Chronik der Einheitsgemeinde Büddenstedt 1974–2014: Unterschied zwischen den Versionen
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Das 25-jährige Bestehen der Schwimmhalle ist mit einem äußerst abwechslungsreichen Programm am 29. August 1992 gefeiert worden. Es begann zeitig um | Das 25-jährige Bestehen der Schwimmhalle ist mit einem äußerst abwechslungsreichen Programm am 29. August 1992 gefeiert worden. Es begann zeitig um 9:00 Uhr mit einem Volksschwimmen für Jedermann und endete in den späten Abendstunden mit einem Open-Air-Konzert der Gruppen Crunch, [[Keller Blues AG]] und der Admiral Davidson Band, bei dem leider das Wetter dann nicht mehr so mitspielen wollte. In seiner Festansprache stellte der damalige Bürgermeister [[Karl-Heinz Isensee]] stolz fest, dass das Bad seinen Zweck voll erfüllt habe, denn 10.000 Kinder und Erwachsene hätten dort inzwischen das Schwimmen gelernt. | ||
Auf Initiative von Bürgermeister [[Frank Neddermeier]] kamen am 2. April 2003 im Bistro, der ehem. Milchbar, 25 Personen zusammen, um den | Auf Initiative von Bürgermeister [[Frank Neddermeier]] kamen am 2. April 2003 im Bistro, der ehem. Milchbar, 25 Personen zusammen, um den [[Förderverein Schwimmbad Büddenstedt]] zu gründen. Erster Vorsitzender wurde Ulrich Lempart; ihm folgten 2005 Wilfried Rittmeyer und 2012 [[Frank Neddermeier]]. | ||
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Errichtung, Unterhaltung, Pflege und den Ausbau von Teilen und Zusatzeinrichtungen des Schwimmbades, ggf. auch durch finanzielle Unterstützung des Trägers, nach besten Kräften zu fördern. Ende 2010 zählt der Förderverein bereits 83 Mitglieder. Zur Erhöhung der Attraktivität des Schwimmbades führt der Verein jährliche Veranstaltungen wie zum Beispiel das Liegewiesenfest, Spiel ohne Grenzen, 12- Stunden-Schwimmen, Candlelight-Schwimmen und Fensterbemalen für Kinder durch. | Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Errichtung, Unterhaltung, Pflege und den Ausbau von Teilen und Zusatzeinrichtungen des Schwimmbades, ggf. auch durch finanzielle Unterstützung des Trägers, nach besten Kräften zu fördern. Ende 2010 zählt der Förderverein bereits 83 Mitglieder. Zur Erhöhung der Attraktivität des Schwimmbades führt der Verein jährliche Veranstaltungen wie zum Beispiel das Liegewiesenfest, Spiel ohne Grenzen, 12- Stunden-Schwimmen, Candlelight-Schwimmen und Fensterbemalen für Kinder durch. | ||
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Die bestehenden Mietverträge bleiben unangetastet. Mieterhöhungen sollen, wie in der Vergangenheit auch, erst bei Modernisierungsmaßnahmen zum Tragen kommen, die aber vorher mit den Mietern abgestimmt werden. Vom ausgehandelten Kaufpreis von rd. vier Millionen Euro werden zunächst nur zwei Millionen an die Gemeinde ausgezahlt, für 270.000 € erhält die Gemeinde weitere stimmberechtigte Anteile an der KWG und der Restbetrag von 1,73 Millionen wird der KWG als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt. | Die bestehenden Mietverträge bleiben unangetastet. Mieterhöhungen sollen, wie in der Vergangenheit auch, erst bei Modernisierungsmaßnahmen zum Tragen kommen, die aber vorher mit den Mietern abgestimmt werden. Vom ausgehandelten Kaufpreis von rd. vier Millionen Euro werden zunächst nur zwei Millionen an die Gemeinde ausgezahlt, für 270.000 € erhält die Gemeinde weitere stimmberechtigte Anteile an der KWG und der Restbetrag von 1,73 Millionen wird der KWG als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt. | ||
=== Lebenszentrum Reinsdorf | === Lebenszentrum Reinsdorf === | ||
Eine der wichtigen sozialen Einrichtungen in Reinsdorf ist das Lebenszentrum | Eine der wichtigen sozialen Einrichtungen in Reinsdorf ist das Lebenszentrum. Im Jahre 1973 entschloss sich die Schwesternkommunität „Steh auf!“ aus Berlin, in Reinsdorf ein 8.400 qm großes Gelände anzukaufen. Wohnhaus und Park sollten der Erholung dienen, der große Wirtschaftsgarten der Selbstversorgung. | ||
Zunächst sollte drogenabhängigen Menschen der Ausweg aus der Sucht ermöglicht werden, später aber konzentrierten sich die sechs evangelischen Schwestern auf die Arbeit mit psychisch kranken und labilen jungen Menschen. | Zunächst sollte drogenabhängigen Menschen der Ausweg aus der Sucht ermöglicht werden, später aber konzentrierten sich die sechs evangelischen Schwestern auf die Arbeit mit psychisch kranken und labilen jungen Menschen. | ||
