Jürgen Kuck: Unterschied zwischen den Versionen
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Kuck wurde [[1952]] in [[Königslutter am Elm]] geboren, wo der [[Kaiserdom Königslutter|Kaiserdom]] schon früh eine prägende Rolle spielte. Später, während seiner Tätigkeit als Kunstpädagoge in Braunschweig, setzte er sich intensiv mit dem sogenannten Jagdfries des [[Kaiserdom Königslutter|Dom]]s auseinander. Besondere Aufmerksamkeit widmete er einem Relief, das zwei Hasen zeigt, die einen Jäger zu Boden bringen. Einer seiner Schüler fertigte vor mehr als zwanzig Jahren eine Zeichnung des Motivs an, die Kuck zu einer neuen Deutung anregte: Statt der Köpfe der Hasen erkannte er eine Fratze des Teufels. Diese Interpretation führte zu kontroversen Diskussionen in der Fachwelt, die ihn jedoch nicht von weiteren Forschungen abhielten. Das Relief blieb ein zentrales Thema seiner Arbeit.<ref name="BZ26092025" /> | Kuck wurde [[1952]] in [[Königslutter am Elm]] geboren, wo der [[Kaiserdom Königslutter|Kaiserdom]] schon früh eine prägende Rolle spielte. Später, während seiner Tätigkeit als Kunstpädagoge in Braunschweig, setzte er sich intensiv mit dem sogenannten Jagdfries des [[Kaiserdom Königslutter|Dom]]s auseinander. Besondere Aufmerksamkeit widmete er einem Relief, das zwei Hasen zeigt, die einen Jäger zu Boden bringen. Einer seiner Schüler fertigte vor mehr als zwanzig Jahren eine Zeichnung des Motivs an, die Kuck zu einer neuen Deutung anregte: Statt der Köpfe der Hasen erkannte er eine Fratze des Teufels. Diese Interpretation führte zu kontroversen Diskussionen in der Fachwelt, die ihn jedoch nicht von weiteren Forschungen abhielten. Das Relief blieb ein zentrales Thema seiner Arbeit.<ref name="BZ26092025" /> | ||
Kuck studierte von 1974 bis 1979 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Roland Dörfler, Siegfried Neuenhausen und Malte Sartorius. Von 2002 bis 2004 hatte er dort einen Lehrauftrag. Seit 1979 war Kuck als freischaffender Künstler tätig. Sein Werk umfasst Buchkunst, Bildergeschichten, Fotografie, Malerei und Grafik. Darüber hinaus war er als Autor kunsttheoretischer und kunstdidaktischer Essays und Bücher hervorgetreten. 1983 begann Kuck eine Tätigkeit als Kunstpädagoge am Gymnasium Raabeschule in Braunschweig. 1996 übernahm er die Position des Fachleiters Kunst sowie die des Studiendirektors am Studienseminar Braunschweig. | Kuck studierte von 1974 bis 1979 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) bei Roland Dörfler, Siegfried Neuenhausen und Malte Sartorius. Von 2002 bis 2004 hatte er dort einen Lehrauftrag. Seit 1979 war Kuck als freischaffender Künstler tätig. Sein Werk umfasst Buchkunst, Bildergeschichten, Fotografie, Malerei und Grafik. Darüber hinaus war er als Autor kunsttheoretischer und kunstdidaktischer Essays und Bücher hervorgetreten. 1983 begann Kuck eine Tätigkeit als Kunstpädagoge am Gymnasium Raabeschule in Braunschweig. 1996 übernahm er die Position des Fachleiters Kunst sowie die des Studiendirektors am Studienseminar Braunschweig. | ||
Neben seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem [[Kaiserdom Königslutter|Dom]] engagierte sich Kuck für die zeitgenössische Kunstszene in [[Königslutter am Elm]]. In der ehemaligen Friedhofskapelle, der sogenannten Malerkapelle, bot er jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, um ihre Werke jenseits etablierter Formate zu präsentieren. Das Programm war bewusst auf Unkonventionelles, Herausforderndes und Streitbares ausgerichtet. Kuck gilt als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Förderkreises Malerkapelle. Nach Einschätzung von Lino Heissenberg, künstlerischer Leiter und zweiter Vorsitzender des Vereins, ist es maßgeblich Kucks Verdienst, dass der Förderkreis bis heute besteht. Auch nach gesundheitlichen Rückschlägen blieb er dem Verein verbunden und nahm, soweit möglich, weiterhin an Veranstaltungen teil.<ref name="BZ26092025" /> | Neben seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem [[Kaiserdom Königslutter|Dom]] engagierte sich Kuck für die zeitgenössische Kunstszene in [[Königslutter am Elm]]. In der ehemaligen Friedhofskapelle, der sogenannten Malerkapelle, bot er jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, um ihre Werke jenseits etablierter Formate zu präsentieren. Das Programm war bewusst auf Unkonventionelles, Herausforderndes und Streitbares ausgerichtet. Kuck gilt als Mitbegründer und langjähriger Vorsitzender des Förderkreises Malerkapelle. Nach Einschätzung von Lino Heissenberg, künstlerischer Leiter und zweiter Vorsitzender des Vereins, ist es maßgeblich Kucks Verdienst, dass der Förderkreis bis heute besteht. Auch nach gesundheitlichen Rückschlägen blieb er dem Verein verbunden und nahm, soweit möglich, weiterhin an Veranstaltungen teil.<ref name="BZ26092025" /> | ||