klosters „Unserer Lieben Frauen auf dem Berge“ (Marienberg) „bei der Feldvogtei, außerhalb des Kirchhofes an der Mauer“ beerdigt. Er hatte sich vier Tage vorher in seiner Kammer erschossen. Die Feldvogtei war im Hause [[Braunschweiger Tor]] Nr. 4. Es zeigt heute noch über dem Eingang mit dem Pferd das sogenannte kleine herzoglich braunschweigische Wappen des Fürstentums (siehe dazu das Kapitel „[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Das Helmstedter Stadtwappen (S. 99–100)|Das Helmstedter Stadtwappen]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls ohne Sang und Klang wurde eine Bedienstete der [[Universitätsapotheke]] am 26. Oktober [[1679]] an der Mauer auf dem St.-Walpurgis-Kirchhof beigesetzt, sie hatte „das Unmuth Ratzenpulver zu sich genommen“ (Rattenpulver). Dass es in diesen bedauerlichen Fällen auch anders gehen konnte, zeigt die Eintragung unter dem 5. März [[1697]]. Die Ehefrau des Daniel Kleiberg hatte ebenfalls Rattenpulver eingenommen und war drei Tage später daran gestorben. „Ist dennoch auf gnädigste Verordnung des Geh. Fürstlich. Consist. auf St. Stephani-Kirchhof nahe der [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]], bei der Kalkkuhle begraben.“ Beim Leichenbegängnis wurde gesungen: „Erbarm Dich mein“, und in der Kirche wurde eine Trauerpredigt gehalten, die mit dem Segen geschlossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trösten wir uns damit, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und dass er auch den Sündern, denen die Kirche auf ihrem letzten Wege den Beistand verweigern zu müssen glaubte, seine Gnade erwiesen haben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beenden wir dieses von viel Leid handelnde Kapitel mit einem Eintrag in dem evangelischen Kirchenbuch vom Juli [[1793]]: „auf einem Montage ist unerfahrener weise der Pater-Kellner N.N. vom [[Closter St. Ludgeri]] des Morgens um 5:00 Uhr, in dem großen Graß Garten eben berührten Closters, auf den Kopf in einen Graben gestürzt, und hat auf diese Art elend sein Leben verloren.“ N.N. heißt, dass der (eigentliche) Name dem Kirchenbuchführer unbekannt geblieben ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--NOCH EINBAUEN&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;BILD UNTERE HOLZMÜHLE (S. 554)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Die [[Untere Holzmühle]], kurz vor Beendorf, [[1937]]. Sie wurde nach [[1952]] durch DDR-Behörden abgerissen, weil sie im Grenzgebiet lag. Foto: Archiv Elisabeth Schumann, [[Bad Helmstedt]]&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Firma Hampe – Porträt eines Helmstedter Unternehmens (S. 562–565) ==&lt;br /&gt;
Einem Unternehmen, das das Wirtschaftsleben der Stadt besonders geprägt hat und in dem über 200 Jahre viele Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen durften, möchte ich ein besonderes Kapitel widmen: der [[Hampe Kammgarnspinnerei|Kammgarnspinnerei Ludwig Hampe]]. Begonnen hat alles einmal mit dem Knopfmacher [[Andreas Ludwig Hampe]]. Er war [[1760]] in Alt Brandenburg geboren. Auf seiner Wanderschaft kam er [[1782]] nach [[Helmstedt]]. Knöpfe spielten damals bei der modebewussten Bevölkerung eine große Rolle, sie gaben der Kleidung ein vornehmes und individuelles Aussehen. Seinerzeit waren in [[Helmstedt]] sieben Meister dieser Zunft vermerkt. Bei einem von ihnen, Friedrich Wippermann, [[Kornstraße]] 4, fand [[Andreas Ludwig Hampe|Hampe]] Arbeit und Wohnung. Sein Meister starb am 14. Januar [[1785]]. [[Andreas Ludwig Hampe|Hampe]] übernahm vorläufig den Betrieb, endgültig bekam er ihn, nachdem er am 21. Oktober [[1785]] nach Ablegung der Prüfung zum Meister ernannt wurde. Wohl weniger aus Liebe, mehr aus wirtschaftlichen Erwägungen heiratete er nach Ablauf des Trauerjahres am 14. Februar [[1786]] die Witwe. Dadurch bekam er nach deren Tod [[1793]] – die Ehe war kinderlos geblieben – neben dem Betrieb auch das Haus. Schon im nächsten Jahr, am 19. Juni [[1794]], heiratete er die etwa 25 Jahre alte Catharine Sophie Johanne Müller, Tochter eines Schuhmachermeisters. Die Ehe war sehr glücklich, acht Kinder wurden in ihr geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden ältesten Söhne, der [[1795]] geborene [[Wilhelm Hampe|Wilhelm]] und der zwei Jahre jüngere [[Johann Ludwig David Hampe]], erlernten den Beruf des Vaters und sicherten dadurch den Fortbestand des väterlichen Unternehmens. [[Wilhelm Hampe|Wilhelm]] allerdings eröffnete [[1826]] in der [[Collegienstraße]] 11 eine eigene Werkstatt, [[Johann Ludwig David Hampe|Ludwig]] übernahm nach dem Tode des Vaters [[1828]] den väterlichen Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Knöpfen war allerdings kein Geschäft mehr zu machen. Einmal hielten die Schneider entsprechende Erzeugnisse zum Kauf feil, auch die Posamentierer boten gedrehtes Kamelhaar an, und die Kaufleute hatten Knöpfe in die Palette ihrer Verkaufsprodukte aufgenommen. Die jetzt wechselnde Mode erschwerte im übrigen eine Vorratshaltung. Alles in allem keine günstigen Voraussetzungen für eine blühende Zukunft. Deshalb erweiterte [[Johann Ludwig David Hampe|Ludwig Hampe]] seine Geschäftstätigkeit um die Anfertigung und den Handel mit wollenen Garnen. Er kaufte also Wollschur auf und verspann sie zu Garn. Zwei Wollkämmerer aus dem Eichsfeld wurden eingestellt, um entsprechend erfahrene Mitarbeiter zu haben. So surrten in den 1940er-Jahren in den Arbeitsräumen an der [[Kornstraße]] 4 eifrig die Spinnräder, es wurde aber auch Heimarbeit vergeben. Noch überwog die Handarbeit, so wurden [[1854]] zehn männliche und 160 weibliche Mitarbeiter beschäftigt. Aber langsam kündigte sich das industrielle Zeitalter an. Der Sohn [[Hermann Hampe|Hermann]], geb. am 4. März [[1838]], wurde schon nicht mehr in dem väterlichen Handwerk ausgebildet, er erlernte ab Ostern [[1854]] in Clausthal den Beruf eines Kaufmannes. [[1865]] übernahm er durch Vertrag den Betrieb, sein Vater zog sich zurück und starb [[1876]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sohn [[Hermann Hampe|Hermann]] erkannte, dass in den bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr produktiv genus gearbeitet werden konnte. Er sah sich nach einem anderen Grundstück um und fand es in der im Februar [[1869]] auf dem Stadthaus zur Versteigerung anstehenden „[[Roßmühle]]“. Die „[[Roßmühle]]“ lag am [[Juliusplatz]], hier mussten die Brauer die Gerste mahlen lassen. Da die beiden Mühlsteine durch Pferde bewegt wurden, erhielt die Mühle jenen Namen. Ursprünglich war sie sogar städtisch, denn der Magistrat konnte damit das Bierbrauen in der Stadt überwachen. Er war daran interessiert, dass die Brauer sich nicht gegenseitig übervorteilten, jeder sollte seine Existenz haben. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts waren dort auch noch die Feuerwehrwagen untergestellt, die Pferde der Mühle hatten sie bei Bedarf zu ziehen. Inzwischen war das Spritzenhaus in ein ehemaliges Universitätsgebäude an der [[Bötticherstraße]] verlegt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hermann Hampe]] ersteigerte am 20. Februar [[1869]] das Grundstück. Es war ideal gelegen, hinreichend groß, und am Ende floß der „[[Faule Bach]]“, der damals noch mehr Wasser führte als heute. Das Wasser wurde für die Wollwäsche und für die Färberei benötigt. Die alten Gebäude ließ [[Hermann Hampe]] abreißen, ein neues Fabrik- und Kontorgebäude wurde direkt gegenüher dem [[Juleum]] und an der damaligen „[[Faule Straße|Faulen Straße]]“, der heutigen [[Gerbergasse]], errichtet, [[1974]] wurden sie zusammen mit den später erbauten abgerissen. [[1876]] gab es nur noch 40 Mitarbeiter, eine Folge der Industrialisierung. [[1887]] wurde die Fabrikation auf das Kammgarnspinnverfahren umgestellt. Kammgarn wurde aus langer und wenig gekräuselter, gekämmter Wolle gesponnen, im Gegensatz zu dem zur Tuchbereitung aus kurzer und krauser Wolle gekrempelten oder gestrichenen Streichgarn. [[1899]] wurde als Warenzeichen der Name „Hauswolle“ mit dem Niedersachsen-Haus eingeführt. Alles dies, wie auch eine gute Konjunktur, brachte einen geschäftlichen Aufschwung. Die bisherigen Räumlichkeiten reichten nicht aus. Die Häuser [[Bötticherstraße]] 4 und 5 wurden angekauft und [[1903]] abgerissen. Die Häuser Nr. 6 und 7 kamen später dazu. [[1909]] wurde das Grundstück des Dampfmühlenbesitzers Seebom, [[Stobenstraße]]/Ecke [[Albrechtstraße]], angekauft und bebaut. Dies alles geschah schon in der vierten Generation, die aber nicht mehr „Hampe“ hieß. [[Hermann Hampe]] und seine Ehefrau Johanne Hoepner, Tochter eines in [[Helmstedt]] ansässigen Seifenfabrikanten, hatten eine Tochter. Diese Tochter Marie, geboren am 31. März [[1871]], und ihr Ehemann Gustav Meyer führten den Betrieb fort. Meyer führte die Geschäfte aber nicht allein. Ihm zur Seite stand ein Neffe seines Schwiegervaters, der [[1856]] geborene Louis Fickendey, Sohn des Ziegeleibesitzers Eduard Fickendey und seiner Ehefrau Marie geb. Hampe, der älteren Schwester des [[Hermann Hampe]] und ältesten Tochter von [[Ludwig Hampe]]. Als dieser bereits [[1897]] starb, trat an seine Stelle der Bruder Carl Fickendey (verstorben [[1949]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen brach [[1914]] der Erste Weltkrieg aus. Die Rohstoffe, die teilweise eingeführt werden mussten, wurden knapp, der Betrieb war nicht mehr voll ausgelastet. Dennoch überlebte das Unternehmen auch diese schwierige Phase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwierigkeiten stellten sich auch bei dem anderen Hampeschen Unternehmen ein. Das Grundstück [[Collegienstraße]] 11 war für die Produktion ebenfalls zu klein geworden. [[Wilhelm Hampe]] verkaufte es deshalb [[1871]] an den Kürschner Gustav Rüssemeyer. Er selbst erwarb das Grundstück [[Papenberg]] 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den neuen Geschäftsräumen wurden die aufgekauften Schafwollen sortiert und nach Beschaffenheit entweder in Lohn zu Streichgarn verarbeitet, oder es wurden die langen Wollen handgekämmt und gefärbt als Frisierwollen in die großen Städte Deutschlands, vielfach auch nach England, Dänemark und Österreich verschickt. [[1875]] fing [[Wilhelm Hampe jun.]] an, Kammgarn in Sachsen in Lohnarbeit spinnen zu lassen; das Färben, Fertigmachen der Gespinste geschah hier in [[Helmstedt]]. Der handwerksmäßigen Erzeugung diente als Triebkraft ein Gasmotor – der erste in [[Helmstedt]]! [[1876]] verstarben nicht nur [[Ludwig Hampe]] sondern auch [[Wilhelm Hampe|Wilhelm Hampe sen.]] [[Wilhelm Hampe jun.]] hatte nun die alleinige Geschäftsführung, er war [[1843]] geboren. [[1879]] legte er den Grundstein für das Spinnereigebäude mit einem Kesselhaus. Eine Dampfmaschine wurde zusammen mit anderen Maschinen von einer Spinnerei in Reichenbach/Sachsen erworben und nach [[Helmstedt]] gebracht. Auswärtige Fachkräfte wurden angeworben, und mit ihrer Hilfe wurde am 9. März [[1880]] auf dem Grundstück [[Papenberg]] 25 das erste Kammgarn gesponnen. Besondere Verdienste erwarb sich [[Wilhelm Hampe jun.]] zusammen mit dem Kreisbauinspektor Wilhelm Gählert, [[Schöninger Straße]] 4 (heute Kanzleihaus) um die große Helmstedter Gewerbeaustellung [[1881]]. [[1884]] erstrahlte in dem Unternehmen in [[Helmstedt]] zum ersten Mal selbst hergestelltes elektrisches Licht, erzeugt von einem Dynamo. [[1888]] konnte nicht nur die Zahl der Spinnmaschinen verdoppelt werden, auch über 100 Leute, hauptsächlich Frauen, hatten Arbeit gefunden. In jenem Jahr erwarb [[Wilhelm Hampe jun.]] das Haus [[Edelhöfe]] 17 hinzu. Leider beließ er es nicht bei diesen Erfolgen. Er fand ein neues Projekt: Die Gründung einer [[Glashütte]] an der [[Emmerstedter Straße]]. Angeblich schied ein Teilhaber schon kurz nach der Gründung aus, dies und eine anderer Umstand erbrachten wirtschaftliche Schwierigkeiten. [[Wilhelm Hampe jun.]] sah keinen anderen Ausweg, als sich am 30. März [[1892]] das Leben zu nehmen (s. Kapitel „[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Die Helmstedter Industrie von 1850 bis zum Zweiten Weltkrieg (S. 687–698)|Die Helmstedter Industrie von 1850 bis zum Zweiten Weltkrieg (S. 687–698)]]“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nunmehr übernahm mit dem erst 23-jährigen [[Robert Hampe]] die nächste Generation den Betrieb. Später trat der zehn Jahre jüngere Bruder [[Hans Hampe]] in das Unternehmen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie entschlossen sich [[1916]] zur Fusion ihres Unternehmens mit dem am [[Juliusplatz]]. Die Firma „Wilhelm Hampe&amp;quot; blieb aus Traditionsgründen noch eine Weile bestehen, ebenso das Warenzeichen „Helmwolle&amp;quot;. Ein Teil der Produktion erfolgte weiterhin auf dem [[Papenberg]] bzw. in den [[Edelhöfen]]. [[Robert Hampe]] war insbesondere Techniker, seine reichen Erfahrungen stellte er den nun vereinigten Spinnereien zur Verfügung. Wegen seiner besonderen Verdienste um den Maschinenbau wurde ihm [[1928]] von der Technischen Hochschule Braunschweig die Ehrendoktorwürde eines Dr. Ing. verliehen. Robert Hampe starb [[1933]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Inflation wurde der Absatz ausgeweitet. [[1927]] entstand an der [[Albrechtstraße]] mit dem sogenannten [[Chile-Haus]]&amp;quot; ein modernes Fabrikgebäude. Es wurde [[1934]] durch eine neue Kesselanlage mit dem 44 m hohen und vielen [[Helmstedt]]ern noch bekannten Schornstein ergänzt. Die Garne gingen in die ganze Welt, selbst in Argentinien und China gab es Abnehmer. Die zusätzliche Verarbeitung von Zellwolle führte [[1934]] zu einem weiteren Markenzeichen mit dem [[Hausmannsturm]] als Symbol: „Hausfleiß“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hauptsächlich weibliche Arbeitskräfte beschäftigt wurden, die oftmals Kinder zu versorgen hatten, wurde bald nach der Jahrhundertwende im Grundstück [[Schuhstraße]] 19 ein Kindergarten eröffnet. Zwei Kinderschwestern betreuten durchschnittlich 60 bis 70 Kinder. Den Schulpflichtigen wurde Hilfe bei den Schularbeiten zuteil, ein [[Helmstedt]]er Arzt überwachte den Gesundheitszustand der Kinder, dies alles kostenlos. Angeschlossen war ein Küchenbetrieb, in dem die Arbeiterinnen sich gegen ein geringes Entgelt, das die Unkosten nicht deckte, täglich ein Mittagessen holen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 100-jährige Bestehen der Kammgarnspinnerei Ludwig Hampe wurde [[1885]] auf dem [[Der Quellenhof|Waldfrieden]] (heute [[Der Quellenhof|Quellenhof]]) gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 1920er-Jahre nahmen die Geschäftsinhaber Gustav Meyer und Carl Fickendey ihre Söhne Diedrich-Ludwig Meyer und [[Ludwig Fickendey]] in das Geschäft auf. Das Unternehmen überstand den Zweiten Weltkrieg, vielfach waren es Ausländerinnen, die zu jener Zeit dort beschäftigt wurden. „Ludwig Hampe&amp;quot; bestand weiter, wenn auch [[1950]] aus der OHG die „Hampe Kammgarnspinnerei GmbH“ wurde. In die Geschäftsleitung trat mit Herbert Wohlfahrth, Schwiegersohn von D. L. Meyer, eine weitere Kraft ein. Groß wurde [[1960]] das 175-jährige Jubiläum begangen. Die GmbH schenkte der Stadt [[Helmstedt]] einen Brunnen, der am 21. Oktober [[1960]] auf dem [[Heinrichsplatz]] eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in den 1920er- oder 1930er-Jahren hatte sich Hampe den Firmennamen der Fa. Schulze &amp;amp; Co. in Altenburg/Thüringen gekauft. Ein solcher Mantelkauf, wie so etwas in Geschäftskreisen heißt, geschieht entweder dann, wenn es sich um ein sehr renommiertes und angesehenes Unternehmen handelt, man kauft so den „goodwill“, also das Ansehen der sterbenden Firma, oder aber man erwirbt mit der Firma deren hohe Verluste, die dann ganz legal den Gewinn der kaufenden Firma und damit deren Steuern mindern. Als sich Hampe nach dem Zweiten Weltkrieg einen weiteren Standort suchte, fiel die Wahl auf Villingen im Schwarzwald. Diese Stadt war bekannt durch die Feinoptik, die dort hergestellt wurde, und eng verbunden waren mit ihr Namen wie Saba und Kienzle. In dem Zusammenhang erinnerte man sich an den gekaufter Namen Schulze &amp;amp; Co., und unter dieser Bezeichnung wurde dort eine Produktionsstätte eröffnet. Einer der Hauptgründe war der, dass es in Villingen durch den Schwarzwald reichlich Wasser gab, in [[Helmstedt]] bekanntlich nicht. Die Einrichtung einer Färberei in jener Stadt erfolgte somit völlig problemlos. Man plante insgeheim sogar eine völlige Verlegung des Betriebes von [[Helmstedt]] nach dort. Daraus wurde aber nichts, denn als Dietrich-Ludwig Meyer [[1970]] starb, verhandelt die Familie Fickendey mit den Erben über eine Trennung. Sie wurde durchgeführt. Herbert Wohlfahrt ging mit seiner Familie endgültig nach Villingen. Die Familie Fickendey führte das [[Helmstedt]]er Unternehmen weiter. In Villingen wurde aus der Firma Schulze &amp;amp; Co. noch die „Villinger Kammgarnspinnerei Wohlfahrt KG“. Sie erlebte das übliche Auf und Ab eines Wirtschaftsunternehmens. [[1980]] begann aber die Liquidation, das Ende des Unternehmens wurde eingeleitet. Man versuchte noch, japanische Unternehmer für eine Teilhaberschaft zu gewinnen – Herbert Wohlfahrth war in Japan geboren –, was jedoch leider misslang. [[1982]] starb Herbert Wohlfahrt. Das war dann das endgültige „Aus“. Die Maschinen gingen nach Südafrika, das 6.000 m² große Grundstück wurde samt Hallen vermietet. Frau Ruth Wohlfahrt geb. Meyer, der ich diese Informationen verdanke, wohnt weiterhin in Villingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in [[Helmstedt]] erwog man eine Veränderung, nämlich die Umsiedlung des Betriebes vom [[Juliusplatz]] und den angrenzenden Straßen in das Industriegebiet bei [[Emmerstedt]]. Sie erfolgte [[1973]] unter der jetzt alleinigen Geschäftsleitung von Jan-Henrich Fickendey. Die 500 Arbeitsplätze gingen mit, [[1950]] waren allerdings einmal 700 Personen tätig gewesen. Die alten Gebäude am [[Juliusplatz]] wurden abgebrochen, darunter auch das schöne [[Chile-Haus]]. Mit der Sprengung des 44 m hohen Schornsteins, der sogenannten „Hampeschen Zigarre“, am 29. Juni [[1973]] wurde das Ende eingeleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr [[1975]] ergaben sich Bedingungen, die eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse erforderten. Die traditionsreiche [[Helmstedt]]er Firma wurde von der französischen Phildar-Gruppe übernommen. Sie nannte sich jetzt „Helmstedter Spinnerei GmbH“. Dadurch konnten wenigstens 340 der 500 Arbeitsplätze gesichert werden. Die erst mit dem Hampe-Neubau angeschafften Maschinen waren so modern, dass sie weiter benutzt werden konnten. Der neue Inhaber sah sich nicht mehr in der Tradition der Vorgänger, das 200-jährige Bestehen wurde [[1985]] schon nicht mehr begangen. Im Sommer [[1993]] wurde die Produktion endgültig eingestellt, und 246 Arbeitskräfte verloren ihre Beschäftigung. Das war das Ende dieses damals ältesten Industrieunternehmens der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nihil sub sole perpetuum&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nichts unter der Sonne ist ewig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Das Waldbad Birkerteich“ oder „Einst nur eine Badeanstalt für Männer“ (S. 584–590) ==&lt;br /&gt;
Gebadet wurde früher durchaus viel und oft. Wir kennen aus Trier und aus anderen, von den Römern gegründeten Orten die Thermen, also Warmwasserbäder. Aus dem Mittelalter sind in fast allen Städten und so auch hier in [[Helmstedt]] die Badestuben überliefert. Die frühere Straße [[Stoben]] in der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] – heute Teil der [[Leuckartstraße]] – und die [[Stobenstraße]] in der Stadt selbst weisen darauf hin. Gebadet werden konnte in Wannen oder in Bottichen. In ihnen saßen mehrere Menschen im schönen warmen Wasser und unterhielten sich. Es ist vorgekommen, dass in einem Bottich Männer und Frauen zur gleichen Zeit badeten. Vielleicht war deshalb das Interesse an dieser Einrichtung so groß, dass sich in der kleinen [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] eine solche Badestube – [[Marienstraße]] / Ecke [[Leuckartstraße]] – halten konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute dienen die geschlossenen Badeanstalten mit ihren Wannenbädern ausschließlich gesundheitlichen Zwecken, denn zur täglichen oder wöchentlichen Reinigung sind jetzt in den Wohnungen Badezimmer installiert. Eine solche Badeanstalt gab es im übrigen schon vor gut 150 Jahren an der Ecke [[Alter Schwanefelder Weg|Schwanefelder Weg]] / [[Goethestraße]]. Heute befindet sich dort ein [[Edeka]]-Lebensmittelgeschäft. Bis nach dem Zweiten Weltkrieg stand hier ein Mietshaus. Begründet hat diese Wannen-Bade-Anstalt [[Johann Moritz Friedrich Koch]] († [[1850]])&amp;lt;!--JAHR PRÜFEN!!!--&amp;gt;, der uns schon im Kapitel über die Bergwerke begegnet ist. Der Rat der Stadt fühlte sich seinerzeit allerdings verpflichtet, die Bevölkerung darauf hinzuweisen, dass den Bädern des Herrn [[Johann Moritz Friedrich Koch|Koch]] eine heilsame Wirkung abgesprochen werden müsse. Später übernahm ein Herr Stieger diese Anstalt. Bei den [[Helmstedt]]ern ist er noch in Erinnerung, denn der [[Hafermühlenteich]], aus dem das Wasser entnommen wurde, wird heute noch im Volksmund „[[Stieger-Teich]]“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In offenen Gewässern zu baden, war in unserer Gegend vor allem für jüngere Leute schon früher ein Bedürfnis. Es fehlte zwar an einem fließenden Gewässer, aber es gab Teiche. Das wurde genutzt. So badete man im [[Nordertorteich|Nordertor]]- ([[Sternberger Teich|Sternberger]]-), [[Ostendorfer Teich|Ostendorfer]]- (heute Wiese) und im [[Emmerstedter Teich]]. Allerdings war dies, so der Rat der Stadt [[1819]], „der Anständigkeit zuwider“. Vielleicht badete man auch ohne Bekleidung, echte Badekleidung dürfte es damals noch nicht gegeben haben, oder im Unterzeug. So wurde es verboten. Wurde man erwischt, so musste Strafe gezahlt werden, und Jugendlichen und Kindern, die hauptsächlich als Übeltäter in Frage kamen, wurde an Ort und Stelle eine körperliche Züchtigung verabreicht. Das war um so einfacher, weil der dafür in der Regel genutzte hintere Körperteil sowieso entblößt war. In der Durchsetzung von Verboten, vor allen Dingen Kindern gegenüber, war man früher ohnehin nicht sehr zurückhaltend. So war es nicht erlaubt, im Winter Schlitten zu fahren. Es sei, so hieß es in einer Verordnung der Stadt vom 7. Januar [[1826]], für die Kinder zu gefährlich und aber auch für die Passanten. Wurde man auf frischer Tat ertappt, so wurde der Schlitten einfach „zerschlagen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wurde es um die Mitte des vorigen Jahrhunderts üblich, sich im Wasser zu bewegen. Man schwamm, soweit es die Tiefe zuließ, oder watete hindurch. Auch hier müssen wir auf die Erinnerung der alten [[Helmstedt]]er zurückgreifen. Diese kennen den „[[Walbecker Winkelteich]]“, der mitten im Walde hinter dem heutigen [[Waldbad Birkerteich|Birker-Badeteich]] liegt, nur unter der Bezeichnung „[[Alter Badeteich]]“. In der „[[Helmstedter Zeitung]]“ fand der Chronist erstmals für [[1859]] die Anzeige, dass in jenem Jahr am 20. Mai in dem Teich die Badesaison unter Aufsicht des Schwimmeisters Friedrich Bormann eröffnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Unterzeichneter zeigt hiermit ergebenst an, dass die Bade- und&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Schwimm-Anstalt in dem sogenannten [[Walbecker Winkelteich]]e am 20. d.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Mts. unter seiner Aufsicht eröffnet werde, weshalb er um recht zahlreiche&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Theilnahme bittet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;Fr. Bormann, Schwimmmeister“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Anzeige vom 8. Mai [[1865]] finden wir sogar die Preise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Die Sommer-Schwimm- und Badeanstalt im [[Walbecker Winkelteich]]e&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;ist mit dem heutigen Tage eröffnet. Preise der Bäder sind folgende:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;1) für den Schwimmunterricht incl. der Aufbewahrung und Reinigung der Badewäsche 2 Thlr. 20 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;2) für den Badenden 1 ThIr. 15 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;3) für das Douchebad 5 Thir. - Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;4) für das Zellenbad 3 Thlr. - Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;5) für ein einzelnes Zellenbad - Thlr. 3 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;6) für ein einzelnes Douchebad - Thlr. 4 Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;7) für ein einzelnes offenes Bad - Thlr. 2½ Gr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Abonnementbillets zu obigen Preisen werden in der Badeanstalt am&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;[[Langer Steinweg|langen Steinwege]] Nr. 478 verabreicht. Selbige Billets müssen dem&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Schwimmlehrer eingehändigt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Um recht zahlreiche Theilnahme bitten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;F. Bormann, Badbesitzer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;H. Bormann, Schwimmlehrer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;[[Helmstedt]], den 8. Mai [[1865]].“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen hatte Bormann das Haus [[Langer Steinweg]] 12 gekauft und dort ganzjährig eine Warm-Badeanstalt eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch vor [[1859]] war es den [[Helmstedt]]ern im Sommer möglich, im Freien zu baden. So inserierte [[1857]] der Schulwärter H. Warneke in der [[Helmstedter Zeitung]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Bei diesem warmen Wetter sehe ich mich veranlaßt, die Bade-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;und Schwimmanstalt nicht am 30. sondern schon am 23. d. Mts. zu eröff-&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;nen. Für Aufsicht, Bequemlichkeit und frisches Wasser ist gesorgt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;H. Warneke, Schulwärter“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich war diese Badeanstalt im heutigen „[[Sternberger Teich]]“, denn [[1853]] hatte bereits ein C. M. F. Fuhrmann eine Badesaison am 6. Juni „Vor dem Norderthore&amp;quot; eröffnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Des Unterschriebenen Bade-Anstalt vor dem [[Nordertor|Norder-Thore]] ist&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;von heute an eröffnet, und werden wie immer kalte und warme Bäder zu&#039;&#039;&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;jeder Tageszeit den geehrten Badegästen zu Diensten stehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;[[Helmstedt]], den 6. Juni [[1853]].&#039;&#039;&lt;br /&gt;
::&#039;&#039;C. M. F. Fuhrmann.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im „[[Walbecker Winkelteich]]“ wurde jedenfalls [[1869]] zum letzten Mal unter Aufsicht geschwommen. Der Schwimmeister H. Bormann war Ende [[1869]] oder Anfang [[1870]] verstorben, denn am 13. Mai [[1870]] inserierte unter „Bormann&#039;s Badeanstalt“ seine Witwe und kündigte aber nur noch Wannen- und Duschbäder an. Das Ende dieser beaufsichtigten Badefreude im „[[Walbecker Winkelteich]]“ hat einige [[Helmstedt]]er veranlasst, [[1873]] den „[[Helmstedter Badeverein von 1873|Helmstedter Badeverein]] e. V.“ zu gründen. Er verfolgte den Zweck, den der herzoglichen Forstdirektion gehörenden [[Birkerteich]] während der Sommermonate in der Regel vom 10. Mai bis zum 10. September eines jeden Jahres als öffentliche Schwimm- und Badeanstalt zu betreiben. Sehr wahrscheinlich wurde noch [[1873]] der Badebetrieb eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist auch nicht verwunderlich, denn sehr große Vorbereitungen für die Umwandlung dieses Teiches in eine Kalt-Wasser-Badeanstalt waren damals noch nicht nötig. Eine gewisse Abgrenzung, damit niemand unbefugt und ohne Entgelt das Gelände betreten konnte, Planken und eine Reihe von Hölzern, die man zur Abgrenzung des Nichtschwimmerbereiches von dem Schwimmerbereich in den Boden rammte, zwei oder drei hölzerne Treppen und schnell aus Holz gezimmerte Umkleidekabinen, schon war die Badeanstalt fertig und noch dazu preiswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1895]] gab man sich eine neue Satzung. Sie liegt im [[Stadtarchiv Helmstedt|Stadtarchiv]] in Druckschrift vor. Als Vorstand zeichneten damals ein Herr Haeberlin (es wohnten mehrere mit diesem Namen in der Stadt), der Kaufmann Mette, [[Bötticherstraße]] 14, der Bankier Lüttge, [[Collegienstraße]] 8, der Schlossermeister Kölle, der Oberlehrer an der Landwirtschaftlichen Schule Zehmisch und der Lehrer Wilhelm Berkefeldt. Die Eintrittspreise betrugen damals für den einmaligen Besuch 20 Pfennig, für eine Saison-Dauerkarte 4 Mark für Erwachsene und 3 Mark für Schüler. Schwimmunterricht gab es für 6 Mark. [[1895]] war unser [[Birkerteich]] aber schon ein gemischtes Bad, d. h. zugelassen für Männer und Frauen. Offenbar war innerhalb der Badeanstalt eine räumliche Trennung gegeben. Bei der Einweihung war es aber ein reines Männerbad. Das ist daraus zu ersehen, dass unter dem 10. April [[1883]] drei Vorstandsmitglieder, darunter der Postdirektor Karl Bode und der Zigarrenfabrikant Rudolf Grünhage, [[Schuhstraße]] 12–13, sich an den „wohllöblichen Stadtmagistrat“ und die ebenfalls „wohllöbliche Stadtverordnetenversammlung“ wandten und beantragten – dies im Hinblick auf die günstige Entwicklung, die das Männerbad Birkerteich genommen hatte –, auf Kosten des [[Helmstedter Badeverein von 1873|Badeverein]]s auch eine Frauenbadeanstalt einzurichten, und zwar in einem Teil des [[Hafermühlenteich]]s. Man argumentierte, es gebe in der Stadt allein drei Bildungseinrichtungen für Töchter mit einer großen Zahl von Schülerinnen, denen noch immer die Möglichkeit verwehrt werde, sich durch Kaltwasserbäder eine Erfrischung und eine Stärkung des Körpers und des Geistes zu verschaffen. Dies werde seit 10 Jahren der männlichen Jugend unserer