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Infolge Verkaufs durch die Schwesternschaft ist das Lebenszentrum Reinsdorf im Hause Schwalbenweg 8 seit August 2001 unter neuer Trägerschaft. Hauptaufgabe ist weiterhin die Betreuung von Menschen mit psychischer Erkrankung mit dem Ziel der Reintegration in die Gesellschaft. Hierzu gehört ebenso das Angebot des ambulant betreuten Wohnens für seelisch Behinderte. Im Lebenszentrum Reinsdorf stehen im Wohn- und Betreuungsbereich insgesamt 33 Plätze zur Verfügung. | Infolge Verkaufs durch die Schwesternschaft ist das Lebenszentrum Reinsdorf im Hause Schwalbenweg 8 seit August 2001 unter neuer Trägerschaft. Hauptaufgabe ist weiterhin die Betreuung von Menschen mit psychischer Erkrankung mit dem Ziel der Reintegration in die Gesellschaft. Hierzu gehört ebenso das Angebot des ambulant betreuten Wohnens für seelisch Behinderte. Im Lebenszentrum Reinsdorf stehen im Wohn- und Betreuungsbereich insgesamt 33 Plätze zur Verfügung. | ||
Mit Veräußerung des Lebenszentrums bekam auch das Fachwerkhaus Alte Dorfstraße 11 einen neuen Besitzer. Seit dem Sommer 2001 befindet sich dort das kleine Kloster St. Walpurgis, in dem anfangs | Mit Veräußerung des Lebenszentrums bekam auch das Fachwerkhaus Alte Dorfstraße 11 einen neuen Besitzer. Seit dem Sommer 2001 befindet sich dort das kleine Kloster St. Walpurgis, in dem anfangs drei Mönche des Vereins [[Bruderschaft St. Walpurgis]] wohnten. Im Herbst 2003 wurde von den Mönchen der Klosterladen Reinsdorf eröffnet; zu seinem Angebot gehörten Körperpflegeprodukte aus eigener Herstellung, verschiedene Klosterbiere und –liköre, feines Gebäck, handgefertigte Kerzen. Der Betrieb des Klosterladens wurde allerdings im Laufe des Jahres 2009 wieder eingestellt. | ||
=== Bank- und Postversorgung === | === Bank- und Postversorgung === | ||
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Eine weitere wichtige kulturelle Institution ist das Heimatmuseum in Reinsdorf, Alte Dorfstraße 3. Schon seit August 1983 wurde durch das Mitteilungsblatt der Gemeinde die Bevölkerung aufgerufen, Objekte aus dem täglichen Leben für das Museum zu spenden. Bilder, Maschinen, Geräte und andere Gegenstände, die beredtes Zeugnis über Leben und Arbeiten in der Region abgeben können, wurden gesammelt. | Eine weitere wichtige kulturelle Institution ist das Heimatmuseum in Reinsdorf, Alte Dorfstraße 3. Schon seit August 1983 wurde durch das Mitteilungsblatt der Gemeinde die Bevölkerung aufgerufen, Objekte aus dem täglichen Leben für das Museum zu spenden. Bilder, Maschinen, Geräte und andere Gegenstände, die beredtes Zeugnis über Leben und Arbeiten in der Region abgeben können, wurden gesammelt. | ||
Am 23. April 1986 fanden sich 14 Einwohner im Sitzungssaal des Rathauses ein, um den | Am 23. April 1986 fanden sich 14 Einwohner im Sitzungssaal des Rathauses ein, um den [[Förderkreis Heimatmuseum Büddenstedt]] ins Leben zu rufen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Gemeindedirektor Wolfgang Walter gewählt. Die Museumsleitung übernahm Hans Germer. Der Vorstand tagte einmal monatlich, dann bald nach Bedarf. Zur Sichtung der Bestände und für die Arbeiten der Inventarisierung wurde ein Arbeitskreis gebildet. Treue Helfer der ersten Stunde sind Harri Steffens, Bernd Löffler und Hermann Wesemann. | ||
Mit einer Feierstunde wurde am 08. Juli 1989 das Heimatmuseum eröffnet. Zu sehen ist eine ansprechende und sehr informative Ausstellung, die den Anforderungen eines modernen Museums gerecht wird. Hans Germer konnte bis Jahresende schon 450 Besucher in seinem Hause begrüßen, bis Ende 1990 wurden es sogar etwa 750. Der Bestand des Heimatmuseums umfasste bald über 700 Exponate, als zentrale Gattung vor allem Töpferei- und Keramikarbeiten aus Sommersdorf und Sommerschenburg, aber auch eine Küche mit 40 bis 50 Jahre altem Geschirr. | Mit einer Feierstunde wurde am 08. Juli 1989 das Heimatmuseum eröffnet. Zu sehen ist eine ansprechende und sehr informative Ausstellung, die den Anforderungen eines modernen Museums gerecht wird. Hans Germer konnte bis Jahresende schon 450 Besucher in seinem Hause begrüßen, bis Ende 1990 wurden es sogar etwa 750. Der Bestand des Heimatmuseums umfasste bald über 700 Exponate, als zentrale Gattung vor allem Töpferei- und Keramikarbeiten aus Sommersdorf und Sommerschenburg, aber auch eine Küche mit 40 bis 50 Jahre altem Geschirr. | ||
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=== Sportvereine === | === Sportvereine === | ||
Der älteste Sportverein ist der Verein | Der älteste Sportverein ist der Verein [[Glückauf Neu Büddenstedt]]. Gegründet wurde er im Jahre 1931 im alten Dorf Büddenstedt, als sich fußballbegeisterte Jugendliche zusammenfanden und den FC Büddenstedt gründeten. So spielten sie bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges zusammen Fußball. Nach Kriegsende 1945 wurde dann der Verein „Glückauf“ Neu Büddenstedt mit den alten Farben des FC gegründet. Der erste Vorsitzende wurde seinerzeit Sportfreund John, sein Stellvertreter Hans Dullek. Neben der Fußballabteilung wurden Abteilungen für Handball, Tischtennis und eine Schwimmabteilung gegründet. Nach den Mitgliederaustritten im Jahre 1950 wurde bis 1988 nur noch Fußball gespielt. Schon 1978 hatte sich der Verein entschlossen, auch eine Tennisabteilung zu eröffnen. Im Herbst 1988 konnte endlich auf dem Gelände am Hallenbad die Tennisanlage entstehen. | ||
