Ostertor (Schöningen)
Das Ostertor (auch Ostentor, Niedertor, Niederntor) war eines der vier Stadttore der mittelalterlichen Befestigungsanlage der Stadt Schöningen. Es lag im Osten der Stadt etwa am Ende der heutigen Niedernstraße an der Stelle, an der im Mittelalter und in der frühen Neuzeit die alte Stadtbefestigung mit Wall und Graben das damalige Ostendorf vom Umland trennte.[1]
Geschichte
Das Stadttor 1383 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Es wurde erst 1847 abgetragen, obwohl es am Meisten die Durchfahrt beengte.[3]
Beschreibung
Der Bau bestand ursprünglich aus einem quadratischen, etwa 5×5 m großen Turm, der weit in die Straße hineinragte. Die Mauern waren etwa 2 m stark, wodurch die Durchfahrt auf die Breite eines Wagens beschränkt war. Der Turm besaß einen hohen Unterbau aus Stein, auf dem ein Fachwerkgeschoss mit Satteldach aufgesetzt war. Der Eingang lag erhöht und war von der Straße aus über mehrere Stufen erreichbar.[3]
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden die zum Turm gehörenden Toranlagen entsprechend den jeweiligen Anforderungen verändert. Der Turm selbst blieb dagegen bis zu seinem Abbruch in seiner ursprünglichen Form erhalten.[3]
Im 16. Jahrhundert wurde die Befestigungsanlage um ein weiteres, außerhalb des bestehenden Tores gelegenes Tor ergänzt.[3]
Einzelnachweise
- ↑ Stadtrundgang – Schöningen – Stadt der Speere. (PDF) Abgerufen am 11. August 2026.
- ↑ Am Wallgarten. In: Denkmalatlas Niedersachsen. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, abgerufen am 11. August 2026.
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 Verkehrsverein Schöningen e. V.: Die vier Stadttore von Schöningen: 3. Das OSTEN bzw. NIEDERNTOR. In: Infotafel am Haus Wellmannstraße 1 in Schöningen. 10. August 2026.