Hohnsleben: Unterschied zwischen den Versionen

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| Eingemeindungsdatum    = 2017-07-01
| Eingemeindungsdatum    = 1942-04-01
| Eingemeindet-nach      = [[Helmstedt]]
| Eingemeindet-nach      = [[Reinsdorf]]
| Postleitzahl1          = [[38372]]
| Postleitzahl1          = [[38372]]
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'''Hohnsleben''' ist ein Stadtteil der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen (Deutschland).
'''Hohnsleben''' ist ein Ortsteil von [[Offleben]], einem Stadtteil der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.


== Geographie ==
== Geografie ==
=== Geographische Lage ===
=== Geografische Lage ===
Hohnsleben liegt im äußersten Osten von Niedersachsen, unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Das Dorf gehört zum Ostbraunschweigischen Hügelland, liegt am Ostrand des [[Helmstedter Braunkohlerevier]]s und am Westrand des Landschaftsschutzgebietes Harbke-Allertal. Am Ortsrand von Hohnsleben fließt die [[Schöninger Aue]], auch Wirpke genannt, vorbei.
Hohnsleben liegt im äußersten Osten von Niedersachsen, unmittelbar an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Das Dorf gehört zum Ostbraunschweigischen Hügelland, liegt am Ostrand des [[Helmstedter Braunkohlerevier]]s und am Westrand des Landschaftsschutzgebietes Harbke-Allertal. Am Ortsrand von Hohnsleben fließt die [[Schöninger Aue]], auch Wirpke genannt, vorbei.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
[[Datei:Hohnsleben Stein.jpg|mini|links|Gedenkstein an das 1150-jährige Ortsjubiläum]]
Archäologische Funde lassen vermuten, dass Hohnsleben als Siedlung zwischen [[200]] und [[531]] n. Chr. angelegt wurde. Nach der ersten bekannten urkundliche Erwähnung überlässt Wulfrum um [[830]] n. Chr. die ''villa Heunesleue'' dem Kloster Corvey. Kurz nach [[856]] n. Chr. erscheint der Ort ''Heunesleue'' in einer anderen Urkunde, mit welcher der Abt Adalgar von Corvey und Graf Gerod einen Güteraustausch vornahmen. Ein Güterverzeichnis des [[Kloster St. Ludgeri|Klosters St. Ludgeri]], vermutlich von [[983]], erwähnt einen Ort ''Honaslofa''. Das Kloster Riddagshausen übernahm zwischen [[1190]] und [[1224]] Land in ''Hoensleve'', dann ''Honensleve'' genannt.
[[Datei:Hohnsleben Grenze.jpg|mini|links|Erinnerungstafel an die Öffnung der innerdeutschen Grenze]]
Archäologische Funde lassen vermuten, dass Hohnsleben als Siedlung zwischen 200 und 531 n. Chr. angelegt wurde. Nach der ersten bekannten urkundliche Erwähnung überlässt Wulfrum um 830 n. Chr. die ''villa Heunesleue'' dem Kloster Corvey. Kurz nach 856 n. Chr. erscheint der Ort ''Heunesleue'' in einer anderen Urkunde, mit welcher der Abt Adalgar von Corvey und Graf Gerod einen Güteraustausch vornahmen. Ein Güterverzeichnis des [[Kloster St. Ludgeri|Klosters St. Ludgeri]], vermutlich von 983, erwähnt einen Ort ''Honaslofa''. Das Kloster Riddagshausen übernahm zwischen [[1190]] und [[1224]] Land in ''Hoensleve'', dann ''Honensleve'' genannt.


