Frank Bsirske: Unterschied zwischen den Versionen

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Er war im Mai [[2012]] Mitorganisator der ersten erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht!“. Er ist Präsident der UNI-Europa und war [[2020]] Gründungsmitglied des Rats der Arbeitswelt.
Er war im Mai [[2012]] Mitorganisator der ersten erfolgreichen Europäischen Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht!“. Er ist Präsident der UNI-Europa und war [[2020]] Gründungsmitglied des Rats der Arbeitswelt.


Im August [[2020]] kündigte Bsirske an, [[2021]] im [[Bundestagswahlkreis Helmstedt – Wolfsburg|Wahlkreis Helmstedt – Wolfsburg]] für den Deutschen Bundestag kandidieren zu wollen.<ref>[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-ex-ver-di-chef-frank-bsirske-will-fuer-die-gruenen-in-bundestag-a-0ae9c78d-7866-4fcf-b933-8cded77af9a4 ''Ex-Ver.di-Chef Bsirske will für die Grünen in den Bundestag.''] In: ''Der Spiegel''. 17. August 2020, abgerufen am 19. August 2020.</ref><ref>Reinhard Bingener: [https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bsirske-will-in-den-bundestag-eisbrecher-fuer-die-gruenen-16909214.html ''Eisbrecher für die Grünen?''] In: ''Frankfurter Allgemeine Zeitung''. 17. August 2020, abgerufen am 19. August 2020.</ref> Am 31. Oktober [[2020]] wurde Bsirske dort mit 44 von 66 Stimmen der Kreisverbände von [[Bündnis 90/Die Grünen]] im Wahlkreis zum Kandidaten seiner Partei gewählt.<ref>{{Internetquelle |autor=Wolfsburger Nachrichten, Wolfsburg Germany |url=https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article230813446/Wolfsburg-Gruene-bestaetigen-Frank-Bsirske-als-Bundestagskandidat.html |titel=Wolfsburg: Grüne bestätigen Frank Bsirske als Bundestagskandidat |datum=2020-11-02 |abruf=2020-11-03 |sprache=Deutsch}}</ref> Er zog [[2021]] über die Landesliste in den Deutschen Bundestag ein.
Im August [[2020]] kündigte Bsirske an, [[2021]] im [[Bundestagswahlkreis Helmstedt – Wolfsburg|Wahlkreis Helmstedt – Wolfsburg]] für den Deutschen Bundestag kandidieren zu wollen.<ref>[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-ex-ver-di-chef-frank-bsirske-will-fuer-die-gruenen-in-bundestag-a-0ae9c78d-7866-4fcf-b933-8cded77af9a4 ''Ex-Ver.di-Chef Bsirske will für die Grünen in den Bundestag.''] In: ''Der Spiegel''. 17. August 2020, abgerufen am 19. August 2020.</ref><ref>Reinhard Bingener: [https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bsirske-will-in-den-bundestag-eisbrecher-fuer-die-gruenen-16909214.html ''Eisbrecher für die Grünen?''] In: ''Frankfurter Allgemeine Zeitung''. 17. August 2020, abgerufen am 19. August 2020.</ref> Am 31. Oktober [[2020]] wurde Bsirske dort mit 44 von 66 Stimmen der Kreisverbände von [[Bündnis 90/Die Grünen]] im Wahlkreis zum Kandidaten seiner Partei gewählt.<ref>{{Internetquelle |autor=Wolfsburger Nachrichten, Wolfsburg Germany |url=https://www.wolfsburger-nachrichten.de/wolfsburg/article230813446/Wolfsburg-Gruene-bestaetigen-Frank-Bsirske-als-Bundestagskandidat.html |titel=Wolfsburg: Grüne bestätigen Frank Bsirske als Bundestagskandidat |datum=2020-11-02 |abruf=2020-11-03}}</ref> Er zog [[2021]] über die Landesliste in den Deutschen Bundestag ein.


