Chronik der Einheitsgemeinde Büddenstedt 1974–2014: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Sozialstation ===
=== Sozialstation ===
Als wichtige Institution der Gemeinde arbeitete sowohl in Büddenstedt als auch in Offleben je eine Gemeindeschwester. Weil durch neue Richtlinien der Landesregierung die Anstellung einer Gemeindeschwester an die Größe der Gemeinde gebunden war und sowohl Büddenstedt als auch die Samtgemeinde Heeseberg diese Bedingung nicht erfüllten, entschloss man sich, mit Schöningen zur Sicherstellung der Versorgung ihrer Einwohner auf den Gebieten der ambulanten Krankenpflege, der Haus- und Familienpflege sowie der Altenpflege eine gemeinsame Sozialstation mit der Arbeiterwohlfahrt zu gründen. Am 1. Mai 1979 gab der Gemeinderat seine Zustimmung zur Gründung der Sozialstation Schöningen.
Als wichtige Institution der Gemeinde arbeitete sowohl in Büddenstedt als auch in Offleben je eine Gemeindeschwester. Weil durch neue Richtlinien der Landesregierung die Anstellung einer Gemeindeschwester an die Größe der Gemeinde gebunden war und sowohl Büddenstedt als auch die Samtgemeinde Heeseberg diese Bedingung nicht erfüllten, entschloss man sich, mit Schöningen zur Sicherstellung der Versorgung ihrer Einwohner auf den Gebieten der ambulanten Krankenpflege, der Haus- und Familienpflege sowie der Altenpflege eine gemeinsame Sozialstation mit der [[Arbeiterwohlfahrt]] zu gründen. Am 1. Mai 1979 gab der Gemeinderat seine Zustimmung zur Gründung der Sozialstation Schöningen.


Mit Einführung der Pflegeversicherung ist eine sozialpolitische Systemveränderung eingetreten. Damit hatten freie gemeinnützige und private Pflegedienste Vorrang gegenüber öffentlichen Trägern. Die kommunalen Mitglieder (Stadt Schöningen, Samtgemeinde Heeseberg und Gemeinde Büddenstedt) kamen deshalb überein, dass die Aufgaben der Sozialstation künftig nur noch von einem Mitglied – nämlich der Arbeiterwohlfahrt – wahrgenommen werden. Auf Beschluss des Rates ist die Gemeinde Büddenstedt zum 31. März 1995 aus der Sozialstation Schöningen ausgetreten.
Mit Einführung der Pflegeversicherung ist eine sozialpolitische Systemveränderung eingetreten. Damit hatten freie gemeinnützige und private Pflegedienste Vorrang gegenüber öffentlichen Trägern. Die kommunalen Mitglieder (Stadt Schöningen, Samtgemeinde Heeseberg und Gemeinde Büddenstedt) kamen deshalb überein, dass die Aufgaben der Sozialstation künftig nur noch von einem Mitglied – nämlich der [[Arbeiterwohlfahrt]] – wahrgenommen werden. Auf Beschluss des Rates ist die Gemeinde Büddenstedt zum 31. März 1995 aus der Sozialstation Schöningen ausgetreten.