Im Jahre 1958 übernahm Werner Hagendorf den Vereinsvorsitz, den er nach 26jähriger Tätigkeit 1984 an Wilfried Rittmeyer abgab. Seit 1997 bekleidet Lothar Zurek das Amt des ersten Vorsitzenden. Verzeichnete der Verein Ende der 80er Jahre mit etwa 230 Sportlerinnen und Sportlern nahezu konstante Mitgliederzahlen, die in den Folgejahren sogar weiter anstiegen, gehen die Zahlen nun auch hier zurück. Zum Jahresanfang 2011 hat der Verein insgesamt 189 Mitglieder. | Im Jahre 1958 übernahm Werner Hagendorf den Vereinsvorsitz, den er nach 26jähriger Tätigkeit 1984 an Wilfried Rittmeyer abgab. Seit 1997 bekleidet Lothar Zurek das Amt des ersten Vorsitzenden. Verzeichnete der Verein Ende der 80er Jahre mit etwa 230 Sportlerinnen und Sportlern nahezu konstante Mitgliederzahlen, die in den Folgejahren sogar weiter anstiegen, gehen die Zahlen nun auch hier zurück. Zum Jahresanfang 2011 hat der Verein insgesamt 189 Mitglieder. | ||
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=== Schützenvereine === | === Schützenvereine === | ||
Zu den traditionellen Vereinen gehören auch die Schützenvereine. Der älteste ist der | Zu den traditionellen Vereinen gehören auch die Schützenvereine. Der älteste ist der [[Schützenverein von 1953 Neu Büddenstedt]], der im Jahre 1953 in der „Siedler- Klause“ in der Birkenstraße gegründet wurde. Der Wirt des Lokals, Otto Fromm, war auch der erste Vorsitzende. Nach einjährigem Bestehen hatte der Verein schon 20 Mitglieder. 1956 konnte eine Damenabteilung gegründet werden. Eine Pause trat im Vereinsleben von 1969 bis 1974 ein, die aber mit der Wiederbelebung durch einen neuen Vorsitz und nun regelmäßigem Training beendet werden konnte. Den Vorsitz hatte Karl Petersen übernommen, dem 1977 Gerhard Hejl folgte, der dieses Amt auch 1983 bis 1991 wieder übernahm. In den Jahren 1981 und 1982 hatte Wolfram Schäfer den Verein geführt. Von 1991 bis 1999 übernahm Joachim Tietz den Vorsitz und von 1999 bis 2004 Jürgen Seidl. Seit 2004 leitet Brigitte Joller den Schützenverein. | ||
1986 zählte der Verein 100 Mitglieder und zum Jahresbeginn 2011 sind es noch 55. Seinen 50. Geburtstag nahm der Schützenverein Neu Büddenstedt zum Anlass, vom 29. August bis zum 01. September 2003 das Büddenstedter Volksfest auszurichten. | 1986 zählte der Verein 100 Mitglieder und zum Jahresbeginn 2011 sind es noch 55. Seinen 50. Geburtstag nahm der Schützenverein Neu Büddenstedt zum Anlass, vom 29. August bis zum 01. September 2003 das Büddenstedter Volksfest auszurichten. | ||
Der | Der [[Schützenverein von 1959 Offleben]] wurde, wie der Name schon sagt, im Jahre 1959 in Offleben von 19 Bewohnern gegründet. Seit 1960 veranstaltete der Verein das Königsschießen, seit 1965 gab es eine Vereinsfahne. Zuerst fanden die Übungsabende in der Gaststätte „Zum Kohlenpott“ statt und ab 1977 dann im Schießzentrum in Reinsdorf. Vorsitzende waren von 1959 bis 1963 Otto Seifarth, bis 1972 Fritz Wulst, bis 1977 Hubert Hillmann, bis 1978 Jürgen Weisser und von 1978 - 1991 Lutz-Werner Hasse. 1986 hatte der Verein noch 50 Mitglieder. Nach immer weiter sinkenden Mitgliederzahlen kam die Vereinsarbeit 1991 aber zum Erliegen. Doch im September 2006 wurden Initiativen zur Weiterführung des Offlebener Schützenvereins ergriffen; 21 Vereinsmitglieder fanden sich wieder zusammen und wählten Heiko Jeglortz zum ersten Vorsitzenden. Am 30. 01. 2007 erfolgte auch der Neueintrag im Vereinsregister. Der Verein erfreut sich regen Zuspruchs, so dass sich die anfängliche Mitgliederzahl zum Jahresende 2010 schon verdoppelt hat. | ||
Dritter Schützenverein ist der „Schützenverein Reinsdorf/Hohnsleben“, der am 31. Januar 1959 gegründet wurde. Erster Vorsitzender war Ernst Wietfeld, 1962 löste ihn Friedrich Stern ab. Seine Nachfolger waren 1968 Hans Merten, 1969 Franz Wärmer jun., 1979 Berthold Wreczycki, 1983 Franz Wärmer, 1990 Eberhard Gurkasch, 1999 Dr. Karl-Heinz Magosch, 2003 erneut Franz Wärmer und ab Juni 2011 Bärbel Laschinsky. Seit 1972 gibt es auch eine Vereinsfahne, auf der die Symbole der BKB (Hammer und Schlegel) und des Phoenixwerkes (Reifen) zu sehen sind. Beide Betriebe hatten Spenden dafür gegeben. Im Rahmen eines Volks- und Schützenfestes erfolgte am 12. August 1973 die Fahnenweihe auf dem ehemaligen Schulhof in Reinsdorf. Mit Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Helmstedt am 18. März 1975 trägt der Verein nunmehr den Namen | Dritter Schützenverein ist der „Schützenverein Reinsdorf/Hohnsleben“, der am 31. Januar 1959 gegründet wurde. Erster Vorsitzender war Ernst Wietfeld, 1962 löste ihn Friedrich Stern ab. Seine Nachfolger waren 1968 Hans Merten, 1969 Franz Wärmer jun., 1979 Berthold Wreczycki, 1983 Franz Wärmer, 1990 Eberhard Gurkasch, 1999 Dr. Karl-Heinz Magosch, 2003 erneut Franz Wärmer und ab Juni 2011 Bärbel Laschinsky. Seit 1972 gibt es auch eine Vereinsfahne, auf der die Symbole der BKB (Hammer und Schlegel) und des Phoenixwerkes (Reifen) zu sehen sind. Beide Betriebe hatten Spenden dafür gegeben. Im Rahmen eines Volks- und Schützenfestes erfolgte am 12. August 1973 die Fahnenweihe auf dem ehemaligen Schulhof in Reinsdorf. Mit Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Helmstedt am 18. März 1975 trägt der Verein nunmehr den Namen [[Schützenverein Reinsdorf-Hohnsleben 1959]]. | ||
