Franz Ernst Christoph Leuckart

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Franz Ernst Christoph Leuckart (* 21. März 1748 in Helmstedt; † 9. Februar 1817 in Breslau, Provinz Schlesien) war ein deutscher Musikverleger, Kunst- und Musikalienhändler.

Leben

Leuckart wurde am 21. März 1748 in Helmstedt als Sohn des Helmstedter Buchdruckers und Senators Michael Günther Leuckart und dessen Ehefrau Clara Johanna Leuckart, geb Rothmaler geboren.

Ab 1761 erhielt er eine Ausbildung in der von Christian Friedrich Weygand (17221764) Ende der 1750er-Jahre in Helmstedt gegründeten Weygandschen Buchhandlung. In den Jahren 1765 und 1766 zog er nach Breslau und trat dort in die Buchhandlung von Johann Friedrich Korn dem Älteren (17321802)[1] ein. Mitte der 1760er-Jahre erhielt er das Breslauer Bürgerrecht, das ihm 1782 offiziell zuerkannt wurde.

Am 5. März 1782 gründete Leuckart gemeinsam mit Johann Daniel Korn dem Jüngeren die Kunst- und Musikhandlung Leuckart und Compagnie Breslau, die sich auf Landkarten und Musikalien spezialisierte. Ab 1788 befand sich der Verlag vollständig in seinem Besitz und existiert heute als F. E. C. Leuckart-Verlag.

1783 heiratete Leuckart Friederike Rosina, geb. Kusche; das Paar hatte zwei Kinder. Ihre Tochter Auguste Henriette Leuckart heiratete Johann Karl Wilhelm Sander (17861859). Deren Sohn Constantin Sander (* 25. April 1826 in Breslau; † 21. Dezember 1905 in Leipzig) wurde Musikverleger und übernahm 1859 den F. E. C. Leuckart-Verlag, den er 1870 von Breslau nach Leipzig verlegte.

Während seines Aufenthalts in Breslau zwischen 1804 und 1806 hatte der Komponist Carl Maria von Weber Schulden bei Leuckart. Diese wurden 1815 von Weber beglichen, nachdem Leuckart sie angemahnt hatte.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Deutsche Biographie: Korn, Johann Friedrich - Deutsche Biographie. Abgerufen am 25. Juni 2022.