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== Beschreibung == | == Beschreibung == | ||
Das | Das Stadttor war ein massiv gemauerter Torturm mit einer Grundfläche von 27 Fuß im Quadrat (etwa 7,7x7,7 m) und einer Höhe von 45 Fuß (rund 12,9 m). Damit überragte es den [[Südertor (Turm)|Südertorturm]] um 13 Fuß (etwa 3,7 m). Den oberen Abschluss bildete ein Satteldach mit zwei Walmen, das mit Breitziegeln gedeckt war. Die Tordurchfahrt entsprach in ihrer Ausführung der des [[Neumärker Tor]]es. Sie besaß zwei Torbögen und war im Inneren mit einem Gewölbe versehen. Die zweite Etage beherbergte eine Stube sowie eine kleine Küche. In der dritten und vierten Etage befand sich ein Gefängnis.<ref name="HE-Chronik">{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=[[Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt#Die Helmstedter Stadttürme (S. 95–98)|Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt]] |TitelErg=Die Helmstedter Stadttürme |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=95–98}}</ref> | ||
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== Literatur == | == Literatur == | ||
* [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme] | * [https://hallo-helmstedt.de/?seite=alt-helmstedt/tortuerme Eine Avenue in Helmstedt – Abbruch der Tortürme] | ||
* [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme] | * [https://www.helmstedt-wiki.de/wiki/Helmstedt_%E2%80%93_die_Geschichte_einer_deutschen_Stadt#Die_Helmstedter_Stadtt%C3%BCrme_(S._95%E2%80%9398) Die Helmstedter Stadttürme] | ||
== Einzelnachweise == | |||
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[[Kategorie:Altstadt]] | [[Kategorie:Altstadt]] | ||
[[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]] | [[Kategorie:Ehemaliges Bauwerk in Helmstedt]] | ||
Aktuelle Version vom 3. August 2026, 10:18 Uhr
Das Ostertor (auch Klostertor, Ludgeritor, Lüdertor bzw. später Magdeburger Tor) war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen Befestigungsanlage der Stadt Helmstedt an der heutigen Magdeburger Straße.
Beschreibung
Das Stadttor war ein massiv gemauerter Torturm mit einer Grundfläche von 27 Fuß im Quadrat (etwa 7,7x7,7 m) und einer Höhe von 45 Fuß (rund 12,9 m). Damit überragte es den Südertorturm um 13 Fuß (etwa 3,7 m). Den oberen Abschluss bildete ein Satteldach mit zwei Walmen, das mit Breitziegeln gedeckt war. Die Tordurchfahrt entsprach in ihrer Ausführung der des Neumärker Tores. Sie besaß zwei Torbögen und war im Inneren mit einem Gewölbe versehen. Die zweite Etage beherbergte eine Stube sowie eine kleine Küche. In der dritten und vierten Etage befand sich ein Gefängnis.[1]
Geschichte
Bereits 1236/1237 wird das Tor als Klostertor erwähnt; die Bezeichnung Ludgeritor ist für 1305 belegt.[2]
Das Ostertor wurde 1821 abgetragen. Zuvor war es ein bedeutender Durchlass der alten Ost-West-Fernstraße, die durch Helmstedt führte und später als Reichsstraße 1 sowie Bundesstraße 1 überregionale Bedeutung erlangte. Durch das Tor am östlichen Stadtrand verlief der Verkehr zwischen Helmstedt und Magdeburg; Händler, Reisende und andere Nutzer der Fernstraße passierten hier die Stadt.[2]
Im Jahr 2010 wurden bei Bauarbeiten an der Magdeburger Straße überraschend Teile der Fundamente des ehemaligen Stadttores vor den Häusern 16/17 freigelegt. Dabei dokumentierten Archäolog:innen nicht nur die Reste des Tores, sondern entdeckten außerdem einen mittelalterlichen Wasserstollen, der vermutlich zur Versorgung oder Entwässerung diente. Nach der Dokumentation wurden die Funde wieder überdeckt, um sie zu schützen.[3]
Literatur
Einzelnachweise
- ↑ Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt. Die Helmstedter Stadttürme. 2. Auflage. 2004, S. 95–98.
- ↑ 2,0 2,1 Rosemarie Pohl, Herbert Rohm: Helmstedts historische Stadtbefestigung. Ein Rundgang. Stadt Helmstedt, 2013, abgerufen am 3. August 2026.
- ↑ Mittelalterlichen Wasserstollen gefunden. Stadt Helmstedt, 5. Juli 2010, abgerufen am 3. August 2026.