Neumärker Straße: Unterschied zwischen den Versionen

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== Geschichte ==
== Geschichte ==
Seit 1965 ist die Neumärker Straße Fußgängerzone und war bis dahin Teil der [[Bundesstraße 1]]. Benannt nach dem Tor in der mittelalterlichen Sadtbefestigung, das in der Vorstadt [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] nach Westen führte. Darum wurde die Straße früher auch ''Westernstraße'' (1321 platea occidentalis) genannt. Der Torturm, der bis vor zwei Jahrzehnten den Abschluss der Straße bildete (heute führt sie darüber hinaus bis zum Gröpern), als [[Hausmannsturm]] bekannt, ist der einzige der ursprünglich vier Helmstedter Tortürme, der erhalten geblieben ist.<ref>{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}</ref>
Seit [[1965]] ist die Neumärker Straße Fußgängerzone und war bis dahin Teil der [[Bundesstraße 1]]. Benannt nach dem [[Neumärker Tor|Tor]] in der mittelalterlichen [[Stadtmauer (Helmstedt)|Stadtbefestigung]], das in der Vorstadt [[Neumark (Stadtviertel)|Neumark]] nach Westen führte. Darum wurde die Straße früher auch ''Westernstraße'' ([[1321]] ''platea occidentalis'') genannt. Der [[Hausmannsturm|Torturm]], der bis vor zwei Jahrzehnten den Abschluss der Straße bildete (heute führt sie darüber hinaus bis zum [[Gröpern]]), als [[Hausmannsturm]] bekannt, ist der einzige der ursprünglich vier [[Helmstedt]]er Tortürme, der erhalten geblieben ist.<ref>{{Literatur |Autor=[[Robert Schaper]] |Titel=Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung |Auflage=3 |Verlag= |Ort=Helmstedt |Datum=1986 |ISBN= |Seiten= }}</ref>


2007 präsentierte sich die Neumärker Straße nach viermonatiger Bauzeit im neuen, sanierten Gewand. Mit dem Austausch der Sandsteinplatten gegen Betonsteine mit Naturstein-Vorsatz konnte eine nicht nur optisch, sondern vor allem auch technisch geeignete Sanierungsvariante umgesetzt werden. In diesem Zuge wurde auch die Wasserleitung unterhalb der Straßenoberfläche erneuert. Offiziell wurde die Straße am 4. November 2007 wieder für den Verkehr freigegeben.
[[2007]] präsentierte sich die Neumärker Straße nach viermonatiger Bauzeit im neuen, sanierten Gewand. Mit dem Austausch der Sandsteinplatten gegen Betonsteine mit Naturstein-Vorsatz konnte eine nicht nur optisch, sondern vor allem auch technisch geeignete Sanierungsvariante umgesetzt werden. In diesem Zuge wurde auch die Wasserleitung unterhalb der Straßenoberfläche erneuert. Offiziell wurde die Straße am 4. November [[2007]] wieder für den Verkehr freigegeben.


[[Datei:Sitzmöbel Neumärker Straße 2012.jpg|mini|Sitzmöbel auf der Neumärker Straße (2012)]]
[[Datei:Sitzmöbel Neumärker Straße 2012.jpg|mini|Sitzmöbel auf der Neumärker Straße ([[2012]])]]
Am 31. August [[2011]] wurden neue Sitzmöbel aus Robinienholz eingeweiht. Das vom Land Niedersachsen prämierte QIN-Projekt „Herzstück Neumärker Straße“ hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben, in dem Studenten der HBK Braunschweig Möblierungsgegenstände zum Verweilen, Sich treffen und Spielen entwerfen sollten. Die Gewinnerin des Wettbewerbes, Antje Pesel, hatte die Möbel gestaltet, die in der Woche vom 22.–26. August 2011 in der Neumärker Straße installiert wurden.
Am 31. August [[2011]] wurden neue Sitzmöbel aus Robinienholz eingeweiht. Das vom Land Niedersachsen prämierte QIN-Projekt „Herzstück Neumärker Straße“ hatte einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem Studenten der HBK Braunschweig Möblierungsgegenstände zum Verweilen, Treffen und Spielen entwerfen sollten. Die Gewinnerin des Wettbewerbes, Antje Pesel, hatte die Möbel gestaltet, die in der Woche vom 22. bis 26. August [[2011]] in der Neumärker Straße installiert wurden.


Am 4. März [[2024]] wurden an dieser Straße wie bereits in verschiedenen Städten bundesweit und in mehreren Ländern Europas fünf sogenannte [[Stolpersteine#Neumärker Straße|Stolpersteine]] verlegt, mit denen an das Schicksal von Menschen erinnert wird, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. Hier erinnern sie an Ruth Sichel, geborene Lippmann, ihre Eltern Elsbeth und Willy Lippmann, ihre Schwester Margot sowie ihren Großvater Manfred Rosemann.
Am 4. März [[2024]] wurden an dieser Straße wie bereits in verschiedenen Städten bundesweit und in mehreren Ländern Europas fünf sogenannte [[Stolpersteine#Neumärker Straße|Stolpersteine]] verlegt, mit denen an das Schicksal von Menschen erinnert wird, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben worden sind. Hier erinnern sie an Ruth Sichel, geborene Lippmann, ihre Eltern Elsbeth und Willy Lippmann, ihre Schwester Margot sowie ihren Großvater Manfred Rosemann.