Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Feldvogtei war im Hause [[Braunschweiger Tor]] Nr. 4. Es zeigt heute noch über dem Eingang mit dem Pferd das sogenannte kleine herzoglich braunschweigische Wappen des Fürstentums (siehe dazu das Kapitel „[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Das Helmstedter Stadtwappen|Das Helmstedter Stadtwappen]]“). | Die Feldvogtei war im Hause [[Braunschweiger Tor]] Nr. 4. Es zeigt heute noch über dem Eingang mit dem Pferd das sogenannte kleine herzoglich braunschweigische Wappen des Fürstentums (siehe dazu das Kapitel „[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Das Helmstedter Stadtwappen|Das Helmstedter Stadtwappen]]“). | ||
Ebenfalls ohne Sang und Klang wurde eine Bedienstete der Universitätsapotheke am 26. | Ebenfalls ohne Sang und Klang wurde eine Bedienstete der Universitätsapotheke am 26. Oktober [[1679]] an der Mauer auf dem St. Walpurgis-Kirchhof beigesetzt, sie hatte ,daß Unmuth Ratzenpulver zu sich genommen „(Rattenpulver). Dass es in diesen bedauerlichen Fällen auch anders gehen konnte, zeigt die Eintragung unter dem 5. März [[1697]]. Die Ehefrau des Daniel Kleiberg hatte ebenfalls Rattenpulver eingenommen und war drei Tage später daran gestorben. „Ist dennoch auff gnädigste Verordnung des Geh. Fürstlich. Consist. auf St. Stephani-Kirchhof nahe der Stadtmauer, bey der Kalkkuhle begraben.“ Beim Leichenbegängnis wurde gesungen: „Erbarm Dich mein“, und in der Kirche wurde eine Trauerpredigt gehalten, die mit dem Segen geschlossen wurde. | ||
Trösten wir uns damit, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und dass er auch den Sündern, denen die Kirche auf ihrem letzten Wege den Beistand verweigern zu müssen glaubte, seine Gnade erwiesen haben wird. | Trösten wir uns damit, dass vor Gott alle Menschen gleich sind und dass er auch den Sündern, denen die Kirche auf ihrem letzten Wege den Beistand verweigern zu müssen glaubte, seine Gnade erwiesen haben wird. | ||
Beenden wir dieses von viel Leid handelnde Kapitel mit einem Eintrag in dem evangelischen Kirchenbuch vom Juli [[1793]]: „auf einem Montage ist unerfahrener weise der Pater-Kellner N.N. vom [[Closter St. Ludgeri]] des Morgens um | Beenden wir dieses von viel Leid handelnde Kapitel mit einem Eintrag in dem evangelischen Kirchenbuch vom Juli [[1793]]: „auf einem Montage ist unerfahrener weise der Pater-Kellner N.N. vom [[Closter St. Ludgeri]] des Morgens um 5:00 Uhr, in dem großen Graß Garten eben berührten Closters, auf den Kopf in einen Graben gestürzt, und hat auf diese Art elend sein Leben verloren.“ N.N. heißt, dass der (eigentliche) Name dem Kirchenbuchführer unbekannt geblieben ist. | ||
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'''BILD UNTERE HOLZMÜHLE (S. 554)''' | '''BILD UNTERE HOLZMÜHLE (S. 554)''' | ||