Reinsdorf: Unterschied zwischen den Versionen

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| Ortswappen-Beschreibung= Wappen der Ortschaft Reinsdorf
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| Bundesland            = Niedersachsen
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| Eingemeindungsdatum    = 1974-03-01
| Eingemeindungsdatum    = 2017-07-01
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'''Reinsdorf''' ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Büddenstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]].
'''Reinsdorf''' ist ein Ortsteil von [[Offleben]], einem Stadtteil der Kreisstadt [[Helmstedt]] im [[Landkreis Helmstedt]] in Niedersachsen in Deutschland.


{{Navigationsleiste Ortsteile von Büddenstedt}}
== Geografie ==
[[Kategorie:Ort in Büddenstedt]]
=== Geografische Lage ===
Reinsdorf liegt im Osten von Niedersachsen, rund einen Kilometer von der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt entfernt. Das Dorf gehört zum Ostbraunschweigischen Hügelland und liegt am Ostrand des [[Helmstedter Braunkohlerevier]]s. Wenige hundert Meter südöstlich von Reinsdorf befanden sich die von [[1922]] bis [[1935]] betriebenen Tagebaue ''Anna Nord'' und ''Anna Süd'', die inzwischen stillgelegt und geflutet sind. Nördlich von Reinsdorf bestand von [[1909]] bis [[1989]] der Tagebau Wulfersdorf.
 
== Geschichte ==
<!--[[Datei:Reinsdorf Stein.jpg|mini|Gedenkstein an das 850-jährige Ortsjubiläum]]-->
Aus dem Jahre [[1160]] ist die erste bekannte Erwähnung von Reinsdorf als ''Reinoldesthorpa'', damals besaß das [[Kloster St. Ludgeri]] in [[Helmstedt]] dort Ländereien.
 
Von [[1807]] bis [[1813]], in der Franzosenzeit, gehörte Reinsdorf zum [[Kanton Schöningen]] im [[Distrikt Helmstedt]], im Departement der Oker des Königreiches Westphalen. Am 1. Januar [[1833]] wurde der [[Landkreis Helmstedt]] gegründet, dem Reinsdorf bis heute angehört. Von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an entwickelte sich Reinsdorf von einem Bauerndorf zu einer Bergarbeiterwohngemeinde. [[1881]] erfolgte die Anpflanzung von Linden zur Erinnerung an das 50-jährige Regierungsjubiläum von Herzog Wilhelm von Braunschweig.
 
Mitte April [[1945]] wurde Reinsdorf von US-amerikanischen Truppen eingenommen, die in der Reinsdorfer [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|BKB]]-Villa (heute [[Lebenszentrum Reinsdorf]]) ihre Kommandantur eingerichtet haben.
 
Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von [[1945]] bis [[1950]] hatte sich die Einwohnerzahl von Reinsdorf von 260 ([[1939]]) auf 559 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 166 Heimatvertriebene. In den 1950er-Jahren errichteten die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]] in Reinsdorf 27 Werkswohnungen.<ref>BKB-Mitteilungen, Ausgabe September 1955.</ref> 1967 wurde am Südrand von Reinsdorf eine Fabrik errichtet, die Ersatzarbeitsplätze für das geschlossene Schwelwerk im benachbarten [[Offleben]] bot.
 
Am 1.&nbsp;März [[1974]] wurde Reinsdorf zusammen mit den Gemeinden [[Neu Büddenstedt]] und [[Offleben]] in die neue Gemeinde [[Büddenstedt]] eingegliedert.<ref>{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart und Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=271 und 272}}</ref> Im Zuge dessen bekamen die Straßen in Reinsdorf erstmals Namen: [[Alte Dorfstraße (Reinsdorf)|Alte Dorfstraße]], [[Amselweg (Reinsdorf)|Amselweg]], [[Fasanenweg (Reinsdorf)|Fasanenweg]], [[Finkenweg (Reinsdorf)|Finkenweg]] und [[Schwalbenweg (Reinsdorf)|Schwalbenweg]]. [[1974]] erfolgte auch die Gründung des Ortsvereins der [[Arbeiterwohlfahrt]] Reinsdorf/[[Hohnsleben]].
 
