Hans-Walter Conrady: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Hans-Walter Conrady''' (* 12. April [[1909]] in Hannover; † 26. März [[1980]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Jurist und Kommunalpolitiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]])<ref name=Jarck>Horst-Rüdiger Jarck, Gerhard Schildt (Hrsg.): ''Braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblick einer Region.'' Appelhans Verlag, Braunschweig 2000, ISBN 3-930292-28-9, S. 1137</ref>. Er war von [[1951]] bis [[1974]] [[Liste der | '''Hans-Walter Conrady''' (* 12. April [[1909]] in Hannover; † 26. März [[1980]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Jurist und Kommunalpolitiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]])<ref name=Jarck>Horst-Rüdiger Jarck, Gerhard Schildt (Hrsg.): ''Braunschweigische Landesgeschichte. Jahrtausendrückblick einer Region.'' Appelhans Verlag, Braunschweig 2000, ISBN 3-930292-28-9, S. 1137</ref>. Er war von [[1951]] bis [[1974]] [[Liste der Landrät:innen des Landkreises Helmstedt|Oberkreisdirektor]] des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]]. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Conrady wurde [[1909]] in Hannover geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Er war Rechtsreferendar in Berlin, wo er [[1932]] die Erste und [[1935]] die Zweite Juristische Staatsprüfung ablegte. Im Jahr [[1933]] wurde er in Freiburg zum Dr. jur. promoviert. Conrady war von [[1936]] bis [[1937]] als juristischer Sachbearbeiter bei der Deutschen Bodenkultur AG in Berlin und von [[1937]] bis [[1940]] bei der Landwirtschaftlichen Kreditbank in Dresden tätig. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs war er Stabsintendant bei der Wehrmacht. Nach Kriegsende wurde der als politisch unbelastet geltende<ref name=Jarck/> Conrady [[1945]] als juristischer Sachbearbeiter beim Landratsamt [[Helmstedt]] angestellt. Er wurde [[1946]] zum Regierungsrat und [[1947]] zum Kreisrat ernannt. Conrady wurde am 29. August<ref>Landkreis Helmstedt. Geschichte 1950 bis 1969. ([https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?menuid=691&topmenu=625&artikel=1518 Webseite des Landkreises Helmstedt])</ref> [[1951]] zum [[Liste der | Conrady wurde [[1909]] in Hannover geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität in Berlin und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Er war Rechtsreferendar in Berlin, wo er [[1932]] die Erste und [[1935]] die Zweite Juristische Staatsprüfung ablegte. Im Jahr [[1933]] wurde er in Freiburg zum Dr. jur. promoviert. Conrady war von [[1936]] bis [[1937]] als juristischer Sachbearbeiter bei der Deutschen Bodenkultur AG in Berlin und von [[1937]] bis [[1940]] bei der Landwirtschaftlichen Kreditbank in Dresden tätig. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs war er Stabsintendant bei der Wehrmacht. Nach Kriegsende wurde der als politisch unbelastet geltende<ref name=Jarck/> Conrady [[1945]] als juristischer Sachbearbeiter beim Landratsamt [[Helmstedt]] angestellt. Er wurde [[1946]] zum Regierungsrat und [[1947]] zum Kreisrat ernannt. Conrady wurde am 29. August<ref>Landkreis Helmstedt. Geschichte 1950 bis 1969. ([https://www.helmstedt.de/magazin/artikel.php?menuid=691&topmenu=625&artikel=1518 Webseite des Landkreises Helmstedt])</ref> [[1951]] zum [[Liste der Landrät:innen des Landkreises Helmstedt|Oberkreisdirektor]] des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] gewählt und behielt dieses Amt nach seiner Wiederwahl [[1963]] bis zum Eintritt in den Ruhestand im April [[1974]] inne. | ||
Conrady war in verschiedenen Nebenämtern aktiv und setzte sich besonders für die Förderung des Zonenrandgebietes ein. So war er Gründungsmitglied und von [[1953]] bis [[1963]] sowie [[1970]] bis [[1974]] Vorsitzender des Zonenrandausschusses der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände. Er war ab [[1963]] Vizepräsident und von [[1966]] bis [[1970]] Präsident des Deutschen Landkreistages. Conrady wirkte bis [[1963]] als ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht und von [[1963]] bis [[1974]] am Bundessozialgericht. Daneben war er Dozent der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Braunschweig sowie Vorsitzender der Oberkreisdirektorenkonferenz im Verwaltungsbezirk Braunschweig. Weiterhin war er Mitglied der Niedersächsischen Studienkommission für Fragen der Erwachsenenbildung. Seine Mitgliedschaft in der Sachverständigenkommission für die Verwaltungs- und Gebietsreform in Niedersachsen, der sogenannten ''Weber-Kommission'', ist insofern von Bedeutung, als er sich gegen die Bildung sogenannter Regionalkreise und für die Überschaubarkeit der Kreise einsetzte. So kam es nicht zur Bildung eines vorgeschlagenen ''Kreises Wolfsburg'', was wahrscheinlich mit der Auflösung des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] einhergegangen wäre.<ref>Brage Bei der Wieden, Henning Steinführer (Hrsg.): ''Amt und Verantwortung'', Braunschweig 2015, ISBN 978-3-944939-10-0, S. 633.</ref> | Conrady war in verschiedenen Nebenämtern aktiv und setzte sich besonders für die Förderung des Zonenrandgebietes ein. So war er Gründungsmitglied und von [[1953]] bis [[1963]] sowie [[1970]] bis [[1974]] Vorsitzender des Zonenrandausschusses der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände. Er war ab [[1963]] Vizepräsident und von [[1966]] bis [[1970]] Präsident des Deutschen Landkreistages. Conrady wirkte bis [[1963]] als ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht und von [[1963]] bis [[1974]] am Bundessozialgericht. Daneben war er Dozent der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Braunschweig sowie Vorsitzender der Oberkreisdirektorenkonferenz im Verwaltungsbezirk Braunschweig. Weiterhin war er Mitglied der Niedersächsischen Studienkommission für Fragen der Erwachsenenbildung. Seine Mitgliedschaft in der Sachverständigenkommission für die Verwaltungs- und Gebietsreform in Niedersachsen, der sogenannten ''Weber-Kommission'', ist insofern von Bedeutung, als er sich gegen die Bildung sogenannter Regionalkreise und für die Überschaubarkeit der Kreise einsetzte. So kam es nicht zur Bildung eines vorgeschlagenen ''Kreises Wolfsburg'', was wahrscheinlich mit der Auflösung des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]] einhergegangen wäre.<ref>Brage Bei der Wieden, Henning Steinführer (Hrsg.): ''Amt und Verantwortung'', Braunschweig 2015, ISBN 978-3-944939-10-0, S. 633.</ref> | ||
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[[Kategorie:Träger:in des Großen | [[Kategorie:Träger:in des Großen Verdienstkreuzes]] | ||
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