Bahrdorf: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Existenz von [[Burg Bahrdorf]] als Landesburg des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg in Bahrdorf lässt sich erstmals für das Jahr [[1328]] erschließen. Im Jahr [[1340]] wird sie dann erstmals ausdrücklich genannt. Ausgehend von der Schenkung Bahrdorfs an das Bistum Magdeburg im Jahr [[973]] verlangte der Bischof [[1347]] den Abbruch der Burg. Nach längerem Rechtsstreit verblieb die Burg aber in den Händen der Herzöge von Lüneburg. Nach deren Aussterben kam die Burg [[1369]] an Herzog Magnus II. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Lüneburger Erbfolgekrieg wurde die Burg [[1371]] ausgebaut. Zwischen [[1347]] und [[1588]] war die Burg an die Herren von Marenholtz verpfändet. Nach der dann erfolgten Einlösung des Pfandes diente die Burg noch als Witwen- und Amtssitz. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie zur Domäne umgewandelt. Von der alten Burg ist nur der Bergfried erhalten geblieben.<ref>Sandy Bieler: ''[https://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=6173 Bahrdorf]'' in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 1. Juli 2021.</ref> | Die Existenz von [[Burg Bahrdorf]] als Landesburg des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg in Bahrdorf lässt sich erstmals für das Jahr [[1328]] erschließen. Im Jahr [[1340]] wird sie dann erstmals ausdrücklich genannt. Ausgehend von der Schenkung Bahrdorfs an das Bistum Magdeburg im Jahr [[973]] verlangte der Bischof [[1347]] den Abbruch der Burg. Nach längerem Rechtsstreit verblieb die Burg aber in den Händen der Herzöge von Lüneburg. Nach deren Aussterben kam die Burg [[1369]] an Herzog Magnus II. von Braunschweig-Wolfenbüttel. Im Lüneburger Erbfolgekrieg wurde die Burg [[1371]] ausgebaut. Zwischen [[1347]] und [[1588]] war die Burg an die Herren von Marenholtz verpfändet. Nach der dann erfolgten Einlösung des Pfandes diente die Burg noch als Witwen- und Amtssitz. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie zur Domäne umgewandelt. Von der alten Burg ist nur der Bergfried erhalten geblieben.<ref>Sandy Bieler: ''[https://www.ms-visucom.de/cgi-bin/ebidat.pl?id=6173 Bahrdorf]'' in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des Europäischen Burgeninstituts, abgerufen am 1. Juli 2021.</ref> | ||
In der Franzosenzeit wurde das [[Amt Bahrdorf]], das zum Elmbezirk des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel gehörte, mit dem Amt Neuhaus und den Adligen Gerichten [[Büstedt]] und [[Groß Twülpstedt|Twülpstedt]] zum [[Kanton Bahrdorf]] vereinigt, der von [[1807]] bis [[1813]] bestand und zum [[Distrikt Helmstedt]] im Departement der Oker des Königreiches Westphalen gehörte. Er wurde durch das Königliche Decret vom 24. Dezember [[1807]] gebildet.<ref name="decret1807">{{Literatur |Hrsg=Landschaftsverband Westfalen-Lippe |Titel=Königliches Decret, wodurch die Eintheilung des Königreichs in acht Departements angeordnet wird |TitelErg=Verzeichniß der Departements, Districte, Cantons und Communen des Königreichs |Sammelwerk=Bulletin des lois du Royaume de Westphalie |Band=I |Nummer=6 |Datum=1807 |Seiten=158 f. |Online=https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/que/normal/que1077.pdf |Format=PDF |KBytes=4900 |Abruf=2013-03-28}}</ref> Mit der [[1814]] erfolgten Neuordnung kam Bahrdorf zum Kreisgericht Vorsfelde, dem späteren Amt Vorsfelde. [[1850]] wurde eine Schützengesellschaft gegründet, auf die der heutige [[Schützenverein Bahrdorf von 1850 | In der Franzosenzeit wurde das [[Amt Bahrdorf]], das zum Elmbezirk des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel gehörte, mit dem Amt Neuhaus und den Adligen Gerichten [[Büstedt]] und [[Groß Twülpstedt|Twülpstedt]] zum [[Kanton Bahrdorf]] vereinigt, der von [[1807]] bis [[1813]] bestand und zum [[Distrikt Helmstedt]] im Departement der Oker des Königreiches Westphalen gehörte. Er wurde durch das Königliche Decret vom 24. Dezember [[1807]] gebildet.<ref name="decret1807">{{Literatur |Hrsg=Landschaftsverband Westfalen-Lippe |Titel=Königliches Decret, wodurch die Eintheilung des Königreichs in acht Departements angeordnet wird |TitelErg=Verzeichniß der Departements, Districte, Cantons und Communen des Königreichs |Sammelwerk=Bulletin des lois du Royaume de Westphalie |Band=I |Nummer=6 |Datum=1807 |Seiten=158 f. |Online=https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/que/normal/que1077.pdf |Format=PDF |KBytes=4900 |Abruf=2013-03-28}}</ref> Mit der [[1814]] erfolgten Neuordnung kam Bahrdorf zum Kreisgericht Vorsfelde, dem späteren Amt Vorsfelde. [[1850]] wurde eine Schützengesellschaft gegründet, auf die der heutige [[Schützenverein Bahrdorf von 1850|Schützenverein]] zurückgeht. [[1863]] erfolgte die Gründung des [[Männer-Gesang-Verein Concordia Bahrdorf|Männergesangvereins]], [[1875]] die Gründung der [[Ortsfeuerwehr Bahrdorf|Freiwilligen Feuerwehr]], [[1895]] wurde Bahrdorf an das Eisenbahnnetz angeschlossen und [[1898]] ein [[TSV Bahrdorf|Turnverein]] gegründet. | ||
Am 12. April [[1945]] wurde Bahrdorf von US-amerikanischen Truppen eingenommen. [[1949]] erfolgte die Gründung einer Volksbücherei. Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von [[1945]] bis [[1950]] hatte sich die Einwohnerzahl Bahrdorfs von 753 ([[1939]]) auf 1362 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 485 Heimatvertriebene. Ab [[1950]] entstanden Neubaugebiete. | Am 12. April [[1945]] wurde Bahrdorf von US-amerikanischen Truppen eingenommen. [[1949]] erfolgte die Gründung einer Volksbücherei. Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von [[1945]] bis [[1950]] hatte sich die Einwohnerzahl Bahrdorfs von 753 ([[1939]]) auf 1362 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 485 Heimatvertriebene. Ab [[1950]] entstanden Neubaugebiete. | ||