St. Lorenz (Schöningen): Unterschied zwischen den Versionen

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  | Bildunterschrift    = St.-Lorenz-Kirche (März 2013)
  | Bildunterschrift    = St.-Lorenz-Kirche (März 2013)
  | Konfession          = evangelisch-lutherisch
  | Konfession          = evangelisch-lutherisch
  | Widmung            =  
  | Widmung            = Hl. Laurentius
  | Landeskirche        = Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
  | Landeskirche        = Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
  | Ort                = [[Schöningen]]
  | Ort                = [[Schöningen]]
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  | Ausstattungsstil    =  
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  | Bautyp              =  
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| Funktion und Titel  =
  | Breitengrad        = 52.13882
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Die Baugeschichte der Kirche ist nicht vollständig bekannt. Die heute noch vorhandenen Gebäude lassen sich in einen älteren romanischen Teil mit Querhaus und Chor sowie in einen jüngeren gotischen Teil mit dem Langhaus unterscheiden.
Die Baugeschichte der Kirche ist nicht vollständig bekannt. Die heute noch vorhandenen Gebäude lassen sich in einen älteren romanischen Teil mit Querhaus und Chor sowie in einen jüngeren gotischen Teil mit dem Langhaus unterscheiden.


[[1992]] setzten langandauernde archäologische Untersuchungen auf dem früheren Klosterareal ein, bei denen vor allem die Reste des Nord- und Westkreuzgangs freigelegt wurden. Anlass war die Erweiterung von Liegenschaften des angrenzenden [[Golf- und Land-Club St. Lorenz Schöningen e.V.|Golfclubs]], der dafür einen Teil des früheren Konventgebäudes nutzen wollte. Die Ausgrabungen im Kircheninneren hielten mit Unterbrechungen bis [[2003]] an. Es wurden die Reste eines romanischen Kreuzganges mit seinem Nord- und Südflügel dokumentiert. Darin fanden sich 120 mittelalterliche Bestattungen und Heizungseinrichtungen. Fundstücke waren Dachziegel, Gefäßfragmente, Gürtelschnallen sowie Schreibgriffel aus Buntmetall. Auch wurden zwischen romanischen Mauern Fundamente festgestellt, die älteren Datums sind. Ebenso ließen sich Pfostenspuren feststellen, die zu älteren Gebäuden gehören könnten.
[[1992]] setzten langandauernde archäologische Untersuchungen auf dem früheren Klosterareal ein, bei denen vor allem die Reste des Nord- und Westkreuzgangs freigelegt wurden. Anlass war die Erweiterung von Liegenschaften des angrenzenden [[GLC St. Lorenz Schöningen|Golfclubs]], der dafür einen Teil des früheren Konventgebäudes nutzen wollte. Die Ausgrabungen im Kircheninneren hielten mit Unterbrechungen bis [[2003]] an. Es wurden die Reste eines romanischen Kreuzganges mit seinem Nord- und Südflügel dokumentiert. Darin fanden sich 120 mittelalterliche Bestattungen und Heizungseinrichtungen. Fundstücke waren Dachziegel, Gefäßfragmente, Gürtelschnallen sowie Schreibgriffel aus Buntmetall. Auch wurden zwischen romanischen Mauern Fundamente festgestellt, die älteren Datums sind. Ebenso ließen sich Pfostenspuren feststellen, die zu älteren Gebäuden gehören könnten.


Bei den Ausgrabungen wurde der Frage nachgegangen, ob an der Stelle vor der Kirchengründung von [[1120]] ein Bauwerk aus karolingischer oder ottonischer Zeit bestand. Seit langem wird in [[Schöningen]] eine im 8. Jahrhundert bestehende Pfalz der Karolinger als Vorposten gegen die Slawen im Osten vermutet.
Bei den Ausgrabungen wurde der Frage nachgegangen, ob an der Stelle vor der Kirchengründung von [[1120]] ein Bauwerk aus karolingischer oder ottonischer Zeit bestand. Seit langem wird in [[Schöningen]] eine im 8. Jahrhundert bestehende Pfalz der Karolinger als Vorposten gegen die Slawen im Osten vermutet.