Groß Twülpstedt: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Ortsname ===
=== Ortsname ===
Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1145 ''Tiulpstidi,'' 1209 (A. 17. Jahrhundert) ''villam totam Wilpstede,'' 1311 ''Twilpstede Maiori,'' 1342 ''to Twlpstidde,'' 1346 (A. 14. Jahrhundert) ''to Groten Twelpstide,'' 1354 ''Twulpstede,'' 1367 ''dorpe to Twelpstede'' und erstes Viertel 15. Jahrhundert ''Twlpstede.'' Der Ortsname wurde mit dem Grundwort „-sted-“ gebildet. Die Wiedergabe einiger Laute im Bestimmungswort bereitete offensichtlich Probleme, es wechseln T-, Tw-, W- und -iu-, -i-, -e-, -ü-, manchmal erscheint gar kein Vokal oder er ist mit dem Halbvokal -w- verschmolzen. Man darf von Tw- und -i- /-ü- ausgehen. Ursprünglich ist -i-, das nach -w- und vor -l- zu -ü- gerundet wurde. Man wird „Twilp-“ am ehesten in zwei Teile zerlegen müssen: „Twil-apa“. „-apa“ ist ein germanisches Wort für „Wasser, Fluss“. Das BW Twil- kann mit altsächsisch ''twili'' „zweidrähtig“, mittelniederdeutsch ''twele'' „gabelförmig, gegabelt, gabelförmiger Stock“, ''twil'' „gabelförmiger Ast oder Stamm“, ''twillen'' „sich gabelförmig spalten“, niederdeutsch ''Twe(e)l(e)'' „Gabel eines Zweigs, sich gabelförmig teilendes Landstück“ verbunden werden; vergleiche hochdeutsch Zwille. Das Motiv des Gewässernamens ist also ein sich gabelnder Bach. Wir haben also eine Bildung Twil-apa-sted- vor uns.<ref>{{Webarchiv | url=http://www.ndr.de/ndr1niedersachsen/programm/Ortsnamen-Uebersicht-fuer-Buchstaben-G,ortsnamenforscher113.html | wayback=20161202150353 | text=''Ortsnamen – Übersicht für den Buchstaben G''}}. Recherche von Jürgen Udolph. In: ''ndr.de,'' abgerufen am 5. Juli 2017.</ref>
Alte Bezeichnungen des Ortes sind 1145 ''Tiulpstidi,'' 1209 (A. 17. Jahrhundert) ''villam totam Wilpstede,'' 1311 ''Twilpstede Maiori,'' 1342 ''to Twlpstidde,'' 1346 (A. 14. Jahrhundert) ''to Groten Twelpstide,'' 1354 ''Twulpstede,'' 1367 ''dorpe to Twelpstede'' und erstes Viertel 15. Jahrhundert ''Twlpstede.'' Der Ortsname wurde mit dem Grundwort „-sted-“ gebildet. Die Wiedergabe einiger Laute im Bestimmungswort bereitete offensichtlich Probleme, es wechseln T-, Tw-, W- und -iu-, -i-, -e-, -ü-, manchmal erscheint gar kein Vokal oder er ist mit dem Halbvokal -w- verschmolzen. Man darf von Tw- und -i- /-ü- ausgehen. Ursprünglich ist -i-, das nach -w- und vor -l- zu -ü- gerundet wurde. Man wird „Twilp-“ am ehesten in zwei Teile zerlegen müssen: „Twil-apa“. „-apa“ ist ein germanisches Wort für „Wasser, Fluss“. Das BW Twil- kann mit altsächsisch ''twili'' „zweidrähtig“, mittelniederdeutsch ''twele'' „gabelförmig, gegabelt, gabelförmiger Stock“, ''twil'' „gabelförmiger Ast oder Stamm“, ''twillen'' „sich gabelförmig spalten“, niederdeutsch ''Twe(e)l(e)'' „Gabel eines Zweigs, sich gabelförmig teilendes Landstück“ verbunden werden; vergleiche hochdeutsch Zwille. Das Motiv des Gewässernamens ist also ein sich gabelnder Bach. Wir haben also eine Bildung Twil-apa-sted- vor uns.


== Religion ==
== Religion ==