Stadt zur Förderung der Gesundheit und mit Erfolg durch den [[Helmstedter Badeverein von 1873|Badeverein]] „ohne irgendwelchen Zuschuss aus städtischen Mitteln“ geboten. Noch im gleichen Jahr wollte man den Badebetrieb für Frauen dort eröffnen. Eine Gefahr für das Trinkwasser wäre nicht gegeben, da das Wasser aus dem [[Hafermühlenteich]] schon wegen des hohen Eisengehaltes sich dafür nicht eigne und auch nur in einem ganz geringen Umfange für diesen Zweck aus dem Teich genommen werde. Zudem würde der Zufluss aus der [[Birkerteich|Birkerteich-Badeanstalt]] erfolgen. Man beabsichtigte, auch den Teil des Teiches, der dann zum Baden benutzt werde, durch Bohlen möglichst abzudichten, dass eine Veränderung der Wasserqualität in dem übrigen, nicht so genutzten Bereich nicht eintreten könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber aus diesem Plan wurde nichts, denn aus dem [[Hafermühlenteich]] nahmen doch mehr Einwohner als gedacht nicht nur Brauch-, sondern auch Trinkwasser. Sie unterhielten von dort private Leitungen, dazu gehörte u. a. die [[Kammgarnspinnerei Hampe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein blieb aber hartnäckig. Der Postdirektor a. D. Bode kam am 30. April [[1886]] mit der Anregung, in der östlich vom hiesigen [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] gelegenen Wiese, die städtisches Eigentum war und damals von dem Pferdehändler Keune genutzt wurde, eine solche Badeanstalt für Frauen einzurichten. Dort sei, wie er in seiner Eingabe ausführte, eine zwar nicht sehr bedeutende Quelle, sie sprudele aber selbst in trockenen Sommermonaten unaufhörlich. Man begehre auch nur einen Teil dieser Wiese, nämlich etwa einen halben Morgen (= 1.250 m²). Man würde den Boden selbst ausgraben, Badezelte aufstellen, Wege anlegen und dies alles auf Kosten der Anstalt, ohne dass die Stadt auch nur mit einem Pfennig zur Kasse gebeten werde. – Der Gedanke, wenigstens einiges von der Obrigkeit in finanziellen Dingen zu erwarten, war damals im Gegensatz zu heute fremd. Natürlich sollte das Gelände wegen der Blicke Dritter mit einer 2 m hohen Planke eingezäunt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen alle, dass auch dieser Plan nicht zur Ausführung kam. Die Absicht, eine Frauenbadeanstalt einzurichten, wurde damit begraben. Die sittlichen Wertungen hatten sich geändert, denn Frauen durften etwa ab [[1890]] einen abgegrenzten Bereich des [[Waldbad Birkerteich|Waldbades]] benutzen. Gemeinschaftliches Baden war auch noch nach dem Ersten Weltkrieg verpönt. Als im Juni [[1922]] dem [[TK Helmstedt|Turnklub]] und dem Verein „[[Freie Schwimmer]]“ erlaubt wurde, an einem Abend in der Woche die Badeanstalt gemeinschaftlich für Männer und Frauen zu benutzen, war erwünscht, „dass zu dieser Zeit die Anstalt für andere Besucher geschlossen ist“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil durch die Veränderungen die Besucherzahl zunahm und weil das Baden immer mehr Interessenten und Freunde fand, wurde das [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]] zu klein. Es hatte damals noch nicht die Ausdehnung wie heute aber wie in den Jahren vor dem letzten Weltkrieg. Deshalb kam man wieder auf die Idee zurück, den [[Hafermühlenteich]] als Badeanstalt einzurichten. Dies scheiterte abermals am Widerstand der Firma [[Kammgarnspinnerei Hampe|Hampe]]. Dieses Unternehmen sah ihr Recht, von dort Wasser abzuleiten, bedroht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde nach dem Ersten Weltkrieg ein Ausbau des [[Waldbad Birkerteich|Waldbades]] in Erwägung gezogen. Vor allem genügte, so in einer Feststellung des damaligen, vielen [[Helmstedt]]ern noch bekannten Baurats [[Erich Wedemeyer]] vom 14. Dezember [[1925]], der von den Damen benutzte Teil des Teiches in seinen Abmessungen nicht mehr den Ansprüchen. Auch sei es, so der Baurat, z. Z. nicht möglich, 100 m in gerader Richtung zu schwimmen. Eine Vergrößerung der Wasserfläche um 300 m² wurde geplant. Dafür erbat der Verein erstmals von der Stadt [[Helmstedt]] einen Zuschuss in Höhe von 3.000 Mark, der auch als Darlehen gewährt wurde. Die Eintrittspreise waren damals – so Bekanntmachung vom 15. Mai [[1927]] – Saisonkarte für Erwachsene 4,50 Mark, für Schüler und Lehrlinge bis 17 Jahre 2,50 Mark, der einmalige Eintritt bei Vorverkauf in der [[Drogerie C. W. Michels]], [[Langer Steinweg]] 8, 25 Pfennig und im Bad selbst 40 Pfennig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erweiterung des [[Waldbad Birkerteich|Waldbades]] war notwendig, denn nachmittags war es oftmals überfüllt und dadurch die Wasserverhältnisse schlecht, und ab 7:00 Uhr abends war es geschlossen bzw. nur für Schwimmabteilungen verschiedener Turn- und Sportvereine benutzbar. Deshalb hatte im Frühjahr [[1925]] bereits der „[[Männerturnverein Helmstedt|Helmstedter Turn- und Sportverein von 1862]]“&amp;lt;!--PRÜFEN, OB ES WIRKLICH DER TSV WAR--&amp;gt; angeregt, aus eigenen Mitteln den [[Strohmühlenteich]] umzubauen und den angrenzenden Obstgarten als Sonnenbad einzurichten. Aber gegen diesen Vorschlag kam Protest, und zwar durch die „Fräulein Wittkes“ – Ilse, Christa, Käthe – von der benachbarten Töchterschule. So sehr der Schwimmsport gerade der Jugend immer wieder ans Herz gelegt wurde, für Mädchen war er offenbar von der Erziehung her verpönt. So fürchteten die Wittkes um das sittliche Wohl der ihnen anvertrauten Schülerinnen. Ob diese das auch so sahen, möchte ich bezweifeln. Das „Stadtamt für Leibesübungen“ unterstützte durch Studienrat Carl Simm den Plan. Dennoch lehnte ihn der Rat der Stadt auf Vorschlag des Magistrats ab. Maßgebend waren „außer den ästhetischen Bedenken, die viele [[Helmstedt]]er wegen der Nähe des [[Brunnenweg]]es und der [[Lademann-Realschule|Lademannschen Schule]] dagegen hatten, vor allen Dingen die technischen Gesichtspunkte, dass das Wasser des [[Strohmühlenteich]]s für Industriezwecke nötig ist und dass ein nennenswerter Zufluss im Sommer nicht vorhanden ist.“ Außerdem sei das Wasser sehr kalt, und ferner bestehe kein dringendes Bedürfnis für eine zweite Badeanstalt, zumal die Badeanstalt im Kux, wie vorgesehen, erweitert werden solle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erweiterung erfolgte dann tatsächlich nach Plänen des Helmstedter Architekten Alfred Rösler. Jener wohnte an einem Feldweg, der von der [[Goethestraße]] abging und der heute [[Klopstockweg]] heißt. Die vorgenommenen Arbeiten wurden zum Teil als öffentliche Notstandsarbeiten durchgeführt. Es gab dafür wegen der zahlreichen Arbeitslosen, die vorübergehend mit 20 Personen dort beschäftigt wurden, nicht unerhebliche Zuschüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch trennte eine Wand das Herren- von dem Damenbad so ab, dass den weiblichen Badegästen nur ein Fünftel der Wasserfläche zur Verfügung stand, den männlichen dagegen der restliche Teil. Diese Wand wurde als völlig überflüssig angesehen. Man forderte und erreichte ihre Beseitigung. Allerdings wurde noch im letzten Krieg der hintere Teil des Bades als Frauenbadeanstalt bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1933]] war die Modernisierung des Bades abgeschlossen. Dem Verein war es gelungen, sein Grundstück zum Osten hin um das Doppelte zu erweitern. Dadurch waren als Luft- und Lichtbad eine Liegewiese von 2.500 m² geschaffen und ein Staubecken gebaut worden. Das Schwimmbassin – damals natürlich noch nicht gefliest, es hatte einen natürlichen Untergrund und entsprechende Ufer – hatte man ausbringen lassen. Es hatte einen Kies- und Bodenbelag erhalten. Die sich an der Oberfläche sammelnden Schmutzstoffe konnten jetzt über eine Überlaufmauer abfließen. In der Herrenbadeanstalt gab es mehrere Wechselkabinen, das waren Einzelkabinen, aus denen heraus man durch eine Klappe an der Rückwand seine Kleidung zur Aufbewahrung abgeben konnte. Zur Beruhigung der etwas furchtsamen weiblichen Badegäste versicherte man, dass größere Fische den Badeteich nicht mehr beleben werden, aber auf 10 kleine Goldfische könne man nicht verzichten, diese seien zur Vertilgung der Mückenlarven unerlässlich. Allerdings schwammen Kröten und Frösche durch die „Fluten“, im Frühjahr bevölkerten Kaulquappen das Ufer. Viermal während der Saison wurde das Wasser gänzlich erneuert. Das gestattete das neue große Staubecken, das auch ein Vorerwärmen des Wassers, durch die Sonne natürlich, ermöglichte. Eine richtige Beheizung gab es nicht. Der Zufluss zum Staubecken und von dort in den Badeteich erfolgte durch die Jetquelle im [[Lappwald]], der Abfluss geschah durch einen Graben, der das Wasser in den [[Hafermühlenteich]] führte. Am Sonntag, dem 14. Mai [[1933]], fand bei freiem Eintritt – nur an diesem Tag – die Eröffnung der modernisierten Badeanstalt und zugleich die der neuen Saison statt. Von den Bademeistern ist Herr Falke vielen [[Helmstedt]]ern noch in bester Erinnerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch das Bad weiterhin in der Verwaltung des Vereins blieb, so nahm sich finanziell die Stadt [[Helmstedt]] dieser Stätte an. Der Verein wurde dadurch wirtschaftlich stärker und beabsichtigte [[1938]]/[[1939]] eine weitere Erneuerung oder sogar einen Neubau an der Masch. Diese neue Badeanstalt sollte einmal ihr Wasser aus dem [[Birkerteich]], aus der Quelle am Wege zur Badeanstalt – über ihr steht ein Brunnenhäuschen –, aus der Quelle am [[Am Bötschenberg|Bötschenberg]] und aus dem [[Alter Badeteich|Alten Badeteich]] erhalten. Man meinte, ein Bad in der Nähe des heutigen [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhauses]] sei verkehrsgünstiger. Auch wurde der Wasserzulauf im [[Birkerteich]] insbesondere in den Sommermonaten und bei Trockenheit als zu gering angesehen. Die Kosten für eine vorschriftsmäßige neue Badeanstalt wurden auf ca. 75.000 Reichsmark geschätzt. Der Krieg machte diese Pläne zunichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriege wurde das Projekt wieder aufgenommen. Man erwog, aus dem [[Hafermühlenteich]] eine Badeanstalt zu machen, sah aber schließlich davon ab, weil dieser Teich noch immer dazu diente, der [[Kammgarnspinnerei Hampe]] vertraglich Wasser zu liefern, seinerzeit 60.000 bis 70.000 m³ pro Jahr bei steigender Tendenz, wie es hieß. Man befürchtete außerdem, dass Eisernte und Fischerei im [[Sternberger Teich]] durch die Chlorung des Wassers und durch das Spülwasser sowie durch den Gebrauch als Badewasser beeinträchtigt werden könnten. Eis gewann man auch nach dem Kriege noch auf natürliche Art und Weise. Es wurde im Winter geerntet, d. h., aus der gefrorenen Wasseroberfläche wurden große Eisstücke herausgebrochen und in kühle Keller und Räume abtransportiert. Eines dieser Eislager war in einer der Scheunen in der [[Stolzengasse]]; sie wird heute von der Firma Kabacinski als Lager genutzt. Dort hielten sie sich bis in den Sommer hinein. Das Eis wurde dann an Gastwirtschaften und an private Haushalte geliefert. Die Kühlschränke hatten eine doppelte Außenwand, in diese Zwischenwand kam das Eis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen alle, dass der Stadt und ihren Bewohnern das idyllisch gelegene Waldbad erhalten blieb. Der [[Helmstedter Badeverein von 1873]] e. V. brachte es [[1952]] in die neu gegründete Stiftung ein, an der sich die Stadt, der [[Landkreis Helmstedt|Landkreis]] und die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]] AG beteiligten. Es wurde in jenem Jahr auf Kosten der Stifter modernisiert. 655.000 DM hatte die Modernisierung gekostet. Die Leitung hatte in den Händen des erst kürzlich verstorbenen Dipl.-Ing. Gerhard Dannemann ([[Birkenweg]] 2) von den [[BKB]] gelegen. Am 29. Juni [[1952]] wurde es eingeweiht. 103.000 Badegäste kamen in der ersten Saison.&amp;lt;ref&amp;gt;Fittkow, Helmut: „Waldbad Birkerteich - zwischen Einst und Heute&amp;quot; in „Kreisbuch 1997&amp;quot;, herausgegeben vom Landkreis Helmstedt, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; So, wie das Bad damals gestaltet wurde, kennen wir es heute noch. [[1952]] wurde sogar ein Badebusverkehr eingerichtet. Niemand braucht mehr wie wir noch als Kinder zu Fuß dorthin zu gehen, obwohl auch dies ein Teil der sportlichen Betätigung war, die sich im [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]] nur in anderer Form fortsetzte und niemandem geschadet hat. Der Stadtverkehr, eingerichtet seit [[1955]], die allgemeine Motorisierung und das Fahrrad lösen heute das Problem der Entfernung von der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder gab es Umbauten: [[1953]] und [[1955]] überschwemmte Hochwasser das Bad, deshalb wurde [[1957]] eine Hochwasserschutzanlage installiert. [[1969]] wurde eine Wasserbeheizungsanlage eingebaut, sie konnte jetzt die Badetemperatur auf 22/23 Grad halten. Mit einer neuen Garderobe mit Schließfächern ([[1979]]) und einer automatischen Kassenanlage ([[1980]]) erfolgten immer wieder Modernisierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fittkow, Helmut: „Waldbad Birkerteich - zwischen Einst und Heute&amp;quot; in „Kreisbuch 1997&amp;quot;, herausgegeben vom Landkreis Helmstedt, S. 45&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf die Besucherzahlen hatte im wesentlichen das Wetter Einfluss. Sie betrugen im Durchschnitt etwa 100.000 pro Saison. [[1997]] waren es 68.447 Personen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Helmstedter Badeverein von 1873]] e. V. gibt es nicht mehr. [[1989]] löste er sich auf. Das war der Anfang vom Ende der Stiftung. Wegen der schon [[1994]] angespannten Haushaltslage konnte der [[Landkreis Helmstedt|Landkreis]] keine Zuschüsse mehr leisten. Er übertrug seinen Anteil in Höhe von 75.000 DM an die Stadt und an die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]]. Zum 31. Dezember [[1995]] wurde die Stiftung aufgelöst und das Vermögen an die Stadt [[Helmstedt]] mit der Maßgabe übergeben, den Betrieb fortzuführen. Mit Wirkung vom 1. Januar [[1996]] ist die Stadt [[Helmstedt]] nunmehr Eigentümerin des [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]]es geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwaltungsbericht der Stadt Helmstedt 1991 bis 1996, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Betriebsführung wurde schon vor dem Eigentumswechsel von den [[Bäder- und Dienstleistungsgesellschaft Helmstedt|Stadtwerken]] wahrgenommen. Diese Regelung gilt auch für die Zukunft. Unser [[Waldbad Birkerteich|Waldbad]] besteht somit weiter. Auch bei nicht so sonnigem Wetter lohnt sich ein Besuch. Schade, dass diese Erkenntnis – noch – nicht so weit verbreitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren haben wir sogar ein [[Julius-Bad|Hallenbad]]. Ein Schild auf dem Gelände der Grundstücke [[Stobenstraße]] 34 (früher Sanitätsrat Dr. Denecke, verstorben [[1949]], mit dem großen Gelände, das von [[1693]] bis [[1743]] der erste botanische Garten der [[Universität Helmstedt|Universität]] war) und [[Schützenwall]] 4 (dort hatten vor dem Krieg Dr. Ruhe und danach der Zahnarzt Buck ihre Praxen) hatte den [[Helmstedt]]ern jahrelang zuvor den Bau einer solchen Einrichtung angekündigt. Im August [[1974]] erfolgten die Ausschreibungen und im November die Vergabe des Hauptgewerkes an eine [[Helmstedt]]er Arbeitsgemeinschaft. Unmittelbar danach begannen die Bauarbeiten, die im Sommer [[1976]] beendet waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Verwaltungsbericht der Stadt Helmstedt 1972 bis 1976, S. 57&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 17. September [[1976]] wurde der Bau der Öffentlichkeit zur allgemeinen Nutzung übergeben. Bereits 12 Jahre später, am 11. Oktober [[1988]], wurde der zweimillionste Besucher gezählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch schon früher war die Anregung, in [[Helmstedt]] eine „Badehalle&amp;quot; zu errichten, bei der Stadt eingegangen. Im November [[1926]] hatte die Schwimmabteilung des Turn- und Sportvereins Helmstedt sich an die Stadtverordnetenversammlung gewandt und darauf hingewiesen, dass eine solche Halle auf dem Gebiet der früheren [[Gasanstalt]] am heutigen [[Harsleber Torstraße|Harsleber Tor]] eingerichtet werden sollte. Durch den Abbruch der alten Gebäude ließe sich, so bemerkte man, billiges Material erwerben und die alte Kesselanlage könnte man als Heizkessel umfunktionieren. Eine Wasserbeckenanlage vom 25 m Länge in Zementausführung ohne Fliesenbelag sei vollkommen ausreichend. Man verwies auf [[Schöningen]], wo im Stadtpark eine ähnliche Einrichtung existiere. Das wurde bekanntlich nichts, denn, so Bürgermeister Dr. [[Hermann Velke|Velke]]: „… für so etwas haben wir keine Mittel.