Helmstedt: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Dieser Artikel|behandelt die Stadt Helmstedt; zum gleichnamigen gemeindefreien Gebiet siehe [[Helmstedt (gemeindefreies Gebiet)]].}}
{{Dieser Artikel|behandelt die Stadt Helmstedt; zum gleichnamigen gemeindefreien Gebiet siehe [[Helmstedt (gemeindefreies Gebiet)]].}}
{{Infobox Gemeinde in Deutschland
{{Infobox Gemeinde in Deutschland
|Art                  = Stadt
| Art                  = Stadt
|Name                = Helmstedt
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|Wappen              = Wappen Stadt Helmstedt.png
| Wappen              = Wappen Stadt Helmstedt.png
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|Bundesland          = Niedersachsen
| Bundesland          = Niedersachsen
|Regierungsbezirk    =  
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| Direktionsbezirk    =  
|Landkreis            = Landkreis Helmstedt
| Landkreis            = Landkreis Helmstedt
|Kreis                =  
| Kreis                =  
|Höhe                = 123
| Höhe                = 123
|Fläche              = 66.74
| Fläche              = 66.74
|Einwohner            = 25663
| Einwohner            = 25099
|Stand                = 2023-12-31
| Stand                = 2024-12-31
|PLZ                  = [[38350]], [[38372]]
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| Vorwahl              = [[05351]], [[05352]], [[05356]]
|Kfz                  = [[HE]]
| Kfz                  = [[HE]]
|Gemeindeschlüssel    = 03 1 54 028
| Gemeindeschlüssel    = 03154028
|Gliederung          = 5 Stadtteile
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|Straße              =  
| Gliederung          = 5 Stadtteile<ref name="Gebietsänderungsvertrag">{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/fileadmin/user_upload/01_Rathaus/Virtuelle_Verwaltung/Ortsrecht_neu/Gebietsaenderungsvertrag_HE_-_BUE.pdf |titel=Lesefassung des Gebietsänderungsvertrages zwischen der Stadt Helmstedt und der Gemeinde Büddenstedt vom 13. September 2016 unter Einbeziehung der 1. Änderung vom 11.05.2017 |seiten=3, § 2, Abs. 3 |format=PDF |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2017 |abruf=2025-08-15}}</ref>
|Adresse              = [[Markt]] 1<br />[[38350]] Helmstedt
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| Adresse              = [[Markt]] 1<br />[[38350]] Helmstedt
|Website              = [https://www.stadt-helmstedt.de stadt-helmstedt.de]
| Adresse-Verband      =  
|Bürgermeister        = [[Wittich Schobert]]
| Website              = [https://www.stadt-helmstedt.de stadt-helmstedt.de]
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| Bürgermeister        = [[Wittich Schobert]]
|Partei              = CDU
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| Partei              = CDU
}}
}}
'''Helmstedt''' (plattdeutsch ''Helmstidde'') ist die Kreisstadt des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] in Niedersachsen (Deutschland) und eine selbständige Gemeinde. Sie liegt zwischen [[Elm]] und [[Lappwald]], etwa 36 km östlich von Braunschweig und etwa 45 km westlich von Magdeburg an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.
'''Helmstedt''' (plattdeutsch ''Helmstidde'') ist die Kreisstadt des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland und eine selbständige Gemeinde. Sie liegt zwischen [[Elm]] und [[Lappwald]], etwa 36 km östlich von Braunschweig und etwa 45 km westlich von Magdeburg an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.


Während der deutschen Teilung befand sich hier an der [[Bundesautobahn 2]] der wichtigste Grenzübergang ([[Grenzübergang Helmstedt–Marienborn|Kontrollpunkt Helmstedt]]) zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik sowie der westliche Endpunkt einer der Transitstrecken nach West-Berlin. Das Pendant als Grenzbahnhof war der [[Bahnhof Helmstedt]].
Während der deutschen Teilung befand sich hier an der [[Bundesautobahn 2]] der wichtigste Grenzübergang ([[Grenzübergang Helmstedt–Marienborn|Kontrollpunkt Helmstedt]]) zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik sowie der westliche Endpunkt einer der Transitstrecken nach West-Berlin. Das Pendant als Grenzbahnhof war der [[Bahnhof Helmstedt]].
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=== Stadtgliederung ===
=== Stadtgliederung ===
Die Stadt Helmstedt ist eine Einheitsgemeinde und gliedert sich in fünf Stadtteile:
Die Stadt Helmstedt ist eine Einheitsgemeinde und gliedert sich in fünf Stadtteile<ref name="Gebietsänderungsvertrag" />:
* Helmstedt (Kernstadt) mit [[Bad Helmstedt]]
* Helmstedt (Kernstadt) mit [[Bad Helmstedt]]
* [[Barmke]]
* [[Barmke]]
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=== Mittelalter ===
=== Mittelalter ===
[[Datei:Helmstedt Stadtansicht Merian 1640.jpg|thumb|Stadtansicht von Helmstedt um 1654 nach einem Kupferstich von Matthäus Merian]]
[[Datei:Helmstedt Stadtansicht Merian 1640.jpg|mini|Stadtansicht von Helmstedt um 1654 nach einem Kupferstich von Matthäus Merian]]
Helmstedt entwickelte sich in der Nähe des Benediktinerklosters [[Kloster St. Ludgeri|St. Ludgeri]], das vermutlich um 800 als Missionszelle von Liudger, dem ersten Bischof von Münster, gegründet wurde. Es bestand stets eine enge Verbindung zum [[Kloster Werden]] (heute ein Stadtteil von Essen), die seit der Mitte des 12. Jahrhunderts auch urkundlich belegt ist. Die älteste politische Einteilung der Region geht bis ins frühe Mittelalter auf die Gaue zurück. Die Region Helmstedt war Teil von Derlingau und Nordthüringgau. Im Laufe des Mittelalters ersetzten die Grafschaften die Gaue. Über Kaiser Lothar III. von [[Süpplingenburg]] fielen die umliegenden Helmstedter Besitzungen an die Welfen. Bis zum Jahr 1490 waren noch die Äbte des Klosters Werden-Ludgeri die Stadtherren von Helmstedt, die anschließend ihre Rechte an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg abtraten.
Helmstedt entwickelte sich in der Nähe des Benediktinerklosters [[Kloster St. Ludgeri|St. Ludgeri]], das vermutlich um 800 als Missionszelle von Liudger, dem ersten Bischof von Münster, gegründet wurde. Es bestand stets eine enge Verbindung zum [[Kloster Werden]] (heute ein Stadtteil von Essen), die seit der Mitte des 12. Jahrhunderts auch urkundlich belegt ist. Die älteste politische Einteilung der Region geht bis ins frühe Mittelalter auf die Gaue zurück. Die Region Helmstedt war Teil von Derlingau und Nordthüringgau. Im Laufe des Mittelalters ersetzten die Grafschaften die Gaue. Über Kaiser Lothar III. von [[Süpplingenburg]] fielen die umliegenden Helmstedter Besitzungen an die Welfen. Bis zum Jahr 1490 waren noch die Äbte des Klosters Werden-Ludgeri die Stadtherren von Helmstedt, die anschließend ihre Rechte an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg abtraten.


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=== Universität Helmstedt ===
=== Universität Helmstedt ===
→ ''Hauptartikel: [[Universität Helmstedt]]''
{{Hauptartikel|Universität Helmstedt}}


