Stefan PD Runge: Unterschied zwischen den Versionen

 
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== Leben ==
== Leben ==
Runge wurde [[1964]] im niederrheinischen Dülken, einem Stadtteil von Viersen, geboren<ref name="Das sind wir">{{Internetquelle |url=https://www.helmstedter-chorknaben.de/wer-wir-sind |titel=Das sind wir |hrsg=Helmstedter Chor- und Singschule |abruf=2024-05-28}}</ref>. Er wuchs dort als eines von vier Kindern auf. Seine Mutter arbeitete als Einzelhandelskauffrau, sein Vater war gelernter Maschinenbauer. Die Familie lebte unter einfachen wirtschaftlichen Bedingungen; dennoch schufen die Eltern stabile Rahmenbedingungen, unter anderem durch den Bau eines eigenen Hauses, sodass jedes Kind – zusätzlich zu einem Pflegekind – über ein eigenes Zimmer verfügte.<ref name="BZ19122025" />
Runge wurde [[1964]] im niederrheinischen Dülken, einem Stadtteil von Viersen, geboren.<ref name="Das sind wir">{{Internetquelle |url=https://www.helmstedter-chorknaben.de/wer-wir-sind |titel=Das sind wir |hrsg=Helmstedter Chor- und Singschule |abruf=2024-05-28}}</ref> Er wuchs dort als eines von vier Kindern auf. Seine Mutter arbeitete als Einzelhandelskauffrau, sein Vater war gelernter Maschinenbauer. Die Familie lebte unter einfachen wirtschaftlichen Bedingungen; dennoch schufen die Eltern stabile Rahmenbedingungen, unter anderem durch den Bau eines eigenen Hauses, sodass jedes Kind – zusätzlich zu einem Pflegekind – über ein eigenes Zimmer verfügte.<ref name="BZ19122025" />


Im Alter von sechs Jahren begann Runge mit dem Singen im Chor. Da kein eigenes Klavier vorhanden war, erhielt er Zugang zum Gemeindehaus seiner Kirche, um dort zu üben. Der Kantor der Gemeinde, den seine Eltern aus ihrer eigenen Kindheit kannten, erteilte ihm kostenlosen Klavier- und Orgelunterricht. Diese frühe musikalische Förderung prägte seinen weiteren Werdegang nachhaltig.<ref name="BZ19122025" />
Im Alter von sechs Jahren begann Runge mit dem Singen im Chor. Da kein eigenes Klavier vorhanden war, erhielt er Zugang zum Gemeindehaus seiner Kirche, um dort zu üben. Der Kantor der Gemeinde, den seine Eltern aus ihrer eigenen Kindheit kannten, erteilte ihm kostenlosen Klavier- und Orgelunterricht. Diese frühe musikalische Förderung prägte seinen weiteren Werdegang nachhaltig.<ref name="BZ19122025" />
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Nach dem Abitur nahm Runge ein Studium der Musik und Theologie auf, das ihn unter anderem nach Wuppertal, Düsseldorf, Bonn und Nürnberg führte. Ein prägender Abschnitt seines Lebens war ein mehrjähriger Aufenthalt in Großbritannien. Dort studierte er unter anderem in Cambridge, wirkte am Choir of King’s College Cambridge mit und wurde im Rahmen der Church of England zum Priester geweiht. In dieser Zeit baute er zudem einen Chor auf. Im Laufe seines Lebens erwarb Runge umfassende Verdienste in England und Deutschland.<ref name="BZ19122025" />
Nach dem Abitur nahm Runge ein Studium der Musik und Theologie auf, das ihn unter anderem nach Wuppertal, Düsseldorf, Bonn und Nürnberg führte. Ein prägender Abschnitt seines Lebens war ein mehrjähriger Aufenthalt in Großbritannien. Dort studierte er unter anderem in Cambridge, wirkte am Choir of King’s College Cambridge mit und wurde im Rahmen der Church of England zum Priester geweiht. In dieser Zeit baute er zudem einen Chor auf. Im Laufe seines Lebens erwarb Runge umfassende Verdienste in England und Deutschland.<ref name="BZ19122025" />


Runge war ausgebildeter Chor- und Orchesterdirigent, Sänger, Gesangspädagoge und Musikwissenschaftler. Er arbeitete unter anderem mit dem Tölzer Knabenchor sowie dem Thomanerchor Leipzig und trat als Sänger auf internationalen Bühnen auf. Darüber hinaus war er als Chorleiter tätig, gründete die Händel-Akademie in Halle und lehrte viele Jahre an verschiedenen deutschen Hochschulen, unter anderem in Magdeburg, Braunschweig, Oldenburg und Nürnberg<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article152153036/Stefan-Runge-ist-seit-20-Jahren-Chorleiter.html |titel=Stefan Runge ist seit 20 Jahren Chorleiter |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2016-01-12 |abruf=2024-05-28}}</ref>.<ref name="BZ19122025" />
Runge war ausgebildeter Chor- und Orchesterdirigent, Sänger, Gesangspädagoge und Musikwissenschaftler. Er arbeitete unter anderem mit dem Tölzer Knabenchor sowie dem Thomanerchor Leipzig und trat als Sänger auf internationalen Bühnen auf. Darüber hinaus war er als Chorleiter tätig, gründete die Händel-Akademie in Halle und lehrte viele Jahre an verschiedenen deutschen Hochschulen, unter anderem in Magdeburg, Braunschweig, Oldenburg und Nürnberg.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article152153036/Stefan-Runge-ist-seit-20-Jahren-Chorleiter.html |titel=Stefan Runge ist seit 20 Jahren Chorleiter |autor=Jürgen Paxmann |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2016-01-12 |abruf=2024-05-28}}</ref><ref name="BZ19122025" />


