St. Thomas (Helmstedt): Unterschied zwischen den Versionen

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  | Bildunterschrift    = St. Thomas ([[2010]])
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  | Konfession          = evangelisch-lutherisch
  | Konfession          = evangelisch-lutherisch
  | Widmung            =  
  | Widmung            = Apostel Thomas
  | Landeskirche        = Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
  | Landeskirche        = Evangelisch-lutherische Landeskirche in Braunschweig
  | Ort                = [[Dietrich-Bonhoeffer-Straße]] 14, [[38350]] [[Helmstedt]]
  | Ort                = [[Dietrich-Bonhoeffer-Straße]] 14, [[38350]] [[Helmstedt]]
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  | Fertigstellung      = [[1967]]
  | Fertigstellung      = [[1967]]
  | Einweihung          = 22. Januar [[1967]]
  | Einweihung          = 22. Januar [[1967]]
  | Widmungen          = Apostel Thomas
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  | Profanierung        =  
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  | Profaniert          =  
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== Ausstattung ==
== Ausstattung ==
=== Altar ===
=== Altar ===
Der Altar der Kirche ist um eine Stufe erhöht und befindet sich freistehend im Schnittpunkt der Sicht- und Bewegungsachsen des Kirchenraumes. Auf ihm erhebt sich eine etwa zwei Meter hohe Bronzesplastik einer Golgatha-Gruppe, die eine eher ungewöhnliche Gestaltung aufweist. Diese Skulptur wurde [[1964]] von der Hamburger Künstlerin Ursula Wallner-Querner eigens für die hohe Altarwand geschaffen. Die Kreuzesarme der Darstellung schneiden diagonal in den Raum und erinnern mit ihren Enden an abgebrochene Lanzen sowie an die Dornen der Dornenkrone. Grundlage für die Darstellung war das biblische Geschehen nach dem Lukas-Evangelium (Lk 23,34–46). Die Künstlerin interpretierte dieses Thema durch drei Figuren: Christus selbst, einen der beiden Mitgekreuzigten, der im letzten Moment Gott und sich selbst erkennt, sowie einen weiteren, der gefesselt und dumpf dem Tod entgegenschreitet. Auch die vier Leuchter auf dem Altar stammen von Ursula Wallner-Querner und wurden zur Kirchweihe im Jahr [[1967]] gestaltet. Die textilen Ausstattungsstücke des Altars und der Kanzel wurden in der [[Kloster St. Marienberg#Paramentenwerkstatt|Paramentenwerkstatt von St. Marienberg]] gefertigt. Die drei Kanzelantependien in den liturgischen Farben Weiß, Grün und Violett wurden [[1967]] von der Weberin Uta Schönian aus pflanzengefärbter Wolle hergestellt. Die Entwürfe stammten vom [[Helmstedt]]er Bildhauer [[Bernd Schürmann]], der als Kunsterzieher am [[Gymnasium Julianum]] tätig war. Aufgrund von Schäden durch Sonneneinstrahlung mussten die Antependien von der Kanzel entfernt werden. Sie werden gelegentlich in der Taufecke der Kirche ausgestellt. Die drei Altarparamente wurden [[1982]] von Uta Schönian-Oehrig entworfen und aus chemisch gefärbter Wolle gewebt. Das weiße Antependium wurde zu einem späteren Zeitpunkt von ihrer Schülerin Neddermeyer ausgeführt.
Der Altar der Kirche ist um eine Stufe erhöht und befindet sich freistehend im Schnittpunkt der Sicht- und Bewegungsachsen des Kirchenraumes. Auf ihm erhebt sich eine etwa zwei Meter hohe Bronzesplastik einer Golgatha-Gruppe, die eine eher ungewöhnliche Gestaltung aufweist. Diese Skulptur wurde [[1964]] von der Hamburger Künstlerin Ursula Wallner-Querner eigens für die hohe Altarwand geschaffen. Die Kreuzesarme der Darstellung schneiden diagonal in den Raum und erinnern mit ihren Enden an abgebrochene Lanzen sowie an die Dornen der Dornenkrone. Grundlage für die Darstellung war das biblische Geschehen nach dem Lukas-Evangelium (Lk 23,34–46). Die Künstlerin interpretierte dieses Thema durch drei Figuren: Christus selbst, einen der beiden Mitgekreuzigten, der im letzten Moment Gott und sich selbst erkennt, sowie einen weiteren, der gefesselt und dumpf dem Tod entgegenschreitet. Auch die vier Leuchter auf dem Altar stammen von Ursula Wallner-Querner und wurden zur Kirchweihe im Jahr [[1967]] gestaltet. Die textilen Ausstattungsstücke des Altars und der Kanzel wurden in der [[Kloster St. Marienberg#Paramentenwerkstatt|Paramentenwerkstatt von St. Marienberg]] gefertigt. Die drei Kanzelantependien in den liturgischen Farben Weiß, Grün und Violett wurden [[1967]] von der Weberin Uta Schönian aus pflanzengefärbter Wolle hergestellt. Die Entwürfe stammten vom [[Helmstedt]]er Bildhauer [[Bernd Schürmann]], der als Kunsterzieher am Gymnasium [[Julianum]] tätig war. Aufgrund von Schäden durch Sonneneinstrahlung mussten die Antependien von der Kanzel entfernt werden. Sie werden gelegentlich in der Taufecke der Kirche ausgestellt. Die drei Altarparamente wurden [[1982]] von Uta Schönian-Oehrig entworfen und aus chemisch gefärbter Wolle gewebt. Das weiße Antependium wurde zu einem späteren Zeitpunkt von ihrer Schülerin Neddermeyer ausgeführt.


=== Kanzel ===
=== Kanzel ===