Die [[Academia Julia|Universität ''Academia Julia'']] wurde von Herzog Julius am 15. Oktober [[1576]] gestiftet; sein Sohn Heinrich Julius war der erste Rektor. Die Universität prägte das Leben von 1576-1810 in der Stadt, die inzwischen Mitglied der Hanse geworden war, erheblich. Die Herzöge holten Gelehrte wie den Humanisten Georg Calixt, den großen Einigungstheologen, der hier eine Schule der Philosophie gründete, den Universalgelehrten Hermann Conring, Doktor der Medizin, der Theologie, der Philosophie und Jurist zugleich, oder den berühmten Italiener Giordano Bruno, der die Lehre des Kopernikus vertrat und deswegen Jahre später in Rom auf einem Scheiterhaufen endete, an die Universität nach Helmstedt. Die Universität beeinflusste die Entwicklung der Stadt beinahe 234 Jahre lang. Das Ensemble der Universitätsbauten mit dem [[Juleum]] als Hauptgebäude ist bis heute eine architektonische Augenweide. Grundlegende Veränderungen ergaben sich während der „Franzosenzeit“ 1806 bis 1813. Jérôme Bonaparte, der Bruder Napoleons, regierte das Königreich Westphalen, zu dem auch Helmstedt gehörte. Auf seinen Befehl vom 10. Dezember 1809 wurde der Universitätsbetrieb nach Ende des Wintersemesters zum 1. Mai [[1810]] endgültig eingestellt. Interventionen zahlreicher bedeutender Universitätsangehöriger, darunter auch des Theologieprofessors Henke, blieben erfolglos.
Die [[Academia Julia|Universität ''Academia Julia'']] wurde von Herzog Julius am 15. Oktober [[1576]] gestiftet; sein Sohn Heinrich Julius war der erste Rektor. Die Universität prägte das Leben von 1576-1810 in der Stadt, die inzwischen Mitglied der Hanse geworden war, erheblich. Die Herzöge holten Gelehrte wie den Humanisten Georg Calixt, den großen Einigungstheologen, der hier eine Schule der Philosophie gründete, den Universalgelehrten Hermann Conring, Doktor der Medizin, der Theologie, der Philosophie und Jurist zugleich, oder den berühmten Italiener Giordano Bruno, der die Lehre des Kopernikus vertrat und deswegen Jahre später in Rom auf einem Scheiterhaufen endete, an die Universität nach Helmstedt. Die Universität beeinflusste die Entwicklung der Stadt beinahe 234 Jahre lang. Das Ensemble der Universitätsbauten mit dem [[Juleum]] als Hauptgebäude ist bis heute eine architektonische Augenweide. Grundlegende Veränderungen ergaben sich während der „Franzosenzeit“ 1806 bis 1813. Jérôme Bonaparte, der Bruder Napoleons, regierte das Königreich Westphalen, zu dem auch Helmstedt gehörte. Auf seinen Befehl vom 10. Dezember 1809 wurde der Universitätsbetrieb nach Ende des Wintersemesters zum 1. Mai [[1810]] endgültig eingestellt. Interventionen zahlreicher bedeutender Universitätsangehöriger, darunter auch des Theologieprofessors Henke, blieben erfolglos.


=== Vom 19. Jahrhundert bis zur Weimarer Republik ===
=== Vom 19. Jahrhundert bis zur Weimarer Republik ===
→ ''Hauptartikel: [[Helmstedter Revier]]''
{{Hauptartikel|Helmstedter Revier}}


Die Schließung der Helmsteder Universität 1810 bedeutete einen großen wirtschaftlichen und kulturellen Rückschlag für die Stadt. Zwar gelang es in den folgenden Jahren ein gutes Schulsystem zu etablieren, welches Helmstedt über die Landesgrenzen hinaus als „Schulstadt“ bekannt machte (berühmte Schüler des [[Gymnasium Julianum|örtlichen Gymnasiums]] waren u. a. [[Hoffmann von Fallersleben]] und die Brüder [[Adolf Heusinger|Adolf]] und [[Bruno Heusinger]]), der Bedeutungsverlust ließ sich allerdings nicht vollständig aufhalten.
Die Schließung der Helmsteder Universität 1810 bedeutete einen großen wirtschaftlichen und kulturellen Rückschlag für die Stadt. Zwar gelang es in den folgenden Jahren ein gutes Schulsystem zu etablieren, welches Helmstedt über die Landesgrenzen hinaus als „Schulstadt“ bekannt machte (berühmte Schüler des [[Julianum|örtlichen Gymnasiums]] waren u. a. [[Hoffmann von Fallersleben]] und die Brüder [[Adolf Heusinger|Adolf]] und [[Bruno Heusinger]]), der Bedeutungsverlust ließ sich allerdings nicht vollständig aufhalten.


Einem Verwaltungsakt im Herzogtum Braunschweig folgend wurde zum 1. Januar 1833 die herzogliche Kreisdirektion Helmstedt gegründet, die aus den Ämtern Helmstedt, Schöningen, Königslutter, Vorsfelde und Calvörde bestand. Das Landratsamt erhielt seinen Sitz im heutigen Gebäude des [[Zonengrenz-Museum]] (Villa Heinemann). Erste wirtschaftliche Impulse bekam die Stadt durch die Eröffnung der Bahnstrecke Helmstedt–Jerxheim im Jahr 1858 und insbesondere durch die Schienenanbindung an die Strecke Braunschweig-Helmstedt-Magdeburg im Jahr 1872. Mit der Reichsgründung 1871 und der daraufhin einsetzenden industriellen Entwicklung des Landes ging auch ein erhöhter Bedarf an Energieträgern einher, sodass die seit Jahrzehnten im Helmstedter Umland geförderte Braunkohle in herzoglichen Schachtanlagen nun verstärkt nachgefragt wurde. Im Jahr 1872 verkaufte Herzog Wilhelm seine Förderstätten für sechs Millionen Goldmark an ein Bankenkonsortium, aus dem die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigische&nbsp;Kohlen-Bergwerke AG]] (BKB) hervorging. Diese Gesellschaft mit Sitz in Helmstedt forcierte die Braunkohlegewinnung und -verstromung und prägte über viele Jahrzehnte mit Tagebauerschließungen das Landschaftsbild und die Erwerbsstruktur der Helmstedter Bevölkerung. 1874 wurde mit „[[Tagebau Trendelbusch|Trendelbusch]]“ der erste Tagebau in Betrieb genommen.
Einem Verwaltungsakt im Herzogtum Braunschweig folgend wurde zum 1. Januar 1833 die herzogliche Kreisdirektion Helmstedt gegründet, die aus den Ämtern Helmstedt, Schöningen, Königslutter, Vorsfelde und Calvörde bestand. Das Landratsamt erhielt seinen Sitz im heutigen Gebäude des [[Zonengrenz-Museum]] (Villa Heinemann). Erste wirtschaftliche Impulse bekam die Stadt durch die Eröffnung der Bahnstrecke Helmstedt–Jerxheim im Jahr 1858 und insbesondere durch die Schienenanbindung an die Strecke Braunschweig-Helmstedt-Magdeburg im Jahr 1872. Mit der Reichsgründung 1871 und der daraufhin einsetzenden industriellen Entwicklung des Landes ging auch ein erhöhter Bedarf an Energieträgern einher, sodass die seit Jahrzehnten im Helmstedter Umland geförderte Braunkohle in herzoglichen Schachtanlagen nun verstärkt nachgefragt wurde. Im Jahr 1872 verkaufte Herzog Wilhelm seine Förderstätten für sechs Millionen Goldmark an ein Bankenkonsortium, aus dem die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigische&nbsp;Kohlen-Bergwerke AG]] (BKB) hervorging. Diese Gesellschaft mit Sitz in Helmstedt forcierte die Braunkohlegewinnung und -verstromung und prägte über viele Jahrzehnte mit Tagebauerschließungen das Landschaftsbild und die Erwerbsstruktur der Helmstedter Bevölkerung. 1874 wurde mit „[[Tagebau Trendelbusch|Trendelbusch]]“ der erste Tagebau in Betrieb genommen.
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=== Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg ===
=== Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg ===
[[Datei:Bombenangriff Helmstedt 20. Februar 1944.jpg|thumb|Rauchschwaden über Helmstedt: Aufnahme direkt nach dem Luftangriff am 20. Februar 1944]]
[[Datei:Bombenangriff Helmstedt 20. Februar 1944.jpg|mini|Rauchschwaden über Helmstedt: Aufnahme direkt nach dem Luftangriff am 20. Februar 1944]]
[[Datei:Helmstedt-11-04-1945.jpg|thumb|Die ersten US-Panzerfahrzeuge am 12. April 1945 in Helmstedt]]
[[Datei:Helmstedt-11-04-1945.jpg|mini|Die ersten US-Panzerfahrzeuge am 12. April 1945 in Helmstedt]]
Der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Deutschen Reich führte auch in Helmstedt zur Gleichschaltung der Medien und der Behördenstrukturen. Bereits im Jahr 1933 gab es erste Ausschreitungen gegenüber der relativ kleinen jüdischen Gemeinde der Stadt. Am 17. August 1936 wurde der Abschnitt Braunschweig-Helmstedt der Reichsautobahn 6 (heute [[Bundesautobahn 2]]) und die fertig gestellten Brücken (u. a. die ''Brunnentalbrücke'' und die ''[[Talbrücke Birkerteich|Maschtalbrücke]]'') dem Verkehr übergeben. Die Planungen für die Autobahn wurden allerdings weitgehend vor der nationalsozialistischen Machtergreifung ausgearbeitet.
Der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Deutschen Reich führte auch in Helmstedt zur Gleichschaltung der Medien und der Behördenstrukturen. Bereits im Jahr 1933 gab es erste Ausschreitungen gegenüber der relativ kleinen jüdischen Gemeinde der Stadt. Am 17. August 1936 wurde der Abschnitt Braunschweig-Helmstedt der Reichsautobahn 6 (heute [[Bundesautobahn 2]]) und die fertig gestellten Brücken (u. a. die ''Brunnentalbrücke'' und die ''[[Talbrücke Birkerteich|Maschtalbrücke]]'') dem Verkehr übergeben. Die Planungen für die Autobahn wurden allerdings weitgehend vor der nationalsozialistischen Machtergreifung ausgearbeitet.
   
