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Stolpersteine: Unterschied zwischen den Versionen

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== Stolpersteine in Helmstedt ==
== Stolpersteine in Helmstedt ==
Für die Kreisstadt Helmstedt hatte der Rat 2010 beschlossen, auch Stolpersteine zum Gedenken an Opfer der NS-Zeit anzubringen. Einzelne Ratsleute erklärten sich dabei bereit, die Patenschaft zu übernehmen und die Stolpersteine so zu finanzieren. So wurden am 7. Oktober [[2011]] neun dieser Steine verlegt, und zwar um 9:30 Uhr an der [[Leuckartstraße]], 10:00 Uhr am [[Fechtboden]], 10:25 Uhr an der [[Kybitzstraße]] 6, 10:50 Uhr in der Kybitzstraße 1 und 11:15 Uhr an der [[Kornstraße]] 5 für die Familie Mindus. Anschließend fand eine Gedenkstunde im Sitzungssaal des [[Rathaus (Helmstedt)|Rathauses]] statt, die mit jüdischer Musik umrahmt wurde. Am 16. November 2011 wurden vor vier Grundstücken in Helmstedt und Emmerstedt sechs weitere Steine verlegt.
Für die Kreisstadt Helmstedt hatte der Rat 2010 beschlossen, auch Stolpersteine zum Gedenken an Opfer der NS-Zeit anzubringen. Einzelne Ratsleute erklärten sich dabei bereit, die Patenschaft zu übernehmen und die Stolpersteine so zu finanzieren. So wurden am 7. Oktober [[2011]] neun dieser Steine verlegt, und zwar an der [[Leuckartstraße]], am [[Fechtboden]], an der [[Kybitzstraße]] und an der [[Kornstraße]]. Anschließend fand eine Gedenkstunde im Sitzungssaal des [[Rathaus (Helmstedt)|Rathauses]] statt, die mit jüdischer Musik umrahmt wurde. Am 16. November 2011 wurden vor vier Grundstücken in Helmstedt und Emmerstedt sechs weitere Steine verlegt.
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Datei:Stolperstein Albert Fischbach 08-10-2011-IMG 3232.jpg|Ein Stolperstein an der Leuckartstraße 12 für Albert Fischbach
Datei:Stolperstein Albert Fischbach 08-10-2011-IMG 3232.jpg|Ein Stolperstein an der Leuckartstraße 12 für Albert Fischbach

Version vom 24. Dezember 2011, 11:04 Uhr

Dieser Stolperstein erinnert am Fechtboden 5 an den Juden Moritz Klein

Mit Stolpersteinen wird in Helmstedt und Emmerstedt sowie in verschiedenen Städten bundesweit und in mehreren Ländern Europas an das Schicksal der Menschen erinnert, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. Es ist das Projekt des Künstlers Gunter Demnig, bei dem kleinformatige Gedenksteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern und verlegt wurden und werden und auf deren Oberseite sich eine individuell beschriftete Messingplatte befindet.

Stolpersteine in Helmstedt

Für die Kreisstadt Helmstedt hatte der Rat 2010 beschlossen, auch Stolpersteine zum Gedenken an Opfer der NS-Zeit anzubringen. Einzelne Ratsleute erklärten sich dabei bereit, die Patenschaft zu übernehmen und die Stolpersteine so zu finanzieren. So wurden am 7. Oktober 2011 neun dieser Steine verlegt, und zwar an der Leuckartstraße, am Fechtboden, an der Kybitzstraße und an der Kornstraße. Anschließend fand eine Gedenkstunde im Sitzungssaal des Rathauses statt, die mit jüdischer Musik umrahmt wurde. Am 16. November 2011 wurden vor vier Grundstücken in Helmstedt und Emmerstedt sechs weitere Steine verlegt.

