Lebenshilfe Helmstedt–Wolfenbüttel: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Lebenshilfe Helmstedt–Wolfenbüttel''' setzt sich seit ihrer Gründung für das Wohl geistig, seelisch und mehrfach Behinderter Menschen aller Altersstufen ein. Sie besteht aus den Gesellschaftern ''Lebenshilfe für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung Wolfenbüttel e. V.'' und ''Lebenshilfe für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung Helmstedt e. V.'' | Die '''Lebenshilfe Helmstedt–Wolfenbüttel''' in der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland setzt sich seit ihrer Gründung für das Wohl geistig, seelisch und mehrfach Behinderter Menschen aller Altersstufen ein. Sie besteht aus den Gesellschaftern ''Lebenshilfe für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung Wolfenbüttel e. V.'' und ''Lebenshilfe für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung Helmstedt e. V.'' | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Die Geschichte der Lebenshilfe im Raum Helmstedt und Wolfenbüttel geht auf zwei zunächst eigenständige Vereine zurück. [[1965]] wurde in [[Helmstedt]] die Ortsvereinigung „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind“ gegründet | Die Geschichte der Lebenshilfe im Raum [[Helmstedt]] und Wolfenbüttel geht auf zwei zunächst eigenständige Vereine zurück. [[1965]] wurde in [[Helmstedt]] die Ortsvereinigung „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind“ gegründet, [[1966]] folgte in Wolfenbüttel die „Lebenshilfe für körperlich und geistig Behinderte e. V. Wolfenbüttel“. Im selben Jahr erhielt die Helmstedter Vereinigung die Förderzusage des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] und wurde in das Vereinsregister eingetragen.<ref name="Chronik">[https://www.lebenshilfe-he-wf.de/ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Unsere Chronik].</ref> | ||
[[1968]] begann die Helmstedter | [[1968]] begann die Helmstedter Vereinigung ihre Arbeit in der freistehenden Schule in [[Alversdorf]]; zugleich entstand in [[Helmstedt]] eine Tagesbildungsstätte für 20 Menschen mit Behinderungen. In Wolfenbüttel wurden zunächst fünf Kinder betreut und das Angebot um Sprachtherapie und Tagesbetreuung erweitert. [[1972]] verlegte die Helmstedter Vereinigung ihren Sitz von [[Schöningen]] nach Helmstedt. In Wolfenbüttel entstand ein heilpädagogischer Kindergarten.<ref name="Chronik" /> | ||
[[1976]] und [[1977]] wurden die Tagesbildungsstätten nach der Einrichtung staatlicher Schulen für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung abgeschafft. Die beiden Vereine entwickelten daraufhin eigene Nachmittagsangebote. Ende der 1970er-Jahre | [[1976]] und [[1977]] wurden die Tagesbildungsstätten nach der Einrichtung staatlicher Schulen für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung abgeschafft. Die beiden Vereine entwickelten daraufhin eigene Nachmittagsangebote. Ende der 1970er-Jahre wurden die ambulante Frühförderung und die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen ausgebaut; in Wolfenbüttel entstand eine gemeinsame Geschäftsstelle.<ref name="Chronik" /> | ||
Ab [[1981]] entstanden in [[Helmstedt]] Arbeitsangebote für Erwachsene mit Behinderungen. [[1982]] wurde die Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gGmbH gegründet. In | Ab [[1981]] entstanden in [[Helmstedt]] Arbeitsangebote für Erwachsene mit Behinderungen. [[1982]] wurde die Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gGmbH gegründet. In Helmstedt entstand [[1984]]/[[1985]] eine Werkstatt an der [[Beendorfer Straße]]. Ende der 1980er-Jahre folgten Wohn- und Werkstattangebote in Wolfenbüttel. Damit entwickelte sich aus den beiden örtlichen Vereinen zunehmend ein gemeinsamer Träger für Angebote in beiden Landkreisen.<ref name="Chronik" /> | ||