   
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden auch dem städtischen Leben erhebliche Beschränkungen auferlegt. Von Luftangriffen blieb Helmstedt nicht verschont. Am 2. Januar 1944 stürzte ein alliierter Bomber über Bad Helmstedt ab und beschädigte ein Lazarett. Die schwerste gezielte Bombardierung der Stadt erfolgte am 20. Februar [[1944]] im Rahmen der „Big Week“. Nachdem das eigentliche Ziel Halberstadt unter Wolken lag und für die Bomberverbände nicht auszumachen war, wurde Helmstedt als Ausweichziel („target of opportunity“) ausgewählt. Zu dieser Zeit gab es einige kriegswichtige Rüstungsbetriebe an der [[Emmerstedter Straße]] in Helmstedt sowie einen Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe im nahegelegenen [[Mariental-Horst]]. 58 B-24 Bomber warfen zwischen 13:23 Uhr und 13:27 Uhr 1.000 Stabbrand- und 344 Sprengbomben ab, wobei 126 Menschen, davon 16 Kinder, starben. Insgesamt wurde wurden 125 Häuserschwer getroffen. 500 weitere Gebäude wurden leicht beschädigt.<ref>vgl. [[Hans-Ehrhard Müller]]: ''Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt'', Seite 867.</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article151345694/126-Menschen-starben-damals-im-Helmstedter-Bombenhagel.html |titel=126 Menschen starben damals im Helmstedter Bombenhagel |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2014-02-19 |abruf=2025-05-20 |sprache=Deutsch}}</ref> Besonders betroffen waren Gebäude an der [[Poststraße]]/[[Kleiner Wall]] und die Eisenbahnbrücke über der [[Magdeburger Straße]]. Auch im Bereich des [[Elzweg]]es, der [[Henkestraße]], der [[Vorsfelder Straße]] und der [[Schulstraße]] gab es erhebliche Zerstörungen.
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurden auch dem städtischen Leben erhebliche Beschränkungen auferlegt. Von Luftangriffen blieb Helmstedt nicht verschont. Am 2. Januar 1944 stürzte ein alliierter Bomber über Bad Helmstedt ab und beschädigte ein Lazarett. Die schwerste gezielte Bombardierung der Stadt erfolgte am 20. Februar [[1944]] im Rahmen der „Big Week“. Nachdem das eigentliche Ziel Halberstadt unter Wolken lag und für die Bomberverbände nicht auszumachen war, wurde Helmstedt als Ausweichziel („target of opportunity“) ausgewählt. Zu dieser Zeit gab es einige kriegswichtige Rüstungsbetriebe an der [[Emmerstedter Straße]] in Helmstedt sowie einen Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe im nahegelegenen [[Mariental-Horst]]. 58 B-24 Bomber warfen zwischen 13:23 Uhr und 13:27 Uhr 1.000 Stabbrand- und 344 Sprengbomben ab, wobei 126 Menschen, davon 16 Kinder, starben. Insgesamt wurde wurden 125 Häuser schwer getroffen. 500 weitere Gebäude wurden leicht beschädigt.<ref>vgl. [[Hans-Ehrhard Müller]]: ''Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt'', Seite 867.</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article151345694/126-Menschen-starben-damals-im-Helmstedter-Bombenhagel.html |titel=126 Menschen starben damals im Helmstedter Bombenhagel |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2014-02-19 |abruf=2025-05-20}}</ref> Besonders betroffen waren Gebäude an der [[Poststraße]]/[[Kleiner Wall]] und die Eisenbahnbrücke über der [[Magdeburger Straße]]. Auch im Bereich des [[Elzweg]]es, der [[Henkestraße]], der [[Vorsfelder Straße]] und der [[Schulstraße]] gab es erhebliche Zerstörungen.


Im März 1944 wurde das nahegelegene KZ-Außenlager Beendorf (häufig auch als ''KZ Helmstedt-Beendorf'' bezeichnet) errichtet, in dem einige tausende Häftlinge für die Flugzeugproduktion des Dritten Reiches in unterirdischen Stollen arbeiten mussten. Die logistische Versorgung dieses KZ-Außenlagers erfolgte teilweise direkt über Helmstedt.
Im März 1944 wurde das nahegelegene KZ-Außenlager Beendorf (häufig auch als ''KZ Helmstedt-Beendorf'' bezeichnet) errichtet, in dem einige tausende Häftlinge für die Flugzeugproduktion des Dritten Reiches in unterirdischen Stollen arbeiten mussten. Die logistische Versorgung dieses KZ-Außenlagers erfolgte teilweise direkt über Helmstedt.
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=== Innerdeutsche Grenzstadt ===
=== Innerdeutsche Grenzstadt ===
→ ''Hauptartikel: [[Grenzübergang Helmstedt–Marienborn]]''
{{Hauptartikel|Grenzübergang Helmstedt–Marienborn}}


Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lag Helmstedt in der Britischen Besatzungszone. Am 5. Juni 1945 übernahmen britische Besatzungstruppen die Kontrolle über die Stadt und lösten damit die amerikanischen Einheiten ab. Gemäß den Bestimmungen der Potsdamer Konferenz verlief die sowjetische Besatzungszone jenseits der ehemaligen braunschweigisch-preußischen Grenze und damit in unmittelbarer Nähe zur Kreisstadt Helmstedt. Die ursprünglich zum Landkreis gehörende Exklave Calvörde wurde der sowjetischen Zone zugeschlagen. Bereits am 1. Juli 1945 wurde ein fester Kontrollpunkt auf der Reichsautobahn eingerichtet; der [[Bahnhof Helmstedt]] wurde zu einem Grenzbahnhof, über den anfänglich lediglich der alliierte Transitverkehr nach Berlin abgewickelt wurde. Während der Berlin-Blockade zwischen Juni 1948 und Mai 1949 kam dieser Verkehr allerdings vollständig zum Erliegen. In den Folgejahren wurde die Hauptlast des Transitverkehrs zwischen Westdeutschland und Berlin aufgrund der geographischen Nähe zu West-Berlin über den Kontrollpunkt Helmstedt abgewickelt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lag Helmstedt in der Britischen Besatzungszone. Am 5. Juni 1945 übernahmen britische Besatzungstruppen die Kontrolle über die Stadt und lösten damit die amerikanischen Einheiten ab. Gemäß den Bestimmungen der Potsdamer Konferenz verlief die sowjetische Besatzungszone jenseits der ehemaligen braunschweigisch-preußischen Grenze und damit in unmittelbarer Nähe zur Kreisstadt Helmstedt. Die ursprünglich zum Landkreis gehörende Exklave Calvörde wurde der sowjetischen Zone zugeschlagen. Bereits am 1. Juli 1945 wurde ein fester Kontrollpunkt auf der Reichsautobahn eingerichtet; der [[Bahnhof Helmstedt]] wurde zu einem Grenzbahnhof, über den anfänglich lediglich der alliierte Transitverkehr nach Berlin abgewickelt wurde. Während der Berlin-Blockade zwischen Juni 1948 und Mai 1949 kam dieser Verkehr allerdings vollständig zum Erliegen. In den Folgejahren wurde die Hauptlast des Transitverkehrs zwischen Westdeutschland und Berlin aufgrund der geographischen Nähe zu West-Berlin über den Kontrollpunkt Helmstedt abgewickelt.
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=== Eingemeindungen ===
=== Eingemeindungen ===
Am 1. März [[1974]] wurden die Gemeinden [[Barmke]] und [[Emmerstedt]] eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): ''Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982.'' W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 272.</ref> Zum 1. Juli [[2017]] fusionierte Helmstedt mit der angrenzenden Gemeinde [[Büddenstedt]] zur neuen Stadt Helmstedt.
Am 1. April [[1960]] wurde Runstedt nach Helmstedt eingemeindet. Am 1. März [[1974]] wurden die Gemeinden [[Barmke]] und [[Emmerstedt]] eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): ''Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982.'' W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 272.</ref> Zum 1. Juli [[2017]] fusionierte Helmstedt mit der angrenzenden Gemeinde [[Büddenstedt]] zur neuen Stadt Helmstedt.


