Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt: Unterschied zwischen den Versionen

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Die [[Untere Holzmühle]], kurz vor Beendorf, [[1937]]. Sie wurde nach [[1952]] durch DDR-Behörden abgerissen, weil sie im Grenzgebiet lag. Foto: Archiv Elisabeth Schumann, [[Bad Helmstedt]]
Die [[Untere Holzmühle]], kurz vor Beendorf, [[1937]]. Sie wurde nach [[1952]] durch DDR-Behörden abgerissen, weil sie im Grenzgebiet lag. Foto: Archiv Elisabeth Schumann, [[Bad Helmstedt]]
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== Die Firma Hampe - Porträt eines Helmstedter Unternehmens (S. 562–565) ==
Einem Unternehmen, das das Wirtschaftsleben der Stadt besonders geprägt hat und in dem über 200 Jahre viele Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen durften, möchte ich ein besonderes Kapitel widmen: der [[Hampe Kammgarnspinnerei|Kammgarnspinnerei Ludwig Hampe]]. Begonnen hat alles einmal mit dem Knopfmacher [[Andreas Ludwig Hampe]]. Er war [[1760]] in Alt Brandenburg geboren. Auf seiner Wanderschaft kam er [[1782]] nach [[Helmstedt]]. Knöpfe spielten damals bei der modebewussten Bevölkerung eine große Rolle, sie gaben der Kleidung ein vornehmes und individuelles Aussehen. Seinerzeit waren in [[Helmstedt]] sieben Meister dieser Zunft vermerkt. Bei einem von ihnen, Friedrich Wippermann, [[Kornstraße]] 4, fand Hampe Arbeit und Wohnung. Sein Meister starb am 14. Januar [[1785]]. Hampe übernahm vorläufig den Betrieb, endgültig bekam er ihn, nachdem er am 21. Oktober [[1785]] nach Ablegung der Prüfung zum Meister ernannt wurde. Wohl weniger aus Liebe, mehr aus wirtschaftlichen Erwägungen heiratete er nach Ablauf des Trauerjahres am 14. Februrar [[1786]] die Witwe. Dadurch bekam er nach deren Tod [[1793]] – die Ehe war kinderlos geblieben – neben dem Betrieb auch das Haus. Schon im nächsten Jahr, am 19. Juni [[1794]], heiratete er die etwa 25 Jahre alte Catharine Sophie Johanne Müller, Tochter eines Schuhmachermeisters. Die Ehe war sehr glücklich, acht Kinder wurden in ihr geboren.
Die beiden ältesten Söhne, der [[1795]] geborene [[Wilhelm Hampe|Wilhelm]] und der zwei Jahre jüngere [[Johann Ludwig David Hampe]], erlernten den Beruf des Vaters und sicherten dadurch den Fortbestand des väterlichen Unternehmens. Wilhelm allerdings eröffnete 1826 in der [[Collegienstraße]] 11 eine eigene Werkstatt, [[Johann Ludwig David Hampe|Ludwig]] übernahm nach dem Tode des Vaters [[1828]] den väterlichen Betrieb.
Mit Knöpfen war allerdings kein Geschäft mehr zu machen. Einmal hielten die Schneider entsprechende Erzeugnisse zum Kauf feil, auch die Posamentierer boten gedrehtes Kamelhaar an, und die Kaufleute hatten Knöpfe in die Palette ihrer Verkaufsprodukte aufgenommen. Die jetzt wechselnde Mode erschwerte im übrigen eine Vorratshaltung. Alles in allem keine günstigen Voraussetzungen für eine blühende Zukunft. Deshalb erweiterte [[Johann Ludwig David Hampe|Ludwig Hampe]] seine Geschäftstätigkeit um die Anfertigung und den Handel mit wollenen Garnen. Er kaufte also Wollschur auf und verspann sie zu Garn. Zwei Wollkämmerer aus dem Eichsfeld wurden eingestellt, um entsprechend erfahrene Mitarbeiter zu haben. So surrten in den 1940er-Jahren in den Arbeitsräumen an der [[Kornstraße]] 4 eifrig die Spinnräder, es wurde aber auch Heimarbeit vergeben. Noch überwog die Handarbeit, so wurden [[1854]] zehn männliche und 160 weibliche Mitarbeiter beschäftigt. Aber langsam kündigte sich das industrielle Zeitalter an. Der Sohn [[Hermann Hampe|Hermann]], geb. am 4. März [[1838]], wurde schon nicht mehr in dem väterlichen Handwerk ausgebildet, er erlernte ab Ostern [[1854]] in Clausthal den Beruf eines Kaufmannes. [[1865]] übernahm er durch Vertrag den Betrieb, sein Vater zog sich zurück und starb [[1876]].