=== Kindergärten ===
=== Kindergärten ===
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Die Offlebener Vereine – Schützenverein, Haus- und Grundbesitzerverein, Rasse- Kaninchenzuchtverein F 10, TSV, Musikverein und die Ortsfeuerwehr Offleben – griffen diesen Gedanken gemeinsam auf. Innerhalb kürzester Zeit stellten sie ein viertägiges Volks- und Schützenfest zum 1175jährigen Bestehen von Offleben und dem 50jährigen Bestehen des Offlebener Schützenvereins auf die Beine. Der Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses wurde mit großem Festzelt, Fahrgeschäften u. v. m. zum Festplatz umfunktioniert. Mit einem Tanz in den Mai ist das Fest am 30. April 2009 eröffnet worden. Zum Festkommers am darauf folgenden Tag konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden. Samstags folgten das Kinderfest und der große Festumzug aller Vereine sowie der erstmals in ein Volksfestprogramm eingebundene Europamarkt. Am Sonntag, dem 3. Mai, klangen die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Atrium des Dorfgemeinschaftshauses und dem anschließenden Katerfrühstück im gut gefüllten Festzelt aus.
Die Offlebener Vereine – Schützenverein, Haus- und Grundbesitzerverein, Rasse- Kaninchenzuchtverein F 10, TSV, Musikverein und die Ortsfeuerwehr Offleben – griffen diesen Gedanken gemeinsam auf. Innerhalb kürzester Zeit stellten sie ein viertägiges Volks- und Schützenfest zum 1175jährigen Bestehen von Offleben und dem 50jährigen Bestehen des Offlebener Schützenvereins auf die Beine. Der Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses wurde mit großem Festzelt, Fahrgeschäften u. v. m. zum Festplatz umfunktioniert. Mit einem Tanz in den Mai ist das Fest am 30. April 2009 eröffnet worden. Zum Festkommers am darauf folgenden Tag konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden. Samstags folgten das Kinderfest und der große Festumzug aller Vereine sowie der erstmals in ein Volksfestprogramm eingebundene Europamarkt. Am Sonntag, dem 3. Mai, klangen die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Festgottesdienst im Atrium des Dorfgemeinschaftshauses und dem anschließenden Katerfrühstück im gut gefüllten Festzelt aus.


Am 19. Juni 2010 wurde das 1175-jährige Bestehen von Hohnsleben und das 850jährige Bestehen von Reinsdorf gefeiert. Dazu hatten die Arbeiterwohlfahrt Reinsdorf, die Ortsfeuerwehr Reinsdorf-Hohnsleben, der Schützenverein Reinsdorf-Hohnsleben, die evangelische Kirchengemeinde und der Vorstand des Heimatmuseums gemeinschaftlich einen Jubiläumstag organisiert, der vormittags mit einem ökumenischen Gottesdienst in der nahezu überfüllten Reinsdorfer Kirche begann.
Am 19. Juni 2010 wurde das 1175-jährige Bestehen von Hohnsleben und das 850jährige Bestehen von Reinsdorf gefeiert. Dazu hatten die [[Arbeiterwohlfahrt]] Reinsdorf, die Ortsfeuerwehr Reinsdorf-Hohnsleben, der Schützenverein Reinsdorf-Hohnsleben, die evangelische Kirchengemeinde und der Vorstand des Heimatmuseums gemeinschaftlich einen Jubiläumstag organisiert, der vormittags mit einem ökumenischen Gottesdienst in der nahezu überfüllten Reinsdorfer Kirche begann.
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Herausragende Ereignisse waren die Teilnahme an den Hochwasserereinsätzen an Oder und Elbe im August 2002 sowie die 50-Jahrfeier der Ortsgruppe Neu Büddenstedt im Jahr 2003.
Herausragende Ereignisse waren die Teilnahme an den Hochwasserereinsätzen an Oder und Elbe im August 2002 sowie die 50-Jahrfeier der Ortsgruppe Neu Büddenstedt im Jahr 2003.


Die Arbeiterwohlfahrt hat insgesamt drei Ortsvereine: in Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf/Hohnsleben. Die Ortsvereine in Büddenstedt und Offleben wurden 1946 gegründet. Ziel war die vorbeugende, helfende und heilende Tätigkeit auf allen Gebieten der sozialen Arbeit. Besonders wichtig war in den ersten Jahren nach Kriegsende die Verschickung von erholungsbedürftigen Müttern und Kindern.
Die [[Arbeiterwohlfahrt]] hat insgesamt drei Ortsvereine: in Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf/Hohnsleben. Die Ortsvereine in Büddenstedt und Offleben wurden 1946 gegründet. Ziel war die vorbeugende, helfende und heilende Tätigkeit auf allen Gebieten der sozialen Arbeit. Besonders wichtig war in den ersten Jahren nach Kriegsende die Verschickung von erholungsbedürftigen Müttern und Kindern.