=== Wiedervereinigung und Gegenwart ===
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Für 2021–2026 wurden folgende Gruppen gebildet<ref>{{Internetquelle |autor=Jürgen Paxmann |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article233757741/Helmstedter-Rat-konstituiert-sich-im-Rekordtempo.html |titel=Helmstedter Rat konstituiert sich im Rekordtempo |datum=2021-11-04 |sprache=de |abruf=2021-11-09}}</ref>:
Für 2021–2026 wurden folgende Gruppen gebildet<ref>{{Internetquelle |autor=Jürgen Paxmann |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article233757741/Helmstedter-Rat-konstituiert-sich-im-Rekordtempo.html |titel=Helmstedter Rat konstituiert sich im Rekordtempo |datum=2021-11-04 |abruf=2021-11-09}}</ref>:


* [[CDU]]/[[GRÜNE]]/[[Wählergruppe|<span class="explain" title="Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)">UWG</span>]]
* [[CDU]]/[[GRÜNE]]/[[Wählergruppe|<span class="explain" title="Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)">UWG</span>]]
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Die Gruppe [[CDU]]/[[GRÜNE]]/[[Wählergruppe|<span class="explain" title="Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)">UWG</span>]] um den Bürgermeister [[Wittich Schobert]] erreicht inklusive Bürgermeisterstimme genau die Hälfte der Stimmen im Rat und hat somit keine eigene Mehrheit.
Die Gruppe [[CDU]]/[[GRÜNE]]/[[Wählergruppe|<span class="explain" title="Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG)">UWG</span>]] um den Bürgermeister [[Wittich Schobert]] erreicht inklusive Bürgermeisterstimme genau die Hälfte der Stimmen im Rat und hat somit keine eigene Mehrheit.


→ ''siehe auch: [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2021–2026)|Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt Wahlperiode 2021–2026]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2016–2017)|2016–2017]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1986–1991)|1986–1991]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1981–1986)|1981–1986]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1964–1968)|1964–1968]]''
→ ''siehe auch: [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2021–2026)|Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt Wahlperiode 2021–2026]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2016–2017)|2016–2017]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2011–2016)|2011–2016]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 2006–2011)|2006–2011]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1986–1991)|1986–1991]], [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1981–1986)|1981–1986]], …, [[Liste der Ratsmitglieder der Stadt Helmstedt (Wahlperiode 1964–1968)|1964–1968]]''


=== Bürgermeister ===
=== Bürgermeister ===
Seit der [[Bürgermeisterwahl 2011 (Helmstedt)|Bürgermeisterwahl am 1. November 2011]] ist der [[Wittich Schobert]] ([[CDU]]) Oberhaupt der Kreisstadt. Bei der letzten [[Bürgermeisterwahl 2017 (Helmstedt)|Bürgermeisterwahl am 24. September 2017]], die nach der am 1. Juli [[2017]] vollzogenen Fusion der Stadt Helmstedt mit der Gemeinde [[Büddenstedt]] nötig geworden war, verteidigte er sein Amt gegen drei Konkurrent:innen. Erster stellvertretender Bürgermeister ist [[Friedrich-Wilhelm Diedrich]] ([[CDU]]), zweite stellvertretende Bürgermeisterin [[Margrit Niemann]] ([[SPD]]) und dritte stellvertretende Bürgermeisterin [[Verena Ahrendts]] ([[Wählergruppe|UWG]]).  
Seit der [[Bürgermeisterwahl 2011 (Helmstedt)|Bürgermeisterwahl am 1. November 2011]] ist der [[Wittich Schobert]] ([[CDU]]) Oberhaupt der Kreisstadt. Bei der letzten [[Bürgermeisterwahl 2017 (Helmstedt)|Bürgermeisterwahl am 24. September 2017]], die nach der am 1. Juli [[2017]] vollzogenen Fusion der Stadt Helmstedt mit der Gemeinde [[Büddenstedt]] nötig geworden war, verteidigte er sein Amt gegen drei Konkurrent:innen. Erster stellvertretender Bürgermeister ist [[Friedrich-Wilhelm Diedrich]] ([[CDU]]), zweite stellvertretende Bürgermeisterin [[Margrit Niemann]] ([[SPD]]) und dritte stellvertretende Bürgermeisterin [[Verena Ahrendts]] ([[Wählergruppe|UWG]]).  


→ ''siehe auch: [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt]]''
{{Siehe auch|Liste der Bürgermeister von Helmstedt}}


=== Wappen ===
=== Wappen ===
[[Datei:Helmstedt Rathaus Fenster Wappen St Ludger.jpg|thumb|Stadtwappen von Helmstedt im Fenster des [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]]es]]
[[Datei:Helmstedt Rathaus Fenster Wappen St Ludger.jpg|mini|Stadtwappen von Helmstedt im Fenster des [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]]es]]
Im oberen Teil des Stadtwappens wird der geistliche Einfluss auf Helmstedt durch den heiligen Ludger deutlich gemacht. Er thront unter einem kleeblattförmigen Architekturbogen mit roten Dächern und der Inschrift „S.LUDGER“. Der Heilige trägt ein weißes Gewand mit roter Kasel. In seiner Rechten hält er einen goldenen Krummstab. In seiner Linken ein goldenes Buch und einen ebensolchen Heiligenschein. Im unteren Teil des Wappens wird eine silberne Zinnmauer mit offener Tür gezeigt, was damals den Begriff „Stadt“ wiedergab. Für die Farbe des Helmstedter Wappenschildes wurde Blau gewählt, für die Figur des Heiligen und für das Mauerwerk Weiß. Die Stadtfarben sind daher naturgemäß Blau-Weiß. Das Bild des Heiligen Ludger wurde am 25. Mai [[1900]] als endgültiges Wappen der Stadt von Prinz Albrecht genehmigt, dem damaligen Regenten des Herzogtums Braunschweig.
Im oberen Teil des Stadtwappens wird der geistliche Einfluss auf Helmstedt durch den heiligen Ludger deutlich gemacht. Er thront unter einem kleeblattförmigen Architekturbogen mit roten Dächern und der Inschrift „S.LUDGER“. Der Heilige trägt ein weißes Gewand mit roter Kasel. In seiner Rechten hält er einen goldenen Krummstab. In seiner Linken ein goldenes Buch und einen ebensolchen Heiligenschein. Im unteren Teil des Wappens wird eine silberne Zinnmauer mit offener Tür gezeigt, was damals den Begriff „Stadt“ wiedergab. Für die Farbe des Helmstedter Wappenschildes wurde Blau gewählt, für die Figur des Heiligen und für das Mauerwerk Weiß. Die Stadtfarben sind daher naturgemäß Blau-Weiß. Das Bild des Heiligen Ludger wurde am 25. Mai [[1900]] als endgültiges Wappen der Stadt von Prinz Albrecht genehmigt, dem damaligen Regenten des Herzogtums Braunschweig.