Sohn [[Hermann Hampe|Hermann]] erkannte, dass in den bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr produktiv genus gearbeitet werden konnte. Er sah sich nach einem anderen Grundstück um und fand es in der im Februar [[1869]] auf dem Stadthaus zur Versteigerung anstehenden „[[Roßmühle]]“. Die „[[Roßmühle]]“ lag am [[Juliusplatz]], hier mussten die Brauer die Gerste mahlen lassen. Da die beiden Mühlsteine durch Pferde bewegt wurden, erhielt die Mühle jenen Namen. Ursprünglich war sie sogar städtisch, denn der Magistrat konnte damit das Bierbrauen in der Stadt überwachen. Er war daran interessiert, dass die Brauer sich nicht gegenseitig übervorteilten, jeder sollte seine Existenz haben. Bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts waren dort auch noch die Feuerwehrwagen untergestellt, die Pferde der Mühle hatten sie bei Bedarf zu ziehen. Inzwischen war das Spritzenhaus in ein ehemaliges Universitätsgebäude an der [[Bötticherstraße]] verlegt worden.
[[Hermann Hampe]] ersteigerte am 20. Februar [[1869]] das Grundstück. Es war ideal gelegen, hinreichend groß, und am Ende floß der „[[Faule Bach]]“, der damals noch mehr Wasser führte als heute. Das Wasser wurde für die Wollwäsche und für die Färberei benötigt. Die alten Gebäude ließ [[Hermann Hampe]] abreißen, ein neues Fabrik- und Kontorgebäude wurde direkt gegenüher dem [[Juleum]] und an der damaligen „[[Faule Straße|Faulen Straße]]“, der heutigen [[Gerbergasse]], errichtet, [[1974]] wurden sie zusammen mit den später erbauten abgerissen. [[1876]] gab es nur noch 40 Mitarbeiter, eine Folge der Industrialisierung. [[1887]] wurde die Fabrikation auf das Kammgarnspinnverfahren umgestellt. Kammgarn wurde aus langer und wenig gekräuselter, gekämmter Wolle gesponnen, im Gegensatz zu dem zur Tuchbereitung aus kurzer und krauser Wolle gekrempelten oder gestrichenen Streichgarn. [[1899]] wurde als Warenzeichen der Name „Hauswolle“ mit dem Niedersachsen-Haus eingeführt. Alles dies, wie auch eine gute Konjunktur, brachte einen geschäftlichen Aufschwung. Die bisherigen Räumlichkeiten reichten nicht aus. Die Häuser [[Bötticherstraße]] 4 und 5 wurden angekauft und [[1903]] abgerissen. Die Häuser Nr. 6 und 7 kamen später dazu. [[1909]] wurde das Grundstück des Dampfmühlenbesitzers Seebom, [[Stobenstraße]]/Ecke [[Albrechtstraße]], angekauft und bebaut. Dies alles geschah schon in der vierten Generation, die aber nicht mehr „Hampe“ hieß. [[Hermann Hampe]] und seine Ehefrau Johanne Hoepner, Tochter eines in [[Helmstedt]] ansässigen Seifenfabrikanten, hatten eine Tochter. Diese Tochter Marie, geboren am 31. März [[1871]], und ihr Ehemann Gustav Meyer führten den Betrieb fort. Meyer führte die Geschäfte aber nicht allein. Ihm zur Seite stand ein Neffe seines Schwiegervaters, der [[1856]] geborene Louis Fickendey, Sohn des Ziegeleibesitzers Eduard Fickendey und seiner Ehefrau Marie geb. Hampe, der älteren Schwester des [[Hermann Hampe]] und ältesten Tochter von [[Ludwig Hampe]]. Als dieser bereits [[1897]] starb, trat an seine Stelle der Bruder Carl Fickendey (verstorben [[1949]]).