Zum Üben standen von 1959 bis 1964 der Saal der Reinsdorfer Gastwirtschaft „Zum Landhaus“ und ab 1965 die „Gaststätte Ernst“ in Hohnsleben zur Verfügung. Als aber die Gaststätte 1973 schloss, war auch der Verein heimatlos. Zuerst wurde mit den Schützen in Offleben zusammen geübt, bis dann 1974 die Gemeinde Büddenstedt nach der Zusammenlegung der Gemeinden den Bau einer zentralen Schießanlage in der ehem. Schule in Reinsdorf befürwortete. 1976 wurde dort mit dem Schießbetrieb begonnen. Die Mitgliederstärke von 87 im Jahre 1989 ging jedoch bis 2011 auf 45 Vereinsmitglieder zurück. | Zum Üben standen von 1959 bis 1964 der Saal der Reinsdorfer Gastwirtschaft „Zum Landhaus“ und ab 1965 die „Gaststätte Ernst“ in Hohnsleben zur Verfügung. Als aber die Gaststätte 1973 schloss, war auch der Verein heimatlos. Zuerst wurde mit den Schützen in Offleben zusammen geübt, bis dann 1974 die Gemeinde Büddenstedt nach der Zusammenlegung der Gemeinden den Bau einer zentralen Schießanlage in der ehem. Schule in Reinsdorf befürwortete. 1976 wurde dort mit dem Schießbetrieb begonnen. Die Mitgliederstärke von 87 im Jahre 1989 ging jedoch bis 2011 auf 45 Vereinsmitglieder zurück. | ||
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1962 hatte Wolfgang Gebler das Mädchen-Trompeten-, Hörner- und Fanfarencorps „Die Blaumeisen“ gegründet. Hervorgegangen war dieser Verein aus einer Jugendgruppe mit Heimatabenden, Spielen, Theater, Volkstanz und Fahrten. Mit seinen 18 Mädchen war es das erste Mädchencorps in der Bundesrepublik. Die Mädchen kamen aus Offleben, aber auch aus Schöningen, Helmstedt und dem Südkreis; 1989 waren es sogar 80 Aktive. Auch international traten die Mädchen auf, so z. B. in Frankreich, England, Belgien, Italien, Luxemburg, Österreich und in der Schweiz. In den Jahren seines Bestehens errang das Corps viele Preise: 63 Mal wurde es Bezirksjugendmeister, 21 Mal Niedersachsen-Jugendmeister, 12 Mal Deutscher Jugendmeister, drei Mal Jugend-Europa-Pokalsieger und 2 Mal Sieger des Deutschland Pokals der Jugend. Für seine Verdienste bekam Wolfgang Gelber 1988 das Bundesverdienstkreuz. Von 1993 bis 1997 übernahm Manfred Meyer den Vorsitz und ab 1997 wurden die Blaumeisen von Antje Keune geführt. | 1962 hatte Wolfgang Gebler das Mädchen-Trompeten-, Hörner- und Fanfarencorps „Die Blaumeisen“ gegründet. Hervorgegangen war dieser Verein aus einer Jugendgruppe mit Heimatabenden, Spielen, Theater, Volkstanz und Fahrten. Mit seinen 18 Mädchen war es das erste Mädchencorps in der Bundesrepublik. Die Mädchen kamen aus Offleben, aber auch aus Schöningen, Helmstedt und dem Südkreis; 1989 waren es sogar 80 Aktive. Auch international traten die Mädchen auf, so z. B. in Frankreich, England, Belgien, Italien, Luxemburg, Österreich und in der Schweiz. In den Jahren seines Bestehens errang das Corps viele Preise: 63 Mal wurde es Bezirksjugendmeister, 21 Mal Niedersachsen-Jugendmeister, 12 Mal Deutscher Jugendmeister, drei Mal Jugend-Europa-Pokalsieger und 2 Mal Sieger des Deutschland Pokals der Jugend. Für seine Verdienste bekam Wolfgang Gelber 1988 das Bundesverdienstkreuz. Von 1993 bis 1997 übernahm Manfred Meyer den Vorsitz und ab 1997 wurden die Blaumeisen von Antje Keune geführt. | ||
Trotz sinkender Mitgliederzahlen herrschte ein reges Vereinsleben. So wurde zum Beispiel 1996 eine Vereinsfahrt nach England unternommen und am 18. 08. 2002 im Rahmen eines öffentlichen Musiknachmittages mit verschiedenen Musikzügen und –vereinen im Dorfgemeinschaftshaus Offleben das 40jährige Bestehen des Vereins | Trotz sinkender Mitgliederzahlen herrschte ein reges Vereinsleben. So wurde zum Beispiel 1996 eine Vereinsfahrt nach England unternommen und am 18. 08. 2002 im Rahmen eines öffentlichen Musiknachmittages mit verschiedenen Musikzügen und –vereinen im Dorfgemeinschaftshaus Offleben das 40jährige Bestehen des Vereins [[Blau-Weiß Offleben – Die Blaumeisen]] gefeiert. Zum Jahresende 2004 bestand der Verein allerdings nur noch aus 11 aktiven Mitgliedern, 4 aktiven Betreuern sowie 27 passiven Mitgliedern. Letztendlich konnten keine Auftritte mehr wahrgenommen werden, weil zum einen Nachwuchs fehlte und zum anderen aus beruflichen Gründen nicht mehr genügend Aktive zur Verfügung standen. Am 16. August 2009 hat die Mitgliederversammlung schließlich schweren Herzens die Auflösung des einst so erfolgreichen Vereins beschlossen. | ||