[[1989]] erfolgte die Eröffnung des Heimatmuseums, von [[1999]] bis [[2001]] wurde südöstlich von Reinsdorf eine neue Kläranlage erbaut. Seit dem 1. Juli [[2017]] gehört Reinsdorf als Stadtteil zur Kreisstadt [[Helmstedt]].
 
=== Eingemeindungen ===
Am 1. April [[1942]] wurde die Gemeinde [[Hohnsleben]] nach Reinsdorf eingemeindet.
 
=== Einwohnerentwicklung ===
{| class="wikitable"   
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! Jahr
! Einwohner
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| [[1821]] || align="right" | {{nts|105}}
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| [[1849]] || align="right" | {{nts|101}}
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| … || align="right" | …
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| [[1871]] || align="right" | {{nts|117}}
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| … || align="right" | …
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| [[1905]] || align="right" | {{nts|254}}
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| [[1925]] || align="right" | {{nts|235}}
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| [[1933]] || align="right" | {{nts|222}}
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| [[1937]] || align="right" | {{nts|210}}
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| [[1939]] || align="right" | {{nts|260}}
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| [[1950]] || align="right" | {{nts|559}}
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| [[1956]] || align="right" | {{nts|602}}
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| [[1961]] || align="right" | {{nts|526}}
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| [[1970]] || align="right" | {{nts|450}}
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| [[1973]] || align="right" | {{nts|410}}
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|}
 
== Religion ==
<!--[[Datei:Reinsdorf Kirche N.jpg|mini|Kirche]]-->
In Reinsdorf besteht die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Reinsdorf-[[Hohnsleben]], die über eine Kirche in Reinsdorf verfügt. Sie gehört zur Kirchengemeinde [[Büddenstedt]] in der Propstei [[Helmstedt]] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.
 
Katholische Einwohner gehören zur Pfarrei [[Pfarrgemeinde St. Marien|Maria Hilfe der Christen]] mit Sitz in [[Schöningen]] und der nähergelegenen Filialkirche [[St. Barbara (Büddenstedt)|St. Barbara]] in [[Büddenstedt]].
 
Das kleine Kloster [[Walburga|St. Walburgis]] bestand seit [[2001]], es wurde von der kontemplativ lebenden Gemeinschaft ''St. Walburgis'' (Zisterzienser) bewohnt und bot von [[2003]] bis [[2009]] auch einen Klosterladen an der [[Alte Dorfstraße (Reinsdorf)|Alten Dorfstraße]] 11.
 
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==
=== Museum ===
<!--[[Datei:Reinsdorf Heimatmuseum.jpg|mini|Heimatmuseum]]-->
Das [[Heimatmuseum Büddenstedt]] befindet sich in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei. [[1983]] begann die Gemeinde [[Büddenstedt]], Exponate für ein noch zu gründendes Museum zu sammeln. [[1986]] erfolgte die Gründung des Vereins [[Förderkreis Heimatmuseum Büddenstedt]], der das Museum verantwortet. Am 8. Juli [[1989]] wurde das Museum eröffnet, und bereits [[1992]] und [[1994]] erweitert. Das Museum stellt die Ortsgeschichte der ehemaligen Gemeinde [[Büddenstedt]] mit seinen Ortsteilen [[Hohnsleben]], [[Neu Büddenstedt]], [[Offleben]] und Reinsdorf dar, sowie die dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallenen Dörfer [[Alversdorf]], [[Büddenstedt]], [[Runstedt]] und Wulfersdorf. Im Museum sind auch die ehemalige Backstube und Teile des Gemischtwarenladens von Reinsdorf zu sehen. Weitere Ausstellungsstücke zeigen das Alltagsleben in Reinsdorf aus der Zeit vor etwa [[1950]]. Ferner stellt das Museum Geschirr aus der Zeit vor [[1945]] aus Sommersdorf und Sommerschenburg aus.
 