== Gewerkschaftsarbeit ==
== Gewerkschaftsarbeit ==
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== Einkünfte ==
== Einkünfte ==
Aus der Aufsichtsrat-Tätigkeit bei der Lufthansa erhielt er [[2010]] insgesamt 175.000 Euro<ref>{{Internetquelle |autor=Lufthansa AG |url=https://investor-relations.lufthansagroup.com/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2010-d.pdf |titel=Geschäftsbericht 2010 |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-07-30 |sprache= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170110060646/https://investor-relations.lufthansagroup.com/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2010-d.pdf |archiv-datum=2017-01-10 |offline=ja}}</ref>, als Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Postbank mehr als 18.000 Euro<ref>{{Webarchiv|url=http://finanzberichte.postbank.de/2010/gb/dasunternehmen/corporategovernance/verguetungsbericht2010/verguetungdesaufsichtsrats.html?cat=m |wayback=20120326174951 |text=''Vergütung des Aufsichtsrats''}} auf der Internetpräsenz der Postbank, abgerufen am 14. März 2012</ref> und aus der Tätigkeit als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beim Energiekonzern RWE noch einmal 234.000 Euro im Jahr [[2010]].<ref>[http://www.rwe.com/web/cms/de/207260/rwe/investor-relations/corporate-governance/verguetung-vorstand-und-aufsichtsrat/verguetung-des-aufsichtsrats/ ''Vergütung des Aufsichtsrats''] auf der Internetpräsenz von RWE, abgerufen am 26. Februar 2012</ref> Als Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank erhielt Bsirske für die Geschäftsjahre [[2017]] und [[2018]] insgesamt rund 529.000 Euro<ref>{{Internetquelle |autor=Deutsche Bank |url=https://www.db.com/ir/de/download/Deutsche_Bank_Verguetungsbericht_2018.pdf |titel=Vergütungsbericht Deutsche Bank 2017 & 2018 |werk=Website Deutsche Bank |hrsg=Deutsche Bank AG |datum=2018 |abruf=2020-01-24 |sprache=Deutsch}}</ref>.
Aus der Aufsichtsrat-Tätigkeit bei der Lufthansa erhielt er [[2010]] insgesamt 175.000 Euro<ref>{{Internetquelle |autor=Lufthansa AG |url=https://investor-relations.lufthansagroup.com/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2010-d.pdf |titel=Geschäftsbericht 2010 |werk= |hrsg= |datum= |zugriff=2018-07-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170110060646/https://investor-relations.lufthansagroup.com/fileadmin/downloads/de/finanzberichte/geschaeftsberichte/LH-GB-2010-d.pdf |archiv-datum=2017-01-10 |offline=ja}}</ref>, als Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Postbank mehr als 18.000 Euro<ref>{{Webarchiv|url=http://finanzberichte.postbank.de/2010/gb/dasunternehmen/corporategovernance/verguetungsbericht2010/verguetungdesaufsichtsrats.html?cat=m |wayback=20120326174951 |text=''Vergütung des Aufsichtsrats''}} auf der Internetpräsenz der Postbank, abgerufen am 14. März 2012</ref> und aus der Tätigkeit als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beim Energiekonzern RWE noch einmal 234.000 Euro im Jahr [[2010]].<ref>[http://www.rwe.com/web/cms/de/207260/rwe/investor-relations/corporate-governance/verguetung-vorstand-und-aufsichtsrat/verguetung-des-aufsichtsrats/ ''Vergütung des Aufsichtsrats''] auf der Internetpräsenz von RWE, abgerufen am 26. Februar 2012</ref> Als Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank erhielt Bsirske für die Geschäftsjahre [[2017]] und [[2018]] insgesamt rund 529.000 Euro<ref>{{Internetquelle |autor=Deutsche Bank |url=https://www.db.com/ir/de/download/Deutsche_Bank_Verguetungsbericht_2018.pdf |titel=Vergütungsbericht Deutsche Bank 2017 & 2018 |werk=Website Deutsche Bank |hrsg=Deutsche Bank AG |datum=2018 |abruf=2020-01-24}}</ref>.


