Chronik des Bahnhofs Offleben: Unterschied zwischen den Versionen
Admin (Diskussion | Beiträge) AZ: Die Seite wurde neu angelegt: {{Vorlage:In Bearbeitung}} '''Chronik des Bahnhofs Offleben''' ist eine Chronik über den Bahnhof Offleben von F. Brandes aus dem Jahr 1984. Dieser Artikel hat das Ziel, die gesamte Chronik als enzyklopädischen Artikel abzubilden und wird lediglich an die neue Rechtschreibung angepasst. == Vorwort == Die für 1976 bevorstehende Beendigung des Dampfbetriebes wie auch die beabsichtigt… |
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Als größter Industriebetrieb sind die um Offleben liegenden Braunkohlengruben wie [[Tagebau Alversdorf]], Karoline und die [[1941]] eröffnete Grube Viktoria zu nennen. Der Abstransport der Kohlenmengen auf der Landstraße kam sehr teuer, die Braunkohle konnte mit westfälischer Steinkohle nicht konkurrieren. Durch den beasichtigten Bahnbau war eine bedeutende Erweiterung der Absatzgebiete zu erreichen. Aus diesem Grunde wurde bereits am 1. Juli [[1858]] die Bahnstrecke Helmstedt–Jerxheim in Betrieb genommen. Die Strecke Jerxheim–Börßum wurde am 1. Juli [[1868]] eröffnet, Börßum–Salzgitter–Kreiensen bereits [[1856]]. | Als größter Industriebetrieb sind die um Offleben liegenden Braunkohlengruben wie [[Tagebau Alversdorf]], Karoline und die [[1941]] eröffnete Grube Viktoria zu nennen. Der Abstransport der Kohlenmengen auf der Landstraße kam sehr teuer, die Braunkohle konnte mit westfälischer Steinkohle nicht konkurrieren. Durch den beasichtigten Bahnbau war eine bedeutende Erweiterung der Absatzgebiete zu erreichen. Aus diesem Grunde wurde bereits am 1. Juli [[1858]] die Bahnstrecke Helmstedt–Jerxheim in Betrieb genommen. Die Strecke Jerxheim–Börßum wurde am 1. Juli [[1868]] eröffnet, Börßum–Salzgitter–Kreiensen bereits [[1856]]. | ||
Durch die Tagebauten rings um Offleben entstanden größere Bauten der Industrie. Nördlich vom Bahnhof bauten die [[BKB]] [[1936]] das Schwelwerk, [[1953]]/[[1954]] entstand als Ersatz für das nun jenseits der Zonengrenze liegende Kraftwerk Harbke ein neues [[Kraftwerk Offleben|Kraftwerk]]. | Durch die Tagebauten rings um [[Offleben]] entstanden größere Bauten der Industrie. Nördlich vom Bahnhof bauten die [[BKB]] [[1936]] das Schwelwerk, [[1953]]/[[1954]] entstand als Ersatz für das nun jenseits der Zonengrenze liegende Kraftwerk Harbke ein neues [[Kraftwerk Offleben|Kraftwerk]]. | ||
== Chronologische Übersicht == | == Chronologische Übersicht == | ||
Am 27. Mai [[1868]] wurde zwischen Braunschweig und Preußen ein Vertrag abgeschlossen zum Bau der [[Bahnstrecke Eilsleben–Schöningen|Bahnstrecke Schöningen–Eilsleben]]. Die Strecke wurde dann am 15. September [[1872]] eröffnet mit den Bahnhöfen [[Bahnhof Offleben|Offleben]] und Völpke. Später kamen hinzu die Kohlensammelstelle Völpke und der Block Badeleben. Mit der Fertigstellug dieser Strecke wie auch mit der im gleichen Jahre fertiggestellten Strecke Braunschweig–Helmstedt–Magdeburg entfiel für den Fernverkehr der bisherige Umweg über Oschersleben. | Am 27. Mai [[1868]] wurde zwischen Braunschweig und Preußen ein Vertrag abgeschlossen zum Bau der [[Bahnstrecke Eilsleben–Schöningen|Bahnstrecke Schöningen–Eilsleben]]. Die Strecke wurde dann am 15. September [[1872]] eröffnet mit den Bahnhöfen [[Bahnhof Offleben|Offleben]] und Völpke. Später kamen hinzu die Kohlensammelstelle Völpke und der Block Badeleben. Mit der Fertigstellug dieser Strecke wie auch mit der im gleichen Jahre fertiggestellten Strecke [[Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg|Braunschweig–Helmstedt–Magdeburg]] entfiel für den Fernverkehr der bisherige Umweg über Oschersleben. Außerdem war für die von Berlin über Magdeburg kommenden Fernzüge durch die schon genannten fertigen Strecken über Börßum–Kreiensen der Weg frei für Züge nach dem Südwesten, nach Frankfurt Basel usw. Im Jahr [[1930]] fuhren über [[Offleben]] die D-Züge 177/178 und die FD-Züge 91/92 (ab [[1933]] als D-Züge). Ab Sommer kamen noch hinzu die D-Züge 273/274. | ||
=== Kurze Bahnhofschronik === | |||
* 15. September [[1872]]: Eröffnung der Bahnstrecke | |||
* [[1922]]: Beide Stellwerke wurden durch Neubauten ersetzt | |||
* [[1931]]: Offleben gehört nach Auflösung der Reichsbahndirektion Magdeburg nun zur Reichsbahndirektion Hannover | |||
* [[1945]]: Am 1. Juli mit Errichtung der russischen Besatzungszone wurde die Strecke an der Zonengrenze in km 183,977 gesperrt, Endstation wurde jetzt Offleben, von Eilsleben her ist Völke Endstation | |||
* [[1947]]: ab 5. Oktober fahren wieder direkte Züge nach Börßum, ferner Einlegung des Zugpaares P 593/600 Offleben–Hannover | |||
* [[1955]]: bis 21. Mai verkehren P-Züge nach Neuekrug–Hahausen | |||
* [[1960]]/[[1961]]: das zweite Gleis Offleben–Schöningen wird ausgebaut | |||
* [[1965]]: [[Bahnhof Offleben]] wird an [[Bahnhof Schöningen]] ausgegliedert am 1. Januar | |||
* [[1970]]: Mit Schließung des Kraftwerks Rhumspringe entfallen die Kohlenzüge nach dort, [[1974]] letzter Kohlenzug nach Nürnberg | |||
* [[1974]]: Am 31. März wurde [[Bahnhof Offleben]] stillgelegt, letzter P-Zug ab O. 10:52. Danach Abbau der Anlagen bis [[Schöningen]]. | |||