Zuckerfabrik Königslutter: Unterschied zwischen den Versionen
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Überlegungen über eine Fusion gab es lange, sprach doch vieles dafür. [[1929]] erfolgte der Beschluss, die ''Rühländische Zuckerfabrik'', die bereits [[1872]] in ''Zuckerfabrik Königslutter AG'' umbenannt worden war, als die technisch modernere und kapazitätsstärkere weiter auszubauen und die Aktien-Zuckerfabrik am Bahnhof zu schließen. Die durchschnittliche Tagesverarbeitung stieg auf 690 t. Bis [[1996]] konnte sie auf 7200 t gesteigert werden. [[1930]] erwarb die Fabrik das Rühländische Gut, von dem sie praktisch umschlossen war.<ref name="Nordzucker Akzente" /><ref name="HWPH" /><ref>{{Internetquelle |url=https://www.dwalive.de/de/DWA-Auktion-35/?AID=186100&AKTIE=125+Jahre+Zuckerfabrik+K%F6nigslutter+1850+%2D+1975 |titel=125 Jahre Zuckerfabrik Königslutter 1850 - 1975 |hrsg=DWA Live |abruf=2025-03-09 |sprache=Deutsch}}</ref> | Überlegungen über eine Fusion gab es lange, sprach doch vieles dafür. [[1929]] erfolgte der Beschluss, die ''Rühländische Zuckerfabrik'', die bereits [[1872]] in ''Zuckerfabrik Königslutter AG'' umbenannt worden war, als die technisch modernere und kapazitätsstärkere weiter auszubauen und die Aktien-Zuckerfabrik am Bahnhof zu schließen. Die durchschnittliche Tagesverarbeitung stieg auf 690 t. Bis [[1996]] konnte sie auf 7200 t gesteigert werden. [[1930]] erwarb die Fabrik das Rühländische Gut, von dem sie praktisch umschlossen war.<ref name="Nordzucker Akzente" /><ref name="HWPH" /><ref>{{Internetquelle |url=https://www.dwalive.de/de/DWA-Auktion-35/?AID=186100&AKTIE=125+Jahre+Zuckerfabrik+K%F6nigslutter+1850+%2D+1975 |titel=125 Jahre Zuckerfabrik Königslutter 1850 - 1975 |hrsg=DWA Live |abruf=2025-03-09 |sprache=Deutsch}}</ref> | ||
Während eines Bombenangriffs im Januar [[1944]] wurden nicht nur Rübenkeller, Anschlussgleis und Kesselhaus zerstört. Schwerwiegender war der Tod von sieben Mitarbeitenden. Der Wiederaufbau ab [[1949]] war ein Kraftakt und erforderte großes Vertrauen der Rübenlieferanten und Aktionäre, die ihr Rübengeld der Fabrik als Darlehen zur Verfügung stellten, um die Erneuerung von Dampfturbine, Kesselhaus und Kalkofen zu finanzieren. [[1951]] folgte die Umstellung auf Weißzucker mit der Abgabe von 500-Gramm- und Ein-Kilogramm-Packungen. Den Verkauf übernahm ab 1965 die ''Norddeutsche Zucker GmbH''.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | Während eines Bombenangriffs im Januar [[1944]] wurden nicht nur Rübenkeller, Anschlussgleis und Kesselhaus zerstört. Schwerwiegender war der Tod von sieben Mitarbeitenden. Der Wiederaufbau ab [[1949]] war ein Kraftakt und erforderte großes Vertrauen der Rübenlieferanten und Aktionäre, die ihr Rübengeld der Fabrik als Darlehen zur Verfügung stellten, um die Erneuerung von Dampfturbine, Kesselhaus und Kalkofen zu finanzieren. [[1951]] folgte die Umstellung auf Weißzucker mit der Abgabe von 500-Gramm- und Ein-Kilogramm-Packungen. Den Verkauf übernahm ab [[1965]] die ''Norddeutsche Zucker GmbH''.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | ||
Trotz der positiven Entwicklung auf dem Zuckermarkt nach dem Krieg nahm der Konkurrenzdruck weiter zu und förderte Zusammenschlüsse der norddeutschen Zuckergesellschaften. Bereits [[1925]] übernahm [[Königslutter]] die Rübenlieferungen der ''Zuckerfabrik Trendelbusch''. Ihre Blättertrocknung kam nach [[Königslutter]], wurde [[1957]] aufgekauft und geschlossen. Im gleichen Jahr übernahmen die Zuckerfabriken in [[Königslutter]], Schöppenstedt und [[Watenstedt]] je zu einem Drittel die Zuckerfabrik in [[Söllingen]], die wegen Auslastungschwierigkeiten schließen musste.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | Trotz der positiven Entwicklung auf dem Zuckermarkt nach dem Krieg nahm der Konkurrenzdruck weiter zu und förderte Zusammenschlüsse der norddeutschen Zuckergesellschaften. Bereits [[1925]] übernahm [[Königslutter]] die Rübenlieferungen der ''Zuckerfabrik Trendelbusch''. Ihre Blättertrocknung kam nach [[Königslutter]], wurde [[1957]] aufgekauft und geschlossen. Im gleichen Jahr übernahmen die Zuckerfabriken in [[Königslutter]], Schöppenstedt und [[Watenstedt]] je zu einem Drittel die Zuckerfabrik in [[Söllingen]], die wegen Auslastungschwierigkeiten schließen musste.<ref name="Nordzucker Akzente" /> | ||