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Südertorturm

Aus Helmstedt-Wiki
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Der Südertorturm (auch Seedorfer Tor) war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen Befestigungsanlagen der Stadt Helmstedt. Die Bezeichnung Süder- bzw. Seedorfer Tor geht auf die mittelalterlichen Siedlungen Groß Seedorf und Klein Seedorf zurück, die in der Umgebung Helmstedts lagen und spätestens im Mittelalter wüst gefallen waren.[1]

Beschreibung

Der Südertorturm, der 1305 erstmals erwähnt wurde, befand sich – von der Stadtseite aus betrachtet – unmittelbar hinter dem 1968 abgebrochenen Haus Südertor 5, also in etwa dort, wo sich heute der Parkplatz am Südertor befindet. Der Turm gehörte zu den Toranlagen, die den Zugang zur mittelalterlichen Stadt sicherten.

Der Turm hatte eine Länge von 22½ Fuß, eine Breite von 24½ Fuß und eine Höhe von 32 Fuß (ca. 9,15 m). Die Grundfläche entsprach nach heutiger Umrechnung etwa 6,4x7,0 m. Angaben zur Höhe lassen jedoch offen, ob diese bis zum Ansatz des Daches oder bis zur Dachspitze gemessen wurde.

Das Gebäude war mit einem Dach aus vier Walmen gedeckt, das mit Breitziegeln eingedeckt war. Im unteren Bereich befand sich eine Durchfahrt mit zwei Bögen und einem Gewölbe. Diese Bauweise entsprach in ihrer Ausführung derjenigen, die beim noch erhaltenen Hausmannsturm nachvollziehbar ist.

Im zweiten Obergeschoss befanden sich eine Stube, eine Kammer und eine kleine Küche. Diese Räume dienten zuletzt dem Turmschließer Brandt als Wohnung.

Geschichte

Im Mai/Juni 1820 wurde der Turm abgerissen. Mit seinem Abriss verschwand ein weiterer Bestandteil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Helmstedts.

Literatur

Einzelnachweise