Inzwischen brach [[1914]] der Erste Weltkrieg aus. Die Rohstoffe, die teilweise eingeführt werden mussten, wurden knapp, der Betrieb war nicht mehr voll ausgelastet. Dennoch überlebte das Unternehmen auch diese schwierige Phase.
Schwierigkeiten stellten sich auch bei dem anderen Hampeschen Unternehmen ein. Das Grundstück [[Collegienstraße]] 11 war für die Produktion ebenfalls zu klein geworden. [[Wilhelm Hampe]] verkaufte es deshalb [[1871]] an den Kürschner Gustav Rüssemeyer. Er selbst erwarb das Grundstück [[Papenberg]] 25.
In den neuen Geschäftsräumen wurden die aufgekauften Schafwollen sortiert und nach Beschaffenheit entweder in Lohn zu Streichgarn verarbeitet, oder es wurden die langen Wollen handgekämmt und gefärbt als Frisierwollen in die großen Städte Deutschlands, vielfach auch nach England, Dänemark und Österreich verschickt. [[1875]] fing [[Wilhelm Hampe jun.]] an, Kammgarn in Sachsen in Lohnarbeit spinnen zu lassen; das Färben, Fertigmachen der Gespinste geschah hier in [[Helmstedt]]. Der handwerksmäßigen Erzeugung diente als Triebkraft ein Gasmotor – der erste in [[Helmstedt]]! [[1876]] verstarben nicht nur [[Ludwig Hampe]] sondern auch [[Wilhelm Hampe sen.]] [[Wilhelm Hampe jun.]] hatte nun die alleinige Geschäftsführung, er war [[1843]] geboren. [[1879]] legte er den Grundstein für das Spinnereigebäude mit einem Kesselhaus. Eine Dampfmaschine wurde zusammen mit anderen Maschinen von einer Spinnerei in Reichenbach/Sachsen erworben und nach [[Helmstedt]] gebracht. Auswärtige Fachkräfte wurden angeworben, und mit ihrer Hilfe wurde am 9. März [[1880]] auf dem Grundstück [[Papenberg]] 25 das erste Kammgarn gesponnen. Besondere Verdienste erwarb sich [[Wilhelm Hampe jun.]] zusammen mit dem Kreisbauinspektor Wilhelm Gählert, [[Schöninger Straße]] 4 (heute Kanzleihaus) um die große Helmstedter Gewerbeaustellung [[1881]]. [[1884]] erstrahlte in dem Unternehmen in [[Helmstedt]] zum ersten Mal selbst hergestelltes elektrisches Licht, erzeugt von einem Dynamo. [[1888]] konnte nicht nur die Zahl der Spinnmaschinen verdoppelt werden, auch über 100 Leute, hauptsächlich Frauen, hatten Arbeit gefunden. In jenem Jahr erwarb [[Wilhelm Hampe jun.]] das Haus [[Edelhöfe]] 17 hinzu. Leider beließ er es nicht bei diesen Erfolgen. Er fand ein neues Projekt: Die Gründung einer [[Glashütte]] an der [[Emmerstedter Straße]]. Angeblich schied ein Teilhaber schon kurz nach der Gründung aus, dies und eine anderer Umstand erbrachten wirtschaftliche Schwierigkeiten. [[Wilhelm Hampe jun.]] sah keinen anderen Ausweg, als sich am 30. März [[1892]] das Leben zu nehmen (s. Kapitel „[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Die Helmstedter Industrie von 1850 bis zum Zweiten Weltkrieg (S. 687–698)|Die Helmstedter Industrie von 1850 bis zum Zweiten Weltkrieg (S. 687–698)]]“).
