Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Hildebert Guericke|Guericke]] hat zeitweise in der [[Wilhelmstraße]] 14 und später [[Südstraße]] 10 gewohnt. Nach seiner Pensionierung hat er [[Helmstedt]] verlassen. Er lebte zunächst in der Nähe von Wernigerode, später in Wilhelmshaven. Er verstarb am 24. März [[1928]] in Neuersburg/Oldenburg. | [[Hildebert Guericke|Guericke]] hat zeitweise in der [[Wilhelmstraße]] 14 und später [[Südstraße]] 10 gewohnt. Nach seiner Pensionierung hat er [[Helmstedt]] verlassen. Er lebte zunächst in der Nähe von Wernigerode, später in Wilhelmshaven. Er verstarb am 24. März [[1928]] in Neuersburg/Oldenburg. | ||
Nachfolger wurde einer der acht Juristen, die sich beworben hatten: [[Franz Schönemann]], zuletzt in Holzminden tätig. Er war am 3. September [[1868]] in Seesen geboren. Verlockend war derzeit das Amt wohl nicht, denn von denen, die sich beworben hatten, waren die meisten Braunschweiger und ansonsten sehr unbekannt. In [[Franz Schönemann|Schönemann]]s Amtszeit wurde das neue [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]] gebaut, er hatte die Schwierigkeiten des Ersten Weltkrieges und die noch größeren im Jahr danach zu bewältigen. Die an anderer Stelle geschilderten Ereignisse im April [[1919]] waren wohl auch der Grund, weshalb er sich nicht wieder um das Amt des [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]]s bemühte. Zum 1. Oktober [[1919]] schied er aus. Das [[Helmstedter Kreisblatt]] widmete ihm ein Drittel der lokalen Seite. Es verweist zunächst auf die Bauten zu seiner Zeit: „Um nur einiges aus seiner Tätigkeit herauszugreifen, sei auf das Armenhaus, das [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]], das Wasserwerk, Kapelle des Stephani-Friedhofs, die [[Ernst-August-Schule]], Erweiterung der [[Lademann-Realschule|landwirtschaftlichen Schule]], Erweiterung des [[Kreiskrankenhaus St. Marienberg|Krankenhauses]], Ausbau der Kanalisation und Neubau des Waisenhauses hingewiesen. Es sind dies Arbeiten, die in die Augen springen: unbemerkt von den meisten ist jedoch von [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] [[Franz Schönemann|Schönemann]] eine ganz ungeheure Arbeit in den Mauern des [[Rathaus (Helmstedt)|Rathaus]]es geleistet, die nur der zu würdigen versteht, der sie kennt.“ Er war weiter Landtagsabgeordneter in Braunschweig. In dieser Position setzte er seine Kraft ein, um mit viel Geschick das Beste für die Stadt herauszuholen. Er hat für die Stadt, so das [[Helmstedter Kreisblatt|Kreisblatt]], „große Flächen Grundbesitz in ihrer Hand vereinigt“, um so die Möglichkeit zu schaffen, an der Preisfestsetzung der Grundstücke mitzuwirken und billiges Gelände für städtische Zwecke zur Verfügung zu haben. | |||
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Wie alle Bürgermeister, so wurde auch Schönemann ein Opfer der „neuen Zeit“, denn die Revolution ließ durch „Gesetz über die Wahlen der Vorsteher und der Mitglieder des Rates in den Städten des Freistaates Braunschweig“ vom 09.08.1919 die Amtszeit aller Bürgermeister und Magistratsmitglieder zum 30.09.1919 enden. So ging Schönemann in den Ruhestand, er wollte, wie bereits erwähnt, für das Amt des Bürgermeisters über den 30.09. hinaus nicht kandi-dieren. Sicherlich wäre er gewählt worden. Er zog auf sein Rittergut nach Rottorf bei Königslut-ler. Dies hatte er sich auch mit dem Vermögen seiner Ehefrau gekauft. Dort starb er am 19.04.1953. | Wie alle Bürgermeister, so wurde auch Schönemann ein Opfer der „neuen Zeit“, denn die Revolution ließ durch „Gesetz über die Wahlen der Vorsteher und der Mitglieder des Rates in den Städten des Freistaates Braunschweig“ vom 09.08.1919 die Amtszeit aller Bürgermeister und Magistratsmitglieder zum 30.09.1919 enden. So ging Schönemann in den Ruhestand, er wollte, wie bereits erwähnt, für das Amt des Bürgermeisters über den 30.09. hinaus nicht kandi-dieren. Sicherlich wäre er gewählt worden. Er zog auf sein Rittergut nach Rottorf bei Königslut-ler. Dies hatte er sich auch mit dem Vermögen seiner Ehefrau gekauft. Dort starb er am 19.04.1953. | ||