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer allerdings der Reinlichkeit halber ein Bad aufsuchen wollte, konnte dies im Keller der [[Ernst-August-Schule]] an der [[Schulstraße]] tun. [[1925]] erlaubte man den [[Helmstedt]]ern, zu bestimmten Zeiten – getrennt nach Frauen und Männern – für 10 Pfennig die Duschen zu benutzen. Die Nachfrage war allerdings so gering, dass dieser Versuch nach wenigen Wochen eingestellt wurde. – In den Häusern hatten Badezimmer Seltenheitswert. Auch das wöchentliche Bad in einer Zinkbadewanne war nicht allgemein verbreitet. Das war auch etwas umständlich, denn eine solche Wanne musste extra – meistens in der Küche – aufgestellt werden. Wasser wurde auf dem Kohleherd erhitzt. Es war in der Regel ein „echtes Familienbad“, d. h., beim Wechsel der Person wurde das Wasser nicht erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres echtes Freibad gab es in [[Helmstedt]] im [[Brunnental]]. Auf dem Grund und Boden des [[Clarabad]]es ließ der damalige Eigentümer [[1931]] auf dem bisherigen Hof durch öffentlich geförderte Arbeiten auf einem 1.252 m² großen Grundstück die Erde ausheben und ein Freibad errichten. Es hatte einen Betonfußboden und eine Betonwand, war also recht modern. Wasser kam aus dem [[Mühlenbach]], der ganz früher einmal das Mühlenrad angetrieben hatte und der heute den [[Clarabadteich]] füllt. Das Wasser war ebenso frisch wie kalt, aber das war damals bei allen Freibädern üblich. Im Krieg wurde es weniger genutzt, zeitweise badeten dort die im Hause untergebrachten französischen Fremdarbeiter – so hießen damals offiziell die als Arbeitskräfte mehr oder weniger freiwillig nach Deutschland verbrachten Menschen. Sonst wurde das Bad nicht mehr genutzt. Es verschlammte. Ich selbst erinnere mich noch, das Bad im oder gleich nach dem Krieg gesehen zu haben. Das Wasser war trüb, weniger sauber und darin schwamm alles mögliche Getier. Unter der Regie der Eheleute Prost ([[1955]]–[[1978]], das [[Clarabad]] hieß nun „[[Klabautermann]]“) wurde es mit Bauschutt verfüllt. Das Gelände ist jetzt Hof und Parkplatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chronik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Ostertor&amp;diff=13682</id>
		<title>Ostertor</title>
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		<updated>2026-08-03T10:18:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Ostertor (auch Klostertor, Ludgeritor, Lüdertor bzw. später Magdeburger Tor)&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlage]] der Stadt [[Helmstedt]] an der heutigen [[Magdeburger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Stadttor war ein massiv gemauerter Torturm mit einer Grundfläche von 27&amp;amp;nbsp;Fuß im Quadrat (etwa 7,7x7,7&amp;amp;nbsp;m) und einer Höhe von 45&amp;amp;nbsp;Fuß (rund 12,9&amp;amp;nbsp;m). Damit überragte es den [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] um 13&amp;amp;nbsp;Fuß (etwa 3,7&amp;amp;nbsp;m). Den oberen Abschluss bildete ein Satteldach mit zwei Walmen, das mit Breitziegeln gedeckt war. Die Tordurchfahrt entsprach in ihrer Ausführung der des [[Neumärker Tor]]es. Sie besaß zwei Torbögen und war im Inneren mit einem Gewölbe versehen. Die zweite Etage beherbergte eine Stube sowie eine kleine Küche. In der dritten und vierten Etage befand sich ein Gefängnis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HE-Chronik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98)|Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt]] |TitelErg=Die Helmstedter Stadttürme |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=95–98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits [[1236]]/[[1237]] wird das Tor als Klostertor erwähnt; die Bezeichnung Ludgeritor ist für [[1305]] belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf |titel=Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang. |autor=Rosemarie Pohl, Herbert Rohm |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2013 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ostertor wurde [[1821]] abgetragen. Zuvor war es ein bedeutender Durchlass der alten Ost-West-Fernstraße, die durch [[Helmstedt]] führte und später als [[Reichsstraße 1]] sowie [[Bundesstraße 1]] überregionale Bedeutung erlangte. Durch das Tor am östlichen Stadtrand verlief der Verkehr zwischen [[Helmstedt]] und Magdeburg; Händler, Reisende und andere Nutzer der Fernstraße passierten hier die Stadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2010]] wurden bei Bauarbeiten an der [[Magdeburger Straße]] überraschend Teile der Fundamente des ehemaligen Stadttores vor den Häusern 16/17 freigelegt. Dabei dokumentierten Archäolog:innen nicht nur die Reste des Tores, sondern entdeckten außerdem einen mittelalterlichen Wasserstollen, der vermutlich zur Versorgung oder Entwässerung diente. Nach der Dokumentation wurden die Funde wieder überdeckt, um sie zu schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Stadtmauer_(Helmstedt)&amp;diff=13681</id>
		<title>Stadtmauer (Helmstedt)</title>
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		<updated>2026-08-03T10:17:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Stadtmauer&#039;&#039;&#039; in [[Helmstedt]] war eine im 13. Jahrhundert zum Schutz der Stadt angelegte Befestigungsanlage. Außer den Wällen, die im 18. Jahrhundert abgetragen wurden, sind Reste von Mauer und Graben, vier von acht Mauertürmen (u. a. der [[Eulenturm]] und [[Pulverturm]]) und eines von vier den Himmelsrichtungen entsprechenden Stadttoren, der [[Hausmannsturm]], erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.alleburgen.de/bd.php?id=33456&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die mittelalterliche Stadt [[Helmstedt]], die sich aus den [[Edelhöfe]]n, dem Wik an der [[Beguinenstraße]] und dem heutigen [[Markt]] zu einem Gemeinwesen entwickelt hatte und schon im 12. Jahrhundert ein blühender, aufstrebender Ort war, erlitt am Ende jenes Jahrhunderts einen herben Rückschlag. Zu der Zeit stritten sich der Staufer Philip von Schwaben und der Welfe Otto IV., der Sohn Heinrichs des Löwen, um den Königsthron, und [[Helmstedt]] wurde in diese Streitigkeiten hineingezogen. Wahrscheinlich in der Silvesternacht [[1199]]/[[1200]] legte der Erzbischof Ludolf von Magdeburg, ein Anhänger der Staufen, die Stadt in Schutt und Asche. Aber sie verschwand nicht aus der Geschichte. Durch die beiden Klöster ganz in der Nähe und die günstige Verkehrslage war sie doch schon so gewachsen, dass sie nach der Zerstörung bald wieder aufgebaut wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Stadt vorher nur mit Palisaden- und Holzzäunen nach außen geschützt war, errichtete man nun eine Befestigung aus Mauer, Wall und Graben sowie acht Mauertürmen und vier den Himmelsrichtungen entsprechenden Stadttoren. Auf einem modernen Stadtplan kann man an den Wällen heute noch den Verlauf dieser Anlage aus dem 13. Jahrhundert sehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer dem [[Magdeburger Tor]], dem [[Südertor]], dem [[Braunschweiger Tor]] und dem [[Nordertor]] gab es in [[Helmstedt]] auch noch das [[Harsleber Tor]], das im Jahr [[1955]] der [[Leuckartstraße]] zugeordnet wurde. Aber der Name besteht weiter in der [[Harsleber Torstraße]], und er geht zurück auf ein Dorf Harsleben, das am heutigen [[Elzweg]] gelegen haben soll und das der Überlieferung nach bereits im frühen Mittelalter zerstört wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach den vier Stadttoren benannten Straßen kamen mit Ausnahme des [[Nordertor]]es erst im Laufe der Zeit zu ihren heutigen Namen. Das [[Magdeburger Tor]] hieß zunächst [[Ostertor|Oster]]- beziehungsweise [[Ludgeritor]] oder [[Lüdertor]]. Das [[Südertor (Turm)|Südertor]] hieß ursprünglich [[Seedorfer Tor|Seedorfer]] oder auch [[Seeper Tor]] nach den Dörfern &#039;&#039;Groß Seedorf&#039;&#039; und &#039;&#039;Klein Seedorf&#039;&#039;, die dort in der Nähe gelegen hatten und um [[1200]] „wüst“ geworden waren, das heißt von ihren Bewohnern aufgegeben wurden. Das westliche Tor war der [[Hausmannsturm]], der auch [[Westertor|Wester]]- oder [[Neumärker Tor]] hieß. Die heutige Straße [[Braunschweiger Tor]] hat wahrscheinlich weniger mit dem alten Stadttor zu tun als mit dem ehemaligen [[Zollhaus]], das an der [[Alte Heerstraße|alten Heerstraße]] stand und an dem im 18./19. Jahrhundert ein Wegegeld zu entrichten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&amp;quot;&amp;gt;Melsene Bittó: &#039;&#039;Einst hatte Helmstedt vier Stadttore&#039;&#039;, (Ausgabe der Braunschweiger Zeitung, Helmstedt Lokales, Seite H02. 7. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Eulenturm]]&lt;br /&gt;
* [[Hausmannsturm]]&lt;br /&gt;
* [[Pulverturm]]&lt;br /&gt;
* [[Ostertor]]&lt;br /&gt;
* [[Südertor (Turm)|Südertor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befestigungsanlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Bahnhofstra%C3%9Fe&amp;diff=13680</id>
		<title>Bahnhofstraße</title>
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		<updated>2026-08-03T10:12:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Bahnhofstraße in der Kreisstadt Helmstedt. Für die gleichnamige Straße in Grasleben siehe: [[Bahnhofstraße (Grasleben)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Bahnhofstraße&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   = &lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = &lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = Kernstadt&lt;br /&gt;
| Stadtviertel      = &lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = &lt;br /&gt;
| Straßen           = &lt;br /&gt;
| Querstraßen       = &lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = [[Bahnhof Helmstedt]]&lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = &lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 607 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Bahnhofstraße&#039;&#039;&#039; (früher &#039;&#039;Bahnhofspark&#039;&#039;) ist eine Straße in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Sie verbindet die [[Poststraße]] mit der [[Schöninger Straße]] und umfasst das Gebiet zwischen den Eisenbahngleisen und der Schöninger Straße. Hier befindet sich der [[Bahnhof Helmstedt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Früher wurde dieses Gebiet einfach nur &#039;&#039;Bahnhofspark&#039;&#039; genannt. Die Straße [[Magdeburger Straße]] trug bis zum 1. Mai 1957 mal den Namen Bahnhofstraße. Genau war es der Bereich vom [[Papenberg]] bis zur Eisenbahnbrücke am [[Magdeburger Tor]]. Die Bezeichnung Bahnhofstraße sollte nun (nach dem 1. Mai 1957) zunächst nicht wieder eingeführt werden, um Verwechslungen vorzubeugen. Vier Jahre später wurde aus Gründen der Übersicht im Straßenverkehr, insbesondere für Ortsfremde, in Erwägung gezogen, die von der [[Poststraße]] abzweigende und im Eigentum der Bundesbahn stehende Zufahrtstraße zum [[Bahnhof Helmstedt|Bahnhof]] als Bahnhofstraße zu bezeichnen. Soweit die Gebäude des [[Bahnhof Helmstedt|Bahnhof]]s bisher erfasst werden mussten, geschah dies unter der Bezeichnung Bahnhof oder Bahnhofspark. Diese Bezeichnungen sind dann (als Straßennamen) weggefallen. Die Bundesbahn hatte gegen diese Benennung (lt. Schreiben vom 9. September [[1961]]) nichts einzuwenden; sie blieb Eigentümer der Straße, hielt sie in Bau und Besserung und ließ sie auch reinigen. In einem Ratsbeschluss vom 19. Oktober [[1961]] hieß es dann doch endlich: „Die von der [[Poststraße]] abzweigende Zufahrtsstraße der Bundesbahn erhält die Bezeichnung Bahnhofstraße“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.22244|EW=11.01015|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bahnhofstrasse #(Helmstedt)}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Magdeburger_Stra%C3%9Fe&amp;diff=13679</id>
		<title>Magdeburger Straße</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Magdeburger_Stra%C3%9Fe&amp;diff=13679"/>
		<updated>2026-08-03T10:10:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Magdeburger Straße in der Kreisstadt Helmstedt. Für die gleichnamige Straße in Grasleben siehe: [[Magdeburger Straße (Grasleben)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Magdeburger Straße&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   = früher: Bahnhofstraße&lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = &lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]]&lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = 2010&lt;br /&gt;
| Straßen           = [[Papenberg]], [[Magdeburger Tor]]&lt;br /&gt;
| Querstraßen       = [[Langer Wall]], [[Ostendorf]], [[Kleiner Wall]], [[Poststraße]], [[Am Ludgerihof]]&lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ÖPNV&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 260 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Magdeburger Straße&#039;&#039;&#039; ist eine Straße in der [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Sie erstreckt sich vom [[Papenberg]] bis zur Eisenbahnbrücke am [[Magdeburger Tor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße trug bis zum 1. Mai [[1957]] den Namen &#039;&#039;[[Bahnhofstraße]]&#039;&#039;. Diese Bezeichnung sollte danach zunächst nicht wieder eingeführt werden, um Verwechslungen vorzubeugen. Vier Jahre später wurde aus Gründen der Übersicht im Straßenverkehr, insbesondere für Ortsfremde, in Erwägung gezogen, die von der [[Poststraße]] abzweigende und im Eigentum der Bundesbahn stehende Zufahrtstraße zum [[Bahnhof Helmstedt|Bahnhof]] als [[Bahnhofstraße]] zu bezeichnen. Soweit die Gebäude des [[Bahnhof Helmstedt|Bahnhof]]s bisher erfasst werden mussten, geschah dies unter der Bezeichnung Bahnhof oder Bahnhofspark. Diese Bezeichnungen sind dann (als Straßennamen) weggefallen. Die Bundesbahn hatte gegen diese Benennung (lt. Schreiben vom 9. September [[1961]]) nichts einzuwenden; sie blieb Eigentümer der Straße, hielt sie in Bau und Besserung und ließ sie auch reinigen. In einem Ratsbeschluss vom 19. Oktober [[1961]] hieß es dann doch endlich: „Die von der [[Poststraße]] abzweigende Zufahrtsstraße der Bundesbahn erhält die Bezeichnung [[Bahnhofstraße]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanierung 2010 ===&lt;br /&gt;