Emmerstedter Landstraße

Am Emmerstedter Landstraße 6 gelten zwei Stolpersteine Iwan (* 9. März 1884 in Steinheim; † unbekannt) und Ida Neuburger (* 23. November 1876 in Northeim als Ida Rosenbaum; † unbekannt). Iwan, Sohn der Emmerstedter Hartwig und Lina sowie Bruder von Hugo Neuburger zog vermutlich am 30. Januar 1939 mit seiner Frau Ida nach Hannover. Kurz danach war er für mehrere Monate in Buchenwald inhaftiert. Am 15. Dezember 1941 wurde er gemeinsam aus einem „Judenhaus“ in Hannover mit seiner Frau nach Riga deportiert. Dort sind die beiden unbekannt verschollen.

Fechtboden

Am Fechtboden 5 gilt ein Stolperstein dem von der Braunschweiger Justiz ermordeten Helmstedter Juden Moritz Klein. Er wurde am 22. September 1942 in Wolfenbüttel hingerichtet.

Hauptstraße

Mit zwei Stolpersteinen wird an der Hauptstraße 13 in Emmerstedt den ehemaligen Bewohnern Meta (* 1890 als Meta Waldbaum) und Hugo Neuburger (* 1886) gedacht. Meta flüchtete 1938 in Richtung Italien und ist dort unbekannt verschollen. Ihr Mann Hugo, Sohn der Emmerstedter Hartwig und Lina sowie Bruder von Iwan Neuburger folgte 1939 seiner Tochter Ilse in Richtung Mailand. Die Flucht endete jedoch offenbar erfolglos. Er ist ebenfalls unbekannt verschollen. Bei der Verlegung der Steine war mit Marlies Dräger eine Ur-Emmerstedterin anwesend, die von der Freundschaft ihrer Mutter mit der benachbarten jüdischen Familie berichten konnte.

Kornstraße

An der Kornstraße 4/5 wird mit drei Stolpersteinen der Familie Mindus (Carla, Frieda und Josef) gedacht. Diese hatte in Helmstedt einst eine Textilhandlung. Die Inhaber wurden 1938 gezwungen, ihren Laden zu schließen und das Haus zu verkaufen. So zog die Familie 1939 nach Hannover. Im September 1941 wurde sie nach ihrer Zwangsumsiedlung in „Judenhäuser“ im Dezember von Hannover aus nach Riga deportiert um kam dort um.

Kybitzstraße

In der Kybitzstraße sind der Familie Lilienfeld vier Stolpersteine gewidmet. An der Kybitzstraße 6 wird Martha Lilienfeld und ihren Kindern Horst und Marion gedacht, an der Kybitzstraße 1 Kurt Lilienfeld. Bereits 1933 wurde Siegfried Lilienfeld in Schutzhaft genommen und in das SA-Heim an der Kornstraße gebracht. Sein Sohn Kurt wurde nach Kowno/Litauen deportiert und kam dort ums Leben. Der Bruder Siegfried Lilienfelds, Julius, wurde auch 1933 festgenommen und im SA-Heim an der Kornstraße misshandelt. Er emigrierte im August 1933 nach Paris. Seine Frau Marta und die Kinder Horst und Marion wurden dort im Januar 1944 verhaftet und starben in Ausschwitz. Die Lilienfelds haben alle ihren Ursprung in Helmstedt.

Leuckartstraße

An der Leuckartstraße 12 erinnert ein Stolperstein an den Sozialdemokraten Albert Fischbach. Er wurde 1944 in Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli verhaftet und starb mit nur 53 Jahren im selben Jahr im KZ-Außenlager Schwesing/Husum an den Folgen dieser Haft.

Rosenwinkel

Im Rosenwinkel 7 erinnert ein Stolperstein an Hugo Schneemilch (* 1887; † 14. Mai 1939). Er wurde 1937 verhaftet, in das KZ Buchenwald verbracht und starb dort.

Schuhstraße

Für den Stolperstein vor dem Haus Schuhstraße 8 fungiert die Lademann-Realschule als Patenschule. Er ist David Wegmann (* 1887) gewidmet. Wegmann wurde 1938 nach Bentschen und 1940 weiter ins Ghetto Warschau abgeschoben. Von dort wurde er mit unbekanntem Ziel deportiert und ermordet.

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