Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt''' ist eine Chronik über [[Helmstedt]] von [[Hans-Ehrhard Müller]] aus dem März [[1999]]. Eine zweite, überarbeitete Auflage erschien im Mai [[2005]]. Dieser Artikel hat das Ziel, die gesamte Chronik als enzyklopädischen Artikel abzubilden, der lediglich an die neue Rechtschreibung angepasst wird.
[[Datei:Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt.jpg|mini|Buchcover ''Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt'']]
'''Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt''' ist eine Chronik über [[Helmstedt]] von [[Hans-Ehrhard Müller]] aus dem Dezember [[1998]]. Eine zweite, überarbeitete Auflage erschien im Mai [[2004]]. Dieser Artikel hat das Ziel, die gesamte Chronik als enzyklopädischen Artikel abzubilden, der lediglich an die neue Rechtschreibung angepasst wird.


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<center>'''[[Hans-Ehrhard Müller|HANS-ERHARD MÜLLER]]'''</center>
<center>'''[[Hans-Ehrhard Müller|HANS-ERHARD MÜLLER]]'''</center>
<center><big>'''[[Helmstedt|HELMSTEDT]]'''</big></center>
<center><big>'''[[Helmstedt|HELMSTEDT]]'''</big></center>
<center><big>'''die Geschichte einer'''</big></center>
<center><big>'''die Geschichte einer deutschen Stadt'''</big></center>
<center><big>'''deutschen Stadt'''</big></center>
<center>[[Helmstedt]], [[1998]]</center>
<center>[[Helmstedt]], [[1998]]</center>
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Deshalb begann man auf Weisung des Herzogs Carl ca. [[1745]] damit, aus den Wallanlagen vor der Stadt Promenaden zu machen. Die vordere Mauer wurde gänzlich, die Hauptmauer teilweise in ihrem oberen Bereich abgetragen. Durch die Neugestaltung der alten Wehranlage mit der Schaffung der Wälle konnten im Vorfeld der [[Stadtmauer (Helmstedt)|Mauer]], damals sehr begehrt, Gärten angelegt werden. Sie erbrachten durch den Verkauf oder durch den jährlichen Erbzins der Stadt zusätzliche Einnahmen.
Deshalb begann man auf Weisung des Herzogs Carl ca. [[1745]] damit, aus den Wallanlagen vor der Stadt Promenaden zu machen. Die vordere Mauer wurde gänzlich, die Hauptmauer teilweise in ihrem oberen Bereich abgetragen. Durch die Neugestaltung der alten Wehranlage mit der Schaffung der Wälle konnten im Vorfeld der [[Stadtmauer (Helmstedt)|Mauer]], damals sehr begehrt, Gärten angelegt werden. Sie erbrachten durch den Verkauf oder durch den jährlichen Erbzins der Stadt zusätzliche Einnahmen.