In den 1990er-Jahren wurde | In den 1990er-Jahren wurde das Angebot insbesondere in [[Helmstedt]] erweitert. 1993 entstanden ein Sprachheilkindergarten und Angebote des ambulant betreuten Wohnens; am [[Landgrabentrift]] wurden Wohn- und Arbeitsangebote ausgebaut. [[1997]] wurde in [[Königslutter]] die Werkstatt für Industriearbeit (WIR) für Menschen mit seelischer Behinderung eingerichtet. Auch in Wolfenbüttel wurden die Einrichtungen erweitert; [[1999]] eröffnete dort der Kindergarten „Löwenzahn“ als Modellprojekt mit Regel-, Integrations- und Sprachheilgruppen.<ref name="Chronik" /> | ||
Seit [[2000]] wurden die Angebote in [[Helmstedt]] und Wolfenbüttel weiter ausgebaut. In | Seit [[2000]] wurden die Angebote in [[Helmstedt]] und Wolfenbüttel weiter ausgebaut. In Helmstedt entstanden unter anderem ein neuer heilpädagogischer Kindergarten, weitere Wohn- und Arbeitsangebote sowie erweiterte Angebote der Frühförderung. Am [[Batteriewall]] wurden diese später um eine integrative Krippe und ambulant betreutes Wohnen ergänzt. In Wolfenbüttel wurden die Werkstattkapazitäten erweitert und der heilpädagogische Kindergarten „Siebenstein“ eröffnet.<ref name="Chronik" /> | ||
Ab [[2008]] wurde insbesondere das Angebot für Menschen mit seelischer Behinderung | Ab [[2008]] wurde insbesondere das Angebot für Menschen mit seelischer Behinderung erweitert. In [[Helmstedt]] wurde die entsprechende Werkstatt in [[Emmerstedt]] ausgebaut; in Wolfenbüttel entstand eine weitere Werkstatt. Zugleich wurden in beiden Städten Wohnangebote, Frühförderung und Kindertagesbetreuung erweitert. 2009 und 2010 kamen in Helmstedt weitere Räumlichkeiten am [[Batteriewall]] hinzu.<ref name="Chronik" /> | ||
Die heutige Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gGmbH ist aus den beiden in den 1960er-Jahren gegründeten Lebenshilfevereinen hervorgegangen. Die beiden Vereine bestehen weiterhin als eigenständige Organisationen und sind Gesellschafter der gGmbH.<ref>[https://www.lebenshilfe-he-wf.de/interessenvertretung/ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: | Seit [[2011]] wurden die Angebote in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Kindertagesbetreuung und gesellschaftliche Teilhabe weiterentwickelt. [[2012]] wurde die Stiftung Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gegründet. In [[Helmstedt]] wurde 2017 die Wohnanlage „Klosterblick“ mit 24 Plätzen und zusätzlichen Appartements für ambulant betreutes Wohnen eröffnet. [[2019]] wurde zudem eine Projektstelle für „Unterstützte Kommunikation“ eingerichtet.<ref>[https://www.lebenshilfe-he-wf.de/ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Stiftung und aktuelle Angebote]; [https://www.lebenshilfe-he-wf.de/wohnanlage-klosterblick-eroeffnet/ Wohnanlage Klosterblick]; [https://www.lebenshilfe-he-wf.de/%EF%BB%BFwillkommen-bei-der-lebenshilfe/ Unterstützte Kommunikation].</ref> | ||
[[2020]] übernahm die Lebenshilfe die zuvor als Elterninitiative geführte Kindertagesstätte „Spielkiste“ in [[Helmstedt]]. Während der COVID-19-Pandemie wurden in den Werkstätten unter anderem Schutzmasken hergestellt. [[2022]] wurden die Bewohnervertretungen der verschiedenen Wohnangebote zu einer gemeinsamen Bewohnervertretung zusammengeführt.<ref>[https://www.lebenshilfe-he-wf.de/spielkiste-in-helmstedt-unter-neuer-leitung/ Spielkiste in Helmstedt]; [https://www.lebenshilfe-he-wf.de/schutzmaskenfertigung-in-den-werkstaetten/ Schutzmaskenfertigung in den Werkstätten]; [https://www.lebenshilfe-he-wf.de/die-bewohnerinnen-vertretung-der-lebenshilfe-helmstedt-wolfenbuettel/ Bewohnervertretung].</ref> | |||
