Ewald Berndt: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Ewald Berndt''' (* 8. Januar [[1902]] in Ummendorf; † 15. November [[1958]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). Er war von 1946–1949 [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt Helmstedt.
'''Ewald Berndt''' (* 8. Januar [[1902]] in Ummendorf; † 15. November [[1958]] in [[Helmstedt]]) war ein deutscher Politiker ([[SPD]]). Er war von [[1946]] bis [[1949]] [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]] der Stadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.


== Leben ==
== Leben ==
Der gelernte Buchdrucker und Buchhändler war Mitglied des ernannten Braunschweigischen Landtages vom 21. Februar 1946 bis 21. November 1946.
Berndt wurde am 8. Januar [[1902]] in Ummendorf als Sohn eines Landarbeiters geboren und besuchte die Volksschule in Ummendorf. [[1916]] begann er in Eilsleben eine Ausbildung zum Schriftsetzer. Ab [[1925]] war er im Verlag und in der Druckerei J. C. Schmidt tätig, die das ''[[Helmstedter Kreisblatt]]'' herausgab. Dort arbeitete er bis [[1948]] und übernahm zuletzt die Funktion des Betriebsleiters.


== Einzelnachweis ==
Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagierte er sich gewerkschaftlich. Von [[1929]] bis [[1933]] stand er der IG Druck und Papier vor. In den Jahren [[1931]] bis [[1933]] gehörte er außerdem dem Vorstand des Gewerkschaftskartells Helmstedt an.
* Simon, Barbara: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994: biographisches Handbuch, 1996, Seite 35
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Berndt von [[1949]] bis [[1950]] beim [[Landkreis Helmstedt]] beschäftigt. Anschließend führte er bis zu seinem Tod eine Buchhandlung in [[Helmstedt]], die mit der Braunschweigischen Presse verbunden war.<ref name="BBL">''Berndt, Ewald.'' In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 53–54.</ref>
 
== Politische Laufbahn ==
[[1922]] trat Berndt in die [[SPD]] ein. Von [[1931]] bis [[1933]] war er Stadtverordneter in [[Helmstedt]] sowie Mitglied des örtlichen Parteivorstands. Am 28. März [[1933]] wurde er von der SA festgenommen und misshandelt. In der Folge legte er sein Mandat nieder.
 
Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli [[1944]] auf Adolf Hitler wurde Berndt erneut verhaftet. Er kam zunächst in das Lager Hallendorf und später in das KZ Sachsenhausen. [[1945]] erfolgte seine Befreiung durch alliierte Truppen.
 
Nach Kriegsende übernahm Berndt erneut Funktionen in Partei und Gewerkschaften. Von [[1945]] bis [[1950]] war er Vorsitzender des [[SPD]]-Ortsvereins [[Helmstedt]] und bis [[1952]] Mitglied dessen Vorstands. Ebenfalls ab [[1945]] gehörte er dem Vorstand des Helmstedter Gewerkschaftsbundes an. Bis [[1949]] war er Erster Vorsitzender der wiedergegründeten IG Druck und Papier.
 
Am 21. Januar [[1946]] bestätigte ihn die britische Militärregierung als Ratsherr der Stadt [[Helmstedt]]. Vom 21. Februar [[1946]] bis zum 21. November [[1946]] war er Mitglied des Ernannten Braunschweigischen Landtages (MdL). Zwischen [[1946]] und [[1956]] gehörte er dem Rat der Stadt [[Helmstedt]] an; von [[1946]] bis [[1949]] amtierte er als [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]]. Zudem war er vom 1. November [[1946]] bis zum 27. November [[1948]] Kreistagsabgeordneter.
 
In der Nachkriegszeit befasste er sich auf kommunaler Ebene unter anderem mit der Unterbringung von Flüchtlingen, der Linderung der Wohnungsnot und dem Wiederaufbau der kommunalen Verwaltung in [[Helmstedt]].<ref name="BBL" />
 
== Literatur ==
* Barbara Simon: ''Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch.'' Hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Niedersächsischer Landtag, Hannover 1996, OCLC [https://worldcat.org/oclc/312361812 312361812], S. 35.
* Rolf Volkmann: ''Berndt, Ewald''. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): ''Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert''. hrsg. im Auftrag der Braunschweigischen Landschaft e. V. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 53–54.
 
== Einzelnachweise ==
<references />


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