Emil Neddermeyer: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Emil Otto Hermann Neddermeyer''' (* 28. November [[1894]] in [[Helmstedt]]; 25. März [[1951]] ebenda) war ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär und Politiker ([[SPD]]). Er war [[1946]] erster [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Nachkriegsbürgermeister]] der Stadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland und von [[1949]] bis [[1951]] [[Liste der Landräte des Landkreises Helmstedt|Oberkreisdirektor]] des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises]].
'''Emil Neddermeyer''' († [[1951]]) war ein deutscher Politiker ([[SPD]]). Von April 1946 bis Oktober 1946 war er [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt [[Helmstedt]] und vom 12. Oktober 1949 bis 25. März 1951 [[Liste der Landräte des Landkreises Helmstedt|Landrat/Oberkreisdirektor]] des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]].
 
== Leben ==
Neddermeyer wurde am 28. November [[1894]] in [[Helmstedt]] geboren. Nach einer Ausbildung zum Dachdecker arbeitete er zunächst in diesem Beruf. Seine berufliche Laufbahn wurde durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg von [[1914]] bis [[1918]] unterbrochen. Infolge eines Arbeitsunfalls erlitt er eine bleibende Gehbehinderung und absolvierte anschließend eine Umschulung zum Kaufmann.
 
Ab [[1925]] war Neddermeyer beim [[Helmstedt]]er Konsum-Verein tätig, zunächst als Verkaufsstellenleiter. Von [[1929]] bis [[1945]] arbeitete er dort als Lagerhalter. Gewerkschaftlich engagierte er sich im Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB), dessen Ortsvorsitz er von [[1923]]<ref>Rolf Volkmann: ''Neddermeyer, Emil Otto Hermann''. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 437.</ref> oder 1925<ref>Brage Bei der Wieden, Henning Steinführer (Hrsg.): ''Amt und Verantwortung. Träger kommunaler Selbstverwaltung im Wirkungskreis der Braunschweigischen Landschaft.'' Appelhans, Braunschweig 2015, ISBN 978-3-944939-10-0, S. 631.</ref> bis [[1929]] innehatte. Von [[1925]] bis [[1933]] war er zudem Vorsitzender des Helmstedter Ortsvereins der [[SPD]]. Seit Anfang [[1928]] gehörte er der Stadtverordnetenversammlung an.
 
Nach der Machtübernahme der [[NSDAP|Nationalsozialisten]] und der damit verbundenen Gleichschaltung kommunaler Gremien verlor Neddermeyer [[1933]] sein Mandat. Im selben Jahr wurde er mehrfach festgenommen und verhört. [[1942]] erfolgte eine erneute Inhaftierung, die 22 Monate dauerte. Von August bis September [[1944]] war er im Zuge der Aktion Gitter im Gestapo-Sonderlager 21 nahe Hallendorf in der Stadt Salzgitter inhaftiert.
 
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beteiligte sich Neddermeyer am Wiederaufbau der örtlichen Parteistrukturen und wirkte an der Neugründung des [[SPD]]-Ortsvereins [[Helmstedt]] mit. Die britische Militärregierung berief ihn zum Dezernenten beim Wirtschafts- und Ernährungsamt des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises]]. Am 21. April [[1946]] wählte ein von der Militärregierung eingesetzter Gemeinderat ihn zum ersten Bürgermeister der Stadt nach Kriegsende; Stellvertreter wurde der Rechtsanwalt und SPD-Politiker [[Wilhelm Abry]]. Beide übten das Amt bis zum 2. Oktober [[1946]] aus.
 
Anschließend war Neddermeyer als Vertreter des [[Liste der Landräte des Landkreises Helmstedt|Oberkreisdirektor]]s [[Richard Voigt]] tätig und folgte diesem im Oktober [[1949]] im Amt nach. Diese Funktion bekleidete er bis zu seinem Tod am 25. März [[1951]]. Während seiner Amtszeit befasste er sich unter anderem mit Maßnahmen zur Verringerung der Wohnungsnot, der Erweiterung des [[Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt|Krankenhauses]] sowie der Förderung der Einrichtung des Kreisaltersheims [[Mariental]].<ref>Brage Bei der Wieden, Henning Steinführer (Hrsg.): ''Amt und Verantwortung. Träger kommunaler Selbstverwaltung im Wirkungskreis der Braunschweigischen Landschaft.'' Appelhans, Braunschweig 2015, ISBN 978-3-944939-10-0, S. 632.</ref>
 
== Literatur ==
* Brage Bei der Wieden, Henning Steinführer (Hrsg.): ''Amt und Verantwortung. Träger kommunaler Selbstverwaltung im Wirkungskreis der Braunschweigischen Landschaft.'' Appelhans, Braunschweig 2015, ISBN 978-3-944939-10-0, S. 148–149 und 630–632.
* Rolf Volkmann: ''Neddermeyer, Emil Otto Hermann''. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 437.
 
== Einzelnachweise ==
<references />


{{Navigationsleiste Bürgermeister von Helmstedt}}
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[[Kategorie:Landrat]]
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[[Kategorie:Deutsche:r]]
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[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Deutsche:r]]
 
{{Personendaten
|NAME=Neddermeyer, Emil
|ALTERNATIVNAMEN=Neddermeyer, Emil Otto Hermann (vollständiger Name)
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gewerkschaftsfunktionär und Politiker (SPD)
|GEBURTSDATUM=28. November 1894
|GEBURTSORT=[[Helmstedt]]
|STERBEDATUM=25. März 1951
|STERBEORT=[[Helmstedt]]
}}