[[2024]] eröffnete in [[Helmstedt]] ein inklusiver Laden mit angeschlossener Kreativmontage. Die Entwicklung seit [[2011]] steht damit für eine stärkere Orientierung an Selbstbestimmung, Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe. Die Angebote in [[Helmstedt]] und Wolfenbüttel umfassen weiterhin unter anderem Wohnen, Arbeit, Kindertagesbetreuung, Frühförderung und Unterstützung für Menschen mit seelischer Behinderung.<ref>[https://www.lebenshilfe-he-wf.de/countdown-zur-eroeffnung/ Inklusiver Laden mit Kreativmontage]; [https://www.lebenshilfe-he-wf.de/ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Aktuelle Angebote].</ref> | |||
Die heutige Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gGmbH ist aus den beiden in den 1960er-Jahren gegründeten Lebenshilfevereinen hervorgegangen. Die beiden Vereine bestehen weiterhin als eigenständige Organisationen und sind Gesellschafter der gGmbH.<ref>[https://www.lebenshilfe-he-wf.de/interessenvertretung/ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Interessenvertretung]; [https://www.lebenshilfe-he-wf.de/impressum/ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Impressum].</ref> | |||
== Sommerfest == | == Sommerfest == | ||
Aktuelle Version vom 17. August 2026, 15:18 Uhr
| Lebenshilfe Helmstedt–Wolfenbüttel | |
|---|---|
| Rechtsform | gGmbH |
| Gründung | 1965 |
| Leitung | Bernd Schauder |
| Anschrift | Landgrabentrift 2 B 38350 Helmstedt |
| Telefon | 05351 587042 |
| Website | lebenshilfe-he-wf-ggmbh.de |
Die Lebenshilfe Helmstedt–Wolfenbüttel in der Kreisstadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland setzt sich seit ihrer Gründung für das Wohl geistig, seelisch und mehrfach Behinderter Menschen aller Altersstufen ein. Sie besteht aus den Gesellschaftern Lebenshilfe für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung Wolfenbüttel e. V. und Lebenshilfe für Menschen mit einer geistigen und körperlichen Behinderung Helmstedt e. V.
Geschichte
Die Geschichte der Lebenshilfe im Raum Helmstedt und Wolfenbüttel geht auf zwei zunächst eigenständige Vereine zurück. 1965 wurde in Helmstedt die Ortsvereinigung „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind“ gegründet, 1966 folgte in Wolfenbüttel die „Lebenshilfe für körperlich und geistig Behinderte e. V. Wolfenbüttel“. Im selben Jahr erhielt die Helmstedter Vereinigung die Förderzusage des Landkreises Helmstedt und wurde in das Vereinsregister eingetragen.[1]
1968 begann die Helmstedter Vereinigung ihre Arbeit in der freistehenden Schule in Alversdorf; zugleich entstand in Helmstedt eine Tagesbildungsstätte für 20 Menschen mit Behinderungen. In Wolfenbüttel wurden zunächst fünf Kinder betreut und das Angebot um Sprachtherapie und Tagesbetreuung erweitert. 1972 verlegte die Helmstedter Vereinigung ihren Sitz von Schöningen nach Helmstedt. In Wolfenbüttel entstand ein heilpädagogischer Kindergarten.[1]
1976 und 1977 wurden die Tagesbildungsstätten nach der Einrichtung staatlicher Schulen für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung abgeschafft. Die beiden Vereine entwickelten daraufhin eigene Nachmittagsangebote. Ende der 1970er-Jahre wurden die ambulante Frühförderung und die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen ausgebaut; in Wolfenbüttel entstand eine gemeinsame Geschäftsstelle.[1]
Ab 1981 entstanden in Helmstedt Arbeitsangebote für Erwachsene mit Behinderungen. 1982 wurde die Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gGmbH gegründet. In Helmstedt entstand 1984/1985 eine Werkstatt an der Beendorfer Straße. Ende der 1980er-Jahre folgten Wohn- und Werkstattangebote in Wolfenbüttel. Damit entwickelte sich aus den beiden örtlichen Vereinen zunehmend ein gemeinsamer Träger für Angebote in beiden Landkreisen.[1]
