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Forschungsmuseum Schöningen: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
=== Planungen ===
=== Planungen ===
Ende der 1990er Jahre entstand in [[Schöningen]] unter dem Bürgermeister [[Jürgen Lübbe]] die Idee zur Einrichtung eines Museums an der Fundstelle der [[Schöninger Speere]] am Rande des dortigen Braunkohlentagebaus. [[1999]] stellte die Stadt für die Planung den Archäologen und Geographen Stephan A. Lütgert als kommunalen Projektkoordinator ein, der von [[2000]] bis [[2007]] zugleich als Geschäftsführer des [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e. V.]] unter dem Vorsitz von Utz Claassen wirkte. In [[Schöningen]] wurden in dieser Zeit u. a. mehrere Sonderausstellungen mit thematischem Bezug zu den Ausgrabungen gemeinsam mit dem Braunschweigischen Landesmuseum realisiert sowie die „Schöninger Archäologietage“ als jährlich wiederkehrende Veranstaltung etabliert.<ref>Kai Michel: ''[https://www.zeit.de/2004/25/A-Speere Wunderwaffe der Steinzeit – Sportler testen den Speer des Homo erectus – und werfen damit erstaunlich präzise ]'' In: zeit.de, 9. Juni 2004, abgerufen am 20. April 2024.</ref> Das Projekt „Forschungs- und Erlebniscenter Schöninger Speere“ war Teil der Bewerbung Braunschweigs 2010 zur Kulturhauptstadt Europas.<ref>''[https://web.archive.org/web/20160304083716/http://braunschweig2010.de/sites/kunstschaetze_archiv.html Bewerber-Website mit Artikel über die Speere]'' (Memento des [http://braunschweig2010.de/sites/kunstschaetze_archiv.html Originals] vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
Ende der 1990er Jahre entstand in [[Schöningen]] unter dem Bürgermeister [[Jürgen Lübbe]] die Idee zur Einrichtung eines Museums an der Fundstelle der [[Schöninger Speere]] am Rande des dortigen Braunkohlentagebaus. [[1999]] stellte die Stadt für die Planung den Archäologen und Geographen Stephan A. Lütgert als kommunalen Projektkoordinator ein, der von [[2000]] bis [[2007]] zugleich als Geschäftsführer des [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit|Fördervereins Schöninger Speere – Erbe der Menschheit]] unter dem Vorsitz von Utz Claassen wirkte. In [[Schöningen]] wurden in dieser Zeit u. a. mehrere Sonderausstellungen mit thematischem Bezug zu den Ausgrabungen gemeinsam mit dem Braunschweigischen Landesmuseum realisiert sowie die „Schöninger Archäologietage“ als jährlich wiederkehrende Veranstaltung etabliert.<ref>Kai Michel: ''[https://www.zeit.de/2004/25/A-Speere Wunderwaffe der Steinzeit – Sportler testen den Speer des Homo erectus – und werfen damit erstaunlich präzise ]'' In: zeit.de, 9. Juni 2004, abgerufen am 20. April 2024.</ref> Das Projekt „Forschungs- und Erlebniscenter Schöninger Speere“ war Teil der Bewerbung Braunschweigs 2010 zur Kulturhauptstadt Europas.<ref>''[https://web.archive.org/web/20160304083716/http://braunschweig2010.de/sites/kunstschaetze_archiv.html Bewerber-Website mit Artikel über die Speere]'' (Memento des [http://braunschweig2010.de/sites/kunstschaetze_archiv.html Originals] vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>


Nachdem über viele Jahre das Engagement von Stadt und Förderverein auf Landesebene wenig Unterstützung erfahren hatte, sorgten veränderte politische Rahmenbedingungen im Jahr [[2007]] dafür, dass die langjährigen musealen Planungen konkretisiert und umgesetzt werden konnten. In diese Zeit fiel die Wahl von Wolf-Michael Schmid, Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig und gebürtiger Schöninger, zum neuen Vorsitzenden des [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e. V.]]. Dieser forcierte zusammen mit dem neu gewählten Schöninger Bürgermeister [[Matthias Wunderling-Weilbier]] – unterstützt vom Landesarchäologen von Sachsen-Anhalt, Harald Meller, der die Speere zu den zehn wichtigsten archäologischen Funden zählt, – die Aktivitäten zur Präsentation der Speere vor Ort. Finanziert von der Braunschweigischen Stiftung entstand eine Machbarkeitsstudie für ein Museum oder eine Besucherstätte, die den Bau eines „Forschungs- und Erlebniszentrums“ empfahl. Damit wandte sich Schmid im Frühjahr [[2008]] erneut an den seinerzeitigen Ministerpräsidenten von Niedersachsen Christian Wulff, der das Vorhaben bereits in seiner Zeit als Oppositionsführer für förderungswürdig erklärt hatte.
Nachdem über viele Jahre das Engagement von Stadt und Förderverein auf Landesebene wenig Unterstützung erfahren hatte, sorgten veränderte politische Rahmenbedingungen im Jahr [[2007]] dafür, dass die langjährigen musealen Planungen konkretisiert und umgesetzt werden konnten. In diese Zeit fiel die Wahl von Wolf-Michael Schmid, Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig und gebürtiger Schöninger, zum neuen Vorsitzenden des [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit|Fördervereins Schöninger Speere – Erbe der Menschheit]]. Dieser forcierte zusammen mit dem neu gewählten Schöninger Bürgermeister [[Matthias Wunderling-Weilbier]] – unterstützt vom Landesarchäologen von Sachsen-Anhalt, Harald Meller, der die Speere zu den zehn wichtigsten archäologischen Funden zählt, – die Aktivitäten zur Präsentation der Speere vor Ort. Finanziert von der Braunschweigischen Stiftung entstand eine Machbarkeitsstudie für ein Museum oder eine Besucherstätte, die den Bau eines „Forschungs- und Erlebniszentrums“ empfahl. Damit wandte sich Schmid im Frühjahr [[2008]] erneut an den seinerzeitigen Ministerpräsidenten von Niedersachsen Christian Wulff, der das Vorhaben bereits in seiner Zeit als Oppositionsführer für förderungswürdig erklärt hatte.


