Reinsdorf: Unterschied zwischen den Versionen
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Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von [[1945]] bis [[1950]] hatte sich die Einwohnerzahl von Reinsdorf von 260 ([[1939]]) auf 559 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 166 Heimatvertriebene. In den 1950er-Jahren errichteten die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]] in Reinsdorf 27 Werkswohnungen.<ref>BKB-Mitteilungen, Ausgabe September 1955.</ref> 1967 wurde am Südrand von Reinsdorf eine Fabrik errichtet, die Ersatzarbeitsplätze für das geschlossene Schwelwerk im benachbarten [[Offleben]] bot. | Infolge der Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa von [[1945]] bis [[1950]] hatte sich die Einwohnerzahl von Reinsdorf von 260 ([[1939]]) auf 559 ([[1950]]) vergrößert, davon waren [[1950]] 166 Heimatvertriebene. In den 1950er-Jahren errichteten die [[Braunschweigische Kohlen-Bergwerke|Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke]] in Reinsdorf 27 Werkswohnungen.<ref>BKB-Mitteilungen, Ausgabe September 1955.</ref> 1967 wurde am Südrand von Reinsdorf eine Fabrik errichtet, die Ersatzarbeitsplätze für das geschlossene Schwelwerk im benachbarten [[Offleben]] bot. | ||
Am 1. März [[1974]] wurde Reinsdorf zusammen mit den Gemeinden [[Neu | Am 1. März [[1974]] wurde Reinsdorf zusammen mit den Gemeinden [[Neu Büddenstedt]] und [[Offleben]] in die neue Gemeinde [[Büddenstedt]] eingegliedert.<ref>{{Literatur |Hrsg=Statistisches Bundesamt |Titel=Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982 |Verlag=W. Kohlhammer GmbH |Ort=Stuttgart und Mainz |Datum=1983 |ISBN=3-17-003263-1 |Seiten=271 und 272}}</ref> Im Zuge dessen bekamen die Straßen in Reinsdorf erstmals Namen: [[Alte Dorfstraße (Reinsdorf)|Alte Dorfstraße]], [[Amselweg (Reinsdorf)|Amselweg]], [[Fasanenweg (Reinsdorf)|Fasanenweg]], [[Finkenweg (Reinsdorf)|Finkenweg]] und [[Schwalbenweg (Reinsdorf)|Schwalbenweg]]. [[1974]] erfolgte auch die Gründung des Ortsvereins der [[Arbeiterwohlfahrt]] Reinsdorf/[[Hohnsleben]]. | ||
[[1989]] erfolgte die Eröffnung des Heimatmuseums, von [[1999]] bis [[2001]] wurde südöstlich von Reinsdorf eine neue Kläranlage erbaut. Seit dem 1. Juli [[2017]] gehört Reinsdorf als Stadtteil zur Kreisstadt [[Helmstedt]]. | [[1989]] erfolgte die Eröffnung des Heimatmuseums, von [[1999]] bis [[2001]] wurde südöstlich von Reinsdorf eine neue Kläranlage erbaut. Seit dem 1. Juli [[2017]] gehört Reinsdorf als Stadtteil zur Kreisstadt [[Helmstedt]]. | ||
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In Reinsdorf besteht die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Reinsdorf-[[Hohnsleben]], die über eine Kirche in Reinsdorf verfügt. Sie gehört zur Kirchengemeinde [[Büddenstedt]] in der Propstei [[Helmstedt]] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. | In Reinsdorf besteht die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Reinsdorf-[[Hohnsleben]], die über eine Kirche in Reinsdorf verfügt. Sie gehört zur Kirchengemeinde [[Büddenstedt]] in der Propstei [[Helmstedt]] der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. | ||
Katholische Einwohner gehören zur Pfarrei [[Maria Hilfe der Christen]] mit Sitz in [[Schöningen]] und der nähergelegenen Filialkirche [[St. Barbara (Büddenstedt)|St. Barbara]] in [[ | Katholische Einwohner gehören zur Pfarrei [[Maria Hilfe der Christen]] mit Sitz in [[Schöningen]] und der nähergelegenen Filialkirche [[St. Barbara (Büddenstedt)|St. Barbara]] in [[Büddenstedt]]. | ||
Das kleine Kloster [[Walburga|St. Walburgis]] bestand seit [[2001]], es wurde von der kontemplativ lebenden Gemeinschaft ''St. Walburgis'' (Zisterzienser) bewohnt und bot von [[2003]] bis [[2009]] auch einen Klosterladen an der [[Alte Dorfstraße (Reinsdorf)|Alten Dorfstraße]] 11. | Das kleine Kloster [[Walburga|St. Walburgis]] bestand seit [[2001]], es wurde von der kontemplativ lebenden Gemeinschaft ''St. Walburgis'' (Zisterzienser) bewohnt und bot von [[2003]] bis [[2009]] auch einen Klosterladen an der [[Alte Dorfstraße (Reinsdorf)|Alten Dorfstraße]] 11. | ||
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=== Museum === | === Museum === | ||
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Das [[Heimatmuseum Büddenstedt]] befindet sich in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei. [[1983]] begann die Gemeinde [[Büddenstedt]], Exponate für ein noch zu gründendes Museum zu sammeln. [[1986]] erfolgte die Gründung des [[Förderkreis Heimatmuseum Büddenstedt|Förderkreises Heimatmuseum Büddenstedt]] e. V., der das Museum verantwortet. Am 8. Juli [[1989]] wurde das Museum eröffnet, und bereits [[1992]] und [[1994]] erweitert. Das Museum stellt die Ortsgeschichte der ehemaligen Gemeinde [[Büddenstedt]] mit seinen Ortsteilen [[Hohnsleben]], [[Neu | Das [[Heimatmuseum Büddenstedt]] befindet sich in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei. [[1983]] begann die Gemeinde [[Büddenstedt]], Exponate für ein noch zu gründendes Museum zu sammeln. [[1986]] erfolgte die Gründung des [[Förderkreis Heimatmuseum Büddenstedt|Förderkreises Heimatmuseum Büddenstedt]] e. V., der das Museum verantwortet. Am 8. Juli [[1989]] wurde das Museum eröffnet, und bereits [[1992]] und [[1994]] erweitert. Das Museum stellt die Ortsgeschichte der ehemaligen Gemeinde [[Büddenstedt]] mit seinen Ortsteilen [[Hohnsleben]], [[Neu Büddenstedt]], [[Offleben]] und Reinsdorf dar, sowie die dem Braunkohletagebau zum Opfer gefallenen Dörfer [[Alversdorf]], [[Büddenstedt]], [[Runstedt]] und Wulfersdorf. Im Museum sind auch die ehemalige Backstube und Teile des Gemischtwarenladens von Reinsdorf zu sehen. Weitere Ausstellungsstücke zeigen das Alltagsleben in Reinsdorf aus der Zeit vor etwa [[1950]]. Ferner stellt das Museum Geschirr aus der Zeit vor [[1945]] aus Sommersdorf und Sommerschenburg aus. | ||
=== Bauwerke === | === Bauwerke === | ||