[[1995]] übernahm Runge von [[Helfried Israel]] die Leitung der [[Helmstedter Chorknaben]]<ref name="Das sind wir" />. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte er die Helmstedter Chor- und Singschule sowie den Konzertchor Helmstedt unter dem Dach des Vereins [[Helmstedter Chorknaben]] weiter. Dabei wurde der ursprünglich als Knabenchor konzipierte Klangkörper schrittweise zu einem generationenübergreifenden gemischten Chor ausgebaut. Der damit verbundene Übergabe- und Umstrukturierungsprozess erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren.<ref name="BZ19122025" />
[[1995]] übernahm Runge von [[Helfried Israel]] die Leitung der [[Helmstedter Chorknaben]]<ref name="Das sind wir" />. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte er die Helmstedter Chor- und Singschule sowie den Konzertchor Helmstedt unter dem Dach des Vereins [[Helmstedter Chorknaben]] weiter. Dabei wurde der ursprünglich als Knabenchor konzipierte Klangkörper schrittweise zu einem generationenübergreifenden gemischten Chor ausgebaut. Der damit verbundene Übergabe- und Umstrukturierungsprozess erstreckte sich über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren.<ref name="BZ19122025" />
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Neben seiner musikalischen Tätigkeit war Runge als Lehrer für Englisch, Musik und Religion an einer Privatschule in Braunschweig tätig.<ref name="BZ19122025" />
Neben seiner musikalischen Tätigkeit war Runge als Lehrer für Englisch, Musik und Religion an einer Privatschule in Braunschweig tätig.<ref name="BZ19122025" />


Auch publizistisch trat Runge hervor. [[2009]] veröffentlichte er sein erstes Buch ''Komm, O Tod, Du Schlafes Bruder – Gedichte, Gedanken und Bilder zum Tod''. [[2011]] erschien sein zweites Werk ''Tierische Geschichten'', das mit farbigen Zeichnungen von Sigrun Fanenbruck, Eva Grade und Jan-Malte Löwigt ausgestattet ist<ref>{{Internetquelle |url=https://www.stefanpdrunge.com/misc.php |titel=Diverses – Veröffentlichungen – Bücher & Schriften |autor=Stefan PD Runge |abruf=2024-05-28}}</ref>.<ref name="BZ19122025" />
Auch publizistisch trat Runge hervor. [[2009]] veröffentlichte er sein erstes Buch ''Komm, O Tod, Du Schlafes Bruder – Gedichte, Gedanken und Bilder zum Tod''. [[2011]] erschien sein zweites Werk ''Tierische Geschichten'', das mit farbigen Zeichnungen von Sigrun Fanenbruck, Eva Grade und Jan-Malte Löwigt ausgestattet ist<ref>{{Internetquelle |url=https://www.stefanpdrunge.com/misc.php |titel=Diverses – Veröffentlichungen – Bücher & Schriften |autor=Stefan PD Runge |abruf=2024-05-28}}</ref><ref name="BZ19122025" />.


Runge verstarb am 9. August [[2026]]<ref>E-Mail von Nils Heyder: „Todesdatum stand auf Zetteln, die im Trauergottesdienst ausgehändigt wurden.“ (17. August 2026)</ref> im Alter von 61 Jahren in Viersen.<ref>E-Mail von Anke Espe: „Stefan ist leider diesen Monat in Viersen verstorben.“ (12. August 2026)</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article412860840/konzertchor-helmstedt-in-tiefer-trauer-musiker-stefan-pd-runge-ist-tot.html |titel=Konzertchor Helmstedt in tiefer Trauer: Musiker Stefan PD Runge ist tot |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2026-08-14 |abruf=2026-08-14}}</ref> Am 17. August [[2026]] fand um 14:00 Uhr in der Johanniskirche in Braunschweig ein Gedenkgottesdienst für Runge statt, der von der CJD Christophorusschule, Runges Arbeitsstelle, ausgerichtet wurde.<ref>E-Mail von Anke Espe: „Am Montag um 14 Uhr findet in der Johanniskirche in BS ein Gedenkgottesdienst für Stefan statt.“ (15. August 2026)</ref>
Runge verstarb am 9. August [[2026]]<ref>E-Mail von Nils Heyder: „Todesdatum stand auf Zetteln, die im Trauergottesdienst ausgehändigt wurden.“ (17. August 2026)</ref> im Alter von 61 Jahren in Viersen.<ref>E-Mail von Anke Espe: „Stefan ist leider diesen Monat in Viersen verstorben.“ (12. August 2026)</ref><ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article412860840/konzertchor-helmstedt-in-tiefer-trauer-musiker-stefan-pd-runge-ist-tot.html |titel=Konzertchor Helmstedt in tiefer Trauer: Musiker Stefan PD Runge ist tot |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2026-08-14 |abruf=2026-08-14}}</ref> Am 17. August [[2026]] fand um 14:00 Uhr in der Johanniskirche in Braunschweig ein Gedenkgottesdienst für Runge statt, der von der CJD Christophorusschule, Runges Arbeitsstelle, ausgerichtet wurde.<ref>E-Mail von Anke Espe: „Am Montag um 14 Uhr findet in der Johanniskirche in BS ein Gedenkgottesdienst für Stefan statt.“ (15. August 2026)</ref>