=== Umsetzung ===
=== Umsetzung ===
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Den ersten Spatenstich für das paläon nahm im November [[2011]] die damalige Niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka vor. Am 24. Juni [[2013]] wurde das Gebäude durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil eröffnet und der Öffentlichkeit übergeben.<ref>Thilo Jordan: ''[https://web.archive.org/web/20130701015253/http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/forschungs-und-erlebniszentrum-schoeninger-speere-eroeffnet-26257/ Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere eröffnet]''. In: archaeologie-online.de. 24. Juni 2013, archiviert vom [http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/forschungs-und-erlebniszentrum-schoeninger-speere-eroeffnet-26257/ Original] (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juni 2013; abgerufen am 26. Juni 2013.</ref><ref>''[https://web.archive.org/web/20130626040526/http://www.ndr.de/kultur/kunst_und_ausstellungen/niedersachsen/palaeon183.html „Schatzkammer Niedersachsen“: paläon eröffnet]''. In: ndr.de. 28. Juni 2013, archiviert vom [http://www.ndr.de/kultur/kunst_und_ausstellungen/niedersachsen/palaeon183.html Original] (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juni 2013; abgerufen am 26. Juni 2013.</ref>
Den ersten Spatenstich für das paläon nahm im November [[2011]] die damalige Niedersächsische Wissenschaftsministerin Johanna Wanka vor. Am 24. Juni [[2013]] wurde das Gebäude durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil eröffnet und der Öffentlichkeit übergeben.<ref>Thilo Jordan: ''[https://web.archive.org/web/20130701015253/http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/forschungs-und-erlebniszentrum-schoeninger-speere-eroeffnet-26257/ Forschungs- und Erlebniszentrum Schöninger Speere eröffnet]''. In: archaeologie-online.de. 24. Juni 2013, archiviert vom [http://www.archaeologie-online.de/magazin/nachrichten/forschungs-und-erlebniszentrum-schoeninger-speere-eroeffnet-26257/ Original] (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juni 2013; abgerufen am 26. Juni 2013.</ref><ref>''[https://web.archive.org/web/20130626040526/http://www.ndr.de/kultur/kunst_und_ausstellungen/niedersachsen/palaeon183.html „Schatzkammer Niedersachsen“: paläon eröffnet]''. In: ndr.de. 28. Juni 2013, archiviert vom [http://www.ndr.de/kultur/kunst_und_ausstellungen/niedersachsen/palaeon183.html Original] (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juni 2013; abgerufen am 26. Juni 2013.</ref>


Betreiber des paläon war eine Trägergesellschaft in Form einer GmbH mit drei Gesellschaftern: Die Stadt [[Schöningen]] (50 %), die Allianz für die Region (25 %) und der [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e. V.]] (25 %).
Betreiber des paläon war eine Trägergesellschaft in Form einer GmbH mit drei Gesellschaftern: Die Stadt [[Schöningen]] (50 %), die Allianz für die Region (25 %) und der [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit]] (25 %).


Im November [[2014]] wurde das paläon, nach dem Informationszentrum Königslutter, dem Städtischen Museum Schloss Salder in Salzgitter und dem Naturhistorischen Museum Braunschweig, das vierte Informationszentrum des Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen.<ref>[https://web.archive.org/web/20141106210646/http://www.palaeon.de/82+M5672ff47130.html ''Paläon ab sofort Geopark-Informationszentrum''], Website des paläon, 4. November 2014.</ref>
Im November [[2014]] wurde das paläon, nach dem Informationszentrum Königslutter, dem Städtischen Museum Schloss Salder in Salzgitter und dem Naturhistorischen Museum Braunschweig, das vierte Informationszentrum des Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen.<ref>[https://web.archive.org/web/20141106210646/http://www.palaeon.de/82+M5672ff47130.html ''Paläon ab sofort Geopark-Informationszentrum''], Website des paläon, 4. November 2014.</ref>
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== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* [[Schöninger Speere]]
* [[Schöninger Speere]]
* [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit e. V.]]
* [[Förderverein Schöninger Speere – Erbe der Menschheit]]


== Weblinks ==
== Weblinks ==