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Gymnasium Anna-Sophianeum

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Anna-Sophianeum
Schultyp Gymnasium
Schulträger Landkreis Helmstedt
Gründungsjahr 1639
Schülerzahl etwa 1.100 (Stand 2010)
Lehrerzahl etwa 66 (Stand 2017)
Schulleitung Michael Kluge
Anschrift Elmstraße 21
38364 Schöningen
Tel. 05352 907463
Fax: 05352 907465
Website http://www.anna-sophianeum.de

Das Gymnasium Anna-Sophianeum ist ein Gymnasium in Schöningen mit einem zusätzlichen, freiwillig zu besuchenden, vollständigen Ganztagsangebot.

Geschichte[Bearbeiten]

Die braunschweigische Herzoginwitwe Anna-Sophie erwarb 1638 das Gebäude „Markt 33“, das heutige Heimatmuseum, um dort eine Lateinschule einzurichten. Ostern 1640 wurde der Schulbetrieb aufgenommen. Am 5. November 1808 erfolgte die Aufhebung des „Gymnasiums”, der „lateinischen” oder „fürstlichen Schule”, wie sie auch genannt wurde, durch ein Dekret des Königs von Westfalen, Jérôme, Bruder Napoleons. Die Schule wurde als Stadtknabenschule weitergeführt und die höhere Schulbildung endete.

Der Wiederbeginn einer höheren Schulbildung begann ab 1842. Außerdem wurden „Nebenklassen” an der Knaben- und Mädchenschule, in denen befähigte Schülerinnen und Schüler in mehreren Stunden in der Woche Zusatzunterricht in Latein, Englisch und Französisch erhalten hatten, eingerichtet. Ab 1883 wurden diese Klassen auch „Selekta” genannt. Die „Nebenklassen” bzw. „Selekta” wurden nun allmählich von der 1. Knabenbürgerschule getrennt und zu einem selbständigen Schulzweig unter dem Namen „Progymnasium“ oder „Realgymnasium“ zusammengefasst. Ostern 1890 wurde der gymnasiale Schulzweig eröffnet. Der gymnasiale Schulzweig umfasste die Klassen Sexta, Quinta, Quarta. Er sollte den Schülerrinnen und Schülern den Übergang in die Tertia des Helmstedter Gymnasiums ermöglichen.

Der Unterricht des sogenannten Progymnasiums fand von 1890 bis 1892 in den Räumen der städtischen Bürgerschulen, von 1892 bis 1903 in gemieteten Räumen im Hause Heinrich-Jasper-Straße 9 und von 1903 bis 1912 im 1. Stock des „Roten Gebäudes” Ecke Schulstraße/Schützenbahn statt. 1912 erhielt die Schule ein eigenes Gebäude in der Schützenbahn, heute Grundschule. Sie hieß zu diesem Zeitpunkt nun „Städtische Realschule”.

Am 1. September 1910 bekam die Schule einen eigenen Direktor, Dr. Heinrich Hamel, nachdem die Schule von dem Direktor der Bürgerschulen bis dahin mit verwaltet wurde. Die Herzogliche Oberschulkommission wurde am 1. Oktober 1910 vorgesetzte Behörde der Schule. Dieser Tag wird auch als das eigentliche Gründungsdatum der Schule gesehen. Auf dieses Datum verweist eine Seite des Fahnentuches: „Städtische Realschule, gegr. 1. 10. 1910”. Ab 1911 bis 1913 erfolgte schrittweise der Ausbau zu einer sechsklassigen Realschule. Die Schule umfasste ab 1913 die Klassen: Sexta, Quinta, Quarta, Tertia, Sekunda und Prima. Die ersten Schüler verlassen nach bestandener Prüfung Ostern 1914 die sechsklassige Anstalt.

Ab 1926 bis 1928 folgte der Aufbau einer Oberstufe. Zum ersten Mal legten acht Jungen und ein Mädchen in Schöningen im März 1928 ihre Abitur-Prüfung ab. Auf dieses Datum verweist die andere Seite des Fahnentuches: „1928 Ober=Realschule Schöningen”. 1932 wurde die Oberstufe wieder abgebaut und 1934 fanden die letzten Abiturprüfungen statt. Der wiederholte Wiederaufbau der Oberstufe fand ab 1937 statt. Ab 1938 erhielt die Schule die Bezeichnung „Städtische Oberschule”. 1939 fanden nach Wiedereinführung der Oberstufe wieder Abiturprüfungen statt. 1955 wurden die Oberschulen in Gymnasien umbenannt. Zu Ehren der Gründerin der „Hohen Schule”, Markt 33, nennt sich das Schöninger Gymnasium seit 1956 Gymnasium Anna-Sophianeum.

Im Jahr 2006 belegte das Gymnasium Anna-Sophianeum im Rahmen des neu eingeführten niedersächsischen Zentralabiturs mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 2,6 unter 194 öffentlichen Gymnasien einen guten Platz im vorderen Mittelfeld.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2011: Umweltschule in Europa
  • 2011: Abibuch des Jahres 2011 (3. Platz)
  • 2011: Sportfreundliche Schule
  • 2009: Umweltschule in Europa
  • 2007: Umweltschule in Europa
  • 2005: Umweltschule in Europa

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Braunschweiger Zeitung, Zentralabitur: Schobert-Lob für heimische Gymnasien, (Website der Helmstedter Nachrichten, 10. November 2006).