Gustav Wendling

Gustav Wendling (* 7. Juni 1862 in Büddenstedt; † 17. Oktober 1932 in Königslutter am Elm) war ein deutscher Maler der Düsseldorfer Schule.

Leben

Im Alter von 17 Jahren schrieb sich Wendling an der Kunstakademie Düsseldorf ein, wo er in der Klasse von Eugen Dücker die Landschaftsmalerei studierte. In den Jahren 1884 bis 1886 war er Dückers Meisterschüler. Mit 24 Jahren schiffte sich Wendling nach den Vereinigten Staaten ein, um einer Kolonie deutscher Maler in Milwaukee beizutreten, die im Auftrag der American Panorama Company des deutschstämmigen Geschäftsmannes William Wehner Panoramen und Rundgemälde des Amerikanischen Bürgerkriegs herstellten. Ein Foto aus dem Jahr 1886 zeigt ihn vor dem Rundgemälde Die Schlacht von Chattanooga.[1] Seit 1889 gehörte Wendling – zusammen mit Heinrich Hermanns, Olof Jernberg, Helmuth Liesegang, August Deusser, Otto Heichert und Arthur Kampf – zu den Protagonisten des Düsseldorfer „St. Lukasclubs“ (auch „Lucasclub“), dessen Ziel die Wiederbelebung der Druckgrafik war.[2][3] 1893 bis 1895 war der Maler Max Clarenbach ein Schüler Wendlings in Düsseldorf. In späteren Jahren lebte Wendling bei Braunschweig.

Werk

Wendling malte Landschaften und Marinen, Interieurs und Panoramen. Insbesondere schuf er 1898 bis 1902 – zusammen mit Hugo Ungewitter und seinem Assistenten Clarenbach – für die Rotunde der Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf das 15 × 120 Meter große Cyclorama Blüchers Rheinübergang bei Caub am 1. Januar 1814, das nicht nur dort, sondern 1913 auch in Berlin als Sensation gefeiert wurde.[4] Zu Beginn des 20. Jahrhunderts malte Wendling das spätimpressionistische Porträt des Malers Otto Sohn-Rethel.[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gustav Wendling (1862–1932), Kurzbiografie (einschließlich Foto aus dem Jahr 1886) im Portal artmarines.blogspot.de, abgerufen am 25. November 2014.
  2. Bettina Baumgärtel: Chronik der Düsseldorfer Malerschule 1815–2011. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Band 1, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, S. 374.
  3. Friedrich Schaarschmidt: Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, insbesondere im XIX. Jahrhundert. Verlag des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1902, S. 244.
  4. Bettina Baumgärtel: Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Band 1, 2011, S. 37 f.
  5. Gustav Wendling, Düsseldorfer Malschule, Bildnis des Malers Otto Sohn-Rethel im Schein einer Kerze, Öl auf Leinwand, signiert, Webseite im Portal kunsthandel-czambor.de, abgerufen am 25. November 2014.

Quelle

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