Während Bauarbeiten an der Magdeburger Straße legte der Archäologe Jörg Weber am 29. April [[2010]] Teile des alten Helmstedter [[Ostertor]]s frei, einem der vier ehemaligen Stadttore von [[Helmstedt]]. Er fotografierte das östliche Gegenstück zum [[Hausmannsturm]], da der Bereich anschließend wieder zugeschüttet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Magdeburger Tor freigelegt |Autor=Katja Diedrich |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2010-05-02 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdeburger Straße 10-2010.jpg|mini|left|Die Magdeburger Straße nach der Sanierung mit Blick in Richtung Innenstadt.]]&lt;br /&gt;
Nach rund 6-monatiger Bauzeit wurde am 18. Oktober 2010, die Magdeburger Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Zuge der Sanierung konnten auch die Ver- und Entsorgungsleitungen zum großen Teil ausgetauscht werden, so dass die Straße nun insgesamt technisch ertüchtigt ist und – hoffentlich – auf viele Jahre hinaus nicht angetastet werden muss. Die Signalanlage an der Kreuzung [[Türkentor]], die im Zuge der Maßnahme ebenfalls leicht verändert werden musste, konnte in diesem Zusammenhang auf energiesparende Leuchtdioden-Technik umgestellt werden.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;&amp;gt;Martina Hartmann: [http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/049ad06f1d/news_artikel/1353/618/index.html &#039;&#039;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&#039;&#039;], (Website der [http://www.stadt-helmstedt.de Stadt Helmstedt], 15. Oktober 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der Straße zwischen [[Papenberg]] und [[Kleiner Wall|Kleinem Wall]] folgt dabei dem Vorbild der zahlreichen bereits im „Sanierungsgebiet Nordöstliche Innenstadt“ umgebauten Straßen. Mit den gewählten gelblichen Betonsteinen und zahlreichen Ergänzungen aus Natursteinen wird eine abgestimmte Mischung aus Funktionalität und Gestaltung angestrebt. Außerhalb des Wallringes wechselt die Optik der Straße bewusst in Richtung Asphaltstraße, ohne aber an Wertigkeit zu verlieren.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in zahlreichen deutschen Städten bereits seit Jahren zum Alltagsbild gehört, wird in der Magdeburger Straße nun das erste Mal ausprobiert: Die Straße wird für Fahrradfahrer zwischen Papenberg und Türkentor in Gegenrichtung geöffnet. Als Radfahrer kann man also künftig auch aus Richtung Osten direkt bis kurz vor den Markt fahren, ohne absteigen oder einen Umweg einschlagen zu müssen. Dieser Planung waren viele intern und extern geführte Diskussionen vorausgegangen. Inzwischen ist sich die Verwaltung jedoch sicher, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase alle Verkehrsteilnehmer von dieser Regelung nur profitieren können.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 02. August 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/0727ce6f91/news_artikel/1305/618/index.html&lt;br /&gt;
Ab Mittwoch, 04.08.2010 beginnt der nächste Bauabschnitt des Ausbaus der Magdeburger Straße. Nachdem der Bereich zwischen Edelhöfe und Ostendorf fast fertig gestellt ist, werden die Bauarbeiten im Teilstück zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor fortgesetzt. Verkehrsteilnehmer, die die Straße Ostendorf erreichen möchten, können ab dem 04.08. aus Richtung Papenberg/Edelhöfe  die Magdeburger Straße bis einschließlich Ostendorf befahren. Der Teilbereich zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor wird für den Fahrzeugverkehr ganz gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 25. Juni 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/0d5ae2fe79/news_artikel/1289/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1275343200&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2591999&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Die Kanalbauarbeiten in der Magdeburger Straße stehen kurz vor der Fertigstellung. Ab Montag, 28.06.2010, ca. 12 Uhr beginnt die Neupflasterung der Magdeburger Straße. Be-gonnen wird im Teilbereich zwischen den Edelhöfen und Ostendorf, sodass dieser Bereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Die Zufahrt in die Straße Ostendorf ist dann wieder über die Kreuzung „Türkentor“ möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 29. März 2010, Dana Müller, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/417f9914b0/news_artikel/1234/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1267398000&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2674799&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Mit Hilfe europäischer Fördermittel ist die Stadt Helmstedt in der Lage, eine weitere innerstädtische Straße zu sanieren und gestalterisch aufzuwerten. In Fortführung des Papenbergs wird nun die Magdeburger Straße in Angriff genommen. Auf einer Informationsveranstaltung im Dezember des vergangenen Jahres wurden die Anlieger bereits ausführlich über die Maßnahme informiert. Während gewisse Beeinträchtigungen während der Bauphase für die Anlieger unvermeidbar sind, können die finanziellen Belastungen sowohl für die Stadt als auch für die Grundstückseigentümer dank der Fördermittel in einem „angenehmen“ Rahmen  gehalten werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Straßensanierung wird auch die gesamte Abwasserkanalisation der Straße erneuert: In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst der Mischwasserkanal zwischen Edelhöfe und dem Ostendorf einschließlich der Hausanschlüsse ausgetauscht werden. Die Straße zwischen diesen beiden Einmündungen wird daher voraussichtlich ab dem 7. April voll gesperrt. Die beiden Einmündungen selbst sollen jedoch in den ersten Wochen noch befahrbar bleiben. Ab ca. Anfang Mai wird dann auch der Bereich bis zum Türkentor in Anspruch genommen. Insgesamt werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis Ende August dauern.&lt;br /&gt;
Da die Straße während der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt, kann es hier sowie auf den umliegenden Straßen nach Ostern zu gewissen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Verwaltung bittet alle direkt und indirekt Betroffenen im Voraus um Verständnis. „Wir freuen uns jedoch bereits jetzt auf ein weiteres neu gestaltetes Stück Innenstadt“, blickt Projektleiter Dirk Stein vom Fachbereich Straßen, Natur und Umwelt optimistisch in die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magdeburger Straße Einfallstor für Helmstedt? ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße in [[Helmstedt]] wird neu gestaltet, und zwar so, wie es in anderen Teilen der Innenstadt bereits geschehen ist. Ob die Fahrtrichtung gedreht wird, damit sie ein „Einfallstor“ für Autofahrer aus dem Osten wird, bleibt offen. Die Planung ist durch ein externes Ingenieurbüro bereits erfolgt und jüngst im Helmstedter Bauausschuss vorgestellt worden. Wesentliche Änderung gegenüber dem Ist-Zustand: Die Fahrbahndecke und die Gehwegplatten werden aufgenommen und ersetzt durch gerumpeltes Betonpflaster beziehungsweise Feldsteine im Randbereich. Einige Meter vor dem Knotenpunkt am Ludgerihof bleibt es bei einer Asphaltdecke. Die Planer hatten dabei zu berücksichtigen, dass Omnibusse und sperrige Lieferfahrzeuge auch dann die Straße befahren können, wenn aus ihr ein Zubringer für die Innenstadt wird. Derzeit fließt der Verkehr aus Richtung [[Markt (Helmstedt)|Markt]]platz über den [[Papenberg]] und die Magdeburger Straße Richtung innerstädtischer Ring ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor drei Jahren ersannen Rat und Verwaltung die Idee für ein Verkehrskonzept. Demnach sollte nach Fertigstellung einer Verbindungsstraße am [[Beek]] die Fahrtrichtung auf der Magdeburger Straße umgedreht werden, so dass der Verkehr von Osten in die Stadt bis zum Papenberg und dann über die [[Edelhöfe]] abfließen oder zum neuen [[Parkhaus Edelhöfe|Parkhaus]] geleitet werden kann. Doch bislang ist diese Idee daran gescheitert, dass die Stadt immer noch nicht weiß, was aus dem Bau eines Handelszentrums an den Edelhöfen wird. „Der potenzielle Investor führt Gespräche mit möglichen Mietinteressenten, das Ergebnis bleibt abzuwarten und ist hier bisher nicht abschließend bekannt“, teilte Wirtschaftsförderer Rainer Metschke vor fünf Monaten mit. An diesem Sachstand hat sich bis heute nichts geändert. Möglich ist, dass der Rat einen Verkehrsversuch beschließt, der die Magdeburger Straße zur Einfallstraße aufwertet. Doch zunächst einmal muss die Straße neu gepflastert werden. Wolfgang Brumund vom Fachbereich Planen und Bauen gibt den Zeitplan vor: „Bis August 2010 muss die Sache fertig sein. Ansonsten gingen uns die EU-Fördermittel verloren.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
An der Straße befinden sich die folgenden Einrichtungen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}1 || [[Nagoya]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}8 A || [[Golden Barber Hairstyle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 12{{0}}{{0}} || [[Alevitische Kulturgemeinschaft Helmstedt]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 17{{0}}{{0}} || [[Tabak-News-Kontor]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.22598|EW=11.01390|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Magdeburger Strasse #Helmstedt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Magdeburger_Stra%C3%9Fe&amp;diff=13678</id>
		<title>Magdeburger Straße</title>
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		<updated>2026-08-03T10:04:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Sanierung 2010 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Magdeburger Straße in der Kreisstadt Helmstedt. Für die gleichnamige Straße in Grasleben siehe: [[Magdeburger Straße (Grasleben)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Magdeburger Straße&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   = früher: Bahnhofstraße&lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = &lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]]&lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = 2010&lt;br /&gt;
| Straßen           = [[Papenberg]], [[Magdeburger Tor]]&lt;br /&gt;
| Querstraßen       = [[Langer Wall]], [[Ostendorf]], [[Kleiner Wall]], [[Poststraße]], [[Am Ludgerihof]]&lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ÖPNV&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 260 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Magdeburger Straße&#039;&#039;&#039; ist eine Straße in der [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Sie erstreckt sich vom [[Papenberg]] bis zur Eisenbahnbrücke am [[Magdeburger Tor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße trug bis zum 1. Mai [[1957]] den Namen &#039;&#039;[[Bahnhofstraße]]&#039;&#039;. Diese Bezeichnung sollte danach zunächst nicht wieder eingeführt werden, um Verwechslungen vorzubeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanierung 2010 ===&lt;br /&gt;
Während Bauarbeiten an der Magdeburger Straße legte der Archäologe Jörg Weber am 29. April [[2010]] Teile des alten Helmstedter [[Ostertor]]s frei, einem der vier ehemaligen Stadttore von [[Helmstedt]]. Er fotografierte das östliche Gegenstück zum [[Hausmannsturm]], da der Bereich anschließend wieder zugeschüttet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Magdeburger Tor freigelegt |Autor=Katja Diedrich |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2010-05-02 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdeburger Straße 10-2010.jpg|mini|left|Die Magdeburger Straße nach der Sanierung mit Blick in Richtung Innenstadt.]]&lt;br /&gt;
Nach rund 6-monatiger Bauzeit wurde am 18. Oktober 2010, die Magdeburger Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Zuge der Sanierung konnten auch die Ver- und Entsorgungsleitungen zum großen Teil ausgetauscht werden, so dass die Straße nun insgesamt technisch ertüchtigt ist und – hoffentlich – auf viele Jahre hinaus nicht angetastet werden muss. Die Signalanlage an der Kreuzung [[Türkentor]], die im Zuge der Maßnahme ebenfalls leicht verändert werden musste, konnte in diesem Zusammenhang auf energiesparende Leuchtdioden-Technik umgestellt werden.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;&amp;gt;Martina Hartmann: [http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/049ad06f1d/news_artikel/1353/618/index.html &#039;&#039;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&#039;&#039;], (Website der [http://www.stadt-helmstedt.de Stadt Helmstedt], 15. Oktober 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der Straße zwischen [[Papenberg]] und [[Kleiner Wall|Kleinem Wall]] folgt dabei dem Vorbild der zahlreichen bereits im „Sanierungsgebiet Nordöstliche Innenstadt“ umgebauten Straßen. Mit den gewählten gelblichen Betonsteinen und zahlreichen Ergänzungen aus Natursteinen wird eine abgestimmte Mischung aus Funktionalität und Gestaltung angestrebt. Außerhalb des Wallringes wechselt die Optik der Straße bewusst in Richtung Asphaltstraße, ohne aber an Wertigkeit zu verlieren.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in zahlreichen deutschen Städten bereits seit Jahren zum Alltagsbild gehört, wird in der Magdeburger Straße nun das erste Mal ausprobiert: Die Straße wird für Fahrradfahrer zwischen Papenberg und Türkentor in Gegenrichtung geöffnet. Als Radfahrer kann man also künftig auch aus Richtung Osten direkt bis kurz vor den Markt fahren, ohne absteigen oder einen Umweg einschlagen zu müssen. Dieser Planung waren viele intern und extern geführte Diskussionen vorausgegangen. Inzwischen ist sich die Verwaltung jedoch sicher, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase alle Verkehrsteilnehmer von dieser Regelung nur profitieren können.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 02. August 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/0727ce6f91/news_artikel/1305/618/index.html&lt;br /&gt;