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=== Städtepartnerschaften ===
=== Städtepartnerschaften ===
Bereits seit den 1950er Jahren unterhält Helmstedt freundschaftliche Verbindungen zu anderen europäischen Städten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges wurden diese Aktivitäten nach Ost- und Südosteuropa ausgedehnt. Derzeit besteht mit folgenden Städten eine offizielle internationale Städtepartnerschaft:
Bereits seit den 1950er Jahren unterhält Helmstedt freundschaftliche Verbindungen zu anderen europäischen Städten. Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges wurden diese Aktivitäten nach Ost- und Südosteuropa ausgedehnt. Derzeit besteht mit folgenden Städten eine offizielle internationale Städtepartnerschaft, dessen Pflege und Weiterentwicklung der [[Helmstedter Verein für Städtepartnerschaften und internationale Begegnungen]] bezweckt:
* {{Flagicon Frankreich}} Vitré in Frankreich seit 22. Oktober [[1978]]
* {{Flagicon Frankreich}} Vitré in Frankreich seit 22. Oktober [[1978]]
* {{Flagicon Vereinigtes Königreich}} Chard im Vereinigten Königreich seit 12. April [[1980]]
* {{Flagicon Vereinigtes Königreich}} Chard im Vereinigten Königreich seit 12. April [[1980]]
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=== Patenschaften ===
=== Patenschaften ===
Seit dem Jahr 1999 ist die Stadt Namenspate eines Verkehrsflugzeuges vom Typ CRJ100LR, das zur Flotte der Lufthansa CityLine gehört und die Luftfahrzeug-Kennung D-ACJJ trägt.<ref>Airfleets, [http://www.airfleets.net/ficheapp/plane-crj-7298.htm Canadair Regional Jet - MSN 7298], (Website von [http://www.airfleets.net Airfleets], 25. Januar 2009).</ref><ref>[[Helmstedter Nachrichten]], [http://www.helmstedter-nachrichten.de/lokales/Helmstedt/im-dienst-der-lufthansa-helmstedt-fliegt-seit-20-jahren-id1060037.html Im Dienst der Lufthansa: „Helmstedt“ fliegt seit 20 Jahren], (Website von [http://www.helmstedter-nachrichten.de Helmstedter Nachrichten], 27. Juni 2013).</ref>
Seit dem 7. Januar [[1993]] besteht eine Taufpatenschaft zwischen der Stadt Helmstedt und der Fluggesellschaft Lufthansa. Die erste Taufe eines Flugzeugs auf den Namen ''Helmstedt'' hatte der damalige Helmstedter Bürgermeister [[Karl Birker]] am 1. Juli [[1993]] auf dem Flughafen Frankfurt am Main vorgenommen. Bisher waren vier Flugzeuge auf den Namen „Helmstedt“ getauft. Wenn ein Flugzeug die Flotte verlässt, übernimmt zumeist ein neueres dessen Taufnamen.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article151060037/Im-Dienst-der-Lufthansa-Helmstedt-fliegt-seit-20-Jahren.html |titel=Im Dienst der Lufthansa: „Helmstedt“ fliegt seit 20 Jahren |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2013-06-27 |abruf=2026-01-11}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article407466076/in-diese-staedte-koennen-passagiere-mit-der-helmstedt-fliegen.html |titel=In diese Städte können Passagiere mit der Helmstedt fliegen |autor=Sebahat Arifi |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2024-10-15 |abruf=2026-01-11}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.stadt-helmstedt.de/rathaus/presse/aktuelles/artikel/helmstedt-umrundet-die-welt.html |titel=„Helmstedt“ umrundet die Welt |hrsg=Stadt Helmstedt |datum=2026-01-09 |abruf=2026-01-11}}</ref>
 
* Boeing 737-400, Kennzeichen D-ABKD, getauft am 1. Juli [[1993]]<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-b737-27003.htm</ref>
* Bombardier CRJ-200, Kennzeichen D-ACJJ<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-crj-7298.htm</ref>
* Bombardier CRJ-100, Kennzeichen D-ACLF<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-crj-7015.htm</ref>
* Bombardier CRJ-900, Kennzeichen D-ACNE, aktuelles Flugzeug, im Einsatz seit [[2010]]<ref>https://www.airfleets.net/ficheapp/plane-crj-15241.htm</ref>


=== Fusion ===  
=== Fusion ===  
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Helmstedt ist zudem Mitglied der in den 1980er Jahren wiederbelebten hanseatischen Tradition der Lebens- und Kulturgemeinschaft des internationalen Städtebundes, der „Neuen Hanse“.
Helmstedt ist zudem Mitglied der in den 1980er Jahren wiederbelebten hanseatischen Tradition der Lebens- und Kulturgemeinschaft des internationalen Städtebundes, der „Neuen Hanse“.
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Bild:Helmstedt Markt und Rathaus.jpg|[[Marktplatz]] und [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]]
Datei:Helmstedt Markt und Rathaus.jpg|[[Markt|Marktplatz]] und [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]]
Bild:Helmstedt St Marienberg.jpg|[[Kloster St. Marienberg]]
Datei:Helmstedt St Marienberg.jpg|[[Kloster St. Marienberg]]
Bild:Helmstedt Universitätsgebäude.jpg|Gebäude der ehemaligen [[Universität Helmstedt]]
Datei:Helmstedt Universitätsgebäude.jpg|Gebäude der ehemaligen [[Universität Helmstedt]]
Bild:Helmstedt Klostergebäude und Kirche St. Ludgeri.jpg|[[Kloster St. Ludgeri|Klostergebäude St. Ludgeri]]
Datei:Helmstedt Klostergebäude und Kirche St. Ludgeri.jpg|[[Kloster St. Ludgeri|Klostergebäude St. Ludgeri]]
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* das [[Herzogliches Hoflager|Herzogliche Hoflager]], ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1567 mit umfangreichen Schmuckformen
* das [[Herzogliches Hoflager|Herzogliche Hoflager]], ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1567 mit umfangreichen Schmuckformen
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Bild:Helmstedt Klostergebäude und Kirche St. Ludgeri.jpg|Ehemaliges [[Kloster St. Ludgeri|Klostergebäude mit Kirche St. Ludgeri]]
Datei:Helmstedt Klostergebäude und Kirche St. Ludgeri.jpg|Ehemaliges [[Kloster St. Ludgeri|Klostergebäude mit Kirche St. Ludgeri]]
Bild:Helmstedt Neumärker Straße und Hausmannsturm.jpg|Fußgängerzone [[Neumärker Straße]] mit [[Hausmannsturm]]
Datei:Helmstedt Neumärker Straße und Hausmannsturm.jpg|Fußgängerzone [[Neumärker Straße]] mit [[Hausmannsturm]]
Bild:Helmstedt Holzberg.jpg|Fachwerkhäuser auf dem [[Holzberg]]
Datei:Helmstedt Holzberg.jpg|Fachwerkhäuser auf dem [[Holzberg]]
Bild:Helmstedt Herzogliches Hoflager.jpg|[[Herzogliches Hoflager]]
Datei:Helmstedt Herzogliches Hoflager.jpg|[[Herzogliches Hoflager]]
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=== Theater ===
=== Theater ===
[[Bild:Bad Helmstedt Brunnen-Theater.jpg|thumb|Das Brunnen-Theater in [[Bad Helmstedt]].]]
[[Datei:Bad Helmstedt Brunnen-Theater.jpg|mini|Das [[Brunnen-Theater]] in [[Bad Helmstedt]].]]
Das [[Brunnen-Theater]] befindet sich ca. 4 km vom Stadtzentrum entfernt mitten im Lappwald in dem Ortsteil Bad Helmstedt. Das 1927 fertiggestellte Gebäude ist ein Nachfolgebau des im Jahr 1815 eröffneten Kurtheaters und umfasst gegenwärtig mehr als 600 Sitzplätze. Die Spielsaison erstreckt sich von den Monaten September bis April und bietet wechselnde Vorstellungen, die von Tourneetheatern aufgeführt werden.
Das [[Brunnen-Theater]] befindet sich etwa vier km vom Stadtzentrum entfernt mitten im [[Lappwald]] in dem Ortsteil [[Bad Helmstedt]]. Das [[1927]] fertiggestellte Gebäude ist ein Nachfolgebau des im Jahr [[1815]] eröffneten Kurtheaters und umfasst gegenwärtig mehr als 600 Sitzplätze. Die Spielsaison erstreckt sich von den Monaten September bis April und bietet wechselnde Vorstellungen, die von Tourneetheatern aufgeführt werden.


=== Museen ===
=== Museen ===
[[Bild:Helmstedt Zonengrenzmuseum.jpg|thumb|left|Das Zonengrenz-Museum in Helmstedt]]
[[Datei:Helmstedt Zonengrenzmuseum.jpg|mini|left|Das [[Zonengrenz-Museum]] in Helmstedt]]
Das ehemalige Kreisheimatmuseum und im Oktober 2003 als [[Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt|Kreis- und Universitätsmuseum]] im Kellergeschoss des Juleums eröffnete Museum beherbergt eine Dauerausstellung zu zwei Hauptthemen: der Universitätsgeschichte von Helmstedt und dem Leben im Landkreis Helmstedt seit 400.000 Jahren. Im Obergeschoss des Juleums sind die Reste der ehemaligen Universitätsbibliothek mit aktuell noch ca. 35.000 Bänden zu besichtigen.
Das ehemalige Kreisheimatmuseum und im Oktober 2003 als [[Kreis- und Universitätsmuseum Helmstedt|Kreis- und Universitätsmuseum]] im Kellergeschoss des [[Juleum]]s eröffnete Museum beherbergt eine Dauerausstellung zu zwei Hauptthemen: der Universitätsgeschichte von Helmstedt und dem Leben im [[Landkreis Helmstedt]] seit 400.000 Jahren. Im Obergeschoss des [[Juleum]]s sind die Reste der ehemaligen Universitätsbibliothek mit aktuell noch ca. 35.000 Bänden zu besichtigen.