Das verbliebene Vermögen von rd. 1.956 € ist gemäß Vereinssatzung zweckgebunden auf die Gemeinde Büddenstedt zur Förderung der Jugendarbeit im Musikwesen übergegangen. Daraus konnten für beide Kindergärten, die Grundschule sowie den Bergmanns- Spielmannszug Musikinstrumente u. Ausrüstungsgegenstände beschafft werden. | Das verbliebene Vermögen von rd. 1.956 € ist gemäß Vereinssatzung zweckgebunden auf die Gemeinde Büddenstedt zur Förderung der Jugendarbeit im Musikwesen übergegangen. Daraus konnten für beide Kindergärten, die Grundschule sowie den Bergmanns- Spielmannszug Musikinstrumente u. Ausrüstungsgegenstände beschafft werden. | ||
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Nach dem Tod von Hans Wawerczin im Jahre 1996 wurde die Betreuung des Ortsverbandes Offleben vom Ortsverband Büddenstedt mit übernommen. Aufgrund immer weiter sinkender Mitgliederzahlen wurde die Arbeit des Ortsverbandes Büddenstedt/Offleben dann im Jahre 2002 eingestellt. | Nach dem Tod von Hans Wawerczin im Jahre 1996 wurde die Betreuung des Ortsverbandes Offleben vom Ortsverband Büddenstedt mit übernommen. Aufgrund immer weiter sinkender Mitgliederzahlen wurde die Arbeit des Ortsverbandes Büddenstedt/Offleben dann im Jahre 2002 eingestellt. | ||
Als eine weitere Vereinigung nicht nur zum Schutz der Leidtragenden des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsbund der Kriegsopfer und Behinderten, Sozialrentner und Hinterbliebenen | Als eine weitere Vereinigung nicht nur zum Schutz der Leidtragenden des Zweiten Weltkrieges wurde der Verein [[Reichsbund der Kriegsopfer und Behinderten, Sozialrentner und Hinterbliebenen Neu Büddenstedt]] im Jahre 1952 gegründet. Schon vorher waren die 42 Mitglieder von der Ortsgruppe Schöningen als Stützpunkt betreut worden. Von 1955 bis 1980 war Hans Dullek erster Vorsitzender; seine Nachfolger waren Karl Petersen bis 1988 und Heinz Knigge bis 1995. Anschließend übernahm Otto Werner den Vorsitz, der auch Ansprechpartner für den Ortsverband Offleben wurde, nachdem der dortige Vorsitzende Otto Piper 1995 verstorben war. Am 7. Oktober 1999 erhielt der Reichsbund offiziell den neuen Namen „Sozialverband Deutschland“. Infolge zurückgegangener Mitgliederzahlen verfügt der Ortsverband Büddenstedt/Offleben seit 2002 über keinen eigenen Vorstand mehr. Die Betreuung der in 2007 zu verzeichnenden rd. 30 Mitglieder aus der Gemeinde Büddenstedt erfolgt seither über den Ortsverband Helmstedt. | ||
Eine weitere Interessengemeinschaft ist der 1937 gegründete | Eine weitere Interessengemeinschaft ist der 1937 gegründete [[Haus- und Grundbesitzerverein Offleben]]. Er hatte vor allem die Aufgabe, Verhandlungen mit den BKB über Entschädigungen zu führen. Aufgrund verschiedener von den Betriebsstätten ausgehenden Belästigungen und Beschädigungen an Häusern, Grundstücken und in den Gärten mussten sich die Bürger zusammenschließen. Nach 1945 wurde der Verein geführt von Erich Herbst, Bernhard Schulze, Otto Golus und Willi Smuda. Von 1994 bis 2008 stand Klaus Domeier dem Haus- und Grundbesitzerverein vor. Im Mai 2008 hat Jürgen Röber den Vorsitz übernommen. Ende der 80iger Jahre waren immerhin noch 141 Mitglieder im Verein organisiert; rund 15 Jahre später ist auch hier ein Rückgang auf 89 Mitglieder zum Jahresende 2004 zu verzeichnen. | ||
Viel unbeschwerter ist der Grund, der seit 1946 Naturfreunde zusammenführt. Um Wanderungen, Volkstänze und das Singen von Liedern ging es nach dem Zweiten Weltkrieg Erwin Behrens und Hans Hartwig, die den Touristenverein „Die Naturfreunde“ gründeten. Der erste Vorsitzende wurde Paul Adamitz, 1953 löste ihn Hans Hartwig ab. Oskar Proksch folgte 1963 und von 1983 bis 2006 leitete Ludwig Tillmanns den Verein. Im Januar 2007 wurde Ulrich Ochsendorf zum neuen Vorsitzenden gewählt. | Viel unbeschwerter ist der Grund, der seit 1946 Naturfreunde zusammenführt. Um Wanderungen, Volkstänze und das Singen von Liedern ging es nach dem Zweiten Weltkrieg Erwin Behrens und Hans Hartwig, die den Touristenverein „Die Naturfreunde“ gründeten. Der erste Vorsitzende wurde Paul Adamitz, 1953 löste ihn Hans Hartwig ab. Oskar Proksch folgte 1963 und von 1983 bis 2006 leitete Ludwig Tillmanns den Verein. Im Januar 2007 wurde Ulrich Ochsendorf zum neuen Vorsitzenden gewählt. | ||
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=== Bergmanns- und Siedlervereine === | === Bergmanns- und Siedlervereine === | ||
Zu den ältesten Vereinen im Gemeindegebiet zählt der Bergmannsverein Glückauf Büddenstedt von 1907 | Zu den ältesten Vereinen im Gemeindegebiet zählt der [[Bergmannsverein Glückauf Büddenstedt von 1907]], der wie die Jahreszahl erkennen lässt, schon im Jahre 1907 im alten Büddenstedt gegründet worden ist. Die Bergleute pflegten Kameradschaft und Geselligkeit besonders, da man während der oft gefährlichen Arbeit sehr aufeinander angewiesen war. Die Vereinsmitglieder trugen gleichartige Uniformen und pflegten den Kontakt unter einer gemeinsamen Fahne mit der Inschrift „Gott schütze mit starker Hand den Bergmannsstand“. Nach den Kriegsjahren wurde der Verein 1951 in Neu Büddenstedt zu neuem Leben erweckt. | ||