Der erste Vorsitzende des Büddenstedter Ortsvereins war Karl Hüter, der dieses Amt bis 1952 ausfüllte. Seine Nachfolger wurden Arthur Mohr, ab 1967 Gertrud Zelt, 1972 Edith Fiebig, 1979 Monika Winter, 1982 Rosemarie Werner, die dann nach 30jähriger Amtszeit im Jahr 2012 den Vorsitz an Brigitte Fredrich weiter gab. Zählte 1986 der Ortsverein Büddenstedt 204 Mitglieder, so sind es zum Jahresende 2010 nur noch 74.
Der erste Vorsitzende des Büddenstedter Ortsvereins war Karl Hüter, der dieses Amt bis 1952 ausfüllte. Seine Nachfolger wurden Arthur Mohr, ab 1967 Gertrud Zelt, 1972 Edith Fiebig, 1979 Monika Winter, 1982 Rosemarie Werner, die dann nach 30jähriger Amtszeit im Jahr 2012 den Vorsitz an Brigitte Fredrich weiter gab. Zählte 1986 der Ortsverein Büddenstedt 204 Mitglieder, so sind es zum Jahresende 2010 nur noch 74.
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Im Ortsverein Offleben wurde Richard Nierösel erster Vorsitzender, gefolgt von Otto Piper, Hans Wawerczin, Irene Peine, Hans Gerhard Rosenmüller und ab 1995 Helmut Berg. Auch im Offlebener Ortsverein ging die Mitgliederzahl im Laufe der Zeit erheblich zurück. Verzeichnete er zwar zum Jahresende 2004 noch 32 Mitglieder, so war weitere 5 Jahre später eine Einstellung der Vorstandsarbeit unausweichlich. Zum 31. Dezember 2009 wurde der AWO-Ortsverein Offleben aufgelöst.
Im Ortsverein Offleben wurde Richard Nierösel erster Vorsitzender, gefolgt von Otto Piper, Hans Wawerczin, Irene Peine, Hans Gerhard Rosenmüller und ab 1995 Helmut Berg. Auch im Offlebener Ortsverein ging die Mitgliederzahl im Laufe der Zeit erheblich zurück. Verzeichnete er zwar zum Jahresende 2004 noch 32 Mitglieder, so war weitere 5 Jahre später eine Einstellung der Vorstandsarbeit unausweichlich. Zum 31. Dezember 2009 wurde der AWO-Ortsverein Offleben aufgelöst.


Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt in Reinsdorf/Hohnsleben wurde 1974 gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Hermann Wesemann gewählt, der dieses Amt bis 1981 inne hatte. Unter seiner Leitung war der Verein nicht nur auf dem sozialen Sektor aktiv, er bildete auch einen wichtigen Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde. Nachfolger als erste Vorsitzende wurde 1981 Lisa Pfeiffer und ab 2004 Elke Bauermeister. Seit ihrem Tod im Jahr 2013 wird der Ortsverein gemeinsam von den Vorstandsmitgliedern bis zur nächsten turnusmäßigen Neuwahl weitergeführt. - Im Frühjahr 2011 zählt der Ortsverein Reinsdorf 28 Mitglieder.
Der Ortsverein der [[Arbeiterwohlfahrt]] in Reinsdorf/Hohnsleben wurde 1974 gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wurde Hermann Wesemann gewählt, der dieses Amt bis 1981 inne hatte. Unter seiner Leitung war der Verein nicht nur auf dem sozialen Sektor aktiv, er bildete auch einen wichtigen Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde. Nachfolger als erste Vorsitzende wurde 1981 Lisa Pfeiffer und ab 2004 Elke Bauermeister. Seit ihrem Tod im Jahr 2013 wird der Ortsverein gemeinsam von den Vorstandsmitgliedern bis zur nächsten turnusmäßigen Neuwahl weitergeführt. - Im Frühjahr 2011 zählt der Ortsverein Reinsdorf 28 Mitglieder.