Ab Mittwoch, 04.08.2010 beginnt der nächste Bauabschnitt des Ausbaus der Magdeburger Straße. Nachdem der Bereich zwischen Edelhöfe und Ostendorf fast fertig gestellt ist, werden die Bauarbeiten im Teilstück zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor fortgesetzt. Verkehrsteilnehmer, die die Straße Ostendorf erreichen möchten, können ab dem 04.08. aus Richtung Papenberg/Edelhöfe  die Magdeburger Straße bis einschließlich Ostendorf befahren. Der Teilbereich zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor wird für den Fahrzeugverkehr ganz gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 25. Juni 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/0d5ae2fe79/news_artikel/1289/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1275343200&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2591999&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Die Kanalbauarbeiten in der Magdeburger Straße stehen kurz vor der Fertigstellung. Ab Montag, 28.06.2010, ca. 12 Uhr beginnt die Neupflasterung der Magdeburger Straße. Be-gonnen wird im Teilbereich zwischen den Edelhöfen und Ostendorf, sodass dieser Bereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Die Zufahrt in die Straße Ostendorf ist dann wieder über die Kreuzung „Türkentor“ möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 29. März 2010, Dana Müller, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/417f9914b0/news_artikel/1234/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1267398000&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2674799&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Mit Hilfe europäischer Fördermittel ist die Stadt Helmstedt in der Lage, eine weitere innerstädtische Straße zu sanieren und gestalterisch aufzuwerten. In Fortführung des Papenbergs wird nun die Magdeburger Straße in Angriff genommen. Auf einer Informationsveranstaltung im Dezember des vergangenen Jahres wurden die Anlieger bereits ausführlich über die Maßnahme informiert. Während gewisse Beeinträchtigungen während der Bauphase für die Anlieger unvermeidbar sind, können die finanziellen Belastungen sowohl für die Stadt als auch für die Grundstückseigentümer dank der Fördermittel in einem „angenehmen“ Rahmen  gehalten werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Straßensanierung wird auch die gesamte Abwasserkanalisation der Straße erneuert: In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst der Mischwasserkanal zwischen Edelhöfe und dem Ostendorf einschließlich der Hausanschlüsse ausgetauscht werden. Die Straße zwischen diesen beiden Einmündungen wird daher voraussichtlich ab dem 7. April voll gesperrt. Die beiden Einmündungen selbst sollen jedoch in den ersten Wochen noch befahrbar bleiben. Ab ca. Anfang Mai wird dann auch der Bereich bis zum Türkentor in Anspruch genommen. Insgesamt werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis Ende August dauern.&lt;br /&gt;
Da die Straße während der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt, kann es hier sowie auf den umliegenden Straßen nach Ostern zu gewissen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Verwaltung bittet alle direkt und indirekt Betroffenen im Voraus um Verständnis. „Wir freuen uns jedoch bereits jetzt auf ein weiteres neu gestaltetes Stück Innenstadt“, blickt Projektleiter Dirk Stein vom Fachbereich Straßen, Natur und Umwelt optimistisch in die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magdeburger Straße Einfallstor für Helmstedt? ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße in [[Helmstedt]] wird neu gestaltet, und zwar so, wie es in anderen Teilen der Innenstadt bereits geschehen ist. Ob die Fahrtrichtung gedreht wird, damit sie ein „Einfallstor“ für Autofahrer aus dem Osten wird, bleibt offen. Die Planung ist durch ein externes Ingenieurbüro bereits erfolgt und jüngst im Helmstedter Bauausschuss vorgestellt worden. Wesentliche Änderung gegenüber dem Ist-Zustand: Die Fahrbahndecke und die Gehwegplatten werden aufgenommen und ersetzt durch gerumpeltes Betonpflaster beziehungsweise Feldsteine im Randbereich. Einige Meter vor dem Knotenpunkt am Ludgerihof bleibt es bei einer Asphaltdecke. Die Planer hatten dabei zu berücksichtigen, dass Omnibusse und sperrige Lieferfahrzeuge auch dann die Straße befahren können, wenn aus ihr ein Zubringer für die Innenstadt wird. Derzeit fließt der Verkehr aus Richtung [[Markt (Helmstedt)|Markt]]platz über den [[Papenberg]] und die Magdeburger Straße Richtung innerstädtischer Ring ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor drei Jahren ersannen Rat und Verwaltung die Idee für ein Verkehrskonzept. Demnach sollte nach Fertigstellung einer Verbindungsstraße am [[Beek]] die Fahrtrichtung auf der Magdeburger Straße umgedreht werden, so dass der Verkehr von Osten in die Stadt bis zum Papenberg und dann über die [[Edelhöfe]] abfließen oder zum neuen [[Parkhaus Edelhöfe|Parkhaus]] geleitet werden kann. Doch bislang ist diese Idee daran gescheitert, dass die Stadt immer noch nicht weiß, was aus dem Bau eines Handelszentrums an den Edelhöfen wird. „Der potenzielle Investor führt Gespräche mit möglichen Mietinteressenten, das Ergebnis bleibt abzuwarten und ist hier bisher nicht abschließend bekannt“, teilte Wirtschaftsförderer Rainer Metschke vor fünf Monaten mit. An diesem Sachstand hat sich bis heute nichts geändert. Möglich ist, dass der Rat einen Verkehrsversuch beschließt, der die Magdeburger Straße zur Einfallstraße aufwertet. Doch zunächst einmal muss die Straße neu gepflastert werden. Wolfgang Brumund vom Fachbereich Planen und Bauen gibt den Zeitplan vor: „Bis August 2010 muss die Sache fertig sein. Ansonsten gingen uns die EU-Fördermittel verloren.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
An der Straße befinden sich die folgenden Einrichtungen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}1 || [[Nagoya]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}8 A || [[Golden Barber Hairstyle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 12{{0}}{{0}} || [[Alevitische Kulturgemeinschaft Helmstedt]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 17{{0}}{{0}} || [[Tabak-News-Kontor]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.22598|EW=11.01390|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Magdeburger Strasse #Helmstedt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Magdeburger_Stra%C3%9Fe&amp;diff=13677</id>
		<title>Magdeburger Straße</title>
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		<updated>2026-08-03T10:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Magdeburger Straße in der Kreisstadt Helmstedt. Für die gleichnamige Straße in Grasleben siehe: [[Magdeburger Straße (Grasleben)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Magdeburger Straße&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   = früher: Bahnhofstraße&lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = &lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]]&lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = 2010&lt;br /&gt;
| Straßen           = [[Papenberg]], [[Magdeburger Tor]]&lt;br /&gt;
| Querstraßen       = [[Langer Wall]], [[Ostendorf]], [[Kleiner Wall]], [[Poststraße]], [[Am Ludgerihof]]&lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ÖPNV&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 260 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Magdeburger Straße&#039;&#039;&#039; ist eine Straße in der [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Sie erstreckt sich vom [[Papenberg]] bis zur Eisenbahnbrücke am [[Magdeburger Tor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße trug bis zum 1. Mai [[1957]] den Namen &#039;&#039;[[Bahnhofstraße]]&#039;&#039;. Diese Bezeichnung sollte danach zunächst nicht wieder eingeführt werden, um Verwechslungen vorzubeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanierung 2010 ===&lt;br /&gt;
Während Bauarbeiten an der Magdeburger Straße legte der Archäologe Jörg Weber am 29. April [[2010]] Teile des alten Helmstedter Stadttores [[Ostertor]] frei. Er fotografierte das östliche Gegenstück zum [[Hausmannsturm]], da der Bereich anschließend wieder zugeschüttet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Magdeburger Tor freigelegt |Autor=Katja Diedrich |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2010-05-02 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdeburger Straße 10-2010.jpg|mini|left|Die Magdeburger Straße nach der Sanierung mit Blick in Richtung Innenstadt.]]&lt;br /&gt;
Nach rund 6-monatiger Bauzeit wurde am 18. Oktober 2010, die Magdeburger Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Zuge der Sanierung konnten auch die Ver- und Entsorgungsleitungen zum großen Teil ausgetauscht werden, so dass die Straße nun insgesamt technisch ertüchtigt ist und – hoffentlich – auf viele Jahre hinaus nicht angetastet werden muss. Die Signalanlage an der Kreuzung [[Türkentor]], die im Zuge der Maßnahme ebenfalls leicht verändert werden musste, konnte in diesem Zusammenhang auf energiesparende Leuchtdioden-Technik umgestellt werden.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;&amp;gt;Martina Hartmann: [http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/049ad06f1d/news_artikel/1353/618/index.html &#039;&#039;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&#039;&#039;], (Website der [http://www.stadt-helmstedt.de Stadt Helmstedt], 15. Oktober 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der Straße zwischen [[Papenberg]] und [[Kleiner Wall|Kleinem Wall]] folgt dabei dem Vorbild der zahlreichen bereits im „Sanierungsgebiet Nordöstliche Innenstadt“ umgebauten Straßen. Mit den gewählten gelblichen Betonsteinen und zahlreichen Ergänzungen aus Natursteinen wird eine abgestimmte Mischung aus Funktionalität und Gestaltung angestrebt. Außerhalb des Wallringes wechselt die Optik der Straße bewusst in Richtung Asphaltstraße, ohne aber an Wertigkeit zu verlieren.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in zahlreichen deutschen Städten bereits seit Jahren zum Alltagsbild gehört, wird in der Magdeburger Straße nun das erste Mal ausprobiert: Die Straße wird für Fahrradfahrer zwischen Papenberg und Türkentor in Gegenrichtung geöffnet. Als Radfahrer kann man also künftig auch aus Richtung Osten direkt bis kurz vor den Markt fahren, ohne absteigen oder einen Umweg einschlagen zu müssen. Dieser Planung waren viele intern und extern geführte Diskussionen vorausgegangen. Inzwischen ist sich die Verwaltung jedoch sicher, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase alle Verkehrsteilnehmer von dieser Regelung nur profitieren können.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 02. August 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/0727ce6f91/news_artikel/1305/618/index.html&lt;br /&gt;
Ab Mittwoch, 04.08.2010 beginnt der nächste Bauabschnitt des Ausbaus der Magdeburger Straße. Nachdem der Bereich zwischen Edelhöfe und Ostendorf fast fertig gestellt ist, werden die Bauarbeiten im Teilstück zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor fortgesetzt. Verkehrsteilnehmer, die die Straße Ostendorf erreichen möchten, können ab dem 04.08. aus Richtung Papenberg/Edelhöfe  die Magdeburger Straße bis einschließlich Ostendorf befahren. Der Teilbereich zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor wird für den Fahrzeugverkehr ganz gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 25. Juni 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/0d5ae2fe79/news_artikel/1289/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1275343200&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2591999&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Die Kanalbauarbeiten in der Magdeburger Straße stehen kurz vor der Fertigstellung. Ab Montag, 28.06.2010, ca. 12 Uhr beginnt die Neupflasterung der Magdeburger Straße. Be-gonnen wird im Teilbereich zwischen den Edelhöfen und Ostendorf, sodass dieser Bereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Die Zufahrt in die Straße Ostendorf ist dann wieder über die Kreuzung „Türkentor“ möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 29. März 2010, Dana Müller, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/417f9914b0/news_artikel/1234/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1267398000&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2674799&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Mit Hilfe europäischer Fördermittel ist die Stadt Helmstedt in der Lage, eine weitere innerstädtische Straße zu sanieren und gestalterisch aufzuwerten. In Fortführung des Papenbergs wird nun die Magdeburger Straße in Angriff genommen. Auf einer Informationsveranstaltung im Dezember des vergangenen Jahres wurden die Anlieger bereits ausführlich über die Maßnahme informiert. Während gewisse Beeinträchtigungen während der Bauphase für die Anlieger unvermeidbar sind, können die finanziellen Belastungen sowohl für die Stadt als auch für die Grundstückseigentümer dank der Fördermittel in einem „angenehmen“ Rahmen  gehalten werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Straßensanierung wird auch die gesamte Abwasserkanalisation der Straße erneuert: In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst der Mischwasserkanal zwischen Edelhöfe und dem Ostendorf einschließlich der Hausanschlüsse ausgetauscht werden. Die Straße zwischen diesen beiden Einmündungen wird daher voraussichtlich ab dem 7. April voll gesperrt. Die beiden Einmündungen selbst sollen jedoch in den ersten Wochen noch befahrbar bleiben. Ab ca. Anfang Mai wird dann auch der Bereich bis zum Türkentor in Anspruch genommen. Insgesamt werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis Ende August dauern.&lt;br /&gt;
Da die Straße während der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt, kann es hier sowie auf den umliegenden Straßen nach Ostern zu gewissen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Verwaltung bittet alle direkt und indirekt Betroffenen im Voraus um Verständnis. „Wir freuen uns jedoch bereits jetzt auf ein weiteres neu gestaltetes Stück Innenstadt“, blickt Projektleiter Dirk Stein vom Fachbereich Straßen, Natur und Umwelt optimistisch in die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magdeburger Straße Einfallstor für Helmstedt? ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße in [[Helmstedt]] wird neu gestaltet, und zwar so, wie es in anderen Teilen der Innenstadt bereits geschehen ist. Ob die Fahrtrichtung gedreht wird, damit sie ein „Einfallstor“ für Autofahrer aus dem Osten wird, bleibt offen. Die Planung ist durch ein externes Ingenieurbüro bereits erfolgt und jüngst im Helmstedter Bauausschuss vorgestellt worden. Wesentliche Änderung gegenüber dem Ist-Zustand: Die Fahrbahndecke und die Gehwegplatten werden aufgenommen und ersetzt durch gerumpeltes Betonpflaster beziehungsweise Feldsteine im Randbereich. Einige Meter vor dem Knotenpunkt am Ludgerihof bleibt es bei einer Asphaltdecke. Die Planer hatten dabei zu berücksichtigen, dass Omnibusse und sperrige Lieferfahrzeuge auch dann die Straße befahren können, wenn aus ihr ein Zubringer für die Innenstadt wird. Derzeit fließt der Verkehr aus Richtung [[Markt (Helmstedt)|Markt]]platz über den [[Papenberg]] und die Magdeburger Straße Richtung innerstädtischer Ring ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor drei Jahren ersannen Rat und Verwaltung die Idee für ein Verkehrskonzept. Demnach sollte nach Fertigstellung einer Verbindungsstraße am [[Beek]] die Fahrtrichtung auf der Magdeburger Straße umgedreht werden, so dass der Verkehr von Osten in die Stadt bis zum Papenberg und dann über die [[Edelhöfe]] abfließen oder zum neuen [[Parkhaus Edelhöfe|Parkhaus]] geleitet werden kann. Doch bislang ist diese Idee daran gescheitert, dass die Stadt immer noch nicht weiß, was aus dem Bau eines Handelszentrums an den Edelhöfen wird. „Der potenzielle Investor führt Gespräche mit möglichen Mietinteressenten, das Ergebnis bleibt abzuwarten und ist hier bisher nicht abschließend bekannt“, teilte Wirtschaftsförderer Rainer Metschke vor fünf Monaten mit. An diesem Sachstand hat sich bis heute nichts geändert. Möglich ist, dass der Rat einen Verkehrsversuch beschließt, der die Magdeburger Straße zur Einfallstraße aufwertet. Doch zunächst einmal muss die Straße neu gepflastert werden. Wolfgang Brumund vom Fachbereich Planen und Bauen gibt den Zeitplan vor: „Bis August 2010 muss die Sache fertig sein. Ansonsten gingen uns die EU-Fördermittel verloren.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
