Fred-Woitke-Platz
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Fred-Woitke-Platz | |
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| Basisdaten | |
| Ort: | Helmstedt |
| Ortsteil: | Kernstadt |
| Bauwerke: | Bahnhof Helmstedt |
Als Fred-Woitke-Platz wird ab dem 13. September 2025 der Bahnhofsplatz in der Kreisstadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen in Deutschland offiziell bezeichnet werden.
Geschichte
Im Jahr 2025 beschloss der Stadtrat, den vorderen Teil des Bahnhofsplatzes nach Fred Woitke zu benennen, einem der Opfer der SED-Diktatur.[1] In einer Feierstunde am 13. September 2025 wird der Bahnhofsplatz mit der Enthüllung des Straßenschildes und einer Informationstafel offiziell den Namen Fred-Woitke-Platz erhalten.[2][3]
Fred Woitke aus Eisenhüttenstadt war ein Zimmermann, der beim Versuch, die innerdeutsche Grenze zu überwinden, ums Leben kam. Am 21. April 1973 versuchte der damals 23-Jährige, gemeinsam mit zwei Freunden, Dieter F. (* 1950) und Günter W. (* 1952), mit einem Lkw die DDR-Grenze an der Grenzübergangsstelle Marienborn zu durchbrechen. Das Fluchtfahrzeug überschlug sich an einer Straßenrollsperre, woraufhin vier Grenzbeamte das Feuer auf die Insassen eröffneten. Woitke verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus. Seine beiden Begleiter überlebten den Vorfall, erlitten jedoch schwere Verletzungen durch die Schüsse.[2][3]
Einzelnachweise
- ↑ Bahnhofsvorplatz erinnert künftig an Fred Woitke. In: Helmstedter Sonntag. 9. April 2025, S. 1.
- ↑ a b Markus Brich: Tödliche Flucht in die Freiheit: Helmstedt erinnert an Fred Woitke. In: Braunschweiger Zeitung / Helmstedter Nachrichten. 25. August 2025, abgerufen am 26. August 2025 (deutsch).
- ↑ a b Markus Brich: Einzigartige Stasi-Dokumente über Fred Woitke erstmals öffentlich. In: Braunschweiger Zeitung / Helmstedter Nachrichten. 9. September 2025, abgerufen am 9. September 2025 (deutsch).