Augustiner-Eremiten-Kloster: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Grundriss Helmstedt 1764 - Kollegienkirche.jpg|mini|Die Kollegienkirche (rot markiert) im Stadtgrundriss von [[1764]] (Zeichnung 1924)]]
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Das '''Augustiner-Eremiten-Kloster''' war eine Niederlassung der Augustiner-Eremiten am [[Markt (Helmstedt)|Marktplatz]] in [[Helmstedt]]. Es bestand von [[1290]] bis [[1527]]. Die ehemalige Klosterkirche diente von [[1704]] bis [[1810]] als ''Collegienkirche'' der [[Universität Helmstedt]]. Von den Gebäuden sind keine Reste vorhanden.
Das '''Augustiner-Eremiten-Kloster''' war eine Niederlassung der Augustiner-Eremiten am [[Markt]]platz in [[Helmstedt]]. Es bestand von [[1290]] bis [[1527]]. Die ehemalige Klosterkirche diente von [[1704]] bis [[1810]] als ''Collegienkirche'' der [[Universität Helmstedt]]. Von den Gebäuden sind keine Reste vorhanden.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
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Auf Einladung des Stadtrats kamen im Jahr [[1290]] Augustiner-Eremiten vom Kloster Himmelpforten bei Wernigerode nach [[Helmstedt]]. Sie erhielten die Gebäude des [[1267]] vom Rat gestifteten ''Hospitals zum Heiligen Geiste''. Die neue Niederlassung wurde wie das Mutterkloster ''Porta Coeli'' („Tor des Himmels“) genannt. Das Patrozinium ist unbekannt.
Auf Einladung des Stadtrats kamen im Jahr [[1290]] Augustiner-Eremiten vom Kloster Himmelpforten bei Wernigerode nach [[Helmstedt]]. Sie erhielten die Gebäude des [[1267]] vom Rat gestifteten ''Hospitals zum Heiligen Geiste''. Die neue Niederlassung wurde wie das Mutterkloster ''Porta Coeli'' („Tor des Himmels“) genannt. Das Patrozinium ist unbekannt.


Die Klosterkirche erstreckte sich an der Nordseite der [[Neumärker Straße]] von Westen nach Osten; der Chor grenzte an den [[Markt (Helmstedt)|Marktplatz]].
Die Klosterkirche erstreckte sich an der Nordseite der [[Neumärker Straße]] von Westen nach Osten; der Chor grenzte an den [[Markt]]platz.


Die Augustiner öffneten sich früh für die Reformationsbewegung ihres Ordensbruders Martin Luther. [[1527]] übergaben die verbliebenen Mönche das Kloster mit allem Besitz und Einkünften dem Stadtrat und erhielten dafür eine Schutzzusicherung.
Die Augustiner öffneten sich früh für die Reformationsbewegung ihres Ordensbruders Martin Luther. [[1527]] übergaben die verbliebenen Mönche das Kloster mit allem Besitz und Einkünften dem Stadtrat und erhielten dafür eine Schutzzusicherung.