In den 1990er-Jahren wurde das Angebot insbesondere in Helmstedt erweitert. 1993 entstanden ein Sprachheilkindergarten und Angebote des ambulant betreuten Wohnens; am Landgrabentrift wurden Wohn- und Arbeitsangebote ausgebaut. 1997 wurde in Königslutter die Werkstatt für Industriearbeit (WIR) für Menschen mit seelischer Behinderung eingerichtet. Auch in Wolfenbüttel wurden die Einrichtungen erweitert; 1999 eröffnete dort der Kindergarten „Löwenzahn“ als Modellprojekt mit Regel-, Integrations- und Sprachheilgruppen.[1]
Seit 2000 wurden die Angebote in Helmstedt und Wolfenbüttel weiter ausgebaut. In Helmstedt entstanden unter anderem ein neuer heilpädagogischer Kindergarten, weitere Wohn- und Arbeitsangebote sowie erweiterte Angebote der Frühförderung. Am Batteriewall wurden diese später um eine integrative Krippe und ambulant betreutes Wohnen ergänzt. In Wolfenbüttel wurden die Werkstattkapazitäten erweitert und der heilpädagogische Kindergarten „Siebenstein“ eröffnet.[1]
Ab 2008 wurde insbesondere das Angebot für Menschen mit seelischer Behinderung erweitert. In Helmstedt wurde die entsprechende Werkstatt in Emmerstedt ausgebaut; in Wolfenbüttel entstand eine weitere Werkstatt. Zugleich wurden in beiden Städten Wohnangebote, Frühförderung und Kindertagesbetreuung erweitert. 2009 und 2010 kamen in Helmstedt weitere Räumlichkeiten am Batteriewall hinzu.[1]
Seit 2011 wurden die Angebote in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Kindertagesbetreuung und gesellschaftliche Teilhabe weiterentwickelt. 2012 wurde die Stiftung Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gegründet. In Helmstedt wurde 2017 die Wohnanlage „Klosterblick“ mit 24 Plätzen und zusätzlichen Appartements für ambulant betreutes Wohnen eröffnet. 2019 wurde zudem eine Projektstelle für „Unterstützte Kommunikation“ eingerichtet.[2]
2020 übernahm die Lebenshilfe die zuvor als Elterninitiative geführte Kindertagesstätte „Spielkiste“ in Helmstedt. Während der COVID-19-Pandemie wurden in den Werkstätten unter anderem Schutzmasken hergestellt. 2022 wurden die Bewohnervertretungen der verschiedenen Wohnangebote zu einer gemeinsamen Bewohnervertretung zusammengeführt.[3]
2024 eröffnete in Helmstedt ein inklusiver Laden mit angeschlossener Kreativmontage. Die Entwicklung seit 2011 steht damit für eine stärkere Orientierung an Selbstbestimmung, Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe. Die Angebote in Helmstedt und Wolfenbüttel umfassen weiterhin unter anderem Wohnen, Arbeit, Kindertagesbetreuung, Frühförderung und Unterstützung für Menschen mit seelischer Behinderung.[4]
Die heutige Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gGmbH ist aus den beiden in den 1960er-Jahren gegründeten Lebenshilfevereinen hervorgegangen. Die beiden Vereine bestehen weiterhin als eigenständige Organisationen und sind Gesellschafter der gGmbH.[5]
Sommerfest
Seit vielen Jahren findet traditionell einmal im Jahr im Juni das Sommerfest der Lebenshilfe auf dem Werkstattgelände an der Beendorfer Straße statt.
Weblinks
- Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel Offizielle Website
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Unsere Chronik.
- ↑ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Stiftung und aktuelle Angebote; Wohnanlage Klosterblick; Unterstützte Kommunikation.
- ↑ Spielkiste in Helmstedt; Schutzmaskenfertigung in den Werkstätten; Bewohnervertretung.
- ↑ Inklusiver Laden mit Kreativmontage; Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Aktuelle Angebote.
- ↑ Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Interessenvertretung; Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel: Impressum.