Allerdings war man bemüht, die [[Stadtmauer (Helmstedt)|Mauer]] in ihrer Substanz zu erhalten. Sie wurde sogar repariert, hatte sie doch noch die Funktion, die Stadt nachts von der Außenwelt abzuschirmen und tagsüber Personen ein Betreten oder Verlassen nur durch die Tore zu erlauben. Die Zugänge blieben bis weit in das letzte Jahrhundert hinein nachts geschlossen. Auch nachdem man am [[Südertor (Stadttor)|Süder]]- und [[Ludgeritor]] die Türme abgebrochen hatte, blieben die Tore selbst bestehen. Erst [[1846]] veräußerte die Stadt die Torflügel. Die des [[Hausmannsturm]]s hatte man wegen der Erweiterung der Durchfahrt im Herbst [[1845]] bereits im städtischen Magazin eingelagert. Die Flügel des [[Nordertor (Stadttor)|Nordertor]]es wie auch die des [[Südertor (Stadttor)|Südertor]]es wurden zusammen mit denen des [[Kirchtor]]es (am Piest’schen Gasthofe „[[Zum Goldenen Löwen]]“, [[Braunschweiger Straße]] 25) und des [[Harslebertor|Harsleber Tores]] (beide in der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]]) [[1846]] versteigert. Die Tormauern wurden auf Abbruch ebenfalls an den jeweils Meistbietenden verkauft. Dieser hatte sie innerhalb der folgenden 14 Tage abzubrechen und die Reste abzufahren.
Allerdings war man bemüht, die [[Stadtmauer (Helmstedt)|Mauer]] in ihrer Substanz zu erhalten. Sie wurde sogar repariert, hatte sie doch noch die Funktion, die Stadt nachts von der Außenwelt abzuschirmen und tagsüber Personen ein Betreten oder Verlassen nur durch die Tore zu erlauben. Die Zugänge blieben bis weit in das letzte Jahrhundert hinein nachts geschlossen. Auch nachdem man am [[Südertor (Stadttor)|Süder]]- und [[Ludgeritor]] die Türme abgebrochen hatte, blieben die Tore selbst bestehen. Erst [[1846]] veräußerte die Stadt die Torflügel. Die des [[Hausmannsturm]]s hatte man wegen der Erweiterung der Durchfahrt im Herbst [[1845]] bereits im städtischen Magazin eingelagert. Die Flügel des [[Nordertor (Stadttor)|Nordertor]]es wie auch die des [[Südertor (Stadttor)|Südertor]]es wurden zusammen mit denen des [[Kirchtor]]es (am Piest’schen Gasthofe „[[Zum goldenen Löwen|Zum Goldenen Löwen]]“, [[Braunschweiger Straße]] 25) und des [[Harslebertor|Harsleber Tores]] (beide in der [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]]) [[1846]] versteigert. Die Tormauern wurden auf Abbruch ebenfalls an den jeweils Meistbietenden verkauft. Dieser hatte sie innerhalb der folgenden 14 Tage abzubrechen und die Reste abzufahren.


Mit der Versteigerung der Tore war auch die Aufhebung der Torsperre verbunden, die [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]] diente kaum noch der nächtlichen Sicherheit und damit auch nicht mehr dem Nutzen der Bürger. Sie hatte ihren öffentlichen Zweck über Jahrhunderte erfüllt. Man überlegte deshalb, ob man die „an vielen Stellen bekanntlich sehr schadhafte [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]]“ den Anliegern zum Kauf anbieten sollte. Das geschah stellenweise. Dabei wurden die Eigentümer bevorzugt, deren Grundstücke auf der Stadtinnenseite lagen. Sie hatten mit dem Kauf die Erhaltungspflicht zu übernehmen. Dies wurde teilweise sogar im Grundbuch eingetragen. Auch die Mauertürme wurden veräußert, so z. B. der im früheren [[Leihhausgarten]] ([[Streplingerode]] 29) an den Tischlermeister Theodor Oppermann. Es war der einzige Mauerturm am [[Langer Wall|Langen Wall]]. Er befindet sich heute noch auf dem Gelände der früheren [[Maschinenfabrik Krull]] ([[Wallhof]]).
Mit der Versteigerung der Tore war auch die Aufhebung der Torsperre verbunden, die [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]] diente kaum noch der nächtlichen Sicherheit und damit auch nicht mehr dem Nutzen der Bürger. Sie hatte ihren öffentlichen Zweck über Jahrhunderte erfüllt. Man überlegte deshalb, ob man die „an vielen Stellen bekanntlich sehr schadhafte [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtmauer]]“ den Anliegern zum Kauf anbieten sollte. Das geschah stellenweise. Dabei wurden die Eigentümer bevorzugt, deren Grundstücke auf der Stadtinnenseite lagen. Sie hatten mit dem Kauf die Erhaltungspflicht zu übernehmen. Dies wurde teilweise sogar im Grundbuch eingetragen. Auch die Mauertürme wurden veräußert, so z. B. der im früheren [[Leihhausgarten]] ([[Streplingerode]] 29) an den Tischlermeister Theodor Oppermann. Es war der einzige Mauerturm am [[Langer Wall|Langen Wall]]. Er befindet sich heute noch auf dem Gelände der früheren [[Maschinenfabrik Krull]] ([[Wallhof]]).