Nunmehr übernahm mit dem erst 23-jährigen [[Robert Hampe]] die nächste Generation den Betrieb. Später trat der zehn Jahre jüngere Bruder [[Hans Hampe]] in das Unternehmen ein.
Sie entschlossen sich [[1916]] zur Fusion ihres Unternehmens mit dem am [[Juliusplatz]]. Die Firma „Wilhelm Hampe" blieb aus Traditionsgründen noch eine Weile bestehen, ebenso das Warenzeichen „Helmwolle". Ein Teil der Produktion erfolgte weiterhin auf dem [[Papenberg]] bzw. in den [[Edelhöfen]]. [[Robert Hampe]] war insbesondere Techniker, seine reichen Erfahrungen stellte er den nun vereinigten Spinnereien zur Verfügung. Wegen seiner besonderen Verdienste um den Maschinenbau wurde ihm [[1928]] von der Technischen Hochschule Braunschweig die Ehrendoktorwürde eines Dr. Ing. verliehen. Robert Hampe starb [[1933]].
Nach dem Ende der Inflation wurde der Absatz ausgeweitet. [[1927]] entstand an der [[Albrechtstraße]] mit dem sogenannten [[Chile-Haus]]" ein modernes Fabrikgebäude. Es wurde [[1934]] durch eine neue Kesselanlage mit dem 44 m hohen und vielen [[Helmstedt]]ern noch bekannten Schornstein ergänzt. Die Garne gingen in die ganze Welt, selbst in Argentinien und China gab es Abnehmer. Die zusätzliche Verarbeitung von Zellwolle führte [[1934]] zu einem weiteren Markenzeichen mit dem [[Hausmannsturm]] als Symbol: „Hausfleiß“.
Da hauptsächlich weibliche Arbeitskräfte beschäftigt wurden, die oftmals Kinder zu versorgen hatten, wurde bald nach der Jahrhundertwende im Grundstück [[Schuhstraße]] 19 ein Kindergarten eröffnet. Zwei Kinderschwestern betreuten durchschnittlich 60 bis 70 Kinder. Den Schulpflichtigen wurde Hilfe bei den Schularbeiten zuteil, ein [[Helmstedt]]er Arzt überwachte den Gesundheitszustand der Kinder, dies alles kostenlos. Angeschlossen war ein Küchenbetrieb, in dem die Arbeiterinnen sich gegen ein geringes Entgelt, das die Unkosten nicht deckte, täglich ein Mittagessen holen konnten.
Das 100-jährige Bestehen der Kammgarnspinnerei Ludwig Hampe wurde [[1885]] auf dem [[Waldfrieden]] (heute [[Der Quellenhof|Quellenhof]]) gefeiert.
Anfang der 1920er-Jahre nahmen die Geschäftsinhaber Gustav Meyer und Carl Fickendey ihre Söhne Diedrich-Ludwig Meyer und Ludwig Fickendey in das Geschäft auf. Das Unternehmen überstand den Zweiten Weltkrieg, vielfach waren es Ausländerinnen, die zu jener Zeit dort beschäftigt wurden. „Ludwig Hampe" bestand weiter, wenn auch [[1950]] aus der OHG die „Hampe Kammgarnspinnerei GmbH“ wurde. In die Geschäftsleitung trat mit Herbert Wohlfahrth, Schwiegersohn von D. L. Meyer, eine weitere Kraft ein. Groß wurde [[1960]] das 175-jährige Jubiläum begangen. Die GmbH schenkte der Stadt [[Helmstedt]] einen Brunnen, der am 21. Oktober [[1960]] auf dem [[Heinrichsplatz]] eingeweiht wurde.