An der Straße befinden sich die folgenden Einrichtungen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}1 || [[Nagoya]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}8 A || [[Golden Barber Hairstyle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 12{{0}}{{0}} || [[Alevitische Kulturgemeinschaft Helmstedt]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 17{{0}}{{0}} || [[Tabak-News-Kontor]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.22598|EW=11.01390|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Magdeburger Strasse #Helmstedt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Magdeburger_Stra%C3%9Fe&amp;diff=13676</id>
		<title>Magdeburger Straße</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Magdeburger_Stra%C3%9Fe&amp;diff=13676"/>
		<updated>2026-08-03T10:01:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Magdeburger Straße in der Kreisstadt Helmstedt. Für die gleichnamige Straße in Grasleben siehe: [[Magdeburger Straße (Grasleben)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Magdeburger Straße&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   = früher: Bahnhofstraße&lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = &lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]]&lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = 2010&lt;br /&gt;
| Straßen           = [[Papenberg]], [[Magdeburger Tor]]&lt;br /&gt;
| Querstraßen       = [[Langer Wall]], [[Ostendorf]], [[Kleiner Wall]], [[Poststraße]], [[Am Ludgerihof]]&lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ÖPNV&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 260 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Magdeburger Straße&#039;&#039;&#039; ist eine Straße in der [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Sie erstreckt sich vom [[Papenberg]] bis zur Eisenbahnbrücke am [[Magdeburger Tor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße trug bis zum 1. Mai [[1957]] den Namen &#039;&#039;[[Bahnhofstraße]]&#039;&#039;. Diese Bezeichnung sollte nach dem 1. Mai [[1957]] zunächst nicht wieder eingeführt werden, um Verwechslungen vorzubeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanierung 2010 ===&lt;br /&gt;
Während Bauarbeiten an der Magdeburger Straße legte der Archäologe Jörg Weber am 29. April [[2010]] Teile des alten Helmstedter Stadttores [[Ostertor]] frei. Er fotografierte das östliche Gegenstück zum [[Hausmannsturm]], da der Bereich anschließend wieder zugeschüttet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Magdeburger Tor freigelegt |Autor=Katja Diedrich |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2010-05-02 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdeburger Straße 10-2010.jpg|mini|left|Die Magdeburger Straße nach der Sanierung mit Blick in Richtung Innenstadt.]]&lt;br /&gt;
Nach rund 6-monatiger Bauzeit wurde am 18. Oktober 2010, die Magdeburger Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Zuge der Sanierung konnten auch die Ver- und Entsorgungsleitungen zum großen Teil ausgetauscht werden, so dass die Straße nun insgesamt technisch ertüchtigt ist und – hoffentlich – auf viele Jahre hinaus nicht angetastet werden muss. Die Signalanlage an der Kreuzung [[Türkentor]], die im Zuge der Maßnahme ebenfalls leicht verändert werden musste, konnte in diesem Zusammenhang auf energiesparende Leuchtdioden-Technik umgestellt werden.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;&amp;gt;Martina Hartmann: [http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/049ad06f1d/news_artikel/1353/618/index.html &#039;&#039;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&#039;&#039;], (Website der [http://www.stadt-helmstedt.de Stadt Helmstedt], 15. Oktober 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der Straße zwischen [[Papenberg]] und [[Kleiner Wall|Kleinem Wall]] folgt dabei dem Vorbild der zahlreichen bereits im „Sanierungsgebiet Nordöstliche Innenstadt“ umgebauten Straßen. Mit den gewählten gelblichen Betonsteinen und zahlreichen Ergänzungen aus Natursteinen wird eine abgestimmte Mischung aus Funktionalität und Gestaltung angestrebt. Außerhalb des Wallringes wechselt die Optik der Straße bewusst in Richtung Asphaltstraße, ohne aber an Wertigkeit zu verlieren.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in zahlreichen deutschen Städten bereits seit Jahren zum Alltagsbild gehört, wird in der Magdeburger Straße nun das erste Mal ausprobiert: Die Straße wird für Fahrradfahrer zwischen Papenberg und Türkentor in Gegenrichtung geöffnet. Als Radfahrer kann man also künftig auch aus Richtung Osten direkt bis kurz vor den Markt fahren, ohne absteigen oder einen Umweg einschlagen zu müssen. Dieser Planung waren viele intern und extern geführte Diskussionen vorausgegangen. Inzwischen ist sich die Verwaltung jedoch sicher, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase alle Verkehrsteilnehmer von dieser Regelung nur profitieren können.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 02. August 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/0727ce6f91/news_artikel/1305/618/index.html&lt;br /&gt;
Ab Mittwoch, 04.08.2010 beginnt der nächste Bauabschnitt des Ausbaus der Magdeburger Straße. Nachdem der Bereich zwischen Edelhöfe und Ostendorf fast fertig gestellt ist, werden die Bauarbeiten im Teilstück zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor fortgesetzt. Verkehrsteilnehmer, die die Straße Ostendorf erreichen möchten, können ab dem 04.08. aus Richtung Papenberg/Edelhöfe  die Magdeburger Straße bis einschließlich Ostendorf befahren. Der Teilbereich zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor wird für den Fahrzeugverkehr ganz gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 25. Juni 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/0d5ae2fe79/news_artikel/1289/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1275343200&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2591999&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Die Kanalbauarbeiten in der Magdeburger Straße stehen kurz vor der Fertigstellung. Ab Montag, 28.06.2010, ca. 12 Uhr beginnt die Neupflasterung der Magdeburger Straße. Be-gonnen wird im Teilbereich zwischen den Edelhöfen und Ostendorf, sodass dieser Bereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Die Zufahrt in die Straße Ostendorf ist dann wieder über die Kreuzung „Türkentor“ möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 29. März 2010, Dana Müller, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/417f9914b0/news_artikel/1234/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1267398000&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2674799&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Mit Hilfe europäischer Fördermittel ist die Stadt Helmstedt in der Lage, eine weitere innerstädtische Straße zu sanieren und gestalterisch aufzuwerten. In Fortführung des Papenbergs wird nun die Magdeburger Straße in Angriff genommen. Auf einer Informationsveranstaltung im Dezember des vergangenen Jahres wurden die Anlieger bereits ausführlich über die Maßnahme informiert. Während gewisse Beeinträchtigungen während der Bauphase für die Anlieger unvermeidbar sind, können die finanziellen Belastungen sowohl für die Stadt als auch für die Grundstückseigentümer dank der Fördermittel in einem „angenehmen“ Rahmen  gehalten werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Straßensanierung wird auch die gesamte Abwasserkanalisation der Straße erneuert: In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst der Mischwasserkanal zwischen Edelhöfe und dem Ostendorf einschließlich der Hausanschlüsse ausgetauscht werden. Die Straße zwischen diesen beiden Einmündungen wird daher voraussichtlich ab dem 7. April voll gesperrt. Die beiden Einmündungen selbst sollen jedoch in den ersten Wochen noch befahrbar bleiben. Ab ca. Anfang Mai wird dann auch der Bereich bis zum Türkentor in Anspruch genommen. Insgesamt werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis Ende August dauern.&lt;br /&gt;
Da die Straße während der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt, kann es hier sowie auf den umliegenden Straßen nach Ostern zu gewissen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Verwaltung bittet alle direkt und indirekt Betroffenen im Voraus um Verständnis. „Wir freuen uns jedoch bereits jetzt auf ein weiteres neu gestaltetes Stück Innenstadt“, blickt Projektleiter Dirk Stein vom Fachbereich Straßen, Natur und Umwelt optimistisch in die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magdeburger Straße Einfallstor für Helmstedt? ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße in [[Helmstedt]] wird neu gestaltet, und zwar so, wie es in anderen Teilen der Innenstadt bereits geschehen ist. Ob die Fahrtrichtung gedreht wird, damit sie ein „Einfallstor“ für Autofahrer aus dem Osten wird, bleibt offen. Die Planung ist durch ein externes Ingenieurbüro bereits erfolgt und jüngst im Helmstedter Bauausschuss vorgestellt worden. Wesentliche Änderung gegenüber dem Ist-Zustand: Die Fahrbahndecke und die Gehwegplatten werden aufgenommen und ersetzt durch gerumpeltes Betonpflaster beziehungsweise Feldsteine im Randbereich. Einige Meter vor dem Knotenpunkt am Ludgerihof bleibt es bei einer Asphaltdecke. Die Planer hatten dabei zu berücksichtigen, dass Omnibusse und sperrige Lieferfahrzeuge auch dann die Straße befahren können, wenn aus ihr ein Zubringer für die Innenstadt wird. Derzeit fließt der Verkehr aus Richtung [[Markt (Helmstedt)|Markt]]platz über den [[Papenberg]] und die Magdeburger Straße Richtung innerstädtischer Ring ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor drei Jahren ersannen Rat und Verwaltung die Idee für ein Verkehrskonzept. Demnach sollte nach Fertigstellung einer Verbindungsstraße am [[Beek]] die Fahrtrichtung auf der Magdeburger Straße umgedreht werden, so dass der Verkehr von Osten in die Stadt bis zum Papenberg und dann über die [[Edelhöfe]] abfließen oder zum neuen [[Parkhaus Edelhöfe|Parkhaus]] geleitet werden kann. Doch bislang ist diese Idee daran gescheitert, dass die Stadt immer noch nicht weiß, was aus dem Bau eines Handelszentrums an den Edelhöfen wird. „Der potenzielle Investor führt Gespräche mit möglichen Mietinteressenten, das Ergebnis bleibt abzuwarten und ist hier bisher nicht abschließend bekannt“, teilte Wirtschaftsförderer Rainer Metschke vor fünf Monaten mit. An diesem Sachstand hat sich bis heute nichts geändert. Möglich ist, dass der Rat einen Verkehrsversuch beschließt, der die Magdeburger Straße zur Einfallstraße aufwertet. Doch zunächst einmal muss die Straße neu gepflastert werden. Wolfgang Brumund vom Fachbereich Planen und Bauen gibt den Zeitplan vor: „Bis August 2010 muss die Sache fertig sein. Ansonsten gingen uns die EU-Fördermittel verloren.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
An der Straße befinden sich die folgenden Einrichtungen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}1 || [[Nagoya]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}8 A || [[Golden Barber Hairstyle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 12{{0}}{{0}} || [[Alevitische Kulturgemeinschaft Helmstedt]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 17{{0}}{{0}} || [[Tabak-News-Kontor]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.22598|EW=11.01390|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Magdeburger Strasse #Helmstedt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Magdeburger_Stra%C3%9Fe&amp;diff=13675</id>
		<title>Magdeburger Straße</title>
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		<updated>2026-08-03T09:58:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Sanierung 2010 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Magdeburger Straße in der Kreisstadt Helmstedt. Für die gleichnamige Straße in Grasleben siehe: [[Magdeburger Straße (Grasleben)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
| Name              = Magdeburger Straße&lt;br /&gt;
| Alternativnamen   = früher: Bahnhofstraße&lt;br /&gt;
| Stadtwappen       = Wappen Stadt Helmstedt.png&lt;br /&gt;
| Kategorie         = Straße in Helmstedt&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bild zeigt        = &lt;br /&gt;
| Ort               = Helmstedt&lt;br /&gt;
| Ortsteil          = [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]]&lt;br /&gt;
| Angelegt          = &lt;br /&gt;
| Neugestaltet      = 2010&lt;br /&gt;
| Straßen           = [[Papenberg]], [[Magdeburger Tor]]&lt;br /&gt;
| Querstraßen       = [[Langer Wall]], [[Ostendorf]], [[Kleiner Wall]], [[Poststraße]], [[Am Ludgerihof]]&lt;br /&gt;
| Plätze            = &lt;br /&gt;
| Bauwerke          = &lt;br /&gt;
| Nutzergruppen     = Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, ÖPNV&lt;br /&gt;
| Straßengestaltung = &lt;br /&gt;
| Straßenlänge      = 260 m&lt;br /&gt;
| Baukosten         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Magdeburger Straße&#039;&#039;&#039; ist eine Straße in der [[Altstadt (Stadtviertel)|Altstadt]] in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland. Sie erstreckt sich vom [[Papenberg]] bis zur Eisenbahnbrücke am [[Magdeburger Tor]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße trug bis zum 1. Mai [[1957]] den Namen &#039;&#039;[[Bahnhofstraße]]&#039;&#039;. Die Bezeichnung Bahnhofstraße sollte nach dem 1. Mai [[1957]] zunächst nicht wieder eingeführt werden, um Verwechslungen vorzubeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sanierung 2010 ===&lt;br /&gt;
Während Bauarbeiten an der Magdeburger Straße legte der Archäologe Jörg Weber am 29. April [[2010]] Teile des alten Helmstedter Stadttores [[Ostertor]] frei. Er fotografierte das östliche Gegenstück zum [[Hausmannsturm]], da der Bereich anschließend wieder zugeschüttet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Magdeburger Tor freigelegt |Autor=Katja Diedrich |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2010-05-02 |Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magdeburger Straße 10-2010.jpg|mini|left|Die Magdeburger Straße nach der Sanierung mit Blick in Richtung Innenstadt.]]&lt;br /&gt;
