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St. Stephani (Schöningen)

Aus Helmstedt-Wiki
St. Stephani
Skizze Klosterbezirk St. Lorenz mit Klostermauer, St.-Stephani-Kirche und Stephani-Friedhof (etwa 1760)

Skizze Klosterbezirk St. Lorenz mit Klostermauer, St.-Stephani-Kirche und Stephani-Friedhof (etwa 1760)

Basisdaten
Konfession profaniert (ehem. evangelisch-lutherisch)
Ort Zwischen heutiger Klosterfreiheit und Stephanigasse, Schöningen, Deutschland
Baubeschreibung
Widmung Hl. Stephanus
Koordinaten Koordinaten fehlen! Hilf mit.Koordinaten fehlen!

St. Stephani war ein evangelisch-lutherisches Kirchengebäude zwischen der heutigen Klosterfreiheit und der Stephanigasse in Schöningen.

Geschichte

Die Geschichte der Stephanikirche reicht möglicherweise bis in das frühe Mittelalter zurück. Nach archäologisch-historischen Untersuchungen wurde am südöstlichen Rand einer nach der fränkischen Unterwerfung der Sachsen angelegten Curtis um 816 eine Stephanikirche gegründet. Zu dieser Kirche gehörte ein Kirchhof, der sich nach den Befunden weit in den Bereich der heutigen Straße Klosterfreiheit erstreckte. Die Bewohner des zugehörigen Westendorfs nutzten den Stephanikirchhof als Begräbnisplatz.[1]

Ob diese frühmittelalterliche Stephanikirche ohne Unterbrechung mit der später als St. Stephani bezeichneten Pfarrkirche in Westendorf identisch war oder ob an ihrer Stelle mehrere Kirchenbauten aufeinanderfolgten, lässt sich anhand der derzeit zugänglichen Quellen nicht abschließend klären.

Die spätmittelalterliche Pfarrkirche St. Stephani lag nach Paul Jonas Meier im späteren Westendorf und war ursprünglich die einzige Pfarrkirche Schöningens. Sie wird erstmals für das Jahr 1382 erwähnt. Für das Jahr 1423 ist die Stiftung eines Liebfrauenaltars in der Kirche belegt.[2]

Mit der Entstehung der Pfarrkirche St. Vincenz verlor St. Stephani ihre Bedeutung. Die Kirche verödete allmählich und musste schließlich im Jahr 1776 aufgrund ihres baufälligen Zustands abgebrochen werden.[2]

Der zur Kirche gehörende Friedhof blieb anschließend noch bis etwa 1930 bestehen. Auf dem ehemaligen Friedhofsgelände sind noch einzelne Grabdenkmale erhalten.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Werner Freist: Archäologische Untersuchungen in Schöningen. 1975, S. 381–382.
  2. 2,0 2,1 Paul Jonas Meier: Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Helmstedt. Julius Zwissler, Wolfenbüttel 1896, S. 325 ff.
  3. https://www.torstensuessmuth.de/abi84-gas/info/Stadtrundgang-Schoeningen.pdf