Von [[1807]] bis [[1813]], in der Franzosenzeit, gehörte Hohnsleben zum [[Kanton Schöningen]] im [[Distrikt Helmstedt]], im Departement der Oker des Königreiches Westphalen. Am 1. Januar [[1833]] wurde der [[Landkreis Helmstedt]] gegründet, dem Hohnsleben bis heute angehört.
Von [[1807]] bis [[1813]], in der Franzosenzeit, gehörte Hohnsleben zum [[Kanton Schöningen]] im [[Distrikt Helmstedt]], im Departement der Oker des Königreiches Westphalen. Am 1. Januar [[1833]] wurde der [[Landkreis Helmstedt]] gegründet, dem Hohnsleben bis heute angehört.
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=== Einwohnerentwicklung ===
=== Einwohnerentwicklung ===
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== Wirtschaft und Infrastruktur ==
== Wirtschaft und Infrastruktur ==
=== Unternehmen ===
Die [[Gaststätte Ernst]], der auch ein Lebensmittelgeschäft angeschlossen war, die Bäckerei, die Wassermühle an der [[Schöninger Aue|Wirbke]] wurden geschlossen. Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs sowie Gastronomie sind in Hohnsleben nicht mehr vorhanden.
Der [[1803]]/[[1804]] erbaute ehemalige [[Gaststätte Ernst|Gasthof Ernst]], die [[1876]] erbaute Villa ([[An der Mühle (Hohnsleben)|An der Mühle]] 3) und die Hofanlagen ([[Hohnslebener Platz (Hohnsleben)|Hohnslebener Platz]] 6 und 15), beide im 19. Jahrhundert erbaut, stehen heute unter Denkmalschutz.
=== Öffentliche Einrichtungen ===
Die Poststelle II, die dem Hauptpostamt [[Helmstedt]] untergeordnet war, wurde geschlossen. Im Ort stehen den Einwohnern ein Postbriefkasten und den Kindern ein Spielplatz zur Verfügung. Die [[Ortsfeuerwehr Reinsdorf-Hohnsleben|Freiwillige Feuerwehr]], die evangelische Kirchengemeinde, der Schützenverein und der Friedhof für die Einwohner von Hohnsleben befinden sich in [[Reinsdorf]]. Auch die Kinder aus Hohnsleben gingen früher in [[Reinsdorf]] zur Schule.
=== Verkehr ===
=== Verkehr ===
Vor der Deutschen Teilung verlief die [[Reichsstraße 245]] von Halberstadt über Hohnsleben nach [[Helmstedt]]. Da die Straße aber ab 1945 die Innerdeutsche Grenze überquerte, wurde die Straße in der DDR als Fernstraße 245 ab Barneberg in Richtung Haldensleben verlegt. Der durch Hohnsleben führende kurze westdeutsche Abschnitt behielt die Bezeichnung [[Bundesstraße 245]]. Seit der Deutschen Wiedervereinigung im Jahre [[1990]] trägt der Straßenabschnitt von Barneberg über Hohnsleben nach [[Helmstedt]] die Bezeichnung [[Bundesstraße 245a]] (B 245a). Die [[Kreisstraße 21]] zweigt in Hohnsleben von der [[Bundesstraße 245a|B 245a]] ab und führt in westlicher Richtung über [[Reinsdorf]] nach [[Offleben]], wo sie an der [[Kreisstraße 22]] endet. Linienbusse fahren von Hohnsleben bis nach [[Schöningen]].
Vor der Deutschen Teilung verlief die [[Reichsstraße 245]] von Halberstadt über Hohnsleben nach [[Helmstedt]]. Da die Straße aber ab [[1945]] die Innerdeutsche Grenze überquerte, wurde die Straße in der DDR als Fernstraße 245 ab Barneberg in Richtung Haldensleben verlegt. Der durch Hohnsleben führende kurze westdeutsche Abschnitt behielt die Bezeichnung [[Bundesstraße 245]]. Seit der Deutschen Wiedervereinigung im Jahre [[1990]] trägt der Straßenabschnitt von Barneberg über Hohnsleben nach [[Helmstedt]] die Bezeichnung [[Bundesstraße 245a]] (B 245a). Die [[Kreisstraße 21]] zweigt in Hohnsleben von der [[Bundesstraße 245a|B 245a]] ab und führt in westlicher Richtung über [[Reinsdorf]] nach [[Offleben]], wo sie an der [[Kreisstraße 22]] endet. Linienbusse fahren von Hohnsleben bis nach [[Schöningen]].


== Literatur ==
== Literatur ==
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* Joachim Schmid: ''Büddenstedt. Geschichte einer Bergbaugemeinde und ihrer Ortsteile Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf-Hohnsleben.'' Gemeinde Büddenstedt (Hrsg.), Büddenstedt 2006.
* Joachim Schmid: ''Büddenstedt. Geschichte einer Bergbaugemeinde und ihrer Ortsteile Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf-Hohnsleben.'' Gemeinde Büddenstedt (Hrsg.), Büddenstedt 2006.
* Heinz Pohlendt: ''Der Landkreis Helmstedt.'' Walter Dorn Verlag, Bremen-Horn 1957.
* Heinz Pohlendt: ''Der Landkreis Helmstedt.'' Walter Dorn Verlag, Bremen-Horn 1957.
== Siehe auch ==
* [[Liste der Spielplätze in Helmstedt]]


== Weblinks ==
== Weblinks ==
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{{Navigationsleiste Ortsteile von Helmstedt}}
{{Navigationsleiste Ortsteile von Helmstedt}}
[[Kategorie:Ort in Helmstedt]]
[[Kategorie:Hohnsleben| ]]
[[Kategorie:Hohnsleben| ]]
[[Kategorie:Ortsteil von Helmstedt]]
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Helmstedt)]]