Schon in den 1920er- oder 1930er-Jahren hatte sich Hampe den Firmennamen der Fa. Schulze & Co. in Altenburg/Thüringen gekauft. Ein solcher Mantelkauf, wie so etwas in Geschäftskreisen heißt, geschieht entweder dann, wenn es sich um ein sehr renommiertes und angesehenes Unternehmen handelt, man kauft so den „goodwill“, also das Ansehen der sterbenden Firma, oder aber man erwirbt mit der Firma deren hohe Verluste, die dann ganz legal den Gewinn der kaufenden Firma und damit deren Steuern mindern. Als sich Hampe nach dem Zweiten Weltkrieg einen weiteren Standort suchte, fiel die Wahl auf Villingen im Schwarzwald. Diese Stadt war bekannt durch die Feinoptik, die dort hergestellt wurde, und eng verbunden waren mit ihr Namen wie Saba und Kienzle. In dem Zusammenhang erinnerte man sich an den gekaufter Namen Schulze & Co., und unter dieser Bezeichnung wurde dort eine Produktionsstätte eröffnet. Einer der Hauptgründe war der, dass es in Villingen durch den Schwarzwald reichlich Wasser gab, in [[Helmstedt]] bekanntlich nicht. Die Einrichtung einer Färberei in jener Stadt erfolgte somit völlig problemlos. Man plante insgeheim sogar eine völlige Verlegung des Betriebes von [[Helmstedt]] nach dort. Daraus wurde aber nichts, denn als Dietrich-Ludwig Meyer [[1970]] starb, verhandelt die Familie Fickendey mit den Erben über eine Trennung. Sie wurde durchgeführt. Herbert Wohlfahrt ging mit seiner Familie endgültig nach Villingen. Die Familie Fickendey führte das [[Helmstedt]]er Unternehmen weiter. In Villingen wurde aus der Firma Schulze & Co. noch die „Villinger Kammgarnspinnerei Wohlfahrt KG“. Sie erlebte das übliche Auf und Ab eines Wirtschaftsunternehmens. [[1980]] begann aber die Liquidation, das Ende des Unternehmens wurde eingeleitet. Man versuchte noch, japanische Unternehmer für eine Teilhaberschaft zu gewinnen – Herbert Wohlfahrth war in Japan geboren –, was jedoch leider misslang. [[1982]] starb Herbert Wohlfahrt. Das war dann das endgültige „Aus“. Die Maschinen gingen nach Südafrika, das 6.000 m² große Grundstück wurde samt Hallen vermietet. Frau Ruth Wohlfahrt geb. Meyer, der ich diese Informationen verdanke, wohnt weiterhin in Villingen.
Auch in [[Helmstedt]] erwog man eine Veränderung, nämlich die Umsiedlung des Betriebes vom [[Juliusplatz]] und den angrenzenden Straßen in das Industriegebiet bei [[Emmerstedt]]. Sie erfolgte [[1973]] unter der jetzt alleinigen Geschäftsleitung von Jan-Henrich Fickendey. Die 500 Arbeitsplätze gingen mit, [[1950]] waren allerdings einmal 700 Personen tätig gewesen. Die alten Gebäude am [[Juliusplatz]] wurden abgebrochen, darunter auch das schöne [[Chile-Haus]]. Mit der Sprengung des 44 m hohen Schornsteins, der sogenannten „Hampeschen Zigarre“, am 29. Juni [[1973]] wurde das Ende eingeleitet.
Im Frühjahr [[1975]] ergaben sich Bedingungen, die eine Veränderung der Eigentumsverhältnisse erforderten. Die traditionsreiche [[Helmstedt]]er Firma wurde von der französischen Phildar-Gruppe übernommen. Sie nannte sich jetzt „Helmstedter Spinnerei GmbH“. Dadurch konnten wenigstens 340 der 500 Arbeitsplätze gesichert werden. Die erst mit dem Hampe-Neubau angeschafften Maschinen waren so modern, dass sie weiter benutzt werden konnten. Der neue Inhaber sah sich nicht mehr in der Tradition der Vorgänger, das 200-jährige Bestehen wurde [[1985]] schon nicht mehr begangen. Im Sommer [[1993]] wurde die Produktion endgültig eingestellt, und 246 Arbeitskräfte verloren ihre Beschäftigung. Das war das Ende dieses damals ältesten Industrieunternehmens der Stadt.
Nihil sub sole perpetuum<br />
Nichts unter der Sonne ist ewig


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==