Der Helmstedter Blitz war eine kostenlose Zeitung aus Helmstedt, die einmal pro Woche am Mittwoch erschien. Seit vielen Jahren war die Zeitung in und um den Landkreis Helmstedt etabliert. Wöchentlich wurden derzeit etwa 47.000 Exemplare verteilt. Zuletzt lohnte sich das Anzeigengeschäft nicht mehr, das Unternehmen geriet in die roten Zahlen und stellte im 40. Erscheinungsjahr mit der letzten Ausgabe vom 29. Januar 2014 aus wirtschaftlichen Gründen die Produktion ein.

Helmstedter Blitz
Logo Helmstedter Blitz
Gründung 19752014
Leitung Rolf-Michael Kühne
Anschrift Papenberg 1–2
38350 Helmstedt
Helmstedter Blitz vom 15. Dezember 1982

Geschichte

Als am 29. Oktober 1975 die erste Ausgabe der Zeitung erschien, war die Entwicklung, die die Wochenzeitung über die Jahre genommen hat, so nicht abzusehen. Das aus dem Anzeiger-Echo hervorgegangene Blatt hatte zu diesem Zeitpunkt kein leichtes Standbein, zumal durch den Wegfall des Helmstedter-/Schöninger Anzeigers und des Anzeiger-Echo die Braunschweiger Zeitung im Tageszeitungsgeschäft eine Monopolstellung inne hatte.[1] Aus wirtschaftlichen Gründen musste der herausgebende Verlag des Anzeiger-ECHOs seine Tätigkeiten einstellen.[2]

Anfangs war das Anzeigenobjekt am Heinrichsplatz untergebracht, später dann am Gröpern, bevor der Umzug in das historische Rohrsche Haus am unteren Papenberg erfolgte[3].

Seit dem 20. Juli 2011 war eine Online-Ausgabe der Wochenzeitung verfügbar. Das Unternehmen hat die firmeneigene Website überarbeitet und stellte seitdem wöchentlich die aktuelle Ausgabe als PDF-Download zur Verfügung. In einem Archiv sind die älteren Ausgaben zu finden.

Die Zeitung stellte im 40. Erscheinungsjahr mit der letzten Ausgabe vom 29. Januar 2014 aus wirtschaftlichen Gründen die Produktion ein. In einer Mitteilung, die als Aushang an der Eingangstür des Unternehmens zu finden war, hieß es wörtlich: „Durch den Medienwandel (Stichwort Internet) geht das Anzeigenaufkommen für den Erscheinungstag Mittwoch ständig weiter zurück, so dass wir inzwischen in die Verlustzone geraten sind. Das verminderte Anzeigen- und Beilagengeschäft kann den Helmstedter Blitz nicht mehr tragen.“[3]

Trivia

Rolf-Michael Kühne gründete neben dem Helmstedter Blitz weitere Anzeigenblätter. Zu den von ihm aufgebauten Publikationen gehörten der Wolfsburger Kurier, der 1977 gegründet und 2022 eingestellt wurde, sowie der Gifhorner Kurier, der 1979 gegründet und 2011 eingestellt wurde. 1980 folgte die Gründung des Celler Kurier. Beim Wolfsburger Kurier war unter anderem Gunnar Kilian, der später Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für das Ressort Personal wurde, als Redaktionsvolontär tätig. Der Wolfsburger Kurier und der weiterhin erscheinende Celler Kurier gehörten zur Verlags Lokalpresse GmbH. Kühne veräußerte das Unternehmen 2015.[4]

Einzelnachweise

  1. 35 Jahre Information und Unterhaltung aus Helmstedt. In: Helmstedter Blitz. 27. Mai 2010, S. 15.
  2. Michael Ebeling: Liebe Leser! In: Helmstedter Blitz. 29. Oktober 1975, S. 1.
  3. 3,0 3,1 „Helmstedter Blitz“ stellt ab sofort sein Erscheinen ein. In: Braunschweiger Zeitung. 28. Januar 2014, abgerufen am 12. Juni 2026.
  4. Hendrik Rasehorn: Nach fast 45 Jahren: Anzeigenblatt Wolfsburger Kurier eingestellt. In: Braunschweiger Zeitung. 19. April 2022, abgerufen am 23. August 2026.