Zwei Jahre darauf wurde der Bergmanns-Spielmannszug gegründet, der 1960 schon aus 20 Trommlern und Pfeifern bestand. Den Spielmannszug leitete von 1956 bis 1981 Karl Magnus, 1981/1982 Detlef Später, von 1983 bis 1993 Wolfgang Ehrhardt und seit 1993 Siegfried Marquardt. | Zwei Jahre darauf wurde der Bergmanns-Spielmannszug gegründet, der 1960 schon aus 20 Trommlern und Pfeifern bestand. Den Spielmannszug leitete von 1956 bis 1981 Karl Magnus, 1981/1982 Detlef Später, von 1983 bis 1993 Wolfgang Ehrhardt und seit 1993 Siegfried Marquardt. | ||
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Der Bergmanns-Siedlerverein | Der [[Bergmanns-Siedlerverein]], der 1936 gegründet wurde und ursprünglich „Siedlergemeinschaft“ hieß, verfolgte anfänglich lediglich wirtschaftliche Ziele. Er sollte den Siedlern beim Bau ihrer Häuser helfen. 1946 hatte der Verein schon 200 Mitglieder unter der Leitung von Erich Schrader. Die Vorsitzenden waren seit 1950 Otto Fromm, Erich Lietz und Willi Witzschke, 1974 Karl Bondiek, 1976 Kurt Malcher, 1993 Fred Thiemann, 1996 Herbert Masche und seit 2003 Birgit Marquardt. Zwischenzeitlich erhöhte sich 1986 die Mitgliederstärke auf einen Stand von 330; im Frühjahr 2011 zählt der Bergmanns- Siedlerverein 167 Mitglieder. | ||
Nach wie vor bietet der Verein seinen Mitgliedern den Verleih von Geräten wie Vertikutierer, Schredder usw. an und ist in Fragen der Frühjahrsbestellung und Haftpflichtversicherung behilflich. Zu den Aktivitäten gehörten bzw. gehören auch die Ausrichtung von Volksfesten - wie zuletzt 1996 - sowie regelmäßige Veranstaltungen zur Pflege der Gemeinschaft in Form von Fahrten, dem jährlichen Erntedankfest und vieles mehr. | Nach wie vor bietet der Verein seinen Mitgliedern den Verleih von Geräten wie Vertikutierer, Schredder usw. an und ist in Fragen der Frühjahrsbestellung und Haftpflichtversicherung behilflich. Zu den Aktivitäten gehörten bzw. gehören auch die Ausrichtung von Volksfesten - wie zuletzt 1996 - sowie regelmäßige Veranstaltungen zur Pflege der Gemeinschaft in Form von Fahrten, dem jährlichen Erntedankfest und vieles mehr. | ||
Ein weiterer Zusammenschluss von Siedlern vollzog sich in | Ein weiterer Zusammenschluss von Siedlern vollzog sich in dem Verein [[Siedlergemeinschaft der Bergmannswohnstätten Offleben]], der im Jahre 1953 gegründet wurde. Hier wollten sich die Siedler der Bergmannswohnstätten in Offleben zusammenschließen, um gemeinsame Interessen nachhaltiger vertreten zu können. Sie trafen sich aber auch, um den Gemeinschaftsgeist und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu pflegen. Die Vorsitzenden waren Wilhelm Wienzek, 1954 folgte Ernst Roehse, 1965 Erich Winterberg, 1987 Dieter Johr und seit 1997 Ilse-Marie Sputh. Ende der 80er Jahre waren 110 und 2004 noch 43 Mitglieder im Verein organisiert, die mit den verschiedensten Veranstaltungen im Jahr ihre Gemeinschaft pflegten. Wegen weiter sinkender Mitgliederzahlen entschloss sich der Vorstand im Frühjahr 2011, die Vereinsarbeit vorerst ruhen zu lassen. | ||
=== Züchter- und Gartenvereine === | === Züchter- und Gartenvereine === | ||
Der „Geflügelzuchtverein Neu Büddenstedt“ wurde am 29. April 1960 von 12 Zucht- freunden gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wählten sie Willi Domeier, der dieses Amt 1962 an Dieter Schöppe weiter gab. 1965 zählte der Verein bereits 42 Mitglieder. Er führte Ausstellungen durch und beteiligte sich regelmäßig mit großem Erfolg an überregionalen Veranstaltungen. Die größte Rasse-Geflügelschau der ganzen Region wurde im Jahre 1980 ausgerichtet, als aus Anlass des 20jährigen Bestehens 114 Züchter 1.010 Tiere ausstellten. Trotz der im Laufe der Jahre auf 21 zurückgegangenen Mitgliederzahl organisiert der Verein nach wie vor neben seiner alljährlichen großen Geflügelschau (anfangs im Rathaussaal, seit einigen Jahren im großen Saal des Offlebener Dorfgemeinschaftshauses) auch regelmäßig in den Sommermonaten ein Hähne-Wettkrähen sowie einen Kleintiermarkt auf der Wiese hinter dem Büddenstedter Rathaus. Nach 48jähriger Vorstandstätigkeit hat Dieter Schöppe im Frühjahr 2010 den Vorsitz an seinen Nachfolger Hans-Jürgen Pasemann abgegeben. | Der „Geflügelzuchtverein Neu Büddenstedt“ wurde am 29. April 1960 von 12 Zucht- freunden gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wählten sie Willi Domeier, der dieses Amt 1962 an Dieter Schöppe weiter gab. 1965 zählte der Verein bereits 42 Mitglieder. Er führte Ausstellungen durch und beteiligte sich regelmäßig mit großem Erfolg an überregionalen Veranstaltungen. Die größte Rasse-Geflügelschau der ganzen Region wurde im Jahre 1980 ausgerichtet, als aus Anlass des 20jährigen Bestehens 114 Züchter 1.010 Tiere ausstellten. Trotz der im Laufe der Jahre auf 21 zurückgegangenen Mitgliederzahl organisiert der Verein nach wie vor neben seiner alljährlichen großen Geflügelschau (anfangs im Rathaussaal, seit einigen Jahren im großen Saal des Offlebener Dorfgemeinschaftshauses) auch regelmäßig in den Sommermonaten ein Hähne-Wettkrähen sowie einen Kleintiermarkt auf der Wiese hinter dem Büddenstedter Rathaus. Nach 48jähriger Vorstandstätigkeit hat Dieter Schöppe im Frühjahr 2010 den Vorsitz an seinen Nachfolger Hans-Jürgen Pasemann abgegeben. | ||
