Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt: Unterschied zwischen den Versionen

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Wo zu jener Zeit die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] geübt haben, wissen wir leider nicht. In einer Satzung aus dem Jahre [[1688]] ist festgelegt, dass sich unter anderem die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] alle Montage auf dem Walle, ehe das Schießen angeht, zu versammeln haben.<ref>[[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft e. V. v. 1370]], „Festschrift zur 600-Jahr-Feier“, Helmstedt 1970, S. 49</ref> Das muss der [[Schützenwall]] gewesen sein, von dem die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] nach dem in dieser Chronik in dem Kapitel „Die Universität Helmstedt“ erwähnten Unglücksschuss auf die Hofrätin Mencken „vertrieben“ wurden. Das war [[1760]]. Schießübungen durften einige Jahre überhaupt nicht stattfinden, bis dann schließlich den [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] eine Stelle am Schwarzen Berge an der [[Walbecker Straße]], oben am [[Lappwald]], für ihre Aktivitäten und auch für das jährliche „Freischießen“ zugewiesen wurde. Das war etwas zu weit von der Stadt entfernt, und so bekamen die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] schließlich auf ihr Bitten [[1794]] ihren Platz an der [[Maschsiedlung (Stadtviertel)|Masch]], wo bereits im selben Jahr ein sicherlich bescheidenes [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] erstellt werden konnte. Es brannte [[1828]] vollständig nieder. Zwei Jahre später war dann ein größeres und damit würdigeres [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] fertiggestellt. [[1887]] wurde der neue Festsaal angebaut, nachdem der Konsul Alexander Johannes Benjamin Dieckmann uneigennützig Kapital dazu geliehen hatte.<ref>[[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft]], a. a. O., S. 51</ref> Dieser Saal brannte im Jahre [[1900]] ab und wurde massiv wieder aufgebaut.
Wo zu jener Zeit die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] geübt haben, wissen wir leider nicht. In einer Satzung aus dem Jahre [[1688]] ist festgelegt, dass sich unter anderem die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] alle Montage auf dem Walle, ehe das Schießen angeht, zu versammeln haben.<ref>[[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft e. V. v. 1370]], „Festschrift zur 600-Jahr-Feier“, Helmstedt 1970, S. 49</ref> Das muss der [[Schützenwall]] gewesen sein, von dem die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] nach dem in dieser Chronik in dem Kapitel „Die Universität Helmstedt“ erwähnten Unglücksschuss auf die Hofrätin Mencken „vertrieben“ wurden. Das war [[1760]]. Schießübungen durften einige Jahre überhaupt nicht stattfinden, bis dann schließlich den [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] eine Stelle am Schwarzen Berge an der [[Walbecker Straße]], oben am [[Lappwald]], für ihre Aktivitäten und auch für das jährliche „Freischießen“ zugewiesen wurde. Das war etwas zu weit von der Stadt entfernt, und so bekamen die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Schützen]] schließlich auf ihr Bitten [[1794]] ihren Platz an der [[Maschsiedlung (Stadtviertel)|Masch]], wo bereits im selben Jahr ein sicherlich bescheidenes [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] erstellt werden konnte. Es brannte [[1828]] vollständig nieder. Zwei Jahre später war dann ein größeres und damit würdigeres [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] fertiggestellt. [[1887]] wurde der neue Festsaal angebaut, nachdem der Konsul Alexander Johannes Benjamin Dieckmann uneigennützig Kapital dazu geliehen hatte.<ref>[[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft]], a. a. O., S. 51</ref> Dieser Saal brannte im Jahre [[1900]] ab und wurde massiv wieder aufgebaut.


In der NS-Zeit entstand in Riddagshausen aus Mitteln der Hermann-Göring-Stiftung - der Namensträger war u. a. Reichsjägermeister – der Reichsjägerhof. In [[Helmstedt]] sollte ein Kreisjägerhof erbaut werden. Als Platz dafür wurde die [[Maschsiedlung (Stadtviertel)|Masch]] und damit das [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] gewählt. Die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft]] wurde veranlasst, ihr Grundstück an die genannte Stiftung abzutreten. [[1936]] wurde der große Saal abgerissen, ebenso ein Musikpavillon und die Schießhalle.<ref>[[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft]], a. a. O., S. 100</ref> Am 27. November [[1938]] wurde der Kreisjägerhof von den damaligen Machthabern eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg war das Haus Lazarett. [[1947]] wurde die Schützenbrüderschaft durch ihren 1. Vorsitzenden Hermann Hennecke und Notar [[Wilhelm Abry]] wiedergegründet. Aus dem Kreisjägerhof wurde wieder das [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]].
In der NS-Zeit entstand in Riddagshausen aus Mitteln der Hermann-Göring-Stiftung der Namensträger war u. a. Reichsjägermeister – der Reichsjägerhof. In [[Helmstedt]] sollte ein Kreisjägerhof erbaut werden. Als Platz dafür wurde die [[Maschsiedlung (Stadtviertel)|Masch]] und damit das [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]] gewählt. Die [[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft]] wurde veranlasst, ihr Grundstück an die genannte Stiftung abzutreten. [[1936]] wurde der große Saal abgerissen, ebenso ein Musikpavillon und die Schießhalle.<ref>[[Helmstedter Schützenbrüderschaft von 1370|Helmstedter Schützenbrüderschaft]], a. a. O., S. 100</ref> Am 27. November [[1938]] wurde der Kreisjägerhof von den damaligen Machthabern eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg war das Haus Lazarett. [[1947]] wurde die Schützenbrüderschaft durch ihren 1. Vorsitzenden Hermann Hennecke und Notar [[Wilhelm Abry]] wiedergegründet. Aus dem Kreisjägerhof wurde wieder das [[Schützenhaus Helmstedt|Schützenhaus]].


== Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98) ==
== Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98) ==