Nach rund 6-monatiger Bauzeit wurde am 18. Oktober 2010, die Magdeburger Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Im Zuge der Sanierung konnten auch die Ver- und Entsorgungsleitungen zum großen Teil ausgetauscht werden, so dass die Straße nun insgesamt technisch ertüchtigt ist und – hoffentlich – auf viele Jahre hinaus nicht angetastet werden muss. Die Signalanlage an der Kreuzung [[Türkentor]], die im Zuge der Maßnahme ebenfalls leicht verändert werden musste, konnte in diesem Zusammenhang auf energiesparende Leuchtdioden-Technik umgestellt werden.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;&amp;gt;Martina Hartmann: [http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/049ad06f1d/news_artikel/1353/618/index.html &#039;&#039;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&#039;&#039;], (Website der [http://www.stadt-helmstedt.de Stadt Helmstedt], 15. Oktober 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung der Straße zwischen [[Papenberg]] und [[Kleiner Wall|Kleinem Wall]] folgt dabei dem Vorbild der zahlreichen bereits im „Sanierungsgebiet Nordöstliche Innenstadt“ umgebauten Straßen. Mit den gewählten gelblichen Betonsteinen und zahlreichen Ergänzungen aus Natursteinen wird eine abgestimmte Mischung aus Funktionalität und Gestaltung angestrebt. Außerhalb des Wallringes wechselt die Optik der Straße bewusst in Richtung Asphaltstraße, ohne aber an Wertigkeit zu verlieren.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in zahlreichen deutschen Städten bereits seit Jahren zum Alltagsbild gehört, wird in der Magdeburger Straße nun das erste Mal ausprobiert: Die Straße wird für Fahrradfahrer zwischen Papenberg und Türkentor in Gegenrichtung geöffnet. Als Radfahrer kann man also künftig auch aus Richtung Osten direkt bis kurz vor den Markt fahren, ohne absteigen oder einen Umweg einschlagen zu müssen. Dieser Planung waren viele intern und extern geführte Diskussionen vorausgegangen. Inzwischen ist sich die Verwaltung jedoch sicher, dass nach einer kurzen Gewöhnungsphase alle Verkehrsteilnehmer von dieser Regelung nur profitieren können.&amp;lt;ref name =&amp;quot;Freigabe der sanierten Magdeburger Straße&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 02. August 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/news_einzelansicht/cache/1/cHash/0727ce6f91/news_artikel/1305/618/index.html&lt;br /&gt;
Ab Mittwoch, 04.08.2010 beginnt der nächste Bauabschnitt des Ausbaus der Magdeburger Straße. Nachdem der Bereich zwischen Edelhöfe und Ostendorf fast fertig gestellt ist, werden die Bauarbeiten im Teilstück zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor fortgesetzt. Verkehrsteilnehmer, die die Straße Ostendorf erreichen möchten, können ab dem 04.08. aus Richtung Papenberg/Edelhöfe  die Magdeburger Straße bis einschließlich Ostendorf befahren. Der Teilbereich zwischen Ostendorf und Kreuzung Türkentor wird für den Fahrzeugverkehr ganz gesperrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 25. Juni 2010, Martina Hartmann, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/0d5ae2fe79/news_artikel/1289/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1275343200&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2591999&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Die Kanalbauarbeiten in der Magdeburger Straße stehen kurz vor der Fertigstellung. Ab Montag, 28.06.2010, ca. 12 Uhr beginnt die Neupflasterung der Magdeburger Straße. Be-gonnen wird im Teilbereich zwischen den Edelhöfen und Ostendorf, sodass dieser Bereich für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Die Zufahrt in die Straße Ostendorf ist dann wieder über die Kreuzung „Türkentor“ möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Helmstedt, 29. März 2010, Dana Müller, http://www.stadt-helmstedt.de/cms/homepage/newsarchiv/einzelansicht/cache/1/cHash/417f9914b0/news_artikel/1234/618/index.html?tx_ttnews%5BpS%5D=1267398000&amp;amp;tx_ttnews%5BpL%5D=2674799&amp;amp;tx_ttnews%5Barc%5D=1&lt;br /&gt;
Mit Hilfe europäischer Fördermittel ist die Stadt Helmstedt in der Lage, eine weitere innerstädtische Straße zu sanieren und gestalterisch aufzuwerten. In Fortführung des Papenbergs wird nun die Magdeburger Straße in Angriff genommen. Auf einer Informationsveranstaltung im Dezember des vergangenen Jahres wurden die Anlieger bereits ausführlich über die Maßnahme informiert. Während gewisse Beeinträchtigungen während der Bauphase für die Anlieger unvermeidbar sind, können die finanziellen Belastungen sowohl für die Stadt als auch für die Grundstückseigentümer dank der Fördermittel in einem „angenehmen“ Rahmen  gehalten werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Straßensanierung wird auch die gesamte Abwasserkanalisation der Straße erneuert: In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst der Mischwasserkanal zwischen Edelhöfe und dem Ostendorf einschließlich der Hausanschlüsse ausgetauscht werden. Die Straße zwischen diesen beiden Einmündungen wird daher voraussichtlich ab dem 7. April voll gesperrt. Die beiden Einmündungen selbst sollen jedoch in den ersten Wochen noch befahrbar bleiben. Ab ca. Anfang Mai wird dann auch der Bereich bis zum Türkentor in Anspruch genommen. Insgesamt werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis Ende August dauern.&lt;br /&gt;
Da die Straße während der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt, kann es hier sowie auf den umliegenden Straßen nach Ostern zu gewissen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Verwaltung bittet alle direkt und indirekt Betroffenen im Voraus um Verständnis. „Wir freuen uns jedoch bereits jetzt auf ein weiteres neu gestaltetes Stück Innenstadt“, blickt Projektleiter Dirk Stein vom Fachbereich Straßen, Natur und Umwelt optimistisch in die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magdeburger Straße Einfallstor für Helmstedt? ==&lt;br /&gt;
Die Magdeburger Straße in [[Helmstedt]] wird neu gestaltet, und zwar so, wie es in anderen Teilen der Innenstadt bereits geschehen ist. Ob die Fahrtrichtung gedreht wird, damit sie ein „Einfallstor“ für Autofahrer aus dem Osten wird, bleibt offen. Die Planung ist durch ein externes Ingenieurbüro bereits erfolgt und jüngst im Helmstedter Bauausschuss vorgestellt worden. Wesentliche Änderung gegenüber dem Ist-Zustand: Die Fahrbahndecke und die Gehwegplatten werden aufgenommen und ersetzt durch gerumpeltes Betonpflaster beziehungsweise Feldsteine im Randbereich. Einige Meter vor dem Knotenpunkt am Ludgerihof bleibt es bei einer Asphaltdecke. Die Planer hatten dabei zu berücksichtigen, dass Omnibusse und sperrige Lieferfahrzeuge auch dann die Straße befahren können, wenn aus ihr ein Zubringer für die Innenstadt wird. Derzeit fließt der Verkehr aus Richtung [[Markt (Helmstedt)|Markt]]platz über den [[Papenberg]] und die Magdeburger Straße Richtung innerstädtischer Ring ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits vor drei Jahren ersannen Rat und Verwaltung die Idee für ein Verkehrskonzept. Demnach sollte nach Fertigstellung einer Verbindungsstraße am [[Beek]] die Fahrtrichtung auf der Magdeburger Straße umgedreht werden, so dass der Verkehr von Osten in die Stadt bis zum Papenberg und dann über die [[Edelhöfe]] abfließen oder zum neuen [[Parkhaus Edelhöfe|Parkhaus]] geleitet werden kann. Doch bislang ist diese Idee daran gescheitert, dass die Stadt immer noch nicht weiß, was aus dem Bau eines Handelszentrums an den Edelhöfen wird. „Der potenzielle Investor führt Gespräche mit möglichen Mietinteressenten, das Ergebnis bleibt abzuwarten und ist hier bisher nicht abschließend bekannt“, teilte Wirtschaftsförderer Rainer Metschke vor fünf Monaten mit. An diesem Sachstand hat sich bis heute nichts geändert. Möglich ist, dass der Rat einen Verkehrsversuch beschließt, der die Magdeburger Straße zur Einfallstraße aufwertet. Doch zunächst einmal muss die Straße neu gepflastert werden. Wolfgang Brumund vom Fachbereich Planen und Bauen gibt den Zeitplan vor: „Bis August 2010 muss die Sache fertig sein. Ansonsten gingen uns die EU-Fördermittel verloren.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Paxmann: [http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/11326339 &#039;&#039;Innenstadt-Achse wird umgestaltet&#039;&#039;]. In: &#039;&#039;Braunschweiger Zeitung/[[Helmstedter Nachrichten]]&#039;&#039;, 26. November 2009. Abgerufen am 28. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einrichtungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
An der Straße befinden sich die folgenden Einrichtungen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
! Nr.&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}1 || [[Nagoya]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| {{0}}8 A || [[Golden Barber Hairstyle]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 12{{0}}{{0}} || [[Alevitische Kulturgemeinschaft Helmstedt]]&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
| 17{{0}}{{0}} || [[Tabak-News-Kontor]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.22598|EW=11.01390|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Magdeburger Strasse #Helmstedt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Ostertor&amp;diff=13674</id>
		<title>Ostertor</title>
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		<updated>2026-08-03T09:50:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Ostertor (auch Klostertor, Ludgeritor, Lüdertor bzw. später Magdeburger Tor)&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlage]] der Stadt [[Helmstedt]] an der heutigen [[Magdeburger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Stadttor war ein massiv gemauerter Torturm mit einer Grundfläche von 27&amp;amp;nbsp;Fuß im Quadrat (etwa 7,7x7,7&amp;amp;nbsp;m) und einer Höhe von 45&amp;amp;nbsp;Fuß (rund 12,9&amp;amp;nbsp;m). Damit überragte es den [[Südertorturm]] um 13&amp;amp;nbsp;Fuß (etwa 3,7&amp;amp;nbsp;m). Den oberen Abschluss bildete ein Satteldach mit zwei Walmen, das mit Breitziegeln gedeckt war. Die Tordurchfahrt entsprach in ihrer Ausführung der des [[Neumärker Tor]]es. Sie besaß zwei Torbögen und war im Inneren mit einem Gewölbe versehen. Die zweite Etage beherbergte eine Stube sowie eine kleine Küche. In der dritten und vierten Etage befand sich ein Gefängnis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HE-Chronik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98)|Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt]] |TitelErg=Die Helmstedter Stadttürme |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=95–98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits [[1236]]/[[1237]] wird das Tor als Klostertor erwähnt; die Bezeichnung Ludgeritor ist für [[1305]] belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf |titel=Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang. |autor=Rosemarie Pohl, Herbert Rohm |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2013 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ostertor wurde [[1821]] abgetragen. Zuvor war es ein bedeutender Durchlass der alten Ost-West-Fernstraße, die durch [[Helmstedt]] führte und später als [[Reichsstraße 1]] sowie [[Bundesstraße 1]] überregionale Bedeutung erlangte. Durch das Tor am östlichen Stadtrand verlief der Verkehr zwischen [[Helmstedt]] und Magdeburg; Händler, Reisende und andere Nutzer der Fernstraße passierten hier die Stadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2010]] wurden bei Bauarbeiten an der [[Magdeburger Straße]] überraschend Teile der Fundamente des ehemaligen Stadttores vor den Häusern 16/17 freigelegt. Dabei dokumentierten Archäolog:innen nicht nur die Reste des Tores, sondern entdeckten außerdem einen mittelalterlichen Wasserstollen, der vermutlich zur Versorgung oder Entwässerung diente. Nach der Dokumentation wurden die Funde wieder überdeckt, um sie zu schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.helmstedt-wiki.de/index.php?title=Ostertor&amp;diff=13673</id>
		<title>Ostertor</title>
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		<updated>2026-08-03T09:46:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Wikiadmin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Ostertor (auch Klostertor, Ludgeritor, Lüdertor bzw. später Magdeburger Tor)&#039;&#039;&#039; war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Befestigungsanlage]] der Stadt [[Helmstedt]] an der heutigen [[Magdeburger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Stadttor war ein massiv gemauerter Torturm mit einer Grundfläche von 27&amp;amp;nbsp;Fuß im Quadrat (etwa 7,7x7,7&amp;amp;nbsp;m) und einer Höhe von 45&amp;amp;nbsp;Fuß (rund 12,9&amp;amp;nbsp;m). Damit überragte es den [[Südertorturm]] um 13&amp;amp;nbsp;Fuß (etwa 3,7&amp;amp;nbsp;m). Den oberen Abschluss bildete ein Satteldach mit zwei Walmen, das mit Breitziegeln gedeckt war. Die Tordurchfahrt entsprach in ihrer Ausführung der des [[Neumärker Tor]]es. Sie besaß zwei Torbögen und war im Inneren mit einem Gewölbe versehen. Die zweite Etage beherbergte eine Stube sowie eine kleine Küche. In der dritten und vierten Etage befand sich ein Gefängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits [[1236]]/[[1237]] wird das Tor als Klostertor erwähnt; die Bezeichnung Ludgeritor ist für [[1305]] belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/02_Kultur/pdf_Sehenswertes/Rundgang_entlang_der_Stadtbefestigung.pdf |titel=Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang. |autor=Rosemarie Pohl, Herbert Rohm |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2013 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ostertor wurde [[1821]] abgetragen. Zuvor war es ein bedeutender Durchlass der alten Ost-West-Fernstraße, die durch [[Helmstedt]] führte und später als [[Reichsstraße 1]] sowie [[Bundesstraße 1]] überregionale Bedeutung erlangte. Durch das Tor am östlichen Stadtrand verlief der Verkehr zwischen [[Helmstedt]] und Magdeburg; Händler, Reisende und andere Nutzer der Fernstraße passierten hier die Stadt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PDF2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[2010]] wurden bei Bauarbeiten an der [[Magdeburger Straße]] überraschend Teile der Fundamente des ehemaligen Stadttores vor den Häusern 16/17 freigelegt. Dabei dokumentierten Archäolog:innen nicht nur die Reste des Tores, sondern entdeckten außerdem einen mittelalterlichen Wasserstollen, der vermutlich zur Versorgung oder Entwässerung diente. Nach der Dokumentation wurden die Funde wieder überdeckt, um sie zu schützen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/newsarchiv/einzelansicht/artikel/mittelalterlichen-wasserstollen-gefunden.html |titel=Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2010-07-05 |abruf=2026-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme]&lt;br /&gt;
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wikiadmin</name></author>
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