Als Erinnerung an die mehrere Jahrzehnte währende exponierte Lage der Stadt Helmstedt zur Grenze der DDR wurde im Jahr 1994 das [[Zonengrenz-Museum]] eröffnet, das als Informationszentrum die Geschichte der Innerdeutschen Grenze in der Zeit von 1945 bis 1990 anhand von Exponaten und Zeitdokumenten abbildet.
Als Erinnerung an die mehrere Jahrzehnte währende exponierte Lage der Stadt Helmstedt zur Grenze der DDR wurde im Jahr [[1994]] das [[Zonengrenz-Museum]] eröffnet, das als Informationszentrum die Geschichte der Innerdeutschen Grenze in der Zeit von [[1945]] bis [[1990]] anhand von Exponaten und Zeitdokumenten abbildet.


Der [[Museumshof Emmerstedt]] ist im gleichnamigen Ortsteil angesiedelt und stellt die Landwirtschaft und das örtliche Handwerk vergangener Zeiten vor. Zudem wird die Ortsgeschichte von Emmerstedt gezeigt.
Der [[Museumshof Emmerstedt]] ist im gleichnamigen Ortsteil [[Emmerstedt]] angesiedelt und stellt die Landwirtschaft und das örtliche Handwerk vergangener Zeiten vor. Zudem wird die Ortsgeschichte gezeigt.


=== Sport ===
=== Sport ===
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* das [[1980]] fertiggestellte [[Stadion an der Masch]] für Fußball- und Leichtathletikveranstaltungen mit einer Kapazität von 4.500 Plätzen<ref>[http://www.die-fans.de/fussball/stadien/stadien-liste/dasstadion/,Maschstadion,2013,,,,,north Eckdaten und Bildmaterial des Maschstadions auf www.die-fans.de]</ref>
* das [[1980]] fertiggestellte [[Stadion an der Masch]] für Fußball- und Leichtathletikveranstaltungen mit einer Kapazität von 4.500 Plätzen<ref>[http://www.die-fans.de/fussball/stadien/stadien-liste/dasstadion/,Maschstadion,2013,,,,,north Eckdaten und Bildmaterial des Maschstadions auf www.die-fans.de]</ref>
* das ebenfalls im Jahr [[1980]] eröffnete [[Bürgerhaus Helmstedt|Bürgerhaus]] mit einem Bowling- und Kegelcenter
* das ebenfalls im Jahr [[1980]] eröffnete [[Bürgerhaus Helmstedt|Bürgerhaus]] mit einem Bowling- und Kegelcenter
* die [[2012]] eröffnete Kegelsportanlage des [[Kegelsportverein Helmstedt und Umgebung|KSV Helmstedt]]


=== Regelmäßige Veranstaltungen ===
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===
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Die im Jahr 1983 ins Leben gerufene [[Elm-Lappwald-Messe]] findet üblicherweise im dreijährigen Intervall im Helmstedter Stadtgebiet statt. Diese regionale Wirtschaftsmesse versteht sich als Ergänzung zu den Großveranstaltungen in den angrenzenden Oberzentren Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg. Sie wird überwiegend von klein- und mittelständischen Betrieben geprägt, die in der Region um Elm und Lappwald angesiedelt sind. Im Jahr 2008 wurde die Veranstaltung von rund 70.000 Besuchern an sieben Messetagen frequentiert.<ref>[http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/9185283 Elm-Lappwald-Messe 2008 auf newsklick.de]</ref>
Die im Jahr 1983 ins Leben gerufene [[Elm-Lappwald-Messe]] findet üblicherweise im dreijährigen Intervall im Helmstedter Stadtgebiet statt. Diese regionale Wirtschaftsmesse versteht sich als Ergänzung zu den Großveranstaltungen in den angrenzenden Oberzentren Braunschweig, Wolfsburg und Magdeburg. Sie wird überwiegend von klein- und mittelständischen Betrieben geprägt, die in der Region um Elm und Lappwald angesiedelt sind. Im Jahr 2008 wurde die Veranstaltung von rund 70.000 Besuchern an sieben Messetagen frequentiert.<ref>[http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2161/artid/9185283 Elm-Lappwald-Messe 2008 auf newsklick.de]</ref>


Seit Mitte der 1970er Jahre findet alljährlich am ersten Septemberwochenende das [[Altstadtfest (Helmstedt)|Altstadtfest]] in der Innenstadt statt, das von dem Verein ''helmstedt aktuell / Stadtmarketing&nbsp;e.V.'' organisiert wird. Dieses dreitägige Fest mit Live-Musikprogramm wird in der Regel mit einem verkaufsoffenen Sonntag der ortsansässigen Einzelhändler kombiniert.
Seit Mitte der 1970er-Jahre findet alljährlich am ersten Septemberwochenende das [[Altstadtfest (Helmstedt)|Altstadtfest]] in der Innenstadt statt, das von dem Verein [[helmstedt aktuell Stadtmarketing]] organisiert wird. Dieses Fest mit Live-Musikprogramm wird in der Regel mit einem verkaufsoffenen Sonntag der ortsansässigen Einzelhändler kombiniert.
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* [[Herzogliches Hoflager]]
* [[Herzogliches Hoflager]]
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==== Vereine ====
==== Vereine ====
* [[Helmstedter Schachverein von 1894 e.V.]]
* [[Helmstedter Schachverein von 1894]]
* [[Helmstedter SB]]
* [[Helmstedter SB]]
* [[Helmstedter Sportverein 1913 e.V.]]
* [[Helmstedter SV]]
* [[Paintball Dome]]
* [[Paintball Dome]]
* [[SV Germania Helmstedt e.V.]]
* [[SV Germania Helmstedt]]
* [[Turn- und Sportverein von 1849 Helmstedt e.V.]]
* [[Turn- und Sportverein von 1849 Helmstedt]]
* [[Turnklub Helmstedt von 1889 e.V.]]
* [[Turnklub Helmstedt von 1889]]


=== Regelmäßige Veranstaltungen ===
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===
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== Wirtschaft und Infrastruktur ==
== Wirtschaft und Infrastruktur ==
=== Wirtschaftliche Entwicklung ===
=== Wirtschaftliche Entwicklung ===
[[Datei:Helmstedt EON Avacon.jpg|thumb|Hauptverwaltung der [[Avacon]]]]
[[Datei:Helmstedt EON Avacon.jpg|mini|Hauptverwaltung der [[Avacon]]]]
Wirtschaftlich wurde Helmstedt in den letzten Jahrzehnten stets durch die Entwicklung des Volkswagenwerkes in Wolfsburg und die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke]] (BKB) geprägt. Diese monostrukturelle Abhängigkeit blieb bis in die Gegenwart bestehen. Die Ansiedelung alternativer Industrien oder anderer Beschäftigungsmöglichkeiten geschah in der Vergangenheit nur ungenügend. Durch den Wegfall der „Zonenrandförderung“ nach der deutschen Einheit ergab sich zudem ein Subventionsgefälle zu den durch das Förderprogramm Aufbau Ost begünstigten Kommunen im angrenzenden Sachsen-Anhalt. Qualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze werden deshalb in der Region immer seltener. Die Bemühungen der BKB, zum Ausgleich für das bevorstehende Ende des Kohleabbaus neue Geschäftsfelder zu erschließen, waren mit dem Ausbau des Abfallverbrennungsgeschäfts zwar erfolgreich, konnten lokal aber keinen gleichwertigen Ersatz schaffen. Zumindest im Bereich der Verwaltung konnte unter anderem auch durch Fusion eines Tochterunternehmens ([[Überland-Zentrale Helmstedt]]) mit anderen Konzernunternehmen zur heutigen [[Avacon]] eine Stärkung des Standortes erreicht werden.
Wirtschaftlich wurde Helmstedt in den letzten Jahrzehnten stets durch die Entwicklung des Volkswagenwerkes in Wolfsburg und die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke]] (BKB) geprägt. Diese monostrukturelle Abhängigkeit blieb bis in die Gegenwart bestehen. Die Ansiedelung alternativer Industrien oder anderer Beschäftigungsmöglichkeiten geschah in der Vergangenheit nur ungenügend. Durch den Wegfall der „Zonenrandförderung“ nach der deutschen Einheit ergab sich zudem ein Subventionsgefälle zu den durch das Förderprogramm Aufbau Ost begünstigten Kommunen im angrenzenden Sachsen-Anhalt. Qualifizierte Ausbildungs- und Arbeitsplätze werden deshalb in der Region immer seltener. Die Bemühungen der BKB, zum Ausgleich für das bevorstehende Ende des Kohleabbaus neue Geschäftsfelder zu erschließen, waren mit dem Ausbau des Abfallverbrennungsgeschäfts zwar erfolgreich, konnten lokal aber keinen gleichwertigen Ersatz schaffen. Zumindest im Bereich der Verwaltung konnte unter anderem auch durch Fusion eines Tochterunternehmens ([[Überland-Zentrale Helmstedt]]) mit anderen Konzernunternehmen zur heutigen [[Avacon]] eine Stärkung des Standortes erreicht werden.


