Monika Bernatzky: Unterschied zwischen den Versionen

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Bernatzky wurde am 1. April [[1955]] in Hannover geboren<ref name="T38">{{Internetquelle |url=https://www.trauer38.de/traueranzeige/monika-bernatzky |titel=Monika Bernatzky |werk=trauer38.de |datum=2025-10-25 |abruf=2025-10-25}}</ref>.
Bernatzky wurde am 1. April [[1955]] in Hannover geboren<ref name="T38">{{Internetquelle |url=https://www.trauer38.de/traueranzeige/monika-bernatzky |titel=Monika Bernatzky |werk=trauer38.de |datum=2025-10-25 |abruf=2025-10-25}}</ref>.


Nach Abschluss ihres Studiums an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promovierte Bernatzky über die spätbronzezeitlichen Funde einer Schweizer Pfahlbausiedlung in Mörigen. Anschließend war sie zunächst in Süddeutschland tätig, bevor sie Ende der 1990er-Jahre nach Niedersachsen kam.<ref name="AK2021">{{Internetquelle |url=https://www.ak-niedersachsen.de/dr-monika-bernatzky-in-den-ruhestand-verabschiedet |titel=Dr. Monika Bernatzky in den Ruhestand verabschiedet |hrsg=Archäologische Kommission für Niedersachsen e. V. |datum=2021 |abruf=2025-10-25}}</ref>
Nach Abschluss ihres Studiums an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg promovierte Bernatzky über die spätbronzezeitlichen Funde einer Schweizer Pfahlbausiedlung in Mörigen. Anschließend war sie zunächst in Süddeutschland tätig, bevor sie Ende der 1990er-Jahre nach Niedersachsen kam.<ref name="AK2021">{{Internetquelle |url=https://www.ak-niedersachsen.de/dr-monika-bernatzky-in-den-ruhestand-verabschiedet |titel=Dr. Monika Bernatzky in den Ruhestand verabschiedet |hrsg=Archäologische Kommission für Niedersachsen e.&nbsp;V. |datum=2021 |abruf=2025-10-25}}</ref>


Anlass für die Einrichtung der Kreisarchäologie im [[Landkreis Helmstedt]] war das langjährige, von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgte Projekt „Archäologische Schwerpunktuntersuchungen im [[Helmstedter Braunkohlerevier]]“ (ASHB) unter der Leitung von Dr. Hartmut Thieme. Im Rahmen dieses Projekts war Bernatzky zwei Jahre lang mit der umfangreichen Inventarisierung archäologischer Fundstellen betraut. Die dabei gewonnenen Erfahrungen machten die Notwendigkeit einer hauptamtlichen Archäologenstelle für die Region deutlich, die Monika Bernatzky [[1997]] übernahm.<ref name="AK2021" /> So war sie von Juni [[1997]] bis Dezember [[2020]] als Kreisarchäologin beim [[Landkreis Helmstedt]] tätig.<ref name="Nachruf Landkreis Helmstedt">{{Literatur |Titel=Nachruf Landkreis Helmstedt |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2025-10-26 |Seiten=6}}</ref>
Anlass für die Einrichtung der Kreisarchäologie im [[Landkreis Helmstedt]] war das langjährige, von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgte Projekt „Archäologische Schwerpunktuntersuchungen im [[Helmstedter Braunkohlerevier]]“ (ASHB) unter der Leitung von Dr. Hartmut Thieme. Im Rahmen dieses Projekts war Bernatzky zwei Jahre lang mit der umfangreichen Inventarisierung archäologischer Fundstellen betraut. Die dabei gewonnenen Erfahrungen machten die Notwendigkeit einer hauptamtlichen Archäologenstelle für die Region deutlich, die Monika Bernatzky [[1997]] übernahm.<ref name="AK2021" /> So war sie von Juni [[1997]] bis Dezember [[2020]] als Kreisarchäologin beim [[Landkreis Helmstedt]] tätig.<ref name="Nachruf Landkreis Helmstedt">{{Literatur |Titel=Nachruf Landkreis Helmstedt |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2025-10-26 |Seiten=6}}</ref>
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Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit war die Vermittlung archäologischer Denkmale an die Öffentlichkeit. Hierzu zählen insbesondere die von ihr initiierten Lehrpfade zu den zahlreichen, nach und nach von ihr publizierten Großsteingräbern im [[Landkreis Helmstedt]]. Mit diesen Projekten gelang es ihr, archäologische Kulturdenkmale in der Landschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.<ref name="AK2021" />
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit war die Vermittlung archäologischer Denkmale an die Öffentlichkeit. Hierzu zählen insbesondere die von ihr initiierten Lehrpfade zu den zahlreichen, nach und nach von ihr publizierten Großsteingräbern im [[Landkreis Helmstedt]]. Mit diesen Projekten gelang es ihr, archäologische Kulturdenkmale in der Landschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.<ref name="AK2021" />


Zu den herausragenden wissenschaftlichen Leistungen ihrer Amtszeit gehören die Untersuchungen der zur frühmittelalterlichen [[Süpplingenburg]] gehörigen ländlichen Siedlung. Zwischen [[2002]] und [[2012]] wurden dort, in Zusammenarbeit mit der [[2002]] gegründeten [[Archäologische Arbeitsgemeinschaft Helmstedt|Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Helmstedt e. V.]], wichtige Erkenntnisse zum frühmittelalterlichen Siedlungsgeschehen gewonnen. Bernatzky zeichnete sich dabei durch ihre Fähigkeit aus, Menschen verschiedener Institutionen und Fachrichtungen zusammenzuführen, was sich in zahlreichen erfolgreichen Grabungs- und Ausstellungsprojekten sowie in interdisziplinären Publikationen widerspiegelte.<ref name="AK2021" />
Zu den herausragenden wissenschaftlichen Leistungen ihrer Amtszeit gehören die Untersuchungen der zur frühmittelalterlichen [[Süpplingenburg]] gehörigen ländlichen Siedlung. Zwischen [[2002]] und [[2012]] wurden dort, in Zusammenarbeit mit der [[2002]] gegründeten [[Archäologische Arbeitsgemeinschaft Helmstedt|Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Helmstedt e.&nbsp;V.]], wichtige Erkenntnisse zum frühmittelalterlichen Siedlungsgeschehen gewonnen. Bernatzky zeichnete sich dabei durch ihre Fähigkeit aus, Menschen verschiedener Institutionen und Fachrichtungen zusammenzuführen, was sich in zahlreichen erfolgreichen Grabungs- und Ausstellungsprojekten sowie in interdisziplinären Publikationen widerspiegelte.<ref name="AK2021" />


Unter ihren Veröffentlichungen ist besonders das [[2013]] erschienene Werk ''Fenster in die Archäologie im Braunschweiger Land'' hervorzuheben, das ihr Engagement für die Archäologie in der Region eindrücklich dokumentiert.<ref name="AK2021" />
Unter ihren Veröffentlichungen ist besonders das [[2013]] erschienene Werk ''Fenster in die Archäologie im Braunschweiger Land'' hervorzuheben, das ihr Engagement für die Archäologie in der Region eindrücklich dokumentiert.<ref name="AK2021" />