Einem Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 5. August [[2008]] zufolge hatte Bsirske sein Einkommen schon vor langer Zeit offengelegt. Nach Angaben seines Sprechers verdiente er damals 175.000 Euro im Jahr. Von seinen Vergütungen als Aufsichtsrat bei der Lufthansa und RWE in Höhe von insgesamt 427.000 Euro im Jahr behielt er laut seinem Sprecher 50.900 Euro.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.fr-online.de/home/verguetungen-was-gewerkschafts-chefs-verdienen,1472778,3408134.html |archive-is=20120730191055 |text=Eva Roth: ''Was Gewerkschafts-Chefs verdienen.'' Frankfurter Rundschau vom 5. August 2008, abgerufen am 11. Mai 2012.}}</ref> Diese Aussage steht jedoch in Widerspruch zum Beschluss des DGB-Bundesausschusses vom 10. Oktober [[2000]] zu den Abführungsverpflichtungen von Arbeitnehmervertretern, die als Mitglied einer DGB-Gewerkschaft in einen Aufsichtsrat gewählt wurden. Dieser Beschluss erlaubt einfachen Aufsichtsratsmitgliedern einen maximalen Eigenbehalt von 4600 Euro und stellvertretenden Aufsichtsratsmitgliedern einen Eigenbehalt von maximal 6900 Euro. Die überschießenden Beträge sind an die Hans-Böckler-Stiftung oder andere gewerkschaftsnahe Einrichtungen abzuführen.<ref>[http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_254.pdf Peter Hanau: ''Die Verpflichtung zur Abführung von Aufsichtsratsvergütungen an die Hans-Böckler-Stiftung.''] Rechtsgutachten, Arbeitspapier 254 der Hans-Böckler-Stiftung (PDF-Datei; 1,19&nbsp;MB), S. 9 f, abgerufen am 11. Mai 2012</ref> Im zuvor angeführten Artikel der Frankfurter Rundschau ist ebenfalls erwähnt, dass Bsirske die Tantiemen für sein drittes Aufsichtsratsmandat komplett abführt. Damit genügt er § 10 Nr. 2 der ver.di-Satzung, nach dem alle bei ver.di hauptamtlich Beschäftigten verpflichtet sind, die ab dem dritten Aufsichtsratsmandat erhaltenen Vergütungen vollständig abzuführen.<ref>[http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_254.pdf Satzung der Gewerkschaft ver.di zitiert nach Peter Hanau: ''Die Verpflichtung zur Abführung von Aufsichtsratsvergütungen an die Hans-Böckler-Stiftung.''] Rechtsgutachten, Arbeitspapier 254 der Hans-Böckler-Stiftung (PDF-Datei; 1,19&nbsp;MB), S. 13 f, abgerufen am 11. Mai 2012</ref>
Einem Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 5. August [[2008]] zufolge hatte Bsirske sein Einkommen schon vor langer Zeit offengelegt. Nach Angaben seines Sprechers verdiente er damals 175.000 Euro im Jahr. Von seinen Vergütungen als Aufsichtsrat bei der Lufthansa und RWE in Höhe von insgesamt 427.000 Euro im Jahr behielt er laut seinem Sprecher 50.900 Euro.<ref>{{Webarchiv |url=http://www.fr-online.de/home/verguetungen-was-gewerkschafts-chefs-verdienen,1472778,3408134.html |archive-is=20120730191055 |text=Eva Roth: ''Was Gewerkschafts-Chefs verdienen.'' Frankfurter Rundschau vom 5. August 2008, abgerufen am 11. Mai 2012.}}</ref> Diese Aussage steht jedoch in Widerspruch zum Beschluss des DGB-Bundesausschusses vom 10. Oktober [[2000]] zu den Abführungsverpflichtungen von Arbeitnehmervertretern, die als Mitglied einer DGB-Gewerkschaft in einen Aufsichtsrat gewählt wurden. Dieser Beschluss erlaubt einfachen Aufsichtsratsmitgliedern einen maximalen Eigenbehalt von 4600 Euro und stellvertretenden Aufsichtsratsmitgliedern einen Eigenbehalt von maximal 6900 Euro. Die überschießenden Beträge sind an die Hans-Böckler-Stiftung oder andere gewerkschaftsnahe Einrichtungen abzuführen.<ref>[http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_254.pdf Peter Hanau: ''Die Verpflichtung zur Abführung von Aufsichtsratsvergütungen an die Hans-Böckler-Stiftung.''] Rechtsgutachten, Arbeitspapier 254 der Hans-Böckler-Stiftung (PDF-Datei; 1,19&nbsp;MB), S. 9 f, abgerufen am 11. Mai 2012</ref> Im zuvor angeführten Artikel der Frankfurter Rundschau ist ebenfalls erwähnt, dass Bsirske die Tantiemen für sein drittes Aufsichtsratsmandat komplett abführt. Damit genügt er § 10 Nr. 2 der ver.di-Satzung, nach dem alle bei ver.di hauptamtlich Beschäftigten verpflichtet sind, die ab dem dritten Aufsichtsratsmandat erhaltenen Vergütungen vollständig abzuführen.<ref>[http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_254.pdf Satzung der Gewerkschaft ver.di zitiert nach Peter Hanau: ''Die Verpflichtung zur Abführung von Aufsichtsratsvergütungen an die Hans-Böckler-Stiftung.''] Rechtsgutachten, Arbeitspapier 254 der Hans-Böckler-Stiftung (PDF-Datei; 1,19&nbsp;MB), S. 13 f, abgerufen am 11. Mai 2012</ref>