=== Bauwerke ===
<!--[[Datei:Reinsdorf Gasthof.jpg|mini|Ehemaliger Gasthof]]-->
Die Kirche mit ihrem massiven Wehrturm stammt aus der Zeit vor [[1500]]. Ihre Fenster aus dem Jahre [[1975]] sind ein Werk des Künstlers Erhardt Klonk aus Marburg. Außen an der Kirche ist das Kriegerdenkmal für die Opfer der beiden Weltkriege angebracht, um die Kirche herum befindet sich der Friedhof für Reinsdorf und [[Hohnsleben]] mit der [[1954]] erbauten Friedhofskapelle.
 
Ein Gedenkstein am [[Schwalbenweg (Reinsdorf)|Schwalbenweg]] erinnert an das 850-jährige Ortsjubiläum Reinsdorfs, das im Jahre [[2010]] gefeiert wurde.
 
Außer der Kirche stehen an der [[Alte Dorfstraße (Reinsdorf)|Alten Dorfstraße]] auch mehrere sehenswerte Fachwerkhäuser, darunter die ehemalige Bäckerei und der ehemalige Gasthof, ferner am [[Schwalbenweg (Reinsdorf)|Schwalbenweg]] eine Villa, die heute vom Lebenszentrum Reinsdorf genutzt wird.
 
Neben der Kirche und dem Friedhof, der ehemaligen Bäckerei von [[1872]] und dem ehemaligen Gasthof aus dem frühen 19. Jahrhundert stehen auch drei weitere Hofanlagen aus dem 19. Jahrhundert teilweise unter Denkmalschutz.
 
=== Grünflächen und Naherholung ===
<!--[[Datei:Reinsdorf Linden.jpg|mini|Linden in der Ortsmitte]]-->
In der Ortsmitte stehen einige Linden, die [[1881]] zur Erinnerung an das 50-jährige Regierungsjubiläum von Herzog Wilhelm von Braunschweig gepflanzt wurden. An der Straße nach [[Offleben]] befindet sich der [[1952]] gegründete Kleingartenverein [[Gartenfreunde Reinsdorf]]. Gelegenheit zur Naherholung bietet auch der rekultivierte Tagebau Wulfersdorf, der zahlreiche Wanderwege durch abwechslungsreiche Wald-, Seen- und Hügellandschaft bietet, sowie der rund zehn Kilometer entfernt gelegene Höhenzug [[Elm]].
 
=== Sport ===
Ein Sportplatz befindet sich außerhalb der Ortslage Reinsdorf an der Straße nach [[Hohnsleben]].
 
