Kloster St. Marienberg: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Evangelischer Konvent ===
=== Evangelischer Konvent ===
[[1862]] wurde das Kloster, dessen Konventualinnen lange Zeit nicht mehr vor Ort ansässig waren, durch [[Charlotte von Veltheim]] mit einem Konvent neu besiedelt. Der Konvent starb [[1984]] jedoch aus. Von [[1989]] bis [[2024]] war abermals ein evangelischer Konvent im Kloster ansässig.
[[1862]] wurde das Kloster, dessen Konventualinnen lange Zeit nicht mehr vor Ort ansässig waren, durch [[Charlotte von Veltheim]] mit einem Konvent neu besiedelt. Der Konvent starb [[1984]] jedoch aus. Von [[1989]] bis [[2024]] war abermals ein evangelischer Konvent im Kloster ansässig.
== Klosterkirche ==
[[Datei:Kloster Marienberg Helmstedt Kircher Querschnitt 1896.jpg|mini|Schnitt durch die Klosterkirche, 1896]]
Die Klosterkirche St. Marienberg ist eine romanische kreuzförmige Pfeilerbasilika mit einer flachen Holzbalkendecke. Die ursprünglich halbrunde Apsis wurde durch einen Hochchor im gotischen Stil erweitert. Fast das gesamte Gebäude wird von einem Rundbogenfries unter dem Hauptgesims umzogen.
Der Westbau war doppeltürmig geplant, wurde jedoch nur bis auf Höhe des Kirchenschiffes so ausgeführt und mit einem mittig angeordneten Turmfragment versehen. Das Rundbogenportal an der Westseite hat eine reiche Ornamentik, es wurde [[1860]] weitgehend erneuert.
Von der romanischen Innenausstattung der Stiftskirche sind Fragmente von Glasmalereien erhalten, die noch aus dem Jahre [[1200]] stammen. Sie wurden zu einem Fenster an der Ostseite des nördlichen Querhauses zusammengesetzt.
;Orgel
Auf der Westempore im Hauptschiff wurde [[1877]] von dem Orgelbaumeister Adolf Appelt aus [[Schöningen]] eine neue Orgel errichtet. Schon [[1900]] erhielt die Kirche eine neue Orgel von Furtwängler & Hammer, mit 24 Registern, zwei Manualen und Pedal mit pneumatischer Traktur in der damals üblichen romantischen Klangcharakteristik. Dabei wurde der vorhandenen Prospekt der Appelt-Orgel und auch ein Teil der Pfeifen wiederverwendet. Im Ersten Weltkrieg wurden die Prospektpfeifen als Metallspende ausgebaut und durch eine Leinenbespannung ersetzt. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde diese Orgel umgebaut.
[[1973]] wurde im nördlichen Seitenschiff eine neue neobarocke Orgel durch Alfred Führer aus Wilhelmshaven erbaut, sie hat 25 Register mit ebenfalls zwei Manualen und Pedal.
Die vorhandene Orgel wurde Ende der 1960er-Jahre stillgelegt, aber nicht abgebaut; [[2011]] gründete sich der [[Orgelbauverein St. Marienberg]], der dafür sorgte, dass die Furtwängler-&-Hammer-Orgel restauriert und in den Ursprungszustand gesetzt wurde.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.stiftung-orgelklang.de/orgel-des-monats/dem-instrument-wieder-seele-einhauchen-3066.php |titel=„Dem Instrument wieder Seele einhauchen“ |hrsg=Stiftung Orgelklang |abruf=2021-11-06}}</ref><ref>{{Internetquelle |autor=Landeskirche Braunschweig |url=https://www.georg-calixt-helmstedt.de/kirchenmusik/foerderverein-orgelmusik |titel=Förderverein Orgelmusik an St. Marienberg e.V. |sprache=de |abruf=2025-02-21}}</ref>


== Literatur ==
== Literatur ==