Wassermühle Liesebach: Unterschied zwischen den Versionen

AZ: Die Seite wurde neu angelegt: {{Infobox Mühle |NAME = Wassermühle Liesebach |BILD = Wassermühle Liesebach Innenhof.jpg |BILDBESCHREIBUNG = Das Mühlengebäude (Bildmitte) der Wassermühle Liesebach (2019) <!-- Lage --> |POSKARTE = |BREITENGRAD = 52.19572 |LÄNGENGRAD = 10.88252 |REGION-ISO = DE-NI |NEBENBOX = |STANDORT = 38375 Räbke, Landkreis Helmstedt, Niedersachsen, Deutschland <!-- Technik --…
 
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|BILDBESCHREIBUNG = Das Mühlengebäude (Bildmitte) der Wassermühle Liesebach ([[2019]])
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[[Datei:Räbke Mühlen an der Schunter Wassermühle Liesebach.jpg|mini|hochkant=1.4|Lage der Mühle an der Schunter, 1754]]
[[Datei:Räbke Mühlen an der Schunter Wassermühle Liesebach.jpg|mini|hochkant=1.4|Lage der Mühle an der Schunter, 1754]]


Im Räbker Mühlenkataster von [[1939]] wird die Anlage als Roggen- und Weizenmühle geführt. Eigentümerin war zu dieser Zeit Minna Liesebach, Betriebsführer ihr Sohn Richard Liesebach. Täglich wurden drei Wispel Mehl produziert, das überwiegend nach [[Helmstedt]] und Magdeburg geliefert wurde. Noch im selben Jahr musste der Betrieb eingestellt werden, da der Betriebsleiter zum Militärdienst eingezogen wurde.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.muehle-liesebach.de/raebkes-muehlengeschichte/muehlenkataster |titel=Mühlengeschichte des Mühlendorfs Räbke – Mühlenkataster – Räbke im Jahr 1939 |hrsg=Räbker Förderverein Mühle Liesebach e. V. |abruf=2025-09-12}}</ref>
Im Räbker Mühlenkataster von [[1939]] wird die Anlage als Roggen- und Weizenmühle geführt. Eigentümerin war zu dieser Zeit Minna Liesebach, Betriebsführer ihr Sohn Richard Liesebach. Täglich wurden drei Wispel Mehl produziert, das überwiegend nach [[Helmstedt]] und Magdeburg geliefert wurde. Noch im selben Jahr musste der Betrieb eingestellt werden, da der Betriebsleiter zum Militärdienst eingezogen wurde.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.muehle-liesebach.de/raebkes-muehlengeschichte/muehlenkataster |titel=Mühlengeschichte des Mühlendorfs Räbke – Mühlenkataster – Räbke im Jahr 1939 |hrsg=Räbker Förderverein Mühle Liesebach e.&nbsp;V. |abruf=2025-09-12}}</ref>


In den frühen 1950er-Jahren nahm die Mühle erneut den Betrieb auf und belieferte Großkunden, insbesondere Bäckereien in der Region. Der Transport erfolgte mit Pferd und Wagen. Produziert wurde ein Weizen-Auszugsmehl unter der Bezeichnung „Elmgold“. [[1954]] wurde der Betrieb aufgrund technischer Verschleißerscheinungen endgültig eingestellt. [[1996]] verstarb Richard Liesebach als letzter Müller der Familie. Seine Ehefrau engagierte sich im Anschluss für den Erhalt der Anlage.
In den frühen 1950er-Jahren nahm die Mühle erneut den Betrieb auf und belieferte Großkunden, insbesondere Bäckereien in der Region. Der Transport erfolgte mit Pferd und Wagen. Produziert wurde ein Weizen-Auszugsmehl unter der Bezeichnung „Elmgold“. [[1954]] wurde der Betrieb aufgrund technischer Verschleißerscheinungen endgültig eingestellt. [[1996]] verstarb Richard Liesebach als letzter Müller der Familie. Seine Ehefrau engagierte sich im Anschluss für den Erhalt der Anlage.


Zwischen [[1998]] und [[2005]] wurde die Mühle im Rahmen der Dorferneuerung in [[Räbke]] umfassend restauriert. [[2008]] erhielt sie ein neues Wasserrad, das zugleich der Stromerzeugung dient. Seither ist die Anlage wieder funktionsfähig und für Besucher zugänglich. Walzenstuhl und Steinmahlgang können zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen werden. [[2009]] gründete sich der gemeinnützige [[Räbker Förderverein Mühle Liesebach]], der für den Unterhalt verantwortlich ist und dem im Jahr [[2019]] rund 190 Mitglieder angehörten. [[2018]] wurde der Verein mit dem „Preis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung“ ausgezeichnet.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kulturzentrum-faust.de/neuigkeiten/preis-fuer-denkmalpflege-2018-der-niedersaechsischen-sparkassenstiftung-vergeben.html |titel=Preis für Denkmalpflege 2018 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergeben |hrsg=Kulturzentrum Faust e. V. |abruf=2025-09-12}}</ref>
Zwischen [[1998]] und [[2005]] wurde die Mühle im Rahmen der Dorferneuerung in [[Räbke]] umfassend restauriert. [[2008]] erhielt sie ein neues Wasserrad, das zugleich der Stromerzeugung dient. Seither ist die Anlage wieder funktionsfähig und für Besucher zugänglich. Walzenstuhl und Steinmahlgang können zu Demonstrationszwecken in Betrieb genommen werden. [[2009]] gründete sich der gemeinnützige [[Räbker Förderverein Mühle Liesebach]], der für den Unterhalt verantwortlich ist und dem im Jahr [[2019]] rund 190 Mitglieder angehörten. [[2018]] wurde der Verein mit dem „Preis für Denkmalpflege der Niedersächsischen Sparkassenstiftung“ ausgezeichnet.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.kulturzentrum-faust.de/neuigkeiten/preis-fuer-denkmalpflege-2018-der-niedersaechsischen-sparkassenstiftung-vergeben.html |titel=Preis für Denkmalpflege 2018 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergeben |hrsg=Kulturzentrum Faust e.&nbsp;V. |abruf=2025-09-12}}</ref>


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Wassermühle Liesebach Weizenmehl.jpg|Weizenmehl „Elmgold“ der Mühle
Wassermühle Liesebach Weizenmehl.jpg|Weizenmehl „Elmgold“ der Mühle
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== Literatur ==
* Wilhelm Kleeberg: ''Räbke.'' In: ''Niedersächsische Mühlengeschichte.'' Schlütersche, Hannover 1978, ISBN 3877061753, S. 387.
* Förderverein Räbker Chronik: (Hrsg.): ''Die Mahlmühlen Liesebach und Prinzhorn.'' In: ''Räbke. Ein Dorf am Elmesrand.'' Helmstedt 2005, S. 317–323.


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
* [[Räbker Mühlengeschichte]]
* [[Räbker Mühlengeschichte]]
* [[Liste der Baudenkmale in Räbke]]
* [[Liste der Baudenkmale in Räbke]]
== Literatur ==
* Wilhelm Kleeberg: ''Räbke.'' In: ''Niedersächsische Mühlengeschichte.'' Schlütersche, Hannover 1978, ISBN 3877061753, S. 387.
* Förderverein Räbker Chronik: (Hrsg.): ''Die Mahlmühlen Liesebach und Prinzhorn.'' In: ''Räbke. Ein Dorf am Elmesrand.'' Helmstedt 2005, S. 317–323.


== Weblinks ==
== Weblinks ==