1982 übernahm die Arbeiterwohlfahrt den nach 1945 von der damaligen Gemeinde Reinsdorf geschaffenen Heißmangelbetrieb in der ehemaligen Schule. Die Unterhaltung einschl. anfallender Reparaturen werden aus den Einnahmen bezahlt. Zu den Aktivitäten des Ortsvereins Reinsdorf gehören regelmäßige Veranstaltungen wie z. B. der monatliche Kaffeenachmittag, an denen alle Bürger aus dem Ortsteil Reinsdorf-Hohnsleben teilnehmen können. Fahrten runden das Programm ab. Höhepunkt im Vereinsleben war das 25jährige Vereinsjubiläum im Mai 1999, bei dem zahlreiche Gäste aus der Gemeinde, dem Bezirksverband Braunschweig und dem Kreisverband Helmstedt zugegen waren.
1982 übernahm die [[Arbeiterwohlfahrt]] den nach 1945 von der damaligen Gemeinde Reinsdorf geschaffenen Heißmangelbetrieb in der ehemaligen Schule. Die Unterhaltung einschl. anfallender Reparaturen werden aus den Einnahmen bezahlt. Zu den Aktivitäten des Ortsvereins Reinsdorf gehören regelmäßige Veranstaltungen wie z. B. der monatliche Kaffeenachmittag, an denen alle Bürger aus dem Ortsteil Reinsdorf-Hohnsleben teilnehmen können. Fahrten runden das Programm ab. Höhepunkt im Vereinsleben war das 25jährige Vereinsjubiläum im Mai 1999, bei dem zahlreiche Gäste aus der Gemeinde, dem Bezirksverband Braunschweig und dem Kreisverband Helmstedt zugegen waren.


Der Bund der Vertriebenen war in den Ortsverbänden Büddenstedt und Offleben organisiert. Da nach dem Weltkrieg eine große Zahl Heimatvertriebener und Flüchtlinge in den Helmstedter Raum kam, organisierten sie sich schon früh, um ihre besonderen Interessen zu wahren und auch den Heimatgedanken zu pflegen. Der Ortsverband Neu Büddenstedt wurde 1949 gegründet. Erster Vorsitzender war ab 1954 Joseph Siegmund, ab 1973 Karl-Rudolf Lickfett und seit 1982 hatte Dora Koziol im Wechsel mit Edmund Mächler den Vorsitz inne. Der Ortsverband zählte Mitte der 80er Jahre immerhin noch 67 Mitglieder, von denen etwa 15 einmal im Monat im Rahmen der Altenbetreuung zum Kaffeetrinken im Naturfreundehaus zusammen kamen.
Der Bund der Vertriebenen war in den Ortsverbänden Büddenstedt und Offleben organisiert. Da nach dem Weltkrieg eine große Zahl Heimatvertriebener und Flüchtlinge in den Helmstedter Raum kam, organisierten sie sich schon früh, um ihre besonderen Interessen zu wahren und auch den Heimatgedanken zu pflegen. Der Ortsverband Neu Büddenstedt wurde 1949 gegründet. Erster Vorsitzender war ab 1954 Joseph Siegmund, ab 1973 Karl-Rudolf Lickfett und seit 1982 hatte Dora Koziol im Wechsel mit Edmund Mächler den Vorsitz inne. Der Ortsverband zählte Mitte der 80er Jahre immerhin noch 67 Mitglieder, von denen etwa 15 einmal im Monat im Rahmen der Altenbetreuung zum Kaffeetrinken im Naturfreundehaus zusammen kamen.