Schöninger Speere: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Speerfunde ab 1994 ===
=== Speerfunde ab 1994 ===
[[1992]] wurden an der Tagebaukante des Südfeldes unterhalb eiszeitlicher Ablagerungen in 10 bis 15 m Tiefe mit der Fundstelle 12 erstmals altpaläolithische Fundschichten entdeckt, was tief in den Untergrund einschneidende Schaufelradbagger ermöglichten. Etwa 400 m südlich davon wurden [[1994]] an der Tagebaukante, die als Fundstelle 13 bezeichnet wurde, Tierknochen und ein beidseitig angespitzter Holzstab gefunden. Da hier weitere Funde zu erwarten waren, wurde eine 50 × 60 m große Fläche vom Abbau ausgespart. Dadurch entstand ein Grabungssockel, auch als Speersockel bezeichnet, der in das Tagebauloch hineinragt. In diesem Bereich fanden sich die Hinterlassenschaften eines Lagers steinzeitlicher Jäger, die an einem Seeufer vor rund 300.000 Jahren Wildpferde gejagt hatten. Zu den Fundstücken zählten auch die 10 Holzwaffen in Form der Wurfspeere, der Stoßlanze und des Holzstabs.
[[1992]] wurden an der Tagebaukante des Südfeldes unterhalb eiszeitlicher Ablagerungen in 10 bis 15 m Tiefe mit der Fundstelle 12 erstmals altpaläolithische Fundschichten entdeckt, was durch tief in den Untergrund einschneidende Schaufelradbagger ermöglicht wurde. Etwa 400 m südlich davon wurden [[1994]] an der Tagebaukante, die als Fundstelle 13 bezeichnet wurde, Tierknochen und ein beidseitig angespitzter Holzstab gefunden. Da hier weitere Funde zu erwarten waren, wurde eine 50 × 60 m große Fläche vom Abbau ausgespart. Dadurch entstand ein Grabungssockel, auch als Speersockel bezeichnet, der in das Tagebauloch hineinragt. In diesem Bereich fanden sich die Hinterlassenschaften eines Lagers steinzeitlicher Jäger, die an einem Seeufer vor rund 300.000 Jahren Wildpferde gejagt hatten. Zu den Fundstücken zählten auch die 10 Holzwaffen in Form der Wurfspeere, der Stoßlanze und des Holzstabs.


=== Forschungsprojekt ab 2008 ===
=== Forschungsprojekt ab 2008 ===