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Helmstedter Chor- und Singschule

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Helmstedter Chor- und Singschule e. V.
Zweck:
Vorsitz: Marina Golombek
Gründungsdatum: 4. März 1970
Sitz: Klosterstraße 12
38350 Helmstedt
Website: helmstedter-chorknaben.de

Die Helmstedter Chor- und Singschule (zuvor Chor & Singschule der Helmstedter Chorknaben, gegründet als Helmstedter Chorknaben) ist ein eingetragener Verein in der Kreisstadt Helmstedt im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen unter dessen Dach mehrere Gruppen vom Schulkind bis zum Erwachsenen musizieren.

Geschichte

Die Helmstedter Chorknaben wurden am 4. März 1970 von Helfried Israel gegründet. Die ersten Proben fanden in Israels Wohnung statt, die fehlenden Männerstimmen wurden von sangesfreudigen Vätern übernommen. Bereits nach kurzer Zeit, am 24. Mai 1970, hatte der junge Chor seinen ersten Auftritt in der Kirche St. Marienberg. Später übten die Chorknaben zunächst in den Bänken der St. Georgskapelle, in der damals noch kein Geschäft war. Danach zogen sie in die Realschule II in der Amtsgasse um später als Gast im Gemeindehaus St. Marienberg zu proben. 1979 schließlich bekam der Chor ein Zuhause. Eltern und Chorknaben hatten gemeinsam ein Jahr lang renoviert und zogen im Klosters St. Marienberg in Räume ein, die sich zum Chorheim entwickelten. Mittlerweile wollten nun auch Mädchen singen und so entstand neben den Helmstedter Chorknaben auch der Helmstedter Mädchenchor. Im Herbst 1982 wurde die Schallplatte Heilig-Abend-Singen in St. Marienberg aufgenommen. Der Chor stand 1983 dreimal vor Fernsehkameras: Im Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), in der Berliner Abendschau und in der Nordschau im Ersten Deutschen Fernsehen. Die Mitgliederzahlen stiegen, sodass 1984 rund 180 Mitglieder 33 öffentliche Auftritte bewältigen.[1]

Mittlerweile drängte sich immer mehr die Frage in den Vordergund, wie eine Zeit nach Helfried Israel aussehen könnte. Es stand fest, dass er den Chor ins 25-jährige Jubiläum führen wollte, aber nicht weiter. Der frisch nach Helmstedt gekommene Propst Heinz Fischer wollte den Chor nicht untergehen sehen und setzte sich für eine Lösung des Problems ein, denn ein ehrenamtlicher Chorleiter war nicht zu finden. So kamen die Stadt Helmstedt, der Landkreis Helmstedt und die Landeskirche Braunschweig überein, gemeinsam eine halbe Stelle für einen Chorleiter zu schaffen. Auf diese Stelle bewarben sich zwei Kandidaten: Thoralf Hildebrandt und Stefan Runge. Nach dem Bewerbungsprozedere wurde Runge 1995 schließlich zum Nachfolger gewählt. Ein Wechsel ist immer mit Unruhe verbunden, und so verließen viele Sänger den Chor mit Helfried Israel, Runge musste sich an sein neues Tätigkeitsfeld gewöhnen und sich in der Stadt Helmstedt mit ihren Eigenheiten einleben.[1]

Im Laufe der Jahre stellte Stefan Runge immer wieder fest, dass sich der Publikumsgeschmack gewandelt hat. Oratorienkonzerte blieben halb leer, Traditionsveranstaltungen wurden nicht besucht. Reagiert hat er darauf, indem nicht mehr besuchte Veranstaltungen gestrichen oder verändert und die verbleibenden Konzerte so gestaltet wurden, dass sie dem heutigen Publikumsgeschmack mehr entsprechen. So betraten die Chorknaben Neuland, als sie zunächst einen Querschnitt durch Die Zauberflöte von Mozart anboten und sich danach an Benatzkis Im weißen Rössl sowie Weills Dreigroschenoper wagten. Der Erfolg der Aufführungen gab ihnen Recht. Ein Programm Sternstunden der Musik mit beliebten Chor- und Solonummern aus der geistlichen Musik wurde ähnlich gut angenommen. Gleichzeitig wurde aus den Helmstedter Chorknaben erst die Chor & Singschule der Helmstedter Chorknaben und 2010 schließlich die heutige Helmstedter Chor- und Singschule.[1]

Diskografie

  • 1983: Helmstedter Chorknaben singen Volkslieder[2] (LP)

Förderverein

Am 25. Juni 2004 wurde der Förderverein Helmstedter Chorknaben gegründet, dessen Zweck die Unterstützung der musikalisch, jugendpflegerischen und sozial wertvollen Arbeit der Helmstedter Chor- und Singschule ist[1].

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d Helmstedter Chor- und Singschule: Festschrift: 40 Jahre Helmstedter Chorknaben, PDF, S. 5–10, 2010, abgerufen am 28. Mai 2024.
  2. Helmstedter Chorknaben Volkslieder In: booklooker.de, abgerufen am 28. Mai 2024.