== Wirtschaft und Infrastruktur ==
=== Unternehmen ===
<!--[[Datei:Reinsdorf Fabrik.jpg|mini|Plastic Omnium-Werk (Teilansicht)]]-->
[[Plastic Omnium]], ein französischer Automobilzulieferer für Kunststoffelemente, betreibt am südlichen Ortsrand von Reinsdorf ein Werk. Durch die [[1967]] erfolgte Schließung des Schwelwerks im benachbarten [[Offleben]] fielen rund 800 Arbeitsplätze weg. Als Ersatz übernahmen die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]], die das Schwelwerk betrieben, einen Anteil an der Para-Gummiwerken Arthur Brügger KG, um deren Werk aus Wuppertal-Barmen nach Reinsdorf zu verlegen, was [[1967]] erfolgte. Von [[1968]] bis [[1971]] wurden die Para-Gummiwerke in die Phoenix Gummiwerke Hamburg-Harburg AG eingegliedert, die über mehr Erfahrungen in der Gummifertigung verfügte. Der neue Eigentümer stellte die Produktion von technischen Gummiwaren auf Reifen um. [[1972]] waren bereits rund 720 Mitarbeiter im Reinsdorfer Werk beschäftigt, was schon fast der Belegschaftsstärke des früheren Schwelwerkes entsprach. Im Laufe der Zeit ging die Reifenproduktion zurück und wurde durch die Herstellung von Kunststoffteilen für die Automobilindustrie ersetzt. [[1997]] erfolgte die Übernahme der Phoenix Kunststoff GmbH durch die [[Dynamit Nobel]] AG. Zu diesem Zeitpunkt war die Belegschaft im Reinsdorfer Werk auf nur noch etwa 400 Mitarbeiter abgesunken.<ref>Werner Vogt, Andrea Dreifke-Pieper: ''Die Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG. Industriegeschichte des Helmstedter Reviers.'' Econ-Verlag, 1. Auflage 1999, ISBN 3-430-11487-X, S. 200–202.</ref> Am 1. Januar [[2006]] wurde die Dynamit Nobel Kunststoff GmbH mit Sitz in Weißenburg in Bayern von der Plastal-Gruppe aus Kungälv (Schweden) erworben, zu dieser Zeit waren noch rund 340 Mitarbeiter im Werk Reinsdorf beschäftigt. Im Zuge der Weltfinanzkrise musste das schwedische Mutterunternehmen 2009 Insolvenz anmelden und wurde [[2010]] von [[Faurecia]] aus Frankreich übernommen. Das Reinsdorfer Werk wurde nun von der Faurecia Exteriors GmbH geführt. [[2015]] verkaufte Faurecia seinen Geschäftsbereich Exteriors an [[Plastic Omnium]].
 
<!--[[Datei:Reinsdorf Villa.jpg|mini|Villa des Lebenszentrums]]-->
Das [[Lebenszentrum Reinsdorf]] betreibt ein Wohnheim für Menschen mit seelischen Behinderungen.<ref>[https://lebenszentrum-reinsdorf.de/cmslz/wohnen-fuer-menschen-mit-seelischen-behinderungen/ Wohnen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und seelischen Behinderungen.] Lebenszentrum Reinsdorf gGmbH, abgerufen am 29. August 2021.</ref> [[1973]] wurde die Einrichtung von der evangelischen Schwesternkommunität ''Steh auf!'' aus Berlin gegründet. Zunächst sollten drogenabhängige Menschen von ihrer Sucht geheilt werden, später verlagerte sich der Tätigkeitsbereich des Lebenszentrums auf psychisch erkranke jungen Menschen. [[1988]] wurde das gegenüberliegende ehemalige Gasthaus übernommen und dadurch die Einrichtung erweitert.
 
Die Bäckerei, der auch ein Edeka-Gemischtwarengeschäft angeschlossen war, wurde geschlossen. Ebenso die einzige Gastronomiebetrieb, die Gaststätte [[Zum Landhaus]]. Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs sowie Gastronomie sind heute in Reinsdorf nicht mehr vorhanden.
 
=== Öffentliche Einrichtungen ===
<!--[[Datei:Reinsdorf Feuerwehr.jpg|mini|Feuerwehrhaus]]-->
Neben der ehemaligen Schule befinden sich ein Gemeinschaftshaus und eine [[1976]] eröffnete Schießsportanlage, die der [[1959]] gegründete [[Schützenverein Reinsdorf-Hohnsleben]] nutzt. Auch ein Postbriefkasten und ein Basistelefon stehen in Reinsdorf zur Verfügung.
 
