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Papenberg

aus Helmstedt-Wiki, der freien Enzyklopädie über den Landkreis Helmstedt
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Der Papenberg ist eine Straße in der Altstadt in der Kreisstadt Helmstedt. Auf der Höhe des Papenbergs befindet sich die St.-Stephani-Kirche.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis zum 14. Jahrhundert wurde die Straße nur als Mons (französisch Berg) bezeichnet. Dann bekam der Papenberg diesen Beinamen, weil das Haus des Propstes von St. Ludgeri und des Kaplans von St. Stephani hier lag. Die Geistlichen nannte man früher Pfaffen, niederdeutsch: Papen.[1]

2012 wurde die Figur über dem Eingangsportal des Gebäudes am Papenberg 1 von Farbschichten mehrerer Jahrhunderte befreit.

Mit Fördermitteln der Stadt Helmstedt aus der Stadtsanierung „Nordöstliche Innenstadt“ hat der Eigentümer des Gebäudes Papenberg 1 die Fassade des Hauses 2012 grundlegend erneuert. Dabei ist es gelungen eine figürliche Darstellung der Hoffnung von zahlreichen Farbschichten zu befreien, die im Laufe der Jahrhunderte aufgetragen worden sind. Die Figur steht auf einer sogenannten Kartusche, einem hauptsächlich im Barock verwendeten Dekorelement, und stützt sich auf einen Anker. Der Anker ist ein traditionelles Symbol für die Hoffnung. Die Bemalung der Kartusche – eine Art Doppelkreuz in Kombination mit einem Dreieck – erfolgte mit einem alten Steinmetzzeichen. Die Bedeutung der darunterliegenden drei Buchstaben O – M – B ist unklar. Ein Schluss auf die ursprünglichen Bauherren, die Kaufleute Mynders und Kühtze, die im 18. Jahrhundert das Gebäude errichteten ließen und somit für die Entstehung der damals jungen Dame verantwortlich waren, lässt sich jedenfalls nicht ziehen.

Nach viermonatiger Bauzeit wurde am 14. August 2014 der Papenberg-Platz nach einer Komplett-Sanierung wieder für den Verkehr freigegeben. Vorausgegangen war die Erneuerung des Mischwasserkanals und der Neuausbau des Platzes. Zudem erfolgte die Erneuerung der Gas- und Wasserleitung. Die Neupflanzung von fünf Bäumen wird im Herbst erfolgen. Die Gesamtkosten des Umbaues von rund 250.000 Euro wurden zu 50 Prozent durch europäische Fördermittel für das Sanierungsgebiet „Südöstliche Innenstadt“ finanziert.

Historische Gebäude[Bearbeiten]

Am Papenberg 2 befindet sich das ehemalige Herzogliche Hoflager des Herzogs Julius zu Braunschweig und Lüneburg und Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel, in dem bis 2014 im Ergeschoss die Wochenzeitung Helmstedter Blitz ihre Geschäftsräume hatte. Das Haus Papenberg 14 wurde 1764 durch Propst Johannes Hellersberg vom Kloster St. Ludgeri auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet.[2]

Unternehmen (Auswahl)[Bearbeiten]

Die folgenden Unternehmen sind am Papenberg ansässig:

Nr. Unternehmen
00001 Langners Backparadies
00003
00004 Pizzeria Italia
00006 Zum Poet
00009 Bären-Eck
00010 New Number One
00011 zur Zeit leerstehend
00017 hedge
00019 Endstation
00020 Happy Pizza
00021 Lusimo
25–26 Altstadt-Apotheke
00029 Deutsche Bank
00030 Mykonos

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Robert Schaper: Die Helmstedter Straßen – Ihre Entstehung, Lage und Benennung, (3. vermehrte Auflage, Manuskript, 1986).
  2. Braunschweiger Zeitung, Helmstedt: 3. Maerz 2012, Helmstedt Lokales, Seite H01