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Lappwald

aus Helmstedt-Wiki, der freien Enzyklopädie über den Landkreis Helmstedt
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Der Lappwald ist ein 20 km langer und bis zu 5 km breiter, mit Wald bestandener Höhenzug. Er erstreckt sich von Helmstedt aus nach Norden. Die Grenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt verläuft durch das Waldgebiet, wobei etwa drei Viertel zu niedersächsischem Gebiet gehören. Der Lappwald ist Teil des Naturparks Elm-Lappwald.

Lage[Bearbeiten]

Der Lappwald verläuft von Nord-Westen nach Süd-Osten parallel zum Elm, der etwa 10 km weiter westlich liegt. Das Waldgebiet des Lappwaldes ist weitestgehend unbesiedelt. In ihm liegen als Siedlungen der Helmstedter Ortsteil Bad Helmstedt sowie der Harbker Ortsteil Autobahn im Süden und die früheren Kasernenanlagen des Flugplatzes Mariental-Horst im Norden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung findet der Lappwald als „Lapvualt“ im Jahr 1147.[1] Eine eindeutige Namensdeutung gibt es für „Lappwald“ nicht. Die wahrscheinlichste These beruht auf den Jagdbegriff des „einlappen“. Der Lappwald war über viele Jahrhunderte ein Grenzforst zwischen dem braunschweigischen und preußischen Staatsgebiet. Zahlreiche Schmuggler und andere kriminelle Personen, so auch der bekannte „Räuberhauptmann Rose“, nutzten diese Grenzsituation des Waldes aus. Im 20. Jahrhundert teilte die Innerdeutsche Grenze den Lappwald, dem früheren braunschweigisch-preußischen Grenzverlauf folgend.

Nordöstlich von Helmstedt finden sich im Lappwald Grabenreste der Landwehr in Richtung Walbeck. An Bauten erhalten sind noch zwei Warttürme aus dem 13. Jahrhundert, die als 1. und 2. Walbecker Warte bezeichnet werden. Ein weiterer gut erhaltener mittelalterlicher Wartturm befindet sich direkt an der Bundesstraße 1 in Richtung Magdeburg am Rande des Lappwaldes.

Geologie[Bearbeiten]

Geologisch gesehen ist der Lappwald, der im Heidberg 211 m Höhe erreicht, eine Mulde, die nur durch stärkeres Absenken der benachbarten Schichten horstartig herausgehoben erscheint. In der Kreidezeit, einem Zeitraum, der 71 Millionen Jahren umfasst, schwemmte das Meer in mehreren Überflutungsphasen Kalk, Mergel und Sand in die Helmstedter und die Schöppenstedter Mulde und überdeckte damit das Grundgestein. Weitere Meeresvorstöße im nachfolgenden Tertiär schufen in der Helmstedter Mulde große Moorflächen, die sich unter subtropischem Klima zu mächtigen Braunkohlenfeldern umbildeten.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-Ehrhard Müller: Helmstedt - die Geschichte einer deutschen Stadt, 2. Aufl. 2004, S. 184

Quelle[Bearbeiten]

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