Bahnhof Helmstedt: Unterschied zwischen den Versionen
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Im Jahr [[1903]] wurde ein 47 m hoher Wasserturm errichtet. Nach dem Ende der Berlin-Blockade verließ am 12. Mai [[1949]] erstmals wieder ein Zug [[Helmstedt]] in Richtung Berlin. Grundlage hierfür war das einen Tag zuvor unterzeichnete Helmstedter Abkommen. [[1983]] erfolgte der Abriss des Lokschuppens mit zugehöriger Drehscheibe. Während der deutschen Teilung war der Bahnhof Helmstedt bis [[1990]] nach dem nahegelegenen [[Grenzübergang Helmstedt-Marienborn]] einer der wichtigsten Grenzbahnhöfe zwischen Ost und West. Hier wurden sowohl Lokomotiven als auch Zugpersonal ausgetauscht, was zu einem planmäßigen Aufenthalt von mindestens zehn Minuten führte – selbst für Fernverbindungen wie den Expresszug Paris–Moskau. Seit [[1994]] besteht für Bahnreisende die Möglichkeit, Fahrräder in einem abschließbaren Fahrradhaus unterzustellen. | Im Jahr [[1903]] wurde ein 47 m hoher Wasserturm errichtet. Nach dem Ende der Berlin-Blockade verließ am 12. Mai [[1949]] erstmals wieder ein Zug [[Helmstedt]] in Richtung Berlin. Grundlage hierfür war das einen Tag zuvor unterzeichnete Helmstedter Abkommen. [[1983]] erfolgte der Abriss des Lokschuppens mit zugehöriger Drehscheibe. Während der deutschen Teilung war der Bahnhof Helmstedt bis [[1990]] nach dem nahegelegenen [[Grenzübergang Helmstedt-Marienborn]] einer der wichtigsten Grenzbahnhöfe zwischen Ost und West. Hier wurden sowohl Lokomotiven als auch Zugpersonal ausgetauscht, was zu einem planmäßigen Aufenthalt von mindestens zehn Minuten führte – selbst für Fernverbindungen wie den Expresszug Paris–Moskau. Seit [[1994]] besteht für Bahnreisende die Möglichkeit, Fahrräder in einem abschließbaren Fahrradhaus unterzustellen. | ||
Nach einem achtmonatigen Umbau wurde der modernisierte Bahnhof Helmstedt am 17. April [[2007]] wieder offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Modernisierungskosten beliefen sich auf 4,5 Millionen Euro. Im | Nach einem achtmonatigen Umbau wurde der modernisierte Bahnhof Helmstedt am 17. April [[2007]] wieder offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die Modernisierungskosten beliefen sich auf 4,5 Millionen Euro. Im Oktober [[2015]] erwarb die Stadt [[Helmstedt]] das Bahnhofsgebäude von der Deutschen Bahn in einer Aktion für 73.000 Euro.<ref>''Der Bahnhof kommt ganz groß raus.'' In: ''Wolfsburger Nachrichten.'' Ausgabe vom 24. Mai 2016.</ref><ref>https://www.braunschweiger-zeitung.de/helmstedt/article152049249/Stadt-ersteigert-Bahnhof-fuer-73-000-Euro.html</ref> | ||
Im Jahr [[2025]] beschloss der Stadtrat, den vorderen Teil des Bahnhofsplatzes nach Fred Woitke zu benennen, einem der Opfer der SED-Diktatur.<ref>{{Literatur |Titel=Bahnhofsvorplatz erinnert künftig an Fred Woitke |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2025-04-09 |Seiten=1}}</ref> In einer Feierstunde am Samstag, 13. September 2025, wird der Bahnohfsplatz mit der Enthüllung des Straßenschildes und einer Informationstafel offiziell den Namen [[Fred-Woitke-Platz]] erhalten.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article409830087/toedliche-flucht-in-die-freiheit-helmstedt-erinnert-an-fred-woitke.html |titel=Tödliche Flucht in die Freiheit: Helmstedt erinnert an Fred Woitke |autor=Markus Brich |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2025-08-25 |abruf=2025-08-26}}</ref> | Im Jahr [[2025]] beschloss der Stadtrat, den vorderen Teil des Bahnhofsplatzes nach Fred Woitke zu benennen, einem der Opfer der SED-Diktatur.<ref>{{Literatur |Titel=Bahnhofsvorplatz erinnert künftig an Fred Woitke |Sammelwerk=[[Helmstedter Sonntag]] |Datum=2025-04-09 |Seiten=1}}</ref> In einer Feierstunde am Samstag, 13. September 2025, wird der Bahnohfsplatz mit der Enthüllung des Straßenschildes und einer Informationstafel offiziell den Namen [[Fred-Woitke-Platz]] erhalten.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article409830087/toedliche-flucht-in-die-freiheit-helmstedt-erinnert-an-fred-woitke.html |titel=Tödliche Flucht in die Freiheit: Helmstedt erinnert an Fred Woitke |autor=Markus Brich |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2025-08-25 |abruf=2025-08-26}}</ref> | ||
