Helmstedt: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Grenzdenkmal La voûte des mains.jpg|miniatur|Grenzdenkmal „[[La voûte des mains]]“ bei Helmstedt]] | [[Datei:Grenzdenkmal La voûte des mains.jpg|miniatur|Grenzdenkmal „[[La voûte des mains]]“ bei Helmstedt]] | ||
Als am 9. November 1989 die Wende in der DDR eingeleitet wurde, hatte dies auch unmittelbare Auswirkungen auf die niedersächsische Grenzstadt Helmstedt. Bereits in der Nacht zum 10. November überquerten viele DDR-Bürger den [[Grenzübergang Helmstedt–Marienborn]]. In den folgenden Tagen erlebte die Stadt einen ungeahnten Besucheransturm durch die östlichen Nachbarn. Bis zum Jahresende 1989 wurden fast alle jahrzehntelang durch die innerdeutsche Grenze gesperrten Straßenverbindungen seitens der DDR-Grenztruppen wieder geöffnet, so beispielsweise nach Harbke, Morsleben oder Beendorf. Bereits vor dem Inkrafttreten der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen den beiden deutschen Staaten Mitte 1990 entfielen auf beiden Seiten die Personenkontrollen. Mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 verlor Helmstedt endgültig die Rolle einer abseits gelegenen Grenzstadt und sah sich neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Eine nicht unerhebliche Zahl ostdeutscher Übersiedler ließen die Stadtbevölkerung kurzfristig wieder anwachsen. Mit dem Wegfall der westdeutschen Zonenrandförderung und gleichzeitiger staatlicher Subventionierung von benachbarten Regionen in Sachsen-Anhalt erwuchsen der Kreisstadt neue Konkurrenz hinsichtlich Gewerbeansiedlungen und Absatzmärkte. Die Stadt Helmstedt versuchte dieser Entwicklung durch die Schaffung einer am östlichen Stadtrand liegenden Gewerbefläche („[[Magdeburger Berg]]“) entgegenzuwirken und durch Investitionen in die Infrastruktur an Attraktivität zu gewinnen. | Als am 9. November [[1989]] die Wende in der DDR eingeleitet wurde, hatte dies auch unmittelbare Auswirkungen auf die niedersächsische Grenzstadt Helmstedt. Bereits in der Nacht zum 10. November überquerten viele DDR-Bürger den [[Grenzübergang Helmstedt–Marienborn]]. In den folgenden Tagen erlebte die Stadt einen ungeahnten Besucheransturm durch die östlichen Nachbarn. Bis zum Jahresende [[1989]] wurden fast alle jahrzehntelang durch die innerdeutsche Grenze gesperrten Straßenverbindungen seitens der DDR-Grenztruppen wieder geöffnet, so beispielsweise nach Harbke, Morsleben oder Beendorf. Bereits vor dem Inkrafttreten der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen den beiden deutschen Staaten Mitte [[1990]] entfielen auf beiden Seiten die Personenkontrollen. Mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober [[1990]] verlor Helmstedt endgültig die Rolle einer abseits gelegenen Grenzstadt und sah sich neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Eine nicht unerhebliche Zahl ostdeutscher Übersiedler ließen die Stadtbevölkerung kurzfristig wieder anwachsen. Mit dem Wegfall der westdeutschen Zonenrandförderung und gleichzeitiger staatlicher Subventionierung von benachbarten Regionen in Sachsen-Anhalt erwuchsen der Kreisstadt neue Konkurrenz hinsichtlich Gewerbeansiedlungen und Absatzmärkte. Die Stadt Helmstedt versuchte dieser Entwicklung durch die Schaffung einer am östlichen Stadtrand liegenden Gewerbefläche („[[Magdeburger Berg]]“) entgegenzuwirken und durch Investitionen in die Infrastruktur an Attraktivität zu gewinnen. | ||
Im Juni 1992 konnte der 12. Tag der Niedersachsen in Helmstedt gefeiert werden. Der besonderen Rolle der Stadt während der Deutschen Teilung entsprechend wurde 1994 das [[Zonengrenz-Museum]] eröffnet. Seit 1995 finden jährlich auch die [[Helmstedter Universitätstage]] statt. | Im Juni [[1992]] konnte der 12. [[Tag der Niedersachsen (Helmstedt)|Tag der Niedersachsen]] in Helmstedt gefeiert werden. Der besonderen Rolle der Stadt während der Deutschen Teilung entsprechend wurde [[1994]] das [[Zonengrenz-Museum]] eröffnet. Seit [[1995]] finden jährlich auch die [[Helmstedter Universitätstage]] statt. | ||
Der während der Teilung geschaffene [[Tagebau Helmstedt]] wurde im Jahr 2002 stillgelegt. An dessen Stelle ist langfristig ein vier Quadratkilometer großer See mit entsprechendem Freizeitwert geplant, der sich inzwischen als [[Lappwaldsee]] (früherer Projektname ''Helmstedt-Harbke-See'') mit Grundwasser füllt. | Der während der Teilung geschaffene [[Tagebau Helmstedt]] wurde im Jahr [[2002]] stillgelegt. An dessen Stelle ist langfristig ein vier Quadratkilometer großer See mit entsprechendem Freizeitwert geplant, der sich inzwischen als [[Lappwaldsee]] (früherer Projektname ''Helmstedt-Harbke-See'') mit Grundwasser füllt. | ||
Im Jahr 2005 konnte das letzte Teilstück des Umgehungsstraßenringes um Helmstedt für den Verkehr freigegeben werden. | Im Jahr [[2005]] konnte das letzte Teilstück des Umgehungsstraßenringes um Helmstedt für den Verkehr freigegeben werden. | ||
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