Schon 1911 war der | Schon 1911 war der [[Kaninchenzuchtverein F 10 Offleben]] gegründet worden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er 1946 durch Fritz Rheinsberg, seinem ersten Vorsitzenden bis 1949, zu neuem Leben erweckt. Victor Schweineberg wurde sein Nachfolger bis 1969, ihm wiederum folgten Siegfried und Thomas Bode sowie seit 2001 Bernward Morcinek. 1973 konnte eine Jugendgruppe und 1976 eine Frauengruppe gebildet werden. Beide Gruppen sind seit jeher sehr aktiv und beteiligen sich erfolgreich an Ausstellungen und Wettbewerben. Die Frauengruppe hat am 21. 02. 2001 ihr 25jähriges Jubiläum feiern können. Zur Tradition für das Gemeindeleben geworden ist inzwischen die jeweils am ersten Adventswochenende eines jeden Jahres im großen Saal des Dorfgemeinschaftshauses Offleben stattfindene Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins, der im Jahre 1994 seinen Namen in [[Rasse- Kaninchenzuchtverein F 10 Offleben von 1911]] geändert hat. Gehörten 1986 insgesamt 105 Mitglieder zu diesem Verein, so sind es Ende 2010 immerhin noch 46 Altzüchter, 23 Frauen und 7 Jungzüchter. | ||
Auch in den drei Gemeinden Neu Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf/Hohnsleben gab es Schrebergärten und Kleingartenfreunde. Sie schlossen sich schon sehr früh zusammen. In Neu Büddenstedt war dies 1946 der Fall, als der „Schrebergartenverein Neu Büddenstedt“ gegründet wurde. Gustav Behrens war der Initiator und erster Vorsitzender, der ein Jahr nach Gründung schon immerhin 231 Gärten für den Verein zur Verfügung stellen konnte. Seine Nachfolger waren Hanno Müller, Bernhard Viets, Klaus-Dieter Gerstmeier von 1981 bis 2006, bis Jahresanfang 2014 Michael Klinghardt und seitdem erneut Klaus-Dieter Gerstmeier. | Auch in den drei Gemeinden Neu Büddenstedt, Offleben und Reinsdorf/Hohnsleben gab es Schrebergärten und Kleingartenfreunde. Sie schlossen sich schon sehr früh zusammen. In Neu Büddenstedt war dies 1946 der Fall, als der „Schrebergartenverein Neu Büddenstedt“ gegründet wurde. Gustav Behrens war der Initiator und erster Vorsitzender, der ein Jahr nach Gründung schon immerhin 231 Gärten für den Verein zur Verfügung stellen konnte. Seine Nachfolger waren Hanno Müller, Bernhard Viets, Klaus-Dieter Gerstmeier von 1981 bis 2006, bis Jahresanfang 2014 Michael Klinghardt und seitdem erneut Klaus-Dieter Gerstmeier. | ||
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Zum Frühjahr 2011 verfügt das Kleingartengelände noch über 39 Gartenparzellen, von denen 35 verpachtet sind. Der Verein besteht aus insgesamt 62 Mitgliedern, die sich in 32 aktive und 30 passive Mitglieder splitten. | Zum Frühjahr 2011 verfügt das Kleingartengelände noch über 39 Gartenparzellen, von denen 35 verpachtet sind. Der Verein besteht aus insgesamt 62 Mitgliedern, die sich in 32 aktive und 30 passive Mitglieder splitten. | ||
Auf Initiative von Wilhelm Hartmann sen. und Fritz Ulrich wurde von 47 Interessierten am 01. Mai 1932 im Gasthaus „Ahrenholz“ in Offleben - dem späteren Vereinslokal - der Gartenverein „Hartmannslust“ gegründet. Für das Gartengelände hatte Wilhelm Hartmann Ackerland im Umfang von 10,25 Morgen für 30 Jahre zur Pacht angeboten, das in 45 Parzellen aufgeteilt wurde. Zum ersten Vorsitzenden wurde Fritz Ulrich gewählt. Fremde durften zur damaligen Zeit die Gartenanlage nur in Begleitung von Mitgliedern betreten. 1942 und 1944 fielen dem Aufschluss des Tagebaues Viktoria und der dadurch erforderlichen Verlegung des Kupferbaches insgesamt 17 Gartenparzellen zum Opfer. Seit dem 06. 02. 1945 ist der Verein bereits als e. V. beim Amtsgericht eingetragen. | Auf Initiative von Wilhelm Hartmann sen. und Fritz Ulrich wurde von 47 Interessierten am 01. Mai 1932 im Gasthaus „Ahrenholz“ in Offleben - dem späteren Vereinslokal - der [[Gartenverein „Hartmannslust“]] gegründet. Für das Gartengelände hatte Wilhelm Hartmann Ackerland im Umfang von 10,25 Morgen für 30 Jahre zur Pacht angeboten, das in 45 Parzellen aufgeteilt wurde. Zum ersten Vorsitzenden wurde Fritz Ulrich gewählt. Fremde durften zur damaligen Zeit die Gartenanlage nur in Begleitung von Mitgliedern betreten. 1942 und 1944 fielen dem Aufschluss des Tagebaues Viktoria und der dadurch erforderlichen Verlegung des Kupferbaches insgesamt 17 Gartenparzellen zum Opfer. Seit dem 06. 02. 1945 ist der Verein bereits als e. V. beim Amtsgericht eingetragen. | ||