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In den Jahren [[2007]] bis [[2015]] war der Waggon auf dem Gelände des Helmstedter Bahnhofs ausgestellt. Ab [[2015]] wurde er als Leihgabe im Friedenspark Dorasan in Südkorea präsentiert, nahe der stark befestigten Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Aufgrund seiner Größe konnte der Transport dorthin nicht in einem herkömmlichen Schiffscontainer erfolgen. Stattdessen wurde der Wagen zum Schutz gegen Seewasser in Spezialfolie verpackt. Die Seereise führte über die Westküste Afrikas und das Kap der Guten Hoffnung bis nach Südkorea.<ref name="BZ11012016" /> | In den Jahren [[2007]] bis [[2015]] war der Waggon auf dem Gelände des Helmstedter Bahnhofs ausgestellt. Ab [[2015]] wurde er als Leihgabe im Friedenspark Dorasan in Südkorea präsentiert, nahe der stark befestigten Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Aufgrund seiner Größe konnte der Transport dorthin nicht in einem herkömmlichen Schiffscontainer erfolgen. Stattdessen wurde der Wagen zum Schutz gegen Seewasser in Spezialfolie verpackt. Die Seereise führte über die Westküste Afrikas und das Kap der Guten Hoffnung bis nach Südkorea.<ref name="BZ11012016" /> | ||
Im Jahr [[2020]] erfolgte der Rücktransport per Schiff nach Bremerhaven. Anschließend wurde der Wagen in einer Werkstatt in Duisburg restauriert. Von dort gelangte er zunächst auf dem Schienenweg nach Weferlingen und schließlich über die Straße zurück nach [[Helmstedt]]. Die Kosten für Transport und Restaurierung übernahmen gemäß Vereinbarung die südkoreanischen Partner. Der [[Landkreis Helmstedt]] trug die Planungs- und Baukosten für den neuen Aufstellungsort in Höhe von rund 350.000 Euro, der noch eine Überdachung erhalten wird.<ref name="BZ08092023" /> Seit dem 7. September [[2023]]<ref name="LKHE07092023">{{Internetquelle |url=https://www.landkreis-helmstedt.de/portal/meldungen/endstation-fuer-us-millitaerwaggon-900000941-34150.html |titel=Endstation für US-Millitärwaggon |hrsg=[[Landkreis Helmstedt]] |datum=2023-09-07 |abruf=2025-07-22}}</ref> befindet sich der Militärwaggon wieder in [[Helmstedt]] und steht dort dauerhaft in unmittelbarer Nähe zum Verwaltungsgebäude des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Helmstedt-Historischer-Militaerwaggon-kehrt-aus-Suedkorea-zurueck,aktuellbraunschweig11502.html |titel=Helmstedt: Historischer Militärwaggon kehrt aus Südkorea zurück |hrsg=NDR |datum=2023-10-04 |abruf=2025-07-22}}</ref> Die Einweihung fand am 3. Oktober [[2023]] im Rahmen eines Festakts statt.<ref name="LKHE07092023" /> | Im Jahr [[2020]] erfolgte der Rücktransport per Schiff nach Bremerhaven. Anschließend wurde der Wagen in einer Werkstatt in Duisburg restauriert. Von dort gelangte er zunächst auf dem Schienenweg nach Weferlingen und schließlich über die Straße zurück nach [[Helmstedt]]. Die Kosten für Transport und Restaurierung übernahmen gemäß Vereinbarung die südkoreanischen Partner. Der [[Landkreis Helmstedt]] trug die Planungs- und Baukosten für den neuen Aufstellungsort in Höhe von rund 350.000 Euro, der noch eine Überdachung erhalten wird.<ref name="BZ08092023" /> Seit dem 7. September [[2023]]<ref name="LKHE07092023">{{Internetquelle |url=https://www.landkreis-helmstedt.de/portal/meldungen/endstation-fuer-us-millitaerwaggon-900000941-34150.html |titel=Endstation für US-Millitärwaggon |hrsg=[[Landkreis Helmstedt]] |datum=2023-09-07 |abruf=2025-07-22}}</ref> befindet sich der Militärwaggon wieder in [[Helmstedt]] und steht dort dauerhaft in unmittelbarer Nähe zum Verwaltungsgebäude des [[Landkreis Helmstedt|Landkreises Helmstedt]].<ref>{{Internetquelle |url=https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Helmstedt-Historischer-Militaerwaggon-kehrt-aus-Suedkorea-zurueck,aktuellbraunschweig11502.html |titel=Helmstedt: Historischer Militärwaggon kehrt aus Südkorea zurück |hrsg=NDR |datum=2023-10-04 |abruf=2025-07-22}}</ref> Die Einweihung fand am 3. Oktober [[2023]] im Rahmen eines Festakts statt.<ref name="LKHE07092023" /> Im September [[2025]] wurde der Waggon mit einer vormontierten Überdachung versehen, die den Eindruck eines Bahnsteigs vermitteln soll und ihn vor Wind und Wetter schützen soll. Diese Konstruktion wurde mithilfe von zwei großen Kränen an ihren vorgesehenen Standort gehievt.<ref>{{Internetquelle |url=https://www.braunschweiger-zeitung.de/niedersachsen/helmstedt/article410056396/so-wird-der-us-militaerwaggon-in-helmstedt-vor-wind-und-wetter-geschuetzt.html |titel=So wird der US-Militärwaggon in Helmstedt vor Wind und Wetter geschützt |werk=Braunschweiger Zeitung / [[Helmstedter Nachrichten]] |datum=2025-09-22 |abruf=2025-09-23}}</ref> | ||
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