Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) war eine politische Partei, die in der Zeit der Weimarer Republik entstand. Ihr Programm und ihre Ideologie, der Nationalsozialismus, waren durch Nationalismus, Antisemitismus sowie die Ablehnung von Demokratie und Marxismus geprägt. Die Partei war als straff organisierte Führerpartei strukturiert. Ab 1921 stand Adolf Hitler an ihrer Spitze; unter seiner Führung regierte die NSDAP von 1933 bis 1945 als einzige zugelassene Partei im sogenannten Dritten Reich.
Ihr Vermögen wurde, wie schon 1923, beschlagnahmt und eingezogen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die NSDAP durch die Kontrollratsproklamation Nr. 2 vom 20. September 1945 für aufgelöst und illegal erklärt. Das alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 setzte die Abschaffung aller Parteigliederungen durch und stuft die NSDAP als verbrecherische Organisation ein. In der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, bestand bis zur Deutschen Wiedervereinigung ein Verbot, Symbole der Partei zu besitzen oder zu zeigen, unabhängig vom Zweck.
Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 ist Werbung für die NSDAP durch Schriften, Worte oder Kennzeichen verboten, während der private Besitz solcher Gegenstände nicht eingeschränkt wird.
Kreis Helmstedt
Das Gebiet des Landkreises Helmstedt mit Kreisleiter Herbert Lehmann gehörte von 1928 bis 1945 neben 26 weiteren Kreisen zum Gau Südhannover-Braunschweig. Im Kreis gab es zudem Ortsgruppen, beispielsweise in Helmstedt, Schöningen und Königslutter.
Mitglieder (Auswahl)
Die folgenden Personen aus dem Landkreis Helmstedt waren Mitglieder der NSDAP.
- Otto Buchheister (Mitgliedsnummer 122.218[1]), (1893–1966), MdR
- Kurt Drechsler (?–1980), 1935 bis 1946 Bürgermeister von Helmstedt
- Paul-Friedrich Nebelung (Mitgliedsnummer 154.516[2]), (1900–1990), Landrat und Reichstagsabgeordneter