Auf Anregung der Gartenfreunde Otto Salomon und Otto Müller ist 1961 ein Gartenhaus gebaut worden. Dazu wurde von den BKB aus dem Barackenlager Alversdorf ein Haus erworben, zerlegt und im Gartengelände wieder montiert. Hinzu kamen Wasser- und Stromanschluss. Ca. 2.500 Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder für ihren Gartenhausbau geleistet. In den anschließenden Jahren erfolgte die Verstromung der weiteren interessierten Gärten; später wurde das Gartenhaus renoviert und mit Lager und Küche versehen. | Auf Anregung der Gartenfreunde Otto Salomon und Otto Müller ist 1961 ein Gartenhaus gebaut worden. Dazu wurde von den BKB aus dem Barackenlager Alversdorf ein Haus erworben, zerlegt und im Gartengelände wieder montiert. Hinzu kamen Wasser- und Stromanschluss. Ca. 2.500 Arbeitsstunden haben die Vereinsmitglieder für ihren Gartenhausbau geleistet. In den anschließenden Jahren erfolgte die Verstromung der weiteren interessierten Gärten; später wurde das Gartenhaus renoviert und mit Lager und Küche versehen. | ||
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Zum Zeitpunkt Bildung der Einheitsgemeinde Büddenstedt war Otto Golus sen. erster Vorsitzender des Vereins; ihm folgten 1979 Heinz Bläsing, 1981 Gerhard Golus, 1987 Heini Fricke, 1991 Günther Hadamla, 2002 Helmut Berg und ab Frühjahr 2009 wieder Günther Hadamla. | Zum Zeitpunkt Bildung der Einheitsgemeinde Büddenstedt war Otto Golus sen. erster Vorsitzender des Vereins; ihm folgten 1979 Heinz Bläsing, 1981 Gerhard Golus, 1987 Heini Fricke, 1991 Günther Hadamla, 2002 Helmut Berg und ab Frühjahr 2009 wieder Günther Hadamla. | ||
Seit 1943 besteht der | Seit 1943 besteht der [[Kleingärtnerverein Am Oesterlinge Offleben]]. Grund für den Zusammenschluss war hier die konkrete Notsituation des Krieges, in der die Bergarbeiterfamilien ihre schmalen Rationen durch Bewirtschaftung eines Gartens ergänzen mussten. Nach Kriegsschluss lagen diese Gärten allerdings innerhalb der sowjetisch besetzten Zone, was den Zutritt besonders erschwerte. Ab 1952 wurde ihnen der Zutritt gänzlich untersagt. 1963 konnten die durch den Vorsitzenden Ernst Roehse mit den BKB geführten Verhandlungen zu einem positiven Ergebnis gebracht werden. Ab 1963 stand ihnen das Gelände der am Südrand der Gemeinde Offleben gelegenen Kippe der BKB zur Verfügung. 1986 wurden schon 43 Gärten bewirtschaftet, ein Gartenhaus und ein Kinderspielplatz konnten in Eigenleistung erstellt werden. Ab 1969 war Rudi Chmilewski der erste Vorsitzende. Von 1985 bis 1994 führte Harald Stiemerling den Verein; ihm folgten von 1994 bis 2000 Siegfried Jagla, von 2000 bis 2005 Carsten Bohn, von 2005 bis 2014 wieder Siegfried Jagla und ab 2014 Dr. Michael Mehlem. | ||
Im Jahr 2004 verfügt der Verein noch über 39 Gärten, von denen 36 bewirtschaftet sind. Dem Verein gehören 36 aktive und 9 passive Mitglieder an. Das Vereinsleben wird nicht nur von den Gemeinschaftsarbeiten zum Erhalt und zur Verbesserung der Gartenanlage geprägt, sondern beinhaltet zur Pflege der Gemeinschaft auch regelmäßige Veranstaltungen wie z B. ein halbjährliches Vereinskegeln und das jährliche Lampionfest. | Im Jahr 2004 verfügt der Verein noch über 39 Gärten, von denen 36 bewirtschaftet sind. Dem Verein gehören 36 aktive und 9 passive Mitglieder an. Das Vereinsleben wird nicht nur von den Gemeinschaftsarbeiten zum Erhalt und zur Verbesserung der Gartenanlage geprägt, sondern beinhaltet zur Pflege der Gemeinschaft auch regelmäßige Veranstaltungen wie z B. ein halbjährliches Vereinskegeln und das jährliche Lampionfest. | ||
Der | Der [[Kleingartenverein Gartenfreunde Reinsdorf]] wurde 1952 gegründet und bot schon ein Jahr später 14 Einzelgärten an. Das Gelände dazu war von der Gemeinde Reinsdorf für die Dauer von 99 Jahren gepachtet worden. 1962 kamen noch einmal 5.855 qm bzw. 10 Einzelgärten hinzu. Bis März 1964 war Karl Mende der erste Vorsitzende, bis 1969 Rudi Polk, bis 1975 Walter Stiemerling, bis 1981 Hans Wesemann, bis 1993 Josef Michael, bis 1995 Walter Stiemerling, bis 2002 Dieter Liebau, bis 2009 Rolf Brysinski, bis 2010 Hans- Dieter Miklis und seit 2011 Mark Wesemann. Im Jahr 2002 konnte der Verein unter Mitwirkung zahlreicher Gäste sein 50jähriges Bestehen feiern. Das jährliche Erntedankfest, gemeinsames Grillen sowie sporadisches Treffen zum Frühschoppen runden das gemeinsame Vereinsleben ab, das sich aber in den letzten Jahren aufgrund des Durchschnittsalters der Mitglieder von 61,4 Jahren immer schwieriger gestaltet. Hatte der Verein 1986 noch 36 Mitglieder, davon 24 aktiv, so sind es in 2011 nur noch 11 aktive und 3 passive Mitglieder sowie 2 Ehrenmitglieder. 23 Einzelgärten stehen nach wie vor zur Nutzung zur Verfügung. | ||
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