Georg Rudolph Lichtenstein: Unterschied zwischen den Versionen

KKeine Bearbeitungszusammenfassung
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
'''Georg Rudolph Lichtenstein''', auch '''Georg Rudolf Lichtenstein''' (* 16. Februar [[1745]]<ref>{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=456}}</ref> oder [[1747]] in [[Helmstedt]]; † 28. Mai [[1807]] in Braunschweig) war ein deutscher Arzt, Apotheker und Sohn des ehemaligen Helmstedter [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]]s [[Johann Joachim Dietrich Lichtenstein]].<ref name="Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt">{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=662}}</ref>
'''Georg Rudolph Lichtenstein''', auch '''Georg Rudolf Lichtenstein''' (* 16. Februar [[1747]] in [[Helmstedt]]; † 28. Mai [[1807]] in Braunschweig) war ein deutscher Arzt, Apotheker und Sohn des ehemaligen Helmstedter [[Liste der Bürgermeister von Helmstedt|Bürgermeister]]s [[Johann Joachim Dietrich Lichtenstein]].<ref name="Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt">{{Literatur |Autor=[[Hans-Ehrhard Müller]] |Titel=Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt |Auflage=2 |Verlag= |Ort= |Datum=2004 |ISBN= |Seiten=662}}</ref>
   
   
== Leben ==
== Leben ==
Lichtenstein stammte aus der ursprünglich jüdischen Familie Lichtenstein und wurde am 16. Februar [[1745]] oder [[1747]] in [[Helmstedt]] geboren. Ab [[1765]] studierte er Medizin an der [[Universität Helmstedt]], wo er [[1769]] zum Dr. med. promoviert wurde. Anschließend war er als praktizierender Arzt tätig und las daneben als ''Magister legens'' an der [[Universität Helmstedt]]. Sein [[1773]] eingereichtes Gesuch um einen medizinischen Lehrstuhl wurde zunächst abgewiesen. Erst nach dem Tod des Hochschullehrers [[Philipp Konrad Fabricius]] im Jahr [[1774]] wurde Lichtenstein zum außerordentlichen Professor der Medizin ernannt. Nachdem sein Schwiegervater J. L. Wagner [[1779]] gestorben war, erhielt Lichtenstein [[1780]] die Genehmigung, dessen Apotheke in [[Helmstedt]] fortzuführen. Trotz der damit verbundenen herzoglichen Auflage, den Arztberuf aufzugeben, bemühte sich Lichtenstein weiterhin darum, ärztlich tätig zu sein.
Lichtenstein stammte aus der ursprünglich jüdischen Familie Lichtenstein und wurde am 16. Februar [[1747]] in [[Helmstedt]] geboren. Ab [[1765]] studierte er Medizin an der [[Universität Helmstedt]], wo er [[1769]] zum Dr. med. promoviert wurde. Anschließend war er als praktizierender Arzt tätig und las daneben als ''Magister legens'' an der [[Universität Helmstedt]]. Sein [[1773]] eingereichtes Gesuch um einen medizinischen Lehrstuhl wurde zunächst abgewiesen. Erst nach dem Tod des Hochschullehrers [[Philipp Konrad Fabricius]] im Jahr [[1774]] wurde Lichtenstein zum außerordentlichen Professor der Medizin ernannt. Nachdem sein Schwiegervater J. L. Wagner [[1779]] gestorben war, erhielt Lichtenstein [[1780]] die Genehmigung, dessen Apotheke in [[Helmstedt]] fortzuführen. Trotz der damit verbundenen herzoglichen Auflage, den Arztberuf aufzugeben, bemühte sich Lichtenstein weiterhin darum, ärztlich tätig zu sein.


Sein Professorenamt brachte ihm nur wenig Geld ein, und auch die Einnahmen aus der ärztlichen Praxis in der kleinen Stadt waren angesichts der starken Konkurrenz dürftig, weshalb die Übernahme der Apotheke eine willkommene Gelegenheit darstellte<ref name="Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt"/>. Im Jahr [[1804]] wurde er als Garnisonarzt nach Braunschweig berufen. Im selben Jahr wurde ihm der Titel eines Hofrats verliehen. Es folgte die Ernennung zum herzoglich braunschweigischen Leibarzt.
Sein Professorenamt brachte ihm nur wenig Geld ein, und auch die Einnahmen aus der ärztlichen Praxis in der kleinen Stadt waren angesichts der starken Konkurrenz dürftig, weshalb die Übernahme der Apotheke eine willkommene Gelegenheit darstellte<ref name="Helmstedt – die Geschichte einer deutschen Stadt"/>. Im Jahr [[1804]] wurde er als Garnisonarzt nach Braunschweig berufen. Im selben Jahr wurde ihm der Titel eines Hofrats verliehen. Es folgte die Ernennung zum herzoglich braunschweigischen Leibarzt.
Zeile 30: Zeile 30:
[[Kategorie:Person (Helmstedt)]]
[[Kategorie:Person (Helmstedt)]]
[[Kategorie:Deutsche:r]]
[[Kategorie:Deutsche:r]]
[[Kategorie:Geboren 1745]]
[[Kategorie:Geboren 1747]]
[[Kategorie:Gestorben 1807]]
[[Kategorie:Gestorben 1807]]
[[Kategorie:Mann]]
[[Kategorie:Mann]]
Zeile 38: Zeile 38:
|ALTERNATIVNAMEN=Lichtenstein, Georg Rudolf
|ALTERNATIVNAMEN=Lichtenstein, Georg Rudolf
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Apotheker
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Apotheker
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1745 oder 1747
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1747
|GEBURTSORT=[[Helmstedt]]
|GEBURTSORT=[[Helmstedt]]
|STERBEDATUM=28. Mai 1807
|STERBEDATUM=28. Mai 1807
|STERBEORT=Braunschweig
|STERBEORT=Braunschweig
}}
}}