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=== Verkehrsanbindung ===
=== Verkehrsanbindung ===
[[Datei:Helmstedt Bahnhof.jpg|thumb|Helmstedter Bahnhof]]
[[Datei:Helmstedt Bahnhof.jpg|mini|[[Bahnhof Helmstedt]] ([[2017]])]]
==== Schienenverkehr ====
==== Schienenverkehr ====
Helmstedt liegt an der Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg. Der Bahnbetrieb auf der südlich des Elms verlaufenden [[Bahnstrecke Wolfenbüttel–Helmstedt]] wurde im Dezember 2007 stillgelegt. Hier halten alle zwei Stunden Intercity-Züge auf der Linie Leipzig – Magdeburg – Hannover – Bremen – Oldenburg (– Norddeich Mole) sowie stündlich Regionalbahnen in Richtung Magdeburg und Braunschweig.
Helmstedt liegt an der Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg. Der Bahnbetrieb auf der südlich des Elms verlaufenden [[Bahnstrecke Wolfenbüttel–Helmstedt]] wurde im Dezember 2007 stillgelegt. Hier halten alle zwei Stunden Intercity-Züge auf der Linie Leipzig – Magdeburg – Hannover – Bremen – Oldenburg (– Norddeich Mole) sowie stündlich Regionalbahnen in Richtung Magdeburg und Braunschweig.
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Helmstedt steht in der Tradition der ehemaligen Universität und konnte sich in der Folgezeit als „Schulstadt“ einen überregional bedeutenden Namen machen. Heute gibt es in Helmstedt neben den allgemeinbildenden Schulen berufsbildende und fortbildende Einrichtungen.
Helmstedt steht in der Tradition der ehemaligen Universität und konnte sich in der Folgezeit als „Schulstadt“ einen überregional bedeutenden Namen machen. Heute gibt es in Helmstedt neben den allgemeinbildenden Schulen berufsbildende und fortbildende Einrichtungen.
; Allgemeinbildende Schulen
; Allgemeinbildende Schulen
Insgesamt gibt es in Helmstedt sechs Grundschulen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. An weiterführenden Schulen sind eine Gesamtschule ([[Giordano-Bruno-Gesamtschule]]), eine Hauptschule ([[Lutherschule]]) und eine Realschule ([[Lademann-Realschule]]) angesiedelt. Die zwei Gymnasien ([[Gymnasium am Bötschenberg]], [[Gymnasium Julianum]]) der Stadt vervollständigen das Schulangebot.
Insgesamt gibt es in Helmstedt sechs Grundschulen, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. An weiterführenden Schulen sind eine Gesamtschule ([[Giordano-Bruno-Gesamtschule]]), eine Hauptschule ([[Lutherschule]]) und eine Realschule ([[Lademann-Realschule]]) angesiedelt. Die zwei Gymnasien ([[Gymnasium am Bötschenberg]] und [[Julianum]]) der Stadt vervollständigen das Schulangebot.
[[Datei:Helmstedt Politische Bildungsstätte.jpg|thumb|Politische Bildungsstätte Helmstedt]]
[[Datei:Helmstedt Politische Bildungsstätte.jpg|mini|[[Politische Bildungsstätte Helmstedt]] ([[2009]])]]
; Sonstige Bildungs- und Forschungseinrichtungen         
; Sonstige Bildungs- und Forschungseinrichtungen         
Neben den allgemeinbildenden Schulen befinden sich noch weitere Bildungseinrichtungen in der Stadt. Der Landkreis Helmstedt unterhält eine [[Berufsbildende Schulen Helmstedt|Berufsschule]], daneben existiert die private berufsbildende [[Oskar Kämmer Schule]]. Darüber hinaus werden eine [[Kreismusikschule Helmstedt|Kreismusikschule]] sowie die [[Kreisvolkshochschule Helmstedt|Kreisvolkshochschule]] vom Landkreis betrieben. Die Kreisvolkshochschule fungiert gleichzeitig als eine Außenstelle der Fernuniversität Hagen. Weiterhin ist die [[Politische Bildungsstätte Helmstedt]] eine seit vielen Jahren bestehende Heimvolkshochschule zur Erwachsenenbildung. Seit dem Jahr 1921 besteht in der Stadt eine ''Schule für Lernhilfe'' ([[Wichernschule]]) zur Förderung von Kindern mit Lernproblemen. Das [[1974]] eröffnete [[Jugendfreizeit- und Bildungszentrum]] (JFBZ), das seinen Aufgabenschwerpunkt in der Jugendarbeit sieht, bietet auch Weiterbildungskurse für Jugendliche an.
Neben den allgemeinbildenden Schulen befinden sich noch weitere Bildungseinrichtungen in der Stadt. Der Landkreis Helmstedt unterhält eine [[Berufsbildende Schulen Helmstedt|Berufsschule]], daneben existiert die private berufsbildende [[Oskar Kämmer Schule]]. Darüber hinaus werden eine [[Kreismusikschule Helmstedt|Kreismusikschule]] sowie die [[Kreisvolkshochschule Helmstedt|Kreisvolkshochschule]] vom Landkreis betrieben. Die Kreisvolkshochschule fungiert gleichzeitig als eine Außenstelle der Fernuniversität Hagen. Weiterhin ist die [[Politische Bildungsstätte Helmstedt]] eine seit vielen Jahren bestehende Heimvolkshochschule zur Erwachsenenbildung. Seit dem Jahr 1921 besteht in der Stadt eine ''Schule für Lernhilfe'' ([[Wichernschule]]) zur Förderung von Kindern mit Lernproblemen. Das [[1974]] eröffnete [[Jugendfreizeit- und Bildungszentrum]] (JFBZ), das seinen Aufgabenschwerpunkt in der Jugendarbeit sieht, bietet auch Weiterbildungskurse für Jugendliche an.
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* [[Justus Henry Christian Helmuth]] (1745–1825), lutherischer Theologe, Pfarrer und Professor in Philadelphia
* [[Justus Henry Christian Helmuth]] (1745–1825), lutherischer Theologe, Pfarrer und Professor in Philadelphia
* [[John Andrew Graefer]] (1745/46–1825), Botaniker und Gartengestalter
* [[John Andrew Graefer]] (1745/46–1825), Botaniker und Gartengestalter
* [[Georg Rudolph Lichtenstein]] (1747–1807), Arzt und Apotheker
* [[Georg Rudolph Lichtenstein]] ([[1747]]–[[1807]]), Arzt und Apotheker
* [[Franz Ernst Christoph Leuckart]] (1748–1817), Musikverleger, Kunst- und Musikalienhändler in Breslau
* [[Franz Ernst Christoph Leuckart]] (1748–1817), Musikverleger, Kunst- und Musikalienhändler in Breslau
* [[Anton August Heinrich Lichtenstein]] (1753–1816), Zoologe und Bibliothekar
* [[Anton August Heinrich Lichtenstein]] (1753–1816), Zoologe und Bibliothekar
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* [[Ludwig Konrad Bethmann]] (1812–1867), Historiker und Bibliothekar
* [[Ludwig Konrad Bethmann]] (1812–1867), Historiker und Bibliothekar
* [[Victor von Bruns]] (1812–1883), Mediziner und plastischer Chirurg
* [[Victor von Bruns]] (1812–1883), Mediziner und plastischer Chirurg
* [[Eduard Stodtmeister]] ([[1813]]–[[1873]]), Holzschnitzer, Huf- und Waffenschmied
* [[Karl Georg Bruns]] (1816–1880), Jurist und Rechtswissenschaftler
* [[Karl Georg Bruns]] (1816–1880), Jurist und Rechtswissenschaftler
* [[Carl Wallmann]] (1816–?), bekannt als „Räuberhauptmann Rose“
* [[Carl Wallmann]] ([[1816]]–?), Räuber, bekannt als „Räuberhauptmann Rose“
* [[Rudolf Elster]] (1820–1872), Maler
* [[Rudolf Elster]] (1820–1872), Maler
* [[Rudolf Leuckart]] (1822–1898), Zoologe und Begründer der Parasitologie
* [[Rudolf Leuckart]] (1822–1898), Zoologe und Begründer der Parasitologie
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* [[Hans Krebs]] (1898–1945), Offizier und Generalstabschef des Heeres der Wehrmacht
* [[Hans Krebs]] (1898–1945), Offizier und Generalstabschef des Heeres der Wehrmacht
* [[Hans Wiswe]] (1906–1987), Lehrer, Historiker, Volkskundler und Philologe
* [[Hans Wiswe]] (1906–1987), Lehrer, Historiker, Volkskundler und Philologe
* [[Helmut Witte]] (1909–2008), deutscher Chemiker und Hochschullehrer an der [[Technische Universität Darmstadt|TU Darmstadt]]
* [[Helmut Witte]] (1909–2008), deutscher Chemiker und Hochschullehrer an der TU Darmstadt
* [[Uwe Vogel]] (1915–2000), Generalleutnant der Luftwaffe der Bundeswehr
* [[Uwe Vogel]] (1915–2000), Generalleutnant der Luftwaffe der Bundeswehr
* [[Helmut Kramer]] (* 1930), Jurist und Rechtshistoriker, Richter a.&thinsp;D.
* [[Helmut Kramer]] (* 1930), Jurist und Rechtshistoriker, Richter a.&thinsp;D.
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* [[Helgo Meyer-Hamme]] (* 1942), Mediziner, Gründer einer Hilfsorganisation in Indien
* [[Helgo Meyer-Hamme]] (* 1942), Mediziner, Gründer einer Hilfsorganisation in Indien
* [[Hans-Hermann Wendhausen]] (1947–2023), Politiker
* [[Hans-Hermann Wendhausen]] (1947–2023), Politiker
* [[Mechthild Bernart]] (* 1948), [[Zisterzienserin]], Äbtissin des [[Kloster Thyrnau|Klosters Thyrnau]]
* [[Mechthild Bernart]] (* 1948), Zisterzienserin, Äbtissin des Klosters Thyrnau
* [[Hans-Joachim Schubert]] (* 1947), Generalleutnant der Bundeswehr
* [[Hans-Joachim Schubert]] (* 1947), Generalleutnant der Bundeswehr
* [[Frank Bsirske]] (* 1952), Vorsitzender der ''Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft'' ver.di
* [[Frank Bsirske]] (* 1952), Vorsitzender der ''Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft'' ver.di
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* [[Linda Entz]] (* 1976), Lyrikerin
* [[Linda Entz]] (* 1976), Lyrikerin
* [[Sebastian Stoppe]] (* 1978), Medienwissenschaftler
* [[Sebastian Stoppe]] (* 1978), Medienwissenschaftler
* [[André Mumot]] (* 1979), Autor und Übersetzer
* [[André Mumot]] (* [[1979]]), Autor und Übersetzer
* [[Benjamin Chatton]] (* 1981), Handballspieler und -manager
* [[Benjamin Chatton]] (* [[1981]]), Handballspieler und -manager
* [[Josefine Paul]] (* 1982), Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete im Landtag Nordrhein-Westfalen
* [[Josefine Paul]] (* [[1982]]), Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen und Abgeordnete im Landtag Nordrhein-Westfalen
* [[Jan Hartwig]] (* 1982), Koch
* [[Jan Hartwig]] (* [[1982]]), Koch
* [[Anna-Carina Woitschack]] (* 1992), Sängerin
* [[Anna-Carina Woitschack]] (* [[1992]]), Sängerin
* [[Maurice Bartz]] (* [[2000]]), Nachwuchsschauspieler
* [[Jan Bürger]] (* [[2007]]), Fußballspieler


=== Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===
=== Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===
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* Wilhelm Stuckart (1902–1953) Staatssekretär im Reichsministerium des Innern und verurteilter Kriegsverbrecher und Teilnehmer der Wannseekonferenz, später Stadtkämmerer von Helmstedt
* Wilhelm Stuckart (1902–1953) Staatssekretär im Reichsministerium des Innern und verurteilter Kriegsverbrecher und Teilnehmer der Wannseekonferenz, später Stadtkämmerer von Helmstedt
* [[Ewald Berndt]] (1902–1958), deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und von 1946–1949 [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt Helmstedt
* [[Ewald Berndt]] (1902–1958), deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und von 1946–1949 [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt Helmstedt
* [[Kuno Klötzer]] (1922–2011), Fußballspieler und -trainer, trainierte mehrere Jahre die Fußballmannschaft des [[Helmstedter Sportverein 1913 e.V.|Helmstedter SV]]
* [[Kuno Klötzer]] (1922–2011), Fußballspieler und -trainer, trainierte mehrere Jahre die Fußballmannschaft des [[Helmstedter SV]]
* [[Elisabeth Heister-Neumann]] (* 1955), 1992–2003 Stadtdirektorin von Helmstedt
* [[Elisabeth Heister-Neumann]] (* 1955), 1992–2003 Stadtdirektorin von Helmstedt
* [[Lars Alt]] (* [[1991]]), Politiker der [[FDP]] und Abgeordneter im Niedersächsischen Landtag
→ ''siehe auch: [[Liste bekannter Persönlichkeiten der Universität Helmstedt]]''


== Trivia ==
== Trivia ==
* [[2012]] wurden Teile des Films ''Banklady'', der [[2013]] in die Kinos kam, in Helmstedt und Umgebung gedreht.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/kultur/article150659128/Kinofilm-Banklady-wird-in-Helmstedt-gedreht.html |titel=Kinofilm „Banklady“ wird in Helmstedt gedreht |autor=Florian Arnold |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2012-05-11 |abruf=2025-04-11 |sprache=Deutsch}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article150707546/Blick-hinter-die-Kulissen-am-Filmset-zur-Banklady.html |titel=Blick hinter die Kulissen am Filmset zur „Banklady“ |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2012-07-11 |abruf=2025-04-11 |sprache=Deutsch}}</ref>
* [[1986]] veröffentlichet die deutsche Punkrock ''Die Toten Hosen'' einen Song mit dem Namen ''Helmstedt Blues''. Bei dem Titel handelt es sich um ein genau 21 Sekunden langes Instrumentalstück, das der Ex-Drummer der Toten Hosen, Wolfgang Rohde, einst komponierte. Es ist, wie man das vom Blues erwartet – schwermütig, verträumt, anklagend… Und leitet den nächsten Song ein: Großalarm.<ref>https://de.wikipedia.org/wiki/Damenwahl_(Album)#Text_und_Musik,_Titelliste</ref>
* Die Begleitband des Ärzte-Musikers Bela B. trägt seit [[2006]] den Namen ''Los Helmstedt''.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/kultur/article150117744/Helmstedt-steht-fuer-verlorenen-Glanz.html |titel="Helmstedt steht für verlorenen Glanz" |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2009-11-09 |abruf=2025-12-09}}</ref>
* [[2012]] wurden Teile des deutschen Kriminalfilms ''Banklady'', der [[2013]] in die Kinos kam, in Helmstedt und Umgebung gedreht.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/kultur/article150659128/Kinofilm-Banklady-wird-in-Helmstedt-gedreht.html |titel=Kinofilm „Banklady“ wird in Helmstedt gedreht |autor=Florian Arnold |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2012-05-11 |abruf=2025-04-11}}</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article150707546/Blick-hinter-die-Kulissen-am-Filmset-zur-Banklady.html |titel=Blick hinter die Kulissen am Filmset zur „Banklady“ |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung |datum=2012-07-11 |abruf=2025-04-11}}</ref>


== Literatur ==
== Literatur ==
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* [[Liste der Parkplätze und Parkbauten in Helmstedt]]
* [[Liste der Parkplätze und Parkbauten in Helmstedt]]
* [[Liste der Spielplätze in Helmstedt]]
* [[Liste der Spielplätze in Helmstedt]]
* [[Liste der Straßen in Helmstedt]]
* [[Liste der Straßen und Plätze in Helmstedt]]
* [[Liste von TV-Beiträgen und Videos zum Thema Helmstedt]]
* [[Liste von TV-Beiträgen und Videos zum Thema Helmstedt]]
* [[Liste ehemaliger Unternehmen in Helmstedt]]
* [[Liste ehemaliger Unternehmen in Helmstedt]]


== Weblinks ==
== Weblinks ==
* [https://www.stadt-helmstedt.de Stadt Helmstedt] Offizielle Website
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== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
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[[Kategorie:Stadt]]
[[Kategorie:Ort in Helmstedt]]
[[Kategorie:Helmstedt| ]]
[[Kategorie:Helmstedt| ]]
[[Kategorie:Ortsteil von Helmstedt]]
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]
[[Kategorie:Gemeinde im Landkreis Helmstedt]]