Die [[1929]] gegründete [[Ortsfeuerwehr Reinsdorf-Hohnsleben|Freiwillige Feuerwehr]], verfügte in Reinsdorf über ein kleines Feuerwehrhaus. Sein Schlauchturm wurde [[1986]] wegen Baufälligkeit abgetragen. Seit August [[2020]] baute die Stadt [[Helmstedt]] nach Plänen des Architekten Ulrich Drößler aus [[Helmstedt]] an der Straße nach [[Offleben]] ein neues Feuerwehrhaus, dass die [[Ortsfeuerwehr Offleben]] und [[Ortsfeuerwehr Reinsdorf-Hohnsleben]] gemeinsam nutzen sollten. Die Fertigstellung war für Herbst [[2021]] geplant. Am 16. Juli [[2022]] fand schließlich die Einweihung statt<ref>https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article235919891/Offleben-und-Reinsdorf-weihen-ihr-gemeinsames-Geraetehaus-ein.html</ref>.
 
Die Poststelle II, die dem Hauptpostamt [[Helmstedt]] untergeordnet war, wurden geschlossen. Nach der Eingemeindung von Reinsdorf nach [[Büddenstedt]] bekam die Poststelle Reinsdorf die Bezeichnung ''Büddenstedt 2''.
 
=== Bildung ===
<!--[[Datei:Reinsdorf Schule.jpg|mini|Ehemalige Schule]]-->
Die [[1904]] erbaute einklassige Schule befand sich an der Ecke [[Finkenweg (Reinsdorf)|Finkenweg]]/[[Alte Dorfstraße (Reinsdorf)|Alte Dorfstraße]]. Im Jahre [[1974]], zum Zeitpunkt der Eingemeindeung von Reinsdorf nach [[Büddenstedt]], bestand die Schule schon nicht mehr.
 
[[1949]] wurde im Schulgebäude eine Volksbücherei gegründet, sie wurde stets ehrenamtlich geführt und bestand bis Ende [[2011]]. Zuletzt bot die Bücherei rund 1700 Bücher und hatte 15 Leser.
 
=== Verkehr ===
Die [[Kreisstraße 21]] führt von Reinsdorf im Osten nach [[Hohnsleben]] und im Süden nach [[Offleben]], die [[Kreisstraße 22]] führt im Westen zu einem Kreisverkehr, über den [[Büddenstedt]] und [[Schöningen]] erreichbar sind. Linienbusse fahren montags bis freitags von Reinsdorf bis nach [[Schöningen]].
 
== Persönlichkeiten ==
=== Personen, die in Reinsdorf gewirkt haben ===
* [[Dietrich Kuessner]] (* [[1934]]), von [[1963]] bis [[1999]] Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Reinsdorf-Hohnsleben
 
== Literatur ==
* Gemeinde Büddenstedt (Hrsg.): ''Chronik der Einheitsgemeinde Büddenstedt 1974–2014.''
* Karl Rose: ''Heimatbuch der Gemeinde Reinsdorf mit den Ortsteilen Reinsdorf und Hohnsleben.'' Reinsdorf 1956.
* Joachim Schmid: ''Büddenstedt. Geschichte einer Bergbaugemeinde und ihrer Ortsteile Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf-Hohnsleben.'' Gemeinde Büddenstedt (Hrsg.), Büddenstedt 2006.
* Heinz Pohlendt: ''Der Landkreis Helmstedt.'' Walter Dorn Verlag, Bremen-Horn 1957.
 
== Siehe auch ==
* [[Liste der Spielplätze in Helmstedt]]
 
== Weblinks ==
* [http://bs.cyty.com/kirche-von-unten/archiv/ab/kap14.htm Projekt: Arbeit an der Dorfgeschichte.] Kirche von unten.
* [https://www.kirchengemeinde-bueddenstedt.de/gemeinden/reinsdorfhohnsleben/ Zur Geschichte der Reinsdorfer Kirche.] Kirchengemeinde Büddenstedt.
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
{{Navigationsleiste Ortsteile von Helmstedt}}
[[Kategorie:Reinsdorf| ]]
[[Kategorie:Reinsdorf| ]]
[[Kategorie:Ortsteil von Helmstedt]]
[[Kategorie:Ort im Landkreis Helmstedt]]
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Helmstedt)]]